Mond und Deep-Sky und Sonne mit 50/60/70/80 mm zeigt her eure Bilder

  • Hallo Manfred, Marco und Michael,

    schön, dass ihr eure kleinen Schätze hier eingestellt habt. Ich weiß noch genau, wie das damals war. Im Grunde schrabbte ich immer am Rande der Enttäuschung vorbei. Klar konnte man schon echt viel sehen, aber eben doch nicht so viel, wie man erhoffte und auf Postern oder Prospekten gesehen hatte. Früher habe ich nach vorne geschaut, heute immer öfter zurück, und da tut man den kleinen Teleskopen Unrecht, denn sie können doch eine ganze Menge leisten.

    Hat eigentlich jemand Deep-Sky damit versucht? Bei mIr waren es M44, h & Chi, M13, M31 und der Orionnebel. Alles nicht wirklich befriedigend. Fotografisch, HEUTE, das wäre ein ganz anderes Experiment. (Mal sehen...:/ )

    Viele Grüße,

    ralf

  • Hallo an alle Kleinstteleskop-Liebhaber und Tester,

    ich wollte unbedingt mal testen, was mit meinem 60 mm Tasco Refraktor aus den 70ern in Sachen Deep-Sky so geht. Gestern konnte ich dazu eine Wolkenlücke nutzen und ich muss sagen, das war schon echt anstrengend. Ohne Sucher war das alles nicht ganz einfach und deshalb habe ich M51 (das wäre meine erste Wahl gewesen) auch nicht finden können. Da ich mich beeilen musste, es zogen Wolken auf, habe ich mich dann für M13 entschieden. Den Kugelsternhaufen konnte ich quasi blind finden durch einfaches anpeilen.

    Ich habe ein halbe Stunde lang in 16s Einzelbildern belichten können. Ohne Filter bzw. mit IR Sperrfilter. ASI178MM. Nach 16 s war ich trotz F/13,3 ganz knapp hintergrundlimitiert. Zumindest war mein Dark 3 Graustufen dunkler als die dunkelsten Stellen im Bild selber.


    Ich kann mich sehr gut erinnern als ich das erste Mal mit einem ähnlichen Teleskop M13 gesehen habe. Es gab keine Chance Einzelsterne zu erkennen. Der Freund mit dem 114/900er Spiegel, der sah am Rand ein paar Sterne. Und jetzt das hier.

    (das Summenbild wurde gestreckt und in den Lichtern geschärft, mehr nicht)


    Ich werde es nicht lassen können, als nächstes steht M57 auf der Liste. Mal sehen, was heute mit einem solchen Teleskop möglich ist.

    Ich lade euch weiterhin herzlich ein hier eure Bilder mit Klein(st)teleskopen zu zeigen.

    Viele Grüße,

    ralf

  • 03sec

    Changed the title of the thread from “Mond mit 60mm” to “Mond und Deep-Sky mit 60/70/80 mm zeigt her eure Bilder”.
  • Hallo allerseits,



    hier etwas aus der Grabbelkiste, mit meinem Lomo-Wirth FL 80/480mm. Ist zwar nicht mein erstes 80mm Teleskop, aber mein endgültiges:


    https://avvamhl.xobor.de/g116p2043-Schickard-LW-FL.html


    Daten unter dem Bild, Link zum Vergrößern über dem Bild.


    Viel Spaß mit kleinem Geschütz wünsche ich allen, es lohnt sich auf jeden Fall.



    Gruß, Gerd

    Es schaute mich an - und ich schaute Es an.
    Und errötend wich Es zurück - das Universum.


    Bresser 102/460 | Tasco 76/1200 | Tasco 60/1200 | Tasco 60/900 | Tasco 60/700 | Tasco 50/600 | Minolta Bino 10x42 | Kasai s'Gucki 2.3x40

  • Just for fun:

    Das 76/300 Firstscope auf die EQ-Plattform gestellt, die ZWO ASI 178 MC dran und mal den Orionnebel probiert.
    Es klappt (einigermaßen):



    Und hier noch ein Mond mit dem 60/330 Refraktor von TS:


    Grüße, Mario

    https://astronom.at

    8'' Skywatcher Flextube Dobson, 16'' Spacewalk Telescopes Infinity** Dobson, 60/330 TS Apo (Reiseteleskop), Coronado PST Umbau, Binoansatz Binotron 27, PVS-7 Restlichtverstärker, ...

  • Hallo,


    C/2020 F3 (NEOWISE).


    Aufgenommen mit einem 80/400mm Refraktor als der Komet tief am Horizont stand.


    • Optik/Objektiv: 80/400mm Refraktor.
    • Kamera: Panasonic LUMIX G70.
    • Belichtung: 15 Sekunden.
    • ISO: 2.000.


    2020-07-12-NEOWISE-1.jpg



    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo,


    ja mit den kleinen Öffnungen geht schon eine ganze Menge.

    fullmoon01mg.jpg

    Gruß und CS

    Frank

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    Ein Blick in die Tiefen des Weltalls, ist immer ein Blick in die Vergangenheit.

    meine Website

  • Hallo zusammen,

    wow, hätte nicht gedacht, dass so viele schöne Bilder zusammenkommen. Es scheint, als hätten sie nur darauf gewartet hier gezeigt zu werden. Beeindruckend, was da an Qualität zu finden ist, besonders bei den Planetenbildern.

    Am lustigsten finde ich das Setup-Bild von Mario mit seinem Firstscope. Da muss man schon aufpassen, dass das Teleskop nicht zufällig eingeklemmt wird, wenn man seinen Laptopdeckel schließt... der kleine Süße...

    Nette Runde hier, danke an euch, und viele Grüße,

    ralf

  • Hallo,


    ich hatte auch mal ein paar Deep-Sky-Bilder mit einem 50mm SW Evoguide gemacht:


    Das sind Kurzbelichtungen 1755 mal 4 Sekunden mit der ASI183MC auf einer Celestron LCM.


    Gruß


    Heiko

  • Hallo Marco,


    Deine Sonne erinnert mich stark an die Bilder von Alfred Ansorge, die vor 50 Jahren auf den Astronomietagungen in der DDR für Aufsehen und Begeisterung sorgten. Er fotografierte mit einem Zeiss AS 80/1200 und – wenn ich mich richtig erinnere – einer Plattenkamera mit Dokumentenplatten ORWO DK-3. Also alles noch chemisch und ohne Chance auf lucky imaging. Randverdunkelung und Umbren/Penumbren waren tadellos herausgearbeitet, und es war kein einziges Fusselchen auf den großformatigen Schwarzweißvergrößerungen zu erkennen. Ich denke, auch die Granulation war deutlich abgebildet, während wir anderen damals nie ganz sicher waren, ob unsere Aufnahmen nun wirklich die Granulation oder nur Filmkorn zeigten.


    CS, Jörg

  • Hallo Jörg ...

    Ob hier nun alles " Granulation " ist, ist wohl ( auch ) eine Sache

    der Software ( RegiStax ).

    Die gute Optik des Refraktors und die kleinen Pixel der Kamera

    wie eine " passende " Luft am Aufnahmetag sind das andere :)

    welches zur Optik des Fotos beigetragen haben.

    Gruss

    Marco

  • Hallo Marco,


    natürlich haben wir mit den heutigen Kameras und der EBV einen gewaltigen Vorteil gegenüber dem analogen Zeitalter. Heute ist dank lucky imaging mit 65 mm das zu holen, was damals mit 80 mm eine Ausnahmetalent vorbehalten war. Ansorge hat die Sonne über längere Zeit an jedem klaren Tag fotografiert, und zumindest in der Erinnerung war die Qualität der Aufnahmen durchgängig hoch. Viele haben ihm nachgeeifert, allerdings ist keiner wirklich herangekommen. – Auch wenn es natürlich sein kann, dass ich das mit dem großen zeitlichen Abstand etwas verklärt sehe.


    CS, Jörg

  • Hallo Marco,


    schönes Sonnenbild mit dem 65/420. Hattee im gleichen Jahr ca. 2 Monate später auch mit dem TS 65/420 die Sonne aufs Korn genommen.

    Allerdings hatte ich kein Notebook dabei und so blieb es bei Einzelaufnahmen.

    Hier das Bild:

    wl_sun01.jpg


    Und dann nochmal im September 2015 - leider mit Wolken:

    sunwl01k.jpg

    Gruß und CS

    Frank

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  • Auch wenn es natürlich sein kann, dass ich das mit dem großen zeitlichen Abstand etwas verklärt sehe.

    Vielleicht solltest Du Deinen Erinnerungen etwas mehr trauen, Jörg. Ich weiss nicht genau, wie hochauflösend der ORWO Dokumentenfilm war, aber selbst heute gibt es noch Dokumentenfilme mit einem Auflösungsvermögen von 800 Linien/ mm - das entspräche auf einem Sensor einer Pixelgrösse unter einem Mikrometer.


    Und das ganze auf Mittel- oder gar grösserem Format. Das ergibt One-Shot Gigapixel Aufnahmen.


    Ausserdem sind diese Filme extrem kontrastreich. Gut ausbelichtet und ausgewogen entwickelt können sie an hervorragenden Optiken sicherlich erstaunliches leisten.


    meint


    matss

  • Ich reiche mal ein Beispiel nach, was Filme immer noch leisten können ... vllt sollte man es mal ausprobieren, denn

    Quote

    Der Scanner konnte mit 4000 DPI weder das Filmkorn noch die ganze Auflösung erfassen.

    http://www.adox.de/Photo/adox-filme-2/adox-cms-20/


    Man müsste mit einer beugungsbegrenzten Optik bei vllt f/8 und 2500mm Brennweite damit mal einige Weisslicht Sonnenaufnahmen machen (Licht is ja genug da ...)


    lg matss

  • Hallo Matss,


    die hohe Auflösung des Films wäre zwar ein Grund. Aber mal ganz abgesehen vom Seeing bleibt das Problem der zuverlässigen Fokussierung, sprich selten ganz korrekter Übereinstimmung von Filmebene und Mattscheibe, Planlage usw. In der Theorie hören sich 800 Linien pro mm großartig an, aber in der Praxis bleibt man mit Sicherheit sehr weit davon entfernt. Abgesehen von den Kosten, denn um ein wirklich optimales Bild zu bekommen, müsste man sehr viel Aufnahmematerial, Chemie und Zeit einsetzen. Nein, die Vorteile der digitalen Fotografie/Videografie überwiegen eindeutig.


    Als 16-Jähriger hab ich immer nur zwei Platten pro Tag belichtet, als ich 1970 einige Tage in Zittau war und mit einem Setup nach Ansorge fotografieren konnte. Die Platten wurden übrigens mit einem selbst gebastelten Blecheinsatz in 9x12-Kassetten fixiert. Über solche Feinheiten wie Abweichung zur Mattscheibe und eventuelle Verkippung haben ich mir damals noch keinen Kopf gemacht, denn die Ergebnisse machten mich glücklich. Fast wie von Ansorge. Aber eben nur fast...




    Dokumentenfilm hab ich damals übrigens auch für den Merkurtransit eingesetzt. Siehe hier:

    External Content www.youtube.com
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    und hier:

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    Auch bei den dafür verwendeten Bildern wurde die theoretische Auflösung des ORWO DK5 nicht annähernd erreicht.


    CS, Jörg

  • Sehr schöne Aufnahmen, Jörg - und der Merkur-Transit ist der Hammer.


    Natürlich hast Du Recht, was Probleme mit dem Fokus und der Szintillation angeht.

    Helfen könnte da Serien, aber mit digitalem Equipment ist das dann wirklich deutlich einfacher.


    lg matss

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