Nebel und Galaxien fotografieren

Countdown
Am 03.08.2021 zwischen 16:30-19:30 Uhr werden auf den Astrotreff Servern mehrere umfangreiche Updates installiert.
Zeit bis zum Beginn der Arbeiten:
Es wird in diesem Zeitraum zu längeren Unterbrechungen des Portalbetriebes kommen.
  • Moin Moin,


    Ich bin Tom und neu hier! Ich würde mich darüber freuen, wenn ihr mir ein wenig helfen könntet.
    Also erstmal zu meinem Equipment: Sony a6000 - T2 Adapter - Skywatcher 200p (200/1200) Ist also ein sehr großer Tobus und meine Hockerbox.
    Nun möchte ich Deepskyobjekte fotografieren. und brauche dazu eine Paralaktische Montierung. Man hat mir gesagt das eine EQ-3 zu schwach ist und ich für mein Teleskop mindestens eine EQ-5 brauche.
    Ich wohne im Süden Schleswig-Holsteins, in der nähe von HH. Brauche ich da überhaupt eine 200mm Öffnung ? reicht nicht auch eine 150mm Öffnung, da die Lichtverschmutzung hier ja auch nicht gerade gering ist.
    Ein Mitarbeiter von AstroShop hat mir aus diesen Gründen dieses Teleskop empfohlen ( Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD EQ3-2). Zudem meinte er das meine Kamera nicht scharf stellen kann da sie zu weit ca.4 bis 5 mm von der Öffnung entfernt sei. Jedoch habe ich dieses Bild gestern geschossen (vom Mond). Also ich finde für mein erstes Bild ist es mir gut gelungen. Ich habe das Teleskop erst seit 6 Monaten und bin vor einem Monat auf die Astrofotografie gekommen.

    Nun zu meiner Frage. Bei Ebay Kleinanzeigen verkauft jemand eine EQ5 Montierung mit GOTO für ca. 550 €. sollte ich eher eine Montierung für mein Skywatcher kaufen oder gleich auf ein anderes Teleskop umsteigen ? mein Budget liegt bei 600€ für Teleskop und Montierung .


    Achja, findet ihr das Bild vom Mond ist scharf ? Ich habe es in Photoshop bearbeitet. Und es ist eine BULB Aufnahme.
    Ich habe leider keine Vergleiche :(


    Danke schonmal im voraus :))


  • Hallo Tom,


    willkommen im Astrotreff. :)


    Du hattest diesen Beitrag in das Unterforum "Foren-FAQ" gestellt. Dort geht es um technische Fragen rund um den Astrotreff.

    Deine Frage ist eine typische (und oft gestellte) Einsteigerfrage, deshalb habe ich sie hier hin verschoben. Achte bitte zukünftig auf die richtige Einordnung Deiner Beiträge.


    Bis dann:

    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Hallo Tom,


    das ist etwas mehr als nur das Problem mit welches Teleskop oder Montierung.

    Für deine 200/1200er Kanone wirst du auch mit einer EQ5 nicht auskommen und bei 1200mm wäre auch Autoguiding empfehlenswert.

    Ich empfehle meist eine EQ oder Foto-Montierung für die aktuelle Kamera und anfangen mit Objektiven.

    Je höher die Brennweite wird um so komplizierter und teurer wird der Spaß.


    Die Öffnung ist für Astrofotografie eher nachrangig, da mehr der Blendenwert f (Brennweite/Öffnung=Blendenwert) interessant ist.

    Die Öffnung ist dann ab 200mm unwichtig, da in jeder Wellenlänge die dahrstellungsgenauigkeit des Teleskops die der Erdgebundenen Beobachtungsfähigkeit übertrifft.

    Klick dich mal hier durch die Posts direkt auf dieser Unterseite des Forum, da wurde es gerade schon mehrfach behandelt.


    Ich würde bei dem Budget auch sagen, Fotomontierung und mit Kamera und Objektiv anfangen.

    Sonst ist eine Astrofotoerstausrüstung (Teleskop, Montierung, Kamera und vielleicht Autoguiding) eher bei 3000€ aufwärs angesiedelt.


    Ob du wirklich im Fokus bist oder nur kanpp daneben würde ich mich nicht trauen beim Mondfoto zu sagen,

    da Sterne noch viel gemeiner sind sind was ihre Darstellung angeht.


    Lies mal etwas zur Astrofotografie hier in den Foren oder guck z.B. Astrofotocologne -Anfängervideos

    und stelle danach konkretere Fragen, so würde ich sagen, nein das Geld reicht nicht, aber wie gesagt, mann kann auch anders Anfangen.


    Ich hoffe ich verschrecke dich damit nicht, Sven

  • Hallo Sven,


    verschrecken tust du mich nicht da es für mich schon fest steht, dass ich es irgendwann und irgendwie machen möchte. Ich verstehe auch das du mir vorschlägst auf eine Kamera mit objektiven, zuerst, zu setzen. Dies kommt jedoch nicht in Frage, da ich Spaß am Teleskop habe und nicht an der Kamera mit den Objektiven. ( Ich weiß, es ist Emotional behaftet)

    Mein Wunsch ist es mit einer gescheiten Ausrüstung wie z.B. (Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD EQ3-2) der hier ein Paar Galaxien in den Fokus zu bekommen.

    Es klang in deinem Beitrag so, als ob ich mit diesem Stück kein gescheites Bild hinbekommen würde. Ist dem so ? Außerdem kann ich für die Zukunft noch einen Motor nachrüsten + Autoguiding.


    Ich habe nochmal über meine Kamera nachgedacht. Bisher habes ich mir noch nichts dazu angeschaut wir man mit objektiven die Deepsky Objekte einfangen könnte.

    Dies schlägt nun wieder ein riesen Kapitel auf 😭 Aber da werde ich wohl einmal durch müssen .


    Naja auf jeden Fall danke für deine Anregung und ich würde mich über eine Antwort freuen.


    MfG Tom

  • Hallo Tom,


    der 150/750 PDS Neton passt gewichtsmäßig seht gut zu der EQ5 Montierung. Ich habe mit dieser Kombination viele Jahre erfolgreich Astrofografie betrieben. Was du damit in etwa erreichen kannst, siehst du auf meinem Youtube Kanal

    External Content youtu.be
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    Von der EQ3 Montierung würde ich dir fotografisch mit dem 150er Newton abraten, weil zu wackelig.


    Viele Grüße

    Fried

  • Hallo Tom,


    ich kann dir auch meine Bilder mit einem 114/900 Supermarkt-Teleskop mit Tunig zeigen.

    Aber das brint dich eigentlich was Wissen angeht nicht weiter, meine ich aber bei interesse:

    Technohell@ Astrobin (alles Bilder seit Anfang an über 2,5 Jahre gemacht).


    Wenn du von Visuell zu Fotos wechselst ist ein neues Setup nötig.

    Das 150/750er Newoton auf EQ5 ist okay, aber über 500mm mache ich Fotos nur mit Autoguiding,

    also noch ein Leitrohr, Astroguidincam und Laptop oder MGEN dazu.

    Außerdem benötigst du einen Komakorrektor ab f5 und darunter noch mehr, sonst sehen die "Randsterne" aus wie Zini aus der Kindersendung.

    Bei f4 sind die "Randsterne über 60% des Bildes verteilt bei APS-C.


    Du hast was von 600 € geschrieben damit geht halt Objektivfotografie und nicht ein komplettes Astrofotosetup.

    Guck dir Franks (Astrophotocologne) Channel bei Youtube durch und du kannst viel mit Hintergründen lernen.

    Hier ist es nicht so "einfach" wie visuelle Astronomie.


    Du schreibst

    Quote

    Außerdem kann ich für die Zukunft noch einen Motor nachrüsten + Autoguiding

    Also Motoren benötigst du ab der ersten Sekunde und sonst kannst du vom Dobsen aus Bilder machen.

    Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich habe 1 Jahr per Hand versucht eine EQ mit zu drehen 85-90% der Bilder konnte ich nicht verwenden bei

    Belichtungszeiten von 15 Sekunden....


    Quote

    Mein Wunsch ist es mit einer gescheiten Ausrüstung wie z.B. (Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD EQ3-2) der hier ein Paar Galaxien in den Fokus zu bekommen.

    Es klang in deinem Beitrag so, als ob ich mit diesem Stück kein gescheites Bild hinbekommen würde.

    Mit viel Frust bekommst du sicher etwas hin, ob es deinen Ansprüchen gerecht wird, kann ich nicht sagen.

    Also unter einer motoriesierten EQ5 ist es montierungstechnisch nur Geld aus dem Fenster werfen, da du dann höchstens ein kleines APO oder Kamera mit Objektiv nutzen kannst.

    Du wirst allso schnell was neues benötigen.

    Es gibt so viel zu lernen und daher der Tip mit Kamera und Objektiv.

    Such dich mal durch astrobin und Filter Objetiv Bilder.


    Quote

    Dies schlägt nun wieder ein riesen Kapitel auf 😭 Aber da werde ich wohl einmal durch müssen .

    Uff ja, das ist ein Riesen Kapittel, denn Ausrüstung und Daten sammeln (Bilder und Korrekturbilder machen) ist nur der eine Teil.

    Das Astrofoto hängt auch viel vom Preprocessing, Processing und Postprocessing der Bilder ab.

    Daher auch der YouTube Link, da könntest du alles per Video lernen.

    Fotoorientierte Newotns sind auch anderes Orientiert vom "Aufbau", visuell ist ein Kleiner FS von Vorteil, fotografisch eher ein großer.

    Dazu die Fokuslage, wenn sie ganz ganz knapp geht, könnte bei andere Teperatur es nicht mehr gehen, daher liegt der Fokus meist weiter außen bei Fotonewtons.

    Dazu der erwähnte Komakorrektor, der gerne auch schon verbaut ist im Fotonewton.


    Eine Dobsen auf die Terasse zu stellen, fokussieren und etwas beobachten geht "Schnell".

    5 Minuten oder wie lange brauchst du?

    Fotografisch mit Laptop dauert mein Aufbau 1 Stunde, ohne dass ich Sucher neu ausrichten muss auf die Teleskopbildmitte.

    Gerade am Anfang wenn es nicht das dickere Setup mit MGEN und Co ist wirst du mehr Technikkampf haben also Bilder.

    Ist leider so.

    Hier von Frank; der macht Astrofotos schon lange, im letzen Video: Astrophotocologen auf Tour

    Das vermittelt einen guten Eindruck einer Astrofotonacht, dazu den Test vom Video davor (das Teleskop hatte eigen Tücken).

    Jetzt stell dir vor man hat keinen Plan (und das hat eigentlich keiner am Anfang)... das ist ähnlich wie selbstgeißelung.


    Ich habe letztens den Garten meiner Eltern genutzt und mein Vater, der als Feinmechanicker Kameras repariet hat,

    als Hobby Modellflugzeuge hat und auch ohne Ahnung von PCs sich an einen 3D Drucker wagt... =O X( :( ;(

    Er sagte am 2 Tagespäter als er die fertigen Bilder sah: "Das Hobby hätte ich schneller aufgegeben als Angefangen. Das macht doch keinen Spaß."

    Er hat von meinen Fehlschlägen (Technik ausfall, guidingprobleme,...) immer nur mündlich erfahren....

    Diese Bilder waren das Resultat:


    Das war eine Nacht mit 1 Stunde Aufbau, 30 Minuten Justage (FS war losgegangen auf dem Transportweg) 4 Stunden Aufnahme, Fehler beim Medianumschung und damit 1 Stunde Neusuche des Motivs, Aufgabe und daher 2 Motive in einer Nacht.

    Alles mit 114/900 Newton, EOS 70 D astomodifiziert, CEM25P, Guidingcam an 50mm Leitrohr, Laptop mit PHD2, Akkupack und Zubehör + Sonnenfilter für die Sonne (erster Versuch).

    Für mehr Daten zu den Bildern guck auf Astrobin (link ganz oben).


    Es gibt auch günstigere Methoden, aber ich würde bei fast jedem Gudget raten erst Kamera mit Objektiv (vor allem, wenn vorhanden) auf einer Montierung starten.

    Das hier geht sogar mit einfachem Staiv und dunklem Himmel + KnowHoff: Lukasz Zak @ Astrobin


    Da hast du aber schneller etwas als Ergebniss als wenn du mit (ich übertreib mal) mit deinem 200/1200 auf EQ6 anfängst.


    So, ich hatte mehr Zeit und hoffe es hilft weiter, Sven

    Anfänger seit 2019

    EOS 70 D & DA

    EFs 18-135 USM; EFs 18-55 FST

    114/900er Fotoumbaunewton, 200/800er Newton

    CEM25P + Guidingcam und PHD2

    Meine Ergebnisse

  • Danke lacrimosa und Technohell

    für eure Bemühen mich auf einen ordentlichen Weg zu leiten. Ich finde was ihr schreibt und mir zeigt alles sehr interessant.


    Technohell ich glaube dir das einfach Mal, das man nur mit sehr viel Frust etwas gutes hinbekommt, das kann ich mir auch vorstellen.

    Ganz nach dem Motto: Ganz oder gar nicht.


    Deswegen nun mein Plan.

    Ich gucke mir den Youtuber an und informiere mich übers fotografieren mit Stativ und objektiv.

    Ich habe ein Weitwinkel objektiv und ein Landschafts objektiv. ( Keine Ahnung wie die wirklich heißen). Außerdem habe ich ein Kamerastativ.


    Ich melde mich dann, wenn ich damit fertig bin und meine ersten Versuche gemeistert habe✌️

  • Moin Tom,


    Ganz ganz kurz:

    Gerade zu dem Thema, Astrofotografie ohne Spezialausrüstung hatte er ein Weihnachtsvideo.

    Da ist auch ein gute Buchtip drin.


    Genieße den Tag, Sven


    EDIT: Es wurde gerade gepostet "Mini" Astromontierung-Extrem für Objektive

    Das ist dann der Punkt wo man Objektive/kleinst APOs ausgereizt hat, als nächstes käme die dicke Montierung mit Teleskop.

  • Moin,

    ich bins wieder :)

    Ich bin leider auch am verzweifeln.

    Ich fotografiere nun mit meiner Sony a6000 auf einem dreibein Stativ und Kit Objektiv 16mm f4 und ISO Werte variiere ich. Ich bin heute in Hetlingen, in Schleswig Holstein gewesen, da die licht verschmutzung dort nicht so hoch ist wie in der Nähe von Hamburg. Leider bekomme ich mit einer Verschlusszeit von 20 Sekunden keine gescheiten Bilder hin. Ich ziele auch auf die Milchstraße, aber irgendwie klappt da was nicht. Ich möchte die Milchstraße fotografieren. Ist die Jahreszeit nicth gut ? Der Mond ist Heute auch nicht zu sehen gewesen.
    Hier ein Bild von Heute, aber auch wenn keine Wolken zu sehen sind, schaffe ich es nicht die Milchstraße auch nur ansatzweise drauf zu bekommen .


    Ich hoffe ihr habt wieder einige Vorschläge und freue mich über Anregungen!


  • Hallo Tom,


    auch wenn Youtube-Videos vieles abdecken, würde ich Dir zur Ergänzung dieses Buch empfehlen.


    Mein erster Versuch auf einem Stativ mit einer DSLR sah ähnlich aus, zumal ich vorher noch nie eine DSLR benutzt hatte.

    Das Bild ist recht hell. Ist das Bild während der Dämmerung entstanden?

    Man muss sich in Sachen Belichtungszeit und ISO herantasten.

    Die Milchstraße würde ich eher im August oder September fotografieren. Dann steht auch das Sternbild Schwan höher. Wobei es aber auch Leute gibt, die im Frühjahr die Milchstraße fotografieren.

    Hier findest Du auch Infos.


    Gruß

    Ronald

  • Hallo Tom,


    :huh: Warum Fotografierst du Tagsüber? :face_with_tears_of_joy: (Scherz)


    Also 1. Ja die Jahreszeit ist nicht gut.

    Die Wintermilchstraße geht schon früh unter und die Sommermichstraße spät auf.

    Ideal ist halt (gerade da du sehr Nördlich bist) die Wintermilchstraße, wenn sie hoch am Himmel steht (im Winter).

    Im Sommer wirst du sehr wenig Zeit mit astronomischer Nacht haben bei der sie hoch steht..


    2. Wenn du die Milchstraße Horrizontnah fotografieren willst brauchst du einen richtig dunklen Himmel, Bortel 4 besser 3.

    3. Dunst/Wolken,... macht das ganze noch schwerer.


    4. Ich würde sagen der Fokus ist noch nicht 100%ig und das macht auch noch etwas aus, gerade bei schwachen Kontrasten.


    Ich hoffe es hilft dir, Sven

    Anfänger seit 2019

    EOS 70 D & DA

    EFs 18-135 USM; EFs 18-55 FST

    114/900er Fotoumbaunewton, 200/800er Newton

    CEM25P + Guidingcam und PHD2

    Meine Ergebnisse

  • Moin Ronald und Sven,


    Erstmal schön zu hören, das nicht nur meine Bilder am Anfang so aussehen. Ich habe mir Mal den Artikel zur Milchstraßenfotografie durchgelesen und bin zum Entschluss gekommen, dass die Wetterbedingungen einfach nicht gegeben waren zu meiner Aufnahme.


    An der ISO und Belichtungszeit taste ich mich noch besser ran. Den Fokus werde ich auch noch fixen. Ich freue mich schon darauf mit den neu gewonnenen Erkenntnissen die nächste Session abzuhalten. Hoffentlich klappt es dann Mal.


    Die astronomische Dämmerung haben ich nun auch kennengelernt und werde sie nun auch beachten


    Achja und Sven. Was ist Bortel?


    Lg Tom

  • Moin Ronald und Sven,


    Erstmal schön zu hören, das nicht nur meine Bilder am Anfang so aussehen. Ich habe mir Mal den Artikel zur Milchstraßenfotografie durchgelesen und bin zum Entschluss gekommen, dass die Wetterbedingungen einfach nicht gegeben waren zu meiner Aufnahme.

    aus diesem Grund finde ich es gut, dass Du solche Bilder auch hochlädst. Das kann für Leute, die irgendwann einmal in der gleichen Situation hilfreich sein.

    Ich finde es gut, dass Du per Stativ erste Erfahrungen sammelst und Dich Schritt für Schritt herantastest.


    Gruß

    Ronald

  • Hallo Tom,


    Bortle-Skala

    Mir dieser oder anderen Skalen kann man die Himmeslhelligkeit messen.

    Mit der APP Verlust der Nacht kann man geführst recht schnell die Standorthelligkeit bestimmen.

    Natürlich ist Mond dabei stören.


    Ja, so und noch schlimmer sahen meine ersten Fotos auch aus. (siehe Astrobin, sie sind zeitlich gelistet).


    Dann viel Spaß weiterhin, Sven

  • Hallo Tom,

    zu Deinem Bild fällt mir folgendes auf:

    -überbelichtet

    -das Objektiv verzeichnet extrem (Koma/Dreieck-sterne zu den Ecken hin)

    -unscharf

    -starkes Rauschen


    klingt erstmal brutal, sind aber genau die Standartfehler die am Anfang alle machen. ;)


    -Die Verzeichnung des Objektivs kannst du mit kleinerer Blende reduzieren.

    Du kannst auch Testaufnahmen bei verschiedenen Zoomstufen machen und so die Brennweite ermitteln mit der geringsten Verzeichnung.


    -Die Belichtung ist bereits ausreichend wenn der Histogramm-berg im ersten Viertel liegt.


    -Den ISO Wert runter, dann rauscht es viel weniger. ISO800 reicht völlig, ich würde eher 400 nehmen.


    -Mit Autofocus in der Dämmerung auf ein entferntes Objekt einstellen (nur Mittenmessung), Autofocus aus und am besten den Ring mit Klebeband fixieren. 1/10mm am Ring daneben und es ist unscharf!!

    Ring an Unendlich-Anschlag gedreht ist immer unscharf. Sonst kannst du nur Testaufnahmen machen und jeweils mit höchstem Zoom vergleichen auf kleinste Sternscheibchen.

    Perfekt ist eine Bahtinovmaske mit Kontrolle am Laptop.


    Ich weiß nicht ob dir das klar ist, aber Astroaufnahmen(auch Sternfelder) sind fast nie Einzelaufnahmen. Man macht in der Regel viele Aufnahmen und stackt sie dann mit Programmen wie z.B. DeepSkyStacker. Danach die eigentliche Bearbeitung mit Fitswork (beides Freeware) oder Lightroom PS etc.


    CS

    Dirk

  • Moin Dirk,


    Erstmal danke für deinen Beitrag. Ich werde deine Tipps beim nächsten Mal berücksichtigen.


    Ja mir ist klar, dass ich mehrere Aufnahmen mache und sie, in meinem Fall, mit sequator stacken werde.


    Den Trick mit dem Focus finde ich auch interessant und probiere es Mal aus.


    Ich hatte meinen ISO Wert auf 8000😅 weil viele Videos so an die Sache rangegangen sind. Ich werde mir einfach Mal, hoffentlich eine warme Nacht raus suchen und mir ganz viel Zeit nehmen die Schritte umzusetzen.


    VG Tom

  • Quote

    -Den ISO Wert runter, dann rauscht es viel weniger. ISO800 reicht völlig, ich würde eher 400 nehmen.

    Quote

    Ich hatte meinen ISO Wert auf 8000😅 weil viele Videos so an die Sache rangegangen sind.

    Moin,

    also bei ISO 8000 ja runter, sonst ist die Aussage falsch, dass eine höhere ISO mehr rauscht.

    Bei gleicher Belichtungszeit rauscht eine niedrigere ISO mehr.

    Hier könnt ihr eure Kamerawerte nachsehen (wenn sie vorhanden ist in der Auswahl): Rauschwertdiagramme

    Und wer es lieber im Video mit Beispielbildern sieht: "Astrophotocast - Was ist Gain und ISO,...."


    Sonst aber sehr gute Tips, Sven

    Anfänger seit 2019

    EOS 70 D & DA

    EFs 18-135 USM; EFs 18-55 FST

    114/900er Fotoumbaunewton, 200/800er Newton

    CEM25P + Guidingcam und PHD2

    Meine Ergebnisse

    Edited once, last by Technohell ().

  • Hallo Tom,


    Noch eine Frage zum geposteten Bild: War der Mond über dem Horizont?

    Falls ja, wird das nix mit schönen Milchstraßenfotos.

    Auch die atmosphärischen Bedingungen spielen eine große Rolle. Die besten Chancen hast Du manchmal nach Durchzug einer Kaltfront mit Regen. Bei einer längeren Schönwetterperiode wird der Himmel oft zunehmend dunstig.


    Gruß,

    Martin

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