Rückkehr von der ersten Nacht

  • Hallo,


    ich komme grade von meiner ersten Beobachtungsnacht heim. Naja, eigentlich möchte ich es eher den Versuch einer Beobachtungsnacht nennen. Denn es taten sich ein paar Probleme auf, von denen ich hoffe, dass ihr mir vieleicht helfen könnt.


    Zunächst sei gesagt, dass ich mit einem

    Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD 800 AVX GoTo mit nur einem 40mm Okkular (1.25 Zoll)

    draussen war. Mit Strom versorgt wurde das ganze durch den Celestron Power Tank mit 159 kWh (Voll geladen)


    So, nun zu meinen Problemen:


    1. Ich glaube, mein Kompass war kaputt. (Geht das überhaupt?) Zumindest waren mein Kompass und mein Handy Kompass sich sehr uneins. Das hat natürlich das Einnorden massivst erschwert.


    2. Das Handteil von der Montierung hat im Lauftext nur Kauderwelsch angezeigt. Oder präziser ausgedrückt: Text der stillstand war gut zu lesen. Text der sich bewegt hat war nicht gut zu lesen. Zuhause hab ich es grade nochmal probiert, da war das Problem auch erst da, wurde dann aber Besser. Vieleicht war die Kälte (9 Grad laut Autothermometer) das Problem?


    3. Allignment hat mal so gar nicht geklappt. Ich habe dann mit viel Mühe den Mond eingestellt bekommen. Da der leider voll war, tat es richtig weh, ihn in den Augen zu beobachten. Frage hier, was kann man besser beim Allignment machen? Für den Mond werde ich ja wahrscheinlich Filter benötigen, damit der nicht mehr so weh tut.


    4. Ich hab den kleinen Wagen nicht gefunden. Cassiopeia und der Grosse waren kein Problem, aber der kleine war schwer. Dadurch Polaris auch nicht gut auszumachen. Ich hab es mit der Stelarium App probiert, aber das klappte auch mehr schlecht als recht. Das Bild ist sehr gesprungen und am Ende habe ich mal den Mond als Referenzpunkt genommen. Die Darstellung im Smartphone und am tatsächlichen Horizont wichen circa 30 Grad nach rechts voneinander ab.


    5. Der Sucher stellte sich als recht nutzlos raus. Ich vermute mal, dass ich bei der Justage murks gebaut habe.


    Ich bin eigentlich mit recht geringen Erwartungen in die Nacht gegangen. Bin dementsprechend auch nicht enttäuscht oder demotiviert. Ich würde eher sagen lern- und Kritik willig.


    Danke für eure Hilfe


    gruss

    Daniel

  • Hallo Daniel,


    40mm Okkular (1.25 Zoll)

    Besorge Dir ein Übersichtsokular in 2" und über 60° Gesichtsfeld.

    Als Grundausstattung an Okularen:

    - eines für die Überischt/Finden

    - eines für mittllere Vergrößerung

    - eines für hohe/Hochvergrößerung

    Mein "normaler" Schmidt-Cassegrain (SC) kommt gut mit verschiedenen Okularen klar, unkritisch also. Wie das bei Deinem Edge ist weiß ich nicht, da der ja fotografisch optimiert ist.

    Okulare sind sehr individuell, da mag ich keine Empfehlungen aussprechen.


    zu 1)

    - Hast Du den Kompass von der Montierung fern gehalten? Die besteht aus Metall und irritiert den Kompass.

    - Hast Du den Kompass im SmartPhone kalibriert?


    zu 2)

    Kenne Deinen Handcontroller nicht. Habe solche Probleme auch so noch nicht an meinen Handcontrollern gehabt.


    zu 3)

    Nun ja, Vollmond halt ;) .

    Ich persönlich beobachte den Mond maximal bis 50%, ab- oder zunehmend, da, wie Du festgestellt hast, es sehr blendet. Da dann am Terminator entlang. Kontrastreicher, Schattenwürfe usw. usw..

    Da kann ein Mondfilter oder Polarisationsfilter, Abdunklung stufenlos einstellbar, helfen.

    DeepSky bei Vollmond, da säuft das meiste ab.

    Erschwert auch das Alignment.

    Hast Du das Teleskop ausbalanciert?

    Dein Schmidt-Cassegrain (SC) genügend lange auskühlen lassen?

    Mit einer Taukappe versehen?

    Polhöhe, also den Breitengrad Deines Beobachtungsstandortes eingestellt?

    Daten korrekt im Handcontroller eingegeben?


    zu 4)

    Wieder der Vollmond, da säuft einfach vieles ab.

    Dennoch ist es möglich über den Sucher den Alignment-Stern zu finden.


    zu 5)

    Den Sucher am Besten noch im Hellen an einem weit entfernten Objekt, Kirchturm etc. am Teleskop auszurichten.


    So mal meine persönliche Meinung.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

  • Hallo Daniel,


    deine Schilderung erinnert mich so so sehr an meine erste Nacht ...und an die zweite und dritte ,aber mach dir keine Sorgen , irgendwann klappt es .

    Ich hatte als Anfänger sogar fast das gleiche Equipment . Aber nachher ist man immer schlauer ;-) .Polaris habe ich am Anfang auch nie gefunden. Ich hab immer gedacht das der ja ziemlich hell sein muss , ist er aber nicht.


    Was mit letztendlich geholfen hat war, den grossen Wagen zu finden ( den hast du ja) , den kleinen habe ich nie gebraucht. Von den hinteren beiden Sternen ziehst du eine gedachte Linie , wie auf dem Bild zu sehen, die trifft genau auf Polaris. Das geht recht gut, weil da, zumindest für das bloße Auge , kaum andere Sterne um Polaris drum rum sind.

    th?id=OIP.B6gnsaq5xRWKYi5IlEOg4gAAAA&pid=3.1&w=300&h=300&p=0


    Bei deinem 2000mm Teleskop musst du den den Sucher schon sehr sehr genau einstellen. Meiner Meinung nach sind die Standard Sucher auch nicht unbedingt optimal , und verstellen sich sehr schnell.

    D.h. zu Hause eingestellt, transportiert , und schon um einen Millimeter verstellt. Und das macht bei deiner hohen Brennweite echt was aus.


    Auch das Alignement muss bei deiner hohen Brennweite schon sehr genau stimmen. Ich weiss aber nicht, was du gemacht hats, daher kann ich dazu wenig sagen. Aber auf den Mond ist auf jeden Fall viel zu ungenau.


    Bleib dran und gib nicht auf ,anderen ging es ganu so :)

  • Hallo Daniel,


    gratuliere dir zur ersten Beobachtungsnacht. Nur nicht aufgeben, beim Einsatz eines Teleskops und GoTo gibt es viel zu lernen. Mir erging es am Anfang ganz ähnlich. Du bist ja zumindest schon gut ausgerüstet.


    1) wie groß war denn der Unterschied zwischen deinem Kompass und dem Handykompass? Solange du keine fotografischen Aufnahmen machen möchtest, reicht für das Alignment eine ungefähre Ausrichtung des Teleskops Richtung Norden aus. Und schau mal, was du bei deiner Handy Kompass-App für Einstellung hast. Der Hand-Kompass zeigt Richtung magnetischen Nordpol.


    2) Auf dem Handcontroller (ich habe den SynScan) werden einige wenige Lauftexte angezeigt: am Anfang immer die Warnung, dass du nicht ohne Sonnenfilter mit deinem Teleskop die Sonne beobachten sollst und dann (bei mir zumindest) nach dem Alignment die Nachricht "Caution Previous NPE Applied". Falls diese Nachricht auch bei dir aufscheint, kannst du sie bei einer azimutalen Montierung ignorieren.


    3/4) Hast du eine azimutale oder parallaktische Montierung? Wichtig ist, dass die Montierung waagrecht ausgerichtet ist. In den Handcontroller die Zeit (Achtung Sommerzeit!), geographische Länge und Breite, sowie Höhe deines Beobachtungsstandortes eingeben. Eine parallaktische Montierung musst du auf den Polarstern ausrichten. Für eine azimutale reicht eine ungefähre Ausrichtung Richtung Norden. Für das Alignment kannst du zwischen "Hellstem Stern", "2-Stern" und "3-Stern Alignment" wählen. I.d.R. funktioniert es mit der "Brightest Star"-Methode sehr gut. Du musst aber den ersten Stern und meist auch den zweiten Stern mit dem Handcontroller ansteuern und den Stern dann im Okular (dazu besser eines mit höherer Vergrößerung verwenden) zentrieren. Da ist es ratsam den Stern unscharf zustellen, weil du dadurch besser sehen kannst, ob der Stern zentriert ist.

    Bei Vollmond und im Stadtgebiet kann es schon sein, dass du die Sterne des Kleinen Wagen nicht siehst. Im Stadtgebiet ist die Grenzgröße, bei der man die Sterne mit freiem Auge sehen kann, normalerweise so um ca. 2,5 mag. Bei Vollmond werden die Sterne meist überstrahlt.


    Für den Mond empfiehlt sich jedenfalls ein Mondfilter (Polfilter), die kosten auch nicht viel. Eine Beobachtung des Mondes ist oft lohnender, wenn der Mond weniger beleuchtet ist. Dann gibt es vor allem entlang des Terminators spektakuläre Licht-Schatten-Spiele.


    5) Den Sucher am besten bei Tag an einem entfernten, unbeweglichen Objekt (z. B. Kirchturm, Baukran) einrichten. Wenn du einen Sucher mit Fadenkreuz hast, dann soll das Objekt im Fadenkreuz im Okular zentriert erscheinen.


    Du wirst sehen, mit jedem Versuch wirst du das Alignment besser hinbekommen. Ich bin am Anfang auch oft verzweifelt.


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Moin,


    so jetzt ausgeschlafen und dann kann ich erstmal danke für die Ratschläge sagen.


    Und vieleicht noch ein paar Dinge ergänzen:


    Zu 1) Der Unterschied zwischen Kompass und Handy waren tatsächlich stellenweise bis zu 30 Grad. Der Kompass ist Flüssigkeits gelagert, allerdings schon etwas älter und hatte schon immer eine kleine Luftblase drin. Und ich hab ich natürlich auf die Montierung gelegt. Und nicht drüber gehalten.


    Zu 2) Ich vermute mal weiter, dass es die Kälte war. ICh beobachte mal. Hab zuhause mal die beiden Stromanschlüsse des Akkus durchprobiert. Laut Anleitung beide gleiche Spannung, aber der eine liefert bis zu 5A der andere bis zu 10A (Zigarettenanzünder buchse). Bei letzterem war das Problem nicht so ausgeprägt. Dabei braucht die Montierung laut Anleitung nur 3.5 A.


    zu 3) Ich habe eine parallaktische Montierung. Ich denke, ich werde die einfach falsch eingenordet haben. Ich habe keinen Polsucher (Das Loch ist an der Montierung da, aber halt keiner drin.) Eventuell sollte ich den mal nachrüsten. Ich werde beim nächsten mal die hier genannten Tricks probieren.


    zu 4) Ich denke, dass hängt mit 5 zusammen. Alligment über den Sucher gemacht, Sucher nicht vernünftig justiert und schon hat man den Salat.


    Insgesamt muss ich auch sagen, dass die Nacht recht überstüzt war. Montierung kam morgens per Post. Morgens trocken in der Wohnung aufgebaut, wieder abgebaut, ins Auto geladen und ab dafür, als die Sonne weg war. War halt die letzte klare Nacht in meinem Urlaub und die wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen.


    Was das Okkular angeht: Ich hab nur nen 1.25 Anschluss. Und Okkulare sind bei mir so ein leidiges Thema. Ich weiss, ich brauche welche, ich kann mich aber nicht entscheiden, was taugt. Ich bin irgendwie an der Morpheus Serie von Baader hängen geblieben, die aber natürlich ihren Preis haben. Ansonsten wird ja von Astro Shop Omegon sehr stark beworben. Wobei ich da nicht weiss: Hausmarke oder billiger China Schrott? Man sagt ja immer: Wer billig kauft, kauft 2 mal. Ich hab schonmal gerechnet und wenn ich mich nicht verrechnet habe, macht eine Pupille unter 7mm bei der Brennweite meines Teleskopes keinen Sinn.


    Ansonsten stehe ich generell vor der Frage, was sind die nächsten Anschaffungen? Okkulare? Polsucher? Taschen für die Sachen um die unhandlichen Kisten loszuwerden?

  • Zu 2) Ich vermute mal weiter, dass es die Kälte war.

    Hallo Daniel,


    die "Kälte" ist sicher kein Problem gewesen, denn +9 Grad C sind beileibe bei Beobachtungen im Freien nicht kalt - im Gegenteil. ;-) Mit meinem Handcontroller war ich schon in Nächten mit -10 Grad und weniger unterwegs.


    Du hast es ja selbst gesagt - mit etwas mehr Übung kriegst du Routine. Beim Alignment ist wichtig, dass die Sterne im Okular zentriert sind, denn sonst fährt dein GoTo immer daneben. Der Sucher hat ein weiteres Gesichtsfeld.


    Das Thema Okulare kannst du von vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wichtig ist, dass du dir ein Set von ca. 3-4 Okularen anschaffst. Welche Marke du wählst, wird von deinem Budget abhängen.


    Ich habe eine Serie von Explore Scientific (f=30, 16, 10 mm) und bin damit recht zufrieden. Die sind mittelpreisig. Ich habe auch ein teureres Omegon Okular (f=7mm Super LE), das hat ein schönes Blickfeld und eine scharfe Auflösung, und letztlich habe ich noch ein Baader Ortho (f=6 mm). Die meisten Sachen kommen ohnedies aus China und wenn du nicht das allerbilligste Zeugs kaufst, ist die Qualität ganz gut.


    Polsucher wird dein Leben beim Einrichten einfacher machen, vor allem, wenn du mobil mit deiner Ausrüstung unterwegs bist. Und gute Taschen mit bequemen Traggriffen und hochwertigen Reißverschlüssen kann ich dir auch empfehlen. Weiters: Okularkoffer, Werkzeugkasten oder Koffer (aus Plastik) für Kabel, Stecker, Werkzeug, Schreibstifte ..., Mond- und evtl. Sonnenfilter, Nebelfilter.


    Viel Spaß und liebe Grüße,


    Christian

  • Hallo Daniel,


    Zu allen Fragen kann ich keine Antwort geben, da ich dein Teleskop und deine Montierung nicht kenne.


    Der Unterschied zwischen Kompass und Handy waren tatsächlich stellenweise bis zu 30 Grad.

    Ich verwende ebenfalls einen Kompass mit dem ich meine Montierung schon in der Dämmerung ausrichte. Dieser Kompass ist ebenfalls flüssigkeitsgelagert (Öl) und verfügt über eine Blase. Diese Blase ist bei einem solchen Kompass normal.

    Ich halte meinem Kompass allerdings nicht über die Montierung sondern über das Stativ und richte das nach Norden aus. Das funktioniert so gut, das ich eigentlich immer den Polarstern im Polsucher habe.

    Der Kompass stammt aus meiner astronomischen Anfangszeit und ist über 30 Jahre alt.

    Ich habe eine parallaktische Montierung. Ich denke, ich werde die einfach falsch eingenordet haben.

    Ein Polsucher ist bei einer Parallaktischen Montierung meiner Meinung nach sehr wichtig.

    Mit einem Polsucher kann die Montierung einfach nach Norden und auch auf die richtige Höhe ausgerichtet werden.


    Allignment hat mal so gar nicht geklappt. Ich habe dann mit viel Mühe den Mond eingestellt bekommen.

    Neben den richtigen Eingaben vom der Uhrzeit und dem Datum, dabei das Zeit und Datumsformat beachten, sollte die Montierung eingenordet sein, denn sonst kann die ja irgendwo im Raum stehen. Ob es noch weitere Eigenschaften der Montierung wie eine Startposition gibt, dazu kann ich nichts schreiben.


    Für den Mond werde ich ja wahrscheinlich Filter benötigen, damit der nicht mehr so weh tut.

    Das ist sehr individuell.

    Manche Beobachter benötigen keinen Filter oder halten diesen als unnötig, wieder andere benutzen Filter bei der Mondbeobachtung. Ich selbst setze bei meinem 10" Cassegrain Filter bei der Mondbeobachtung auch bei höheren Vergrößerungen ein. Entweder Grau/Neutralfilter der Dichte ND 0.6 oder ND 0.9 oder zwei einzelne Polfilter die durch gegenseitiges verdrehen die Helligkeit stufenlos ändern.


    Dadurch Polaris auch nicht gut auszumachen.

    Wenn du einmal weist wo du diesen Stern suchen musst, dann ist dieser auch kurz nach Sonnenuntergang in der Dämmerung zu sehen. Das braucht etwas Übung und Erfahrung, dann aber ist Polaris leicht zu sehen.

    Und Okkulare sind bei mir so ein leidiges Thema.

    Ich habe am 12" Newton und am 10" Cassegrain gute Erfahrungen mit der 82° Serie von Explore Scientific und den Baader Hyperion Okulare gemacht.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo,


    ich denke, ich werde mir als nächstes erstmal den hier dann zulegen, in der Hoffnung, dass es einfacher geht.


    https://www.astroshop.de/suche…-cgem-montierungen/p,8228


    Jetzt kommt eine dumme Frage dazu: Ich baue den in die Montierung ein, justiere den Zuhause. Mein bisheriger Beobachtungsplatz ist aber etwas weiter draussen. Was mich zu der Frage führt: Übersteht die Justierung den Transport? Oder darf ich vor Ort dann wieder justieren?


    Selbe Frage zum Sucherrohr: Ich justiere das Daheim, nehme ist dann quasi im Sucherschuh fest montiert vom Tubus ab. Verstaue es, fahre raus und baue es vor Ort wieder an. Meint ihr das passt oder ist das eine bescheuerte Idee?

  • Selbe Frage zum Sucherrohr: Ich justiere das Daheim, nehme ist dann quasi im Sucherschuh fest montiert vom Tubus ab. Verstaue es, fahre raus und baue es vor Ort wieder an. Meint ihr das passt oder ist das eine bescheuerte Idee?

    Hallo,


    Das Sucherfernrohr wird eigentlich immer dann justiert, nachdem das Teleskop aufgebaut wurde. Selten halten die Sucherfernrohre die Ausrichtung zum Teleskop nachdem sie transportiert wurden.

    Mein Peilsucher hält die Ausrichtung, der Telrad weicht immer leicht ab und muss ihn somit nachjustieren.

    Das Ausrichten ist aber keine große Sache: Einfach eine auffällige Landmarke suchen und das Teleskop und das Sucherfernrohr zueinander ausrichten.

    Mein bisheriger Beobachtungsplatz ist aber etwas weiter draussen. Was mich zu der Frage führt: Übersteht die Justierung den Transport? Oder darf ich vor Ort dann wieder justieren?

    Meine Polsucher haben alle die Transporte überstanden ohne sich zu verstellen. Normalerweise sind die stabil und werden fest in die Montierung eingeschraubt und sollten sich somit nicht verstellen.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Daniel


    Gratuliere zur ersten "Feuertaufe". Ging bei mir nicht anders - wohl bei jedem von uns bei der ersten Beobachtungsnacht.


    Kompass:

    Auch bei mir ist es nicht möglich, mit meinem Wanderkompass oder auch mit dem Smartphone (Kompass kalibriert) vernünftig den Norden anzupeilen. Ich weiss zum Glück, anhand von Karten wo bei mir Norden ist.


    Das Problem ist, dass heutzutage überall Stromleitungen, Stahlzäune, Autos, Stahlbeton etc. verbaut ist und dies einen Kompass extrem stören kann. Ich stelle z.B. die Montierung auf die Wiese. Unter der Wiese ist die Tiefgarage. Wenn ich den Kompass auf den Boden lege, dann staune ich nicht schlecht, wenn Norden plötzlich im Süden oder Wesen liegt.... :-)


    Spannend fand ich den Beitrag von Gerd - sein Kompass ist in Öl-Flüssigkeit und mit Luftblase... anscheinend weniger störungsanfällig? Ich werde jedenfalls mal genauer googeln, ob es wirklich störungsfreie Kompasse gibt.


    Aber kurz um... ja, das mit den Kompassen ist normal. Habe auch ein Garmin GPS-Gerät für 800 Euros.... aber sobald man in der Nähe von Strommasten oder Beton (Stahlbeton) steht, dann spinnt der Kompass und die Positionsgenauigkeit ist bei Radius 30m +.


    Laufschrift auf dem Handcontroller:

    Habe eine CGX-L mit der Handsteuerung Nexstar+. Schau mal im Menü --> Handcontroller. Dort müsstest Du die Geschwindigkeit der Laufschrift einstellen können - mach sie langsam... zu schnell ist nicht wirklich lesbar. Ebenso kannst Du einstellen, ob die Schrift fett oder fein geschrieben stehen soll. Persönlich finde ich fein einfacher lesbar, als fett. Probier es einfach mal aus.


    Alignment:

    Wenn die Ausrichtung des Teleskops so gar nicht stimmt (also Norden stark verpeilt ist), dann muss man den Sternenhimmel schon gut kennen, um dann beim Alignment manuell den Stern anzufahren und dann mit Glück den richtigen Stern zu bestimmen. Wenn der Sucher dann auch nicht justiert ist, dann ist das so gut wie unmöglich.

    - Probiere aber so gut wie möglich wirklich helle Sterne für das Alignment zu verwenden (Capella, Arktur, Castor, Pollux... sind aktuell so meine üblichen Verdächtigen und im Okular ist es eindeutig klar ersichtlich, wenn Du diese Sterne im Okular hast - heben sich stark ab).


    Als Okular zuerst mit kleiner Vergrösserung und möglichst weites Gesichtsfeld. Wenn der Stern dann in der Mitte ist, auf die höhere Vergrösserung wechseln und dann noch genau zentrieren.


    Sucher:

    - Sucher ist nur so gut, wie er auch justiert ist. Das musst Du bei Tageslicht machen. Und eventuell könnte ein Telrad einiges vereinfachen - über den Telrad siehst Du den Nachthimmel nicht vergrössert und kannst dich ggf. besser orientieren.


    Schöne Grüsse und CS

    Alexander

  • Spannend fand ich den Beitrag von Gerd - sein Kompass ist in Öl-Flüssigkeit und mit Luftblase... anscheinend weniger störungsanfällig? Ich werde jedenfalls mal genauer googeln, ob es wirklich störungsfreie Kompasse gibt.


    Hallo,


    Das liegt sicher weniger daran, das diese Art von Kompass weniger anfällig für Störungen ist, sondern das ich weit weg von Gebäuden beobachte. Mein Kompass unterliegt den möglichen Störungen wie jeder andere Kompass auch.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Daniel,


    ich würde mich nicht so sehr auf den Polsucher fixieren. Zumindest nicht bei erst mal rein visueller Beobachtung.

    Mit meiner EQ-6 R beobachte ich nur vom Balkon aus. Das Teil ist einfach zu schwer um es hin und her zu schleppen.

    Auf dem Balkon habe ich keinerlei Sicht auf Großen Waagen, geschweige denn auf Polaris.

    Nun ja, wo Norden ist, sollte man schon wissen.

    Stativ mit dem "Anschlagbolzen" für die AZ-Schrauben nach Norden ausrichten und in die Waage bringen, Montierungskopf drauf, "handwarm" alle Schrauben anziehen, Breitengrad einstellen (wenn nicht schon im Vorfeld geschehen), etwas über die AZ-Schrauben korrigieren und dann alles gut verschrauben.

    Teleskop drauf, sauber ausbalancieren und dann in Grundstellung bringen. Öffnung weist nach Norden, Gegengewichtsstange zum Boden.

    Achsklemmungen lösen und von Hand das Teleskop auf einen weit entfernten Punkt richten und dann den Sucher am Teleskop ausrichten. Teleskop wieder in Grundstellung bringen.

    GoTo einschalten.


    Wie das jetzt bei Celestron mit dem Alignment abläuft weiß ich nicht. Mal im Handbuch nachschauen.

    Die AVX hat doch eine schöne Sache, ähnlich meiner EQ-6 R, das All-Star-Polar-Alignment.

    [ZITAT ein]

    Mit der AVX müssen Sie den Polarstern nicht mehr mühsam über den Polsucher einstellen: Richten Sie die Montierung grob nach Norden aus, führen Sie ein 2-Stern-Alignment durch - und rufen Sie dann das All-Star-Polar-Alignment auf. Die Software hilft Ihnen nun, die Montierung exakt einzunorden, selbst wenn Sie den Polarstern nicht sehen. Sie schauen dabei bequem durch das Teleskop und müssen nicht unter dem (optional weiterhin erhältlichen) Polsucher knien.

    [ZITAT aus]

    So weit ich weiß, hat jede Celestron-Montierung dieses All-Star-Polar-Alignment.

    entnommen von: AVX

    Die EQ-6 R nennt das "Polalignment" (nicht zu verwechseln mit dem Einnorden). Erfolgt auch nach dem "normalen" Alignment. Vorher ist dieser Menupunkt gar nicht erreichbar. Kann an (fast) jedem beliebigen Stern ausgeführt werden.


    Das sollte für die rein visuelle Beobachtung gut ausreichen.

    Fotografisch ist das was ganz anderes. Aber da gibt es auch genügend Hilfsmittel.


    Wenn man solch eine Montierung, welche man für erheblichen Eoroeinsatz, angeschafft hat, warum nicht deren Features nutzen ;).


    Celestron bietet noch was feines an, wenn man dann bereit ist ca. 450,- € zu investieren:

    Celestron StarSense AutoAlign Modul.


    Anfangs habe ich auch versucht über Polsucher super genau einzunorden (das war eine andere Wohnung mit anderem Balkon mit Nordsicht).

    Polsucher an der RA-Achse justiert, dieses links/rechts 180° schwenken, auf dem Boden rumgekrabelt... usw. usw..

    Viel Zeit damit verbracht das sauber hinzubekommen.

    Dann erfahren, Bücher, Handbuch etc., das für die rein visuelle Beobachtung ein "grobes" Einnorden reicht.

    Gesagt getan und siehe da GoTo klappt samt Nachführung.

    Wie gesagt, Montierung grob nach Norden, Teleskop ausbalancieren, Sucher jedes mal neu ausrichten... usw. usw..

    Sauberes Alignment durchführen, dann klappt das :thumbup: .

    Vollmond ist aber nach wie vor nicht zwingend Dein Freund ;), aber dennoch ist es machbar.


    Lern den Himmel kennen, da schützt Dich auch kein GoTo vor.

    Einige markante Objekte sollte man sich Anfangs aneignen, der Rest kommt dann mit der Zeit.

    Auf meinem alten Balkon, Hauptrichtung Westen, haben sich mit der Zeit die markanten Punkte eingeprägt.

    Auf dem jetzigen, Hauptrichtung Süden, da muss ich halt wieder was lernen. Aber es kommt nach und nach.


    Wenn es dann mit Deinem Edge an das fotografieren geht, kommt wieder neues auf Dich zu.


    So meine subjektive Sicht.


    P.S.

    Auch hilfreich können folgende Bücher sein:

    - Astronomie mit einem Celestron Teleskop, Alexander Kerste

    - Astrofotografie für Einsteiger, ebenso Alexander Kerste

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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    Edited 2 times, last by mbba ().

  • Hallo,


    danke, dass ihr den Post hier am Leben haltet und mir weiter Ratschläge gebt. Ich hab mir jetzt trotzdem mal einen Polsucher besorgt und werde mit auch mal das Buch Astronomie mit Celestron besorgen. Ich muss gestehen, dass ich mich in die Fernsteuerung mit all ihren Funktionen noch einfuchsen muss. Es las sich in den Verkaufsbroschüren immer so schön ala "Stell auf das Teil, grob nach Norden und dann eben halt 2 Sterne anfahren und gut ist."


    Naja.... Ich werde mich da mal in Ruhe einarbeiten. Auch wenn der Sommer nicht die ideale "Saison" zum Sterneschauen ist, werde ich die Gelegenheiten einfach mal zum Üben nutzen. Lernen, sich verbessern (Vieleicht hier im Forum noch öfters nach Rat fragen).


    Ich bin ja schon ein bisschen Stolz, dass ich die Cassiopeia auf Anhieb erkannt hatte (Grossen Wagen zähl ich jetzt nicht, damit bin ich aufgewachsen). Ich hab mir jetzt eine kleine Checkliste geschrieben, was ich beachten sollte. Und zur nächsten Beobachtung fahre ich raus, damit ich quasi noch bei Dämmerung einsatzklar vor Ort stehe (damit man den Sucher noch justieren kann). Und nicht erst im Mondenschein anfange aufzubauen.

  • Hallo Daniel,

    "Stell auf das Teil, grob nach Norden und dann eben halt 2 Sterne anfahren und gut ist."

    ;) grundsätzlich stimmt das ja.

    Auch wenn der Sommer nicht die ideale "Saison" zum Sterneschauen ist

    Das Beobachtungsfenster ist halt recht kurz und so richtig dunkel wirds auch nicht und wenn Vollmond dazu kommt... ... ...

    dass ich die Cassiopeia auf Anhieb erkannt hatte

    Das wird schon :thumbup:.

    Ich kenne bei Leibe auch noch nicht alles.

    Und zur nächsten Beobachtung fahre ich raus, damit ich quasi noch bei Dämmerung einsatzklar vor Ort stehe (damit man den Sucher noch justieren kann). Und nicht erst im Mondenschein anfange aufzubauen.

    Jep, im dunklen aufbauen ist dann doch etwas anders. Geht aber auch, wenn man dann weiß wohin man langen muss. Eine Rotlichtlampe hilft da ungemein.

    Denke auch daran, dass Dein SC auch eine längere Auskühlzeit hat, als so manches andere Teleskop. Ist leider so.

    Du kannst dann schon beobachten, dann aber nicht gleich in hohe oder höchst Vergrößerung gehen.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • Wobei ich nochmal auf die Okkulare zurückkommen möchte:


    Ich hätte jetzt ein 40mm. Das war beim Teleskop dabei. Lesen hat dazu geführt, dass ich den Eindruck habe, dass man das am besten zum einmal schauen verwendet und entsorgt, sobald man was gescheites hat.


    Ich hatte jetzt überlegt mir noch ein 7mm zu holen (Maximal sinnvolle vergrösserung.)

    Dann noch was im Mittelfeld (zwischen 13 und 16mm)

    und wie hier empfohlen was im Weitwinkelbereich. Da hab ich mich noch nicht auf eine Millimeterzahl festgelegt.


    Das Teleskop hat nur einen 1.25 Zoll Anschluss. Also machen 2 Zoll Okkulare wahrscheinlich keinen Sinn.


    Bei Beratungen durch Händler sagte man mir schon, dass mann unter dreistelligen Eurobereich am besten gar nicht einsteigen sollte.

  • Hallo Daniel,


    sicher mit den 1,25"? Ich dachte die SC's haben auch 2"...? Aber angenommen wirklich nur 1,25":


    Dann ist das 40mm (vermutlich ein Plössl?) ein Keeper. Weitwinkel kannst Du da mit 1,25" vergessen.


    7mm klingt vernünftig. Mit GoTo gehen auch die 60 grad Okulare / HR Planetary, unter 100 Euro. Außer Du willst unbedingt 82 Grad, 100 Grad, das kostet natürlich, bringt aber vermutlich nur mehr Feld, nicht unbedingt mehr Details/Schärfe.


    Mittelfeld ist auch gut, ich würde beim SC sogar eher Richtung 15..18mm gehen, wegen der hohen Vergrößerung. Dann unbedingt als weitwinkel 82 Grad oder mehr. Das ist halt das Deep Sky Okular, auch beim SC und einige Nebel, Galaxien sind schon ausgedehnt und der Rahmen ist auch: je mehr, desto schöner. (Beim 7mm ist das schon weniger wichtig mit dem GF, weil da beobachtest Du meistens kleine Objekte wie PN, oder Planeten.)


    Irgendwann würde ich dann dazu was mit 9mm..11mm dazu holen. Kann auch was mit 60 Grad sein, ist immer noch eine gute Planeten Vergrößerung (~200x).


    Also je nach Budget. Dreistellig sollte auf jeden Fall lediglich das Deep Sky Okular sein, meiner Meinung nach. Und ggf. das 2" Übersichtsokular (38mm TSWA zum Beispiel die Klasse der Erfle Okulare).


    CS,

    Walter

  • Hallo Daniel,


    Mit nur einem Okular wirst du auf Dauer wenig Freude haben und mit dem 40mm schaffst du halt "nur" V=50x. Du solltest dir ein gut abgestuftes Set an guten Okularen zulegen. Von einem f=7mm Okular würde ich dir vorerst einmal eher abraten, denn für V=290x brauchst du schon exzellentes Seeing. Meist wirst du kleinere und mittlere Vergrößerungen verwenden; bei Mond-Beobachtungen kannst du dann auch höhere Vergrößerungen verwenden. Vielleicht gibt es dazu aber auch andere Meinungen.


    Ich denke, dass du mit Okularen mit Brennweiten um 10-12mm, 16-18m, 25-30mm gut beraten wärst. Bei Okularen sind Preis und Qualität meist direkt proportional. Ich bin auch vor dieser schwierigen Entscheidung gestanden und habe mir dann einen Satz Explore Scientific Okulare (68°) zugelegt, ein gutes von Omegon und ein Baader Ortho (für Planeten). Dreistellige Preise hatten diese fast alle, so ca. 120-190€. Es gibt aber auch vernünftige Okulare unter 100€.

    Aber bedenke: die Okulare kannst du auch an anderen Teleskopen verwenden und halten den Wert. 2" bringen dir beim 1,25" Anschluss wenig.


    Ich habe mir einen Teleskop-Rechner in Excel gebastelt. Da kannst du die Daten von deinem Teleskop eingeben und dann werden die minimale, optimale und maximale Vergrößerung berechnet. Das hilft dir bei der Auswahl der Okular-Brennweiten. Wenn du den Link dafür willst, schick mir eine PN. Es gibt im Internet aber auch Websites, wo diese Berechnungen durchgeführt werden.


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Hi Christian,


    ja zur Qualität vielleicht noch ein Wort.

    Rein optisch (und mit meinen Augen) ist mein Baader Genuine Ortho einem Televue Delos absolut gleichwertig.

    Auch verarbeitungstechnisch. Beide Okulare sind Meisterwerke und eine Freude zum Anfassen/Draufschauen.

    Das Baader hat mal 90 Euro gekostet (Heutige Entsprechung die Fujiyamas). Das Delos heute >400 Euro.


    Nur eben, bei 40 Grad GF, statt ca. 70 Grad GF und beim Delos natürlich weit bequemeren Einblick (9mm Bereich).


    Wieder war das Ortho den Okularen in gleicher Preisklasse bildtechnisch überlegen, einem Planetary,

    oder auch einem Baader Hyperion (damals 110 Euro). Letztere beide hatten aber ein deutlich größeres Feld und einen

    deutlich bequemeren Einblick. Aber im Bild (Knackigkeit, Farbe) eben nicht. Das Baader Hyperion war verarbeitungsmäßig wieder dem

    Planetary überlegen/wertiger (50 Euro damals für das Planetary).


    Dennoch habe ich für das 7mm das Planetary empfohlen. Die 40 Grad sind halt nicht jedermanns Sache und

    auch der Einblick in ein 7mm Ortho. Und es muss ja nicht immer perfekt sein.


    Hoffe das hilft mehr als dass es verwirrt ;-).


    CS,

    Walter

  • Die 40 Grad sind halt nicht jedermanns Sache und auch der Einblick in ein 7mm Ortho.

    Hallo Walter,


    da hast du vollkommen Recht. Mein f=6mm Baader Ortho hat zwar 52°, aber der 5mm Augenabstand ist schon gewöhnungsbedürftig im Vergleich zu meinen Explore Scientific mit 12-20 mm.


    Unter 50° scheinbares Gesichtsfeld würde ich mir kein Okular kaufen. Die Delos-Serie ist natürlich top, ob der Unterschied zu mittelpreisigen Okularen so krass ist, kann ich als Nichtbesitzer nicht beurteilen.


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Das Teleskop hat nur einen 1.25 Zoll Anschluss. Also machen 2 Zoll Okkulare wahrscheinlich keinen Sinn.

    Hallo,


    Nach der Beschreibung von Baader Planetarium zu urteilen ist an diesem Teleskop ein 2" SC Anschluss vorhanden. So sollte ein 2" Zenitspiegel, exemplarisch wie dieser hier, zu diesem Teleskop passen. Zu den Okulare kann ich auch noch etwas beitragen.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Nach der Beschreibung von Baader Planetarium zu urteilen ist an diesem Teleskop ein 2" SC Anschluss vorhanden. So sollte ein 2" Zenitspiegel, exemplarisch wie dieser hier, zu diesem Teleskop passen. Zu den Okulare kann ich auch noch etwas beitragen.

    Stimmt, jetzt wo du es sagst. Also bräuchte ich quasi nur einen 2 Zoll Adapter von SC Gewinde zu Okkularanschluss. Und das Passende Prisma. Danke fürs Recherchieren.

    Ich denke, dass du mit Okularen mit Brennweiten um 10-12mm, 16-18m, 25-30mm gut beraten wärst.

    Danke für die Orientierungshilfen. Ich nehme mir die dann erstmal zu Herzen und werde damit erstmal so langsam anfangen. ICh denke, ich geh mal von Gross nach klein. Quasi erstmal die Fläche kennenlernen, bevor man sich die Details anschaut. Und bei dem 25-30 mm dann grosses Gesichtsfeld zur Übersicht so richtig?

  • Wobei ich nochmal auf die Okkulare zurückkommen möchte:

    Hallo,


    Ich habe einen 10" Cassegrain mit 3048mm Brennweite und benutze mit diesem Teleskop hauptsächlich vier Okulare:


    1. 40mm Explore Scientific mit 68° Eigengesichtsfeld.
    2. 17mm Baader Hyperion.
    3. 13mm Baader Hyperion.
    4. 10mm Baader Hyperion.

    Ich habe auch noch weitere Okulare aus der 82° Serie von Explore Scientific, die nutze ich fast ausschließlich am 12"/f4 Newton.

    Für dein Teleskop mit einer Öffnung von 203mm und einer Brennweite von 2032mm würde ich mir Okulare in diesem Brennweitenbereich zulegen:


    1. 40mm mit 68° Eigengesichtsfeld. Das ergibt eine Vergrößerung von 51x bei einer Austrittspupille (AP) von rund 4mm und einem Feld am Himmel von 1,3°. Das ist das Okular zur Übersicht.
    2. Circa 17mm ab 82°Eigengesichtsfeld. Das ergibt eine Vergrößerung von 120x bei einer Austrittspupille von 1,7mm und einem Feld ab 0,7°. Das ist das Okular für mittlere Vergrößerungen.
    3. Circa 10mm ab 82° Eigengesichtsfeld. Das ergibt eine Vergrößerung von rund 200x bei einer Austrittspupille von einem Millimeter und einem Feld ab 0,4°. Das ist das Okular für den mittleren bis höheren Vergrößerungsbereich.
    4. 7mm ab 82° Eigengesichtsfeld. Das ergibt eine Vergrößerung von 290x bei einer Austrittspupille von rund 0,7mm und einem Feld ab 0,3°. Das ist das Okular für die höchste sinnvolle Vergrößerung.

    Das ist natürlich nur ein grober Anhaltspunkt und kann deutlich variiert werden.

    Okulare sind eine individuelle Sache und die Auswahl ist sehr groß. Neben den Handling und dem Einblick sollte auch beachtet werden, was dafür ausgegeben werden soll, denn gerade bei Okulare kann es richtig kostspielig werden.

    Ich komme gut mit der 68 und 82° Serie von Explore Scientific gut zurecht. Diese Okulare haben für mich einen komfortablen Einblick. Diese Okulare liefern ein helles und scharfes Bild.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Gerd,


    deine Erfahrungen mit den Explore Scientific Okularen kann bestätigen. Ich mag die auch gern und die sind für den Preis auch sehr gut verarbeitet. Man kann noch hinzufügen, dass sie nicht anlaufen und bei der Reinigung und Pflege recht unkompliziert sind.


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Ich hatte jetzt die Baader Hyperions oder Morpheus ins Auge (Haha Wortwitz) gefasst, aber da ist noch alles im Fluss und ich bin für Rat offen.

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