ODM Februar 2025: Drei eng benachbarte Galaxien im Sternbild Ursa Major - NGC 3079, NGC 3073, PGC 28990

  • Hallo... :)

    Ich habe diese Woche am 18. + 19. 2. 25 insgesamt 6 Stunden Belichtungszeit für NGC 3079 sammeln können...

    Das hier gezeigte Bild enthält aber erstmal nur 1 Stunde Belichtungszeit da ich heute Nachmittag erst Pixinsight + der Terminatoren installiert habe und hier an dem Bild mit Hilfe eines Bekannten erstmal nur geübt habe ...

    Aufgenommen mit 10" RC f/6.4 10Micron 1000HPS unguided Canon EOS Ra 60x1min ISO 1600

    Bearbeitet mit Pixinsight ,Graxpert ,BlurXTerminator ,NoiseXTerminator, keine Flats , Darks etc

    Gruß Thomas

  • Hallo Thomas,


    Ich habe diese Woche am 18. + 19. 2. 25 insgesamt 6 Stunden Belichtungszeit für NGC 3079 sammeln können...


    danke dir, daß du mit deinem Foto das ODM bereichert hast. Es wäre schön, wenn du deine Bearbeitung mit voller Belichtungszeit hier noch einstellen könntest.


    An alle Freunde des ODM,


    danke für die rege Beteiligung! Für mich war es sehr interessant, daß die Galaxie für viele von euch eigentlich nur eine Aufsuchhilfe für den benachbarten Zwillingsquasar darstellt. Wobei das schon verständlich ist angesichts der Tatsache, daß unzählige Galaxien einer solch seltenen Objektgruppe gegenüberstehen. Dieser hier wird ja durch den Gravitationslinseneffekt erzeugt. Mit Hilfe des Hubble – Teleskops wurden echte Doppelquasare in fernen Galaxien gefunden, die für uns jedoch unbeobachtbar sind.


    Viele Grüße und CS

    Heinz

  • Servus beinand,


    gestern kam ich endlich dazu, das OdM vom Februar zu genießen. Bei Namlos in 1300 M Höhe bei einem Himmel mit SQM-L-Messung von 21m8 war es ein Vergnügen. NGC 3073 sprang schon im 21mm-Okular ins Auge, LEDA 28990 brauchte das 10mm-Okular, wobei ich dann, als klar war, wo sie ist, sie auch im 21mm-Okular sehen konnte. NGC 3079 zeigte einen schönen Knick und Asymmetrien. Ich hoiffe, ich habe es halbwegs in der Skizze einfangen können.

    Den Doppelquasar habe ich auch aufgesucht und er war kein Problem bei 224×. Ich habe an der passenden Stelle einen länglichen "Doppelstern" gesehen. Alsodie beiden Kerne nicht getrennt, aber ein als länglich klar wahrnehmbares Objekt. Das war erstaunlich einfach, fand ich. Ich muss zugeben, dass dies mein erster Quasar ist, den ich live beobachtet (und erkannt) habe. (Diva-)René hatte mal den Andromeda-Parachute im Okular, aber ich konnte ohne Detailkarte beim Reinschauen nicht erkennen, wo er sein soll. Das Licht kam auf der Netzhaut an, aber es wurde nicht als solches registriert. Diesmal aber schon, da nun ich die Detailkarte in der Hand hatte. Das Sternmuster oben am Bildrand zeigt einfach den Weg und NGC 2903 den Weg zu dem Sternmuster.


    NGC 3073 war ein runder Wattebausch mit hellerem Zentrum, LEDA 28990 ein länglicher Wattebausch. Sehr nett, die drei plus Doppelquasar/Gravitationslinse.


    Danke für das schöne OdM!


    Ach ja, hier noch die Skizze:



    Liebe Grüße,

    Christoph

    Mein Verein: Astronomische Gesellschaft Buchloe e.V.

    Meine Ausrüstung:

    Teleskope: "Dino" 22" (560 mm)  f/3.5 Dobson (Martini / Oldham Optical)  –  Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 203/1624; Montierung: iOptron CEM40G  –  Ferngläser (9 x 42, 20 x 60)

    Kamera: Canon EOS 6D Mark II (Vollformat, unmodifiziert); Kameraobjektiv: meist Canon EF-200 mm f/2.8 Teleobjektiv

  • Hallo,


    dieses Objekt habe ich am 06.03.25 um 2:00Uhr MEZ visuell Beobachten können. SQM: 21,1mag, +2°C, kein Tau, kein Wind.


    mit 117x wirkt die Galaxie langestreckt mit einer Verformung. Etwas oberhalb im Bildfeld ist indireckt, bei genauerem Schauen dann auch direkt eine runde Aufhellung, die zum Zentrum heller zu werden scheint.


    Fotographische Daten des Objektes konnte ich am 3. und 4. Februar mit dem 200mm f/4 Newton und der ATR 294MC sammeln. Isgesammt sind 5713x 10s = 15h 51m zusammen gekommen.


    Aufgenommen mit NINA

    Weitere Bearbeitung in Siril:

    • Photometrische Farbkalibrierung,
    • Farbsättigung angehoben
    • Asinh-Transformation – vorgestreckt
    • Histogramm gestreckt
    • mit Ashin-Transformation den Schwarzpunkt neu gesetzt

    NGC 3079


    Viele Grüße,

    Bianka

  • Hallo miteinander,


    neulich waren Ralph und ich mit dem 20-Zöller in den bayerischen Bergen, und da haben wir auch NGC 3079 und den Doppelquasar eingestellt. Ich zitiere aus meinem Bericht, bei dem abwechselnd Eindrücke von uns beiden wiedergegeben werden:


    'Ralph steigt beim ersten Monatsthema ein: "Wir gehen zu NGC 3079 und dem benachbarten Doppelquasar. NGC 3079 sieht recht merkwürdig gekrümmt aus, fast wie ein Diskus. Ich verwende Vergrößerungen bis 400 fach, das Seeing ist ausreichend dafür, aber noch nicht perfekt. Die Seiten der Galaxie sehen recht unterschiedlich aus, die südliche (obere) Seite zeigt einige hellere Knoten und die nördliche einen eher gleichförmigen, langsam nach außen abnehmenden Helligkeitsverlauf. Ben erklärt, dass die Galaxie gar nicht stärker verbogen ist, sondern dass hier die Staubstrukturen eine Verformung vortäuschen. So oder so, der Anblick der Galaxie ist reichhaltig. Gut zu erkennen sind auch die benachbarten Galaxien PGC 28990 und NGC 3073.

    Die wie ein kleiner Hercules aussehende Sterngruppe südlich von NGC 3079 führt bequem zum Doppelquasar Q0957+561. Den Quasar kann ich für etwa 80% der Zeit halten. Bei 400 facher Vergrößerung geht das am besten. Ich kann den Quasar nicht trennen. Auch bezüglich einer Diffusifität oder einer Länglichkeit gelingt mir keine konkrete Wahrnehmung. Die Komponenten haben nur 6 Bogensekunden Abstand und die Komponenten sind nach Wikipedia mit 16.5 und 16.7m im V- Band nicht gerade
    hell. Dafür würde ich mir dann schon einen 27 Zöller wünschen. Solche Wünsche schneiden sich allerdings mit dem zunehmenden Alter des Teils hinter dem Okular und dessen Wunsch nach bester Transportabilität."

    Ich verdeutliche meinen eigenen Eindruck von NGC 3079 anhand einer Zeichnung von Uwe Glahn. Bei dieser treten aus dem hellsten Abschnitt der Galaxie - in Form einer gebogenen "Spange" - drei hellere Bereiche hervor, dessen nördlicher hier in zwei Teile aufgesplittet ist. Letzteres Detail habe ich nicht erkannt, ich konnte mit indirektem Sehen aber die Differenzierung in drei Bereiche bei 300x und 425x blickweise immer wieder ausmachen, und gleichermaßen (recht unschwer) auch die etwas größere
    Aufhellung im Süden (auf der Zeichnung unten). Der Stern im Nordbereich der Galaxie (oben) war leicht zu sehen, bei dem nahen Knoten bin ich mir nicht sicher.

    Ja, die gebogene Form von NGC 3079 ist echt augenfällig, und das fiel mir in sehr guten Nächten auch schon im 10-Zöller ins Auge. Bei dem nahen Doppelquasar habe ich diesmal indirekt auch nur ein kleines Fleckchen ausmachen können; ich erinnere mich an eine sehr gute Nacht am Sudelfeld, bei der ich in Frank's 20-Zöller das Teil auch schonmal klar in zwei Komponenten aufgesplittet gesehen habe. Laut Wikipedia ist der Doppelquasar 8,7 Mrd. Lichtjahre entfernt, das ist schon gscheit altes Licht !'


    Servus

    Ben

  • Hallo Heinz



    Für diese Jahreszeit nicht optimal, aber mit guter Transparenz trotzdem machbar. Meine Aufsuche startete bei

    Ypsilon Ursae Majoris und ging mit Starhopping Richtung Süd Süd-Ost, direkt ins Zielgebiet zur NGC3079.

    Eine längliche, nach unten etwas hellere, ausgerundete Form mit zwei unterschiedlichen Enden. Das linke Ende

    mit dem Sternchen verlief etwas spitzer, das rechte Ende zeigte sich etwas breiter auslaufend.

    Die Flächenhelligkeit ließ kleine Helligkeitsunterschiede erkennen. Weitere Nebengalaxien wurden nicht erkannt.

    Daher ist ein nochmaliger Besuch bei Stand im Zenit vorgemerkt.


    NGC3079, eine längliche wilde Galaxie im Großen Bären


    Danke für die Vorstellung.


    Für den Beobachtungsbericht der Nacht auf den Link klicken




    Grüße an Alle

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