Woran hast du heute gebastelt?

  • Heute war Badetag des alten 8" Spiegels...alles habe ich nicht wegbekommen, paar hartnäckige kleinere Kalkflecken sind verblieben. Hab schon etwas mehr mit Spüli gerieben, aber wollten nicht weg. Noch mehr schrubben wollte ich dann nicht, macht ja optisch keinen spürbaren Unterschied. Bild zeigt noch den eingetrockneten Tau von vor ca. 3 Jahren, seitdem hatte ich den 8" nicht mehr genutzt. Umzug, Bau Sternwarte etc. zog sich alles etwas hin. Waren andere Baustellen zur Genüge da. Einen Blendenring aus Pappe, umwickelt mit Textilband und einfach über der Spiegelzelle in den Tubus geklemmt hatte ich auch schon seit vielen Jahren da drin. 2 unterschiedlich Große Spinnen wohnten bereits im Tubus / Spiegelzelle, was direkt beim Lasercolli aufgefallen ist. Nicht die Spinnen, ihre Netze...aber nun ist wieder alles eingestellt, bereit für den nächsten Einsatz.


    Das 10" Meade kommt als nächstes dran, da bleibt der Spiegel aber wo er ist, nur die Schmidtplatte soll gereinigt werden. Der Spiegel soll höchstens mit dem Blasebalg abgepustet und nervige Fusseln im/am Blendrohr entfernt werden. Aber alles in der nächsten Musestunde...

  • Hallo Passerati


    Na dann, gut Putz ;)

    Sehe Mond und Sterne kreisen

    Ahne ihren Sinn

    Fühle mich mit ihnen reisen

    Einerlei wohin.

    H.Hesse.

  • Hallo zusammen,


    ich habe gestern eine neue Montierung für mein Grab`n`Go- bzw. Reisebino bekommen. Es handelt sich dabei um eine Einarm-Zentralmontierung, wie es sie für die modernen Großferngläser von APM, TS und anderen gibt. Da mein APM 100-45-Achro-Bino zu den älteren Modellen gehört, passte natürlich die Adapterplatte der Montierung nicht ohne Anpassung. Am Bino sind zwei M6er Gewindebohrungen im Abstand von 88 mm vorhanden, die entsprechenden Gegenstücke an der Montierung sind nur 82 mm voneinander entfernt. Also hieß es ein weiters Loch hinzufügen. Natürlich wanderte der Bohrer während des Bohrens, da die ursprüngliche Bohrung noch eine 10 mm Senkbohrung besitzt und den Bohrer magisch anzog :rolleyes: Aber wozu hat man Feilen in der Werkstatt rumliegen? Nach ein paar Runden mit der Rundfeile war das nötige Maß hergestellt und alles passte wie gewünscht.



    Natürlich kann man mit dieser Arbeit keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber dafür funktioniert alles wie es soll und nun ist das Bino in jeder Elevation ausbalanciert (wenn man die Klemmschraube etwas anzieht),. Ein Riesenfortschritt verglichen mit dem normalen Neigekopf, der vorher verwendet wurde. :thumbup:


    Schönen Restsonntag noch und viele Grüße

    Andreas

    *** Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe ***

  • Wenn ich bastele hat das meistens mit Holz, Pappe und Kleber zu tun :)

    Im astronomischen Hobby bin ich ja meistens "tagaktiv" ^^ und so hat es mich immer gestört, daß ich das Display von der Handsteuerung nicht ablesen konnte.

    Ich habe mir lange Zeit mit einem Pappkarton beholfen... nun ist er aber so unstabil geworden und ich musste etwas neues basteln.

    Handwerkszeug waren Laubsäge, Schere und Klebstoff.



    LG Phensri

  • ACL200_Manfoc.jpg


    Mein ACL200 Apo ist sehr fokusstabil und ich verzichte auf einen maschinellen Autofokus.

    Um aber bei der Erst- oder eventuellen Nach-Fokussierung den vorderen Feinfokusring leichter und ohne zu verwackeln

    einzustellen zu können, habe ich mir aus bestehendem Material eine von oben bedienbare,

    manuelle Dreh-Fokussierung mit Zahnflachriemen gebastelt.

  • Hallo zusammen,


    nur eine Kleinigkeit. Da ich ab und an mal aufs Feld möchte und mit nur 100mm etwas machen möchte, habe ich mir eine kleine Objektivschelle gebastelt.

    Ich wollte nicht das Fotogewinde der ASI mit anhängendem Objektiv benutzen, da das Ganze doch dann sehr kopflastig wäre.

    Von innen mit Kunstleder ausgekleidet gibt es keine Kratzer am Objektiv.





    Herzliche Grüße,

    Armin

    Edited once, last by arminius ().

  • Hallo zusammen,


    ich beziehe mich auf Bild #132. Die Entfernungseinstellung der üblichen Objektive ist für einen derartigen Seitenzug nicht unbedingt ausgelegt. Der übliche Trapezgewindegang wird unsymmetrisch belastet. Auch wenn es zunächst funktioniert, auf Dauer nichts Gutes für das Objektiv.


    Die Symmetrie lässt sich herstellen, indem man auf der dem Antrieb gegenüberliegenden Seite ein kleines Idler-Wheel anbringt, das zudem auch für Spannzwecke ausgelegt werden kann. Das Objektiv erfährt dann Antriebskräfte wie bei der Handverstellung mit zwei Fingern.


    Clear Skies, Reinhold

  • Ok, ich glaube, dann hast Du mein Verfahren noch nicht ganz verstanden. Der Zahnriemen sitzt genau in den Fokus-Rillen der Optik. Nicht sehr fest gespannt, denn er umfasst das Teleskop zu einem großen Teil und bewegt den Fokusring genau so sensibel wie mit 2 Fingern. Die Belastung ist so minimal, da passiert gar nichts. Dazu ist die Fokussierung völlig verwackelungsfrei, besser als mit 2 Fingern.

    Gruß Horst

  • Hallo Horst,


    ich habe dein Vorgehen verstanden, es funktioniert, keine Frage. Dennoch sind übliche Objektive für diese Art der Belastung nicht ausgelegt.


    Diese Anordnung - eine Quick-amd-Dirty-Skizze auf die Schnelle - vermeidet unsymmetrische Belastung der Verstellmechanismen im Objektiv.



    Clear Skies, Reinhold

  • Hallo Reinhold,

    ja natürlich. Kann man so machen. Ist aber unnötig. Ich hatte es beim ACL200, beim Whitecat und bein Samyang135 im Einsatz. Dein Einwand in Ehren. Ich wiederhole aber nochmals: die Zugspannung ist einstellbar und so gering, dass auch bei üblichen Objektiven nichts passiert. Wer dennoch Bedenken hat sollte es halt nicht einsetzen.

    Horst

  • Hallo Reinhold,

    ich habe es testweise mal etwas umgebaut so wie Du es für besser hältst. Oben zieht jetzt der Focuser, unten zieht ein zweites Zahnrad den Riemen runter. Der liegt jetzt nur noch seitlich auf. Natürlich funktioniert es auch so. Ist aber deutlich mehr Aufwand und ich erachte es nach wie vor nicht als notwendig oder schonender. Da die Auflagefläche auch geringer ist, läuft die Fokussierung m.E. nicht so zuverlässig in beiden Richtungen wie bei einem am Fokusring mit ca. 75% umschlossenen Zahnriemen der deshalb auch nicht sehr stark gespannt werden muss.

    Gruß Horst


    ACL200_Manfoc.jpg


    ACL200_Manfoc2.jpg

  • Bei mir flog gestern die Drehbank kranbedingt durch die Luft. Was nach einem dramatischen Unfall klingt, war allerdings geplant und meine Tina (eine Chester DB10V - Drehbank, 250mm Durchmesser, 55cm Spitzenweite) hob mit ihren 115kg ab. Der Kran (ein "engine hoist", keine Ahnung wie die auf deutsch heissen - man kann damit Motoren aus Autos hieven) kann in dieser Auslegerstellung bis 250kg, und die beiden Riemen haben je 1t Tragkraft.



    Nachdem der Adler gelandet war, ging es mit zwei Rollwagen Richtung Garagentor. Heute wurde die Maschine mit tatkraeftiger Mithilfe starker Nachbarn in einen PKW verladen und in ihre neue Wirkungsstaette verbracht. Wie sollte es auch anders sein - der neue Besitzer hat ebenfalls zwei Sternwarten im Garten.


    Dies war eine gute Uebung fuer den Ernstfall, der naechste Woche ansteht. Dann kommt Tina die Zweite. Und die wiegt 430kg. Da ist dann kein "Manhandling" mehr moeglich, und der Kran wird zeigen duerfen, was er so drauf hat. Fuer Drehbankliebhaber: Die Neue ist eine Warco GH1230.

    Der Name "Tina" kommt von Tina Turner. Denn "Turner" ist ein (inzwischen veralteter) englischer Begriff fuer eine Zerspanungsfachkraft (im Volksmund auch als "Dreher" bezeichnet). ;)

  • Ist aber deutlich mehr Aufwand und ich erachte es nach wie vor nicht als notwendig oder schonender.

    Hallo Horst,


    exakt so meinte ich es. Bis auf den Fall, wo das Gewinde des Verstellringes genau unter dem Zahnriemen liegt, bietet diese Lösung einen schonenderen Umgang mit einem Objektiv. Die innere Gewindemimik des Objektives wird die jetzt symmetrische Belastung erst nach Jahren danken können. Grüße, Reinhold

  • Heute mal eine kleine Bastelei aus meinem "Lieblingsmaterial". Es rostet nicht, es oxydiert nicht, man kann es in Schwefelsäure eintauchen ohne Schaden, es ist etwas schwerer als Alu und wesentlich fester als Stahl :) :thumbup:. Die drei Bleche sind aus einer spezial Titanlegierung. Mit normalen HSS-Werkzeugen kann man es nicht bearbeiten, also weder sägen noch bohren. Ich habe eine 1mm Diamanttrennscheibe genommen- so genau kam es nicht auf die Maße an.


    Die Bleche kommen in die Fugen unserer Terrasse und dienen als Anschlag für unsere Montierungen. Alle paar Monate muss man natürlich wieder neu einnorden- bis dahin erreicht man aber eine Wiederholgenauigkeit von 20".

    Das würde bei unseren Montierungen für 8 Minuten Belichtung ohne Guiding reichen (wenn wir Astrofotos machen würden). Es ist so aber sehr erleichternd: Montierung hinstellen, Standort bestätigen, Beobachtungsobjekt eingeben und fertig- und das bei Tag und Nacht.


    LG Phensri

  • Hallo zusammen,


    nun, nicht nur heute gebastelt. Aus einem Abend wurde eine Woche, ich musste mich erst mal ins Thema einarbeiten.


    Da ich seit einiger Zeit mit einem hier aktiven ATMler im Gedanken- und Datenaustausch zu einem bestimmten Thema bin und die ausgetauschten Dokumente auch nach heutigen Massstäben für Email eigentlich zu gross sind, habe ich einen FTP Server aufgesetzt. Dieses Projekt ist schon wesentlich älter, es gibt immer mal wieder Leute (oder Kunden), mit denen grössere Datenmengen auszutauschen sind.


    Hier ist er:



    Der Vergleich mit der Datenbohne lässt es erahnen, wie klein das ganze ist. Eine Himbeertorte (Raspberry-Pi 4), ein 250GB USB Stick, eine steile Lernkurve und schon steht er, der FTP Server. Stromverbrauch so um die 2W, Kosten ca. 120€.


    FTP ist zwar ein uraltes Protokoll (älter als HTTP), in seiner verschlüsselten Variante SFTP aber immer noch Mittel der Wahl, wenn einem die Hohheit über seine Daten etwas Wert ist.


    Sollte Interesse für eine Installationsanleitung bestehen, lasst es mich wissen. Ich habe das für mich notiert, damit ich den Setup jederzeit wiederholen kann.

    Kosten: ca. 120€, Aufwand mit etwas Übung im Umgang mit Unix: eine Stunde, Spassfaktor: unbezahlbar :P


    Herzliche Grüsse Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Zusammen,


    habe mir heute ein Ausgleichsgewicht für meinen GSO 8" Dobson gebaut.

    Im CAD die Modelle gezeichnet, im Ø zum Ausßendurchmesser, für 2x Ø8 mm 1.4305 Edelstahlwellen, Magnethalter mit Gummiüberzug und Mutter.

    Den 3D Drucker angeworfen und zwei mal den Halter aus PETG weiß gedruckt. 4x M4 Gewinde geschnitten - zum klemmen der Edelstahlwellen von der Unter-/Innenseite

    Ausgleichsgewichte aus 1.4305 Edelstahl gedreht mit Klemmschrauben (mit Kupferspitze, dass keine Macken entstehen).



    Kann an beliebiger Position angebracht werden, verkratzt nichts, schnell entfernt und fein einstellbar :)

    Viele Grüße

    Michael

    Edited 2 times, last by jukebox ().

  • Ich habe den Beitrag wohl besser pasend im Selbstbau-Optik-Forum nochmal neu platziert.

    LG Micha

    Edited 2 times, last by Wambo ().

  • Hallöchen zusammen,

    toll das dieser Thread so gut gepflegt wird und wächst und wächst und wächst.....

    Ich bin gerade dabei mir einen Sonnen-Folienfilter für mein neues C8 zu basteln.

    Die einzelnen Lagen sind aus Wellpappe E- Welle, aufeinandergeklebt. Dann matt lackiert.

    Erst schwarz, dann Vorderseite 2 x weiß.




    Gruß,

    Armin

  • Quick and dirty Kollimator. 15 min Entwurf, 40 min Druck und 15 min löten und kleben.


    Die Linse der asi120 ist nicht gerade gut dafür geeignet. Das Ergebnis sagt mir aber, daß die Verkippung vermutlich vom Korrektor kommt.

    Muss dann doch am Stern die Justage machen.



    Gruß,

    Martin

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