Ayo, los gehts?

Countdown
Am 03.08.2021 zwischen 16:30-19:30 Uhr werden auf den Astrotreff Servern mehrere umfangreiche Updates installiert.
Zeit bis zum Beginn der Arbeiten:
Es wird in diesem Zeitraum zu längeren Unterbrechungen des Portalbetriebes kommen.
  • Hallo zusammen,


    mein 6" Eigenbau Newton nimmt langsam Formen an (in Freecad schon ziemlich fortgeschritten, die meisten (fertigungs-)technischen Fragen sind jedenfalls beantwortet). Der Tubus wird, ohne Okular, zwischen zwei und zweieinhalb Kilo auf die Waage bringen.

    Also eigentlich ist es kein Tubus, sondern eine leichte Struktur (v.a.) aus Dibondelementen und punktuell Holz und zwei Hexapods aus Alurohr und Igus Gelenkköpfen. Das führt zu einer sehr leichten und gleichzeitig sehr steifen Konstruktion.

    Das Teleskop soll in erster Linie visuell eingesetzt werden. Es soll (ohne gross überlegen zu müssen und ohne um den spärlichen Platz im Auto einer Familie auf Reisen kämpfen zu müssen) jederzeit dabei sein dürfen, auch auf der Berghütte in den Bündtner Bergen (das heisst ein paar hundert Meter tragen).


    Nun fehlt noch eine Montierung. Auch hier gilt: leicht ist Trumpf. Klassiker aus dem Reich der Mitte entfallen damit ebenso wie Schwergewichte von Losmandy. GoTo ist unnötig und beim Star-Surfen eher hinderlich. Diese Erkenntnis (insbesondere zu GoTo) hat übrigens etwas gedauert. Bis der ganze Firlefanz der Werbesprüche den wirklichen Ansprüchen und Anforderungen gewichen ist hat es einige lange Hundespaziergänge und Diskussionen mit Sternfreunden im Verein gebraucht. Fazit: forward to the roots.


    Und da kommen die Montierungen von AOK (http://www.aokswiss.ch/index_mont.html) ins Spiel. Lustigerweise kenne ich diese Firma schon länger (wir haben im Verein die grosse azimutale Direct Drive Montierung), das Geheimnis der Ayo's ist mir aber erst vor kurzem klar geworden. Kein Antrieb, dafür aber seidenfeine Lager und auf Wunsch digitale Teilkreise. Weiterfahrt zum nächsten Objekt gefällig? Schubs to go ^^ . Für die Tragfähigkeit unglaublich kleines Gewicht und schnell auf- und abgebaut.


    Soviel zu meinen Vorstellungen, was die Montierung bieten können muss.

    Ich bin mir allerdings noch unsicher, welche ich nehmen soll: die Ayo II oder die Ayo Digi II, beide definitiv mit Encodern. Erstere ist natürlich sehr leicht (die komplette Ausrüstung käme so auf ca. 8 - 9kg), zweitere wäre auch für eins meiner nächsten Projekte (die Wiederbelebung eines antiken 200mm Kutter-Schiefspieglers) noch geeignet. Allerdings könnte ich mich auch damit anfreunden, es wie Cleo zu machen (... sonst hol ich meinen großen Bruder!) und dafür die Ayo Master zu verwenden. dafür müsste ich dann aber schon noch etwas sparen ;) .



    Wer hat eine der Ayo's und wie ist eure Erfahrung damit? Mich würde insbesondere interessieren, wie sich die Ayo II schlägt, sie ist eindeutig mein Favorit.


    Besten Dank schon mal für euren Feedback und herzliche Grüsse


    Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Robert,


    Danke fürs Zitieren - mir scheint, die Montierungen muss man Dir nicht mehr groß anpreisen...


    Zufällig habe ich auch einen zerlegbaren 6"-Newton mit 2.5 kg auf der AYO als Reiseteleskop, das ist eine perfekte Kombination, bei mir aber insgesamt etwas schwerer wegen der Transportkiste, die gleichzeitig Unterbau ist:



    Die Digi braucht es da mit Sicherheit nicht, es sei denn, Du willst Reserven für die Zukunft. Ich sehe aber nicht so recht, wie wir Dir bei der Entscheidung helfen können.


    Aber es wird so oder so nicht bei einer AYO bleiben, insofern ist es egal, mit was Du anfängst ;)


    Viele Grüße, Holger


    Nachtrag: so rein von den Daten her könnte sogar die VAMO reichen, die kenne ich aber (noch) nicht. Die "normale" AYO ist mit solchen Telesköpchen wie den Leichtbau-6Zöllern eher unterfordert.

  • Hallo Holger,


    vielen Dank für Deine Antwort. Über Deinen Fahrrad-Rad-Newton bin ich auch schon gestolpert, eine pfiffige Lösung :thumbup: .

    Das mit der Transportkiste ist auch eine gute Idee, ich würde aber eher ein stabiles Stativ verwenden (vorerst mal mein schon vorhandenes Berlebach Report 172, ev. aber gleich ein Uni 28, ev. mit zusätzlicher Kurzsäule). Ein Grund ist, dass ich die Ausrüstung in mehreren Teilen zur Ferienhütte hoch- und runtertragen möchte. Nicht wegen des Gewichts, aber wegen der Packmasse, die mit einem Räf (Kraxe) getragen werden müssen.


    Die VAMO habe ich mir auch mal genauer angeschaut, das ist ein geniales Teil, wenn Gewicht alles ist. Allerdings ist die Konstruktion für Newtons vielleicht eher ungeeignet, da ein solcher noch viel eher irgendwo anstossen würde.



    Nun, die Entscheidung ist damit gefallen :grinning_face_with_smiling_eyes: : Ayo II mit Encodern. Vorerst. Bis der Schiefe fertig ist, dann schauen wir weiter 8o .


    So, dann fragen wir mal bei AOK an :smiling_face_with_sunglasses: .


    herzliche Grüsse


    Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Robert,


    danke für die Blumen!

    Na, das war jetzt ja doch einfach...


    Bei mir ist die Transportkiste als Notlösung entstanden, weil bis kurz vor dem Urlaub nur der Newton selbst fertig war. Ursprünglich sollte es ein netter kleiner leichter Dobson werden... Im Nachhinein, insbesondere für den Transport im Auto zwischen dem ganzen Gepäck, war die Kiste genau richtig. Da würde ich Dir empfehlen, Dir darum auch rechtzeitig Gedanken zu machen. Nicht dass es endet wie bei mir: Newton 2.5 kg - Montierung 5 kg - Kiste 10 kg... jetzt ist es statt eines Reiseteleskops nur ein Autoreiseteleskop. Aber immerhin.


    Gibt's schon was zu sehen von Deinem Newton oder ist der noch nicht so weit gediehen?


    Zur Entscheidung für die Encoder möchte ich Dich noch beglückwünschen, da möchte man nie mehr ohne. Womit möchtest Du sie verwenden?


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Holger,


    ja so ist das mit den Notlösungen, die dann zu Dauerlösungen werden.


    ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das lösen werde, habe aber schon an einen Transportkoffer (Pelikan oder so) gedacht. Die sind zwar auch nicht gerade leicht, aber so ziemlich unkaputtbar.


    Zum meinem Newton: die Einzelteile sind schon fast alle im CAD modelliert, der Zusammenbau fehlt aber noch. Sobald ich da was habe werde ich es im Forum Teleskop Selbtbau vorstellen.


    Zu den Encodern: das war der eigentliche Aha-Effekt, der mich letztendlich zu den Ayos geführt hat. Ich hatte mich die letzten Monate immer mal wieder mit verschiedenen Eigenbaukonzepten für Montierungen auseinandergesetzt (und mangels Maschinenbauerfahrung meist auch schnell wieder verworfen). Allen (ausser Direct-Drive Systemen) ist gemeinsam, dass entweder ein sehr robuster Schneckenantrieb oder eine zuverlässige Rutschkupplung (oder beides) vorhanden sein muss. Natürlich gibt es für fotografische Anwendungen kaum Alternativen, aber für visuelle Beobachtungen braucht es keinen Antrieb. Was es aber braucht, ist eine Anzeige reps. Rückmeldung der Position und das können Teilkreise sehr gut übernehmen. Bei den 5000 Schritten (das sind bei Quadraturauswertung 20000 Schritte) der in der Ayo II verbauten Encoder sind das ca. eine Bogenminute pro Schritt! Mehr als ausreichend, um jedes Objekt der Spechtelbegierde zu finden.


    Mir sind aber sowohl der Argo Navis wie auch andere Standalonelösungen zu sperrig. Vielleicht bin ich da auf dem Holzweg und am Ende lande ich trotzdem bei einer solchen Lösung. Vorerst aber steht ein anderer Ansatz im Vordergrund. Sternkataloge und Stellarien (wie Stellarium oder Skysafari) sind auch für Mobilgeräte (Smartphones oder Tablets) verfügbar und ermöglichen Suche und Anzeige einer Unmenge von interessanten Objekten. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, kann z.B. Stellarium sogar die Beugung durch die Atmosphäre in Horizontnähe berücksichtigen. Was sich eher schwierig gestaltet, ist die Kopplung mit einem Teleskop. Wenn es aber gelänge, einerseits die Sollposition aus dem Tablet rauszukitzeln und die Istposition der Encoder reinzuschicken, dann hätte man eine Lösung mit direkter Anzeige auf einer Sternkarte. Das geht aber nur über Wifi oder Bluetooth.


    Es gibt einige DIY-Projekte, bei denen Encoder über einen Microcontroller eingelesen werden und über Wifi oder Bluetooth eine Nexstar-kompatible Verbindung aufgebaut wird. Zweiteres ist dank der mehr oder weniger guten Dokumentation des Protokolls relativ einfach, ersteres scheitert bei höheren Rotationsgeschwindigkeiten daran, dass sich der Microcontroller verzählen kann, er kommt schlicht nicht mehr nach. (Dieses Problem haben meines Wissens auch einige kommerzielle Koordinatenrechner).

    Ich habe deshalb eine Schaltung und Leiterplatte entworfen, die mit Hilfe von zwei exakt für diese Aufgabe entwickelten ICs (LS7366R) den kleinen Rechner (M5stack: http://www.m5stack.com) entlastet. Dieser kann sich nun auf Anzeige und Kommunikation beschränken.

    Das nette daran ist, dass dieses Projekt zugleich ein schöne Übungsaufgabe für den Einsatz des M5stack System ist, das wir in der Firma verwenden wollen. Job und Hobby verbinden, was will man mehr :nerd_face: .


    Sollte das gut funktionieren, steht einer robusteren Lösung (der auch kondensierende Nässe nichts anhaben kann) nichts im Weg. So der Plan.


    Herzliche Grüsse


    Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Robert,


    danke für die ausführliche Antwort. Ja, das hat Sinn mit der Kombination mit Skysafari und Tablet.

    Ob Du die Elektronik selbst bauen musst, weiß ich nicht, BDSC gibt es ja auch fertig zu kaufen. Andreas (Andreas72202) betreibt meines Wissens die AYO zusammen mit Skysafari, ohne etwas gelötet zu haben.

    Andererseits sind solche Hobby-Projekte als Spielwiese für Dinge, die man auch für die Arbeit braucht, immer nett, das hab ich auch schon praktiziert.


    Viele Grüße


    Holger

  • Hallo zusammen,


    meine Erfahrungen mit der Ayo II waren durchwegs gut, aber und da muss ich Holger korrigieren, habe ich die ohne Encodereinheit betrieben. Allerdings habe ich tatsächlich an meinem großen Dobson ein BDSC-System in Betrieb. Meines Wissens nach ist das BDSC in der Standardausführung nicht kompatibel mit den Encodereinheiten der Ayo´s. Da würde sollte man aber ggf. bei den Kollegen von Astroleuchten nachfragen, evtl. können die eine passende Schnittstelle löten. Ohne die Original-Encodereinheiten von AOK Swiss stelle ich mir eine die mechanische Anbindung von Encodern schwierig vor, da müsste man wahrscheinlich auf Reibrad-Konstrukte ausweichen...


    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo Robert,

    meine AYO Digi betreibe ich mit einem ArgoNavis. Diesen Rechner habe ich an der AYO befestigt, was den
    Vorteil hat, daß ich kein Smartphone oder Tablet separat betreiben muß. Bedenke auch, daß Geräte wie das

    ArgoNavis sehr robust sind und auch bei richtig niedrigen Temperaturen nicht den Dienst
    versagen.

    Was ich an dem Rechner besonders schätze ist seine sehr gute Positioniergenauigkeit und die Tatsache,
    daß er auch beim schnellen Drehen der Montierung keine Encoderschritte verliert. Das Argo ist halt

    schon lange auf dem Markt und gut ausgetestet.


    Viele Grüße

    Heinz

  • Hallo Andreas,


    danke für Deine Nachricht. Ich habe den Ayo II mit Encodern bestellt. Da was eigenens basteln zu wollen, wäre Wahnsinn.

    Da die Encoderschnittstelle (RJ45 Stecker, Belegung) gut dokumentiert sind, ist es kein Problem, das für eigene Projekte einzusetzen. Die Encoder selber brauchen 5V (für die LEDs) und liefern zwei um +/- 90Grad (Rechts-/Linksdrehung) versetzte Rechtecksignale. Das wars. Die Musik spielt woanders.


    Herzliche Grüsse


    Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo zusammen,


    die Ayo II, schwarz, ist bestellt :beaming_face_with_smiling_eyes: .

    Herr Kohler hat mir heute morgen geschrieben, dass es aber noch etwa dauern kann. Die Encodereinheit muss er noch fertigen (ist halt keine Massenfertigung), das dazu bestellte Stativ (Holz, Ber... wissen schon) wird nur tröpfchenweise geliefert. Die krönenden Zeiten, in denen wir zur Zeit leben, legen eben die Fragilität unserer durchoptimierten Produktionsweise gnadenlos offen.

    Da dies aber Hobby ist, warten wir eben geduldig :smirking_face: .


    Zum Agro Navis: ich habe die Bedienungsanleitung en Detail studiert (nicht zuletzt für das eigene Projekt). Ich bezweifle nicht, dass es sich um ein gutes Produkt handelt, das seine Arbeit zuverlässig verrichtet (Danke übrigens an Heinz für die Info an die Zählgenauigkeit. Hätte mich auch gewundert, wenn das bei einem Gerät dieser Preisklasse anders gewesen wäre).

    Es gibt für mich ein paar Dinge, die mich zögern lassen (die aber allesamt nichts mit der Qualität des AN zu tun haben) :

    - die Grösse des Geräts. Das ist ein Riesenklotz.

    - die Anzeige. Vielleicht habe ich den Vorteil noch nicht verstanden, aber ich stelle mir die zweizeilige Anzeige eher gewöhnungsbedürtig vor. Ich bin eher der grafische Typ.

    - Experimentieren woll: da wir bei der Arbeit eh mit dem m5stack System arbeiten wollen, bietet sich diese Encoderauswertung geradezu an. Ob sich das bewährt, wir werden es sehen. Wenn nicht, der AN oder ein vergleichbares System lässt sich nachrüsten :winking_face_with_tongue:


    So, jetzt heisst es warten (resp. die Zeit für Teleskop- und Elektronikbau nutzen :grinning_face_with_sweat: ).


    Herzliche Grüsse


    Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Robert,


    ja, das ArgoNavis ist schon extrem oldschool... dafür kann man es auch mit dicken Handschuhen bedienen. Und die Batterien halten erfreulich lang.

    Ansonsten erfordert es Vorplanung, ein gutes Gedächtnis (NGC-Nummern im Kopf...) oder den Atlas parallel. Wer Skysafari gewohnt ist, will da wahrscheinlich nicht mehr zurück.

    Mir reicht's so.


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo zusammen,


    ich kenne inzwischen beides, da ich sowohl die Variante BDSC / SkySafari auf dem Tablet, als auch Argo Navis nutze. Ich war lange Zeit strikter Verfechter der "modernen" Lösung, muss aber sagen, beides hat seine Vor- und Nachteile.


    BDSC/Tablet SkySafari:

    + Du siehst sofort, wohin das Teleskop gerichtet ist, dadurch sehr gute Orientierung und man sieht, was noch für Objekte nebenan sind. Auch die direkte Einblendung des aktuellen Gesichtsfeldes finde ich hilfreich. Mitbeobachtern kann man so leicht zeigen, wo man unterwegs ist.

    + ein Beobachtungsplan kann komfortabel offline erstellt werden

    - man braucht immer eine Hand für´s Tablet und muss es immer zwischendurch irgendwohin wegräumen

    - im Winter ist die Laufzeit (meines) Tablets z.T. recht begrenzt, Handschubedienung stark eingeschränkt

    - was mich am meisten nervt: die Bluetooth-Verbindung benötigt sehr lange für den Aufbau und bricht auch gerne mal ab, was zur Folge hat, dass man wieder über Minuten neu verbinden und alignen muss


    Argo Navis

    + ArgoNavis ist mit einem Halter an der Montierung befestigt, man hat beide Hände frei

    + bessere Wintertauglichkeit (Batterielaufzeit, Handschuhbedienung)

    + sofort einsatzbereit, keine Verbindungsabbrüche etc.

    + ich glaube, AN hat auch mehr exotische Objektkataloge implementiert, bin mir aber nicht ganz sicher

    - zur Beobachtungsplanung braucht man ein gutes, junges Gehirn, welches sich alle geplanten Objekte merken kann oder eine separate Liste ^^


    Wenn ich mit dem AN beobachte, habe ich dennoch meistens auch das Tablet dabei. Das benutze ich dann einfach als Atlas für die Detailnavigation bei schwachen Funzeln und als digitale Gedächtniserweiterung ;) Sozusagen die perfekte Symbiose :thumbup:


    Und bevor wieder der alte Einwand kommt: nein, die Dunkeladaption leidet bei beiden Varianten nicht. Denn beim AN kann man das Display wirklich sehr weit herunterregeln und fürs Tablet nimmt man einfach eine tiefrote Folie und dimmt auf diese Weise das Licht ;)


    Sorry für das leichte OffTopic, aber mir juckte es gerade in den Fingern :whistling:


    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ist überhaupt nicht Off-Topic, diese Überlegungen sind sicher auch für andere interessant.


    Deine Ausführungen stimmen sicher, haben aber immer auch zwei Seiten.

    So ist es auch möglich, ein Tablet (oder dann eher ein Smartphone) an der Montierung zu befestigen und wenn es kalt ist, dann kommt man kaum um eine (warm eingepackte) Powerbank herum.


    Ich möchte in keinster Weise die AN schlecht reden. Ich sehe für mich im Moment einfach einen anderen Weg als zweckmässiger an.

    Letztendlich muss jeder für sich herausfinden, was am besten passt.


    Herzliche Grüsse


    Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Robert,


    wenn die Lösung für die digitalen Teilkreise noch etwas minimalistischer und vor allem leichter und kompakter sein soll, schau mal nach alten NGC Max oder NGC MiniMax Systemen. Die werden immer wieder für kurzes Geld angeboten. Das sind die Vorgänger des Argo Navis. Die Kataloge sind natürlich nicht so umfangreich, aber für einen 6"er mehr als ausreichend. Ich habe einen MiniMax an meinem 16"er. Die Genauigkeit ist hoch genug, dass ich die Objekte immer im Gesichtsfeld meines Übersichtsokulars habe. Der Katalog ist recht sparsam, aber das Aufsuchen über Koordinaten klappt fast genauso schnell. Und er ist so klein und leicht, dass ich das Bedienteil problemlos am Hut meines Dobsons haben kann.


    Bis dann:

    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Hallo Andreas,

    eine sehr schöne Auflistung hast du da erstellt. Eine Ergänzung habe ich noch zu dem einzigen Minuszeichen,
    welches du dem ArgoNavis zugedacht hast. Sicher kennst du das schöne Programm Eye und Telescope von

    Tom Pfleger, das dieser ja zwischenzeitlich auch als Freeware freigegeben hat.


    Damit kannst du eine detaillierte Beobachtungsplanung zu Hause ausführen und diese Daten anschließend
    mit dem kleinen kostenlosen Programm Argonaut in das ArgoNavis übernehmen. Diese Daten rufst du

    während der Beobachtung ab, so daß keine Gehirnakrobatik vonnöten ist.


    Beste Grüße

    Heinz

  • Hallo zusammen,


    „Ja is denn heit scho Weihnachten?“


    Nein, nicht Kaiser Franz sein neustes Händy, sondern:



    Montierung und Stativ kamen in zwei Paketen. Wie leider heute verbreitet bei der Schweizer Pest äh, Post, hat dieses ausgesehen, als ob ein Zug darüber gefahren wäre.

    Ein Rändelrad hatte den Karton durchbohrt und die Stahlspitzen mussten zwischendurch mal unten rausgeschaut haben.

    Für den Preis, den die für Pakete verlangen, eine bodenlose Frechheit :cursing: .


    Nun denn, erst mal Paket zwecks Beweissicherung fotografieren und dann sorgfältig ausgepackt. Scheint alles in Ordnung zu sein.

    Später am Nachmittag habe ich dann Stativ und Montierung im Garten aufgebaut und nochmals alles kontrolliert. Bis auf eine winzig kleine Stelle am Rändelrad (wie mit dem Gummihammer gehämmert), keine Spuren der Misshandlung zu sehen. Uff, Glück gehabt.

    Dieses Stativ ist so stabil wie schwer, da geht nicht so schnell was kaputt :thumbup: . Diese Stative sind ihren Preis mehr als wert!


    Nun denn, jetzt liegt der Ball wieder bei mir. Teleskop fertigstellen und die Encoderschnittstelle zusammenbrutzeln. Beim Review der Leiterplatte haben wir festgestellt, dass die dafür vorgesehenen MOSFETs neuerdings 60 Wochen (in Worten: Wochen!) Lieferfrist haben. Das ist eigentlich Vogelfutter, keine Ahnung, wie sowas knapp werden kann :rolleyes: . Na gut, wir sind ja flexibel…


    Herzliche Grüsse Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

  • Hallo Robert,


    Das gefällt mir ausgesprochen gut so! Ich muss aber gestehen, dass ich erst nochmal oben nachschauen musste, was Du eigentlich draufpacken willst... sehe ich das richtig, dass Du im Stehen beobachten willst, oder täuscht die Perspektive?


    Auf Dein Eigenbau-Navi bin ich auch sehr gespannt!


    Viele Grüße


    Holger

  • Hallo Holger,


    Das Okular wird im Zenit nur etwa 40-50cm höher liegen als die Alt-Achse. Könnte also passen, wenn die Stativbeine ganz eingefahren sind.

    Ich möchte damit allerdings auch den Schiefspiegler betreiben, dann verträgt es etwas längere Beine…


    Für das Encoder-Interface bestelle ich dieses WE die Leiterplatte und das restliche Material. Mal schauen, ob ich noch vor dem Urlaub dazu komme, es zu bestücken.


    Herzliche Grüsse Robert

    Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)

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