... das Bild das nie fertig werden wird

  • Hallo zusammen,
    letztes Jahr angefangen und nie beendet. NGC4565, die Nadel. Fotografiert mit C11 bei f/5. ca. 8 Std. in 2 Sek. Bildern mit ASI178MM ohne Filter. Das Seeing war jeweils nur durchschnittlich. Mittlerweile ist das C11 verkauft und ich habe mich mit meinem 16" Dobson an das Objekt heran gemacht. Mischen will ich nicht, fertig machen kann ich es auch nicht mehr, aber es war einfach zu schade es nicht zu bearbeiten. Ich habe gestackt, gestreckt und die Lichter geschärft, mehr nicht. Darstellungsgröße ist etwa 65%. Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    das währe in der Tat sehr schade gewesen, wenn diese Daten nie eine Bearbeitung erfahren hätten. Ich bin der Galaxie mal mit 8“ auf den Pelz gerückt und es ist im Vergleich sehr gut zu sehen welche Fülle an Details Dein Bild zeigt. Auch die Tiefe ist sehr gut, von daher ist es fast schon schade, dass es hier nicht weiter gehen wird. Ich würde zumindest noch ein paar Farbbilder schießen um sie einzufärben. Auch wenn schwarz/weiß natürlich auch seinen Reiz hat ;-)


    Viele Grüße
    Michael

  • Hallo Ralf,


    schön dass Du das Bild nicht im digitalen Nirvana (= Festplatte) hast verschwinden lassen. Ich finde es sehr schön. Für mich als Visuellen haben solche s/w-Bilder einen besonderen Reiz, da sie irgendwie besser an den Anblick im Teleskop herankommen als Farbbilder. S/w-Bilder von Galaxien sind so selten!


    Vielen Dank:
    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Hi Ralf,


    wunderschoenes Bild. Die Stukturen sind sehr fein gezeichnet - wohl ein Effekt des "lucky imaging".


    Eine Frage: Wenn ich mit langer Brennweite kurz belichte, kann ich die Daten mit Deepskystacker nicht auswerten - selbst wenn ich ein paar Sterne sehe. DSS findet sie nicht, und schreibt die Fehlermeldung, dass nur ein Bild gestapelt wird. Und das Bild ist dann das erste in der Liste, selbst wenn die Sterne Wuerstchen sind. Einstellen der Detektierschwelle und Mitteln zur Rauschunterdrueckung (beides Optionen in DSS) helfen auch nicht. Welche Software verwendest Du? Bei 2s Belichtungszeit duerften doch Sterne kaum erkennbar sein.

  • Hallo Ralf,


    das Bild erinnert mich an meine eigene Aufnahme mit 2,5 s - Belichtungen, die seit drei Jahren auf gute Farbdaten wartet.


    Also wenn eine Galaxie in schwarzweiß gut aussieht, dann auf jeden Fall die Nadel mit den feinen Details.


    Gruß Lars

  • Hallo Ralf.



    Herrlich, und auch noch schwarzweiss [:p]!


    Astrofotos werden eigentlich nie fertig. Sie werden nur aufgegeben.



    Viele Grüße,


    Guntram

  • Hallo Ralf,


    Ist wieder eine schöne und Detailreiche Aufnahme von dir. Finde es immer wieder faszinierend was mit den sehr kurzen Belichtungszeiten möglich ist! Toll gemacht!
    Schade das du den C11 verkauft hast, die Bilder damit waren echt sehr cool. Jedoch kannst du mit dem 16“ Dobson sicherlich noch mehr Details aus den Objekten entlocken:)
    Könntest das Bild immer noch gut mit dem Dobson mischen, unser M64 Projekt hat ja gezeigt, dass auch verschiedene Optiken gut kombiniert werden können:) ok ok, ich weiß natürlich nicht wie lange du später daran verzweifelt bist ;)


    CS, Piotr

  • Hallo allerseits,
    das freut mich aber sehr, dass das Bild hier so gut ankommt, vielen Dank für eure Rückmeldungen.
    Ich persönlich durchlebe gerade eine "Renaissance der SW-Fotografie" in der Tageslichtfotografie, hier war´s aber gar nicht beabsichtigt. Allerdings werde ich Schmalbandbilder demnächst öfter auch SW präsentieren. Schön finde ich auch, dass sich "Visuelle" angesprochen fühlen, das hat mich überrascht und gefreut. Herhalten muss das Bild sicher noch mal für einen Vergleich 11" gegen 16" aber das wird sicher noch dauern.
    Jürgen, DSS macht das tatsächlich nicht mehr, wenn so wenig Sterne vorhanden sind. Angeblich gibt es eine Einstellung bei der auch weniger als 25 Sterne detektiert sein können, das hat bei mir aber auch noch nie geklappt. Ich nutze Autostakkert, also eine Planetensoftware, die aber immer weiter zur DS-Software ausgebaut wird. Das Schöne ist, dass die Bilder deutlich schneller fertig sind. Eine Bilddrehung wird aber leider nicht automatisch erkannt. Hier könnte man aber kleine "Vorstacks" machen (Batch), bei denen dann genügend Sterne zu erkennen sind und diese Bilder könntest du wie gewohnt in DSS verarbeiten. Ober du bleibst, wie ich, bei Autostakkert.
    Guntram, ich weiß, was du meinst, wenn du sagst, dass Astrofotos nie fertig werden. Der Endpunkt ist bei mir aber nicht das ´Aufgeben´sondern das ´als fertig definieren´, das gilt insbesondere für die Bildbearbeitung. Normalerweise fange ich bei einem solchen Bild an der Stelle jetzt erst an etwas zu bearbeiten. Das dauert dann schon mal 2 Abende und dann sehe ich irgendwann gar nichts mehr und sage "fertig". Hier kam der Punkt viel früher, ich wollte die Stacks nur einmal alle zusammen sehen. Das hat mir dann gefallen und war sofort fertig. Kann gut sein, dass das eher so in die Richtung demnächst auch weiter gehen wird.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf


    Einfach klasse - ich freu mich immer wieder solche Aufnahmen betrachten zu dürfen. Da steckt sicher viel Arbeit drin.
    Danke für's Teilen


    Gruß Ingo

    SkyWatcher Skyliner 150P Classic 6" f/8 Dobson Teleskop 150/1200

    Canon EOS 550D

    Cometron Firstcope 76 F 300mm

  • Hallo zusammen,
    ich freue mich wirklich sehr über eure Reaktionen.
    … und da unfertige SW-Bilder offensichtlich so gut ankommen habe ich euch noch 2 hier hochgeladen. Dieses mal sind sie mit dem 16er Dobson entstanden. F/4,5 und Reducer macht f/3,3. Dazu eine Einzelbelichtungszeit von 0,5 Sek. (ich müsste mal meinen Forennamen ändern :-)).Die Bilder sind beschnitten und etwas verkleinert, damit sie hier gut reinpassen. Bei M51 habe ich 2,5 Std. addiert (schlappe 115 GB)gestreckt, geschärft in den Lichtern, sonst (noch) nichts. Ihr seht, dass die helleren Sterne alle Fähnchen haben, diese haben ihre Ursache sehr wahrscheinlich im fehlenden thermischen Gleichgewicht des Teleskops.



    Bei M13 habe ich nur 30 min. belichtet. Hier scheint es, als habe die Justierung nicht ganz gestimmt. Zu allen möglichen Fehlerquellen ist nun auch noch eine dazu gekommen, nämlich die der Bildfeldrotation beim Stacken. Auch hier kann es verzogene Sterne (dann eher radial) geben. Manche 30 min. Stacks musste ich teilen, weil die Rotation zu versch. Zeiten unterschiedlich stark war, hier z.B.



    Sobald das Wetter wieder mitmacht werde ich diese Bilder aber sicher vollenden, dann auch mit Farbe.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    jetzt hab mir mit den Hals verrenkt als ich die neue Höhe der Messlatte einschätzen wollte [:D]


    Gar nicht auszudenken was passiert, wenn Du Deinen Dobson und das Stacken mal so richtig im Griff hast.


    Viele Grüße
    Michael

  • Hallo Ralf,


    sehr schöne & beeindruckende Bilder.


    Ich muss noch ein bischen auf mein neues Teleskop warten, aber ich bin mir doch sicher, dass es auch wieder ein Dobson wird (schade dass ich meinen 12" verkauft hab...:( )


    Mich würde interessieren, auf welcher Montierung dein 16" steht? Rockerbox oder?


    Ich bin am überlegen, wie sinnvoll eine Äquatorialmontierung beim Dobson ist. Damit könnte man noch ein bisschen länger belichten und hoffentlich ein bisschen Farbe reinkriegen?

  • Hallo Ralf,


    dass du uns so schnell auch DeepSky-Bilder zeigst hätte ich nicht erwartet.
    Umso schöner, weil ich noch geflashter bin als bei deinen Mondbildern (da konnte ich besser einschätzen, was man erwarten durfte).
    Ich hoffe, du kannst die wesentlichen Probleme mit deinen Setups relativ schnell in den Griff bekommen und dann entspannter und genüsslicher die Nächte verbringen.
    Wir alle verfolgen den weiteren Werdegang hier ganz gespannt weiter. Du bist echt ne coole Socke!


    LG
    Mario

  • Hallo Leute,
    das ist schon etwas zu viel der Ehre, aber trotzdem Danke.:-)
    Man darf nicht vergessen, 40cm Öffnung, da kann man natürlich mehr mit machen und die Messlatte liegt deshalb so hoch, weil man sich ja in der "Halbmeter-Klasse" messen lassen muss. Z.Z. schaue ich aber noch nicht auf die "Großen und Guten" sondern ich kämpfe mit den Bedingungen im, und ums, Teleskop herum. Solche Optimierungen machen auch einen riesen Spaß, (wenn sie den funktionieren). Das einfache Auflegen von Rettungsfolie auf den Tubus genau so, wie die aktive Kühlung des HS, die ich heute (in Vitro) testen werde.
    Adam, mein Teleskop hängt in einer fetten Rockerbox, so schwer, dass sie eigentlich nicht mehr zu bewegen ist. Das Go-To-System und die wirklich erstaunlich gute Nachführung sind aus meiner Sicht schon ein Muss, wenn man ernsthaft mit einem Dobson Deep-Sky-Fotografie betreiben will.
    Viele Grüße und nochmals vielen Dank für die tollen Kommentare, auf bald ;-)
    ralf

  • Hallo Ralf,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Adam, mein Teleskop hängt in einer fetten Rockerbox, so schwer, dass sie eigentlich nicht mehr zu bewegen ist. Das Go-To-System und die wirklich erstaunlich gute Nachführung sind aus meiner Sicht schon ein Muss, wenn man ernsthaft mit einem Dobson Deep-Sky-Fotografie betreiben will. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Steht deine Rockerbox auf einer Äquatorialplattform? (Ich denke ja, da ich hier ein Bild von dir von M87 gesehen habe, mit 30 sec Belichtungszeit).


    Falls ja, von welchem Hersteller ist deine Äquatorialplattform? Wie genau führt sie nach? Kannst du visuell z.B. Planeten auch über längere Zeit im Okular halten?
    Wie lange kannst du maximal belichten?

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