Astrofotografie mit kleinem Budget?

  • Hallo, Ich bin noch vergleichsweise neu in der Szene, hab mich aber schon etwas damit auseinandergesetzt. Mein jetziges Setup ist eine einfache EQ3 mit einem 150/750 newton, nichts automatisiert. Fotos hab ich bis jetzt nur mit dem Handy gemacht, und ich überlege, was das nächste Upgrade sein könnte, ohne zu tief in den Geldbeutel greifen zu müssen.

    Meine neuesten Überlegungen sind eine alte DSLR wie die Canon 450D, und vielleicht gleich dazu eine neue Montierung wie die EQ5, damits nicht frustig wird mit der wackeligen EQ3. Mir stellt sich nur die Frage, ob die auch das Setup auch stämmen kann, der Tubus wiegt 4,6kg und wenn ich später guiding nachrüste wirds vielleicht knapp.

    Für die Kamera brauch ich dann wahrscheinlich auch einen Komakorrektor oder?

    Hättet ihr Vorschläge, was hier die besten Optionen sein könnten?

  • Hallo,


    eine ältere DSLR wie eine Canon 450D oder höher ist bestimmt keine Fehlinvestition. Viele ältere Objektive vom Gebrauchtmarkt kann man mit einem Adapter daran verwenden. Auch mit dem Handy kann man z.B. Mond- oder Sonnenfotos durch das Teleskop versuchen. Hier mal einfache Beispiele:


    Komet Neowise mit Minolta 200mm an EOS 350D, Mondbild durch den Dobson mit einem Nokia 3.1, Sonne durch kleines Fernrohr mit EOS 550D (mit Sonnenfilter!)


    Bei Sonnenfotos muss unbedingt ein Sonnenfilter vor dem Teleskop sein. Die kleine Canon 350D hat noch keinen Live-view. Der ist für´s Fokussieren aber wichtig.


    lg volker :hot_beverage:

  • Hallo (... ?) und herzlich willkommen hier,

    aus meiner Sicht passt das in etwa. Die EQ5 ist eine gute Montierung und trägt sicher die 5 Kg. Dein Teleskop ist auch fototauglich denke ich. Die 15 cm sammeln schon mal einiges an Licht ein (übrigens 9-mal so viel wie ein S50).

    Komakorrektor ist auch Pflicht (es sei den du machst nur Planeten) Eine 450D ist aber eher nicht geeignet. Zudem schneiden die DSLRs den Rotanteil ab (schon mal davon gehört?) deshalb werden die oft astromodifiziert indem man den R-IR-Filter entfernen lässt. Das kostet mehr als so eine alte Kamera. Ohne Umbau kannst du nur sehr bedingt rote Objekte fotografieren und leider gibt es sehr viele rote Nebel.

    Wenn du jetzt hier in eine preiswerte übliche Astrokamera investierst, dann könntest du die später zum Guiden nehmen, bräuchtest dann aber einen Laptop vor Ort. Die fangen so grob bei 450 € an und haben in der Preisklasse einen kleinen Chip, was aber oft kein Problem ist.

    Andere Möglichkeit wäre eine etwas modernere DSLR (ich habe z.B. die 250D und finde die gut) und du konzentrierst dich auf nicht ganz so rote Nebel.

    Willst du Mond und Planeten machen, dann geht das mit den Kameras schon ab unter 200 € los. Dafür brauchst du dann aber eine Barlow oder etwas Ähnliches.

    Viele Grüße

    ralf


    Nachtrag: speziell die 450er hat eine etwas andere Chipstruktur, die weniger astrotauglich ist, die 350er, die 500er ... alle anderen gehen ganz gut.

  • Hallo Katze,


    Was sind deine Ambitionen im Bereich der Astrofotografie?


    Welcher Typ bist du? Frickelst du gerne an deinem Setup Ein und möchtest eine individuelle Lösung realisieren, ggf. aus begrenztem Budget das meiste rausholen?


    Wie hoch ist dein Budget?


    Grundsätzlich sind deine Überlegungen sicherlich OK, WENN du auf dem 6 Zöller aufbauen willst. Ich würde dir dann auch raten, auf dem Gebrauchtmarkt zu schauen. Oder wenn es das Budget hergibt auch bei den Juwei, Clearsky und co. als Direktimport zu schauen (die harmonic Drives müssen aber auf jeden Fall geguidet werden). Bei einer alten DSLR solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass sie einen Klappspiegel hat, wenn du sie stand alone betreiben willst.


    Ich habe das mit dem Seestar aber durchaus ernst gemeint, WENN du eine schnell funktionierende Lösung für überschaubares Geld suchst. Dass man mit dem 6Zöller ganz andere Ergebnisse erzielen kann, ist schon klar. Aber der Weg dorthin ist deutlich herausfordernder, durchaus auch spannend und interessant.


    Viele Grüße

    Axel

  • Hi Axel,


    die Frage war, was in diesem speziellen Fall die besten Optionen sind, nicht welche Optionen das wenigste Mitdenken erfordern.


    Und es geht um persönliche Weiterentwicklung in der Astrofotografie und nicht um geistigen Stillstand.


    Sorry, aber das musste mal raus


    Das nächste mal wenn hier einer direkt nach EEA fragt, empfehle ich auch mal einen großen Dobson...


    VG und CS, Micha

  • Hallo,

    bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, das du mit dem 150/750 Newton und der DSLR nicht in den Fokus kommst.

    Die Canon 450d hat kein Klappdisplay. Hab auch mit einer 500d angefangen. Es war ein Graus, ohne Klappdisplay da im Dunkeln rumzufriemeln.

  • gelöscht

  • Guten Morgen


    Ein 6" Newton kann eine wunderbare Fotomaschine sein! Ich habe selbst genauso angefangen, 6" auf EQ 3 mit alter Canon 1100. Die Montierung habe ich ziemlich schnell ausgetauscht, aber auch so funktionierte es gut und ich konnte diese Bilder machen:

    Leo Triplet NGC2244 IC434 mit Schmalbanddaten ergänzt


    Ja ein Komakorrektor braucht es.nIch nutze den TS GPU. Mein 6" ist einer der ganz günstigen, ich nutze ihn aber immer noch als hauptfotooptik!


    CS, Seraphin

  • Hey,


    ich bin ebenfalls mit einem Skywatcher 750/150 unterwegs, dran hatte ich sowohl die ZWO 585 MC als auch eine EOS 600D. Fokus ist kein Problem. Der Hinweis mit dem Klappdisplay oben ist gut: egal wie der Newton steht, man hat immer einen Blick auf das Display, solange Du noch nicht mit einem Laptop/ASIAIR unterwegs bist. Die 600D ist die günstigste EOS mit Klappdisplay...


    Wenn ich mir Deine Ambitionen so anschaue, dann denke ich solltest Du als Investition zur HEQ5 greifen. Mit dem Newton machst Du erstmal lange tolle Bilder, DSLR trägt der auch (hast Du den PDS mit Feinauszug oder den normalen groben?). Eine schlechte Montierung mit Blick auf Tracking und Tragkraft versaut es Dir sehr schnell. Den Komakorrektor kannst Du meiner Meinung auch erstmal (!) beiseite lassen - die Objekte in der Foto mitte werden trotzdem scharf, und was nützt Dir zu Beginn diese 200+ EUR Investition, wenn Du wegen der schlechten Monierung ALLE Sterne eirig und verzogen hast, und der Komakorrektor daran auch nichts ändert? Sobald die Basis bei Dir sitzt, solltest Du Dir dennoch einen zulegen (Baader MKIII zB), damit das Bild insgesamt toll ist.


    Mit der HEQ5 schaffst Du ohne Dich anzustrengen 60-90s Belichtungen ohne Guiding in akzeptabler Qualität, und sie kann 13kg tragen. Astrofotografie = 70% Tragkraft als Maximum nehmen, dann bist Du bei 9kg. Die HEQ5 bietet Dir genug Puffer - wenn Du irgendwann aufrüstest und die EQ dann wieder zu schwachbrüstig ist und Du wieder neu kaufen musst, kommt es Dich teurer. Ggfs. findest Du eine HEQ5 gebraucht, wo jetzt viele auf Harmonic Drive Montierungen umsteigen.


    Markus

    .

    BASIS        Skywatcher HEQ5 Pro (Rowan Riemenumbau) /  ASIAIR Mini

    BILDER     Skywatcher Newton 150/750 PDS  /  ASI ZWO 585 MC (Instagram)  /  ZWO EAF  /  Baader MPCC
    GUIDING  Svbony SV105 50/190 /  ASI ZWO ASI 224

    Edited once, last by Emphaser ().

  • Und es geht um persönliche Weiterentwicklung in der Astrofotografie und nicht um geistigen Stillstand.

    Also sind alle Smartie-Benutzer inkl. meiner Wenigkeit dem "geistigen Stillstand" anheim gefallen?

    Ich würde mir ein einziges Mal eine Einsteigerberatung ohne Grabenkämpfe und jenseits der Abwertung von Präferenzen abseits der eigenen wünschen.

    Nur ein Mal... das muss doch drin sein? :pleading_face:


    CS, Jochen

  • Hallo Katze,


    deine Ausgangsfrage war nach Astrofotografie mit kleinen Budget.


    Du hast im Moment nur den 6 Zöller. Das ist sicherlich ein sehr schönes Instrument, um Astrofotografie zu betreiben und eine gute ausgangsbasis. Aber m.E. ist der Tubus nur ein sehr kleiner Teil der Gesamtkosten für ein ihm adäquates Setup mit Montierung, Kamera etc.


    Was ist denn nun für dich ein "kleines" Budget?


    Viele Grüße

    Axel

  • Moin,


    das war nicht nett, dass weiß ich auch. Aber ehrlich gesagt ist das Niveau hier mittlerweile völlig weg von jeder "angemessenen" Beratung. Hier wird nach einem "Upgrade" gefragt fürs eigene Equipment und dann kommt:


    Ein seestar s50 und den 6 Zöller zum Dobson umbauen und damit visuell beobachten....


    Fertig.



    Das Seestar ist eine Kamera mit kleiner Linse, das vollkommen selbständig sucht und dann Fotos macht. Fotografisch ist das Seestar gegenüber einem 6er Newton rein von der Optikphysik nur ein Downgrade.


    Ich persönlich finde sogar, dass es gar nicht mehr eigene Fotos sind, weil die Schöpfungshöhe für ein eigenes Foto fehlt. Sieht alles gleich aus, nur die Bildbearbeitung rettet etwas. Bei vollkommener automatischer Fotografie, wer ist da denn der Fotograf? Vielleicht sollte man das Ganze nicht Astrofotografie nennen, sondern Bildbearbeitung nicht selbst erstellter Fotos.


    Kann man den hier nicht mehr eine Einsteigerfrage vernünftig beantworten, ohne dass einer sofort diese Geräte empfiehlt, die nahezu nie was mit den eigentlichen Fragen zu tun haben, die von den Einsteigern gestellt werden.


    Sollte man jetzt hier jeden mit einem vorhandenen parallaktisch montierten Newton für Astrofotografie empfehlen, den zum Dobson umbauen, weil eine kleine Maschine automatisch fotografieren kann?


    Das empfand ich heute Nacht einfach als geistigen Stillstand und ehrlich gesagt, die Empfehlung, seinen Newton zum Dobson umzubauen, weil man auch a ein Seestar nutzen kann, als Beleidigung für alle, die noch selbst Fotos machen.


    Sorry, Axel, beleidigend sollte es nicht sein. Es bezieht sich nur drauf, dass man mit dem Seestar überhaupt nichts davon lernt, was Astrofotografie wirklich ausmacht.


    VG, Micha

  • Ich persönlich finde sogar, dass es gar nicht mehr eigene Fotos sind, weil die Schöpfungshöhe für ein eigenes Foto fehlt.

    Ich habe es so oft geschrieben und ich schreibe es nochmal:

    Ich denke, wer so argumentiert, der hat einfach eine völlig falsche Vorstellung davon, was ein Smartie eigentlich macht und hat mit Sicherheit noch nie eins in der Hand gehabt.


    Es sind keine Fotoautomaten, es sind selbstausrichtende Teleskope. Die fummelige Einrichtung fällt zu einem großen Stück weg, ansonsten macht das nichts anderes als ein Setup mit NINA und Konsorten.
    Warum Kabel zusammenstecken ein Teil der Schöpfungshöhe sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Sieht alles gleich aus

    Viele haben halt ein Seestar. Gleiche Optik, ähnliches Ergebnis. Hätten alle einen Takahashi APO mit der gleichen Kamera, dann sähe das auch ähnlich aus.


    Ich frage mich: warum kann man eine Einsteigerberatung nicht so machen, wie astrophin es getan hat: "Ich nutze xy, erziele damit folgende Ergebnisse und kann das empfehlen". Punkt. Dann kann der Fragesteller sich selbst ein Bild machen.


    Anstelle dessen läuft es wieder Mal so:

    "was Du sagst ist falsch, Du empfiehlst ein falsches Equipment, das taugt alles nichts'".


    Mich nervt das ziemlich. Wenn Andere andere Erfahrungen gemacht haben, dann kann man das doch stehen lassen ohne es zu diskreditieren?


    Gruß, Jochen

  • Hallo Chaoskatzte,


    Welchen 150/750 Newton hast du genau? Hat er einen 2" Okularauszug? Hast du genug Backfokus, um mit Komakorrektor und DSLR in den Fokus zu kommen? Ist der Fangspiegel groß genug?


    astrophin, der hier die schönen Fotos zeigt, hat glaube ich einen TS-Photon 150/750 (falls nicht bitte korrigieren), der für Deep Sky geeignet ist und einen großen APSC-Chip hinreichend gut ausleuchtet. Ich hatte mal die 200/1200 Version davon und bin nach etwas Feintuning der Spiegelzelle zurecht gekommen.

    Mit der HEQ5 schaffst Du ohne Dich anzustrengen 60-90s Belichtungen ohne Guiding in akzeptabler Qualität,

    Wirklich so lange Belichtungen bei 750 mm Brennweite ohne Guiding? Das wäre besser als alle Montierungen, die ich bisher hatte. Hast du davon Beispiel Aufnahmen?


    Ich habe eine unmodifizierte Canon 450D und halte sie auch nach heutigen Maßstäben für den günstigen Einstieg in die Astrofotografie geeignet..., wenn man sich mit dem festen Dispaly und der Rotschwäche abfinden kann und will. Besser ist eine gebrauchte bereits modifizierte DSLR, ich sehe Gebrauchtmarktpreise von 100-400 Euro, Schwenkdisplay ist nice to have. Ein Komakorrektor ist für dieses Format Pflicht, sonst hast du nur in der Mitte eine scharfe Abbildung.

  • Hallo zusammen.


    Als jemand, der so ein Gerät noch nie in der Hand hatte und die Gedanken von Micha hier bzgl "wer fotografiert eigentlich" weitgehend teilt habe ich eine Frage zu dieser Erwiederung:

    Es sind keine Fotoautomaten, es sind selbstausrichtende Teleskope. Die fummelige Einrichtung fällt zu einem großen Stück weg, ansonsten macht das nichts anderes als ein Setup mit NINA und Konsorten.

    So wie ich bislang die Nutzererfahrungen verstehe wird das Gerät aufgestellt, ich sage ihm was ich aufnehmen möchte und von da an macht das Gerät alles alleine und liefert mir irgendwann die fertige Belichtung.

    Bild fertig.

    Ich muß kein NINA konfigurieren oder Guiding an´s Laufen kriegen. Ich stelle auf, schalte ein und sage was ich will. Das war´s.

    Seh ich das richtig ?

    Was hätte ICH dann getan ?

    Ich habe auch schon gelesen, daß die interne Bildbearbeitung des Gerätes viel schönere Resultate erbringen würde als wenn ich daran herumbearbeite. Also überlasse ich die Bearbeitung auch lieber der KI aus der mitgelieferten Software.

    Was hätte dann erst recht ICH getan ?


    Nicht falsch verstehen, ich schreibe niemandem vor wie sie oder er Spaß am Hobby zu haben hat.

    ICH wäre aber in diesem Fall nicht der Meinung daß ICH etwas produziert habe und wirklich stolz könnte ICH da auch nicht drauf sein.


    Vielleicht fragen sich das Anfänger auch.


    Denn daß die Smarties inzwischen inflationär empfohlen werden, an einer Stelle sogar mal von mir - ich distanziere mich hiermit etwas von mir ;) - fällt auch mir auf.

    Die Bilderflut neben der ohnehin gewaltigen Deep Sky Bilderflut auch.

    Den einzigen Sinn und Zweck hätte so ein gerät für mich wenn ich lückenlose Daten benötige, z.B. von Variablen und nicht ständig die Zeit habe, sie selbst aufzunehmen.

    Ansonsten sind sie für meine bevorzugten Interessensgebiete ohehin - noch - nutzlos.


    Nichts für ungut, ich möchte es nur verstehen.

  • Ich frage mich: warum kann man eine Einsteigerberatung nicht so machen, wie astrophin es getan hat: "Ich nutze xy, erziele damit folgende Ergebnisse und kann das empfehlen". Punkt. Dann kann der Fragesteller sich selbst ein Bild machen.

    Genau das wünsche ich mir doch auch.


    Und mal ehrlich: von mir hört hier normal keiner Seestarbashing, ich halt mich da normal komplett raus. Aber die Empfehlung einen 6er Newton zum Dobson umzubauen und sich besser ein Seestar zu kaufen ist doch keine ernstzunehmende Empfehlung, mit der sich der Fragesteller selber ein Bild machen könnte. Das macht doch sowieso dann das Seestar :P s.c.n.r.


    Diskutiert doch mal, was Schöpfungshöhe in der Astrofotografie bedeutet, um das Seestar besser einzuordnen. Schöpfungshöhe fängt bei mir dem einnorden an und mit der Entscheidung, was man genau fotografieren will, mit welchem Teleskop, welcher Kamera, Brennweite, Belichtungszeit, Filter, der Perspektive, also dem ganzen komplizierten drum rum, das jedes Bild zu was eigenständigem macht.


    Einige rechtliche Gedanken dazu:


    Die Gestaltungshöhe im Detail und die Auswirkungen im Fotorecht
    Entscheidendes Kriterium zur Erlangung des urheberrechtlichen Schutzes für Bilder und andere Werke ist die sog. Gestaltungshöhe. Wir zeigen, was das ist!
    www.rechtambild.de


    Das wäre aber sicher besser in einem eigenen Thead aufgehoben, den ich hier aber sicher nicht aufmache, denn ich habe überhaupt nichts gegen das Seestar, aber wohl schon was gegen die Dauerbewerbung des Seestars bei Einsteigern, die im Prinzip nach was ganz anderen fragen.


    Da kommt z. B. neulich erst wieder als Begründung für das Seestar als geeignete Empfehlung für visuelle Beobachtung: Schließlich zeigt das Seestar äquivalent fotografisch das, was ein 50cm Spiegel visuell zeigt und auf das sich nach und nach entwickelnde Handybild schauen ist auch visuelle Astronomie, man schaut ja mit den eigenen Augen auf ein Bild ...


    VG, Micha

  • Und deshalb auch von mir ein Rat zum Seestar 50. Für ~650€ ein komplettes Gerät incl. Stativ. Zum Fotografieren. Und gute Okulare, wenn nötig für das Spiegelteleskop. Oder eine stabilere Montierung. Wenn nötig .

    Mit den Seestar-Bildern kannst du die Bildbearbeitung erlernen. Oder die Bilder so genießen, wie sie aus dem Gerät kommen. Und du kannst hier im Forum fast täglich neue Bilder sehen, die mit diesem Gerät gemacht wurden. Ich finde, da kann man was mit anfangen.


    Ich habe Astrofotografie schon betrieben, da steckten noch sog. "Filme" in den Kameras und in der Zeiss-Astro Kamera sogar noch Platten.

    Als dann Sensoren übernahmen, gab es fast ähnliche Anfeindungen der neuen Technik unter Fotografen.


    Grüße

    Dietrich

  • Moin Martin,

    sorry - ich wollte die Einsteigerberatung nicht in Richtung "Seestar" lenken. Mir ging es eher um etwas grundsätzliches - deshalb nur kurz:


    So wie ich bislang die Nutzererfahrungen verstehe wird das Gerät aufgestellt, ich sage ihm was ich aufnehmen möchte und von da an macht das Gerät alles alleine und liefert mir irgendwann die fertige Belichtung.

    Bild fertig.

    Das "fertige" Bild entspricht in etwa dem Livestack einer NINA, APT, whatever-Session. Geht also eher Richtung EAA.

    Das System an sich funktioniert wie ein klassisches Goto-Teleskop.

    Ich muß ein NINA konfigurieren oder Guiding an´s Laufen kriegen. Ich stelle auf, schalte ein und sage was ich will. Das war´s.

    Smarties sind all-in-one Geräte, da ist der Astrocomputer bereits eingebaut. Im Prinzip machen die das Selbe wie ein Setup mit NINA.

    Das Aufstellen und initialisieren geht nur sehr viel schneller.. Damit lassen sich auch kurze Wolkenlücken nutzen.


    Ich habe auch schon gelesen, daß die interne Bildbearbeitung des Gerätes viel schönere Resultate erbringen würde als wenn ich daran herumbearbeite.

    Das kann ich definitiv verneinen - siehe erste Antwort. Am Ende einer Session hast Du Deine Lightframes (und je nach Smartie deine Darks, Flats und BIAS-frames).

    Wenn Du diese mit einer separaten Software stackst, wirst Du viel bessere Ergebnisse erzielen.


    Den einzigen Sinn und Zweck hätte so ein gerät für mich wenn ich lückenlose Daten benötige, z.B. von Variablen und nicht ständig die Zeit habe, sie selbst aufzunehmen.

    Ein automatisiertes Setup kann ich auch mal alleine lassen. Das kann ich mit einem klassischen NINA-Setup aber auch.

    Die Anwendungsgebiete sind schon groß und die Schwächen einer kleinen Optik werden durch Mosaikmodus, Drizzle usw. drastisch erweitert.

    Aufgrund der Vergleichbarkeit der Optik kann man außerdem mit anderen Benutzern Daten zusammenschmeißen.


    Ein Beispiel eines Seestar-Mosaiks (Gemeinschaftsbelichtung mit 80,3 Stunden Lights von Astroscotty , AstroPingu , Dennis_Nottuln und meiner Wenigkeit) :


    :right_arrow: NGC225 bis IC63 Widefield :left_arrow:


    Im Grunde gibt es da wenig Limitierungen und die Community hier ist ziemlich rührig und innovativ.



    Aber ich will hier eigentlich gar nicht für die Smarties sprechen, jedes System hat seine Vor- und Nachteile, seine Stärken und schwächen.

    Mir geht es nur um die Art und Weise der Einsteigerberatung - ich würde mir einfach mehr Toleranz wünschen.


    Gruß, Jochen

  • ...uff, Leute, bitte nicht noch einen Seestar-Glaubenskrieg in einer Einsteigerberatung =O ...

    Sorry, ich bin an der Eskalation nicht unschuldig - ich kann so etwas einfach nicht stehen lassen. :saint:


    Du darfst mir evt. mit dem Klassenbuch drohen - Du weißt ja, wo das ist... :whistling:


    Jetzt aber zurück zum Thema !

  • Genau das wünsche ich mir doch auch.

    Und mal ehrlich: von mir hört hier normal keiner Seestarbashing, ich halt mich da normal komplett raus. Aber die Empfehlung einen 6er Newton zum Dobson umzubauen und sich besser ein Seestar zu kaufen ist doch keine ernstzunehmende Empfehlung, mit der sich der Fragesteller selber ein Bild machen könnte. Das macht doch sowieso dann das Seestar :P s.c.n.r.



    Micha, da Du mich hier wiederholt öffentlich ansprichst, waehrend ich versuche, dir freundlich privat zu antworten, um diesen Thread nicht zu zerstören (was allerings laengst unter Beteiligung aller Mitwirkenden passiert ist) bekommst Du auch noch einmal hier eine klare Antwort:


    Mein erster Beitrag war sicherlich sehr pointiert. Hier wurde allerdings nach Astrofotografie mit kleinem Budget gefragt. Was für Chaoskatze kleines Budget ist, wissen wir nicht, aber bei einem Budget von bis zu 1000 Euro halte ich das Seestar - unabhaengig vom Vorhandensein der Optik -für eine hervorragende Alternative zum Einstieg in die Astrofotografie. Es ist natürlich nicht der einzige Weg, aber ein aus meiner Sicht legitimer.


    Verstanden?


    Viele Grüße

    Axel

  • Da habe ich extra nichts dazu geschrieben :P

    Jetzt ist der Thread sowieso schon hinüber, jetzt macht mein Senf auch nichts mehr aus :)


    Ich würde tatsächlich weg vom handy erstmal in eine Kamera investieren, habd as damals auch so gemacht, erst Spiegelreflex gebraucht gekauft, später eine neuere, dann auf gekühlte Astrocam umgestiegen, nie bereut!


    Gruß

  • Dito.

    Von Film zu Spezialfilm zu Dunkelkammer zu viel später Sensor, gekühlter Sensor . . . .Software . . . .und dann doch kein Deep Sky sondern Sonnensystem.

    Und da MUSS man noch selbst ran.

  • Hallo,

    Der TE hat doch eigentlich ein ganz tolles Set im Auge, mit dem er sehr vitl anfangrn kann und sogar mehrere Fliegen mit einer Klappe erleggn kann.

    Newton, Montierung, DSLR, für mich klasse. Mit der Montierung und Newton kann er visuelle Astronomie betreiben. Mit der Kamera dazu dann Astrofotografie in vielen Facetten betreiben. Mit der Kamera und Objektiv allein Astrofotografie und Landschaftsfotografie. Dazu noch das schöne, das er mit der Zeit alles erweitern kann, ausbauen kann, durch das Befassen mit der Materie lernt er auch noch sehr viel und kann es immer und für die Zukunft mitnehmen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!