Saturn und Jupiter in der Abenddämmerung

  • Hallo allerseits,


    ja, es gibt sie noch, die anderen Planeten, und hier schweben Saturn und Jupiter in der Abenddämmerung kurz nach ihrer Kulmination über dem Horizont, festgehalten mit 55mm.







    Rechts neben Jupiter ist der obere Teil des Schützen zu erkennen, und links unterhalb Saturn schwebt die kleine drachenförmige Formation Terebellum, die ich erst am Anfang des Jahres so richtig wahrgenommen hatte.


    Beste Grüße
    Manfred

  • Heute Abend lockerte sich eine dichte Wolkendecke kurz auf, und solche Gelegenheiten nutzt man dann gerne, um festzustellen, dass sie noch vorhanden sind. Da schwebten sie wieder in der Abenddämmerung, diesmal zwischen noch rötlichen Wolken:







    Mit 149mm festgehalten, und zufällig sind auch fünf Monde mit im Bild:








    Bei Titan muss man rechts vom Planeten etwas suchen vielleicht, aber Jupiters Begleiter sind nett aufgereiht und deutlich auszumachen. En Foto noch mit den beiden Gasriesen zwischen den Wolken:








    Und momentan ist bis ca. 40° Höhe wieder Grau die vorherrschende Farbe ...


    Beste Grüße,
    Manfred

  • Hallo Manfred,


    Schöne Bilder zeigst du hier.
    Ich versuche seit Ende September die Bewegung von Jupiter und Saturn am Himmel aufzuzeichnen.
    Gestern Abend konnte ich auch wieder Bilder der beiden Planeten anfertigen, ich kam aber noch nicht dazu die Kamera auszulesen.


    Die Veränderung vom Abstand der beiden Planeten ist deutlich zu sehen und kann gut verfolgt werden.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Gerd,


    danke für deine Einschätzung. Dabei hatte ich vergessen, die beiden Fotos als große Datei dranzuhängen. Wenn man die Fotos dann noch bei entsprechender Dunkelheit betrachtet, dann kommen sie doch noch etwas besser zur Wirkung. Das sei hiermit nachgeholt:


    https://www.dropbox.com/s/jjxf…o1/IMG_6436_f2_R.jpg?dl=1


    https://www.dropbox.com/s/jie0…17z/IMG_6439_f_R.jpg?dl=1


    Dein Projekt bezüglich Jupiter und Saturn finde ich sehr interessant; prima, dass Du diese Ausdauer hast. Die anstehende Konjunktion ist ja auch eine ganz besondere; sie wird sich erst im November 2040 wiederholen (wenn mein Sternprogramm es auf die Schnelle richtig anzeigt), aber dann stehen auch die schmale Mondsichel und Merkur ganz dicht daneben, sodass alle vier mit der 600D und 200mm gerade noch zusammen ins Bild passen. Mal überlegen, in welchen Kalender ich mir dieses Ereignis eintragen soll ....


    Gruß,
    Manfred

  • Hallo Manfred und Gerd!


    Schöne Bilder habt ihr da (bis jetzt) gemacht. Da folgen in den nächsten Wochen hoffentlich noch welche.
    Ich bin heute mal in die Dokumentation dieser Begegnung eingestiegen, mit 400 mm passen beide jetzt schön auf einen Vollformatsensor.
    So richtig spannend wird es für mich aber erst ab Anfang Dezember, wenn man dann mit mind. 800 mm Brennweite arbeiten kann.
    Die Ausdauer wie Du, Gerd, werde ich sicherlich nicht haben. Respekt für Deine bisherige Arbeit!


    Manfred, Dein Programm hat es richtig angezeigt, alle 20 Jahre begegnen sich die beiden Gasriesen an unserem Himmel.
    Die Konstellation mit Mond und Merkur schaut ja sehr schön aus. Der Planet verschwindet ja in der Dämmerung sogar noch hinter dem Mond.
    Ob dann aber noch eine 600D zum Einsatz kommt? :-) In meinem (gedanklichen) Kalender habe ich ebenfalls schon 2040 drin stehen,
    da ging es aber bis jetzt nur um den 8. September. Der 3.11. wird Dank Deines Hinweises nun auch mit aufgenommen ;-)
    Da heißt es jetzt für uns: schön gesund bleiben und durchhalten.


    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Ach Stefan, junger Hüpfer, in zwanzig Jahren werde ich Mühe haben, eine Kamera zitterfrei zu halten und zu bedienen und den Sucher daran zu finden ... aber: es ist ein lohnenswertes Ziel, das Ereignis in 2040 noch beobachten zu können.


    Es muss schon toll sein, und darauf freue ich mich jetzt natürlich auch, die beiden großen Planeten zusammen mit ihren Monden im Refraktor überhaupt zu sehen. Ein einziges schönes Foto wäre dann das absolute Highlight. Hoffentlich ist dann nicht gerade Eisregen oder Scheeschauer oder dichter Nebel ....


    Vor langer Zeit hatte mein Bruder in Berlin (fast ohne Sternenhimmel), über 70 Jahre alt, den Wunsch geäußert, den Saturn wenigstens noch einmal selbst durch ein Fernrohr direkt zu beobachten, nicht nur schöne Fotos davon anzusehen. Und bei einem Besuch vor einigen Jahren war draußen am frühen Abend viel Bewölkung, aber die Lücken wurden allmählich größer. Schnell entschlossen war das Teleskop aufgebaut, und einige Minuten später konnten wir Saturn wirklich noch für ca. 10 Minuten beobachten, dann war er hinter Bäumen verschwunden. Dieses Erlebnis hat ihn tief beeindruckt, und immer, wenn von richtig schönen Momenten die Rede war, dann war es der Saturn, den er mit eigenen Augen sehen konnte.
    Und so geht es mir bei vielen Dingen auch, und momentan ist es der tiefblaue Himmel in der Abenddämmerung mit dem leuchtenden Jupiter und seinem etwas schwächeren Begleiter in einer ansonsten sternarmen Gegend, die so viel Ruhe und ja, etwas Majestätisches ausstrahlen. Und das sollen die Fotos auch ein wenig widerspiegeln. Umso schöner, wenn andere es nachempfinden können.


    Gruß,
    Manfred

  • Hallo Simon,


    Vielen Dank für das Feedback.
    Das Ganze ist sehr abhängig vom Wetter, erschwerend kommt dazu, das die Arbeitszeiten auch noch passen müssen. Ich versuche weiterhin dran zu bleiben um die Bewegung, besonders die von Jupiter einfangen zu können.


    Ab dem 25. November bringe ich Jupiter und Saturn mit 400mm Brennweite auf einmal ins Feld mit der Panasonic LUMIX G70, ab dem 12. Dezember kann ich beide zusammen mit dem 110/1035 Vixen VMC auf ein Bild bringen.
    Ob es dann allerdings Sinn macht, bei geringerer Entfernung mit noch mehr Brennweite zu fotografieren? Der Aufwand steigt mit Öffnung und Brennweite. Beide Planeten stehen näher über dem Horizont und damit macht sich auch die Luftunruhe deutlich stärker bemerkbar. Schöne Bilder gibt das dann sicher nicht mehr, zumindest nicht ohne Planetenkamera.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">sie wird sich erst im November 2040 wiederholen<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Die Konjunktion ist am 5. November 2040. Jupiter steht um 12:56 Uhr rund 1,2° südlich von Saturn (Quelle: Wikipedia).





    Diese Konjunktion ist dann etwas für Frühaufsteher. Sie findet am Morgenhimmel statt.


    Die Begegnung von Jupiter, Saturn, Merkur und der schmalen Mondsichel am 3. November 2020 wird knapp über dem Horizont sicher eine Herausforderung.





    Besonders reizvoll kann es sein, die Bewegung der beiden Planeten im Bezug zum Stern Theta Virginis zu verfolgen.
    Beide Planeten ziehen in den Tagen vor und nach der Konjunktion parallel an diesem Stern vorbei.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Manfred und alle anderen,


    ich hoffe ja auf einen schönen Weihnachtsstern in diesem Jahr. Ob es 2040 für mich nochmal klappt mit Fotos usw. steht in den buchstäblichen Sternen.


    Dass sind schöne Bilder geworden, ich war an dem Abend auch unterwegs mit dem Rad und der Kamera. Hat auf jeden Fall Spass gemacht.


    bis dann und nicht nachlassen solange es geht.

  • Heute war wieder Gelegenheit, die beiden Planeten noch einmal zu erwischen, knapp eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang, bevor der Dunst ganz dicht wurde und in Schleierbewölkung überging.


    Der Zoom stand bei 113mm, damit Terebellum unten links auch noch mit ins Bild passte:









    Die beiden Gasplaneten passen jetzt schon locker in ein Foto mit 200mm Brennweite, in dem hier nur links und rechts ein Stückchen fehlt:









    Und weil sich alle hellen Jupitermonde in Positur gebracht hatten, hier ein Ausschnitt daraus:









    Soviel für heute. Beste Grüße,


    Manfred

  • Hallo!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Dieses Erlebnis hat ihn tief beeindruckt, und immer, wenn von richtig schönen Momenten die Rede war, dann war es der Saturn, den er mit eigenen Augen sehen konnte<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das geht mir genauso, Manfred. Alle "Nicht-Astronomen", denen ich Saturn im Teleskop bis jetzt gezeigt habe, sprechen mich auch immer wieder darauf an. Diesen Anblick vergisst keiner so schnell.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ob es dann allerdings Sinn macht, bei geringerer Entfernung mit noch mehr Brennweite zu fotografieren?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich probiere es einfach, Gerd[:)] Ich will ja auch noch beobachten, da sind die langbrennweitigen Aufnahmen nur zweitrangig. Wenn doch etwas bei herauskommt, umso besser.



    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Heute war wieder Gelegenheit, die beiden Planeten noch einmal zu erwischen<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Sehr schön, Manfred. Die Stellung der Jupitermonde war gestern wirklich besonders schön. Danke für Deine Bilder!



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Hallo Gerd, Jörg, Simon,


    vielen Dank für eure Beiträge zu solchen Übersichtsaufnahmen. Wo andere bei Planetenportraits ihre Mühe mit dem Seeing haben, ist es hier oft schlichtweg die vorherrschende Bewölkung, die schon die einfachsten Dinge verhindert.
    Gerd, danke auch für die Veranschaulichung der Konstellation in fernerer Zukunft. Wenn es soweit ist, dann können wir uns ja noch einmal an die Zeit vor 20 Jahren erinnern, als sich die beiden tief im Süden getroffen hatten ... wie auch vor etwa 2000 Jahren im Jahr 7 vor der Zeitrechnung (wenn sich mein Sternprogramm nicht irrt), und das an fast derselben Stelle, an der Neptun zur Zeit steht. Wenn das kein Zeichen ist ...


    Gruß,
    Manfred

  • Hi,


    gestern hat sich auch bei uns in Südhessen der Hochnebel für ne Weile aufgelöst. Obwohl sich das zur normalen Jupiter&Saturn Beobachtung nicht mehr lohnt, habe ich aufgebaut, um die Annäherung zu betrachten. Ziel war zu schauen, ob sie schon beide ins Okular passen.


    Nun: Haarscharf noch nicht ;-).
    Aber jetzt versuche ich es jeden Abend, so es geht, zu verfolgen.


    Mein Teleskop: 100/1000 Refraktor (TAL100RS)
    Mein Okular: Bresser Plössl 56mm (2")
    wGF: ca. 2,7 Grad


    CS,
    Walter

  • Hallo noch mal,


    sicher, für Euch ist das bekannt. Aber vielleicht lesen ja noch viel mehr Leute hier mit.


    Also - klar mir ist klar, daß Jupiter demnächst (Dez 7ter, dachte ich) Saturn ein, und überholt.
    Jetzt habe ich genau nachgesehen und es ist genau am 21. DEZ soweit.


    Was ich gar nicht auf dem Radar hatte, daß es ein Jahrtausendereignis ist. Jupiter geht nur
    etwa 6 Bogenminuten an Saturn vorbei - das wird ja HAMMER [:p] !


    Bitte bitte ein CS am 21.12.2020,
    Walter

  • Hallo Walter,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Aber vielleicht lesen ja noch viel mehr Leute hier mit.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Und davon bin ich überzeugt. Auch enn man sich mit allem recht gut auskennt - ab und zu verschwindet etwas aus der Erinnerung oder man vergisst es im entscheidenden Moment oder kurz davor - dann sorgt ein entsprechender Beitrag schon dafür, dass man es doch nicht verpasst. Da hat so macher Beitrag oder der einfache Hinweis auf ein bestimmtes Ereignis dafür gesorgt, dass ich es nicht verpasst habe.


    Gruß,
    Manfred

  • Hallo!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Was ich gar nicht auf dem Radar hatte, daß es ein Jahrtausendereignis ist. Jupiter geht nur
    etwa 6 Bogenminuten an Saturn vorbei<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Zugegeben ein sehr seltenes Ereignis, Walter. "Schon" in 60 Jahren wandern die beiden wiederum in 6 Bogenminuten Abstand aneinander vorbei. Ein Jahrtausendereignis wäre für mich eine Bedeckung des Saturns durch Jupiter ;-)
    Wobei da wahrscheinlich eintausend Jahre eine noch viel zu geringe Zeitspanne sein dürfte, bis sich das mal ereignet.


    Gestern konnte ich die Annäherung wieder beobachten. Zwischen dem nach Osten abziehenden Hochnebel und eines von Westen kommenden Wolkenbandes blieb mir ein kleines Zeitfenster, wo ich ein paar Aufnahmen machen konnte.
    400 mm sind jetzt an einer Vollformatkamera fast schon zu kurzbrennweitig, beim nächsten Mal wird sicherlich der 1,4x Telekonverter (= 560 mm) mit zum Einsatz kommen. Hoffen wir auf ein paar gute Beobachtungsmöglichkeiten in den nächsten Wochen.



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Hallo,


    Das letzte mal konnte ich am 29. November beide Planeten sehen und fotografieren.
    Die Annäherung beider Planeten ist jetzt schon deutlich am Himmel zu sehen.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">sicher, für Euch ist das bekannt. Aber vielleicht lesen ja noch viel mehr Leute hier mit.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Eventuell könnten besondere Ereignisse am Himmel im Astrotreff bekannt gegeben und ausgearbeitet werden, damit auch mehrere Leute davon wissen und mitbeobachten können.
    Ich hatte in einem anderern Thread den Vorschlag gemacht, auf solche Ereignisse auf dem freigewordenen Platz auf der Startseite vom Astrotreff hinzuweisen, habe aber noch keine Rückmeldung bekommen, weder positiv noch negativ.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo liebe Planetenfreunde!


    nun auch mal Bilder von mir. Gestern gab es bei uns Kaiserwetter, das musste ich natürlich nach Sonnenuntergang nutzen.
    Hier 3 Bilder mit 20, 155 und 400 mm Brennweite:





    Der Abstand betrug noch gut 2 Grad. Alle Bilder sind bis auf die Komprimierung unbearbeitet.



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Kaiserwetter, Stefan, Glückspilz ...


    das, was hier gegeben ist, nennt man norddeutsch Schietwetter - strukturlose bewölkund und ab und zu feiner Nieselregen.
    Umso schöner, hier Deine Fotos zu sehen. Da ist ja sogar Titan mit dabei, und die Jupitermonde bielen einen Vergleichsmöglichkeit, wie nah die beiden Planeten einander schon sind. Bleibt nur zu hoffen, dass man die beiden hier noch einmal zu Gesicht bekommt, bevor der Überholvorgang beendet ist.


    Gruß,
    Manfred

  • Hallo Manfred,


    bis zum 21. sollte es doch noch ein paar wolkenfreie Abschnitte geben.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Da ist ja sogar Titan mit dabei<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ja, durch die Komprimierung kann man leider nur Titan erkennen, in den Originalbildern sind auch noch Rhea (links), Dione und Tethys (rechts nahe Saturn) zu erkennen. Hier mal ein Ausschnitt davon:



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Ein besonderer Tag heute: eine Zeit nach Sonnenuntergang mit anfangs nur leichter Bewölkung. Die musste auch schnell genutzt werden, da sich vom Horizont her wieder eine dunkle Wolkenfront heranschob, als die beiden Planeten im Fernglas sichtbar wurden.
    Ein ersters Foto, kurz nach 17 Uhr mit dem 70-200mm Zomm bei 168mm:









    Das Ganze im Hochformat, in der Hoffnung, Terebellum unterhalb der Planeten auch noch zu erwischen - leider nur 50%iger Erfolg. Aber die Wolken kamen näher, daher als nächstes ein Foto mit dem 300mm Takumar mit 1,4x Kenko Konverter, also 420mm Brennweite. Und die beiden passten gut hinein:









    Auch drei Jupitermonde sind wieder zu erkennen, von links außen Ganymed, Callisto und Europa. Io ist links am Planeten zu ahnen und wird größtenteils überstrahlt.
    Es sollte noch ein Foto mit 135mm Festbrennweite folgen, weil ich die vorher oft für Übersichtsaufnahmen verwendet habe, aber während des Objektivwechsels unterhalb des Fensters hatte die Wolkenwand den Wettlauf für sich entschieden und Jupiter schon bedeckt.


    Terebellum war im Foto oben mit zwei Sternen vertreten, und die boten die Gelegenheit, die Positionen von heute mit denen von vor 11 Tagen zu vergleichen:










    In beiden Fotos sind die Terebellum-Sterne Sgr 58 und 60 zu erkennen. Die wurden in beiden Fotos zur Deckung gebracht, sodass die Positionen vergleichbar geworden sind. Basis ist das Nebel-Foto vom 24.11. mit dem dunkleren Hintergrund, in das ich das heutige Foto hineinkopiert habe.


    Bis demnächst; viele Grüße
    Manfred

  • Jetzt bin ich mal wieder dran [:)] Der Abstand betrug heute nur noch knapp über 1,5 Grad. Der wolkenfreie Raum,
    den ich auf den Satellitenbildern erspähte, zeigte sich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause dann doch nicht mehr so frei.
    Also schnell zwei Stative aufgebaut, Kameras drauf und dann jeweils ca. 10 Fotos gemacht.
    Die Übersichtsaufnahme mit 105 mm, das andere Bild mit 800 mm. Beide Fotos sind kurz nach 17 Uhr entstanden,
    danach zog es zu und ich konnte wieder einpacken.




    Zuhause angekommen, zeigten sich dann beide doch noch mal knapp über den Baumwipfeln.
    Also schnell noch einmal das Fernglas rausgeholt. Im 15x50 wunderschön anzusehen!


    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Und gleich noch zwei Bilder von gestern (08.12.) nachgelegt.


    Die erste Aufnahme mit 1120 mm Brennweite, der Saturnring ist nun zu erkennen:



    Und hier noch etwas später mit 800 mm aufgenommen:



    Die galileischen Monde waren wunderschön aufgereiht (links Europa, rechts Io-Ganymed-Callisto).


    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    eieiei - seit gut einer Woche kann ich nix mehr sehen, verfluchtes Hochnebelwetter.
    Vielen Dank für die Bilder, sonst hätt ich ja gar nix vom 'once in a life time' Überholvorgang.
    Das Wetter soll weiter so bleiben bei uns. Die ganze 14-Tage Prognose ist grau. [B)]


    CS,
    Walter

  • Hallo Stefan,


    Deine Fortsetzung gefällt sehr, aber auch das erste Foto von gestern mit den satten Farben der Dämmerung. Und diese sauber aufgereihten Jupitermonde - als hättest Du ihnen ihre Plätze zugewiesen.


    Von Fotos mit etwas mehr als 1000mm träume ich noch; dafür sind die beiden Planeten für die 600d noch zu weit voneinander entfernt. Aber was viel schwerer wiegt - die graue Decke dort oben. Gestern schien tagsüber sogar für längere Zeit die Sonne, gegen Abend wurde es dann wieder wie sonst, nur etwas farbiger, dennoch undurchsichtig. Etwas Zeit bleibt noch, und Geduld soll ja eine Tugend sein ...


    Beste Grüße
    Manfred

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