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  • Hallo ihr Lieben,


    ich war dann heute Abend mit meinem Mak nochmal auf freiem Feld unterwegs. Hat soweit erstmal sehr gut geklappt, ich finde die Ergebnisse können sich sehen lassen für das "falsche" Gerät in den Händen eines Anfängers:






    Zwei Sachen sind mir allerdings aufgefallen, vielleicht kann mir das einer von euch erklären? Zum einen hab ich zunächst völlig Problemlos mit der EOS direkt am Mak und dann nochmal mit Okular dazwischen fotografiert, und als ich für einen letzten Versuch das Okular wieder entfernt habe und nur die Kamera wieder aufgesetzt habe, war das Bild nur noch verschwommen. An der Kamera lags nicht, habs mit nem normalen Objektiv getestet. Ich hab zwar optisch im Teleskop keinen Beschlag gesehen, aber könnte das an der Luftfeuchte liegen? Ich konnte danach kein gescheites Bild mehr machen, siehe Foto (das ist der verschwommene Mond):


    Und was mir ebenfalls aufgefallen ist: Durch den Sucher am Mak kann ich nichts scharfstellen. Selbst der kleinste Fokus schafft es nicht, den Mond scharf zu stellen. Ist beim Mond jetzt nicht so schlimm, den findet man durch den Sucher ja auch verschwommen, aber einzelne Sterne könnte ich dadurch gar nicht ausmachen. Ist das ein Mangel am Gerät?


    Viele Grüße,
    Nils

  • Teleskop Express hat heute schon meine Star Adventurer verschickt, obwohl die erst ab Mitte April lieferbar sein sollte o.o


    Wahnsinn, wenn das jetzt schon geklappt hätte. Lag da noch eine unterm Regal? :-D

  • Hi Nils,


    das koennte Taubeschlag auf der Frontseite sein. Dass passiert bei Maksutovs und Schmidt-Cassegrains gerne, weil die Platte so exponiert liegt und gern so kalt wird, dass die Feuchtigkeit darauf auskondensiert. Aergerlich, aber voellig normal. Die Bilder von der Zeit vor dem Taubeschlag sehen schon gut aus.


    Die Montierungen sind offenbar wieder bei TS eingetroffen (laut einer Anzeige hier im Forum heute). Offenbar weiss keiner, wann die Lieferungen ankommmen und Du hast groesses Glueck.

  • Hallo Nils,


    super, dann kannst du ja bald loslegen.


    Viel Erfolg und klare Nächte
    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Hallo Sabine,


    ich habe heute den ersten Test gemacht, auch wenn es sehr kalt war :-D
    Wenn man einmal verstanden hat, wie der SA funktioniert, klappt das echt prima. Ich bin total begeistert, Belichtung bis zu 4 min völlig schlierenfrei. Ich werde mich dann jetzt mal intensiv in das von dir empfohlene Buch einlesen, das ist heute ebenfalls angekommen :-)


    Viele Grüße, Nils

  • Hallo Nils,


    das freut mich.
    Tja, wir haben uns wohl nicht das bequemste Hobby ausgesucht ;). Wenn es jetzt mit der Region um Antares losgeht, dann kommt zur Kälte auch noch die Uhrzeit gegen 2:00/3:00 Uhr hinzu. Dafür werden wir aber mit tollen Bildern belohnt.


    Weiterhin viel Erfolg.
    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Hallo zusammen,


    ich habe nun schon gut 1/3 des Buches durch, mich etwas mit dem Equipment vertraut gemacht und meine Fragen werden solangsam auch konkreter :-D
    - Gibt es eine Himmelsregion oder ein Objekt, mit dem ich meinen SA sowie das anschließende "Stacking" von Einzelaufnahmen relativ gelingsicher üben kann? Um die Handgriffe zu lernen und die Vorgänge zu verstehen würde ich gern wenn das Wetter besser wird ein bisschen üben, vielleicht gibt es ja ein bestimmtes Motiv, wo die Chancen auf ein gutes Bild auch für Einsteiger ganz gut sind?


    - Wie wichtig ist die Astro-Modifizierung von Kameras? Ich lese davon immer wieder, scheinbar ist es besonders für DeepSky relevant, habe aber auch schon "normale" Himmelsaufnahmen gesehen, die dadurch deutlich schöner aussahen. Sofern das als Einsteiger lohnenswert ist, überlege ich mir, einen gebrauchten EOS-Body als Zweitkamera zuzulegen und diesen dann modifizieren zu lassen. Was würde so eine Modifizierung kosten und wer macht sowas am seriösesten?


    Bewölkte Grüße,
    Nils

  • Hallo Nils,


    wie wäre es denn mit den Plejaden? Mars hält sich gerade noch in der Nähe auf und gibt ein schönes Bild ab. Ist leicht zu finden und du brauchst dazu auch keine astromodifizierte Kamera. Oder die Andromeda-Galaxie. Da reicht auch eine normale DSLR. Und sie lässt sich auf einem Testbild auch schon sehen.


    Schau dir doch mal Stellarium für den PC an. Da kannst du z. B. deine Kamera und deine Objektive eintragen und dir ansehen, wie groß ein Nebel usw. bei einer bestimmten Brennweite abgebildet wird. Du kannst auch z. B. DSO suchen und sehen, wann sie wo zu finden sind und wie es drumherum aussieht, wenn du dich mit deiner Kamera auf die Suche machst.


    Fürs Stacken nutze ich meist Sequator. Es gibt aber auch z. B. DSS oder Siril.


    Lohnenswert ist eine modifizierte Kamera sicherlich. Ich habe mir direkt eine gebrauchte modifzierte Kamera bei einem Händler gekauft. So habe ich auch eine Garantie dabei und gleich einen Ansprechpartner, sollte mal was dran sein. Habe hier sehr gute Erfahrungen gemacht und auch meine 2. Kamera dort gekauft.
    https://www.ebay.de/sch/i.html…lcam&isRefine=true&_pgn=1
    Oder du schaust bei den Kleinanzeigen rein. Da gibt es auch immer mal welche. Sind vielleicht was günstiger, aber dann von Privat ohne Garantie.
    Empfehlen würde ich eine Kamera mit schwenkbarem Display. Vereinfacht das Handling, je nachdem wie die Kamera auf der Montierung hängt.


    So, das wars von meiner Seite erstmal.
    Nachdem ich mir gestern Abend den Allerwertesten abgefroren habe, genieße ich den heutigen Abend am Kamin.
    Schönen Abend
    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Danke dir! Stellarium habe ich sogar schon lange, ich wusste gar nicht dass man da den Blick durch seine "eigene Kamera" einstellen kann. Das ist natürlich super hilfreich, das schaue ich mir mal an. Dann muss sich jetzt nur noch das Wetter bessern, hier im Ruhrgebiet ist es die nächsten 10 Tage wohl nur grau in grau.


    Das mit der Astromod vom Händler klingt auf jeden Fall nicht schlecht, da stöbere ich mal durch.


    Dann wünsche ich einen schönen Abend am Kamin. Hier wäre seit gestern der Allerwerteste nicht nur kalt, sondern auch nass geworden. Also richtiges Wetter um im Buch zu stöbern ;-)

  • Hallo ihr Lieben,

    nun waren hier 6 Wochen nur Wolken und gestern Abend das erste mal CS, sodass ich trotz nicht ganz so guter Bedigungen (relativ helle Umgebung, Mond) mir mal ein paar Stunden auf dem Balkon vertrieben habe. Zum Einsatz kam meine EOS 750D mit 300mm f5.6 Tele und der neue SA2.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr ein paar Tipps und kostruktive Kritik zu meinen ersten Gehversuchen hättet. Hier die Daten zu den Bildern:
    Plejaden: 7x Lights, 30s 1600ISO

    M35: 9x Lights, 30s 1600ISO
    Gestacked in DSS und bearbeitet in Lightroom.


    Ich hätte auch direkt ein paar konkrete Fragen: Nach dem Stacken der Bilder in DSS ist das finale Bild extrem hell, fast schon weiß. Die hier zu sehenden Ergebnisse erhalte ich dann nur, wenn ich in Lightroom den "Schwarz"-Regler auf -100 stelle. Ist das normal?


    Ich hatte eigentlich auch je 2 Darks und Flats gemacht, jedoch sagt mir DSS dann dass die Einstellungen mit den Bildern der Lights nicht übereinstimmen. Dabei habe ich mich exakt an die Anleitung auf der DSS-Homepage gehalten.


    Und noch eine Frage: Trotz gewissenhaftem Fokus sind die Sterne in der 100%-Ansicht nicht ganz so ansehnlich scharf. Hätte ich hier abblenden müssen? f5.6 ist bei 300m Offenblende.


    So und nun: Feuerfrei für Tipps und Tricks 😃


    5GNkYfw


    98YgkGG

  • Guten Morgen Nils,


    ich kannt zu DSS wenig sagen, denn ich finde das endergebniss meist nicht so gut.

    Teste mal Siril, auch kostenlos aber (meiner Meinung nach) das viel bessere Endergebniss.

    Eine gute "How to" Anleitung findest du hier bei Astrophotocologne.


    Die einfachste aber wichtigste Kritik: Mehr gesammtbelichtungszeit!

    bei 2:30 und 4:30 Minuten gesammtzeit wird es schwer wirklich etwas tieferes zu erreichen.

    Wenn du aktuell die Bilder gemacht hast wäre der nächste Tip:

    Wenn der Mond am Himmel ist, kannst du den Mond fotografieren, wenn er nicht da ist alles andere. ;)

    Das ist ja auch der Grund warum wir bei Sonne keine Sterne fotografieren...es ist zu hell.


    Zu deinem Fokus:

    Ich kann nicht so groß vergrößern, wie ich es gerne hätte, aber die Sterne haben "komische" Formen.

    Oben links und unten rechts sind sie zur Mitte verzogen - Komaeffekt von Objektiven.

    Oben rechts und unten links sind sie zu Kissen/engel verzogen - Komaeffekt vonn Objektiven.

    Komisch ist, dass die Ecken nicht alle gleich sind, das spricht für verkippte Linsen im Objektiv. :/

    Sowas fällt aber nur bei Sternen auf, Sterne verzeihen nichts! :(

    Die Mittleren Sterne sind aber auch nicht Rund, entweder "zu lange" belichtet/schlecht eingeordnet - Nachführfehler

    Oder es ist den Linsen zu zu ordnen und damit schwer zu ändern.


    Die Blende zu schließen macht eigentlich nur bei Farbringen um helle Sterne etwas besser, sonst immer so offen wie möglich, es klaut Licht.


    Also zusammengefasst, das Objektiv wird eine Verkippung haben, daher hier werden die Sterne so bleiben.

    Ohne Mond und längere Gesammtzeit wirst du viel mehr rausholen können.

    Sonst passt es, wenn der Verzug nicht durch Nachführrung kam sondern durch die Optik.


    Ich hoffe es hilft dir weiter, Sven :)

    Anfänger seit 2019

    EOS 70 D & DA

    EFs 18-135 USM; EFs 18-55 FST

    114/900er Fotoumbaunewton, 200/800er Newton

    CEM25P + Guidingcam und PHD2

    Meine Ergebnisse

  • Hallo Sven,


    wow ... dieses Forum ist immer wieder toll, im Gegensatz zu so vielen FB-Gruppen. Danke schonmal für diese ausführlichen Tipps.


    Das heißt also, salopp gesagt würde ich mit 20x 15 Sek bessere Ergebnisse erzielen als mit 10x 30 Sek Belichtungszeit? Was wäre denn als Gesamtbelichtungszeit so empfehlenswert? Würde ich bspw. mit 40 x 15s = 10 min eine ausreichende Tiefe bekommen?

    Das mit dem Mond hab ich mir schon gedacht :-( Man merkte trotz klarem Himmel schon sehr die Aufhellung. Die Probleme mit dem Objektiv kann ich nicht überprüfen, würde ich aber natürlich auch nicht in Abrede stellen. Es ist kein Billigteil, das Canon EF 70-300mm, aber sicherlich auch kein optimales für Astro-Fotos. Ich habe auf meinem Wunschzettel schon das Samyang 135mm stehen.

    Eingenordert habe ich eigentlich sehr gewissenhaft, ich hab später noch Aufnahmen mit 17mm Brennweite 2,5 min lang gemacht ohne Spuren. Daher tippe ich, dass bei 300mm die Belichtungszeit einfach für die Nachführung zu lang ist.

    Ich probiere es dann mal ohne Mond, mit mehr Bildern und kürzerer Belichtungszeit pro Bild :-D

  • Hallo Nils,


    DSS fand ich im Vergleich zu Stellarium nicht so toll. Aus der Bequemlichkeit heraus nutze ich nach wie vor Stellarium. Aber Siril steht auf meiner To-Do-Liste.

    Du kannst aber bei einem zu hellen Bild unten im Histogramm die farbigen Spitzen nach links ziehen, dann wird es dunkler.


    Sven hat dir ja schon viele Informationen gegeben.

    Ich habe mir die Mühe gemacht, meine gekauften Objektive durch die Blenden hindurch zu testen. Von Offenblende bis f4/f4.5. Und habe festgestellt, dass das Koma in den Ecken besser wurde, je weiter ich abgeblendet habe.

    Das Samyang 135 mm nutze ich mit 2.8.

    Und das Canon 200 mm mit 3.5.

    Beide haben bei diesen Blenden eine super Abbildungsleistung. Zumindest für meinen Geschmack und ich bin kritisch.

    Aus meiner Anfangszeit habe ich ein 16-300 mm und auch ein 18-300 mm getestet. Beide sind für mein Empfinden und für unseren Zweck einfach gruselig und es lohnt die Zeit nicht, die man in die Aufnahme investiert. Und auf f6.3 bei meinen wollte ich dann auch gar nicht abblenden.


    30 sec bei 300 mm kann zu lange sein. Bei 200 mm habe ich meist auf 30 sec reduziert. 60 sec. sind da schon leicht eierförmig.

    Ich mache immer diverse Testbilder, fange bei 60 sec. an, zoome rein und verkürze die Zeit ggf.

    Und was die Gesamtbelichtungszeit angeht: Da kannst du schon 1-2 Stunden mindestens investieren.


    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg

    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Hallo Nils,

    also mein Vater hat bei Canon gearbeitet bis zur Rente und ich weiß, selbst die Profiabteilung (machen nur Profifotografen-Ausrüstung) hat sich über Astrofotografen beschwert.

    Wir sehen sachen an Objektiven, die merkt sonst nie jemand.

    Verkippen von Linsen kann auch mit der Zeit passieren, hat nichts mit dem Preis zu tun.


    Ich meinte nicht das das 15 Sekunden besser werden als mit 30 Sekunden, außer es liegt an der Nachführung.

    Ich tippe aber auf Linsen und dann kann man es nicht ändern.

    Bei neuen Objektiven würde ich 2-5 Bestellen und dann das beste behalten (so empfindlich ist die Astrofotografie).

    Also bei 300mm hast du viel weniger Bogensekunden pro Pixel im Gegensatz zu 17mm.

    Der Sternverzug kommt ja daher, dass der Stern (sagen wir mal 1 Bogensekunde groß) über die Pixel wandert.

    Wenn du bei 300mm 5 Bogensekunden/Pixel Auflösung hast und bei 17mm 20 pro Pixel kann bei der Erddrehung (15 Bogensekunden pro Sekunde)

    kann ohne Nachführung bei 300mm 0,33 Sekunden belichtet und bei 17mm 1,33 Sekunden belichtet werden ohne das der Stern vom Pixel rutscht.

    Daher mit gleicher Nachführqualität sinkt die Dauer der Belichtungszeit mit der erhöhung der Brennweite.


    Objektive prüfe ich grob (also vor dem Kauf) hier nach: Objektivqulitäten im Vergleich


    Wegen der Zeit, unter 1 Stunde halte ich im Deepsky für zu kurz, für das meiste.

    Hier mal Plejarden (mir ging es um Mars beim Kuscheln mit ihnen) mit 2,2 Stunden unter Bortel 4-5 Himmel.

    87x90" ISO800 = 2.2 Stunden (auf f8 abgeblendet für Sternform und gegen Farbringe).

    Darks:~18 Flats:~23 Flat Darks:~25 Bias:~28

    Kamera EOS 70Da mit EF 18-135mm USM (bei 135mm gingen f5,6 und bei 18mm f4,5)

    rSE9kCIXkSE3_16536x0_b9muqi8S.jpg

    Anfänger seit 2019

    EOS 70 D & DA

    EFs 18-135 USM; EFs 18-55 FST

    114/900er Fotoumbaunewton, 200/800er Newton

    CEM25P + Guidingcam und PHD2

    Meine Ergebnisse

  • Danke euch. Das sind doch mal super brauchbare Aussagen, bspw. mit der nötigen Minimal-Belichtungsdauer. Am Wochenende soll es hier wieder CS werden, dann probiere ich es direkt nochmal.

    Das Bild von dir Sven finde ich spitze, da sich die Plejaden gut abheben. Das war bislang immer mein Problem bei "normalen" Astro-Fotos ohne Stacking, nur mit hoher ISO, dass das Objekt der Begierde, bspw. die Plejaden, mit allen anderen Sternen drum rum quasi gleich hell verschwand. Es war dann kaum als das Zielobjekt auf dem Bild auszumachen.


    Ich werde zur Vorsicht mal die Belichtungszeit etwas reduzieren vielleicht auf 15-20 Sek je Bild bei 300mm, eine Stufe abblenden, und dann mal versuchen auf 2 Stunden Belichtung zu kommen. Und das ganze dann neben DSS auch mal mit den anderen Empfehlungen von euch testen.

    Wie findet ihr eigentlich ohne Go-To die passenden Objekte am Himmel? Die Plejaden sind ja problemlos mit dem Auge zu sehen, und die kann ich mit meiner Kamera auch anzielen, da die Sterne im Live-View gerade noch so erkennbar sind. Bei M35 sah das natürlich schon ganz anders aus. Den habe ich mit bloßem Auge gar nicht gesehen. Ich habe mir die Position mit Stellarium bzw. SkyGuide gesucht, dann die Kamera zunächst mit 70mm grob auf die ungefähre Position gerichtet. Dann lag M35 gerade noch unten links im Bild. Dann habe ich so lange rumprobiert, bis M35 am Ende bei 300mm mittig lag, was aber gut und gerne ne halbe Stunde Try & Error war. Gibt's da nen besseren Trick?

  • Das ist die "Hohe Kunst" auch ohne Go-To was zu finden :) . Das braucht starke Nerven und ganz viel Geduld.

    Beim Zoom-Objektiv hab ich mit geringer Brennweite begonnen und dann langsam die Brennweite verlängert.

    Bei einer Festbrennweite hab ich mir in Stellarium ein Bild von der Gegend vom PC aufs Handy geschickt und die Testbilder verglichen. Markante Sternformationen helfen auch beim Finden, z. B. vom Rosettennebel. Da habe ich mir zu Beginn einen Wolf gesucht. Aber Übung macht den Meister.


    So, ich versuche noch, ein Bild von meinen Plejaden anzuhängen, da bin ich aber scheinbar zu blöd für :/

    Meine Ausrüstung
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    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Ja...nee.

    Je mehr du dich auskennst und je öfter du es einstellst, um so schneller findest du es.

    Man kann auch (aufpassen, nicht ganz legal in Deutschland) einen Laserpointer paralell an das Objektiv halten um zu sehen wo man am Himmel ist.

    Es gibt auch Sucher für den Blitzschuh der Kamera oder oder.

    Man muss aber wissen wo man hin will.

    Lustig finde ich es bei über 500mm, du kannst knapp danaben sein und findest es nicht, da man ganz schnell mal über das Objekt hinweg ist.


    Du kannst noch so viel lernen, da kommt noch viel.

    Ein Tip Starnet++ (wenn mehr Belichtungszeit und kein Mond in den Bildern ist), ist praktisch um Sterne und Nebel seperat zu bearbeiten.

    Es gibt aber auch noch so viele andere Programme und Möglichkeiten.

    Mein Tip, alles ausprobieren und sich raussuchen, was ei.nem am besten passt.

    Ich habe glaube ich 7 Stackingprogramme getestet, 4 Bildbearbeitungsprogramme,.... ich habe immer noch nicht das "perfekte" Programm gefunden oder es ist mir zu teuer (PixInsight).


    Bei Astrofotos ist der Weg zum Bild viel viel viel und viel wichtiger als bei Tageslichtfotos.


    EDIT: Super viel und gute infos gibt es bei Frank.

    Anfänger seit 2019

    EOS 70 D & DA

    EFs 18-135 USM; EFs 18-55 FST

    114/900er Fotoumbaunewton, 200/800er Newton

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  • So, hier meine Plejaden mit Mars

    Samyang 135 mm, 62x60sec, ISO 800, f2.8


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    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • So, ich versuche noch, ein Bild von meinen Plejaden anzuhängen, da bin ich aber scheinbar zu blöd für :/

    Ich mache das hierrüber: https://de.imgbb.com/
    Du kannst dann entweder den Link zum Bild hier anfügen, oder mit rechtsklick aufs Bild und "Bildadresse kopieren" kannst du auch das Bild direkt als Screenshot einfügen. So behelfe ich mir immer.


    Übung macht den Meister, und ich erwarte ja auch nicht beim ersten mal die perfekten Ergebnisse. Dafür liebe ich solche Communities, dass man sich austauscht und voneinander lernt. Ich bleib dran!

    Wow, das Bild ist ja ne ganz andere Hausnummer. Von dem Objektiv hab ich Forumübergreifend nur Gutes gehört da werde ich demnächst mal zuschlagen :-)

  • Danke für den Tipp.


    Ja, das Objektiv ist toll. Jetzt fehlt noch was mehr Übung in der Bildbearbeitung.


    Genau, bleib dran. Mir macht es auch Spaß, vieles auszuprobieren und auch alte Bilder zu betrachten und zu sehen, dass die Bilder besser werden.

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    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Solltest du vielleicht Interesse an dem Canon 200mm haben, das hab ich gebraucht bei rebay gekauft. Da hast du dann auch Garantie und Rückgaberecht. Ist ja leider auch nicht gerade günstig.

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    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Solltest du vielleicht Interesse an dem Canon 200mm haben, das hab ich gebraucht bei rebay gekauft. Da hast du dann auch Garantie und Rückgaberecht. Ist ja leider auch nicht gerade günstig.

    Bislang war ich bei gebrauchten Objektiven immer skeptisch, ob da nicht am Ende doch ein versteckter Krazter oder Staubeinschluss ist. Aber mit Garantie sieht das natürlich wieder anders aus. Ich werde mal die Angebote vergleichen. Für die Astromod hatte ich mal unter dem Link von deinem Händler geguckt, seinerzeit hatte er ne 600D und 700D drin, ich hab aber zu lange gewartet. Aktuell hat er nur 1000D und 450D drin und die sind mir von der Qualität her zu weit von meiner 750D entfernt.

    Ich hoffe dass er bald wieder was jenseits der 600D drin hat, dann schlage ich mal zu.

  • Mein Ding ist es auch nicht, solche Sachen gebraucht zu kaufen, aber wie gesagt, mit Garantie und Rückgaberecht ist es für mich ok.


    Wegen deiner Kamera, da kannst du Jan Bubela auch anrufen oder eine Mail schreiben und deine Wünsche äußern. Ich habe ihn als sehr freundlich und hilfsbereit kennengelernt, der auch zügig reagiert.

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    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Mein Ding ist es auch nicht, solche Sachen gebraucht zu kaufen, aber wie gesagt, mit Garantie und Rückgaberecht ist es für mich ok.


    Wegen deiner Kamera, da kannst du Jan Bubela auch anrufen oder eine Mail schreiben und deine Wünsche äußern. Ich habe ihn als sehr freundlich und hilfsbereit kennengelernt, der auch zügig reagiert.

    Hast du einmal einen Link für das Canon 200mm für mich, damit ich weiß welches das ist?

    Danke für den Tipp, ich ruf mal an oder schreibe ihm :-)

  • Hallo Nils,


    Canon EF 200 mm F2.8 L USM II 72 mm Filtergewinde (Canon EF Anschluss) schwarz gebraucht kaufen (rebuy.de)

    gibts zur Zeit leider keins, aber du kannst dich benachrichtigen lassen. Ich hab eins mit Zustand "sehr gut" gekauft.

    Hab gerade gesehen, ich hab sogar schon 3 Objektive bei rebuy gekauft.


    Viel Erfolg

    Sabine

    Meine Ausrüstung
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    Kamera: Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

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