Liebe Sternenfreunde,
im Februar werde ich mit ein paar Freunden ein Wochenende in ländlicher Umgebung in Ostdeutschland verbringen. Ich werde mein Teleskop mitnehmen, weil sie sich gewünscht haben "auch mal was zu sehen". Also ein outreach Projekt, sozusagen.
Ich plane, neben den dann noch sichtbaren Planeten, eine kleine "Choreographie", die sich entlang des Lebens eines Sternes orientiert:
"Sternenfabrik" M42 -> Sternenhaufen mit jungen Sternen M42 -> Galaxie M31 -> ja, und dann wären ein Planetarischer Nebel als Schlusspunkt und/oder ein Kugelsternhaufen noch gut.
Laut Stellarium sind die Klassiker, M57, M27, M13, dann nicht gut zu sehen, zumindest nicht zu Zeiten, zu denen "normale Menschen" (= nicht mit Astrovirus infiziert) einer Abendbeschäftigung nachgehen. Ich denke so an eine Planetenrunde kurz nach Sonnenuntergang bzw. zu Beginn der astronomischen Dunkelheit und dann noch DSO, sofern überhaupt möglich, gegen 22 Uhr.
Hat vielleicht jemand einen Tipp?
Die Rahmenbedingungen:
100/400 Newton
Laut Stellarium Bortle 2, was ich nicht ganz glauben mag. Auf der Light Pollution Map scheint der Ort so ungefähr bei SQM 21 mag/arcsec2 zu sein, was mir leider nicht allzu viel sagt.
Leider wird der Mond schon zu ca. 2/3 voll sein, was auch schon die geplanten Objekte etwas schwierig machen wird.
Einfache Auffindbarkeit spielt weniger eine Rolle. Damit meine Freunde nicht immer ewig warten müssen, bis ich etwas gefunden habe, werde ich bei dieser Gelegenheit mit dem GoTo der Skywatcher AZ Gti "schummeln".
Aber es wäre halt schön, wenn man zumindest einen verwischten Nebelfleck deutlich sehen könnte.
Im Idealfall gehen sie dann irgendwann schlafen und ich kann schon mal ein wenig für mich das Star Hopping üben, vielleicht an den beiden offenen Sternenhaufen in Cassiopeia, die mir jetzt am Wochenende Schwierigkeiten bereitet haben.
Für Tipps wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
Christian