GPU Komakorrektor mit 600mm F/4 - falscher Arbeitsabstand oder Astigmatismus?

  • - Radial verzerrte Sterne in den Ecken und somit zuviel Arbeitsabstand?

    Nein, genau anders herum, wie ich in deinem vorigen Thread bereits geschrieben habe und Woody noch mal hier in Beitrag #5 betont hat. Du hast Fall B:


    flattener-png.384691

    und dann einen Versuch mit dem in der Spezifikation angegebenen Arbeitsabstand von 51,7 + 0,5 für den Glasweg der Filter machen, also 52,2 mm.

    Dein Abstand ist laut der linken Bildecke immer noch zu klein (Sterne radial zum Zentrum elongiert), warum willst du trotz all der Hinweise hier in die falsche Richtung gehen? Nur weil es in den Specs so steht?


    Ich sehe es wie FRANK21, Woody und 03sec: Abstand noch vergrößern, justieren, eventuell Verkippung beseitigen.

  • Hi,


    Ich will mal etwas beruhigend auf die Discussion einwirken. Die Bildecken in Post 16 sind schon ganz OK. Waere das mein Scope wuerde ich den Rest BlurXT machen lassen. Der macht aus dem Sternen in den Ecken wieder gute Punkte.


    Wenn man wirklich aus dem Bild noch was ablesen will, da sind mir zu wenig vergleichbar helle Sternen in den Ecken. Was nach dem Stretch aussieht wie unterschiedliche Aberrationen sind nur Artifakte unterschiedlich heller Sterne. Ein heller Sterne mit etwas Koma hat einen sichtbaren Anhang. Ein schwacher sieht erst mal aus wie ein Punkt. Da wuerde ich nichts von ableiten.


    Aufnahmen machen, BlurXT drauf loslassen und gut ists.


    Clear Skies,

    Gert

  • Hallo Andreas,

    Wegen der nicht ganz zentrischen Ausleuchtung gehe ich davon aus, dass deine Fangspiegelposition noch nicht 100%ig passt. Daher könnte auch eine leichte Schieflage der Bildebene kommen. Dazu kommt noch, dass dein Arbeitsabstand zwischen Korrektor und Sensor zu gering ist.

    Ich würde deshalb erst die Justage prüfen und weiter optimieren und dann den Abstand in kleinen Inkrementen (z.B. 0,2mm) vergrößern.


    Viel Erfolg!

  • Aufnahmen machen, BlurXT drauf loslassen und gut ists.

    Hallo Gert,

    ich gebe dir schon recht, dass das Problem nicht riesig ist. Die meisten Objekte liegen ja mittig und die Ecken sind nicht so wichtig.

    Aber ich kann deiner Vorstellung von Astrofotografie so nicht folgen. Wenn das eine Software korrigiert, dann ist das für mich wie ein Kleinkind, dem man eine Windel anzieht. Besser wäre es aber doch, das Kind kann aufs Klo gehen und die Sterne links würden nicht "in die Hose gehen".

    Die "Windel" hat auch nicht jeder und die kostet. Vermutlich sogar mehr als das ganze Setup. Solange man einen Hardware-Fehler ausmachen kann, sollte man doch als Erstes da ansetzen.

    VG ralf

  • Sehe ich auch so, mit nem Schminkspiegel Fotos machen und dann BlurX drüber laufen lassen, ist nicht der Sinn unseres Hobbys. Hatte diese Diskussion auch schon oft mit anderen Fotografen und kann und werde diese Ansicht nicht nachvollziehen.

  • Sehe ich auch so, mit nem Schminkspiegel Fotos machen und dann BlurX drüber laufen lassen, ist nicht der Sinn unseres Hobbys. Hatte diese Diskussion auch schon oft mit anderen Fotografen und kann und werde diese Ansicht nicht nachvollziehen.

    Hi,


    Sieh das als Gesamtsystem aus Hardware und Software. Der Aufwand zur Oprimiering beider Teile wird am Ergebnis gemessen. Wenn da keine Verbesserung mehr zu sehen ist, ist gut.


    Bei F4 und drunter ist auch bei mechanischer Stabilität eine Grenze. Ich arbeite mit dem Skywatcher 10zoll F4 und wenn ich beim astap HFD Konturplot (den könnte Andreas mal aus einem Bild machen) ein irgendwie geformtes Bullseye sehe, was leidlich in der Bildmitte ist, ist OK.


    Ich such nachher mal eins aus der letzten Justage vom 10er raus, wenn ich am PC bin.


    Clear Skies,

    Gert

  • 0.05mm verkippt passt gut in 0.12mm Fokustoleranz.

    Ihr wollt der armen Kerl nur quälen, kann man ja mal machen wenn selbst eigentlich nur Apos benutzt.

    Es geht aber darum aus seinen Möglichkeiten das beste rauszuholen, sonst kann er ja is zur Sommerpause justieren und im Herbst weitermachen


    Gruß Frank

  • So, hab neu justiert. War wieder eine Quälerei, die Aufhängung des Fangspiegels beim Skywatcher ist technisch eine Zumutung! Entweder hat man den Fangspiegel kreisrund unterm Okularauszug, oder die Hauptspiegel-MittenMarkierung ist zentriert. Beides zu schaffen grenzt an Zufall.

    Eure Beiträge muntern mich aber auf. Ist zugegeben sogar amüsant, den Gedanken-Austausch der Astromeister untereinand zu verfolgen. ;)


    Für neue Ergebnisse meinerseits brauchts wie gesagt erst besseres Wetter.

  • Hallo Andreas,


    Ich hatte noch Infos zur Justage bei meinem SW10zoll F4 versprochen.


    Verwendung dabei findet eine Mischung aus so einer Ocal Camera & Software, einem Camera-Tilt Tool, und 'traditioneller' Sternjustage am Himmel mit einer Mod von Stathis.


    Du hast total recht, die China FS Halterungen sind zwar stabil, aber in der Justage eher 'temperamentvoll'. Zumindest aus der Sicht des Hobbyastronomen, der die Dinger manchmal aus dem Fenster schmeißen möchte.


    Meine Reihenfolge:

    Justierung mit Ocal oder Laser im Zimmer. Tubus dabei irgendwie schräg nach oben, so dass alles was justiert werden soll brav an irgendeiner Rückfläche anliegt, aber ein Inbusschlüssel, wenn man ihn fallen lässt nicht auf den HS knallt.


    1. FS Streben mit Stahllineal ausmessen und 'Body' der Spinne zentrieren. Mit nem guten Lineal geht das auf 1/2mm. Hoffentlich ist die Bohrung der zentralen FS-Halteschraube auch wirklich in der Mitte. (Hoffen wir mal)


    2. Ich hab eine Mittenmarkierung auf dem FS. Eher einen kleinen Kringel. Der muss genau auf den Punkt, wo die geometrische Achse des Tubus (definiert durch die zentrale FS-Halteschraube) durch die FS Oberfläche geht. Dazu habe ich an einem ruhigen Abend mal die Vereinsdrehbank bemüht.




    -> Warum sowas? Die Ocal Software-Anleitungen nehmen immer an, dass der Umriss des FS irgendeine Referenz ist. Das ist falsch. So wie die Chinesen die FS an den Halteklotz kleben, klappt das nie. Also die Stelle in der Ocal Anleitung, wo die rumeiern den FS Umriss mit irgendwas zu zentrieren geht aus dem Fenster. Der FS ist Plan, egal, wie der Umriss geformt ist, der kann auch ein Achteck sein! Wichtig ist nur, dass die optische Achse (definiert durch die zentrale FS-Halteschraube) der Punkt ist wo die Mitte der Reflektion zum Fokus passiert. Da muss das auch kein Ocal sein, tut auch ein Laser, oder Cheshire.


    Ocal-Fokus auf FS-Markierung:



    3. Den FS Dreh&Winkel einstellen, dass der HS zentrisch mit einem der Ocal Kreise ist. Da ist die Ocal Software praktisch. Oder so dass ein Laser-Punkt aus dem Fokussierer genau durch den Mittelpunkt der FS-Markierung in die Mitte der HS Markierung plumpst.


    Fällt jemand auf wie non-Zentrisch der FS ist!


    4. Den HS nochmal korrigieren, ist jetzt nicht mehr viel, bis der Sehstrahl (entweder im Ocal Video angeguckt, oder als Laser) genau wieder via FS-Markierung in Laser oder Camera fällt.


    Siehe den grauslichen Lichtring, den der FT Fokussierer durchlässt!



    Nun zum Stern (Das ist ein Tipp vom Stathis)


    1. Camera, Filterschublade, OAG und Korrektor zusammenbauen.


    2. Ich hab so ein Teil von 'Astroprecision' , wo mit einem Laserreflex geguckt wird, dass der Sensor in der Camera rechtwinklig zum Stöpsel ist, der in den Fokussierer kommt. https://www.astroprecision.no/ Es ist erschreckend wie schief Zwischenringe, OAG-Bodies und Korrektor Gewinde sind, wenn man mit micrometer Genaugikeit hinguckt! Den Dingern darf man nicht trauen. So ein Reflex Justage Dingens kann man mit 3D Drucker auch selber bauen. Schick ist die Software von den Astroprecision Typen. Und man unterstützt dabei die Astrokumpels aus Norwegen! Damit wird der Tilt in der Camera justiert. Ich fand es schockierend, dass z.B. auseinander- und wieder zusammenschrauben des Imagetrain schon ausreichen und das Astroprecision Teil sagt die Rechtwinkligkeit ist im Eimer! Speziell 3D Druck Abstandsdinger sind Schrott. Ich hab den Tilt da einmal justiert und jetzt schraub ich den Imagetrain nicht mehr auseinander!


    Das ist die Software. Ein Bildchen vom Aufbau hab ich jetzt nicht gefunden.


    3. Nettes Sternfeld mit Stern z.B. 3mag in die Mitte vom Bild. (el. Fadenkreuz in der Software anschalten, ich nehm NINA). Abend mit gutem Seeing nehmen und Stern leicht defokussieren. (So dass der FS Schatten gerade erst sichtbar ist). Bei mir ist das immer besser zu sehen, wenn man extrafokal ist. NINA Bildschirm auf 400% Zoom und gucken ob der FS Schatten in der Mitte ist. jetzt kommt Widerspruch von den Leuten mit FS Offset. Ist aber nicht so, wenn man gerade am Breakout-Punkt des FS Schattens ist, ist muss das Sternbild symmetrisch sein. Der Offset vom FS ist erst ein paar mm weiter zu sehen.


    4. Unbedingt Autofokus machen. Per Hand reicht nicht.


    5. Ein Bild machen. Ich nehm ca 20sec. Je nach Montierung mit oder ohne Nachfürung mit PHD. Was man sich halt so traut. Schöne Gegend mit viel gleichmässig verteilten Steren. Irgendwas in der Milchstraße! Bild nach Astap und Tilt im Image Inspector (F5) angucken. Sollte im einstelligen Bereich sein. Dann 2D HFR Graustufen Plot angucken. Das sollte ein Bullseye ca. in der Mitte sein. Wenn es das nicht ist, an den HS Schrauben drehen und zurück zu #4.




    Kommentar zu #5. Wenn Astap da von Tilt redet, ist das eine Vereinfachung. Der guckt einfach an, wie HFR im Bild verteilt ist. Die Ursache von Asymmetrie vom HFR Blob kann alles sein. Echter Tilt, Dejustage, Tubus-Wärmegradient. Aber egal, was es für Aberrationen sind, ich will sie minimieren und symmetrisch haben. Den Rest macht BlurXT.


    Nochwas. Bei NINA gibt es den Aberration inspector im Hocus-Focus Plugin. Der macht es eigentlich richtig und misst in den Bildecken, wie sich HFR mit de Fokus ändert. Wenn links oben der beste Fokus 10um vor der Position ist wo HFR ind er Mitte am kleinsten ist und dann erst 10um weiter der Punkt wo das rechts unten ist, dann ist das Tilt. Aber auch da können Artefakte von Aberrationen drin sein. Wenn sich eine Koma-Struktur beim Durchgang durch den Fokus links anders ändert als rechts, denkt auch NINA das ist Tilt. Ist es aber nicht! Am Ende hat bei mir NINA immer noch behauptet da ist Tilt drin, wo der HFR Blob in Astap für mich dann OK war. Das war dann gut genug für mich.



    Clear Skies,

    Gert

  • Hallo Gert


    Das mit der Drehbank funktioniert so nur wenn der FS schon mit dem richtigem Offset aufgeklebt ist.

    Ich würde da lieber mit Software bestimmen lassen wo der Mittelpunkt auf dem FS hinaus und eine Schablone machen oder es messen.


    ANDREAS


    anderer Abstand macht auch andere Brennweite, ähnlich wie bei Barlowlinse und auch Reducer an SC.

    Glaubst du die Hersteller hat die Brennweite mm genau getroffen? Das ist vermutlich so genau wie 8" = 200mm :D


    Gruß Frank

  • Na ja, wegen der Sterne oben links erst mal mit Abstand versuchen,

    Wenn das nicht funktioniert, ist es nächstes mal machen wir besser und von vorn,

    Aber man sollte es erst mal mit dem Abstand versuchen, das sich die Brennweite geändert hat ist logische Folge von anderer Abstand.


    Gruß Frank

  • Huhu,


    ich lese hier interessiert mit, und will nun auch meinen Senf beitragen. In der Hoffnung nicht noch mehr Verwirrung zu stiften.

    Erst mal die Brennweite eines Hauptspiegels ist fix, da kann sich nichts ändern. Die angegebenen Brennweiten differieren herstellungsbedingt sicher um einige Zentimeter.

    Was sich durch das Justieren durchaus ändert ist der Brennpunkt im OAZ. Denn wenn man zB. den FS höher setzt, muss der Brennpunkt weiter Richtung Tubus wandern.


    Doch nun zu viel Grundsätzlicherem.

    Da ich meine Teleskope selbst baue, stand ich auch vor der Frage, was für Lösungen gibt es um den FS sauber einrichten zu können.

    Die üblichen Lösungen sind mir zu fummelig, unpräziese und nicht sehr stabil. Dazu noch mit kleinen Imbusschlüsselchen über dem HS arbeiten???

    Eventuell Nachts mit klammen Fingern???


    Ich habe da eine andere Lösung.

    Die Spinne ist mit einem Ring drehbar auf dem Hut / Tubus. Damit kann ich sehr genau die Drehung des FS einstellen.

    Die Spinnenbeine sind in Klötzen fixiert die sich mit den großen Schrauben aussen in der Höhe verstellen lassen.

    Die Zugschrauben der Spinne sind normal.


    Mein Vorteil, kein Werkzeug über dem HS, aber vor allem lange Hebel. Damit viel leichter zu justieren!


    LG Tilly

  • Ein sehr wertvoller Hinweis, dass der Fangspiegel nicht perfekt zentrisch aussehen muss, danke! Da hab ich mich schon ein paar mal in die Irre führen lassen, denke ich.
    Also, die Reflexion des Hauptspiegels muss mittig zum Auszug sichtbar sein, das ist wichtig!

  • Tilly Anna, danke für deinen Beitrag, super Lösung! Hätte ich auch gern.
    Aber fürs erste gibt mir das immerhin Bestätigung, dass es weniger meine Ungeschicklichkeit als mehr das China-Gefummel ist, das so ausbremst. ;)

  • Mein zweites Arbeitsergebnis von gestern abend (nach 3 Stunden ...):


    Mein erstes Arbeitsergebnis hatte ich mir mit dem vermeintlich optimistischen Ansatz:
    "den Millimeter Differenz am Fangspiegel schaff ich jetzt auch noch weg ..." komplett versaut.
    Bin gespannt, ob nun die Sterne in den Ecken anders aussehen.
    Das muss ich jetzt wetter- und reise-bedingt ein paar Tage warten ...

    Der Abstand der senkrechten Fangspinnen-Arme zum Fadenkreuz wundert mich, den hab ich nicht weggekriegt.


    Hab übrigens mit Silikon jetzt eine Stahl-Unterlegscheibe auf die Auflage des Fangspiegels geklebt.
    Die Justier-Schrauben drehen jetzt etwas leichter, aber auch nicht immer zuverlässig.

  • Huhu Andreas,


    ja es ist das China-Gefummele was inzwischen ein Problem ist. Wobei die Chinesen da nicht alleine Schuld sind.

    Ich habe den Eindruck, dass das schon immer so gemacht wurde, vor Jahrzehnten auch von Deutschen Herstellern. Nur damals war f8 normal und f6 galt als sehr schnell.

    Es musste nicht so präziese sein.

    Doch inzwischen sollten die bei f4 über bessere Lösungen nachdenken.


    LG Tilly

  • Hallo Andreas


    Ist jetzt nicht unbedingt chinesisches Problem.

    Du bewegst den FS falsch weil es nicht anders geht.

    Eigentlich müsstest du ihn drehen können, auf der Längsachse vom Teleskop verschieben können und um die kleine FS Achse kippen können.

    So wie es ist machen alle drei Schrauben alles. Du willst ihn kippen... das verschiebt ich ihn automatisch in HS Richtung. Auch etwas verdreht lässt sich mit den 3 Schrauben Rausdrücken .. dann wandert er gleichzeitig von der Achse weg.

    Das wird ein ewiges rantasten.


    Gruß Frank

  • Hallo Kollege Drehn,


    Völlig richtiger Punkt. Ich hab mal auf 'neutralem Boden' einen extra Thread gestartet mit der Einladung, da kann jeder seine Justage Ideen vorstellen.



    Aber wir wollen ihn quälen :D :D

    Köstlich.

    Clear Skies,

    Gert

  • Hallo Andreas,

    Ich hoffe, ich darf ehrlich sein. So wie die Justage auf dem Bild ausschaut, brauchst du erst gar kein Bild aufnehmen. Das wird nichts.

    Die Spinne ist im Bild nicht zentrisch. Im Tubus kann sie das sehr wohl sein, dann stimmt aber die Fangspiegelposition nicht. Eine Verdrehung hast du auch und selbst der Hauptspiegel bzw. dessen Abbild ist nicht zentrisch. Bei Blende 4 muss das alles noch deutlich besser werden. Was ich machen würde:

    1. OAZ genau ausrichten. Dazu genau gegenüber eine Markierung anbringen. Fangspiegel ausbauen, Laser verkippungsfrei in den OAZ und Laserpunkt durch Ausrichten des OAZ auf diesen Punkt bringen.

    2. Fangspiegel in die Mitte auf die optische Achse bringen und ausrichten. Dazu muss der Fangspiegel im Offset auf dem Halter angebracht sein. Den Offsetpunkt auf dem Fangspiegel mit einem feinen Punkt markieren. Spinne genau mittig am Tubus ausrichten (der hoffentlich rund ist). Hauptspiegel raus aus dem Tubus. Am hinteren Ende des Tubus mit weißen Fäden ein Kreuz anbringen. Das Kreuz muss genau mittig auf der optischen Achse liegen. Den Fangspiegel einbauen und genau unter den OAZ bringen. Wenn der Laser auf den Offsetpunkt fällt, dann den Laser auf das Fadenkreuz am Tubusende bringen. Damit sollte der FS weder verdreht, noch die falsche Höhe und Position haben. Das alles kann leider dauern und ist iterativ anzugehen.

    3. Hauptspiegel einbauen und ausrichten. Dazu Fadenkreuz entfernen und HS einbauen. Schauen, ob der Laser in die Mitte der Hauptspiegelmarkierung fällt. Wenn nicht, Hauptspiegel in dessen Fassung so verschieben, dass dessen Mitte nach Einbau vom Laser getroffen wird. Dann sitzt der Hauptspiegel mittig im Tubus und kann justiert werden, bis der Laser oder dessen Streukreis (durch den feinen Offsetpunkt auf dem FS) genau mittig auf die Mattscheibe des Lasers zurückfällt. Am Ende solltest du dadurch eine relativ brauchbare Justage erreicht haben, auf dessen Basis du dich ans Optimieren deines Abstandes von Korrektor usw. machen kannst.

    Ich kann den ganzen Prozess hier nur kurz umschreiben und der Teufel steckt im Detail. Aber wenn du diesen Prozess einmal ordentlich hinter dich gebracht hast, bekommst du ein Gefühl dafür, auf was es ankommt und auch, wie sich welche Abweichung in der Praxis bemerkbar macht.


    Viel Glück und Erfolg!

    Burkhard

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!