AstroPixelProcessor - können Sessions wirklich nicht gespeichert werden?

  • Moin Forum,


    ich belichte gerade die 14. Nacht an einem Projekt. Langsam beginnt APP mich dabei zu nerven. :cursing:

    Das Programm erzielt mit Abstand die besten Stacking-Ergebnisse - aber ist es wirklich nicht möglich, die Liste geladener und selektierter Frames aus verschiedenen Nächten zu speichern?


    Es kann doch nicht sein, das ich bei jedem neuen Stack >500 Lightframes inkl. Darks, Flats, Darkflats und BIAS-frames neu einpflegen muss??


    Meine Lösung besteht momentan darin, den PC 24/7 laufen zu lassen - so lässt sich jeweils eine neue Session hinzufügen.

    Das ist aber sicher weder im Sinne meiner Stromrechnung noch im Sinne der Umwelt.


    Da die Speicherfunktion offensichtlich fehlt - es muss doch irgendwo eine temporäre Datenbank abgelegt werden wenn die Liste steht?

    Kann man diese evt. sichern und später wieder einfügen? Fragen über Fragen...


    Gruß, Jochen

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  • Hallo Jochen,


    so ganz habe ich Deine Frage nicht verstanden. Warumm willst Du mehrfach Deine selektierten Frames aus verschiedenen Nächten speichern? Wenn Du alle Frames etc. geladen hast,

    kannst Du doch die Integrationsroutine starten. APP spreichert dann das Ergebnis. Das kannst Du jederzeit wieder in APP laden und weiterverarbeiten. Die selektierte Liste selbst kann

    nicht gespeichert werden, zumindest ist mir keine Möglichkeit bekannt. Ich habe auch nichts im APP-Forum darüber gefunden. Vielleicht direkt bei Mabula anfragen...


    Gruß

    Klaus

  • Moin Klaus,


    sagen wir, ich habe 400 frames i.d. Liste.

    Mit dem Stacking-Ergebnis bin ich nicht zufrieden, also möchte ich eine weitere Nacht mit sagen wir 60 Frames dazu addieren.

    Wenn ich APP schließe, ist meine Liste weg, dann muß ich alle Frames neu laden.

    Im APP Forum habe ich nur gefunden, dass es nicht geht: https://www.astropixelprocesso…m/save-list-and-settings/


    Ich zitiere mal:


    Quote

    Woah. Do I really have to add all 365 lights, 260 flats, 252 darkflats and 60 darks split over three filters and six nights of imaging again BY HAND if I need to restart the program? That's insane! Surely this should be the highest priority possible to implement, no?

    Antwort darauf:


    Quote

    But next releases have a lot of those requests in them, when the saving of options is there I don't know myself, I just know it's on his top 5 shortlist.

    Das war im Oktober 2019...


    Gruß, Jochen

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    Edited once, last by JogiNet ().

  • PS: im DSS geht es problemlos mit "Dateiliste speichern". Würde ich ja benutzen, aber im APP sind die Ergebnisse einfach besser... :rolleyes:

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  • APP spreichert dann das Ergebnis. Das kannst Du jederzeit wieder in APP laden und weiterverarbeiten.

    Sorry, das habe ich nicht verstanden :S

    Du meinst, ich soll zu dem fertigen Stack weitere frames hinzufügen?


    Gruß, Jochen

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  • Würde ich ja benutzen, aber im APP sind die Ergebnisse einfach besser...

    Hallo Jochen,


    das ist interessant. Liegt das an den Möglichkeiten der unterschiedlichen Gewichtung der Frames in APP oder ergeben sich auch bessere Ergebnisse, wenn alle Frames gleich gewichtet werden? Ich würde mich freuen, wenn Du zu dem Thema noch weitere Infos hättest, da ich aktuell DSS verwende und natürlich an besseren Stacks interessiert bin. Danke Dir im Voraus.


    Grüße und CS - Oliver

  • Moin Oliver,

    im APP gibt es viel mehr Konfigurationsmöglichkeiten, vermutlich liegt es daran, die Ergebnisse sind aber immer auch ein bisschen "subjektiv".

    Daniel Nimmervoll hat in diesem Video die Ergebnisse von DSS und APP direkt verglichen:


    https://www.youtube.com/watch?v=xlG134jwrjU


    Einer der wesentlichen Vorteile für mich ist die Entfernung von Gradienten und die Neutralisierung des Hintergrundes, das kann DSS m.E. nicht.


    Gruß, Jochen


    PS: so richtig "brilliante" Ergebnisse habe ich mit meinen Anfänger-Skills bisher mit keiner Software hinbekommen...

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  • Hallo Jochen,


    vielen Dank für Deine schnelle Antwort und den Link, das werde ich mir anschauen. Ich hatte vor einiger Zeit schon APP für einen Monat ausprobiert, fand es ziemlich gut, bin dann aber aufgrund der Geschwindigkeit doch bei DSS hängen geblieben. Vielleicht nehme ich noch 'mal einen Anlauf.


    Grüße und CS - Oliver

  • Hallo Jochen,


    Du kannst APP verwenden, um bereits integrierte Dateien zu bearbeiten. Diese musst Du dann unter der Schaltfläche "Other/Processed" eingeben. Beispiel: Du hast vom 13. die Daten fertig intgriert als

    fits vorliegen. Am 14. machst Du neue Aufnahmen und gibst sie in APP ein, normaler Durchlauf Integration ---> wieder eine fertige fits-Datei. Nun möchtest Du beide Tage kombinieren: Beide Dateien unter

    Other/Processed eingeben und zu Register 6 ---> Integration fertig!


    Gruß Klaus

  • Hallo Oliver,


    ich bearbeite seit rund 2 Jahren meine Astrofotos ausschließlich mit APP und möchte dieses Programm nicht mehr missen. Früher habe ich mit DSS bzw. Astroart und mit MaximDL gearbeitet. Meine Erfahrungen sind, dass keins der anderen Programme an die Ergebnisse von APP kommt. APP ist anders gestrickt als die herkömmlichen Stackingprogramme. Auch der Nachbearbeitungsaufwand für

    fertig integrierte Ergebnisbilder ist wesentlich geringer. Die Verarbeitung unterschiedlicher Belichtungszeiten, Schmalbandaufnahmen, Frames mit unterschiedlichen Kameras und Teleskopen beherrscht APP ausgezeichnet. Es gibt sicherlich viele Dinge, die sich mir im APP noch nicht erschlossen haben, aber so nach und nach wird es durchsichtiger. Eins muss ich allerdings auch sagen: Das Arbeitstempo könnte

    schneller sein. Da ich oftmals (als Kurzbelichter 700 und mehr Frames zur Verarbeitung habe, lasse ich APP die Arbeit nachts über machen. Aber APP macht es und das sehr gut.


    Viele Grüße

    Klaus

  • Du kannst APP verwenden, um bereits integrierte Dateien zu bearbeiten.

    Hallo Klaus,

    das war mir nicht klar, ich werde das mal testen. Wie verhält es sich bei sowas dann mit den Master-Frames - werden die neu dann erstellt?



    Da ich oftmals (als Kurzbelichter 700 und mehr Frames zur Verarbeitung habe

    Damit scheinst Du ja ganz ordentliche Erfolge zu erzielen (siehe Dein M17), das ist ja dann quasi "lucky imaging", oder?

    Nur Interessehalber: wieviel Prozent Deiner Frames verwendest Du i.d. Regel zum Stacken? Und wie sind Deine "Integration settings" (weights, filter, LNC degree + iterations) usw. ?


    Gruß, Jochen

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  • Hallo Jochen,


    soviel ich weiß, werden die Master-Frames nicht neu erstellt. Ich verwende 100% meiner Frames zum Stacken, da ich vorher den Mist ausselektiere. Da ich neuerdings auch Dither, ist es erforderlich

    den Dithermist rauszuschmeißen. Das mache ich ganz easy mit der SW ASIStudio. Diese enthält einen Fits Viewer. Dort lade ich das erste Bild aus dem Ordner, stelle es auf Zoom und kann so Frame

    für Frame durchklicken. Ist ein Frame unbrauchbar, kann ich es direkt löschen. Diese Zeit nehme ich mir und dann gehts zu APP. Ich mache übrigens nur Darks, keine Flats und keine Bias! Im Quick

    Start Guide von Charles Bracken steht ein Hinweis, dass die Bias-Skalierung für viele CMOS-Kameras nicht empfohlen wird, da es u. U. zu Nichtlinearitätsprblemen kommen kann. Mit Flats tue ich

    mich wirklich schwer und deshalb nutze ich in Photoshop das Plugin AstroFlat Pro. Ein hervorragendes Tool.

    Übrigens habe ich den Quick Start Guide ins deutsche übersetzt und könnte ihn Dir als Word-Datei zur Verfügung stellen (dann bitte per PN Deine eMail-Adresse).


    Gruß, Klaus

  • Moin Klaus,

    vielen Dank!

    Ich habe bisher immer grundsätzlich alle Frames direkt in APP geladen und dann dort die unbrauchbaren (=zu hell, Satelliten, Vibration) aussortiert.

    Die Flats erstelle ich mit einer Flatfield-Lampe und der CCD-Flats-Aid im APT. Das klappt hervorragend. Das mit den BIAS-Frames ist ein interessanter Hinweis,

    werde ich mal testweise weglassen.

    Was meinst Du denn mit Dithermist? Dithern tue ich auch, Probleme verursacht das aber keine. Ich hatte mal das Problem, dass das Objekt beim Dithern immer

    weiter aus der Mitte wandert, das habe ich aber im Griff, seit ich auf spiralförmiges Dithering umgestellt habe.


    Dauert es denn im Verhältnis nicht sehr lange, wenn Du nach jedem 15s-Frame ditherst?


    Vielen Dank für Dein Angebot mit der Übersetzung, aber Englisch ist quasi meine zweite Muttersprache (also nicht wirklich, aber das kann ich ganz gut...) 8) :S


    Gruß, Jochen

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  • Hallo Jochen,


    ich weiß nicht welche Aufnahmesoftware du benutzt. Ich nutze Sharpcap und dithere nach 120 sec. Dann sind meist so 8-10 Frams unbrauchbar (= Dithermist). Die sortiere ich vorher aus.


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus,

    ich benutze APT in Verbindung mit PHD2. Da ich ii.d. Regel lange belichte (200-300s), dithere ich nach jedem frame, das dauert so jedesmal gefühlt 30s.

    Also 200s Belichtung, 30s Dither. Die Frames sind aber i.d. Regel nicht durch das Dithern beeinträchtigt, also "Dithermist" hatte ich tatsächlich noch nicht :)


    Gruß, Jochen

    :ringed_planet: Planeten und Deepsky: Celestron C11 | Omegon Pro Newton N203/1000 | Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet :sun: Sonne: Celestron C6R mit D-ERF und Daystar Quark Chromosphere| Coronado PST

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  • Hallo Jochen,


    ich kenne APT noch aus meiner DSLR-Zeit, aber da habe ich nicht gedithert. Mir ist bekannt dass Sharpcap noch eine Schwäche mit dem Dithern hat. Vielleicht ist die jetzt

    mit der Version 4 (z.Zt. noch Beta) vorbei.


    Gruß, Klaus

  • und deshalb nutze ich in Photoshop das Plugin AstroFlat Pro.

    Moin Klaus,

    ich habe das Plugin mal ausprobiert (die AstronomyTools von dem Laden habe ich bereits). Das ist wirklich mal ein lohnenswertes Plugin mit erstaunlichen Ergebnissen.

    Ich habe ziemlich schnell auf die Bezahl-Version "upgegradet".

    Danke f.d. Hinweis!


    CS und Gruß, Jochen

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  • Hallo Jochen,

    APP bietet ja die Möglichkeit, die lights in jedem Stadium der Bearbeitung neu zu speichern.

    Da ich auch gern Serien von lights kombiniere verfahre ich meistens so, daß ich zuerst die lights mit den dazugehörigen darks, flats u.s.w. lade und die lights nach dem Durchlauf der Kalibrierung in einem neuen Verzeichnis (einfach als Arbeitsverzeichnis einstellen) speichern lasse.

    Kommt später eine neue Serie dazu, werden diese lights wieder kalibriert gespeichert.

    So behält man auch bei vielen Daten den Überblick.

    Wenn erstmal Master zu den darks, flats u.s.w. erstellt sind, geht auch das Kalibrieren schneller.


    Die vorbereiteten lights sind am Dateinamen zu erkennen (-cal.) und lassen sich wie rohe lights laden. APP sieht aber an dem -cal, daß es kalibrierte lights sind. Die nächsten Schritte sind dann normal ausführbar.


    Gruß Lars

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