Hallo :) möchte mich vorstellen

  • Hallo zusammen ich bin der Steff aus Baden Württemberg,


    ich liebäugle schon seit Jahren mit dem Thema Astronomie, konnte mich aber bis jetzt nicht wirklich dazu durchringen mir wirklich ein Teleskop zu kaufen da ich einfach keine Ahnung habe und auch niemanden privat kenne der Interesse an so etwas hat :( Wie gesagt ich bin ein totaler Noob auf dem Gebiet aber habe mir trotzdem in letzter Zeit viele Videos angeschaut auf der bekannten Plattform.

    Es hilft alles nix wenn man nicht endlich das durchzieht an dem man wirklich interesse hat und jetzt ist der Zeitpunkt an dem es mich wirklich gepackt hat und ich mir mein erstes Teleskop kaufen möchte !!

    Bitte versteht mich nicht falsch wenn ich jetzt sage das ich gerne schon bischen "höherpreisig" einsteigen möchte, daher kommen Anfängerteleskope für 150 Euro nicht in Betracht.

    Allerdings ist es nicht so das ich einen Geldscheißer habe und unbegrenzte Mittel zur Verfügung :) "Wär ja schön wenns so wär" hehe


    Allerdings hab ich mir wirklich Gedanken gemacht, ich denke es wär doch eine gute Entscheidung mit einem 150 mm oder 200mm Newton anzufangen auf einer parallaktischen Montierung,

    wobei ich eher zu den 200mm auf einer HEQ5 für bischen über 800 Euro tendiere. Die Sache ist ja so, wenn ich mir ein Teleskop kaufe mit kleiner Montierung und kleinerem Spiegel dann reg ich mich später nur auf das ich nicht was dickeres gekauft habe !! Ich möchte erstmal visuell beginnen, d.h viel Öffnung und gescheite Montierung und im nachhinein bessere Occulare, Astrocam usw usw.... da läg es doch Nahe gleich etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen weil man ja später immer noch aufrüsten kann. Ich besitze ein Haus in einem Dorf auf dem Land und habe einen Garten, zur Not noch ein Grundstück am Waldrand auf das ich zur Not abhauen könnte und auch gute Dunkelheit herrscht . Also kurz gesagt ich bin nach all dem hin und her endlich zu einer Entscheidung gekommen..... Das Bresser 200mm mit 1000mm Brennweite auf einer Heq 5 für knapp über 800 Euro, ich möchte mir gerne die Astrophotografie die ich im Hinterkopf habe damit anfangen aber erstmal visuell beginnen, da goto und Astrocams ja im nachhinein nachgekauft werden können.


    Das ist der Punkt an dem ich im Moment bin und mich würd wirklich interessieren wie ihr *liebes Forum* dazu denkt, ich hoffe ich liege nicht total daneben, und ich hab wirklich sehr großes Interesse an der Sache, und dachte mir das ist auch weiterblickend die beste Alternative, ich bin aber natürlich dankbar über eure Kommentare und Vorschläge :)

  • Hallo Steff,


    ich finde Deine Idee, es nach und nach anzugehen gut.

    Grundlagen im rein visuellen Bereich erlernen/erfahren.


    Mit einem 200/1000 Newton bin ich der Meinung das Du damit recht gut aufgestellt bist im visuellen Beobachten.

    Mit der HEQ-5, nach allem was man liest, bist Du auch gut bedient.

    Aber ob die dann mit dem 200/1000 für Deine fotografischen Ambitionen reicht, hab ich meiner Zweifel. Fotografisch geht man von 60% bis 65% der angegebenen Traglast aus.

    Auch nicht nur das reine Gewicht berücksichtigen. So 200/1000 Newton bringt eine ordentliche Baulänge mit sich und somit auch einen großen Hebel, sprich Ausschwingzeiten.

    Da ich aber nicht der Astrofotograf bin, sind andere berufener was dazu zu sagen.


    Für den rein visuellen Bereich halte ich Deine Auswahl für gut.

    Informiere Dich aber über die "Tücken" eines Newton parallaktisch montiert.

    Da wird sicherlich der ein oder andere Einwand kommen.


    Achte auch bei der Wahl des 200/1000 das er dann, für Dein fotografisches Vorhaben, auch auf Fotografie ausgerichtet ist.

    Die "einfachen" Varianten sind visuell ausgerichtet.


    Mit Deinen angegebenen 800,-€ wirst Du momentan aber ins schleudern kommen.

    Und mit kurzen Lieferzeiten ist es auch nicht weit her.

    Die HEQ-5 kostet zur Zeit ca. 1400,-€.

    Ein visuell ausgerichteter 200/1000 Newton liegt bei ca. 550,-€.

    Dann kämen noch Stromversorgung und ein, zwei Okulare dazu.

    Dann noch "Kleinkram", Rotlichtlampe, Karten/Atlanten... etc. usw..


    Mit einem 150/750 Newton parallaktisch montiert rutscht Du mit den Preisen etwas runter.

    Für solch einen Newton würde auch eine EQ-5 rein visuell reichen.

    Die kostet momentan aber auch ca. 1100,-€

    Das Bresser 200mm mit 1000mm Brennweite auf einer Heq 5 für knapp über 800 Euro,

    Bei Bresser ist es eine Exos-2 , die in die HEQ-5 Klasse eingeordnet wurde, aber mMn. eher in EQ-5 Klasse gehört und da auch nicht wirklich.

    Ich besitze eine und finde sie nicht so prickelnd, zu mal wenn Du einen 200/1000 Newton drauf packen willst.

    Da würde ich persönlich Abstand von nehmen.

    Die originalen Montierungen von SkyWatcher, EQ3-2, EQ-5, HEQ-5, usw., haben einen guten Ruf.

    Es gibt einige Nachbauten, die dann mit der entsprechenden Klasse beworben werden, aber eben nicht dran kommen.

    Eine Celestron AVX wäre, meiner rein persönlichen Meinung nach, mit einer HEQ-5 in etwa vergleichbar, da liegt der Preis aber im Moment auch recht hoch.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

  • Hallo Steff,


    willkommen im Forum. Für visuell ist deine Wahl gut, denn bei visueller Beobachtung macht mehr Öffnung immer mehr Genuss. Ich habe selbst einen SkyWatcher 200/1000 Newton, allerdings auf einer EQ-6 Pro. Die HEQ-5 ist sicherlich noch stabil genug für visuell, fürs Fotografieren aber schon grenzwertig. Aber am besten selbst ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Die beste Investition ist wohl immer die in eine stabile Montierung.


    Wie Mathias oben schon angemerkt hat, wirst du mit € 800,- für Teleskop und Montierung und Zubehör nicht recht weit kommen. Also entweder eine Größenklasse darunter (visuell dann vielleicht weniger Spaß) oder etwas mehr ausgeben. Astrofotografie kostet dann sowieso wieder extra.


    Super, wenn du viel Platz im Garten und einen dunklen Himmel hast. Das sind schon einmal sehr gute Voraussetzungen :-)


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Hallo Steff,


    Haus+Garten? Dorf? Feldgrundstück? Mit Schuppen?

    Negativzinsen plündern Dein Sparkonto?

    16 Zoll Gitterrohr Dobson... 8) !


    Ach so - Foto Ambitionen, ja dann ....

    ...lass ich mal die Deepsky Foto Fachleute schreiben.


    CS,

    Walter


    PS: Die Fokuseinstellung ist entweder für Foto oder Visuell konzipiert. Auch der Fangspiegel. Bei Sky-Watcher wäre es das 200PDS statt des 200P. Ist der Bresser auch für Foto konzipiert? Für Visuell braucht man bei solchen Auslegungen dann eine OAZ Verlängerungshülse (wird mitgelliefert). Wie hat Bresser das realisiert?

  • Hallo Steff,


    von mir auch ein Willkommen hier :) .

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • Hallo Steff,


    Willkommen auch von mir. Zur Montierung wurde ja schon einiges gesagt. Da ich aber jahrelang mit dem 8" Newton auf einer Vixen GP fotografiert habe kann ich zumindest aus meiner Erfahrung sagen, dass z. B. an einem windstillen Ort es nicht automatisch eine EQ-6 für einen 8" Newton als Rundumsorglospaket sein muss, obwohl das mit Sicherheit die stabilste Kombi ist, die auch glücklich macht. :)


    Ich hätte es gern auch mal auf einer gebrauchten GP-DX versucht, die noch stabiler ist als die GP, und die es auch immer wieder mal gebraucht gibt. Leider schwanken hier die Preise von halbwegs realistisch (ca. 400 - 500 Euro) bis horrormäßig übertrieben.


    Was hier der Nachteil ist, dass schnelles GoTo nicht zur Grundausstattung gehört. Das ist zwar realisierbar, aber dann muss halt aufrüsten. Und schon ist man wieder Preisbereichen um die 1.000 Euro.


    Die Bresser kenn ich nicht, aber ich würde auch eher die echte HEQ-5 von Skywatcher bevorzugen, die allerdings auch seht verteuert wurde in den letzten Monaten . Die EQ-6 ist ja preislich auch so nach oben abgegangen wegen Corona.


    Also eigentlich keine gute Zeit für den Kauf von gute neuen Montierungen. Die Frage ist natürlich auch, werden die Preise jemals wieder auf das Vor-Corona-Niveau gesenkt? ich glaube eher nicht.


    Viel mehr Leute haben in der Pandemie Teleskope gekauft als in normalen Zeiten, d. h. ich glaube der Gebrauchtmarkt wird demnächst sehr voll werden. Der Traum ein Teleskop zu besitzen verliert an Glanz wenn man merkt, wie kompliziert das Hobby tatsächlich sein kann.


    Daher wäre noch etwas warten auch eine Option.


    VG und CS, Micha

  • Hallo,

    ich liebäugle schon seit Jahren mit dem Thema Astronomie, konnte mich aber bis jetzt nicht wirklich dazu durchringen mir wirklich ein Teleskop zu kaufen da ich einfach keine Ahnung habe und auch niemanden privat kenne der Interesse an so etwas hat :( Wie gesagt ich bin ein totaler Noob auf dem Gebiet aber habe mir trotzdem in letzter Zeit viele Videos angeschaut auf der bekannten Plattform.

    wenn Du noch nie durch ein Teleskop geschaut hast und ein geduldiger Mensch bist, wäre es hilfreich, wenn Du Dich mal mit Gleichgesinnten triffst. Vielleicht gibt es in Deiner Gegend ja einen Verein oder die Astrokarte hilft Dir dabei.

    Was Dich visuell erwartet, siehst Du hier anhand von Zeichnungen:

    Deep Sky Visuell

    Astro visuell


    Die nächtliche Ausgangssperre dürfte bereits Ende Juni schon wieder vorbei sein. Du könntest Dich also bald mit anderen Leuten nachts treffen.

    Bedenke, dass nicht nur das Teleskop und eine Montierung Geld kosten. Der ganze Kleinkram geht auch ins Geld.


    Gruß

    Ronald

  • Hallo Steff,


    willkommen hier im Astrotreff :) .


    Dann melde ich mich mal zum Thema Fotografieren.


    Wie mbba schon schrieb, rechne bei der Fotografie mit max. um die 60-65 % der angegebenen Tragfähigkeit. Mit mehr Gewicht solltest du die Monti nicht belasten.


    Ich hab im Sommer 2019 mit der Astrofotografie begonnen und mein erstes Milchstraßenfoto mit einer unmodifizierten Nikon, 16-300 mm Zoom-Objektiv, Stativ und Fernbedienung gemacht. Wenn du das schon hast oder dir leihen kannst, kannst du damit erste Erfahrungen sammeln.


    Danach kam eine kleine Skywatcher Star Adventurer Montierung dazu, um längere Belichtungszeitungen zu ermöglichen.

    Und dann eine astromodifizierte Canon EOS 700da und viele verschiedene Objektive bis max. 200 mm, ein stabileres Stativ, Objektivheizung, Batterieadapter und Powerbank.


    Damit kannst du dich schon eine Weile beschäftigen und dich ins Handling einarbeiten.


    Zum Fotografieren würde ich zu Beginn auch nicht mehr Brennweite empfehlen, weil damit dann auch die Ansprüche an die Ausrüstung (stärkere Montierung mit GOTO, Autoguiding, Strom ...) und auch der finanzielle Einsatz erheblich steigen.


    Ein Super-Buch kann ich dir ans Herz legen, da steht alles drin, was du für den Anfang brauchst.

    Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung – 2. Auflage: Amazon.de: Seidel, Katja: Bücher


    Viel Erfolg

    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Hallo Steff,

    Viel mehr Leute haben in der Pandemie Teleskope gekauft als in normalen Zeiten, d. h. ich glaube der Gebrauchtmarkt wird demnächst sehr voll werden. Der Traum ein Teleskop zu besitzen verliert an Glanz wenn man merkt, wie kompliziert das Hobby tatsächlich sein kann.

    Ich würde nicht von kompliziert sprechen, eher anspruchsvoll.

    Man muss sich mit vielen Sachverhalten auseinander setzen und diese in Einklang bringen.

    Deshalb, lesen, lesen, lesen... an der Theorie kommt man leider nicht vorbei.


    Ich bin bis jetzt "nur" auf Deine Auswahl eingegangen, die recht überlegt scheint.

    Aber im Vorfeld würde ich mich über die verschiedenen Bauformen von Teleskopen und Montierungen informieren.

    Teleskope:

    - Refraktoren/Linsenteleskope

    - Reflektoren/Spiegelteleskope

    - katadioptrische Teleskope, Mischform aus Linse und Spiegel

    Montierungen:

    - RockerBox = Alt/AZ Montierung in Holzkiste ;)

    - Alt/AZ auf Stativ

    - parallaktische Montierung

    Alles hat sein Vor- und Nachteile, oder besser, eines ist für dieses besser geeignet als ein anderes.


    Okulare, die kein Zubehör sind, sondern zum optischen System gehören, sind ein weiteres Thema.


    Dann Sucher, Filter... etc. usw..


    Astrofotografie, die vielfach auch als Königsklasse der Fotografie bezeichnet wird, ist noch ein ganz anderes Thema und sehr vielschichtig.

    Oft werden visuell und fotografisch vom Setup her getrennt.


    Der Spruch, "jedes Teleskop hat seinen Himmel" oder auch andersherum "für jeden Himmel gibt es ein Teleskop" ist stimmig.

    MMn. kannst Du mit jedem Teleskop starten und eben die dazu passenden Objekte beobachten. Es gibt genügend davon.

    Solange das angeschaffte System in sich stimmig ist. Also z.B. keinen 120/1200 Refraktor auf eine EQ3-2 ;) .


    Wohin Deine Astroreise hin gehen wird, stellt sich erst mit der Zeit heraus.

    Sammle Wissen, Erfahrung... etc. usw..


    Geh das ganze mit Ruhe an, die Sterne laufen nicht weg.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • vielen Dank für eure netten Ratschläge, um mir selber etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen hab ich mich nun tatsächlich für das "Bresser 150mm Reiseteleskop" in Dobsonbauweise entschieden.

    Der Grund dafür ist erstmal der Preis von knapp über 300 Euro find ich das für den ersten einstieg gut überlegt, auch der 2 Zoll Occularauszug ist ein Grund für die Entscheidung. Aber der Hauptgrund für meine Entscheidung ist das man den Tubus später auf eine gute Montage umsatteln kann um doch noch in die Astrophotografie einzusteigen. Als zweiter Schritt werd ich mir das Hyperion Baader Zommoccular mark 3 besorgen um visuell erste Erfahrungen zu sammeln. Wenn ich dann an dem Punkt bin an dem ich weis wies wirklich läuft wird für die goto Montierung gespart und eine gute Astrocam angeschafft :)


    Das scheint mir einfach am vernünftigsten zu sein und im Nachhinein weiter aufzurüsten da man damit ja einigermaßen gute Öffnung hat und man es als Dobson wie auch für Fotografie später benutzen kann, das wird mit größeren Dobson wohl schwierig oder extrem teuer für die Montierung.


    Ich hoffe ich liege mit meiner Entscheidung nicht toal daneben :)

  • Hallo Steff,


    wenns dieses ist:

    Bresser Dobson Teleskop N 150/750 Messier DOB

    kannst Du den später wohl wirklich ohne viel Umstand auf eine andere Montierung packen, da der Tubus mit Rohrschellen und Prismenschiene ausgerüstet ist.

    2" Okularauszug (OAZ) ist auch gut.

    Zur Qualität des Teleskop kann ich nichts beitragen, aber mit 150/750 wirst Du gut was zu beobachten bekommen und wow-Effekte erleben.

    Deckt Planeten und auch DeepSky ab.

    Der Start mit einem 150/750 Newton ist nicht der verkehrteste.


    Ein wenig bedenken habe ich immer bei diesen Einarm-RockerBoxen, bezüglich der Stabilität.


    Zu Zoom-Okularen kann ich nichts sagen, da ich keines besitze.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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