Liebe Einsteiger

  • Die erste erfolgreiche Nacht, ohne Rumgewusel und nicht gewusst, wo!
    Also, und was jetzt folgt, verstehe ich als Tipps für Einsteiger - bin selber einer und habe erst 3x gespechtelt.
    Nachdem ich beim erstenmal Karkoschka anschauen schreiend aus der Buchhandlung gerannt bin und dachte, ob ich das jemals begreife und ob einem nicht auch der Zufall helfen könnte - Erfolge aber ziemlich ausblieben - habe ich investiert: Mein 10" Dobson bekam ein Telrad, meine Taschenlampe wurde mit Edding permanent auf Rotlicht umgestellt und die 5 und 7mm Okulare wanderten erst einmal in die Jackentasche. Benutzt habe ich das 32er Weitwinkel-Okular von TS mit einem O III von Astronomik ( 2 " ) und fing mit dem Schwan an: Karkoschka Karte N20: Und ungelogen - nach öfterem Abgleich mit dem Buch: auf Anhieb gefunden: Cirrusnebel 6960, Cirrusnebel 6992, den Nordamerikanebel ( ist der schwarz ??) bzw. Mexico fand ich nicht. Dann weiter zur Lyra - Karkoschka N18 und den M57, Ringnebel - angeschaut. Geht bestens mit dem 32 und dann kann man mal, auch ohne OIII, mit einem 5er Okular ran. Wunderschön !!! Dann zum Herkules, Karkoschka N14 und den M13 gefunden. Fantastisch, auch im 32er Okular. Damit sollte es auch gut sein, auch wenn der Mars gegen 0:30 im Osten schön hoch stand, aber man soll nicht alles auf einmal haben. So bleibt immer Motivation für die nächste Nacht. Und der Karkoschka respektive das Universum hat so viel zu bieten. Also jetzt mein Tip: Ein Peiler muss sein - bei mir eben Telrad. Bin begeistert. Den O III ( von Astronomik ) kann ich auch empfehlen ( 199€, gmpfh ) . Warte jetzt auf das Antares Speers-Waler5-8 und dann wird die Geldbörse zu- und das Auge aufgeklappt. Ich wünsche jedem im Forum viel Spaß an diesem wunderschönen Hobby, viele cS, wenig Moskitos und Tau und meditative Ruhe beim betrachten unserer schönen Nachtwelt.
    Gregor

  • Hallo Gregor
    Gratuliere die zu deinen erfolgen. So solls auch sein. Übrigens Nordamerikanebel. Das teil ist so gross, dass du wahrscheinlich schon in cancun warst ohne es zu merken ;)
    Auf jeden falls solltest du die nebelstrukturen mit dem filter erkennen können, aber du wirst kaum dne ganzen nebel im okular haben. Formatfüllen habe ich mit 640mm und einem 30ger oku betrachten können.


    Weiterhin viel spass


    Gruss
    Walti

  • hi,


    schön zu lesen. ;)
    ich hab mir bisher in etwa die selben objekte angesehen. (und noch paar andere)
    m13 und den ringnebel solltest du unbedingt auch mal mit höherer vergrößerung versuchen -
    dazu ist das SW-zoom ja gut geeignet.
    ich beobachte selbst damit und hab auch sonst sehr ähnliche ausstattung (10" GSO, astronomik OIII)
    das okular gefällt mir sehr gut - ich hatte damit jedoch das problem, dass ich es nicht fokusieren konnte - der fokuspunkt lag zu weit innen - hab (nach anfrage hier im forum) den hauptspiegel weiter nach vorne verstellt und nun funktionierts. ;)


    noch viel spaß beim beobachten + fG
    -hannes

  • Hallo Hannes, von diesem Problem mit dem Fokussieren habe ich schon gehört. Bin gespannt, ob das SW in meinen TS 10"er passt oder ich diese "Arbeit des Hauptspiegelverstellens" auch auf mich nehmen muss. Macht ja nix, dann lernt man gleich das Justieren mittels Fuji-Dose und das Anbringen einer mittigen Markierung auf dem Spiegel. Habe gesehen, dass manche als Markierung diese Ringe für Hefterseitenverstärkung nehmen.
    Gruss!
    Gregor
    PS: Ring-, Hantelnebel und M13 habe ich mir schon im 5mm Okular angeschaut. Die Cirrusnebel jedoch passten jeweils beide sehr schön in das 32er.

  • Hallo Gregor,


    da haben wir mit ähnlichem Equipment zeitgleich ähnliche Dinge beobachtet. War ja auch vielleicht die letzte T-Shirt Nacht für dieses Jahr. Du hast meinen großen Respekt, als Neuling a) wirklich sinnvoll in einen OIII Filter investiert zu haben, und b) Cirrus gefunden zu haben.


    Wie waren denn Deine Bedingungen so? Bei mir aus der Vorstadt heraus habe ich bei Nordamerika keine Chance. Falls das bei Dir ähnlich ist, brauchst Du Dir keine Vorwürfe zu machen. Ich habs schon so oft aus dem Garten erfolglos probiert, es geht nicht, wenn der Himmel aufgehellt ist.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,
    es freut mich, dass Du Gefallen an dem Geschriebenen gefunden hast. Ich glaube folgendes: lieber gleich ganz tief in die Tasche greifen und wirklich sinniges Zubehör kaufen, als sich langsam über billige Fehlkäufe, die in der Summe dann doch unnütz viel Geld verschlingen, sich an das Optimale heranzutasten. Habe drei solcher Fehlkäufe getätigt, 1x 5,2mm Seben, 1x 7mm Seben, jeweils 30 € und eine Barlowlinse für 5,95€, an deren Stelle man das Geld vielleicht - hatte noch keine Vergleichsmöglichkeiten -, lieber in einen Eisbecher hätte investieren sollen. Das Speers-Waler kommt aus Texas, hoffe, dass der Zoll nicht erbarmungslos zuschlägt und den Preisvorteil von etwa 30 € zunichte macht.
    Zu den Sehbedingungen: Kleines Dorf in der Nähe des Nordostseekanals mit dunklem Himmel ( glaube ich jedenfalls; keine Ahnung, ob man so etwas messen kann ). Die Cirrusnebel hatten sich in ihrer Struktur etwas verbessert, vergleicht man 22.00h mit 24:00 Blick, aber nicht wesentlich. Schön am O III finde ich, den Himmel abscannen zu können und dabei noch so viele Sterne zu sehen, dass die Orientierung nicht verloren geht. Diese 199 € waren gut investiertes Geld !!!!


    Grüsse!


    Gregor

  • Hi Gregor,


    die Dunkelheit des Himmels erkennst Du einfach daran, wieweit dunkle Sterne noch sichtbar sind. Am einfachsten geht das mit einer Grenzgrößenkarte, wo für ein bestimmtes Sternbild die Helligkeiten der Sterne eingezeichnet sind. Dann schaust Du einfach welche Sterne noch erkennbar sind. Das ist dann die visuelle Grenzgröße, oft bezeichnet mit fst für "faintest star". Als grober Test kann M33 herhalten. Wenn Du den mit dem blossen Auge ausmachen kannst ist der Himmel gut (fst=6m8), wenn er richtig auffällig ins Auge sticht ist der Himmel sehr gut. ;)


    Micha

  • Kann im großen und ganzen eigentlich nur Zustimmen. Aber was den Filter angeht: Da geht meiner Meinung nach auch ein 1,25'' Filter. Ich habe auch den 10er GSO mit dem 32mm 2'' Oku und nach dem Kauf des Okularkoffers auch ein 32mm 1,25'' Okular, das nur geringfügig weniger Gesichtsfeld zeigt, als das 2'' und deshalb zum Einsatz kommt, wenn ich mal einen O3 brauche. Ansonsten verwende ich für größere Objekte, die keinen Filter brauchen nur das 2'' Okular. (Das kleine brauch ich außerdem auch noch für meinen kleineren 6'' Dob, der keinen 2'' OAZ hat) Ich habe mir außerdem auch recht günstig ein gebrauchtes 9mm Ortho zugelet, mit dem ich in Verbindung mit der 1,5x-2x Barlow sehr schöne Planetenbeobachtungen hinter mich gebracht habe. das 15mm WA von TS kann ich auch nur empfehlen. Wieder in verbindung mit der Barlow ist das meine bevorzugte Wahl bei kleineren Nebeln. Die anderen Okulare (bis auf das 6mm zum gelegentlichen trennen von Doppelsternen) bleiben aber meißt eher im Koffer und kommen nur seltener zum Einsatz.


    Also nochmal zum mitschreiben: OIII-Filter ja, aber da reicht am anfang auch ein kleiner (wenn man nicht so viel Geld hat).
    Der Telrad (oder anderer PeilFINDER) ist (IMHO) ein absolutes Muss für Anfänger in Verbindung mit Dobs. Ich habe meinen richtigen SUCHER aus Frust schon eingetütet und für Spezialobjekte ganz hinten im Koffer verstaut.
    Was auch noch sehr wichtig ist: Tubus auskleiden! Gerade am Anfang, wenn man sich auch immer weider mal mit Mond und Planeten beschäftigt (tu ich jetzt auch noch, aber habe mittler Weile DS für mich entdeckt) ist das sehr Nützlich und bringt unglaublich viel an Kontrast.
    Karkoschka und Sternkarte(n) oder Software sind genauso wichtig wie eine gründliche Vorbereitung damit. Passiert mir auch noch viel zu oft, dass ich alles aufgebaut hab, eigentlich fertig zum schauen bin, und dann erst die rote Taschenlampe (bei mir eine Fahrradschlussleuchte (denke, die ist besser als eine gefärbte Taschenlampe, da bei der trozdem immer wieder irgendwo was weißes durchscheint, war zumindest bei meinem ersten Eding-Astrolicht so)) und den Karkoschka rauskramen und raussuchen, was am denn alles noch nicht gesehen hat und wo es zu suchen ist. Vorallem bis man mal ein gewisses Set an Standart-Objekten hat ist das rehct nützlich. Hab mir angewöhnt, eine Liste mit geplanten Objekten aus dem Karkoschka rauszuschreiben mit kurzen Erklärungen, wo sie zu finden sind und der Karten-Nummer dahinter, falls man sie doch nicht auf anhieb findet.
    Was auch noch recht nützlich ist: Ruhig auch mal bei Tageslicht das Be-und Entladen des Autos üben um da etwas Routine reinzubringen und die beste Beladung rauszufinden. Naja, soweit mal für den Moment.


    cs
    Sebastian

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