Markarian's Chain (M84, M86...) im Virgo

  • Da bei diesem Mond und teilweise dem Dunst im Himmel ohnehin nicht an "richtige Deepsky Beobachtung" zu denken ist, habe ich mit geliehenem Equipment in 3 Nächten die Markariansche Kette in der Jungfrau mit M84, M86; M87, NGC 4435/38 und all die Nachbarn laaange belichtet:


    Markarian's Chain (M84, M86...)  im Virgo


    Ich erkenne Sterne bis ca. 17 mag, kleine PGC Galaxiechen bis ca. 16 mag


    Zeit und Ort: 09/10/11. März 2022. Mitten aus München, helle Laternen, Halbmond hoch am Himmel, fst ca. 4 mag, Bortle 7-8

    OptiK: Canon Teleobjektiv 200 mm f/2,8 L mit 2x Converter, also 400 mm Brennweite bei f/5,6

    Kamera: ZWO ASI 533MC

    Nachführung: Star Adventurer mit PHD2 Sucher Guiding

    ca. 1000x30s Subs bei -20°C Gain 200 = knapp 8,5 Stunden.

    Aufnahme mit Sharpcap, Stack mit DSS, nur Darks, ohne Flats, weiter mit Siril, Fitswork, RawTherapee


    Das Einnorden mit Nina 3 Point Alignment ohne Polarstern funktioniert bestens, ebenso das PHD2 Sucher Guiding (für mich beides neu). Die kleine Star Adventurer schafft mit Guiding selbst die 400 mm ohne Ausschuss zu erzeugen. Es war allerdings ein geschützter Platz ohne Wind.


    Dafür machen mich die Flats wuschig, daher ist das Bild ohne Flats gestackt und mit Fitsworks geebnet.

    Die Flats überkorrigieren, sie bewirken helle Ecken im Bild und korrigieren die unscharfen Fusselkringel an der falschen Stelle. Ich habe die Flats mit ShapCap direkt vor oder nach den Lights erzeugt. Egal mit welcher Methode, ob Skyflats in der Dämmerung, Weißes Tuch, Tablet mit weißem Bild vor die Linse, mit Biasabzug, oder mit Darkflat – immer das selbe Drama. Woran kann das liegen?

    Außerdem habe ich Walking Noise, wie kriegt man das weg ohne Dithering? Die SA kann ja nur in RA tracken.

  • Moin Stathis,


    zuerst mal: wieder ein tolles Bild, gefällt mir gut!

    Die Flats überkorrigieren, sie bewirken helle Ecken im Bild und korrigieren die unscharfen Fusselkringel an der falschen Stelle. Ich habe die Flats mit ShapCap direkt vor oder nach den Lights erzeugt. Egal mit welcher Methode, ob Skyflats in der Dämmerung, Weißes Tuch, Tablet mit weißem Bild vor die Linse, mit Biasabzug, oder mit Darkflat – immer das selbe Drama. Woran kann das liegen?

    Mit Sharpcap kenne ich mich nicht aus, ich erstelle meine Flats im APT mit der "CCD Flats AID".

    Ich hatte aber lange auch das Problem mit überkorrigierenden Flats.

    In der "Flats Aid" vom APT muß man eine "Target ADU" angeben (gibt es diese Einstellung in Sharpcap?) und bei mir hat es daran gelegen, dass ich diese viel zu hoch angesetzt hatte.


    Deine ASi533MC ist ja eine 14Bit Kamera, dementsprechend sollte die ADU m.E. bei 8192 liegen. Siehe auch hier.

    Ich habe für meine ASI294MC Pro (auch 14Bit) "8000" eingetragen und seit dem keine Probleme mehr mit der Überkorrektur der Flats - die machen jetzt genau das, was sie sollen.


    CS, Jochen

  • Moin Stathis

    Dafür machen mich die Flats wuschig, daher ist das Bild ohne Flats gestackt und mit Fitsworks geebnet.

    Flats ist eine Sache für sich, echt schwierig, ich mache keine, ist mir zu aufwändig bzw. die Ergebnisse passen nicht. Gute Funktionen die den Hintergund "berücksichtigen" findet man in allen Programmen wieder, ich verwende Pixinsight und dort werden die Gradienten recht gut weggerechnet, Fitswork kann das auch.

  • Mit SharpCap wird bei der Flat Erstellung ein Hystogramm angezeigt, das einem hilft, nicht in die unter oder Übersättigung zu geraten. Ich versuche mich in etwa in der Mitte des Hystogramms zu bewegen. Etwas mehr, oder weniger belichtet, hat die Sache jedoch auch nicht verbessert.

    Gute Funktionen die den Hintergund "berücksichtigen" findet man in allen Programmen wieder

    Na, ja, ich hätte halt schon gerne passende Flats. Einebnen mit Siril und Fitswork fand ich jetzt auch nicht so einfach. Mit meiner Olympus klappen Sky Flats bei Dämmerung sehr gut, oder auch mit weißem fein gewebtem Tuch gegen die Decke. Ich drehe die Kamera nach jedem Einzelbild etwas, damit potenzielle Gradienten sich wegmitteln. Nur, warum funktioniert das mit der Astrokamera nicht?


    Wie auch immer... ich habe gestern bei noch dickerem Mond noch mal nachgelegt und komme nun auf 13 Stunden Gesamtbelichtung:



    Leider ist mir die Ausrichtung von Nacht zu Nacht nicht genau gelungen. Daher habe in DSS als Mosaik gestackt anschließend die Ränder passend weggeschnitten. Links den Rand habe ich großzügiger gelassen, weil man eine Prominenz wie M87 natürlich nicht wegschneiden darf.

  • Nur, warum funktioniert das mit der Astrokamera nicht?

    Zur Not installiere Dir mal APT - wenn Du es ansonsten nicht benutzen willst, evt. nur für die Flats. Die Trial-Version ist nicht limitiert.

    Verbinde die Kamera (gleiche Ausrichtung wie bei den Lightframes, nicht verdreht, gleicher Fokus).

    Kühle die Kamera herunter auf die gleiche Temperatur wie bei den Lightframes und starte die "CCD-Flats-Aid" unter "Tools".

    Da gibst Du folgende Werte ein:


    Target ADU: 8000

    ADU Range (%): 1

    Start Exp. (s): 2

    Min. Exp.(s): 0.00001

    Max Exp (s): 30


    Flats Count: 60


    Binning usw. nach Deiner Kamera-Einstellung.

    Wenn Du dann "Start" klickst, erstellt Dir das einen Imaging-Plan, unter dem Reiter "Camera" führst Du den dann aus.

    Das erstellt Dir 60 wunderschöne Flatframes.


    Dann: Deckel drauf und den gleichen "Imaging-Plan" nochmal ausführen - dann hast Du nochmal 60 passende Darkflatframes.


    Ich möchte fast wetten, die so erstellten Flats funktionieren perfekt - Du brauchst Dich nichtmal ums Histogram zu kümmern.


    CS, Jochen


    PS: so einen Assistenten müsste es doch auch im Sharpcap geben?

  • Danke für eure Hilfestellung. Sie hat mich angespornt, noch mal diverse weitere Versuche anzustellen: Mit weißem Reinraumtuch vor der Linse und gegen die Decke, Tablet Bildschirm im dunklem Raum (funktioniert nur stark gedimmt und mit Belichtungen deutlich länger als die Bildwiederholfrequenz des Tablets, z.B. 0,5 s), Himmelsflats bei bürgerlicher Dämmerung, kurz belichtet, lang belichtet... sowohl mit dem SharpCap Flat Tool als auch Einzelflats per Nina und Masterflat mit Fitswork erzeugt... es kommt immer das gleiche heraus. Übrigens ist es egal, ob man sich in SharpCap bei der Erstellung der Flats an das lineare oder das logarithmische Histogramm hält. Solange die Belichtung einigermaßen im mittleren Bereich ist, kommen gute Flats heraus, die weder unter- noch überbelichtet sind.


    Ich stelle fest: Ich hatte von Anfang an alles richtig gemacht und die Flats haben auch funktioniert.

    Also was war's?: Ich hatte einfach durch den Mond und den Stadtlichtern so starke Gardienten, dass Siril beim Hintergrundabzug mit Polynom 4. Grades im Autostretch Modus nach dem Abzug stärker "autostretcht" und die Ecken scheinbar anhebt. Im linearen Modus sieht man die wahre Ebnungswirkung. Also alles normal und nachvollziehbar, wenn man begriffen hat, was da passiert. Die beste Ebnung hatte ich letztendlich mit Fitswork Hintergrund Ebnen variabel und den Regler für Helle Bereiche Maskieren so stark eingestellt, dass nur der Hintergrund und nicht die Galaxien glattgebügelt werden.


    Oh, ist das alles anstrengend! Ich weiß schon, warum ich all die Jahre nur visuell unterwegs war. Eigentlich müsste ich das gleiche mal ohne Mond und außerhalb der Stadt machen. Da würden wahrscheinlich 2 Sunden statt 13 Stunden reichen und die erreichte Tiefe wäre trotzdem höher? Was meint ihr?

  • Hallo Stathis,


    wow, Galaxienbilder von dir. Zum Walking Pattern Noise kann ich dir leider nur den Tipp geben, das Bildfeld, also deine Montierung, zwischendurch mal etwas zu verschieben. Sozusagen ein manuelles Dithering zu machen. Dadurch verlierst du natürlich etwas vom Bild von den Rändern (und in dem Fall vielleicht M87..) aber das Walking Pattern Noise kann man dadurch schon ziemlich eindämmen, je nachdem wie häufig du das machst. Aber ich denke wenigstens ein bisschen wäre besser als gar nichts und hilft auch in der Bildbearbeitung.


    Ich ebne auch meistens mit Fitswork, mit dem variablen Tool. Ich mache immer zwei Durchgänge. Beim ersten maskiere ich nur die gröbsten Unebenheiten, z.b. eine Aufhellung am Rand, beim zweiten Durchgang maskiere ich meistens bis an die Ränder der Galaxien. Natürlich muss man da etwas ausprobieren, sonst ebnet man die eigentlichen Objekte komplett kaputt. Das brachte mir bisher wesentlich bessere Ergebnisse als ein einziger Durchgang.


    Viele Grüße

    Mira

  • Ein Jahr später mit deutlich aufwändigerem Equipment jedoch unter teils widrigen Bedingungen habe ich mit noch einmal die Markarians Chain vorgenommen:


    7861-markarians-chain-mit-m84-m86-m87-the-eyes


    Der Zentralteil des Bildes hat gut 22 Stunden Gesamtbelichtung mit 2 Kameras erhalten, die Ränder wurden nur von der größeren ASI2600 erfasst. Durch die starken Gradienten hatte ich Probleme, die Bilder so zu kombinieren, dass man die Ränder nicht sieht. Ich musste an den Kanten z.T. mit dem Stempelwerkzeug ran.

    Insgesamt hätte ich mir bei der langen Belichtungszeit etwas mehr Tiefe erwartet. Die Galaxien blieben schlapp. So habe ich eine separate Galaxienebene noch mal oben drüber gelegt, damit sie etwas kräftiger herauskommen.


    Kurioserweise hat nur in dieser Himmelsregion die Montierung mit größerem Fehler nachgeführt (statt der üblichen 0,4-0,5" RMS waren es 0,8-0,9" RMS). Das Verhalten war erstaunlich gut reproduzierbar, auch bei unterschiedlichen Positionen während der Nacht. Vielleicht hat das kleine Guidescope nicht genug Sterne erfasst, oder die vielen Galaxien als Sterne interpretiert? Komische Dinge passieren bei der Astrofotografie :/


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    Aufnahmedaten:

    TMB 130/780 mm mit TS 0,74x Reducer

    Belichtung in 4 Nächten 20.02, 21.02, 01.03, 02.03. 668x2 min = 22h16m

    Gesamtbelichtung: 22h16m, Darks, Himmelsflats während der Dämmerung.

    Montierung: Losmandy G11

    Kameras: 2 Nächte mit ZWO ASI 294MC Pro bei Gain 122 und -10°C, 2 Nächte mit ZWO ASI 2600MC Pro bei Gain 100 und -10°C

    Filter Astronomic UV/IR Cut

    Guiding: PHD2 Sucherguiding mit ZWO Guidescope Mini 30 mm + ASI 120MM Mini

    Bedingungen: Stadthimmel, teilweise Zirren, Laternen, 2 Nächte mondlos, 2 Nächte dicker zunehmender Mond am Himmel. Bortle 8, fst ca. 3,5 mag

    Bearbeitung: Stacking mit Siril, Hintergrundabzug + Hystogrammstrecken mit Siril (Graxpert), weiter einebnen mit Fitswork. Farbe, Hystogramm, Entrauschen in RawTherapee.

    Mit Starnet++ die Sterne entfernt und die Galaxien weiter gestreckt. In Gimp die Ebenen übereinander gelegt. Die Randbereiche des Bildes rauschen stärker, da hier nur die 2 Nächte mit dem größeren Format der ASI 2600 beteiligt sind.

    Die Sterngrenzgröße liegt bei ca. 19 mag

  • Hallo Stathis,


    sehr beeidruckend Dein Foto. Über 22 Stunden Integrationszeit! Da kann man nur den Hut ziehen. Eine faszinierende Tiefe. Ich bin schon froh, eine durchgängige Nacht klaren Himmel zu haben. Im März

    vergangenen Jahres habe ich selbige Objekte fotografiert, stolze 75 Minuten belichtet. Allerdings ist mein FOV etwas kleiner als bei Dir.

    Ich wünsche Dir weiter so tolle Aufnahmen.


    Viele Grüße

    Klaus

  • Hallo Stathis


    Das ist ja tapfer wieder vom Balkon?

    Wenn die Galaxien so schlecht rauskommen 8st vielleicht auch der Hintergrund zu hell, gegenüber dem schwarzem Beschriftungsbalken eindeutig zu hell, da musst du wohl mit den Gradations Kurven etwas tricksen, mag ja echt sein der helle Himmel, aber wer will das sehen😉. Dann hast du auch mehr Helligkeitsraum für die Strukturen der Galaxien.

    Was dann noch nicht geht vielleicht mit Farbkontrast, es sind ja schon die Sterne farbschwach, denk mal an Albireio, soweit kann man die Sternfarben ruhig treiben.

    Das hat mal mit unserer visueller Farbblindheit im Deepsky Bereich nichts zu tun.

    Und unter den Bedingungen kann man leider wenn das Bild endlich schön ist nicht mehr erwarten noch Sternhelligkeiten bestimmen zu können, es ist dann HDR gepuscht, man kann froh sein wenn die Farbtöne noch stimmen, deren Intensität wird keine Aussage mehr haben.


    Gruß Frank

  • Hallo Klaus,


    die 22 Stunden klingen nach viel, aber so wild ist das bei mir gar nicht. Ich lasse die Montierung aufgebaut und mit solidem Sack vor den Elementen geschützt stehen, so passt die Einnordung immer sehr gut. Die Optik nehme ich immer ab, lasse aber meist die Kamera + Giuder am Tubus, so muss ich oft noch nicht mal neue Flats machen und die Kamera bleibt immer astronomisch richtig Ra/Dec. ausgerichtet. Tubus aufschnallen, scharfstellen, Objekt einstellen (meist mit Nina Plate solve, da ich bei dem grauslichen Himmel kaum Sterne sehe), PHD2 Guiding anwerfen, alles prüfen und pennen gehen. Am nächsten Morgen sind dann wieder weitere 3-7 Stunden Belichtung im Kasten, je nach Jahreszeit und Deklination. Von meinem Balkon aus geht der Deklinationsbereich von ca. -5° bis hoch auf max. ca. +30°, mit Einschränkungen auch etwas darüber hinaus. Tiefer geht nicht wegen den Häuser gegenüber, höher geht nicht wegen der Balkone oben drüber.


    Die Montierung ist die alte Version der Losmandy G11 mit Stahlschnecken. Die kann gar nichts außer Nachführen - kein GOTO, kein Meridianflip. Selbst beim Nachführen incl. PHD2 Guiding hat sie rumgezickt mit Ausschlägen von +/- 3" und entsprechenden Eiersternen. Da habe ich sie in alter Spiegleschleifmanier mit 3 my Microgrit in Wasser Emulsion eingeschliffen (Nachahmung auf eigene Gefahr!). jetzt läuft sie viel ruhiger, fast immer runde Sterne, max. 5% Ausschuss und das auch nur bei Wind, oder wenn ich selbst auf dem Balkon rumturne.


    Was mir dabei gar nicht in das Konzept passt, ist die Temperaturdrift dieses 3- linsigen Luftspalt Refraktors. Ich kann ihn gerade jetzt im Spätwinter/Frühling noch so früh zum auslüften stellen, die ersten 2-4 Stunden in der Nacht fällt die Temperatur weiter und der Fokus läuft mir davon. Da ist nix mit pennen gehen. Ok, der TMB ist ein edles Teil, Strehl knapp gegen die 1 Wand, hochpräziser Feather-Touch OAZ, rundherum sehr gut verarbeitet. Trotzdem ist der weitaus günstigere 8" f/6 Newton (Quarzspiegel in Stahltubus) viel fokusstabiler, nach meinen Modifikationen (Tuning von Spiegelzelle, Spinne, OAZ) passt der Fokus sogar in der nächsten Nacht noch fast perfekt. Außerdem schaffe ich unter meinen Bedingungen mit dem Newton 0,7 mag mehr Grenzgröße.


    Mein größtes Problem: Es braucht KLAREN HIMMEL!!! Damit sage ich euch sicher nichts Neues.


    Hallo Frank,

    glaubst du, ich habe nicht schon wild die Gradationskurven rauf und runter gespielt? Den Hintergrund habe ich auf ca. 10% gesetzt, so wie es glaube ich auch allgemein üblich ist. Dunkle ich ihn weiter ab, wird es unnatürlich und mir saufen mit die schwachen Details ab. Auch den Farbekontrast habe ich schon deutlich erhöht. Trotzdem bleibt bei The Eyes das blau in der Scheibe nur zart. Vielleicht liegt es am farbreinen = farblosen Refraktor? :D

    Jetzt habe ich extra mit dem für mich sperrigen Siril statt mit dem gewohnten Deep Sky Stacker gestackt, da es hier heißt, der DSS sei nicht gut. Mehr als das kriege ich nicht hin.


    Gerne kann ich die .fit oder .tif Rohstacks hochladen, falls sich jemand versuchen möchte.


    Frank, was du mit deinem letzten Satz sagen möchtest, kann ich mal wieder - wie so oft bei dir - nicht nachvollziehen.

  • Hallo Stathis


    der letzte Satz zuerst, man verdreht alle Knöpfe bis es schon ist , da lässt sich dann nicht mehr wissenschaftlich dran arbeiten


    Mit DSS und Flatkorrektur hatte ich auch so meine Probleme.

    im Moment am kämpfen mit PI, muss wohl sein weil die sonst verwendeten Programme die Sterne nicht mehr in Deckung brachten ;(

    und was soll ich sagen , nach der ersten Streckung, Sterne ausgebrannt, man sieht im Histogram nicht wo die Kurve zu Ende ist, rote Farbsäume die im FW gestrecktem Bild nicht sind, fehlende Sternfarben, für die Tonne. Wir wissen beide das es wohl Fehler 40 ist, Andere bekommen es mit PI hin.

    Will sagen, neues Programm ungewohnte Arbeitsweise, unbefriedigende Ergebnisse.


    wäre schön wenn jemand der da an den Rohbildern rummacht auch erklärt was


    Gruß Frank

  • Jetzt habe ich extra mit dem für mich sperrigen Siril statt mit dem gewohnten Deep Sky Stacker gestackt, da es hier heißt, der DSS sei nicht gut. Mehr als das kriege ich nicht hin.


    Gerne kann ich die .fit oder .tif Rohstacks hochladen, falls sich jemand versuchen möchte.

    Hallo Stathis


    Jetzt ist bei mir der Punkt Max. Länger Weile erreicht und ich würde mich gern mal an deinen Rohstack versuchen, das jpg war schon ganz vielversprechend.

    Bekommst dann auch jeden Schritt bebildert dokumentiert, kannst es so nachvollziehen, milder oder härter


    Gruß Frank

  • Die wenige Farbe liegt vielleicht an meiner Art zu strecken?

    Ich habe in Siril erst den Hintergrundabzug gemacht, dann richtig herum gedreht, dann photometrische Farbkalibrierung, dann Farbsättigung um 0,3 hoch, dann 2x mit Asinh, dann Histogramm Streckung bis die Galaxienkerne noch nicht in Sättigung gehen und der Hintergrund bei ca. 10% ist. Mehr Farbe kriege ich nicht. Dann weiter einebnen in Fitswork und aufhübschen in Raw Therapee. Wenn ich hier die Farbsättigung erhöhe, werden die Sterne zwar bunter, aber der Hintergrund kriegt heftiges Farbrauschen.


    Wer es selbst entwickeln will, hier die Rohstacks aus Siril (428MB):

    https://www.stathis-firstlight.de/temp/Markarian_ASI294_202x2min.zip


    1. Nacht mit leichten Zirren: Markarian_ASI294_202x2min.fit
    2. Nacht klar: Markarian_ASI294_136x2min.fit
    3+4. Nacht zusammen mit geliehener ASI2600 bei dickem Mond: Markarian_ASI2600_330x2min.fit

    Die Flats korrigieren nicht 100%-ig. Durch Mond und Stadtlicht bleiben Artefakte übrig.
    Vor allem die ersten beiden Stacks haben rote Ränder, da der kleine UV/IR Cut Filter, den ich hatte, vignettiert hat. Für die ASI2600 habe ich dann einen 2" Filter UV/IR Cut Filter verwenden können. Man sagte mir das wäre gar nicht nötig gewesen, da das Schutzglas der ASI2600 als UV/IR Sperrfilter ausgelegt ist.

  • Hallo Stathis


    ich hab mal eines der Stackbilder heute Nacht geöffnet, ich wusste ja nicht das Flatabzug funktioniert nicht so schlimm aus sieht.

    Mir fällt dazu auch nur eine Erklärung ein, meist versuchen die Programme die Flats automatisch anzupassen, da haut aber der Gradient dazwischen, das Flat soll nur die Vignette entfernen und den Staub, wenn es keinen Staub gäbe könnte man sich das Flat fast malen. Den Gradienten sollte das Flat nicht entfernen, das muss extra, mit Graxpert zB.

    das Flat anpassen sollte gar nicht nötig sein, wenn beim Flat in keiner Farbe das Histogramm beschnitten ist wird es funktionieren, es ist völlig egal ob durch hohe oder niedriege Werte dividiert wird, so wie es egal ist ob das Bild von 0-1 oder von 0-55000 skaliert wird, Fließkomma macht es möglich.


    versuche doch mal den Flatabzug in Fitswork , dort kann man die automatische Anpassung abschalten, musst ja als Test nur eine Handvoll Bilder durchlaufen lassen


    Gruß Frank

  • Hallo


    Ist mir leider nur einmal gelungen den Hintergrund zu bändigen, als 8ch es zum mitschreiben nochmal gemacht habe ging es nicht mehr😢

    Habe es auch weder mit DSLR noch mit RGB erlebt das die Sterne nicht bonbon bunt werden. Es ist wie erschossen, Pflock durchs Herz, gevierteilt und den Kopf auf anderem Kontinent vergraben. Hab im Moment keinen Plan was beim bearbeiten verkehrt lief.


    Gruß Frank

  • Hallo


    irgendwie ist es dann doch wieder gelungen, hatte mal ein geistiges Hängerchen ^^

    als erstes hatte ich in FW die 294er Bilder addiert, dazu dann das 2600er

    in Fw Schwarzpunkt im Hintergrund gesetzt

    dann in Graxpert die Gradienten entfernt, da muss man bisschen probieren

    in Fitswork dann das Histogramm auf 0 und 1 begrenzt und 1x max gestreckt.

    nach Graxpert

    dann eben in Fitswork gestreckt, je nachdem ob man den Haken bei Y reinmacht wird die Farbe mit angehoben oder auch nicht.

    Stathis Balkonastronomie

    hier habe ich erst mal den zweiten Punkt überhoch gezogen, dann kann man mit dem erstem Punkt den Hintergrund und dessen Farben mit der Kurve soweit absenken wie es geht ohne die schwachen GLX Außenbereiche anzuknabbern, der zweite Punkt kommt dann schön wieder auf Linie zurück , man überträgt das und der lange Hintergrundschwanz wird sehr viel kürzer und belegt weniger Helligkeitsstufen

    Stathis Balkonastronomie

    die drei Farbkurven decken sich nicht so richtig, die zu schmalen Kurven habe ich Gamma etwas erhöht, wo es hin geht sieht man erst nach dem aufs Bild übertragen, dann muss links wieder etwas rangeschoben werden,

    sieht am Ende dann so aus

    Stathis Balkonastronomie

    in Pixinside würde LinearFit ähnlich wirken

    nach der vielen Streckerei ist der Hintergrund wieder lustig bunt, aber deutlich dunkler als die Galaxien,

    variabel Ebnen in FW funktioniert jetzt gut,

    den Hintergrund in den Kurven noch abdunkeln ist auch wieder dran.

    am Ende dann erst mal sowas

    Stahtis Makarian


    sollte man wohl mal nach Sternfarben kalibrieren, das zu den gelben keine schön blauen Sterne vorhanden sind ärgert mich ein wenig, hab noch nie so störrische Sternfarben gehabt.

    aber darauf kann man aufbauen und ich denke die meisten Aktionen bekommt man in so ziemlich jedem Programm so hin.

    wichtig war mir erst mal im Hintergrund weniger Unruhe zu haben ohne die schwachen Galaxien zu verlieren und bisschen Farbe zu finden


    vom Balkon aus München Galaxien ist schon gaga, dann auch noch große Felder hat man viel Freude an buntem Himmel <X

    vollen Respekt denen die da noch was zustande bringen


    Gruß Frank

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