OdM April 2026 – Sieben auf einen Streich: Copelands Septett aka Hickson 57

  • Frühling ist Galaxienzeit! Deshalb habe ich diesmal ein besonderes Objekt herausgesucht, das etwas Öffnung benötigt oder fotografisch festgehalten werden möchte (auch für Smarties gut geeignet). Sieben auf einen Streich! Ich rede von Copelands Septett im Löwen, auch als Hickson 57 bekannt.


    Auf Fotos sieht man natürlich mehr als sieben Galaxien, aber die hellsten in der Gegend sind genau sieben: NGC 3745 (15m2), NGC 3746 (14m0), NGC 3748 (14m8), NGC 3750 (13m9), NGC 3751 (14m3), NGC 3753 (13m7) und NGC 3754 (14m3). Alle sieben sind zwischen 388 und 421 Millionen Lichtjahre von uns entfernt (also schon ein gutes Stück weit weg), es interagieren also nicht alle Galaxien, denn es ist eine Mischung aus direkter Interaktion und Platzierung auf der Sichtlinie.


    NGC 3753 ist der größte und hellste Wattebausch, aber mit 13m7 kein Scheinwerfer.


    Das Auffinden ist ziemlich einfach: Start ist 92 Leonis (oder 93 Leonis, wenn man 92 Leonis nicht gut mit bloßem Auge sehen sollte).


    Sternbild Löwe mit den beiden Sternen Ta Tsze und Chong Kwan (aka 93 und 92 Leonis). Bild aus wikisky.org (SDSS) mit eigenen Ergänzungen


    Wer bei 93 Leonis das Sternhoppeln beginnt, kann natürlich auch erstmal (oder danach) Abell 1367 bewundern. Da sind so viele Galaxien zu sehen, dass die Beobachtung und Analyse richtig Zeit beansprucht. Da ist Hickson 57 weniger komplex. Man will ja nicht übertreiben. Jedenfalls kann man die Verbindungslinie von 93 Leonis zu 92 Leonis nach Nordwesten um ca. 1/3 der Strecke verlängern und kommt so bei drei auffälligen Sternen achter bis neunter Größenklasse an:


    Bild aus wikisky.org (SDSS) mit eigenen Ergänzungen


    Von hier aus geht es jetzt ganz leicht zum Galaxienhaufen:


    Bild aus wikisky.org (SDSS) mit eigenen Ergänzungen – aber Vorsicht! Der "kleine Stern", der den Pfeil unterbricht, ist eine LEDA-Galaxie, ein faint fuzzie, den man im Teleskop so nicht sehen kann. Man kann aber anhand der drei Sterne den Winkel abschätzen, unter dem man abzweigen muss (ist ja kein weiter Weg).


    Bei Hickson 57 angekommen, geht es erstmal darum, überhaupt etwas zu erkennen. Westlich der Galaxiengruppe ist ein kleines Sternmuster aus 5 Sternen zwischen 12m5 und 14m5, das hilfreich bei der Orientierung ist:


    Bild aus wikisky.org (SDSS) mit eigenen Ergänzungen – Der kleine Wattebausch unterhalb der langen Seite des Trapezes ist auch eine LEDA-Galaxie (LEDA 1661085), die wie ein Sternchen mit knapp über 16 mag im Teleskop erscheint (jedenfalls ging es mir so). Das ist das Problem mit den SDSS-Aufnahmen, denn die Galaxien wirken oft wie Sterne und dann wundert man sich am Teleskop, warum man ein anderes Muster sieht. Jedenfalls kann man auf das gelb eingezeichnete Muster achten. Östlich davon findet sich ein Stern mit 12m3 (siehe Beschriftung) – und wenn man den als Ausgangspunkt erkannt hat, muss man „nur noch“ nördlich und südlich davon nach den Wattebauschen schauen.


    Je nach Öffnung sieht man gar nichts oder vermutlich nur zwei bis drei schwache Wattebausche (NGC 3746, NGC 3753 und NGC 3751). Vielleicht kommen dann noch die beiden Kleckse direkt an NGC 3753 zum Vorschein. NGC 3748 ist schwierig und NGC 3745 extrem schwierig (finde ich). Mit der Kamera ist es aber ein Kinderspiel – und da kommen noch weitere LEDA-Galaxien im Hintergrund, die sich auf dem Chip zeigen werden.


    Ich habe das Septett am 5.3.2025 intensiv beobachtet und auch gezeichnet. Es war ein echtes Abenteuer, alle sieben Galaxien herauszukitzeln:


    Vielleicht hilft die Skizze beim Aufsuchen des Septetts. LEDA 1661085 ist als "grauer Stern" eingezeichnet, aber nicht beschriftet (ich habe jetzt erst im Nachhinein bemerkt, dass ich da noch eine Galaxie gezeichnet hatte).


    Was kann man mit der eigenen Optik visuell erkunden? Eigentlich ist es recht klar:


    • Ab welcher Öffnung (und bei welchem Himmel) kann man überhaupt etwas wattebauschartiges wahrnehmen/erkennen? Also mit allen Tricks, indirektem Sehen, „Field Sweeping“ etc.
    • Und ab welcher Öffnung ist NGC 3753 mehr als ein Strich, also breiter als Mischung von drei Galaxien?
    • Und ab welcher Öffnung kann man die drei Galaxien in Bezug auf ihre Kerne trennen?
    • Und ab welcher Öffnung sieht man alle sieben?

    Bei sehr gutem Himmel sollte NGC 3753 wohl mit 12 oder 14 Zoll machbar sein?! Oder schafft das jemand mit 10 Zoll?


    Falls gar nichts geht, dann empfehle ich wie vorne geschrieben Abell 1367 (bzw. AGC 1367 wie es offiziell heißt, um keine Verwechslung mit den Abell-PNs zu ermöglichen, auch wenn vierstellig da eindeutig die Galaxienhaufen meint). Hier fangen die hellsten Galaxien bei 12m7 an, sind also deutlich einfacher zu erreichen. Das OdM soll im April aber zur Abwechslung eine echt harte Nuss werden.


    Also ran an die Teleskope und/oder ran an die Kameras. Die hohe Deklination ermöglicht die Beobachtung bis Ende April. Und wenn’s sich wettertechnisch nicht ausgeht, dann eben im nächsten Jahr.

    Ich wünsche viel Erfolg und viel Freude mit diesem spektakulären Septett.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Mein Verein: Astronomische Gesellschaft Buchloe e.V.

    Meine Ausrüstung:

    Teleskope: "Dino" 22" (560 mm)  f/3.5 Dobson (Martini / Oldham Optical)  –  Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 203/1624; Montierung: iOptron CEM40G  –  Ferngläser (9 x 42, 20 x 60)

    Kamera: Canon EOS 6D Mark II (Vollformat, unmodifiziert); Kameraobjektiv: meist Canon EF-200 mm f/2.8 Teleobjektiv

  • Lucifugus

    Changed the title of the thread from “OdM April 2026 – Siebena uf einen Streich: Copelands Septett aka Hickson 57” to “OdM April 2026 – Sieben auf einen Streich: Copelands Septett aka Hickson 57”.
  • Hallo Christoph,


    ja, ein sehr interessantes Objekt für größere Geräte - eine schöne Wahl !

    Wer bei 93 Leonis das Sternhoppeln beginnt, kann natürlich auch erstmal (oder danach) Abell 1367 bewundern. Da sind so viele Galaxien zu sehen, dass die Beobachtung und Analyse richtig Zeit beansprucht.

    Dazu habe ich eine Beobachtung mit dem 9,5-Zoll "Fünfling", im März 2019 am Alpenrand:


    " ... Dann ging es zum 300 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxienhaufen Abell 1367, bei dem ich vom 20-Zöller her viele schwache Fleckchen in Erinnerung hatte. Als Einstieg für die Suche diente mir der nahe Stern 93 Leonis, den ich direkt über den Leuchtpunktsucher bequem eingestellt habe. Die Hauptgalaxie NGC 3842 (11,8 mag) war leicht zu finden, und nach geduldiger Beobachtung konnte ich in der Umgebung weitere Galaxienfuzzel eindeutig zuordnen: Am einfachsten NGC 3837, und schließlich auch die jeweils 13,6 mag hellen NGC 3841 und UGC 6697; letztere ist sehr länglich, das war indirekt gut zu erkennen, und hatte gefühlt schon fast "Superthin"-Charakter - dazu ein Bild von Jerry Lodriguss."


    Und Copelands Septett kam in Ralph's 20-Zöller sehr detailliert heraus, im April 2016 im Mangfallgebirge:


    "... Danach ging es über den nahen Stern 92 Leonis zur mit etwa 450 Millionen Lichtjahren noch weiter entfernten Gruppe 'Copeland's Septett' (Hickson 57): Wunderschön, am besten bei 335x im 6mm Ethos Okular, mit indirektem Sehen waren alle sieben Komponenten (13,6 bis 15,2 mag hell) - zwei enge Dreiergruppen und eine einzeln stehende Galaxie - gut auszumachen; hier eine Aufnahme von Detlef Hartmann."


    Servus

    Ben

  • Hallo Christoph... :)

    Schöne Objektauswahl und schöne Beschreibung! (wie immer)

    Hickson 57 steht bei mir für dieses Frühjahr auch schon lange auf der To-Do-Liste - auch wenn es jetzt nicht als OdM dran wäre.Ich bin ja eh Galaxienfan aber gerade diese kleinen Galaxienansammlungen aus dem HCG Katalog mag ich besonders.

    Das Wetter würde heute Nacht bei mir passen aber leider rückt ja der zunehemende Mond dem Löwen immer näher. Trotzdem werde ich mal an der Gruppe dran bleiben und versuchen sie im kommenden Monat abzulichten und hoffe das hier im Forum noch einige Beobachtungen und Bilder zustande kommen...

    Gruß Thomas

  • ...kleiner Nachtrag noch

    Wer sich mal näher mit dem Hickson Katalog beschäftigen möchte dem empfehle ich den 24-seitigen Bildband von Gary Imm

    Habe ich mir vor kurzem erst selber zugelegt und gibt einen schönen Eindruck der 100 Galaxiengruppen inkl. den dazugehörigen Objektdaten

    Gruß Thomas

  • Hallo Christoph,


    das Septett habe ich letztes Jahr im April beobachtet, auf meinen Balkon mit 11" bei guter Transparenz (SQM ca.20,6).

    Bei 127x waren NGC 3753 und NGC 3746 indirekt schwach sichtbar.

    Bei 175x erschien mir NGC 3753 oval und NGC 3750 war von der größeren Nachbargalaxie getrennt erkennbar.


    Viele Grüße

    Ronny

  • Hallo Chrtoph,


    da hast Du ein schönes Objekt rausgesucht & vorgestellt!

    Ich habe es trotz Mond gestern mal versucht - im 10" Newton war es mit dem Smart Eye "machbar" aber nicht sonderlich vorzeigbar.

    Es war wohl eher eine "Verzweiflungstat", da es laut Wetter - Apps die letzte klare Nacht für die nächsten zig Tage war.


    "Live", also bei 0,5 Sekunden Belichtung, war ein sehr kompakter, kleiner Nebelhaufen zu sehen.

    Nach ein paar Bildern wurde NGC 3753 sowie 3746 deutlich in der Form erkennbar, Die anderen blieben erstmal "dicke, neblige Sterne".


    Ich habe diesen Beobachtungsversuch relativ schnell abgebrochen, da etwas Licht vom Mond irgendwie den Weg in den OAZ gefunden hat :rolleyes:

    Nach 52 x 5sec sah es dann so aus:


    Ich werde das Objekt nochmal versuchen. Dann aber ohne Mond und am 28"er.


    cs eike

  • Hallo Christoph und Freunde des ODM's,


    Ich habe mit Hickson 57 einmal mit Stellarium und meiner Sensorgröße angesehen und dann gedacht, na das ist zu klein für mein Seestar S50 ;) .

    Gestern Abend war es aber dann soweit, CS mit Vollmond und ich dachte, bevor ich gar nichts aufnehme, versuche ich es einfach.

    Also habe ich meine 2 Seestars aufgestellt und die ganze Nacht aufnehmen lassen.


    Es waren über 3500 Lights a)10sek die ich dann extrem nach Qualität heruntersortiert habe, da ich 3xdrizzle anwenden wollte, also FWHM runter bis auf 3.5 gesetzt.

    Übrig blieben 2020 Lights, das Ergibt eine Belichtungszeit von 5,6 Stunden.


    Bearbeitet habe ich es mit Siril / Graxpert / Gimp, hier mein Ergebnis:



    Hier das Zentrum annotiert:


    Ich habe eine Viewer Ansicht gebastelt, mit der kompletten Sensorgröße und Auflösung:


    :right_arrow:   Viewer Ansicht - Umschalten mit Taste "a" zur annotierten Version  :left_arrow:


    Ich bin froh es einfach versucht zu haben, durch das 3xdrizzle sind doch so einige Details auch für meine kleine Optik sichtbar geworden.


    Vielen Dank für dieses tolle ODM, hat mir viel Spaß gemacht mal was klitzekleines zu bearbeiten :)


    CS und Gruß, Heiko

    :robot: 2x Seestar S50,    :telescope: Meade 4500 , Skywatcher Evostar 80 EDX    :camera: Sony ILCE-7M3 | FE 2.8/70-200 GM OSS II | TC-2 | FE 4/24-105 G OSS | FE 1,8/55 | Samyang AF 14/2.8 FE

  • Für mich eine der berühmtesten Galaxiengruppen überhaupt, schon alleine, weil ich mal für eine Kältekopressoren Frima gearbeitet habe, die Copeland hieß.


    Ich habe sie mit 10", 17,5" und 24" Dobsons beobachet, gezeichnet und letztes Jahr auch fotografiert. Ja, sie sind klein, schwach und stehen eng zusammen. Mit dem 10" dachte ich zunächst, ich hätte lediglich die hellste NGC 3753 erkannt, dabei war es ein Klumpen aus 3 Galaxien.


    Bevor ich mich hier wiederhole, der Link zu meinen Beobachtungen:

    Copeland's Septet = Hickson 57 in Leo

  • Servus,


    ja das ist eine interessante gx Gruppe - prima OdM.


    Ich hab sie 2x beobachtet, beide Male mit 20" - wen's interessiert:

    2008: https://eyes4skies.de/Internet…08_05_06_KABR.htm#ngc3746

    2010: https://eyes4skies.de/Internet…10_04_06_SCHL.htm#ngc3753


    Beide Male auch zusammen mit weiteren interessanten GX Gruppen... ;)


    lg, Peter

  • Moin Zusammen und Danke für das interessante ODM, Lucifugus !


    Gestern Abend (07.04.2026) habe ich mich auch nochmal mit Hickson 57 aka Copeland's Septett beschäftigen können.

    Weil ich in der Nacht noch mehr vorhatte, habe ich nur den kleinen 72/400er Apo aufgesattelt und da meine Sicht in Richtung Süden begrenzt ist,

    sind aus meinen Bemühungen leider auch nur 114x60s = 1,9 Stunden Gesamtintegrationszeit geworden.


    Zunächst das volle Feld zoombar und in der vollen Auflösung im Astrotreff-Viewer:


    :right_arrow: Hickson 57 / Copeland's Septett - Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus :left_arrow:


    Herunterskaliert auf Thread-konforme 1200px Breite:


    Hickson57_08042026_1200.jpg


    Und die "Hauptdarsteller" im hochskalierten Crop:


    Hickson57_08042026_crop.jpg


    Hickson57_08042026_crop_Annotated.jpg


    Aufnahmedaten:

    Datum: 07.04.2026

    Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 114x60s = 1,9 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS


    Ist jetzt nicht supertoll, aber "a bissl was" geht auch mit kleinem Geschirr. ;)


    Viel Erfolg bei der ODM-Jagd und CS,


    Jochen

  • Hallo zusammen,


    ich habe es gestern aus dem heimischen Garten heraus bei ca. 20,8 mpsas (6,0 mag Sternchen im Löwen war gerade eben noch erkennbar) versucht. Ich machte mir allerdings keine großen Hoffnungen, die kleinen Funzelchen im 120er Großfernglas zu erwischen. Und so war es auch, bei 66x war nix von dieser Galaxiengruppe zu sehen.


    Hickson 44 ist dagegen sehr leicht und alle Wattebäusche waren direkt sichtbar.


    Viele Grüße,

    Andreas

  • Hallo Alle,

    auch im C8 bei einem fst von 6,1mag war nix zu machen.

    Ein 14,0mag-Stern (GAIA-Vmag) in der Gegend war kein Problem und manchmal hatte ich den Eindruck, da 'schimmert' indirekt bei TYC 1440 2012 etwas auf, aber von einer sicheren Sichtung kann keine Rede sein - also nicht gesehen! Probiert mit 20mm, 9mm XWA und 7mm-Nagler-Okular. Aber egal, nach grauer-Star-OP an beiden Augen macht mir das Beobachten wieder richtig Spaß, auch wenn die Objekte der Begierde unsichtbar bleiben.


    Noch 'ne Bemerkung: UGC 6527 in Hick 56 mit schwächeren Helligkeits-Katalogwerten als die helleren Hick 57-Mitglieder war dagegen 2007 eindeutig zu sehen und da "schimmerte" es auch nicht fragwürdig neblig auf, sondern es blitzte immer wieder etwas aus einem diffusen Hintergrund eindeutig hervor. Klar, das war der Sternförmige aktive Galaxienkern von UGC 6527 (Markarian 176). Meine Bahnbrechende 8) :) Deep-Sky-Erkenntnis lautet daher: "eindeutiges aufblitzen ist besser erkennbar als ein diffus-nebliges 'schimmern' am Rand der Wahrnehmbarkeit."

    So, jetzt aber genug gequasselt und tolle Weisheiten verbreitet... ;)


    Viele Grüße + CS,

    Wolfgang

  • Hallo Forum,


    Harte Nüsse allesamt, wie Stathis treffend sagt. Das Staubband von NGC3754 und die Gezeitenschweife gingen nur indirekt mit Field Sweeping.


    Im Ernst - bei schönem dunklen Landhimmel konnte ich alle 7 Komponenten mit 25" gut direkt erkennen und trennen, PCG 36010 blitzte ab und zu mal durch, zu dem Zeitpunkt, als ich gestern dieses Objekt beobachtet habe, war das Seeing ziemlich eingebrochen, einige Zeit später wurde es wieder besser. Zwischendurch habe ich Aufzeichnungen gemacht und skizziert, um alle GX zu erkennen habe ich immer wieder ein wenig warten müssen, bis die Dunkeladaption wieder voll da war nach dem Rotlicht auf Papier.


    Ich kann Christophs schöne Zeichnung von oben gut nachvollziehen.


    Beste Grüße,

    Rainer

  • Ich hab es gestern nochmal unter dunklem Landhimmel (bis zu 21,47 mpsas) mit dem 120er Bino bei etwas höherer Vergößerung (110x) probiert. Ich meine, am Ende der gebogenen Sternenkette immer wieder etwas schwach aufschimmern gesehen zu haben. Von der Position her müsste das NGC 3746 gewesen sein. Mehr war aber nicht zu machen.


    Bezüglich HCG 44 eine kleine Korrektur: die interessante NGC 3187 blieb mir verborgen, auch unter besserem Himmel. Insofern habe ich nur die drei fluffigen Glx der Gruppe sehen können ;)


    VG, Andreas

  • Hallo,


    schon an 06. April habe ich die Galaxiengruppe beobachten können und da auch die Bildauswertung nun fertig ist kann ich es hier eintragen.

    Um 22 Uhr zeigte Das SQM 20,5mag, die Transprens war gut,+3°C und kaum Luftfeuchtigkeit. Teleskop: 18-Zoll f/4,5.


    Bei 62x , meiner Aufsuchvergrößerung, konnte ich den richtigen Ort anhand der helleren Sterne schnell finden. Extem schwach blitzen ein paar Sternchen heraus, keine Aufhellungen zu sehen.

    Bei 222x wird indirekt, nach einer Weile schaun, auch direkteine Auffhellung sichtbar. Einzelne Galaxien sind nicht zu trennen nur zwei Galaxienzentren blitzen heraus.

    Bei 364x werden zwei getrente Blobs sichtbar, innerhalb derer eine Teilung angedeutet sein könnte.


    Auf der Aufnahme sind die Galaxien besser getrenn sichtbar und zeigen auch mehr Detais. Aufgenommen mit de 260mm f/11,5 Cassegrain und der ASI 294MC Pro. 1298x 30s = 10h 46m. Bearbeitet in Siril.



    Viele Grüße,

    Bianka

  • Servus beinand,


    oh, da sind ja tolle Fotos und auch visuelle Beobachtungen zusammen gekommen. Das freut mich sehr - Danke für die rege Beteiligung!

    Ich wollte selber letzte Woche beobachten (zwei klare Nächte und das in den Ferien), aber ein Hexenschuss hatte mich komplett ausgebremst. Und kommendes WE soll es bei uns regnen. Aber da ergibt sich wieder eine Möglichkeit. :)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Mein Verein: Astronomische Gesellschaft Buchloe e.V.

    Meine Ausrüstung:

    Teleskope: "Dino" 22" (560 mm)  f/3.5 Dobson (Martini / Oldham Optical)  –  Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 203/1624; Montierung: iOptron CEM40G  –  Ferngläser (9 x 42, 20 x 60)

    Kamera: Canon EOS 6D Mark II (Vollformat, unmodifiziert); Kameraobjektiv: meist Canon EF-200 mm f/2.8 Teleobjektiv

  • Hiho,


    hier mein Beitrag zum Thema, danke für den Vorschlag. Schärfe und Rauschen sind nicht optimal aufgrund der nicht so guten Aufnahmebedingungen aber ich freu mich überhaupt mal wieder was hinbekommen zu haben :)


    Sternwarte Radebeul

    Teleskop: CDK17

    Kamera: QHY600

    Belichtungszeit: 42*300s (L) 10/13/13*120s (RGB)


    Viele Grüße

    Martin


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