OdM Juni 2022: IC1295 + NGC6712

  • Hallo Deep Sky Freunde,


    in diesem Monat möchte ich ein Deep-Sky-Objektpärchen vorstellen, welches bei mir unter der Kategorie „Außergewöhnliche Paare“ läuft. Außergewöhnlich deshalb, weil die beiden Objekte zwar räumlich eng beieinander stehen aber physikalisch zwei völlig unterschiedliche Objekte sind, die sich in ganz unterschiedlichen Entfernungen von uns befinden. Es geht um den planetarischen Nebel IC1295 in 3600 LJ Entfernung und den Kugelsternhaufen NGC6712 in 26400 LJ Entfernung, deren Abstand am Himmel weniger als ein Vollmonddurchmesser beträgt. Die beiden Objekte befinden sich unterhalb der Schildwolke innerhalb einer sehr sternreichen Region der Milchstraße und sind in mittleren bis großen Teleskopen ein toller Anblick!


    Dieses Objekt war das erste welches ich mit einer gekühlten Astrokamera aufgenommen habe und sicherlich ein würdiges, siehe hier:


    www.blackskynew.de/NGC6712_IC1295_200611.html


    Daten (Werte in Klammern für NGC 6712) [4]:


    Sternbild: Scutum

    Ra: 18h 54m 37,1s (18h 53m 4,9s)

    Dek: 08° 49‘ 37” (-08° 42‘ 20‘‘)

    Scheinbare visuelle Helligkeit: 12,5mag (8,1mag)

    Ausdehnung: 1,5‘ (9,8‘)


    Aufsuche:


    Die Aufsuche gestaltet sich relativ einfach, man denke sich ein gleichseitiges Dreieck, welches von den Sternen Alpha- und Beta-Scuti sowie dem OdM gebildet wird. Das OdM kann dann mit einem Peilsucher südöstlich der beiden Sterne angepeilt werden. Auch bildet das OdM mit den beiden o.g. Sternen und dem Stern Lambda-Aquilae ein etwa gleichseitiges Parallelogramm, welches ebenfalls als Aufsuchhilfe für den Peilsucher genutzt werden kann. Das OdM befindet sich etwa 1,5° südlich des bekannten Sternhaufens M11.


    Astrophysik:


    IC 1295 ist ein Sternüberrest in 3600 Lichtjahren Entfernung, der von mehreren Hüllen umgeben ist. Diese Blasen bestehen aus Gas, das ursprünglich die Atmosphäre des Sterns bildete und durch unregelmäßigem Sternwind in den umliegenden Raum geblasen wird. Die Gasblasen werden von der starken ultravioletten Strahlung des zentralen Sterns angeregt und dadurch zum Leuchten gebracht. Verschiedene chemische Elemente strahlen in unterschiedlichen Farben; der grüne Farbton in IC 1295, stammt von ionisiertem Sauerstoff. Der planetarische Nebel wurde am 28. August 1867 von dem amerikanischen Astronomen Truman Henry Safford entdeckt [1].


    NGC 6712 ist ein Kugelsternhaufen der Konzentrationsklasse IX, also relativ schwach konzentriert, in einer Entfernung von 26400 Lichtjahren. Entdeckt wurde das Objekt am 16. Juni 1784 von Wilhelm Herschel [2].


    Eigene Beobachtungen:


    In meinem Beobachtungsbuch findet sich nur ein Eintrag zu dem Pärchen, der unter nicht ganz optimalen Bedingungen auf meinem Balkon mit einem C11 gemacht wurde und leider nicht zu einer Sichtung von IC1295 führte:


    IC 1295

    Mommenheim, 05.06.13, 00:00-02:00 MESZ, D=3/5, U=3/5, fst >5m,5 C11 f/10

    PN, mit dem 56mm Plössl (50x) und 31mm Nagler (90x) nicht sichtbar. Auch mit OIII keine Sichtung möglich.


    NGC 6712

    Mommenheim, 05.06.13, 00:00-02:00 MESZ, D=3/5, U=3/5, fst >5m,5 C11 f/10

    GC, mit dem 56mm Plössl (50x) bereits deutlich als flächiger, kreisrunder Nebel zu erkennen. Im 31mm Nagler bei 90x keine Einzelsterne sichtbar, Haufen nicht aufgelöst.


    Der planetarische Nebel ist sehr flächenlichtschwach und erfordert einen dunklen Himmel ohne Störlicht. Teleskope mit mittlerer Öffnung ab etwa 12“, sollten den PN aber problemlos zeigen, mit größeren Öffnungen ab 18“ sollten auch die Schalen-Strukturen möglich sein. Der Kugelsternhaufen sollte ebenfalls ab etwa 12“ Öffnung Einzelsterne zeigen, braucht aber dann etwas mehr Vergrößerung, von mindestens 150x. Spannend zu wissen wäre, ab welcher Öffnung ihr den PN beobachten könnt und welche Details sich mit welcher Öffnung zeigen. Ebenso, ab welcher Öffnung und bei welcher Vergrößerung ihr den Kugelsternhaufen in Einzelsterne auflösen könnt.


    Wer absolut kleine „Faint Fuzzies“ mag und entsprechend große Gerätschaften hat, um danach zu suchen, kann sich auch noch an dem sehr kleinen (0,7x0,64“) planetarischen Nebel Kohoutek 4-8 (Sanduleak 2-374, PN G 025.3–04.6) versuchen, der in etwa zwischen IC1295 und NGC6712 steht. Eine schöne Zeichnung dazu findet sich in [3]. Ein Foto, welches auch als Aufsuchhilfe genutzt werden kann findet sich in [4].


    Ich wünsche viel Spaß beim Beobachten!


    Clear Skies

    Thomas


    Referenzen:


    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/IC_1295

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/NGC_6712

    [3] http://www.deepsky-visuell.de/Zeichnungen/Sa2-237.htm

    [4] https://pbase.com/skybox/image/171923848

  • Hallo, Kollegen,


    zuletzt am 30.05.2020 habe ich das Pärchen mit dem kleinen bläulichen Stern (PN K 4-8, der gerade mal 2" groß sein soll) fotografisch mit einem 8" f/4 Newton und der Canon 77da Kamera aufgenommen, 33x3 min ohne Filter.

    Ein Stückchen weit rechts oben von IC 1295 befindet sich eine gebogene Sternkette von 5 Sternen. Der mittlere Stern der Kette sieht bläulich aus; das ist K 4-8.



    viele Grüße und häufig cs

    Andreas

  • ...damit man etwas mehr sieht und sich visuell von IC 1295 nach K 4-8 "hangeln" kann: hier noch mal ein kleiner Ausschnitt des größeren Ausschnitts (des vollen Feldes von 800mm) oben. Das sieht jetzt natürlich nicht mehr wirklich ästhetisch aus.



    viele Grüße und klaren Himmel

    Andreas

  • Hallo Zusammen!


    hobbyknipser : ein schönes Ergebnis! :thumbup:

    Ich selbst werde bei diesem OdM leider nicht mitspielen können - es ist erst ab ca. 3:15Uhr in meinem Sichtslot, da wird es schon wieder hell.


    Wünsche viel Erfolg bei der Jagd nach IC1295 und NGC6712 !


    CS, Jochen

    :ringed_planet: Planeten und Deepsky: Celestron C11 | Omegon Pro Newton N203/1000 | Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet :sun: Sonne: Celestron C6R mit D-ERF und Daystar Quark Chromosphere| Coronado PST

    :telescope: Montierung: Skywatcher EQ6Pro :camera: Kameras: ZWO ASI294MC Pro Color | ZWO ASi183MM Pro | Canon EOS 200D mit Samyang AF 14/2,8 :globe_showing_Europe_Africa: website: https://www.sternwarte-muchelndorf.de

  • Hallo Thomas,


    das ist eine sehr nette kleine Ecke zum Beobachten ! Mir fallen dazu Aufzeichnungen aus drei verschiedenen Nächten ein.


    Einmal mit 10- und 18-Zoll (Rhön 2015): "... Friedhelm stellte gleich mal das Paar NGC 6712 (Kugelhaufen) und IC 1295 (Planetarischer Nebel) im Sternbild Schild ein, zuerst in meinem 10-Zöller, und danach auch in Horia's 18-Zöller - ein interessanter Vergleich, ohne Filter konnte das Loch im Nebel aber nur vermutet werden."


    Dann im 20-Zöller (Südafrika 2018) - ich zitiere Haley: "... 6712 ist zwar Puderzucker, aber in dem dicken Klampfer recht gut aufgelöst und steht atemberaubend in dem dichten Sternfeld. Daneben ist der IC 1295, der erstmals richtig auffällt. Der PN ist mit 90“ relativ groß, zeigt im 6er Ethos eine leichte Verdunkelung, ist also ein Ringnebel."


    Schließlich noch dein dritter Vorschlag "Kohoutek 4-8" in meinem 16-Zöller (Eisentalhöhe 2015) - ich empfehle dazu die tollen obigen Aufnahmen von Andreas:


    "... Ein weiterer Exot ist der 14 mag helle, praktisch stellare planetarische Nebel Kohoutek 4-8 im Sternbild Schild. Der winzige Nebel liegt in einer gebogenen Sternkette, deren hellster Stern am Ostrand liegt. Der PN war auch im 16-Zöller nur schwer auszumachen, aber es gibt Hilfsmittel - den OIII-Filter ! Denn so winzig sternförmig Kohoutek 4-8 auch ist, er ist nun mal ein planetarischer Nebel, und emittiert damit typischerweise reichlich 'verbotene' Sauerstofflinien. Und siehe da: Mit dem OIII-Filter verblasste der Stern am Ostrand, und unser PN war mit einem Mal der deutlich hellste 'Stern' der Kette. Am besten ist so etwas mit einem Filterrad zu sehen, wenn man schnell hin und her switchen kann - das fehlt mir am 16-Zöller."


    Servus

    Ben

  • Hallo zusammen,


    das OdM habe ich mit 11" vom Balkon aus schon mehrfach beobachtet.

    Bei Mondschein (fst ca.5mag) ist NGC 6712 geradeso auflösbar.

    Ich hatte mir damals allerdings nicht notiert, ab welcher Vergrößerung ich den Haufen auflösen kann (vermutlich 175x).

    IC 1295 war bei den Bedingungen nur mit OIII-Filter sichtbar und strukturlos.


    Bei sehr guter Transparenz (Bortle 5) ist IC 1295 schon ohne Filter schwach erkennbar.

    Bei 112x mit OIII-Filter ist blickweise ein dunkler Mittelstreifen zu sehen.

    Die Ringform ist nicht erkennbar, der PN sieht für mich eher aus wie eine schwache Galaxie mit Staubband (ähnlich NGC 3628, nur weniger länglich).


    K 4-8 ist bei 280x ohne Filter sehr schwach sichtbar und erscheint stellar.


    Gruß

    Ronny

  • Hallo zusammen,


    Thomas vielen Dank für Deine tolle Idee die Objekte NGC 6712 und IC 1295 als Pärchen vorzustellen. So bin gegen Samtag, 04.06.2022 um 00:30 Uhr in die Sternwarte und konnte mit den Beobachtungen um 00:50 Uhr beginnen.


    Beobachtet habe ich mit einem 14" F4.45 Selbstbau-Newton. Okulare sind Tele Vue Nagler 13mm (120x), 9mm (174x), 7mm (224x), 5mm (314x)und 3,5mm (448x).


    Ab 02:42 Uhr war NGC 6712 soweit in Richtung Süden gewandert, dass ich mit der Teleskopausrichtung nach Westen den Kugelsternhaufen anfahren konnte. Bis dahin habe ich wunderbar die Messier-Objekte 4 , 12 und 14 genießen können.


    Meine Beobachtungen dokumentiere ich neuerdings mit einem ZOOM H4nPro Aufnahmegerät - ich habe schon mehr Galaxien vergessen, als so mancher in seinem Leben gesehen hat 8o

    Mein Gequatsche hat zu dieser Zeit auch niemanden sonderlich gestört, so dass ich Euch meine Beobachtung des Pärchens gerne als Audio-Skript vorstellen:


    • NGC 6712 Kugelsternhaufen im Sternbild Schild (Scutum)
      • vH = + 8,1 mag
      • Entfernung = 26 400 Lj
      • 13er "es ist 02:42 Uhr und der Kugelsternhaufen ist drin - der Spalt der Kuppel wird nachgedreht - der Skorpion verschwindet schon, das ist ja der Wahnsinn!!!!! - der Sucher sagt nichts - Bumm, ja ....´bayerischer Kraftausdruck´ - im Sucher geht gerade ein Satellit durch - ich sehe nix - im Okular - toll - jetzt fahr ich mal ein bißchen hin- und her - es kommt der Wind - der Kugelsternhaufen ist wunderbar zu sehen - Einzelsterne sind jetzt schon zu sehen"
      • 9er "ja, wunderbar - toll - Zentrum ist dreieckig, die Spitze geht so auf 8 Uhr zu"
      • 7er "toll, deutliche dreieckige spitze Form - auf 8 Uhr hin - es sind Einzelsterne im indirekten Sehen aufzulösen"
      • 5er "hebt den Kontrast hervor - die dreieckige Form und die Dunkelwolke - der Wind ist jetzt sogar in der Sternwarte spürbar, das ist ja mal witzig - Dreiecksform - im indirekten Sehen kann ich Einzelsterne sehen"
      • 3,5er "im Zentrum ist ein spitzes Dreieck von Einzelsternen - zwei Doppelsterne - jetzt ist auch gerade das Seeing zu sehen"
      • 13er "bumm, da ist das schon klar.... das ist ein Kugelsternhaufen mit einer Dreiecksform"
    • IC 1295 planetarischer Nebel im Sternbild Schild (Scutum)
      • vH = + 12,5 mag
      • Entfernung = 3600 Lj
      • 13er "da ist der Kugelsternhaufen - jetzt fahr ich mal ... - ich glaube, ich weiß wo er ist - ich kann ihn indirekt sehen - gar nicht so klein - es sehe ihn als Blase"
      • 9er "mal kucken - hmm - aber ich sehe ihn da schon - ein bißerl noch zentrieren"
      • 7er "das ist ja eigentlich die OIII Linie, die ich leider nicht habe" Ich habe dann noch einmal am Rechner nachgesehen - "was haben wir denn da - eins, zwei, drei Sterne - also - diese Konstellation - ich weiß auch wo er ist - ich sehe ihn im 7er nicht"
      • 9er "ich gehe noch einmal zurück - hmm - ich sehe es schon, aber das ist echt grenzwertig, da sind auch die dreier Sterne - jetzt bin ich noch einmal auf NGC 6712" Fahre mit FS2 hin- und her "ich sehe IC 1295 definitiv mit indirektem Sehen"
      • 13er "kann das sein, dass es schon hell wird? - neeeee - oh Mann - aber ich schaue noch einmal nach (am PC) - hmm - eins, zwei, drei (Sterne - dank der Bilder von Euch) - das wird doch schon hell oder, kann das sein? - 03:20 Uhr"
      • 9er "Die Nacht ist bald vorbei - ich habe es am Anfang gesehen, ich weiß, dass ich an der richtigen Stelle bin, aber ich schaue mal aus der Sternwarte raus - 03:25 im Osten dämmert es schon - deswegen höre ich jetzt auf"

    Die Idee das Teleskop auf Westen zu richten und dann drauf zu warten, dass das gewünschte astronomische Objekt über den Meridian in das Teleskop wandert, hat eigentlich gut funktioniert. Jedoch nicht bei IC 1295 - da endete die astronomische Dunkelheit und es wurde schon wieder heller. Für dieses Objekt muss ich wirklich die Teleskopausrichtung nach Osten wählen und v.a. den OIII - Filter bereithalten und verwenden. IC 1295 konnte ich erkennen, aber die Verifizierung müsste schon noch einmal erfolgen - dann bin ich mir beim nächsten Mal ganz sicher. 8)


    viele Grüße

    René

  • Hallo René,


    danke für deinen schönen Bericht! Kannst du noch etwas zur Himmelsqualität an deinem Beobachtungsort sagen, damit deine Beobachtugen besser eingeordnet werden können? Eine AP von etwa 2mm scheint ja dann bei IC 1295 die Grenze der Wahrnehmbarkeit an deinem Standort zu sein.


    Viele Grüße

    Thomas

  • Hallo,


    für dieses OdM habe ich zweimal Anlauf genommen. Einmal in der Nacht 04./05.06 und später nochmal in der Nacht 18./19.06.2022.


    Die Bedingungen der ersten Nacht waren sehr gut, die Milchstraße war im Zenit sichtbar. Gegen 1:30 Uhr Ortszeit reichte die Strukturierung bis etwa 30° über den Horizont, die Transparenz war hoch und auch die Luftruhr, es flackerte fast nichts. Die Helligkeit ligt so um Bortle 4.


    NGC 6712 ist im 32mm (93x) Okular nur als nebeliger Fleck ohne Struktur aber deutlich erkennbar.

    Auch bei 176x (17mm) kann ich die Struktur nicht auflösen. IC 1295 konnte ich in dieser Nacht nicht auffinden.

    Ein paar Nächte später habe ich mich nochmal näher mit dem Objekt befasst und es in der Nacht 18/19.06.2022 nochmals in Angriff genommen. Die Bedingungen waren allerdings etwas schlechter.

    Die Transparenz war geringer, die Milchstraße nur im Zenit wirklich erkennbar. Es ging ein leichter sehr warmer Wind trotzdem war die Luft ruhig, kaum Flackern. Zum Horizont hin dunstig. Um 01:07Uhr Ortszeit begann die Beobachtung.

    Auch in dieser Nacht war NGC 6712 nicht auflösbar und zeigte sich nur als Nebelfleck. Die Position von IC1295 habe ich diesmal mit den Umgebungssternen genauer Lokalisieren können. Im 17mm hatte ich den Eindruck etwas zu sehen, sehr schemenhaft, extrem schwach und nur indirekt. Das aber auch getäuscht haben, wegen der Erwartung etwas zu sehen. Im 12mm Pössel (250x) war dann nichts mehr zu erkennen. Ich habe mir dieses Objekt deshalb als nicht gesehen vermerkt.


    Alle Beobachtungen wurden mit einem VMC260L 260/3000, f/11,5 gemacht.


    Viele Grüße und CS,

    Bianka

  • Hallo Thomas,


    eine klasse Objektauswahl. Für jede Öffnung was dabei.


    NGC 6712 meine Beobachtungen mit Ferngläsern (guter Landhimmel), ich bin aber noch nicht am Ende (kleinste Öffnung/Vergrößerung) angelangt:

    FG 16x70 - westlich von einem schwachen Stern zeigt sich indirekt ein kleiner matter Nebel, nicht zu hell, nicht zu zart, einfach gut - leichter Helligkeitsanstieg zur Mitte hin

    FG 12x50 - direkt sichtbar - indirekt ein leichter Nebelhauch, zur Mitte leicht heller werdend - kompaktes Zentrum, diffuse Ränder

    FG 10x50 - der Weird Globular ist indirekt als zarter kleiner flächiger Nebelhauch erkennbar und kann leicht gehalten werden


    IC 1295 in Teleskopen:

    4" Linse - bei 64x und UHC ist der PN indirekt leicht als matter runder großer Nebelfleck erkennbar - [OIII] geht auch, aber bei UHC hat mir der PN besser gefallen

    12,5" Spiegel - bei 111x und UHC erscheint der PN riesengroß und deutlich - er leuchtet homogen und am Südwestrand ist indirekt ein Stern auszumachen - [OIII] funktioniert auch gut und bei 240x werden die Ränder etwas diffus - ohne Filter ist der PN nur sehr schwach


    Kohoutek 4-8

    Erstaunlich, was Uwe da gezeichnet hat! Ich bin ganz baff und begeistert. Unsereins ist froh, wenn er den PN überhaupt stellar erkennt ;)

    Hier mal meine Beobachtung:

    12,5" Spiegel - bei 72x ist die kleine feine Sternkette schnell gefunden, Einzelsterne sind noch nicht auflösbar - bei 111x wirkt der Bogen ein wenig wie der neblige Schweif von Leiter 15 - bei 160x ist der hellere östliche Stern auffällig und die anderen 4 Lichtpunkte sind indirekt erkennbar - bei 240x und [OIII] war das Bild schon zu dunkel und nichts mehr erkennbar - zurück auf 160x und mit [OIII] blitzen indirekt immer wieder zwei Lichtpunkte auf, der östliche helle Stern und eben K 4-8, der jetzt leicht heller als der östliche Stern erscheint - Beobachtung ohne Filter mittelschwer / mit Filter Grenzbeobachtung


    Beste Grüße


    René

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