Mars noch mal am 4.11., 9.11.,23.11., und 29.11.

  • Hallo ,
    hier auch nun mein Mars von gestern, dem 9.11.



    Das Seeing muss in weiten Teilen des Lndes ganz brauchbar gewesen sein. Bei mir war´s eine Wolkenlücke von ca. 20 min., danach wurde es schlechter.
    C11 mit Telekonverter ca. 4000 mm, ASI178MC, 15ms, 66%verwendet, 17 min gesamt, nicht derotiert, aber in AS!3 34 Einzelbilder erneut gestackt. ich habe eine RGB-Version gemacht und eine G(RGB) indem ich nur den Grünkanal bearbeitet habe. Diese hier ist die G(RGB) Version, sie zeigt etwas deutlicher die Wolken, sind aber erstaunlich ähnlich.
    Ich habe mich gewundert wie schnell Mars kleiner geworden ist, möglicherweise also mein letztes "vernünftiges" Bild der Opposition.
    Viele Grüße,
    ralf

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: 30sec</i>
    <br />Diese hier ist die G(RGB) Version, sie zeigt etwas deutlicher die Wolken, ...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Ralf,


    Wolken? Die kreuzweise übereinander liegenden Streifenmuster empfinde ich schon als recht bildbeherrschend und störend. Periodische Muster dieser Art werden typischerweise durch periodich arbeitende Bildbearbeitungstools angeregt.


    Gruß Jan

  • Hallo Jan,
    nein, ich meine Wolken. Oder besser Dunst oder Hochnebel...das sind die bläulichen Bereiche nahe des Terminators aber nicht nur dort. Beispielsweise auch nahe des ZMs etwas oberhalb des Südpols und natürlich am Nordpol.
    Ich weiß zwar nicht, was ein "priodisch arbeitendes Bildbearbeitungstool" ist, aber die Strukturen sind real. Natürlich etwas sehr gequält, das gebe ich zu. Die Region zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl helle und dunkle Strukturen in etwa gleich häufig verteilt sind und tatsächlich gibt es diese "Richtungen" real, wenn auch nicht so stark. Unsere Augen machen da schnell ein Muster draus. Hätte ich das Bild um 45° gedreht, dann wär das weniger auffällig.
    Hallo alle, hier noch ein Bild vom 4.11.



    auch wieder etwas hart ran gegangen, ich hatte auf einem anderen Bildschirm bearbeitet, aber die Wolken kommen gut rüber. Das ist ein echtes RGB mit der ASI178MC und derotiert. Alles andere wie oben.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    Deine Aufnahme vom 4.11. ist für ein C11 ganz außergewöhnlich gut durchgezeichnet und für mein Auge völlig frei von den in der Aufnahme vom 9.11. hervortretenden periodischen Mustern.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Ich weiß zwar nicht, was ein "priodisch arbeitendes Bildbearbeitungstool" ist<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Bei der Anwendung von Schärfungstools kannst Du typischerweise einen Radius eingeben, wodurch Strukturen mit den entsprechenden Dimensionen bevorzugt herausgearbeitet werden. Bei zu starker Anwendung des Tools können sich Wellenmuster ausbilden.


    Gruß Jan

  • Hallo Ralf,
    beide Bilder sind sehr schön aufgelöst. Ich verute zu erahnen, welche periodischen Muster der Jan meint.
    Im hellen orangen Bereich sind 3 Trapezartige Felder zu sehen. Beim obersten Trapez sieht man auf der linken Seite etwa auf 12 Uhr eine dunkle Linie. Es ist nicht direkt periodisch, wirkt aber etwas merkwürdig. Vermutlich sind diese trapezförmigen hellen Flächen Wolken die irgendwie durch die Schärfung relativ gerade Umrandungen bekommen haben? Die Dunkelgebiete wirken sehr natürlich und fein aufgelöst.
    Es wirkt sogar höher aufgelöst wie das Bild vom Jan.
    Auf dem neueren Bild sieht man 3 hellere Gebiete (unterhalb und links und rechts der Großen Syrte). In de Fall ohne geraden Rand. Das scheinen Wolken zu sein. Farbverläufe wird es wie mit Aquarell gemalt. :)
    Herzlichen Glückwunsch zu diesen schönen Bildern.
    Servus,
    Roland

  • Hallo Roland,
    vielen Dank.
    Ich glaube Jan meinte die dunklen Gebiete im Zentrum, die ja so eine Art Schraffur aufweisen.
    Die hellen Bereiche im Nordteil, (11.9.) sind definitiv keine Wolken, das sind Strukturen, die sich auf Karten wiederfinden lassen, allerdings in oft sehr unterschiedlichen Darstellungsweisen. Es gibt auch erstaunlich gerade Strukturen auf dem Mars. Wolken sind immer weißlich oder bläulich. Ich habe auch neulich eine UV-Aufnahme gesehen, da sah man von der Oberfläche praktisch nichts, aber alle Wolken waren wieder zu finden.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,
    lieben Dank für Dein Bild vom 9.11., das nehm ich mal als Erinnerung für meine Beobachtung gleicher Nacht her :)


    Kurzer Detailhinweis: Ich hoffe Du erkennst, was ich jetzt meine mit auf Rücken liegendem Seepferdchen [:D]... Die längliche dünne "Schnauze" vom Seepferdchen ist hier Richtung Bauch etwas kürzer als skysafari bei mir in der Animation zeigt. Auch visuell ists tatsächlich genauso lang bei mir gewesen wie bei dir auf dem Bild. Ich vermute mal, dass da das Ende der "Schnauze" aktuell mit Sand verfüllt ist.


    Seeing war bei mir auch gut, wobei wir wohl zu unterschiedlichen Uhrzeiten am Start waren... ich hab 23.30 Uhr herum geguckt, da war der Kopf vom Seepferdchen schon zum Rand gewandert, da wäre mir ggf. sonst auch der dunkle Sporn rechts vom Kopf aufgefallen.


    Visuell war auch der etwas diffuse große dunkelgraue Bereich zwischen Hauptstruktur und Polkappe erkennbar, auch der weissblaue Bereich oben links. Alles mit 12".


    Schöne Grüße
    Norman

  • Hallo Norman,


    ja, es geht nix über aktuelle Vergleichsbilder. Die Strukturen auf "alten" Fotos sehen zum Teil völlig anders aus. Aufgefallen ist mir das neulich auch zwischen Chryse Planitia und Arabia Terra.


    Hallo Ralf,


    der letzte Mars ist sehr gut gelungen, die Strukturen kommen viel gleichmäßiger raus als auf dem ersten Bild. Er wirkt allerdings auch dadurch besonders plastisch, dass die dunklen Gebiete vorzugsweise links und unten einen weißen Rand haben, auf der gegenüberliegenden Seite aber nicht. Man könnte ja meinen, dass da bei der Bearbeitung was gegeneinander verrutscht ist - aber Du schreibst "echtes RGB". Hast Du eine Erklärung dafür?


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Norman,
    ich habe ein wenig gebraucht aber jetzt, - ja, ich sehe das Seepferdchen. Es freut mich, dass du als visueller das Bild magst, denn oft ist es ja so, dass das Zarte und ganz leichte bei der Fotografie verloren geht. Und ich möchte mich fast dafür entschuldigen, dass ich doch immer recht hart rangehe. (am 4.11. wars aber bewusst um die Nebel abbilden zu können)
    Was Karten und Oberflächenstrukturen von Mars angeht, so gibt es eine sehr große Bandbreite. Manchmal wird eine Struktur dunkel dargestellt in hellerer Umgebung, und manchmal hat sie fast die gleiche Helligkeit und nur Umrisse oder Randstrukturen sind gleich. Mag sein, dass das auf den Lichteinfall zurück zu führen ist oder auch auf Sand und Staub, vielleicht auch nur auf unterschiedliche Techniken , z.B. Filter.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    z.B. bei der Seepferdchenschnauze. Aber so auch an anderen Strukturen zu finden. Sieht ein bisschen aus wie von links unten beleuchtet.


    Gruß, Holger

  • Hallo Holger,
    ja, jetzt sehe ich es. Hmm, keine Ahnung, real ist das auf jeden Fall nicht. Verschobene Farbkanäle möchte ich ausschließen. Es gibt aber Bearbeitungsschritte, die sich nur auf kontrastreiche Regionen beziehen, hier könnte etwas schief gelaufen sein. Ich werde da sicher noch mal ran gehen, wenn ich die ganze Marsopposition noch mal aufarbeite. Die Regentage werden kommen.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    dann sieh es einfach als Hinweis, auf was man noch alles achten kann :) Hängt auch vom Monitor ab, wie ich gerade festgestellt habe - am großen ist es viel weniger ausgeprägt.


    Sind so oder so super Bilder!


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Holger,
    manchmal ist man ja betriebsblind.
    Ich selber bin von dem Material überzeugt, von der Darstellung immer weniger. Da ist auch keine Linie drin und es war immer schon geplant diese Schnellschüsse noch mal aufzuarbeiten.
    "Machen" ist halt zeitintensiver als "wollen".
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo,
    so, ich habe beide Bilder noch mal neu bearbeitet. Die 30sec Teilbilder habe ich dieses Mal nicht in WinJupos derotiert, sondern in AS!3 "quasiderotiet", ging schneller und ich konnte keine Verschlechterung feststellen




    Mir gefallen sie nun besser, ich hoffe euch auch ,
    viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    jetzt sind sie hübsch, auch der Übergang zum Hintergrund ist besser gelungen. Das war vorher (vor allem beim ersten Bild) sehr hart. Mehr reinschärfen solltest Du auch nicht, weil sonst die Strukturen mit der Grenzauflösung zu sehr betont werden. Finde ich aber noch gut so.


    Und der Farbsaum, den ich noch monieren wollte, kam aus meiner neuen Brille [:o)] - ich muss meine niederbrechende Mineralglasbrille, die ich mir für Astro machen lassen wollte, dann anscheinend auch am Rechner aufsetzen.


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Ralf,
    ja, die neue Version Deiner beiden Marsbilder gefällt mir auch besser.
    Die Nacht muss ausgesprochen gutes Seeing gewesen sein. Es am 9.11 einige schöne Marsbilder entstanden und Du hast fast zeitgleich mit dem Torsten beeindruckende 11 Zoll Bilder aufgenommen. Hast Du auch einen ADC benutzt?
    Dein C11 scheint ein sehr gutes Gerät zu sein. Mich würde interessieren wie der Anblick von Mars visuell war und wie Du Deinen C11 startklar machst. Wie lange braucht er zum Auskühlen?
    Servus,
    Roland

  • Hallo Holger,
    nein, wirf deine Brille noch nicht weg, da war wirklich ein Versatz. Auch bei der 2. Bearbeitung hatte ich ihn wieder. Dank deines Hinweises war ich nun aber auf der Hut. Ursache war wohl ein Versatz des Blaukanals schon im Stack. Durch meine Bearbeitung wurde das dann deutlicher, weil ich die Farbe mitgeschärft hatte und nicht nur die Luminanz, das sollte man eher nicht bei Farbkameras tun.
    Hallo Roland,
    der 4.11. war eigentlich nichts Besonderes, aber ich konnte in den Lifebildern zwar sehr weich, aber doch viele Strukturen erkennen. Der 9.11. war da viel besser. Im Lifebild konnte ich auch Details in den kontrastarmen Bereichen sehen, das ist immer ein gutes Zeichen und DAS ist für mich dann "visuell". Durchs Okular habe ich nur zur Positionsbestimmung geschaut. Einen ADC habe ich benutzt, ich denke mit reiner Farbkamera ein Muss.
    Ob mein C11 gut ist weiß ich nicht. Ich habe mir zumindest keine besondere Optik reserviert oder so. Ich sehe aber am Stern, dass da nicht viel falsch sein kann. Bei gutem Seeing sehe ich ein sauberes Airyscheibchen mit schönen Beugungsringen.
    Startklar mache ich mein C11 in einer Kühlkiste :) einer kleinen Box, mit Styropor ausgekleidet und einem Deckel einer Kühlbox, der ein Peltier-Element zur Kühlung hat. Ich komme so auf 3°C unter Umgebungstemperatur, das braucht allerdings auch 2 Stunden. Am 9.11. war es aber recht warm und ich wurde von dem guten Seeing auch etwas überrascht, da hieß es "raus und hoffen".
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    nein, ich hatte bei deinen letzten Bildern auch noch Farbsäume und da war tatsächlich der hochbrechende Kunststoff meiner Brillengläser schuld.


    Die Kühlkiste ist klasse, mit der Abwärme vom Peltier könntest Du gleich noch die Okulare heizen, wenn Du auch visuell beobachten würdest... du bringst mich hier auf Ideen...


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo zusammen,
    ich werfe meinen Mars von gestern Abend dem 23.11. mal hier dazu.



    zunächst waren die Bedingungen hier am Niederrhein eher mäßig. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich weiter machen sollte oder abbrechen. Nach dem Durchzug eines Zirrenbandes sah es aber ganz brauchbar aus. Ich entschied mich für R(rgb), d.h. 20 mal 1 min. R, dann 5 mal 1 min. RGB und dann wieder 10 min. R. Alles derotiert und gewichtet und selektiert und schnell in PS geschärft. Am Ende der Saison habe ich jetzt einige Übung und es ging überraschend schnell. Den Beugungsring (der im R deutlich stärker war) konnte ich mit den Wavelets reduzieren, Reste wurden kurzerhand wegretuschiert. Ich werde mich später noch einmal mit dem Material befassen.
    Interessant war, dass der Staubsturm im Lifebild sichtbar war und sich an seiner Farbe (sandfarben :-)) verraten hat. Bei früheren Aufnahmen wurde der Rand eher leicht bläulich. Der scheinbare Durchmesser ist nur noch 15,8".
    C11 bei ca. 4000mm, ASI178MM (Rotfilter) und MC. 18ms, 33% verwendet, 24 mal 1 min. derotiert.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo zusammen,
    hier mein Mars von gestern:



    mäßiges Seeing und Hochnebel sorgten gestern dafür, dass Mars sehr kontrastarm erschien. Trotzdem waren einige Kontouren im Lifebild erkennbar, also dachte ich mir "viel hilft viel" und belichtete kontinuierlich über 1 Std. Am Ende sah ich, dass die Schmidtplatte mit Reif bedeckt war, das hat den Kontrast weiter verschlechtert aber interessanterweise die Schärfe nicht so sehr. Aus den 65 mal 1 min. Videos suchte ich 45 aus und derotierte sie. C11 mit ASI178MC, ca. 4000 mm.
    Um den Südpol herum gibt es rötliche Bereiche, die scheinen real. Vielleicht aber kommt da auch nur der Staubsturm nicht hin und der Rest ist im Verhältnis blasser.
    Viele Grüße,
    ralf

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!