über 4 Minuten langes Meteorecho der Perseiden mit BRAMS erwischt

  • Hallo,

    heute einmal nur eine Info ohne Bild:

    Mit meiner MOXON habe ich ein Meteorecho von BRAMS erwischt, dass im intensiven Teil 3 min 16 s lang ist und insgesamt mit "Schwanz" sogar 4 min 4 s. Die Breite liegt bei 10 Hz mit zusätzlichen kleinen Ausläufern um einige weitere Hz.

    Wann? Am 12.08.2021 um 16:42:06 UT bis 16:46:02 UT.


    Fazit: Meteorjagd macht Spaß.

  • Wie funktioniert denn so ein Echolot? Bei 4 Minuten müsstest du den Meteor ja rund 10000 km weit verfolgt haben, also wohl ein Streifschuss.

    Hanseatischen Gruß von

    Helmut aus Hamburg

  • Moin Helmut,


    der eiegtnlich Meteoroid (oder besser Meteoritm weil ja schon in der Erdatmosphäre) reflektiert Radarstrahlen gar nicht (evtl. ein Eisenmeteorit ein wenig). Es ist vielmehr die ionisierte Luft um ihn herum, die ähnlich wie die Koma bei einem Kometen, das Staubteilchen umgibt. Diese "Koma" erzeugt ein so geanntes Kopfecho. Das dauert tatsächlich weniger als 1 Sekunde und verändert die Frequenz des Senders aufgrund des Dopplereffekts bei schrägen Einfall kontinuierlich.


    Der zweite und hier relevante Effekt ist, dass die Luft entlang der Flugbahn ionisiert wurde und eine zeitlang ionisiert bleibt. Je größer der Brocken, des länger bleibt die Ionisationsspur erhalten bzw. dicht genug für Reflexionen und Streuungen. Rekombinationen einerseits, Diffusion nach außen andererseitsu nd Winde dritterseits sorgen dann allmählich für eine Auflösung. Einige Sekunden ist schon ganz ordentlich, eine Minute sehr selten.


    Auf meiner Website sind zwei Beispiele.

  • Hallo Erik,


    Gestern habe ich nebenbei übers WEB-SDR der University Twente Radio gehört und dabei zweimal etwas erlebt, was die Chirpsignal nennen. Man konnte es prima über deren Wasserfalldisplay sehen, es zog sich wie ein flaches Z über die Bänder, in der Mitte war es dicker. es war auch akustisch sehr gut wahrzunehmen. Denkst Du, es ist möglich, das dies Perseiden waren? Dann hätte ich die ja gehört.


    CS,

    Henning

  • Hallo Henning,

    ja, das wäre möglich. Ich kenne das Theam mit dem Chirpsignal und die Website, schaue/höre dort aber i.A. nicht rein. Die akustische Wiedergabe ist natürlich nicht das, was Du unter freiem Himmel hören würdest, es ist das in Ton umgesetzte Wasserfallbild. Aber dennoch toll. Werde das auch mal versuchen. Bei Erfolg würde ich es auf EriksSkyTalk präsentieren. Bei Misserfolg schweige ich einfach.


    CS Erik

  • Hallo Erik,


    Ich meinte, dass es sich im Radio bemerkbar gemacht hatte und die Töne, Stimmen verzerrte und überlagerte.

    Das bleibt also interessant.


    CS,

    Henning

  • Guten Abend,

    ich lese diese Beiträge gerne, denn als Funkamateur, welcher u.a. die Betriebsart Meteor-Scatter auf dem 6 Meter Band betreibt, bin ich auch der Radioastronomie zugeneigt, obwohl ich das Thema im anderen Hobby Amateurastronomie noch nicht angegangen bin.
    Ich habe das Perseiden-Maximum am Transceiver und dann auch visuell im Garten verfolgt. Am Transceiver sind mir Verbindungen nach Irland, Isle of Man und in die Ukraine bis zu 1800 km gelungen und ich habe Meteorechos im Wasserfall gesehen, welche teilweise vier der jeweils 15-sekündigen Sende/Empfangsperioden überdauert haben. Das war beeindruckend für mich.


    Guido

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