Woran hast du heute gebastelt?

  • Blöde Frage - Staub ?

    Meine sind alle abgedeckt.

    Vorher standen die im Regal, da ist nicht weniger Staub. Außerdem sind die alle ja zu , da kann nix rein stauben. Ich mache hier drin außer 3d Druck ja keinen Dreck 😁. Aber vielleicht bastel ich mir noch ein paar Überzieher. So Fokien Abdeckung mit Gummizug wäre gut . So ähnlich wie solche Einweg Duschhauben in Hotels. Gibt es so was eigentlich fertig passend für Teleskope?

  • Ich nutze tatsächlich sehr gerne "Schwesternhauben", also medizinische Kopfbedeckungen.

    Hatten wir auch im Corona-Testzentrum auf dem Kopf nachdem wir vollständig geimpft waren und nicht mehr die Ganzkörperanzüge für die Abstriche benötigten.


    Jobmäßig habe ich davon größere Mengen verfügbar.

  • Also ich finde da nichts Messihaftes dran. Geschmunzelt habe ich nur darüber, dass jedes Teleskop sogar mit eigenem Detektor anscheinend "fertig fokussiert" geschnappt und auf die Montierung gesetzt werden kann. Schneller verfügbar kann man das für ein nicht auf der Montierung gelagertes Instrument nicht machen!


    Ich sollte mal ein Foto meins Dachbodens machen ... da wäre der Begriff "Teleskopmessi" auf jeden Fall angebracht.


    Edit: Staub - ein Regalbrett oben drüber mit einer Gardinenstange nach vorn und zwei Brettern seitlich, dann einen Vorhang verwenden. Das ist nach unten offen (gut gegen Feuchte), aber da sich Staub nur von oben ablagert, wäre das kein Problem mehr.

  • Also ich finde da nichts Messihaftes dran. Geschmunzelt habe ich nur darüber, dass jedes Teleskop sogar mit eigenem Detektor anscheinend "fertig fokussiert" geschnappt und auf die Montierung gesetzt werden kann. Schneller verfügbar kann man das für ein nicht auf der Montierung gelagertes Instrument nicht machen!


    Ich sollte mal ein Foto meins Dachbodens machen ... da wäre der Begriff "Teleskopmessi" auf jeden Fall angebracht.


    Edit: Staub - ein Regalbrett oben drüber mit einer Gardinenstange nach vorn und zwei Brettern seitlich, dann einen Vorhang verwenden. Das ist nach unten offen (gut gegen Feuchte), aber da sich Staub nur von oben ablagert, wäre das kein Problem mehr.

    Genau , das sind fertige Image Trains , und im Focus. Teils Color , teils Mono , mit unterschiedlichen Sensorgrößen und Brennweiten, so das ich verschiedene Bildausschnitt schön abbilden kann. In Nina hab ich für jedes Set ein Profil . Die " kleinen" an der Wand gehen auf die St-20 , die " Großen " im Regal sind genau so konfiguriert, die gehen auf die Losmandy.

    Normalerweise haben die auch alle komplette Kabelsets dran, da ich aber an der Montierung Stromverteiler und USB neu gemacht hab, hab ich noch nicht alle Kabelsets umgebaut .

  • Hallo zusammen,


    gestern Abend habe ich einerseits den 3D Drucker werkeln lassen und nebenbei noch den 2" Clicklockadapter an meinen Astrographen angebaut:



    Die Kette ist M52i (Teleskop) - M52a auf M42i Adapter - M42a Ring - Clicklock Adapter mit M42i. Die Weglänge zwischen A und B beträgt 37mm. Damit bleiben noch 14mm bis zum Sensor übrig.
    Nächste Woche kommt noch der 2" auf 1.25" Clicklock Adapter, dann kann ich das ganze mit der Kamera testen.


    Der Backfokus ist bei diesem Gerät wirklich eine Herausforderung. Ich weiss noch nicht genau, wie ich das lösen soll, wenn ich mit einem Filterrad arbeiten will.



    Herzliche Grüsse Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Was wird dass denn?

    (Jedenfalls wird hier lieber gedreht statt gedruckt)



    Vielleicht der Tubus für den Halbzöller?

    (Möglichst kleine Öffnungen sind ja jetzt groß in Mode, so smarte 3 bis 5cm! Da könnte der Halbzöller neue Maßstäbe in der Miniaturisierung von Smartscopes setzen)


    Einen Objektivdeckel zu gäbe es auch schon,

    auch wenn er ein wenig großgeraten ist:



    So ist er doch echte tiefgezogene Qualitätsware eines renomierten Markenherstellers (man beachte das Celestron-Logo in der Mitte).

  • Okay, heute wurde "zerbastelt". Die Espin Telescope Recovery Group war aktiv, und ich bin ein Mitglied von ihnen.

    Es war einmal ein 60cm-Newton, der vor ca. 100 Jahren auf einer Calver-Montierung ihren Dienst tat. Besitzer war Reverend Espin, ein Kirchenmann und Freizeit-Naturforscher. Er war ein Pionier der Astrofotografie, entdeckte 1905 eine Nova und experimentierte mit Röntgeninstrumenten.

    Nach seinem Ableben in den 1930ern blieb seine Sternwarte nicht lange bestehen und sie verfiel. Dann wurde das 60cm-Teleskop von David Sinden (einem Feinoptiker, der für Grubb-Parsons in Newcastle einige der damals weltgrössten Spiegel schliff) renoviert und der Universität Newcastle gestiftet. Diese gab um das Jahr 2000 Physik auf (inzwischen gibt es diesen Studiengang wieder) und die Sternwarte auf dem Anwesen "Close House" verfiel. Aus dem Anwesen wurde ein Golfplatz, und die Sternwarte mit ihren drei Kuppeln (15cm-Refraktor, oranges C14 und das 60cm) wurde ein "Lost Place". Bis wir kamen, um das 60cm abermals zu retten (die kleineren Instrumente sind bereits damals demontiert worden und sicher). Das Teleskop ist ca. 4-5m lang und wiegt einige Tonnen!

    Heute stand die Demontage des Tubus an. Die Optik wurde bereits vor einigen Monaten entfernt.

      

    Erstmal alle Teile markieren und nummerieren, damit sie später im Museum, das mit uns zusammenarbeitet, wieder zueinander finden können.

    Mal eben das Gegengewicht abnehmen geht nicht. Jede Bewegung will geplant sein, und Abspannungen mussten ein unkontrolliertes Drehen verhindern. Nach und nach verschwanden die Frontringe und dann die Serrurierstreben, immer im Wechsel mit ein paar Gegengewichtsscheiben. Die leichten Scheiben wiegen ca. 10kg, die "Eisenbahnräder" mit Flansch auch schon mal das Doppelte.

      

    Die Zentralbox war nochmal ein Hammer. Alle sieben MItarbeiter mussten anfassen, um sie langsam zu Boden zu lassen. Wir hatten keinen Kran zur Hand!


    Schliesslich wurden der Tubus und die Gewichte sowie der Rektaszensionsantrieb abtransportiert. Die Montierung wird folgen. Die Deklinationsachse ist geschätzt 1.2m lang und von 90mm Durchmesser, Vollmaterial. Halt noch echte viktorianische Baukunst.


    Wahrscheinlich werden wir uns einen portablen Portalkran dafür ausleihen müssen. Die Sternwarten sind zugewuchert, ein "Lost Place", der aber auch "Urban Explorers" anlockt, die auch schon mal was kaputtmachen oder mitgehen lassen. Deswegen auch die Rettungsaktion. Die Sternwarten sind nicht mehr zu retten, sie werden eingeebnet.


    Der Humor kam bei unserer Aktion auch nicht zu kurz - ein paar Botschaften an die nächsten Eindringlinge:


        


    Und schliesslich wurde auch der schwere Würfel bergab gewürfelt bis zum Kastenwagen, der sich weit in das unwegsame Gelände vorgewagt hatte.




    Das Fernrohr soll von einem Museumsdorf, dem Beamish Museum südlich von Newcastle, mit unserer Anleitung wiederaufgearbeitet werden. Die alte Zylinderhütte von Reverend Espin soll anhand von alten Fotos und Skizzen wiedererbaut werden, um das Teleskop wieder in den Zustand von vor 100 Jahren zu versetzen. Nebenbei, die Frau im Bild ist die Tochter von David Sinden, der das Teleskop vor einem halben Jahrhundert das erste Mal gerettet hatte. Für sie ist das Ganze auch eine persönliche Mission, das Andenken an ihren Vater zu erhalten.

  • Danke, Jürgen,


    dass Du uns auf die weitere "Reise" dieses Teleskops mitnimmst.

    Gut finde ich auch, dass die alte Hütte wieder rekonstruiert wird - Technikgeschichte wird lebendig für Besucher.


    Viele Grüße und CS

    Erich

  • Hallo,


    heute nur was Kleines an meinem extrem-low-budget-teleskop, an dem wirklich alles gebraucht ist...


    Das Fotogewinde der schwarzen Rohrschelle habe ich auf M6 umgeschnitten. Anschließend habe ich in die Mitte eines alten Sucherschuhs ein M6-Loch mit Kegelsenkung gebohrt:



    Zusammen mit einer kurzen M6-Senkkopfschraube kann ich jetzt an meinem Bastelfernrohr einen flexiblen Sucherschuh benutzen, ohne Löcher in den Tubus zu bohren. Alles wurde wieder mit Gebrauchtteilen aus der Schublade gemacht.


    Jetzt kann ich am kleinen 70/500mm abwechselnd einen 8x50-Sucher, einen Leuchtpunktsucher oder einen Sonnensucher schnell aufsetzen:


    Extrem-low-budget-Projekt: Mein Sonnen- und Schnellspechtel-Instrument (SuSI ^^ ) mit 8x50-Sucher


    lg volker :hot_beverage:

    Beobachtungen mit 10" Dobson auf Selbstbau Birke-Multiplex, achromatischen Refraktoren und 20x80-Fernglas

    Eigene PC-Planetariumsoftware, Sichtbarkeitsdiagramme und Grafiken

  • Hi Volker,


    das klingt sehr gut. Aber ist die Mitte des Sucherschuhs wirklich ein M6-Loch oder 6mm? Bei M6 hättest Du doch Gewinde auf Gewinde, was nur in einer Orientierung funktioniert. Ich vermute mal, es ist einfach ein 6mm-Senkloch und so macht es ja auch Sinn. Eine einfache und sinnvolle Methode, ein weiteres Instrument aufzuflanschen. Vor Allem im Wechsel, wie bei Dir mit den drei verschiedenen Suchern. Das gefällt mir - Sonnensucher für tagsüber, optischer Sucher für helle Nächte (Mond, Stadtbedingungen) und den Leuchtpunktsucher für dunkle Nächte. Tolle Idee!


    Vor Allem gefällt mir Deine Low-Budget-Idee, die mit einfachen Mitteln nachgebaut werden kann. Der klassische ATM-Gedanke wird hier schön weitergeführt. Nicht jeder hat die Mittel, sich z.B. eine Metallwerkstatt aufzubauen und High-End-Ausrüstung zu verbessern. Und Du zeigst, wie es auch machbar ist - getreu dem Motto, dass Astronomie für Jeden einen Himmel hat!

  • Hallo Jürgen,

    Aber ist die Mitte des Sucherschuhs wirklich ein M6-Loch oder 6mm?

    ja, ein 6mm Loch, kein M6. Da habe ich Unsinn geschrieben, war bestimmt die Hitze heute hier im Südwesten ^^ ...


    lg volker :hot_beverage:

    Beobachtungen mit 10" Dobson auf Selbstbau Birke-Multiplex, achromatischen Refraktoren und 20x80-Fernglas

    Eigene PC-Planetariumsoftware, Sichtbarkeitsdiagramme und Grafiken

  • Ah, danke für die Klarstellung. Kein Problem. Ob es nun an der Wärme lag ... selbst hier im kalten Nordostengland haben wir "richtig Sommer". Ein bisschen "zu richtig", selbst als Amateurastronom wäre ich etwas Regen nicht abgeneigt. Immerhin 4mm heute, nach Wochen ohne.

  • Hallo Ihr Lieben!


    Die letzten Tage habe ich ziemlich "rangeklotzt", wollte unbedingt mein Hütten - Projekt fertigstellen:


    Ein wichtiger Schritt war die Fertigstellung des Bettes, unter dem alles Zubehör Platz finden soll:


    Bei diesen "Bauvorhaben" war es mir ein Anliegen, sämtliche Materialien aus dem häuslichen Bestand zu verwerten: Der Bettrahmen aus alten Vollholz - Türrahmen, sehr hart und stabil. Das Seitenteil des Bettes aus einem alten Bett, das ich mir vor ungefähr 40 Jahren einmal baute. Die Wägen, auf denen die Koffer bzw. die Stative lagern, aus anderweitigen Holzresten. Das einzige zugekaufte waren ein paar Schrauben und die Rollen.


    Teil II folgt gleich ...

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