Allround Gerät gesucht!

  • Ok die Begriffe sind etwas verwirrend. 40x = Weitwinkel. Ich Fotografiere ja viel, war immer der Meinung Weitwinkel wäre am Kleinbildsensor unter 35mm Brennweite und alles über 50mm Brennweite ist Tele. :/

    Mein 300mm Fotoobjektiv mit 2x Telekonverter hat wenn ich es am Kleinbildsensor betreibe etwas mehr Detailauflösung in der Ferne als ein 10x50 Fernglas.

    Das TeleVue hat 600mm Brennweite und ein Okular drinnen für 40 Fache Vergrößerung wie kann das dann Weitwinkel sein? Oder ist der Begriff "Weitwinkel" in der Astrowelt etwas anders zu verstehen?


    Neben TeleVue find ich auch die Takahashi noch Ansehlich. Sehen halt eher "wissenschaftlich" aus und sind nochmal teurer. Da gibts zb auch ein 85/450. Ist halt Kurzbrennweitiger. Wenn die Vergrößerung Brennweite/Brennweite vom Okular ist, dann gehe ich mal davon aus das extremst Kurzbrennweitige Okulare auch eine Qualitativ hochwertige Optik benötigen. Aber TeleVue und Takahashi scheinen wohl eher aus der besseren Klasse zu sein.

    Wenn meine Rechnung richtig ist sollte beim TeleVue 600mm /6mm 100x rauskommen und beim Takahashi 450/4,5mm Somit bräuchte ich um den Mond bei 100x zu sehen beim TV ein 6mm Okular und beim Tak ein 4,5mm.


    Beim Swarovski gibt es einen Telekonverter mit 1,7x. Der scheint eher wie ein Telekonverter bei einem Fotoapperat zu Funktionieren. (Vergrößert den Bildkreis und man verwendet nur noch die Mitte vom Kreis. Dadurch nimmt die Flächenhelligkeit ab und das Bild wird Dunkler. Ich gehe also davon aus das beim Swarovski mit 1.7x Verlängerer die Helligkeit abnimmt. Bei 1.4 müsste es halb so viel Licht sein, bei 1.7 2/3 weniger.

  • Google mal nach Okularrechner und gib da die Daten der Optik rein. Da siehst du, was du in etwa zu erwarten hast.

    Die Optiken von Telvue und Takahashi sind Referenzklasse.

    CS Konrad

  • Zum "Weitwinkel".


    Es gibt zwei Angaben - sGF (scheinbares Gesichtsfeld) und wGF (wahres Gesichtsfeld).


    sGF = scheinbares Bildfeld beim Blick durchs Okular. Z.B bei der Panoptic Bauart : 68 Grad. Eine typische technische Angabe und sogar Aufdruck auf dem Okular.


    wGF = das tatsächliche Feld, oder Winkel in der Natur / amHimmel. Das ist natürlich recht klein. Typischerweise sGF geteilt durch die Vergrößerung. Bei einem Teleskop kann das was um 2-4 Grad sein in der "Übersichtsvergrößerung"! Daher ist klar: je weniger die Vergrößerung (länger die Okularbrennweite) desto mehr wGF. Eben "Übersicht".


    Bei Hochvergrößerung hast Du dann nur noch 0,5 Grad wGF.


    Alle Zahlen nur zur Orientierung - ich bitte mich da nicht an Ungenauigkeiten festznageln ;-)...


    Grüße,
    Walter


    Ein extra Thread dazu hier:

  • Servus,

    Wenn meine Rechnung richtig ist sollte beim TeleVue 600mm /6mm 100x rauskommen und beim Takahashi 450/4,5mm Somit bräuchte ich um den Mond bei 100x zu sehen beim TV ein 6mm Okular und beim Tak ein 4,5mm.

    Das ist richtig und du wirst in beiden Fällen ein scharfes Bild sehen. Der Takahashi FSQ-85EDX OTA Baby-Q ist eine Spitzenoptik und du wirst kein Teleobjektiv mit dieser Brennweite für eine Kamera finden, die ein besseres oder vergleichbar gutes Bild liefert. Objektive sind für Tageslichtaufnahmen gerechnet und gefertigt, bei der Nutzung für Astrofotografie werden bezüglich Abbildung weit höhere Anforderungen an eine Optik gestellt. Umgekehrt kann aber z.B. der Baby-Q auch als ganz normales Objektiv bei Tageslicht eingesetzt werden und bringt entsprechend eine hervorragende Abbildung zustande.

    Ich Fotografiere ja viel, war immer der Meinung Weitwinkel wäre am Kleinbildsensor unter 35mm Brennweite und alles über 50mm Brennweite ist Tele

    Trenne visuelle und fotografische Nutzung. Bei Fotografie bestimmt die Brennweite des Objektivs bzw. des Teleskops den möglichen Sichtwinkel und die Größe des Kamerachips bestimmt den davon ablichtbaren Teil. Gleiche Optik und unterschiedlich großer Chip führt zu unterschiedlich großem abgelichteten Feld.


    Visuell bestimmt auch die Brennweite der Optik das max. mögliche Feld, aber du kannst Okulare mit unterschiedlichem Eigengesichtsfeld (eGF) einstöpseln. Es gibt z.B. orthoskopische Okulare mit einem eGF von nur 40°, Okulare Typ Plössl mit 50° und weitwinklige mit 68-72° und darüber hinaus noch Superweitwinkel mit 82° oder sogar 100°-110°.


    Tatsächlich sichtbares Feld als Beispiel anhand des Baby-Q mit einer Okularbrennweite von 31mm und unterschiedlichem eGF-


    -31mm mit 40° = 2,67°

    -31mm mit 50° = 3,44°

    -31mm mit 82° = 5,65°


    Oder fotografisch mit verschieden großem Chip- abgelichtetes Feld entsprechend der Chipgröße


    ASI120 (Sensor 4,8x3,6mm) - Feldgröße 0.61° x 0.46°

    DSRL mit APSC Sensor - Feldgröße 2.84° x 1.9°

    DSRL mit Vollformatchip - Feldgröße 4.57° x 3.05°

  • Hallo Rockcrusher,


    insbesondere für terrestrische Beobachtungen solltest Du ein Zoom-Okular in Betracht ziehen. Gibt es auch von TeleVue.


    Wenn Du einen wertigen TeleVue-Refraktor erwirbst, MUSST Du auch das Buch von James O’Mera „The Messier Objects“ anschaffen. Der Autor beschreibt, wie er sich mit einem TeleVue-Refraktor die beliebten und beobachtungswerten „Deep-Sky“-Objekte erschloss. Die Lektüre könnte für Dich sinnstiftende sein.


    Ein zweites MUSS ist es, dass Du uns hier auch künftig auf dem Laufenden hälst, wie es mit Dir und der Optik weitergeht.


    Grüße
    Guido

  • Ich bin einfach mal bis nach Absam gefahren und hab beim Swarovski Optik Showraum vorbeigeschaut. Sehr Sehr Freundlich die Leute da. Das Wetter war allerdings nicht das beste Regen ohne ende.


    Die haben alles da was wichtig ist inklusive einer sehr netten Verkäuferin.


    Auch wenn es Brutal klingt, aber ich war schockiert wie schlecht das 95 mit STX (Einäugig) wird wenn man auf 70mm einzoomt. Bei 30x hast ein schönes Seefeld aber bei weitem nicht so groß wie bei einem Fernglas. Wenn einzoomst wirds ab 35x sehr schnell kleiner, bei 70x hat man nur noch einen kleinen Punkt! Das Testwetter war nicht das beste aber das was ich probieren konnte hat mir gereicht um zu sehen das man so was nicht wirklich haben kann. Das Abgewinkelte hatten sie nicht da, nur das Gerade sollte aber Optisch gleich sein.


    Dann hab ich das 115mm ausprobiert, mit dem zweiäugigen BTX dran. DAS ist schon deutlich toller. Leider hatten sie im Showraum ein ziemliches Wackelstativ. Aber zum Probieren reichte es. Sehfeld ist toll, 35x ist eine sehr schöne Vergrößerung und es ist deutlich bequemer zum druchschauen. Allerdings hatte ich das Problem das es unglaublich schwer zum Fokussieren war. Von "ein bisschen unscharf" vor der Schärfeebene zu "ein bisschen unscharf hinter der Schärfeebene war es gefühlt 1mm zum drehen. Als Dunkel empfand ich das 115 mit 35 BTX jetzt nicht. Aber auch nicht so hell wie mein 10x50 Fernglas.


    Bin jetzt unschlüssig ob ich schon so viel Geld für so was ausgebe. Es war toll aber nicht so toll wie das Fernglas. Etwas düsterer und schwerer zu Fokussieren. Das einäugige mit Zoom war quasi über 40x nur bedingt verwendbar.


    Nebenbei hab ich durch so ziemlich jedes Fernglas geschaut das ich in die Finger bekommen hab. NL, EL, SLC, und CL.

    NL EL und SLC sind genial, vom CL war ich enttäuscht. Vor allem das kleine NL mit 32mm ist eine kleine giftige Kanone. Leicht klein Handlich und extremst scharf.

    Das Update vom EL auf das NL zahlt sich meiner Meinung nach nicht aus. Das "Man sieht keinen Rand mehr" ist Werbegelaber. Das Sehfeld ist gigantisch groß und somit natürlich auch größer als beim EL, aber ganz ehrlich das vom EL ist schon riesig. Würd meines jetzt nicht verkaufen und das NL kaufen. Vor allem da es das NL nur als 42mm gibt und mein EL 50mm hat.


    Vielleicht nochmal bei Schönwetter hinfahren, dann kann ich alles nochmal bei klarer Sicht testen.

  • Servus,


    ich weiß ja nicht, wo genau du wohnst. Aber wenn du bis Absam fährst könntest du auch mal nach Augsburg fahren. Bei Intercon Spacetec kannst du reichlich Binos und auch die von dir angedachten Spektive von Swarovski ausprobieren und es stehen dort auch verschiedene gute Refraktoren zur Auswahl herum. Die Beratung vor Ort ist sehr gut.


    Wenn ich mir die Preise des 115-er Swarovski ansehe- da bekommst du den 85-er Baby-Q auch dafür und der ist etwas einfacher erweiterbar bezüglich Nutzung. Freie Auswahl von Okularen, einfache Anschlussmöglichkeit einer DSRL und mit einem guten Amiciprisma auch für Landschaftsbeobachtung gut nutzbar. Ist zwar schwerer als das Swarovskiteil, würde ich aber trotzdem diesem gegenüber vorziehen bzw. ich besitze einen Baby-Q für Astrozwecke, habe den aber auch schon für Tageslichtotos genutzt.

  • Hmm, Absam bei Insbruck also. Ist München von Dir aus vernünftig erreichbar? Villeicht schaust Du mal bei einem richtigen Astro Händler vorbei. Da gibt es vielleicht mehr Variation mit Festbrennweiten-Okularen ... Bei so viel Geld, sollte man in der Tat mal vorher durchgeschaut haben. Vielleicht auch das Stativ mitnehmen was Du hast.

  • Hallo Rockcrusher,


    wenn Du am Alpenrand wohnst und bereit bist ein bisschen zu fahren, wäre nach dem Ausflug zu Svarowski vielleicht noch mal eine Tour nach München zu Teleskop-Service und/oder Baader Planetarium eine Möglichkeit. TS ist einer der größten Händler Deutschlands und hat eine Menge Teleskope, Okulare und Zubehör am Lager und im Showroom. Da könntest Du als Alternative zum Spektiv von Svaro mal mehrere gute Refraktoren und Binos in Kombination mit verschiedenen Okularen ausprobieren. Vielleicht findet sich da etwas, was Dir mehr zusagt. Wenn Du Dich anmeldest, nimmt sich da jemand Zeit für Dich und Du kannst vieles ausprobieren.

    Baader Planetarium ist ebenfalls ein bedeutender Händler, da weiß ich allerdings nicht, ob die einen Showroom haben. Da kannst Du Dich ja mal erkundigen. Rund um München und in Süddeutschland gibt es noch einige Händler mehr, aber das ist nicht so meine Gegend (ich bin aus S.-H.). Aber vielleicht gibt Dir hier im Thread noch jemand ein paar Tipps zu weiteren Händlern in Deiner Gegend.

    Wo wohnst Du denn etwas genauer?


    Im übrigen könnte ich mir vorstellen, dass ein 80mm Refraktor in Kombination mit zwei, drei sinnvoll abgestuften Televue Nagler-Okularen und einem hochwertigen Amiciprisma genau das ist was Du suchst. Und wenn Du Astro machen willst, tauscht Du das Amiciprisma gegen einen Zenitspiegel aus. Und wenn Du Bilder machen willst, hängst Du Deine Kamera an den Refraktor.

    Der wesentliche Vorteil eines Refraktors gegenüber einem Spektiv ist halt die individuelle Konfigurierbarkeit.


    Bis dann:

    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Damit Du Dir nicht eines Tages Vorwürfe machst: Probier doch, bevor Du kaufst, noch mal ein Bino aus. Die Fahrt zur Firma APM nach Saarbrücken müsste doch machbar sein. Lass Dir ein 100er bzw. 82er SD-Bino mit 45-Grad-Einblick zeigen und mach Dir ein Bild, wie es da mit den gewünschten Vergrößerungen ist. APM hat demnächst auch Zoom-Okulare, die ein konstantes scheinbares Sehfeld von 75 Grad haben. Auf der Seite von APM Telescopes findest Du nähere Infos dazu.


    CS, Jörg

  • Ja klar kann ich rumfahren jetzt wo ein gewisser viel Diskutierter Virus besser wird. München geht sich sicherlich mal aus.


    Vielleicht besorge ich mir erstmal eine Montierung wo ich das Fernglas auf mein Stativ packen kann. Sollte nicht die Welt kosten.

  • Es wurde Dir ja schon mehrfach gesagt, es deckt sich mit Deinen heutigen Erfahrungen und ich kann es auch nur noch einmal unterstreichen.

    Zwei Augen sehen deutlich mehr als eins, ziemlich genau Faktor 1,4 und das Beobachten ist damit auch angenehmer.


    Das gilt aber nur, wenn jedes Auge auch ein eigenes Objektiv bekommt, wie beim Fernglas eben, ein Objektiv mit 2 Okularen wie beim BTX ist ein fauler Kompromiss.

    Durch den Strahlteiler verlierst Du erstmal 50% des Lichts um dann wieder Faktor 1,4 durch binokulare Addition zu gewinnen.


    Da Du am Tag und bei Nacht beobachten willst kommt eigentlich nur etwas mit aufrechtem und seitenrichtigen Bild in Frage, also ein Spektiv oder viel besser, ein möglichst großes Fernglas. idealerweise mit Wechselokularen.

    Ob Du nun ein 80er, 100er oder 120er nimmst ist Dir überlassen.


    Ich denke, monokular wirst Du nicht glücklich werden, auch ein Teleskop, egal ob mit bildaufrichtendem Prisma oder gar Binoansatz, es ist für Deinen Bedarf nicht Fisch und nicht Fleisch.


    Ich bin mit Teleskope eingestiegen und recht schnell beim Fernglas gelandet und habe ein Teleskop noch keinen Tag vermisst.

    Wir haben zum Glück 2 Augen, weshalb sollten wir darauf verzichten den Vorteil auch zu nutzen?

    Wären wir Zyklopen sähe es natürlich anders aus :)


    Ein sehr gutes Handfernglas hast Du ja bereits, hier noch etwas besser und größer wird nicht den großen Unterschied bringen.

    Soo groß sind die 80er, 100er und auch 120er nicht, machen aber einen ganz gewaltigen Unterschied, vor allem weil man durch Wechselokulare auch die Vergrößerung ändern kann.


    Wenn Du viel und gerne freihändig beobachtest solltest Du auch mal durch ein stabilisiertes Canon Glas schauen.

    Um mich war es beim ersten Test geschehen und ich will nie mehr etwas anderes.

    Immer ein sauber stehendes Bild ohne Zittern und ganz ohne Stativ, da gehen dann auch 15x aus der Hand und zeigen deutlich mehr Details.


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Hi!


    Baader hat keinen Showroom; Intercon hat normalerweise eine feine Auswahl an Geräten, und TS ziemlich viel (genau wie Astroshop). Ruf vorher aber mal bei Intercon etc. an, was überhaupt noch da ist – die Lager sind überall recht leer.


    Beste Grüße,

    Alex


    Nachtrag: Intercon hat auch Großferngläser von u.a. Vixen und Kowa im Angebot, die auch einen Blick wert sind.

    Edited once, last by Kerste ().

  • Etwas OT, aber trotzdem: ich hab bei Intercon von Martin Birkmaier mal eine Stunde Führung durch die Ausstellung bekommen, als ich eigentlich nur kurz auf der Durchfahrt einen kleinen GSO-Spiegel abholen wollte - keine Ahnung, ob man es sich heute noch leisten kann, mit so viel Enthusiasmus dabei zu sein... war jedenfalls sehr eindrücklich. Das ist so meine Erinnerung an ihn.


    Viele Grüße, Holger

  • Auch wenn es Brutal klingt, aber ich war schockiert wie schlecht das 95 mit STX (Einäugig) wird wenn man auf 70 fach einzoomt....

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Swarovski APO Spektiv schlecht abbildet. Hast du durch die Scheibe beobachtet? Oder meinst du mit "schlecht" vielleicht einfach nur dunkel?


    Wie flächenhell das Bild im Okular erscheint, kann durch die sog. "Austrittspupille" (AP) berechnet werden. Das ist sowas ähnliches, wie die Blende bei einem Foto Objektiv.

    Es gilt: Austrittspupille = Objektivdurchmesser / Vergrößerung.

    Ein 10x50 Fernglas hat eine Austrittspupille von 50 mm / 10 = 5 mm. Das ist sehr hell. Da dein Swaro EL10x50 auch noch eins der besten Ferngläser ist, das man für Geld auf diesem Planeten erwerben kann, zeigt es helle brillante Bilder. Es hat Weitwinkel Okulare verbaut mit 65° scheinbarem Gesichtsfeld.

    Ein 95 mm Objektiv hat bei 70- facher Vergrößerung eine AP von nur noch = 95 mm / 70 = 1,4 mm, das Bild erscheint 13x so dunkel als bei 5 mm AP.


    Wenn du detailreiche (hoch vergrößerte) und gleichzeitig helle Bilder möchtest, wird es groß und schwer, ähnlich wie bei einem lichtstarken Teleobjektiv. Amateurastronomen wollen in der Regel scharfe UND helle Bilder und landen im Extremfall bei so was hier. Diejenigen, die das unbedingt auch noch mit 2 Augen wollen, bauen so was :star_struck: .


    Wenn ich so lese, was du schreibst, könnte ich mir für dich ein APM 82 mm 45° APO Bino oder APM 100 mm 45° APO Bino mit zwei Okularpaaren vorstellen. Ein Paar für möglichst große Übersicht und helle Bilder (z.B. 24 mm Weitwinkel Okulare mit 65° scheinbarem Gesichtsfeld und eine AP von ca. 4 mm wären schön) und ein Paar für höhere Vergrößerungen.


    Vielleicht besorge ich mir erstmal eine Montierung wo ich das Fernglas auf mein Stativ packen kann

    Sehr gute Idee! Da du ja schon ein Stativ hast, kannst du auch erstmal was improvisieren (mit festen Gummis oder Holzzwinge befestigen). Schau dir damit mal den Jupiter an (zur Zeit ab Mitternacht bis zu Morgendämmerung im Südosten bis Süden hell am Himmel leuchtend) mit seinen 4 galileischen Jupitermonden, die jede Nacht die Stellung wechseln. Wenn du dabei vor Begeisterung ausflippst, bist du ein geborener Amateurastronom, weißt es nur noch nicht :eyes: .


    Bitte weiter berichten.

  • Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Swarovski APO Spektiv schlecht abbildet. Hast du durch die Scheibe beobachtet? Oder meinst du mit "schlecht" vielleicht einfach nur dunkel?

    Ich meinte mit Schlecht nicht die Abbildungsleistung, sondern die Größe vom Loch wo man noch durchschauen kann. Man hat ein kleines Bild mit viel Schwarz drum herum und das wars. Fühlt sich ab wie Kinofilm auf einer Smartwatch anschauen. Das NL und EL Fernglas ist hingegen eine Kinoleinwand.

    Dunkel wars auch nicht. Das "Guckloch" ist halt winzig) Das hat mich gestört.


    Hab mir auch schon überlegt selbst ein Digitales Teleskop zu bauen, großes Teleobjektiv an die Kamera, HDMI Monitor und alles aufs Stativ. Wäre mal ganz Lustig denke ich als Bastelexperiment. Keine Ahnung ob man damit noch Astronomische Objekte erkennen kann.

  • Hi,

    Ich meinte mit Schlecht nicht die Abbildungsleistung, sondern die Größe vom Loch wo man noch durchschauen kann. Man hat ein kleines Bild mit viel Schwarz drum herum und das wars.

    Das "kleine Loch" ist die von Stathis erwähnte Austrittspupille und für gewünschte höhere Vergrößerung hilft eben eine größere Optik dazu, dass die AP nicht zu klein wird.

  • Hallo Rockcrusher,

    Ich meinte mit Schlecht nicht die Abbildungsleistung, sondern die Größe vom Loch wo man noch durchschauen kann. Man hat ein kleines Bild mit viel Schwarz drum herum und das wars. Fühlt sich ab wie Kinofilm auf einer Smartwatch anschauen. Das NL und EL Fernglas ist hingegen eine Kinoleinwand.

    hmm, auf der Produktseite von Swarowski ist für das BTX ein sGF von 60° bei einem Augenabstand von 21 mm spezifiziert. Das ist jetzt nicht so extrem verschieden von dem, was beim 10x50 EL von Swarowski angegeben wird. Kann es sein, dass Du evtl. den Abstand Deiner Augen von den Okularen zu groß eingestellt hattest (Drehhülsen zu weit herausgedreht)? Wäre zumindest eine Erklärung für das Gucklochgefühl ;)


    Viele Grüße

    Andreas

    *** Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe ***

  • Deine Beschreibung kann ich nicht nachvollziehen. Könnte da ein Bedienungsfehler vorliegen?


    Richte mal dein Fernglas in die helle Landschaft, helle Wand oder gegen den Himmel. Wenn du aus großem Abstand auf die Okulare schaust, siehst du dort auch die von Stefan erwähnten Austrittspupillen von in diesem Fall 5 mm Durchmesser und "viel Schwarz drum herum". So beobachtet man aber nicht, sondern geht mit dem Auge so nahe an die Okulare, bis man das volle Gesichtsfeld überblicken kann. Dein 10x50 EL hat Weitwinkel Okulare mit 65° scheinbarem Gesichtsfeld. Das Swaro Spektiv Zoom Okular STX hat laut Datenblatt doch auch ein scheinbares Gesichtsfeld 57°-71°, je nach Zoomeinstellung. Damit solltest du also ebenfalls ein schön großes scheinbares Gesichtsfeld haben und keinen "Tunnelblick". Das wahre Gesichtsfeld ist natürlich kleiner, da die Vergrößerung ja höher ist.

  • Hallo Rockcrusher,

    hmm, auf der Produktseite von Swarowski ist für das BTX ein sGF von 60° bei einem Augenabstand von 21 mm spezifiziert. Das ist jetzt nicht so extrem verschieden von dem, was beim 10x50 EL von Swarowski angegeben wird. Kann es sein, dass Du evtl. den Abstand Deiner Augen von den Okularen zu groß eingestellt hattest (Drehhülsen zu weit herausgedreht)? Wäre zumindest eine Erklärung für das Gucklochgefühl ;)


    Viele Grüße

    Andreas

    Augenabstand hat man ja keinen bei einem Okular.

    Bedienungsfehler denke ich nicht das es war. Vom Einäugigen war ich enttäuscht. Das 2 Äugige war super. Beim 2 äugigen warn die Dioptrien an einem Okular komplett verstellt. Zurückgestellt hats gut ausgesehen. Werde nochmal bei Schönwetter hinfahren und ausprobieren. Dann ist eher klare Sicht. Telefonmasten in 20m Abstand bei Regen sind nicht Ideal zum Probieren.

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