Beobachtungsnächte im Januar 2025

  • Beobachtungsnächte im Januar 2025.


    Hallo,


    Zwei Nächte konnte ich in den letzten Tagen nutzen, um am Nachthimmel zu beobachten.

    In beiden Nächten beobachtete ich an meinem dunklen Platz im Steigerwald. In beiden Nächten kam mein 254/3048mm Cassegrain zusammen mit dem 80/400mm Refraktor als Sucher zum Einsatz.


    Die Nacht vom 18. Januar.




    Abenddämmerung.


    Himmel und Bedingungen:

    Klarer Himmel ohne Wolken. Gute Durchsicht. Hohe Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt.


    Die ersten beiden Ziele waren die Venus und der Saturn.

    Bei der Venus war die Halbvenus wieder gut zu sehen.

    Saturn habe ich mit einer Vergrößerung von 346x und einem Neodymium Filter beobachtet.

    Saturn steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Den Schatten vom Ring auf Saturn kann ich deutlich sehen. Der Schatten von Saturn auf dem Ring ist ebenfalls sehr deutlich zu sehen. Auf Saturn kann ich einige Wolkenbänder unterscheiden.

    Dann kamen ein paar Galaxien und Planeten an die Reihe.


    NGC 450. Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Die Galaxie ist eine sehr schwache flächig ovale Aufhellung.

    Diese Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege. Wenn ich das Teleskop leicht anstupse, sehe ich die Galaxie besser. Die Galaxie steht an einem Dreieck aus schwachen Sternen. Der Stern 38 Cet sollte aus dem Feld gehalten werden.

    Die Galaxie PGC 4545 kann ich nicht eindeutig sehen.


    NGC 770 und NGC 772. Galaxien im Sternbild Widder. Beobachtet mit Vergrößerungen von 218 und 277x.

    Die Galaxie NGC 772 kann ich deutlich im Feld sehen.
    Sie ist eine neblige Aufhellung.

    Mit einer Vergrößerung von 277x meine ich immer wieder die Galaxie NGC 770 sehen zu können.





    Uranus. 

    Uranus konnte ich als ein blassblaues Scheibchen sehen.

    Mit einer Vergrößerung von 455x habe ich versucht, Monde vom Uranus zu sehen. Die Monde Oberon, Ariel und Titania meinte ich zuordnen zu können. Die Beobachtung ist aber nicht sicher.


    Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.

    Jupiter stand abwechselnd ruhig und auch immer wieder unruhig im Okular.

    Ich konnte den Beginn vom Io Durchgang beobachten. Io war neben Jupiter ein blasses orange-rotes Scheibchen. Beim Eintritt vor Jupiter war Io ein helles Scheibchen.


    R Lep. Ein Kohlenstoffstern im Sternbild Hase. Beobachtet mit Vergrößerung von 76x.

    R Lep ist ist mir nicht im Feld aufgefallen.


    Jupiter.

    Den Schatten von Io auf Jupiter kann ich gut sehen. Der Schatten ist tiefschwarz.


    Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.

    Mars steht sehr ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.

    Die große Syrte kann ich sehr deutlich sehen. Thyrenna schließt sich daran an. Utopia setzt setzt sich dunkel vor der Polhaube ab.


    Oft messe ich in den Nächten die Himmelshelligkeit mit einem SQM-L und auch die Temperatur sowie die relative Luftfeuchtigkeit. Das ist für mich immer interessant zu sehen, wie sich diese Werte im Laufe der Nacht ändern. Die drei Werte trage ich in eine Grafik ein, in der der Verlauf zu sehen ist.


    Die Messwerte für diese Nacht.




    SQM-L.




    Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie. Beobachtungen am Nachthimmel mit verschiedenen Teleskopen.

    Rational orientiert, wissenschaftlich interessiert.

  • Die Nacht vom 19. Januar.


    Hallo,


    Auch in dieser Nacht beobachtete ich wieder sehr verschiedene Objekte an meinem dunklen Platz im Steigerwald.

    In dieser Nacht kam wieder mein 254/3048mm Cassegrain mit dem 80/400mm Refraktor als Sucher zum Einsatz.


    Himmel und Bedingungen:

    Klarer Himmel ohne Wolken. Sehr hohe Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt. Der Himmel ist aufgehellt, die Umgebung kann ich sehen. Die Transparenz ist nicht optimal.


    Meine ersten Ziele waren wieder die Venus und der Saturn.


    Venus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Die Halbvenus kann ich deutlich im Okular zu sehen.


    Saturn. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.

    Saturn steht unruhig im Okular und wird nicht sehr scharf abgebildet.

    Den Ringschatten und einige Wolkenbänder kann ich sehen.




    Venus und Saturn am Abendhimmel.



    Nach der Venus und dem Saturn stellte ich sehr unterschiedliche Objekte ins Okular ein.


    NGC 935. Eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Direkt an einem schwachen Stern kann ich eine sehr schwache Aufhellung sehen.

    Die Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege.


    NGC 932. Eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Die Galaxie ist eine sehr schwache ovale Aufhellung, die noch gut zu sehen ist.

    Die Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege.


    NGC 1055. Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.

    Die Galaxie ist eine sehr schwache länglich ovale Aufhellung.

    Die Aufhellung ist gleichmäßig hell.
    Zwei helle Sterne direkt bei der Galaxie stören bei der Beobachtung.


    NGC 1068 (Messier 77). Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Die Galaxie kann ich deutlich im Feld sehen.

    Sie ist eine neblige rund/ovale Aufhellung mit einem kleinen Kern oder einen Stern vor dem Kern.


    NGC 1087 und NGC 1090. Galaxien im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Beide Galaxien sind neblig ovale Aufhellungen die ich gerade noch sehen kann.

    Beide Galaxien sind gleichmäßig hell. NGC 1087 ist nord-süd, NGC 1090 ist ost-west ausgerichtet.


    Kleinplanet (15) Eunomia. Im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung vonm 76x.

    (15) Eunomia kann ich im Feld identifizieren.

    Der Kleinplanet ist ein deutlich sichtbares Sternchen.


    Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.

    Jupiter steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Die Monde sind kleine Scheibchen und sie sind verschieden groß. Auf Jupiter kann ich viele Einzelheiten sehen.


    NGC 1798. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.

    Der Sternhaufen ist eine größere neblige Fläche mit einer leicht körnigen Struktur.

    In diesem Nebel sind einzelne hellere Sterne. Die Aufhellung ist nicht gleichmäßig hell. Ich kann dunklere Strukturen darin sehen.


    Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.

    Mars steht ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.

    Auf Mars kann ich viele Details sehen.


    Die Messwerte für diese Nacht.




    SQM-L.




    Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie. Beobachtungen am Nachthimmel mit verschiedenen Teleskopen.

    Rational orientiert, wissenschaftlich interessiert.

  • Danke für diesen schönen Bericht. Da scheint sich das Rausfahren ja auf jeden Fall gelohnt zu haben, super!

    Ich finde es immer spannend - und irgendwie beruhigend -, dass erfahrene Beobachter auch immer mal wieder nicht ganz sicher sind, ob sie ein Objekt wirklich gesehen haben oder nicht. Also auch voelen Dank dafür, dass du auch das im Bericht erwähnst!

    Viele Grüße

    Christian

    Neuer Benutzername; vorher "Yorick"

    "In den Sternbildern kommt derart viel poetische Kraft und Phantasie zum Vorschein, dass einem dies fast wieder den Glauben an das Schöne und Gute des Menschen zurückgibt."

    (Raoul Schrott: "Atlas der Sternenbilder und Schöpfungsmythen der Menschheit"; 2024)

  • Hallo Christian,


    Danke für diesen schönen Bericht. Da scheint sich das Rausfahren ja auf jeden Fall gelohnt zu haben, super!

    Für mich lohnt sich das herausfahren zu diesem sehr abgelegen Platz nicht nur wegen der Dunkelheit an diesem Platz, sondern vor allem wegen der Ruhe. An diesem Platz bin ich mitten in der Natur und höre dort nahezu nichts anderes als die Stimmen der Natur.

    Naja, nicht ganz...

    Der Platz liegt in einer Linie von Grafenwöhr und Illesheim. Beides Truppenübungsplätze. Ich habe dort in der Nacht schon tieffliegende Apache und tief kreisende Militärhubschrauber gehabt. Die sind zum Glück aber selten.


    Also auch voelen Dank dafür, dass du auch das im Bericht erwähnst!

    Das kritische Beobachten gehört für mich dazu. Lieber auch mal eingestehen nichts oder nicht sicher gesehen zu haben als das unsichere Objekt als gesehen notieren.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie. Beobachtungen am Nachthimmel mit verschiedenen Teleskopen.

    Rational orientiert, wissenschaftlich interessiert.

  • Hallo Gerd,


    wieder 2 spannende BB von dir. Wenn du das Hobby Astronomie nicht hättest würdest du bestimmt die Wetterbeobachtung als Hobby betreiben. ;)

    NGC 935 fehlt mir auch noch in meiner Liste, obwohl ich letztes Jahr im Widder ordentlich "gewildert" habe. Ader in dem Sternbild gibt es so viele von diesen Objekten.

    Bei NGC 935 hätte dir bei besseren Bedingungen noch die IC1801 auffallen können. Und bei NGC932 die beiden Galaxien NGC938 und NGC924.

    Diese 2 stehen in unmittelbarer Umgebung und sind in etwa gleich hell wie NGC932.


    cs

    Lothar

  • Hallo Lothar,


    Danke für das nette Feedback.


    Wenn du das Hobby Astronomie nicht hättest würdest du bestimmt die Wetterbeobachtung als Hobby betreiben.

    Ja, so etwas in dieser Art würde ich tun. Zumindest etwas was mit der Natur oder der Wetterbeobachtung zu tun hätte. Das ist etwas,was mir gefällt.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie. Beobachtungen am Nachthimmel mit verschiedenen Teleskopen.

    Rational orientiert, wissenschaftlich interessiert.

  • Die Nacht vom 21. Januar.


    Hallo,


    Diese Woche habe ich noch frei. Ich kann mich nach dem Wetter richten und wenn es passt zum Beobachten fahren. Ab nächste Woche muss sich das Wetter wieder nach meinem Schichtplan richten. Ich habe nur noch keine Kontaktadresse gefunden, wohin ich meinem Schichtplan senden könnte, damit das Wetter danach geplant werden kann.

    Die Wettervorhersagen taten sich ohnehin sehr schwer, für diese Nacht das Wetter vorherzusagen. Alle Wetterseiten meinten die Nacht wird bewölkt, allenfalls ein oder zwei Stunden bleiben klar. Am besten passte die Vorhersage vom DWD in der Warnwetter-App. Die lagen etwas richtiger als die anderen Vorhersagen.


    Nachdem am späten Nachmittag immer noch keine Wolken aufziehen wollten, packte ich meine Sachen für die Nacht ein.

    An diesem Abend fuhr ich zu einem dunklen Ort der auf eine Bergrücken, oder besser einen Hügelrücken liegt. Nach Süden und nach Norden fällt das Land ab. Falls Nebel aufkommt, ist es dort oben immer noch frei.


    Die Nacht blieb tatsächlich frei von Wolken, so das ich ein paar Stunden beobachten konnte.

    In dieser Nacht beobachtete ich mit meinem 254/3048mm Cassegrain den ich zusammen mit meinem 110/770mm Refraktor auf der Losmandy G11 aufbaute. Hauptsächlich beobachtete ich mit dem Cassegrain, mit dem Refraktor wollte ich nur etwas testen.


    In dieser Nacht beobachtete ich vor allem Offene Sternhaufen und die Planeten.




    Himmel und Bedingungen:

    Klarer Himmel ohne Wolken. Vom Westen ziehen zu Beginn der Nacht dünne Wolken auf, die sich aber wieder auflösten. Der Himmelshintergrund ist grau aufgehellt. Die Transparenz ist mittelmäßig. Zwischendurch weht immer wieder ein kalter Wind.


    In der Dämmerung suchte ich noch die Venus und den Saturn auf. Die Halbvenus konnte ich wieder gut sehen, auf dem unruhigen Saturn konnte ich zumindest den Ringschatten und einige Wolkenbänder unterscheiden.


    Die Notizen zu meinem Beobachtungen in dieser Nacht:


    NGC 581 (Messier 103). Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia.

    Messier 103 ist ein kleiner aber deutlich sichtbarer Sternhaufen der im Feld sofort auffällt.

    Der Sternhaufen hat eine dreieckige Form. Die Spitzen vom Dreieck werden werden von zwei hellen und einem schwächeren Stern gebildet. In der Mitte des Sternhaufens steht ein deutlich orange Stern.

    Im Sternhaufen ist eine mittlere Anzahl sehr unterschiedlich heller Sterne die noch locker zusammenstehen.


    NGC 663. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Der Sternhaufen ist hell und deutlich im Feld zu sehen.

    Der Sternhaufen ist zweigeteilt. Eine Lücke teile den Sternhaufen in einen größeren östlichen und einen kleineren westlichen Teil.

    Im Sternhaufen sind sehr verschieden helle, überwiegend mittelhelle Sterne.

    Der Sternhaufen hat eine sehr unregelmäßige Form. Aus dem Sternhaufen gehen Sternketten heraus. Nahe der Mitte vom Sternhaufen kann ich einen schwachen, leicht rötlichen Stern sehen.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in viele schwache Sterne aufgelöst.


    NGC 654. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 169x.

    Ein kleiner Sternhaufen der im Feld noch gut auffällt.

    Der Sternhaufen wirkt sehr kompakt. Die mittelhellen und schwache Sterne stehen dicht zusammen. Vom Süden her kommend zieht sich eine sternleere Bucht in den Sternhaufen hinein. Am östlichen Rand der Bucht steht ein heller blassroter Stern.

    Die Sterne im Sternhaufen sind nicht ganz weiß, sondern gehen ins blass-rote.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen als kleines Wölckchen neben dem blassroten Stern, HD 10494, zu sehen.





    Berkeley 7. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.

    Der Sternhaufen ist unscheinbar und fällt im Feld kaum auf.

    An der Stelle des Sternhaufens stehen ein paar wenige, etwas dichter stehende schwache Sterne.

    Im Refraktor kann ich nur ein kleines Sternwölkchen sehen.

    Stock 5. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Der Sternhaufen ist ein Ring aus hellen Sternen

    Der Sternhaufen setzt sich deutlich vorm Hintergrund ab. In den Ring aus hellen Sternen sind noch viele schwache Sterne eingeflochten. Im Zentrum vom Ring stehen nahezu keine Sterne.

    Im Refraktor sind die hellen Sterne vom Ring zu sehen.


    Kleinplanet (69) Hesperia. Im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    (69) Hesperia konnte ich anhand einer Karte im Feld identifizieren.

    Hesperia ist das letzte Sternchen einer Ost-West ausgerichteten Sternkette. Im Westen steht der Stern π1 Ori, am Ostende der Kleinplanet Hesperia.

    Hesperia ist ein deulich sichtbares Sternchen.

    Im Refraktor ist Hesperia deutlich zu sehen.


    NGC 1662. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Der Sternhaufen fällt im Feld sofort auf.

    Der Sternhaufen ist eine Halbkreis- oder C-geformte Linie aus überwiegend hellen und einigen schwachen Sternen.

    Im südlichen Teil vom C kann ich zwei blass-rote Sterne sehen.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen und die C-Form deutlich zu sehen.


    Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.

    Jupiter steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Auf Jupiter konnte ich unzählige Strukturen in den farbigen Wolkenbändern sehen.


    NGC 1528. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Ein großer und heller Sternhaufen der im Feld sofort auffällt.

    Im Sternhaufen sind sehr viele mittelhelle und schwache Sterne. Zwischen den Sterne sind viele kleine Lücken ohne Sterne. Der Sternhaufen hat eine dreieckige Form.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in viele Sterne aufgelöst. Die dreieckige Form fällt deutlich auf.


    NGC 1545. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.

    Der Sternhaufen fällt im Feld zunächst nicht so sehr auf. Erst eine höhere Vergrößerung läßt den Sternhaufen sichtbar werden.

    Der Sternhaufen besteht aus verstreuten schwachen Sternen. Zwischen den Sternen sind viele Lücken.

    Am Westrand vom Sternhaufen stehen zwei helle Sterne. Der eine ist leicht rötlich, der andere bläulich. Zusammen mit einem schwächeren Stern bilden die Sterne ein auffälliges Dreieck dessen Spitze vom Sternhaufen weg weist.

    Im Refraktor ist nur dieses Dreieck zu sehen.


    NGC 1513. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.

    Der Sternhaufen fällt im Feld gut auf.

    Im Sternhaufen sind viele mittelhelle und viele schwache Sterne. Die Sterne ordnen sich zu einem hellen und breiten Ring an, der aussieht wie ein halber Donut. Der Ring ist nach Osten offen. In der Öffnung vom Ring sind nahezu keine Sterne.


    Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.

    Mars steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Die dunklen Strukturen haben einen hohen Kontrast zum rötlichen Mars. Die Polhaube ist hellweis. Der gegenüberliegende Pol wirkt dunstig und aufgehellt. Den Bereich Olympus Mons konnte ich als deutlich hellere Stelle sehen.


    Die Messwerte für diese Nacht.




    SQM-L.




    Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.



    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie. Beobachtungen am Nachthimmel mit verschiedenen Teleskopen.

    Rational orientiert, wissenschaftlich interessiert.

  • Hallo Gerd,


    ich hänge mich mal hier an deine BB vom 19.01. ran.


    Ich war gestern 01.02. spechteln im OdW (19-22 Uhr). Es war trocken aber mit -1°C bis -4°C recht kalt.


    Im Anhang ein Hany Schnappschuss von Venus, Mond und Saturn kurz nach 19 Uhr.


    Da musste ich mal genauer hingucken.

    Bei NGC 945, die sofort direkt als helle rundlich ca. 2' große Aufhellung auffiel konnte ich indirekt die längliche Galaxie IC1801, die nach meiner Ansicht durch einen schmalen Zwischeraum von NGC 935 getrennt war, erkennen.

    Etwas nördlich davon (ca. 1°) ist das Galaxien Trio NGC 938, NGC 932 und NGC 924 zu erkennen. Alle Galaxien sind laut Guide 9 12m5 hell. NGC 938 ist aber ab besten zuer erkennen.


    cs

    Lothar

  • Hallo Lothar,


    Ich war gestern 01.02. spechteln im OdW (19-22 Uhr). Es war trocken aber mit -1°C bis -4°C recht kalt.

    Ich war in der vergangenen Nacht bis 1 Uhr beim Beobachten. Die vergangene Nacht war sehr klar, der Himmel sehr transparent.


    konnte ich indirekt die längliche Galaxie IC1801, die nach meiner Ansicht durch einen schmalen Zwischeraum von NGC 935 getrennt war, erkennen.

    Ich denke, mit 10" habe ich für diese Galaxie keine Chance sie zu sehen oder von der Galaxie NGC 935 zu trennen. In dieser Nacht, an der ich die Galaxie NGC 935 beobachtete war der Himmelshintergrund grau und aufgehellt im Okular. Da hatte diese Galaxie keinen großen Kontrast zum Hintergrund. Die Galaxie IC 1801 ist dann unmöglich zu beobachten.

    Wenn ich draußen an meinem Beobachtungsplatz in der Nacht die Umgebung sehen kann, dann ist die Hintergrundhelligkeit zu groß und die Transparenz zu gering, um sehr schwache Objekte zu beobachten.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie. Beobachtungen am Nachthimmel mit verschiedenen Teleskopen.

    Rational orientiert, wissenschaftlich interessiert.

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