Beobachtungshinweis: Venus bei Merkur, 28. Mai 2021

  • Venus bei Merkur am 28. Mai 2021.


    Hallo,


    Am 28. Mai 2021 kommt es zu einer engen Begegnung zwischen der Venus und dem Merkur am Abendhimmel. Diese Begegnung findet in der Dämmerung statt und ist entsprechend schwierig beobachtbar, da diese Begegnung nur noch wenig über dem Horizont stattfindet.


    Die -3m9 helle Venus steht zusammen mit dem nur 2m2 hellen Merkur um 2130 Uhr rund 8° über dem West-Nordwest Horizont. Venus und Merkur haben einen Abstand von rund einem halben Grad.

    In der hellen Dämmerung wird es schwierig sein beide Planeten in der Nähe des Horizonts zu finden, besser wäre es, zumindest die Venus am Taghimmel aufzusuchen.










    Im Okular, hier mit einem Zenitspiegel simuliert, sollte Merkur neben der Venus zu sehen sein. Eine gute Sicht am Westhorizont ist essentiell für eine Beobachtung in der Dämmerung.


    Viel Spaß beim Beobachten

    Gerd

  • Merci - das gibt nen fetten Beobachtungshinweis im Kalender, siehe:






    Übrigens: Termine hinzufügen im Kalender kann jeder. Sie landen in der Kategorie neu und unzugeordnet und werden dann von den Forenmeistern in die Kategorien einsortiert.

    Also, gerne mehr Hinweise auf astronomische oder sonstige Ereignisse.



    lg matss

  • Merci - das gibt nen fetten Beobachtungshinweis im Kalender, siehe:

    Hallo Matss,


    Wie wäre die Vorgehensweise?

    Erstelle ich den kompletten Beobachtungshinweis inklusive der Formatierungen direkt im Astrotreff Kalender oder erstelle ich den Beobachtungshinweis hier komplett als neuen Thread und verlinke diesen im Kalender?



    Also, gerne mehr Hinweise auf astronomische oder sonstige Ereignisse.

    In meinem Fall suche und simuliere ich in Cartes du Ciel und Stellarium natürlich nur Ereignisse die mich interessieren. Es wird dadurch unter Umständen recht einseitig sein. Ich erstelle gerne weitere Hinweise im Astrotreff.

    Meine Suche nach Ereignissen hat für mich ein paar Vorteile:

    • Ich muss mich mit der Himmelsmechanik auseinandersetzen.
    • Ich muss meinem Kopf (positiv) anstrengen.
    • Es animiert mich selbst diese Ereignisse zu beobachten, was eigentlich die Intention dazu ist.

    Viele Grüße

    Gerd

  • Hi Gerd!


    Danke für den Hinweis. Ich werde mir das Ereignis in den Kalender eintragen.


    Leider ist Merkur mit 2m2 ziemlich dunkel für eine gute Tagbeobachtung. Trotzdem wird das nach meiner Erfahrung funktionieren - wenn auch etwas kniffelig. Aber die Venus hilft erheblich beim Aufsuchen.


    Ich habe den Kontrast zwischen Merkur und Himmel berechnet und in einem Diagramm aufgetragen.



    Auf der Rechtsachse ist die Zeit aufgetragen, auf der Hochachse der Kontrast. Berechnet ist das für meinen Standort (ca. 50,5 ° Breite). Damit das ganze wenigstens einigermaßen auf andere Standorte übertragbar ist, habe ich die Zeit in Stunden vor Sonneuntergang aufgetragen. (Sonnenuntergang ist um ca. 21:30 MESZ.)


    Ab ca. 2 % Kontrast ist ein Planet bei ausreichender Vergrößerung(!) wahrnehmbar. Das ist dann aber extrem kniffelig.


    Man sieht, dass der Kontrast bereits ab mittags ausreichend ist, um Merkur am Taghimmel sehen zu können. Man sollte das aber nicht unterschätzen, 9 % Kontrast sind nach wie vor nicht besonders groß. Gegen Abend wird es zunächst schlechter, bis Sonnenuntergang steigt dann der Kontrast erheblich an. Dann steht aber Merkur bereits so tief, dass man die Sichel (13 % Beleuchtung!) nicht mehr gut sehen wird. Ich werde mir die Beobachtung also auf jeden Fall für den frühen Nachmittag vornehmen. Ich werde direkt mit ca. 100fach vergrößern.


    Viel Spaß beim Beobachten.


    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    Vielen Dank für deine Berechnungen.

    Versuchen, wenn das Wetter mitmacht, werde ich es auf jedem Fall beide Planeten entweder sehen oder zumindest fotografieren zu können. Falls es klappt, beide Planeten zu sehen oder zu fotografieren wäre das zumindest eine schöne Angelegenheit, falls nicht, dann bin ich wieder eine Erfahrung reicher.


    Hoffen wir dass das Wetter passt und beide Planeten im Okular zu sehen sind.

    Zum Aufsuchen kann als Ausgangspunkt die Sonne genommen werden, die aber nur mit einem geeigneten Sonnenfilter (Folienfrontfilter der Dichte ND 5.0) eingestellt werden darf. Der Sonnenfilter darf dann erst abgenommen werden, wenn das Teleskop weg von der Sonne zur Venus geschwenkt wurde.


    Mit einer azimutalen Montierung steht Venus/Merkur um 16 Uhr "links oben" von der Sonne aus gesehen:



    Mit einer parallaktischen Montierung könnte es einfacher sein, Venus und Merkur zu finden, da beide annähernd auf der gleichen Deklination wie die Sonne liegen:



    Mit einer parallaktischen Montierung muss das Teleskop nur wenig nach Osten bewegt werden um Venus/Merkur in das Okular zu bekommen.

    Es ist ein spannendes Vorhaben.


    Am nächsten Tag, dem 29. Mai 2021 kann das Ganze Vorhaben wiederholt werden, denn dann zieht die Venus an Merkur vorbei, mit nahezu den gleichen Abstand.

    Am 28. Mai beträgt der Abstand am Nachmittag 45' und wird zum Abend enger, am 29. Mai beträgt der Abstand am Nachmittag 40' und wird zum Abend weiter:



    Viele Grüße

    Gerd

  • Tendenziell ist der 28.05.21 der bessere Tag. Am frühen Nachmittag liegt der Kontrast zwischen Merkur und Taghimmel bei 9,4 %. Am 29.05.21 sind's nur noch 8,0 %. Viel wichtiger als jede Theorie ist aber, dass der Himmel schön klar ist. Bei leichtem Dunst nimmt erstens die Helligkeit des Planeten ab und zweitens die Helligkeit des Himmelshintergrunds zu.


    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo,


    Ich habe es heute Mittag mit Venus und Merkur versucht, die am heutigen Tag nur 1°11' auseinander stehen.

    Venus konnte ich im 110mm Maksutov Cassegrain und im 80mm Refraktor eindeutig und gut sehen. Merkur konnte ich allerdings nicht erkennen. Ich meinte an der Stelle von Merkur etwas aufblitzen zu sehen, das ist aber keine sichere Beobachtung.


    Für beide Teleskope werde ich mir aus einem stabilen Karton noch eine Pappröhre basteln damit ich die Sonne besser abschirmen kann.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Gerd!


    Ich habe Merkur momentan im Okular, gesichtet ab 12:39 Uhr.


    Der Kontrast ist beachtlich. Berechnet habe ich 100 %. Ich denke das gibt den visuellen Eindruck auch gut wieder.


    Teleskop: Vixen Newton 114/900

    Montierung: Vixen-GP

    Okular: ES - 8,8mm - 82° (ca. 100 fache Vergrößerung)


    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    Ich werde es heute Nachmittag nochmal versuchen, ich hoffe ich kann meine Montierung herum heben (ich wurde am Freitag am Handgelenk operiert...).

    Von mir Zuhause sind die Bedingungen nicht so gut, besonders durch das Seeing der Hausdächer wabert es im Okular.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Gerd,


    dank Deines Beitrags habe ich es auch versucht und war im zweiten Anlauf auch erfolgreich:




    astrotreff.de/index.php?attachment/1903/





    Details etwas später, draußen strahlt die Sonne noch vom blauen Himmel ....


    Beste Grüße,

    Manfred



    P.S. Im oberen Foto steht eine falsche Uhrzeit; so ist es richtig:







    sorry ....

  • Hallo Manfred,


    So trivial ist es scheinbar nicht, beide Planeten fotografisch zu erfassen. Merkur ist doch ein sehr schwacher Punkt im Foto.

    Dein oberes Bild ist nicht zu sehen, es steht an der Stelle "astrotreff.de/index.php?attachment/1903/".


    Viele Grüße

    Gerd

  • Ich konnte Merkur heute Mittag sogar im 16x70 Fernglas sehen. Im Teleskop ist er weniger als 1 Grad von Venus entfernt sehr schnell gefunden. Er hat ja fast -2 Magnituden Helligkeit momentan, ist aber nur halb so groß.

  • Bei mir war heute klare Durchsicht bis zum Horizont. So konnte ich Venus ziemlich schnell im 10x50 Fernglas erspähen. Merkur später auch, aber natürlich nicht so deutlich.

    Dann habe ich versucht, sie mit 200mm Teleobjektiv zu erwischen. Bei 1/800 Sekunde, Blende 4 und 1600 ISO konnt ich sie dann beide ablichten.



    Venus ist über der mittleren Wolke und Merkur oberhalb der Flugzeugspur, etwa 2 Spurlängen hoch über dem linken Endpunkt der Spur.

    Auf dem Original etwas deutlicher als hier.

  • Hallo Gerd,


    das obere Bild ist deshalb nicht zu sehen, weil ich versucht habe, es zu löschen, denn die im Foto genannte Uhrzeit war falsch. Da es in der Vorschau auf meinem Bildschirm immer noch zu sehen war, bin ich davon ausgegangen, dass mein "Löschversuch" vergeblich war und habe deshalb das Foto mit der richtigen Uhrzeit noch einmal drangehängt. Bin halt mit den Abläufen im neuen Forum noch nicht so vertraut.


    Und Deinen ersten Satz mit dem "schwachen Punkt" wollte ich eben auch zitieren - das wird die übernächste Übung. Aber von der Sache her hast Du vollkommen recht: es ist alles andere als trivial, das Duo am Tageshimmel überhaupt im Sucher der Kamera zu finden und es per Liveview zu fokussieren. Bei sieben bis acht Grad Sonnenabstand und leichter Schleierbewölkung schien da oben alles gleißend hell zu sein. Visuell waren beide Planeten am 115/800mm Refraktor mit dem 50mm Okular schon mittags schnell zu finden, aber beim Umbau auf fotografische Beobachtung klappte es erst beim zweiten Anlauf gegen 16 Uhr. Dieses ist das Original des Fotos, das ich oben eingestellt habe, völlig unbearbeitet. Zur Kontrastverstärkung war ein UHC-Filter im Strahlengang, deshalb die grünliche Farbe des Himmels:








    Bei der Bildbearbeitung war einzig und allein das Ziel, den Merkur so deutlich wie möglich darzustellen.


    Hier noch ein zweites Foto mit inzwischen gedrehter Kamera; Merkur befindet sich nahe am rechten Bildrand, etwas oberhalb des "Bildäquators":










    Damit dürfte auch deutlich werden, weshalb kein strahlender Merkur abgebildet werden konnte. Es liegt wohl auch daran, dass es Einzelaufnahmen sind, aber aus 5000 Fotos die 100 besten zu Stacken - das übersteigt meine Möglichkeiten und ist auch nicht mein Ding.


    Zum Schluss noch ein Foto vom "Setup":








    Die Verlängerung zur Abschattung, die in der Taukappe steckt, ist ca. 60cm lang und wurde hier noch durch einen ca. 30cm langen Kalender verlängert - das reichte gerade eben.


    Und weshalb der ganze Aufwand am hellichten Tag? Zum einen war es eine Art Herausforderung, bei der ich zudem auch nichts mit dem Auto transportiern musste, zum anderen hatte ich in den letzten Tagen die Erfahrung gemacht, dass der Untergang von Sternen hier in der Gegend schon bei ca. 10° Höhe über dem Horizont eingesetzt hatte, und da hätte sich verständlicherweise kein Aufwand gelohnt.

    Aber so kann es auf der positiven Seite verbucht werden; und deshalb, Gerd, nochmals Danke für den Hinweis und - gute Besserung.


    Beste Grüße

    Manfred

  • Hallo Manfred,


    Der leicht dunstige Himmelshintergrund war bei mir heute auch das Problem, beide Planeten zu sehen. Der dunstige Himmel hellte das Bild im Okular zu sehr auf, so sehr das die Venus gerade noch zu sehen war. Ich habe ebenfalls die Kamera ans das Teleskop gesteckt, aber wie du schon schreibst, war es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich die Venus auf dem Monitor der Kamera zu finden.

    So wie es aussieht gibt es morgen Abend noch mal gutes Wetter. Das Bild von Helmut aus Hamburg macht mir Hoffnung, beide Planeten in der Dämmerung zu erhaschen.


    Eine Taukappe, oder besser gesagt einen Blendschutz, werde ich mir für mein Teleskop auch noch bauen.


    Vielen Dank für die Genesungswünsche. Das wurde am Freitag aus meinem Handgelenk "herausgebaut":



    Jetzt muss wieder alles verheilen, dann kann ich mich auch wieder "normal" diesem Hobby widmen.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo,


    Heute habe ich es geschafft beide Planeten am Taghimmel zu sehen.


    Ich baute beide Teleskope, den 80/400mm Refraktor und den 110/1035mm Maksutov Cassegrain auf meiner Losmandy G11 auf, dieses mal aber draußen in der Natur.


    Venus und Merkur stellte ich ausgehend von der Sonne ein:

    Zuerst brachte ich beide Teleskope an einem entfernten Hausgiebel mit dem Baader StrongeHold in Deckung. Anschließend deckte ich den Maksutov Cassegrain wieder ab und setzte auf dem 80/400mm Refraktor die ND 5.0 Filterfolie auf.

    An der zentrierten Sonne stellte ich die aktuellen Koordinaten in Rektaszension und Deklination an den Teilkreisen meiner Montierung ein. Anschließend bewegte ich die Montierung zu den Koordinaten der Venus und nahm dort den Sonnenfilter ab.

    Die Venus war nur knapp neben den Gesichtsfeld vom Okular.


    Die Venus konnte ich deutlich und einfach in beiden Teleskopen sehen, an Merkur biss ich mir zunächst die Zähne aus...

    Ausgehend von der Venus bewegte ich die Montierung zu der Position von Merkur, indem ich diesem wieder mit den Teilkreisen einstellte.

    Dann war Merkur einfach im Okular zu sehen.


    Als ich wusste wie Merkur im Okular aussieht, wie klein er im Verhältnis zur Venus ist, konnte ich Merkur sofort in beiden Teleskopen sehen.

    Im 80/400mm Refraktor konnte ich bei einer Vergrößerung von rund 30x die Venus und den Merkur gleichzeitig im Okular sehen.


    Jetzt bleibt zu hoffen, das an den beiden Tagen mit dem geringsten Abstand der beiden Planeten zueinander das Wetter passt.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Gerd,


    prima, dass Du die beiden Planeten jetzt auch "live" sehen konntest. Auch wenn es, zumindest beim Merkur, nur winzige Punkte sind - allein die Vorstellung, sie beim Herumschweben um die Sonne gleichzeitig beobachten zu können, das ist schon etwas Besonderes.

    Du hast ja ausführlich beschrieben, wie Du das Duo aufgesucht hast. Das möchte ich mit dem ergänzen, wie ich es gestern gemacht habe und wie es wunderbar funktioniert hat:


    In meinem Sternprogramm habe ich nachgesehen, bei welchem Winkel in Azimut die Sonne z.B. um 15:40 steht und habe sie mit dem 50 mm Übersichtsokular (und natürlich der Bader-Folie vor dem Objektiv) anvisiert. Da Venus in Deklination ca. 2° höher als die Sonne stehen sollte, habe ich die Sonne an den unteren Rand des Sehfelds im Okular bugsiert und die Nachführung dann um genau 15:40 Uhr ausgeschaltet.

    Laut Sternprogramm sollte Venus um 16:07 Uhr bei demselben Winkel in Aziumut stehen, also habe ich die Nachführung genau dann wieder eingeschaltet. Unmittelbar vorher ist natürlich der Sonnenfilter entfernt und die Tubusverlängerung in die Taukappe gesteckt worden, und um bei diesem Wechsel jeden unerwünschten Sonnenstrahl abzuschirmen, hat meine Frau mit einem Regenschirm den gesamten kritischen Bereich abgeschattet - daher auch die Trittleiter im Foto vom Aufbau.

    Bei der Sonne hatte ich dankenswerterweise auf drei Sonnenflecken fokussieren können, sodass Venus und Merkur sofort im Okular deutlich zu sehen waren.


    Dieses Verfahren - bekanntes Objekt anvisieren, die Nachführung ausschalten und warten, bis das gesuchte Objekt im Bllickfeld sein muss und dann wieder einschalten - sollte ja auch mit Mond, hellen Planeten oder aucvh Sternen durchführbar sein. Bei meiner VixenGP - Montierung genügt ein ganz leichtes Antippen an einem Teilkreis, um ihn zu verstellen, deshalb benutze ich sie nicht sooo gerne.


    Viele Grüße

    Manfred

  • Hallo Manfred,


    Die Methode, bei abgeschalteter Montierung Objekte in das Okular driften zu lassen ist ebenfalls eine gute Idee.

    Ich habe das Glück, das bei der G11 die Teilkreise gut zu gebrauchen sind um damit am Taghimmel die Venus einstellen zu können.


    Ich habe mit einer Vixen GP auch schon mal die Venus am Taghimmel eingestellt, ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, welche Methode ich damals angewendet habe.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo zusammen!


    Ich habe mit einer Vixen GP auch schon mal die Venus am Taghimmel eingestellt, ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, welche Methode ich damals angewendet habe.

    Bei meiner GP mache ich das ganz einfach.


    Ich stelle die Sonne ein. Ich berechne die Differenz in Rektaszension in Deklination zwischen Sonne und Venus. Entsprechend dieser beiden Differenzen drehe dann einfach manuell an beiden Achsen.




    Die Justierknöpfe haben eine kleine Nase, anhand der ich leicht die Umdrehungen zählen kann.


    1 min. in Rektaszension entspricht 0,1 Umdrehungen.

    1° in Deklination entspricht 0,4 Umdrehungen.


    Gestern war z.B. Venus 3,1 Umdrehungen links und 0,8 Umdrehungen oberhalb der Sonne. Super einfach und viel genauer als jeder Teilkreis.


    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo,


    Heute am Abend konnte ich endlich Venus und Merkur auf dem Chip meiner Kamera bringen.

    Mit einem Klick in das Bild wird die Astrotreff-Galerie aufgerufen, dort habe ich noch ein paar Worte zum Bild geschrieben.


    Venus und Merkur am Abendhimmel.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo zusammen!


    Auch von mir ein Bild der Konstellation vom gestrigen Abend. Dies ist auch gleich ein Test, ob ich mit der neuen Forensoftware klarkomme ;-)

    Hoffentlich erkennt man etwas auf dem ersten Bild, was ich nach der Umstellung hier zeige.


    Venus befindet sich rechts unterhalb der Baumkrone, Merkur steht etwas höher neben dem oberen Kronenbereich.





    Im Fernglas war Venus nur leicht heller, bedingt durch den tieferen Stand und dem zur Zeit recht hellen Merkur.

    Venus war natürlich zuerst sichtbar, mit der genauen Kenntnis des Abstandes der beiden konnte ich Merkur aber auch schon

    kurz nach Sonnenuntergang erkennen. Das wird beim nächsten Treffen im Mai sicherlich nicht mehr funktionieren.

    Da bin ich schon gespannt, ob hier jemand die Merkursichel erwischen wird. Nach meinen Erfahrungen wird das seeehr schwierig.

    Aber vielleicht hilft ja die Venus als Wegweiser.



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    Beide Planeten hast du gut erwischt. Der Baum im Vordergrund passt gut in das Bild.

    Es wird sehr spannend, ob es Ende Mai funktioniert beide Planeten sehen zu können. Hoffen wir auf gutes Wetter.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Wolfgang,


    die von Dir beschriebene Methode ist wirklich überzeugend. Und auch überzeugend einfach. Meine GP- Montierung wird mit einer Boxdörfer Steuerung betrieben, mit der auch der periodische Schneckenfehler sehr gut kompensiert wird. Nur darf ich dann nicht den Motor entkoppeln, da die Korrektur dann wieder über 10 Minuten neu eingemessen werden muss. Für längere Schwenks habe ich daher immer die Klemmungen gelöst und nur die Feinkorrektur mit Hilfe der Motoren durchgeführt. Da hätte ich wohl Hemmungen, die Motoren minutenlang drehen zu lassen ... Gewohnheit halt.

    Aber vielen Dank für den Tip.


    Gerd und Stefan, Glückwunsch, dass euch die Aufnahmen gelungen sind. In der Dämmerung und bei Horizontnähe sind ja längere Brennweiten von Vorteil, so wie sie Gerd auch benutzt hat. Deshalb staune ich auch ein wenig über Stefans transparenten Himmel.


    Den, so dachte ich, könnte es hier gestern auch gegeben haben, denn soweit das Auge oben reichte - alles richtig blau und wolkenfrei. Also habe ich mich mit Stativ und 70 - 200mm auf den Weg gemacht, um am Ziel dann diesen Horizont 5 Minuten nach Sonnenuntergang vorzufinden, festgehalten mit 90mm, und bis auf die Einrahmung und Verkleinerung wie aus der Kamera:









    Im Fenglas war Venus leicht zu finden, Merkur für einige Zeit ebenfalls, obwohl er bald zumindest visuell überstrahlt wurde. Eins der ersten Fotos, auf dem Merkur zu erkennen war, entstand um 21:01 Uhr MESZ mit 200mm, Venus gut 3° und Merkur ca. 4,5° über dem Horizont. Die Position von Merkur ist dabei rechts oben und an der Seite jeweils mit einem kleinenStrich gekennzeichnet:









    Zehn Minuten später hatte Venus schon Mühe, sich gegen den Dunst abzuheben:








    Merkur befindet sich zufällig auf etwa gleicher Höhe wie der Flieger rechts im Bild, aber den konnte ich nachträglich nicht mehr identifizieren.


    Und damit habe ich dann das Duo auch am Abendhimmel gesichtet, zwar nicht bei kleinstem Abstand, aber immerhin überhaupt.


    Beste Grüße,

    Manfred

  • Hallo,


    Ich halte gerade Ausschau nach Merkur und Venus.

    Heute sind die Bedingungen deutlich besser als gestern. Der Horizont ist frei von Wolken.


    Merkur und Venus konnte ich um 2030 Uhr deutlich mit einem 20x60 Fernglas sehen.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo,


    Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich heute am 27. April wesentlich bessere Bedingungen. Beide Planeten konnte ich deutlich im Fernglas sehen und später auf dem Chip meiner Kamera bringen:



    Merkur und Venus am Abendhimmel, 27. April 2021



    Venus steht unten in Bildmitte, Merkur fast am oberen Bildrand.


    Viele Grüße

    Gerd

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