Im Zeichen des H-Beta: eine Beobachtungsnacht vom 14en auf den 15en August (2021)

  • Hallo zusammen,


    Die Götter waren mir wieder gnädig und alles hat sich zusammengefügt um einen Ausflug zwecks Deep Sky Beobachtung zu wagen: Schöner Himmel und Vorhersage für die Nacht, ein flach stehender und früh genug verschwindender Fast-Halbmond, Wochenende Sa(14.8.)->So(15.8.), keine familiären Verpflichtungen.


    Also tagsüber am Samstag alles ins Auto geschleppt, ein vorab Nickerchen und abends spät, so 21:30 hatte ich alles beisammen um los zu ziehen, nach einem 30-Grad warmen Tag. Die Fahrt zum Beobachtungseld im Odenwald dauerte etwas über eine Stunde, die letzten Kilometer mit einigen Großtraktoren gesprenkelt - oha!


    August ist immer gefährlich für den Feldastronomen... Und tatsächlich, angekommen auf "meinem" Feld(-rand) war einige Aktivität (Feldmaschinenlärm) zu hören - hoffentlich kommen sie nicht zu mir. Es ist zwar 22:30, aber ich hab schon Einiges erlebt. Aber da bin ich nun und das Auto wird ausgepackt und das Teleskop auf dem Feldweg aufgebaut. Wie immer: Newton 8" f/5 auf der HEQ5. Um 23:00 war ich beobachtungsfertig und der Mond winkte schon zum Abschied über den Hügelkamm - "Tschüß, Danke und Guten Schlaf, Mond"!


    Es war sehr angenehm, leichter Wind mit 17 Grad, die Milchstraße reich und strukturiert, selbst mit Rest-Mondlicht, das versprach gut zu werden. Ich schlenkerte noch ein wenig rum, die gute Luft, die Optik, der Himmel ... und prompt flog eine helle grünliche Sternschnuppe mit schöner kurzlebiger Spur. Klasse! Stand ich doch vom 12.8. auf 13en auf dem Balkon rum und hab keine Einzige gesehen. Und wieder eine helle! Hey !!!


    Also eine tolle Einstimmung. Dann ging ich, da ja noch nicht völlig dunkeladaptiert, auf die beiden Planeten Saturn, Jupiter los. Mit dem 8-Zöller hab ich nicht oft Möglichkeiten dazu. Jaaaa, diesmal könnte es was werden, "normales" Seeing mit verwaschenem Bild, nicht besser als vom Balkon mit dem 4" Refraktor, aber für ganz kurze Moment zeigte mir der Skywatcher was er eigentlich kann, wenn man ihn lässt. Aber - später vielleicht.


    Als nächstes brannte ich darauf meine Neuerwerbung zu testen, einen H-beta Filter. Den will ich schon viele Jahre holen und habe immer auf den Gebrauchtmarkt geschielt. Vergebens - nur ein mal wurde einer angeboten, aber dann war der sofort weg. Und nun liest man über saftige Preiserhöhungswellen und drohender Euro Inflation und da wird die Neukaufschwelle ganz niedrig. Lumicon ist schon (wieder) im Mondorbit mit seinen Preisen, also Astronomik - die sind immer noch und das nach vielen Jahren, beim gewohnten Preis von 200 Euro. Angeblich bei 8" noch nicht sooo sinnvoll, aber mit UHC kriege ich den California Nebel und den Pferdekopf einfach nicht hin. Und im Zweifelsfall kann ich den Filter immer los werden, siehe oben.


    Perseus steht noch viel zu tief um 23:00, aber da sind ja jede Menge Nebel am Sommerhimmel. Namentlich im Schützen. Keine ausgesprochene H-beta Nebel, aber wo rot ist (H-alpha) auf den Fotos, ist Wasserstoff und wo Wasserstoff ist, da wird wohl auch blau (H-beta) sein? Ein sehr schönes Blau hat der Filter übrigens so am Tage besehen, das nebenher :-)!


    Gut, also mal die Lagune aufgesucht (M8) und erst mal wie gewohnt, OIII. Alles an seinem Platz. Und jetzt den H-beta: Wau - mehr als erwartet. Durchaus helle Nebelpartien, aber M8 sieht deutlich anders aus, ein besonders heller Teil ist viel prominenter als mit OIII. Na das lohnt ja richtig :-)!


    So ermutigt, dann zum nächsten Nebel Highlight, dem Schwan (M17). Auch hier, durchaus hell im h-Beta und klar anders, weniger "Schwan" und schon gar kein "Omega".


    Test bestanden, Filter wird behalten :-).


    Jetzt konnte ich an mein kleines "Arbeitspensum" im Schützen ran. An den Adler Nebel und die Säulen der Schöpfung. Oft aus dem stand aus versucht, aber nie gesehen. Wie Norman mir jüngst aber geraten hat, dieses mal mit Bildern zum Vergleich. Ich habe mir die Augen verrenkt, Okulare gewechselt, OIII immer drin, aber ...schwierig, sehr schwierig im 8-Zöller. Im Bild/Foto stark kontrastiert, dunkel aber real, hmm indirekt etwas blasser das "V" aber nur indirekt und mit einem kleinen "viellecht" und "ist es überhaupt ein V?". Am Besten noch mit dem 12mm Nagler - 2,4mm AP - V=83x (vor 8mm Delos und 27mm Panoptik). Ich muss noch dazu schreiben, daß ich im Laufe der Nacht den Verdacht eingefangen habe, daß die Transparenz eher A- war als AAA, um im Börsen Jargon zu sprechen.


    Ja und dann hab ich mir aus einem der Beobachtungsberichte den OS NGC6645 notiert. Der ist wenige Grade östlich vom Schwanennebel zu finden. Ja, der ist prima. Fällt im Übersichtsokular gut auf und im 12er sieht der Puderzucker Haufen sehr schön aus, auch das Umfeld. Ich weiß nicht ob meine Augen mir einen Streich spielten, aber beim "Danebensehen" wurde mir ein rundes schwarzes Loch mitten im Haufen suggeriert, umringt von einem Sternenkreis. Ganz subtil jetzt, beim Direkten Sehen ist es ein ganz normaler feiner OS. Ich müsste jetzt den Diskussions Thread finden, was da so geschrieben wurde. Welcher Beitrag war das nur...?


    OK, der Rest der Nacht war halt normales Beobachten aus dem Handgelenk, also Standards wie M2, M15 usw. Den Teil des sich jetzt bietenden Himmels hatte ich ja schon mindestens ein Jahr nicht beobachtet und damals auch sicher das Eine oder Andere ausgelassen. Wie auch jetzt wieder. Die Nächte sind einfach zu kurz. Den Schwan, Kepheus hab ich wieder völlig außen vor gelassen, schade.

    Dafür aber so Früh Herbstler wie M31, M33, M78. sehr schön, aber die kamen auch schon mal besser rüber, kein AAA. Vielleicht A+.


    Und dann, war endlich, so gegen 2:00, der Perseus hoch genug für meine Ungeduld. Der König des h-Beta, der sich soo mit anderen Filtern ziert, California Nebel. Natürlich habe ich gelesen, daß er, typisch h-Beta Objekt, nix mit Filter-Knallern wie Zirrus, M42 etc. zu tun hat. Klar soweit. Also mal Xi PER im Sucher eingestellt, das 27mm Panoptik mit h-Beta "Extension" und .... TADAAAA,... äh , ne: tadaa?...hmmm....ta.? Himmel auch - wo isser? Gut, durchatmen. Ist es überhaupt Xi, Ja ist es. Wie groß wie weit weg, Karte, OK. Jetzt die Richtungen im Okular feststellen mit den Richtungstasten der Montierung, R.A., ach so. Deklination rauf/runter, aha. Oben-Unten ist links-rechts im Okular. Aber wo oben(Nord), wo unten(Süd) ? Kurz selbst das Teleskop mit der Hand rauf gedrückt. OK, alo "Nördlich" ist rechts im Okular, aber hmm, jaaa....nein... nicht klar. Mehr AP muss her.

    Also Pano 27mm (5,4 AP) raus und den Filter auf mein Overkill Okular, TSWA 37mm gesetzt (7,4mm AP 2,7 Grad Feld). Jaaaaaa, jetzt sehe ich es, klar und jetzt auch nicht mehr zu diskutieren. Okularfüllend. Schon seeehr hauchzart, aber eindeutige Aufhellung und mit "Form", wenn auch nicht scharfkantig, wo ist jetzt san Franzisco, wo Los Angeles, also welches der Ränder die Pazifik Küste?. Na vielleicht ist die Transparenz mittlerweile auch etwas perdü.


    Leute, ehrlich - nur dafür wären mir die 200 Euro eindeutig zu viel gewesen. Aber die Ergebnisse an den anderen Nebeln waren ermutigend. Übrigens verschwand M57 mit dem h-Beta vollständig - nix mehr da! Auch lustig ;-).


    Ja gut also, das wollte ich mal näher beschreiben in diesem Bericht: H-Beta Inauguration mit 8 Zoll.


    Mittlerweile drohte eine dunkle (dunkle!) Wolke am aufgehellten Südost Horizont. Jetzt vielleicht 8 Grad hoch. Da habe ich mich wieder der Großplaneten entsonnen. Sowieso Zeit abzuschließen, irgendwie war ich erstaunlich müde schon um 2:30, eigentlich merke ich das nicht, die Kälte übertüncht immer die Müdigkeit. Und wau! Dieses mal durfte der 8er Newton mal zeigen was die offenbar wirklich gute Optik drauf hat. War das ein schöner Saturn und Jupiter. Besonders Jupiter! Immer zwar nur Sekundenbruchteile mit vollster Auflösung, aber die hatten es in sich. Fast fotorealistisch und doch so anders. Visuell hat man so ein ganz anderes Kontrast- und Farbspiel als auf gestackten Fotos im Computer. Einfach genial. Die Vergrößerungen 220x und 280x gefielen mir am Besten. Die Details dann teils fadendünn, aber kontraststark und der Jupiter fein ziseliert/marmoriert. Und man hat einen guten Fokussierpunkt für das Auge (mein Auge hat sich damit wohler gefühlt). Interessanterweise sind das die gleichen Okulare (9mm und 7mm) mit denen ich Jupiter am TAL100 am liebsten beobachte. Nur am Newton eben mit 2x Barlow.


    Tja, dann war ich auch an den innernen Reserven dran, die dafür erhalten mussten noch fast 1/2 Stunde alles abbauen und verstauen, noch etwas Himmel genießen und noch im völlig dunkeln ab nach Hause zu fahren. Die Fahrt war dieses mal spürbar anstrengend. Selten zu vor bin ich mit so einer Wonne ins Bett gefallen :-).


    Eine sehr schöne Nacht und das war auch mal wieder nötig. Hoffentlich wird der Rest des Jahres nicht so mager wie 2020, da schenkte mir nur noch der September eine schöne Beobachtungsnacht.


    Ich hoffe, der Bericht hat Euch auch Spaß gemacht, vielleicht auch etwas informativ geesen. Ich freue mich schon auf den Austausch :-).


    CS,

    Walter

  • Hallo Walter,


    interessanter Bericht und nachdem meine Beobachtungsdurststrecke munter weiter geht ,danke fürs mitnehmen.

    Der California Nebel ist halt verdammt groß. Da sind die "großen" Optiken vom Nachteil. Das ist einer der Gründe warum ich einen kleinen 4.5" Newton als Sucher an meinem 16"er habe. Da sind so große Objekte viel leichter und auch schöner zu sehen, da man den Kontrast zum Hintergrund hat.


    Beim Pferdekopf (mit H-Beta Filter) wirst du dich dann Fragen warum du den noch nie geshen hast. Soweit ich mich erinnere ist der in meinem 16"er mit H-Beta sofort zu sehen. Und wenn man weiss wo er ist sieht man ihn auch ohne Filter.


    schöne Grüße,

    Bernhard

  • Hallo Walter,


    willkommen im Club...! Hört sich doch schon ganz gut an.


    Mir ist der H-Beta ja der liebste Filter (wenn ich auch nicht so weit gehen würde, dazu zu raten, dass man den als erstes anschafft). Wenn man mehr auf so Nebelzeugs steht und sich auch ohne unnötigen Respekt an den Sharpless-Katalog ranmacht, erweitert er die Palette ganz schön - für alle Öffnungen bis runter zu freiäugig für Barnard's Loop.


    Ich mach im Winter immer zu Beginn des Abends "Warmsehen am Pferdekopfnebel" - klingt vielleicht etwas dekadent, aber der braucht außer dem Filter tatsächlich nur mittelgute Bedingungen und so ab 100 mm Öffnung...


    Der Orionnebel ist auch höchst spannend, ein noch offenes Projekt ist mal eine Bicolorzeichnung mit OIII und H-beta...


    Viel Spaß damit! - Hast Du schon einen Filterschieber? Ist hiermit wärmstens empfohlen.


    Holger

  • Hallo Bernhard,


    vielen Dank, ja da bin ich mal gepannt mit dem Pferdekopf. Gesehen habe ich ihn ja, in Südafrika, mit 20 und 16 Zoll. 2019.

    Dennoch habe ich mir danach mit meinen 8" und im Odenwald die Zähne ausgebissen. Nicht mal den IC 434(?) hab ich ausdröseln können.



    Hallo Holger,


    auch Dir vielen Dank - Ja Nebel sind mit 8" ziemlich toll. Galaxien schreien meist nach mehr Öffnung, aber bei Nebeln gibt es sehr viel Variation und Vielfalt. Die Sharpless Objekte hab ich bisher weitgehend umgangen. Den Respekt werd ich mal ablegen, gerade im Winter gibt es ja einige. So: Barnards Loop wäre ja auch so ein "First". Mit dem h-Beta sagst Du also - merk ich mir!


    Und Filterschieber - nein, gibt es einen geeigneten für einen 8" Sky Watcher Tubus? Ich nahm bisher an, der wird kräftig in den Strahlengang rein bauen und allerhand Zacken verursachen. Den OAZ seh ich beim HS Justieren auch gelegentlich kräftig rein ragen. Im Fokus muss ich mir das mal ansehen. Ansonsten wird es jetzt langsam "kriminell" beim Switchen von 3 Okularen und jetzt 3 Filtern. Da muss was her, da hast Du Recht, diese Schrauberei ist Bockmist und auch riskant für die Filter, Irgendwann geht was schief. Wenn Du einen Tip hast für einen Schieber für 8" ... :-)!


    Schöne Grüße,

    Walter

  • Hallo Walter,


    Filterschieber muss unbeding her wenn du ihn irgendwie unterbringst. Der Gewinn ist enorm da du einfach von einem zum anderen Filter bzw. Okular wechseln kannst. Ansonsten in die 2" Reduzierung schrauben dann kann man zumindest die 1,25" Okulare schnell wechseln. Aber das wirst du sicher schon so machen.

    Ich habe mir einen gegönnt, und seit dem nutze ich die Filter viel öfter und an viel mehr Objekten.


    Geht sich viellecht ein Filterrad bei dir aus? Das kann allerdings problematisch bzgl. Fokusierung werden, bei visuell ausgelegten Teleskopen.


    schöne Grüße,

    Bernhard

  • Volltuben haben leider auch meist eine Strebe der Fangspiegelspine direkt über dem OAZ liegen. Schon das macht den Einbau eines Filterschiebers oft schwierig.

    Ansonsten pflichte ich bei: Ein Filterschieber wertet ein DS Tekeskop deutlich auf und einen h-beta empfinde ich als nützlicher als ein UHC; OIII allerdings immer noch als 1.Linienfilter.


    Gruß Horst

    Taurus T400 pro , Skywatcher ST120/600, Lunt LS50THa, diverse Ferngläser von 5x25 bis 20x80

  • Hallo Walter,


    Bei meinem 12"-Dobson von der Stange hätte man außerhalb des Huts einen Filterschieber und einen flachbauenden OAZ unterbringen können... Vielleicht ist das eine Möglichkeit. Zu irgendwas muss die üblicherweise sehr großzügige "photovisuelle" Fokuslage ja gut sein.


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Walter,


    herzlich willkommen bei den H-Beta Nutzern. :)

    Der entsprechende Lumicon (aus der alten Serie) hat auch einen festen Platz in meinem Filterrad im 16"er. Die Wirkung des H-Beta hängt nur von der verwendeten Austrittspupille ab, nicht von der Öffnung des Teleskops. Lumicon empfiehlt ihn bei APs von 2-5mm.

    Meinen besten Californianebel sehe ich im 80mm Refraktor, im 16"er ist er so gigantisch, dass ich nicht mal 1/3 des Nebels ins sGF meines Übersichtsokulars bekomme. Die Nebel der Sardr-Region sind auch interessant. Der Filter verlangt aber einen an sich schon recht dunklen Himmel. Bei mir im Garten habe ich dank neuer energiesparender Straßenlaternen nur noch m5.0. Damit sehe ich auch mit Filter höchstens noch die hellen PNs und M42. Aber letztes Wochenende in Lohmen hatte ich richtig Spaß damit.

    Teilweise nutze ich den H-Beta häufiger als den UHC.


    Was für einen Newton mit welchem OAZ hast Du denn? Vielleicht kann man einen flacheren OAZ mit Filterrad oder -schieber kombinieren?


    Bis dann:

    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 60/360 Apo, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • N'schönen abend noch mal allerseits und vielen Dank für euere Tips.


    Ja , Innerhalb des Tubus, das ist wegen der einen Strebe unmöglich. Filterrad kann ich mir gar nicht so vorstellen, ist das innerhalb oder außerhalb des Tubus?

    Vielleicht kombiniert mit einem flach bauenden OAZ? Aber eigentlich sollte das sogar mit dem originalen OAZ gehen, denn ich muss ja immer diese typische Sky Watcher Verlängerungshülse von etwa 4cm Länge nutzen. Hmm .... da müsste doch was zu machen sein. Allerdings brauche ich gegenwärtig die volle Länge des Auszugsrohrs. Mit dem Delos Okular muss ich ganz schön weit nach außen kurbeln, und auch mit der Barlow. Ach verflixt aber auch - dann halt doch einen neuen 16er :face_savoring_food: ...


    Ach so, ichhabe den Sky Watcher 200P Newton. 200/1000


    CS,

    Walter

  • Moin Walter,


    klasse Bericht. Mit H-Beta geht echt vieles und einige Nebel zeigen in der Tat ein völlig anders Bild als mit UHC oder OIII. IC 410 im Sternbild Auriga ist auch ein schönes Versuchsobjekt.


    Deine Beobachtungsergebnisse zu NGC 1499 finde ich interessant und sie bestätigen meine Erfahrungen. Und deshalb sollte jeder ambitionierte Visuelle ein gutes 40 mm-Okular (oder 37 mm) in seinem Koffer versteckt halten 8) ... nämlich genau dafür, den Kaliforniennebel mit maximal AP, auch gern größer als 7 mm, zu beobachten.


    Und NGC 6645, na klar, da gibt es einen Sternkranz innerhalb zu bewundern, den Du mit 8" indirekt wahrnehmen konntest. Die Beschreibungen dazu verstecken sich in meinem Thread über den Beobachtungsplatz am Feldrand.


    Ich drücke Dir die Daumen, dass noch viele solcher Nächte dieses Jahr folgen. Ich habe ein gutes Gefühl. Letztes Jahr ging nämlich bei mir auch nicht mehr vial ab Oktober. Das muss dieses Jahr besser werden.


    Beste Grüße


    Rene

  • Moin Rene,


    Ich habe den Thread gefunden - Matthias und Du erwähnt diesen Kreis. Ja - genau von da her hab ich auf dem Tri Atlas Kartenblatt einen Erinnerungs Marker auf NGC 6645 gesetzt. Das mit dem Ring aber völlig vergessen. war also nicht Selbsteibildung, sondern "echt" :-). Vielen Dank für den Hinweis, sonst hätte ich an mir gezweifelt, ob ich nicht einer Fata Morgana aufgesessen bin.


    Danke auch für den Tip zu IC 410. Eine Liste zu H-Beta zu finden ist nicht ganz leicht. Man stolpert immer wieder nur üer die großen Drei: Kalifornien N., IC 434 (Pferdekopf N) und M43. Ich muss mir mal selber eine Liste machen aus Eueren Tips und sonstige Einzelbeobachtungen über die ich stolpere. Oder ist da was Spezielles in Euerem BaFK Projekt, was ich übersehen habe?


    CS,

    Walter

  • Hallo Walter,


    schau mal hier - da hätte man gut noch einen Filterschieber dazwischengebracht mit der originalen Fokuslage. Das müsste bei Dir so ähnlich ausfallen.


    12zolloaz.jpg


    Ein H-Beta-Katalog wäre mal was Feines, ja. Ich hab mir auch nie die Mühe gemacht, einen zusammenzustellen... Starte doch mal ein Thema dafür.


    Viele Grüße


    Holger

  • Hallo Walter,

    vielen Dank für die tolle Abendlektüre!


    Sehr unterhaltsam geschrieben und schön, mal wieder einen BB von Dir zu lesen :)


    Schöne Beobachtungsidee, mal diverses mit HBeta abzuklappern. Genau sowas hatte ich auch mal im Kopf, fiel wetterbedingt bisher aus.


    Schöne Grüße und CS

    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Hi Holger,


    hmm - das wäre ein Gedanke, warum privat im stillen Kämmerlein, im Zeitalter von Internet und der Schwarm Intelligenz Ich überleg mir mal einen Einstieg/Erstpost Text. :-).


    Und mit dem Filterwechsel OAZ muss ich mir mal was übelegen. Wenn der 8-Zöller mein "Letztes Gerät" bleibt (ist er schon seit 9 Jahren) muss eine Lösung dafür her, die auch noch mal was zusätzlich kosten darf (neuer OAZ, nebst Filter Dreher/Schieber). ...


    CS,

    Walter

  • Hallo Walter,


    Ich hatte da noch was dunkel in Erinnerung:



    Gruß


    Holger

  • Oh, hallo Norman,


    vielen Dank auch für Deinen netten Kommentar :-). Im Prinzip bin ich Deiner jüngsten Ermutigung gefolgt, auch über selbst-vermeintlich unspektakuläre Beobachtungsabende zu posten. Übrigens hat es in dieser Nacht, so Richtung Süden/Südosten gewettert. Also absolut keine Wolken(ober)schichten selbst am Horizont, aber regelmäßig ein leichtes Aufflackern. Das muss so ab Stuttgart südostwärts gewesen sein, wo es zur Sache ging !? Gar Augsburg-München ??? Zeit: 23:00-2:00. Die Sarah hat ja sogar ein Foto eines solchen Wolkengebirges, die war wohl näher dran.


    CS,

    Walter

  • ... Ich muss mir mal selber eine Liste machen aus Eueren Tips und sonstige Einzelbeobachtungen über die ich stolpere. Oder ist da was Spezielles in Euerem BaFK Projekt, was ich übersehen habe?

    Hallo Walter,

    wir haben keine spezielle Liste für H-Beta.

    Hier lohnt sich bei vielen Nebeln in der Tat einfach ausprobieren.


    Da fällt mir spontan noch der Lobster Claw Nebula Sh 2-157 im Sternbild Cepheus noch ein, der soll sich komplett unterschiedlich mit verschiedenen Filtern zeigen. Bei mir war mit 12,5" H-Beta da nicht sehr wirksam. Aber ich bin auch nicht der ausgewiesene Nebelbeobachtungsexperte. Einen Versuch mit Deinen 8" wäre es also wert.


    ...und ich hätte auch gern einen Filterschieber, bei meinem Ninja aber aussichtslos :rolleyes:


    Beste Grüße


    Rene

  • Hallo Holger,


    das ist interessant mit der Konstruktion, könnte ein Projekt werden. Mein Neffe hätte einen Drucker..


    Rene, Lobster Claw, kenn ich noch gar nicht - muss ich mal gleich markieren und später probieren - hoffentlich im September ....


    CS,

    Walter

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