Servus Peter,
vielleicht abschließend, weil es hier zu off topic ist. Ja, klar, die Bearbeitung in der Netzhaut ist sehr alt. Man sollte Neuronen nur nicht unterschötzen darf – neuronale Plastizität ist das Stichwort. Bei häufiger Verwendung können sich die Synapsen verändern, es kann sein, dass Aktionspotentiale schneller ausgeführt werden (etc.). Natürlich ist sowas in erster Linie in "moderneren" Bereichen des Gehirns der Fall (z. B. eben im Sehzentrum), aber auch frühere Organsimen ohne Großhirn haben sicherlich neuronale Plastizität genutzt.
Und ja, es gibt da wohl kaum Forschungsergebnisse, denn die Physiologie der visuellen Wahrnehmung am Grenzbereich der Wahrnehmbarkeit ist kein Hauptthema, da wir das heutzutage ja nur selten benötigen, Forschungsgelder dafür eher nicht bewilligt werden dürften. Aber da bin ich nicht wirklich drin in der Materie. Ich bewege mich da mehr auf Lehrbuchebene. Ein Bisserl weiß man ja darüber.
Auf alle Fälle ist es spannend. Rein physiologisch ist unser Auge, abgesehen von ein paar Bauplanfehlern, richtig gut. Leider brauchen wir wegen der Bauplanfehler eine so intensive Bildbearbeitung, die dann einiges platt macht und andere Dinge hinzu erfindet. Wie die KIs, sie manche für ihre "Kunstbilder" verwenden ;-). Stichwort Blinder Fleck – wird einfach überpinselt mit passenden Mustern.
Auf alle Fälle ist Hickson 56 ein guter Teleskop- und Augentester, um wenigstens minimal on topic zu bleiben.
Liebe Grüße,
Christoph