Hallo. Zum ersten möchte ich mal wegen der qualität des OIII filter nachfragen. Ich habe oft gelesen die von Astronomik sollen einer der besten OIII filter sein. Ich selber besitze den von Optolong 2“ OIII filter. Da ich keinen Vergleich zu anderen Filtern habe, wollte ich nachfragen ob der OIII filter von Optolong genauso mit dem von Astronomik mithalten kann, oder er von Astronomik doch spürbar besser ist. Zum zweiten wollte ich fragen ob sich zusätzlich ein UHC lohnt. In Verwendung habe ich den Skywatcher 10“ flextube. Lg
OIII filter/UHC
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Hallo Patrick,
Zum zweiten wollte ich fragen ob sich zusätzlich ein UHC lohnt.
Ich habe beides, einen [OIII] und einem UHC von Astronomik.
Bei meinem Beobachtungen nutze ich für Emissionsnebel und Planetarische Nebel den [OIII] Filter. Das ist der Filter den ich am Nachthimmel am meisten nutze. Den UHC nutze ich deutlich seltener. Ich würde mir keinen UHC mehr zulegen und nur den [OIII] Filter verwenden.
Viele Grüße
Gerd
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Hi Patrick,
den Optolong kenne ich nicht. Einen Astronomik OIII habe ich in 1,25". Der ist sehr gut. Ich habe aber in beiden Größen sowohl OIII als auch UHC Filter. Es gibt Objekte die sehen mit dem OIII besser aus, insbesondere flächige, lichtschwache Emissionsnebel. Andere sehr helle Objekte, insbesondere mit eingebetteten Sternen kommen besser mit dem UHC. M42 ist da das Paradeobjekt. Und je besser die Bedingungen sind, um so breitbandiger darf der Filter sein und zeigt dennoch viel. Unter meinem m5.5 Dorfhimmel nutze ich fast nur den OIII und ab und zu den H-Beta. Unter dem sehr dunklen Himmel Mecklenburg-Vorpomerns kommt der UHC deutlich häufiger zum Einsatz.
Es kann also nicht schaden, beide Filter zu besitzen. Sie finden schon ihre Objekte.
Bis dann:
Marcus
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Hallo Patrick01,
Die Optolong O III gibt es in unterschiedlichen Varianten von 3 nm über 6,5 nm zu noch breiteren Durchlassfenstern, da gibt es auch ganz erhebliche Preisunterschiede.
Welchen hast du?
Unabhängig davon ist das thema Filter entweder mit einem O III und einem UHC abgeschlossen oder man kniet sich rein, dann gibts aber reichlich Lesesteoff, z.B. meinen Senf (die enthaltenen Links im Link sind ebenfalls wichtig):
Grundsätzliches zu Nebelfiltern
Kurz angerissen ist die Störlichtunterdrückung um so besser, je enger das Durchlassfenster ist.
Dabei muss die Emissionslinie natürlich getroffen werden und die Trasmission auf dieser Linie oder auf den Linien) möglichst hoch sein.
enger Durchlass und hohe Trasmission auf den Linien erfordern eine Präzision die, wer hätte es gedacht, teuer ist.
Man (ich z.B.) kann allerdings, je nach Anspruch und Beobachtungsziel, ganz gut mit Kompromissen leben.
Gruß
Günther
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3 wichtige Parameter Zeichen Linienfilter aus.
1. Wie gut treffen sie die gewünschten Banden? Dies wird umso schwieriger (=teuerer) desto schmalbandiger sie ausgelegt sind.
2. Wie hoch ist der Durchlass dieser Banden.
3. Wie breitbandig ist der Durchlass dieser Filter? Je breitbandiger, desto mehr unerwünschtes Störlicht wird mit durchgelassen, aber auch desto natürlicher ist der Bildeindruck.
Hier bietet der Astronomik OIII mit einem Durchlass > 95% und einer Bandbreite von 12nm den allgemein angenehmsten Kompromiss.
Engbandigere Filter wie z.B. der visuelle Baader OIII oder fotographische Filter mit Bandbreiten deutlich unter 10nm dunklen und färben schon sehr stark ein, breitbandige Filter (zu denen auch der visuelle Optolong mit seinen 25nm zählt *1), lassen eher zuviel Störlicht durch, zeigen aber Sterne usw. etwas natürlicher.
Auch der Astronomik UHC (der H- Beta, OIII und im roten Wellenbereich aufmacht) hat eine Bandbreite von 24nm *1
*1 = Quelle Cloudynights.com , Filter buyer's guide 2024
Wie Marcus schon anmerkte: Die Wahl des Filters wird stark von der Himmelsqualität bestimmt. Allgemein gilt: Je höher die Lichtverschmutzung, desto engbandiger der Filter und umgekehrt natürlich auch je besser der Himmel, desto weitbandiger der Filter.
Günstige bzw. schlechte Filter lassen zu wenig der gewünschten Banden durch. Entweder weil sie diese schlecht treffen oder weil sie diese trotz gutem Treffen noch zu stark filtern.
Ich hoffe meine Erklärung hilft Dir bei der Entscheidungsfindung weiter...
Gruß Horst
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Hallo,
ein UHC macht Vorteile, wenn das Objekt auch im Hß hell strahlt. Auch schwächere Sterne sind beim Aufsuchen besser sichtbar.
Statt zusätzlich zu einem OIII einen UHC zu kaufen, würde ich über einen Hß-Filter nachdenken.
lg, volker

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Statt zusätzlich zu einem OIII einen UHC zu kaufen, würde ich über einen Hß-Filter nachdenken.
Da spielen wohl auch viel eigene Vorlieben mit hinein. Aber ja, auch ich setze meinen Astronomik h-beta öfters als den UHC ein.
Dürfte ich allerdings nur einen Filter nutzen, wäre dies zweifelsfrei der Astronomik OIII.
Gruß Horst
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Die Optolong O III gibt es in unterschiedlichen Varianten von 3 nm über 6,5 nm zu noch breiteren Durchlassfenstern, da gibt es auch ganz erhebliche Preisunterschiede.
Welchen hast du?
Ich habe den mit 6,5 nm hat damals glaub ich 200€ gekostet wenn ich mich nicht täusche
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Ich beobachte aus dem Dorf heraus bortle 4 oder auch ein paar kilometer außerhalb auf dem feld heraus.
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Hallo,
Ich habe den mit 6,5 nm
Ich habe den 12nm von Astronomik.
Den 6,5nm [OIII] Filter halte ich für visuell als sehr schmal im Durchlass und sehe diesen mehr als fotografischen Filter oder für die visuelle Beobachtung als einen zweiten Filter neben einem 12nm [OIII] Filter.
Eventuell ist es besser, anstatt sich einem UHC hinzuzuholen, zum 6,5nm [OIII] einem 12nm [OIII] anzuschaffen.
Viele Grüße
Gerd
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Hallo Patrick,
ich benutze die folgenden OIII Filter:
Astronomik 12nm - die alte Profi Line Version
Baader 10nm aus dem Start der Fertigung
Astrodon 5nm, einer der ersten mit dem Aufkleber von Don Goldman
Astrodon 3nm, aus der späteren Fertigung.
Zu den UHC Filtern:
Astronomik UHC aus den ersten Serien
Orion Ultrablock
Zum Einsatz kommen diese Filter auf meinem 6" F/5 Achro mit Filterrad,
und auf den Ferngläsern: DOCTER 8x56, BA8 10.5x70 und BA8 15x85. Auf den Ferngläsern werden sie in die Augenmuscheln befestigt.
Seit einiger Zeit spezialisierte ich mich auf die galaktischen Nebel.
In meinen Beobachtungsnotizen sind es knappe 700 galaktische Nebel und davon 465 mit dem Filtereinsatz dokumentiert.
Die planetarischen Nebel, für die man auch die Filter gut gebrauchen kann, die gehen extra.
LG,
Jiri
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Moin Patrick,
Ich habe oft gelesen die von Astronomik sollen einer der besten OIII filter sein.
so pauschal würde ich das nicht sagen, die heute angebotenen Filter liegen auf hohem Niveau, dazu gehört auch Astronomik. Ich bin da bei Jiri, in den Jahren sammeln sich unterschiedlichste Filter.
Optolong verwende ich auch, allerdings ist der Durchlass bei hochpreisiger(en) Filtern schon mal ein Tick höher. Bei Filter ist die Transmission (Durchlass), Bandbreite (je schmaler desto besser), Zentrierung der Wellenlänge (Fertigung), Vergütung, Halo immer ein Thema, im Netz bekommt man zu speziellen Filter recht gute Infos.
Ich hatte mir für meine Anwendung einen IDAS Dualband Filter zugelegt, IDAS fertigt in Japan(heute noch?) und bewegt sich auf Top Niveau. Der IDAS LPS-P2 ist ein UHC Filter in entsprechender Qualität...
CS
Peter
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Servus Peter
Der IDAS LPS-P2 ist ein UHC Filter in entsprechender Qualität...
Das solle man klarstellen, der von dir genannte Filter ist keineswegs ein UHC-Filter, der hat einen gänzlich anders ausgelegten Durchlassbereich. Vergleich mal die Durchlasskurven des IDAS LPS-P2 und eines Astronomic UHC Filter. Da liegen Welten dazwischen, der IDAS hat einen viel breiteren Durchlassbereich.
Gruß Stefan
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Moin Stefan,
alles klar, danke der Klarstellung.
einen gänzlich anders ausgelegten Durchlassbereich
CS
Peter
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Möchte man den Hintergrund dunkler bekommen, ist ein schmalbandiger OIII die bessere Wahl. Es ist aber immer besser, verschiedene Filter für verschiedene Bedingungen zu haben. Ist weniger Aufhellung im Hintergrund, ist ein etwas breitbandigerer Filter durchaus angenehmer, da dann auch die Sterne besser wahrnehmbar sind.
Desweiteren sollten die Substrate (Glasträger) sehr gut planparallel poliert sein. Dieser Aufwand schlägt sich in höheren Herstellungskosten nieder, aber so bekommt man saubere Sternabbildungen bis zum Feldrand. Den Vergleich konnte ich zwischen einem alten Lumicon UHC und einen neuen Baader UHC sehen. Im letzteren waren die Sterne wirklich fein und beugungsbegrenzt. So kam M8 mit seinen Sternhaufen sehr schön aber auch M11 konnte ich mit Filter beobachten, die feinen Sterne im Haufen kamen schön brilliant. Einen Schärfeunterschied zwischen mit und ohne Filter konnte ich nicht erkennen.
Meine Astronomikfilter habe ich erst seit kurzem und konnte sie noch nicht probieren, ich denke aber, auch die sind optisch sehr gut gemacht und bilden beugungsbegrenzt ab.
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