Ratlos nach kurzem EQ6-R PRO SynScan Besitz

  • Hallo zusammen,
    wie mancher sich eventuell erinnert, weil er an entsprechenden Chats teilgenommen hatte, war ich im Besitz einer neuen EQ6- R Pro GoTo SynScan.
    Leider habe ich sie kurz vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist an entsprechenden Shop zurückgegeben.
    Grund war, dass ich nach mehrmaligem probieren mit meinen 750mm Brennweite (Newton 150/750 mit EOS 550D) nicht über 1min Belichtungszeit gekommen bin ohne, dass die Sterne zu Strichen wurden. (alles ohne Guiding)
    (Der Shop Besitzer wollte die Widerrufsfrist auch nicht verlängern trotz meiner telefonischen Anfrage zuvor!)
    Habe mir bei der Einnordung (nur über Polsucher) wirklich Zeit genommen und bin da meines Wissens nach auch richtig vorgegangen!


    Das Alles soll aber jetzt nicht Thema sein oder werden!


    Vielmehr hab ich jetzt ein ganz anderes Anliegen.
    Da ich davon ausgehe, dass mit der EQ6-R etwas nicht ganz okay war würde ich mir sogar noch einmal genau die gleiche Montierung zusenden lassen!
    Eventuell hätte ja nur das Spiel der RA-Schnecke mal ein wenig nachgestellt werden müssen (lockerer stellen!). RA-Spiel war nämlich so gut wie nicht vorhanden und damit eventuell zu stramm!
    Hatte aber keine Gelegenheit wegen einhalten der Widerrufsfrist!


    Aber bevor ich mir noch mal genau die gleiche Montierung schicken lasse überlege ich folgende Optionen:


    1. Eine SkyWatcher AZ-EQ-6 SynScan GoTo (ca. 1.900€)
    2. Eine SkayWatcher HEQ5-Pro SynScan GoTo (ca. 1.100€)
    3. Oder halt noch mal exakt die gleiche EQ6-R Pro SynScan GoTo (ca. 1.500€)


    Bei dem frei werdenden Geld bei Option 2. würde eventuell noch Geld für ein Berlebach Holzstativ oder Guider Zubehör übrig sein!
    Ich möchte weiterhin mit dem Newton 150/750 und der EOS DeepSky fotografieren (zusammen mit Sucher um 8kg) und nicht größer gehen mit dem Teleskop zur Fotografie!


    Was denkt ihr, sollte ich einfach Option 3. wählen und noch mal eine neue EQ6-R kommen lasse?
    Wichtigster Aspekt ist mir erst einmal eine gute und wackelfreie Foto Möglichkeit mit dem 150er Newton!
    Guiden mit eventuell „Off-Axis Guider“ und Guiding Kamera + Laptop oder Lacerta MGEN sollen eventuell später folgen!
    Vorteil der HEQ5 wäre sicherlich, dass sie doch recht leicht und transportabel ist gegenüber den beiden 6er Montierungen.
    Hoffe ihr könnt mir ein wenig unter die Arme greifen!


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo Frank,


    du kannst eigentlich nicht erwarten, dass du mit einer der drei von dir aufgeführten Montierungen und mit einem Teleskop von 750 mm Brennweite ungeguidete Aufnahmen länger als ca 1 Minute machen kannst. Das geht nur mit mehr als doppelt so teuren Montierungen oder eben preisgünstiger mit einem Guidingsystem.
    Von der Tragfähigkeit und Stabilität ist eine HEQ5 ausreichend für deinen Newton. Windgeschützte Aufstellung vorausgesetzt.
    Hab 5 Jahre den gleichen Newton auf einer EQ5 betrieben. Ging problemlos ohne Guiding bis 60s und mit dem Mgen Guider bis 600s (länger hab ich nicht probiert, denn dann muss man schon sehr genau einnorden). Fotos kannst du hier sehen:

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    Clear Skies
    Fried

  • Hallo Frank,


    bei keiner der von Dir genannten Optionen wird das Ergebnis anders ausfallen wie zuvor.


    Ich habe auf meiner fest auf einer Säule aufgestellten, sehr exakt eingescheinerten AZ-EQ6 mit einem 130/780mm Refraktor im Primärfokus ohne Nachführung gearbeitet (Canon EOS-60Da) - 30 Sekunden gingen immer, aber mit einer Minute war der Ausschuß schon bei gut 30%.


    Meine Montierung war neu gekauft und ist völlig in Ordnung. Wie bereits von Fried gesagt, mehr ohne Nachführung verlangt nach teuren Montierungen.


    Gruß, Gerd

    Es schaute mich an - und ich schaute Es an.
    Und errötend wich Es zurück - das Universum.


    Bresser 102/460 | Tasco 76/1200 | Tasco 60/1200 | Tasco 60/900 | Tasco 60/700 | Tasco 50/600 | Minolta Bino 10x42 | Kasai s'Gucki 2.3x40

  • Hallo Fried,
    es beruhigt mich ein wenig, dass ich jetzt weiß, dass es nicht an mir gelegen hat!
    Eventuell bin ich ja von völlig überzogenen Erwartungen aus gegangen!
    Hatte öfters mal in verschiedenen Foren gelesen, dass es Leute gibt, die eine z.B. EQ6-R aus dem Karton gezogen haben und dann auf Anhieb ohne Guiding von Belichtungszeiten von über 4 Minuten berichtet haben!


    Entweder sind diese dann nicht so "fotokritisch" oder haben dann ein sehr, sehr gutes Exemplar erwischt!


    Ohne PEC (Schneckenfehlerkorrektur) hatte ich das auch nicht erwartet, aber da mein Anbieter ja lieber eine Retourenware haben wollte als mir noch ein paar Tage Zeit zu geben, damit ich mal die PEC testen kann, habe ich halt den Widerruf genutzt.


    Hatte ihm ja alles geschildert und darum geben mir noch etwas Zeit zu geben um noch ein, zwei Versuche zu machen!


    Na ja, geschehen ist geschehen!


    Habe mir auch dein YouTube Video angesehen, Fried! (verlinkung oben)


    Bin beeindruckt! Und irgendwie hat das Video eine unglaublich beruhigende Wirkung auf mich ausgeübt!
    Tolle Objekte und motivierend es zu sehen, was von unsrem Heimatplaneten aus zu machen ist fotografisch!


    Mann muss nicht zwangsläufig um die Erde kreisen um schöne Fotos zu bekommen (Hubble)


    Danke dir noch mal Fried, für deine Antwort und
    viele Grüße,
    Frank

  • Hallo Gerd,


    ich denke mal, dass es dann eher sinnvoll wäre für mich, eine HEQ6 (edit: HEQ5 meinte ich natürlich!)zu wählen und mit verbleibendem Geld in ein anständiges Guiding-System zu investieren wenn ich über die Schwelle von einer Minute kommen möchte.


    Hatte am Cirrusnebel festgestellt, dass unter Einsatz eines OIII-Filters, Belichtungszeiten über eine Minute sinnvoll werden können!


    Da kommt der Wunsch her länger zu belichten!


    Dir auch vielen Dank, Gerd und viele Grüße,
    Frank

  • Hi Frank,


    das wundert mich. Meine EQ6 Synscans haben beide kein Problem, 1 Meter Brennweite (Newton 200/1000) ohne Nachfuehrkontrolle fuer 2-3min punktfoermig zu halten.


    Ich wundere mich, ob Dein Polsucher richtig fluchtete. Hast Du das getestet? Geht am besten tagsueber z.B. an einem Kamin auf dem Dach. Beim Durchschauen und Drehen der Rektaszensionsachse muss das Fadenkreuz genau vor dem Objekt bleiben. Denn die optische Achse muss mit der mechanischen Drehachse uebereinstimmen. Das kann ueber kleine Inbusschrauben am Fadenkreuzplaettchen justiert werden. Ist das nicht der Fall, bringt Dir die beste Einstellung durchs Polsucher nichts.


    Andere Fehlerquellen sind die genaue Datums/Zeitangabe (Datum in amerikanischer Form, MM-TT-JJJJ) und die Eingabe der Beobachtungsplatzkoordinaten sowie Sommer/Winterzeit, da all dies den Uhrwinkel beeinflussen, den das Synscan fuer den Polsucher und Polaris ausrechnet.


    Natuerlich hast Du die Montierung jetzt nicht mehr, aber solltest Du Dir wieder eine zulegen, waere das zu ueberpruefen, um diese Fehlerquelle auszuschliessen.

  • Hi Juergen,


    Hab ich vorher tagsüber an einer Tanne in 400m Entfernung getestet und abends noch mal an Polaris genau geprüft!


    Der Polsucher war also werksseitig genau justiert!


    Daran hat es nicht gelegen.


    Die Uhrzeit und Standortdaten habe ich auch richtig eingegeben. (War mir nur zwischendurch mal ein Fehler unterlaufen, welchen ich aber schnell wieder geändert hatte. Hatte Ost/West vertauscht bei der Breitenangabe durch rumgeklicke in der SynScan Software.)


    Schaffen deine EQ6 die 2-3 minuten den ohne PEC (Schneckenfehlerkorrektur) oder lässt du die Nachführung auf PEC+Siderisch laufen?


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo Jürgen,


    wie kannst du einem Anfänger einreden, mit der EQ6-R 1000mm ohne Nachführung punktgenau nachzuführen? Das ist DEFINITIV unmöglich.


    Der Schneckenfehler einer guten EQ6-R mag bei +-10" liegen, und selbst wenn du ein Spitzenmodell mit halbem Wert haben solltest, wären (durchgängig) punktförmige Sterne bei F=1000mm nur bei Kamera-Pixelgrössen im Bereich vom 20µm und mehr möglich, also bei heutigen Kameras um den Faktor 5 bis 10 zuviel. Umgekeht heisst das, dass bei Belichtungszeiten von 2-3 Minuten (=1/4 Schneckenperiode) mehrere Pixel lange Sternstriche normal sind.


    Man sollte einfach akzeptieren, dass der periodische Schneckenfehler kein "Fehler" im eigentlichen Sinn ist, sondern bei Montierungen dieser Bauart und Preisklasse eine systembedingte Eigenschaft, die sich durch (vergleichsweise preisgünstiges) Guiding ganz einfach komplett eliminieren lässt.
    Da ist in der Praxis die Amplitude des Schneckenfehlers weniger wichtig als dessen Verlauf (gleichmässig oder sprunghaft).


    Gruss
    Günter

  • Hi Frank,


    ich habe meinen PEC nie benutzt, sondern arbeite immer nur mit der einfachen siderischen Nachfuehrung.


    Hi Guenter,



    mit "einreden" hat das nichts zu tun. Es sind Erfahrungen, die ich mit meinen Montierungen gemacht habe. 2-3min punktfoermig geht mit meinem Setup immer, mit ganz seltenem Ausschuss. Nehmen wir an, dass die Montierung einen periodischen Schneckenfehler von 5 Bogensekunden hat. Innerhalb von drei Minuten ergeben sich bei angenommener Sinuskurve maximal etwa 3 Bogensekunden. Das sind etwa 15 Mikrometer, oder ca. 2 Pixel auf meinem Chip (Canon EOS40D). In der Praxis ist das Sternbildchen jedoch groesser, da das Seeing bereits in der gleichen Groessenordnung liegt. Vielleicht liegt es ja an meinem Standort, denn ein Seeing von zwei Bogensekunden gehoert hier in UK schon zu den besseren Naechten.


    Ich hatte auch mal eine HEQ5 pro, die allerdings trotz aller Massnahmen bereits nach 30s Strichspuren machte. Ich habe sie nach kurzer Zeit durch eine EQ6 ersetzt. Auch hatte ich mal eine EQ6 mit grossem periodischen Schneckenfehler in meiner Werksstatt. Hier brachte ein Schneckentausch Linderung, ohne jedoch die Leistung meiner beiden EQ6en zu erreichen. Vielleicht habe ich einfach nur Glueck gehabt? Ich habe auch zwei Vixen GPDX gehabt, die beide bei Weitem nicht an die Nachfuehrgenauigkeit der EQ6en herankommen.

  • Hallo Günter, hallo Juergen,


    ich danke euch für eure Auskünfte!


    Im Moment schwanke ich zwischen der HEQ5 (dann aber mit Umbaukit auf Riemen = 149€ zusätzlich)
    Oder halt der EQ6-R Pro (Die hat ja standardmäßig Riemen)


    Wenn ich aber an der HEQ5 Riemen verbaue, bin ich ja preislich nicht mehr weit von der EQ6-R Pro weg!


    Der einzige Aspekt für die HEQ5 wäre sicherlich nur noch das Gewicht des Montierungskopfes von 10kg anstatt 16kg bei der EQ6-R Pro.


    Aber wie Juergen berichtet ist er mit der EQ6-R Pro eher zufrieden was die Nachführung (ohne Guiding) angeht!



    Ich kann mich irgendwie nicht entscheiden, weil die 10kg gegenüber der 16kg schon ein Aspekt sind, zumal ich auch mal raus fahren will und dann den ganzen Salat ein Stück weit tragen muss.


    Nur von Garage zur Terrasse sind es 3 Meter, da tendiere ich dann klar zur EQ6-R Pro!


    Melde mich wenn ich entscheidungsfähig geworden bin!


    Viele Grüße,
    Frank

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: gscholz</i>
    <br />Hallo Jürgen,


    wie kannst du einem Anfänger einreden, mit der EQ6-R 1000mm ohne Nachführung punktgenau nachzuführen? Das ist DEFINITIV unmöglich.


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">



    Ich finde das immer erstaunlich, wenn hier von "DEFINITIV" die Rede ist.
    Das ist der "kategorische Ausschlussativ" für alle anderen Erfahrungen.


    Aber Du hast bestimmt schon 10 - 15 EQ6-R mit einem 1000mm-Gerät gehabt, um eine solide Datenlange für Deine Aussage zu haben, oder?
    Ansonsten kann man zu dieser Aussage ja nicht kommen.
    Kannst Du das belegen?
    Oder ist das reine Theorie , oder Hören-/Lesensagen?


    Das erinnert mich an die Aussagen wie "der Star Adventurer geht nur bis xxx mm" (Ersetze das xxx durch eine beliebige Brennweite, um diese völlig bescheurte Aussage zu vervollständigen).
    Wenn man dann nachfragt, woher diese Daten kommen, heisst es "Oh, äh, hab ich gelesen / hab ich gehört". Na, dann muss es ja stimmen, erst recht, wenn es in diesem Internetz steht. :)


    Mit "definitiv" wäre ich definitiv sehr vorsichtig. ;)


    Viele Grüße
    Thomas

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber wie Juergen berichtet ist er mit der EQ6-R Pro eher zufrieden was die Nachführung (ohne Guiding) angeht!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hi Frank,


    nur der Vollstaendigkeit halber, meine Maeunte sind EQ6 Synscan, keine EQ6-R. Die R gab es zum Anschaffungszeitpunkt (2008 und 2011) noch nicht. Heute wuerde ich wohl die R nehmen, wegen des besseren Polblockes.


    Ich habe auch das Standard-Vorgelege, keinen Riemenantrieb.

  • Hallo Frank,


    bezüglich Gewicht und Transport ist die EQ6R durch den Tragegriff erstaunlich gut handhabbar. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, geh doch mal in einen Astroladen und trag das gute Stück mal probeweise herum. Hab ich auch so gemacht und war dann von der EQ6R als richtige Wahl für mich überzeugt.


    Viele Grüsse
    Fried

  • Hi Fried,


    guter Tipp, aber ich hatte die EQ6-R ja schon zwei Wochen lang zuhause!
    Du hast Recht, der Griff an dem Montierungskopf ist ein Segen!


    Mein längster Weg an meinem Außenstandort sind etwa 20-30m! (Hauptsache weg vom warmen Auto, wegen Warmluft die durchs Bild ziehen könnte)


    Nur ich hab die 50 auch schon hinter mir gelassen und habe schon seit 30 Jahren einen Bandscheiben schaden!


    Wenn ich nichts schweres trage geht es meinem Rücken gut!


    Schweres tragen rächt sich manchmal böse bei mir! Von der Kraft her ist dass auch nicht so das Problem!


    Ist ein persönliches Problem, konntet ihr nicht wissen!


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo zusammen,


    so, seit einer Woche habe ich nun meine zweite EQ6-R Pro SynScan GOTO! Die erste hatte ich ja wegen Misserfolge mit der Nachführung (ohne PPEC) innerhalb der Widerrufsfrist zurück gegeben!


    Mit der ersten Montierung kam ich nicht über eine Minute Belichtungszeit, ohne, dass die Sterne zu Strichen wurden oder unrundg ausfielen.


    Mit der zweiten Montierung sah es ähnlich aus!


    Doch mit PPEC (angelehrnt bei 300-facher Vergrößerung am PC-Monitor mit Fadenkreuz) sah das ganz anders aus.


    Die Montierung war wieder sehr gut eingescheinert (20min keine erkennbare Abweichung in Dec.) Bei 300-fach


    Nun die Ergebnisse (Nahe des Himmelsequators):


    selbst bei 8min (eine volle RA-Schneckendrehung sind die Sterne in der Fotos immer noch rund (4 Fotos a 8min gemacht)
    Alle weiteren Fotos 1min, 2min, 4min waren auch top!


    Bei !! 16min !! (zwei volle RA-Schneckendrehungen) wurden die Sterne leicht unrund!


    Alles ohne Guiding. (Seeing war recht gut, aber leicht milchig)


    Also hat das Anlernen und die permanente Speicherung des Wellenfehlers unglaublichen Erfolg gezeigt!


    Das wäre eventuell bei der ersten von mir getesteten Montierung ebenso gewesen, aber ich hatte leider wetterbedingt keine Möglichkeit mehr es mit PPEC zu testen, weil die Widerrufsfrist zu ende ging.


    Das PPEC Anlernen hat für den einen Durchgang 12 Minuten gedauert, und ich dachte schon es würde nicht mehr enden, da die RA-Wellenumdrehung definitiv nur 8min benötigt! Aber ich denke mal die Welle muss erst mal an der Indexkennzeichnung angelangt sein, bis die Aufzeichnung beginnt! Also könnte es sogar möglich sein, dass das PPEC Anlernen knapp 16min dauert! Also Geduld haben! Es wird schon enden, auch wenn die Augen schon tränen vom konzentrierten gucken!


    Original Foto 8 Minuten mit PPEC, Sterne in Nähe des Himmelsequators:




    Originalfoto 16 Minuten mit PPEC, Sterne in Nähe des Himmelsequators:




    Für die oben gezeigten Screenshots habe ich weit in die Fotos reingezoomt!


    Also ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, und freue mich auf die ersten richtigen Fotonächte!
    (DeepSky Fotorgebnissene)


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo zusammen,


    hier noch mal ein Einzelfoto im für mich größtmöglichem Zoom!


    8min_EQ6-R PPEC Canon 550D 150/750 Newton:





    Ich schaue mal,was sich bei mir als "Prozessichere Belichtungszeit" durchsetzen wird!
    8min Belichtung birgt ja auch die Gefahr von Verwackeln durch Windböen und viele andere Störungen wie Flugzeuge und Satelitenspuren! (Vorbeifahrendem LKW usw.)
    Auch temporäres, schlechtes Seeing würden die Aufnahmen limitieren!
    Aber rein mechanisch (mit PPEC Unterstützung elektronisch) schafft die EQ6-R hier 8min (ungeguidet) aber top eingescheinert über 20min ohne erkennbare Abweichung (Dec) bei 300-fach 8min am Stück zu belichten bei 750mm Brennweite!


    Ich hoffe, dass ich über mehrere Stunden Fotosession (komplette Nacht) hier ebenso überzeugt werde!
    Melde mich umgehend wenn ich Neuigkeiten habe! Ich versuche erst einmal die EQ6-R mit N150/750 fotografisch (ungeguidet) an ihre Grenzen zu bringen (mit DLSR)! (bisher, hat es den Eindruck, als würde die EQ6-R die Schneckenfehlerkompensation wirklich dauerhaft gespeichert zu haben "PPEC")


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo zusammen,
    hier habe ich mal die ersten Ergebnisse einer langen Aufnahmeserie.


    150/750 auf EQ6-R Pro SynScan mit 22cm Säulenverlängerung (damit ich den Tubus endlich durchschwenken kann!)
    Nachführung nur mit SynScan (PPEC+Sternengeschwindigkeit) kein Guiding.
    Montierung eingescheinert (aber nicht so penibel, da ich eh nur 4min belichten wollte)


    Himmelsbereich zwischen Zenit und Himmelsequator von Ost nach West über den Meridian überschlagen lassen! (Gewichte im Osten leicht übergewichtet). Also RA-Antrieb musste leicht schieben. Oder anders ausgedrückt, der Tubus zog nicht an dem Antrieb!



    Ergebnis nach knapp 3 Std Aufnahmeserie 43 Fotos a 4min Einzelbelichtung:


    43 Fotos -&gt; davon 4 schlechte (in RA-Richtung leicht strichförmige Sterne) also 91% gut 9% schlecht
    -&gt; bzw. 4 schlecht und 6 mäßig aber nutzbar (ganz leicht oval in RA-Richtung) also 77% gut 23% schlecht


    ---------------------


    Ergebnis nach knapp 4 Std Aufnahmeserie 120 Fotos a 2min Einzelbelichtung:


    120 Fotos -&gt; davon 6 schlechte (in RA-Richtung leicht strichförmige Sterne) also 95% gut 5% schlecht
    -&gt; bzw. 6 schlecht und 6 mäßig aber nutzbar (ganz leicht oval in RA-Richtung) also 90% gut 10% schlecht



    Zusammengefasst: Wenn ich nur die schlechten lösche und die ganz leicht ovalen Sterne nicht aus der Fotosession lösche (Kommt ja auch auf die jeweilige Objektgröße an, welche ich letzt endlich auf dem Foto darstellen möchte).


    43 Fotos a 4min -&gt; davon 4 schlechte (in RA-Richtung leicht strichförmige Sterne) also 91% gut 9% schlecht
    120 Fotos a 2min -&gt; davon 6 schlechte (in RA-Richtung leicht strichförmige Sterne) also 95% gut 5% schlecht


    Über längere Belichtungszeit verfüge ich noch nicht über genug Fotos für eine Auswertung, da ich mir dann beim "scheinern" der Montierung entsprechend Zeit nehmen will!



    Ich hoffe mit diesen ersten Erfahrungen kann der ein oder andere etwas anfangen, darum will ich es nicht für mich behalten!


    !! Wichtig !! Alle Fotos sind mit PPEC (also Schneckenfehlerkompension aufgenommen worden, welchen ich vorher angelernt hatte.


    !! Ohne PPEC komme ich nicht über 1min Belichtungszeit ohne das die Sterne leichte Striche werden !!


    Melde mich wieder, wenn ich mit einer top eingescheinerten (eingenordeten) Montierung mal Fotomaterial mit 8min Belichtungszeit sammeln konnte.


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo zusammen,
    jetzt habe ich auch eine komplette Nacht mit 8min Einzelbelichtungszeit Fotos machen können!
    EQ6-R Pro SynScan, N150/750, EOS550D, Spiegelvorauslösung aktiv, -2 Grad Celsius, Fotoserie ausgelöst über SynScan V5 Handbox, ! PEC Schneckenfehlerkorrektur aktiv ! Montierung gut eingescheinert bei 300-facher Vergrößerung am PC-Monitor (Live View mit aufgeklebtem Fadenkreuz am Bildschirm) Azimut 30min ohne erkennbaren Dec. Drift. Polhöhe mit ganz leichtem Dec. Drift (nach 20min) welchen ich aber nicht weiter korrigieren wollte um nicht nochmal mit Azimut beginnen zu müssen.


    ! Vor erstem Foto eine volle Schneckendrehung abgewartet (8min ist Schneckendrehungsperiode)!


    Ergebnis nach 8Std_40min -&gt; 65 Fotos a 8min Einzelbelichtungszeit:


    65 Fotos -&gt; davon 24 schlecht (strichförmige Sterne) also 63% gut 37% schlecht
    Bzw. 24 schlecht und 18 mäßig aber nutzbar (ganz leicht oval) also 35% gut 65% schlecht
    (Von den jeweils schlechten und mäßigen Fotos sind je 5 Stück welche nicht nur in RA strichförmig sind, sondern eher in Dec. oder diagonal RA/Dec.)


    Zusammengefasst (mit den damaligen Fotos von 2min Einzelbelichtungszeit und 4min Einzelbelichtungszeit): nur wirklich schlechte als zu löschen betrachtet


    65 Fotos a 8min -&gt; davon 24 schlecht, also 63% gut 37% schlecht
    43 Fotos a 4min -&gt; davon 4 schlechte, also 91% gut 9% schlecht
    120 Fotos a 2min -&gt; davon 6 schlechte, also 95% gut 5% schlecht


    Zusammengefasst: schlechte und mäßige Fotos als zu löschen betrachtet


    65 Fotos a 8min -&gt; davon 24 schlecht 18 mäßig, also 35% gut 65% schlecht
    43 Fotos a 4min -&gt; davon 4 schlechte 6 mäßig, also 77% gut 23% schlecht
    120 Fotos a 2min -&gt; davon 6 schlechte 6 mäßig, also 90% gut 10% schlecht


    Noch mal einfacher!
    Bei den 8min Einzelbelichtungen (65 Aufnahmen) sah es wie folgt aus:
    1/3 gut
    1/3 mäßig
    1/3 schlecht


    Jetzt noch mal eine Reihe Fotos, um dar zu stellen, was ich als gut, mäßig und schlecht empfinde!
    Hier geht es um meine Himmelsqualität zu Hause im Garten, mit einem für mich üblichen Seeing.



    oben: schlecht (s)



    oben: mäßig (m)



    oben: gut (g)



    oben: Strichspur nicht nur in RA, sondern auch Dec.



    oben: Ebenfalls Strichspur nicht nur RA sondern auch DEC.



    Das was ich hier getestet, aufbereitet und berichtet habe entpricht meinem jetzigen Wissens- und Kenntnisstand als Hobby Astronom!


    Bin für Kritik und Anregungen offen und hoffe, dass ich hiermit ein wenig dazu beitragen konnte etwas aus der Praxis zu meiner neuen EQ6-R Pro mit meinem Newton 150/750 und Canon EOS550D Kamera zu berichten.


    Ich denke mal, dass ich auf Grund der jetzigen Erkenntnisse bei meinen kommenden Objektaufnahmen (Galaxien und großflächigen Nebeln) mit 2-3min Einzelbelichtungszeit anfangen werde (ungeguidet)! (Kugelsternhafen natürlich seeing bedingt deutlich kürzer (Mond und Planeten finden hier keine Betrachtung)




    Viele, viele Grüße,
    Frank

  • Hallo zusammen,


    gestern Abend habe ich wegen Vollmond lediglich nochmal einige Tests gemacht!


    Ich habe im Zenit kurz nach Meridiandurchgang folgende Aufnahmen mit der EQ6-R gemacht (Equipment und Polausrichtung wie zuvor beschrieben, da das Teleskop das ganze Wochenende unverändert im Dauerfrost auf der Terrasse stand und immer nur aus der "Parkposition" wieder zu Leben erweckt wurde. Die komplette Anlage war also gut 2 Tage und 2 Nächte "eingefroren"):


    "g" steht für gut
    "m" für mäßig
    "s" für schlecht


    Serie 8 min:


    g= ///// ///// 10 Stk.
    m= ///// ////_ 9 Stk.
    s= ///// // ___7 Stk.


    ----------


    Serie 3 min:


    g= ///// /// 8 Stk.
    m= /// ____ 3 Stk.
    s= / ______ 1 Stk.


    ----------


    Serie 2 min:


    g= ///// ///// 10 Stk.
    m= / _______ 1 Stk.
    s= / ________ 1 Stk.


    ----------


    Serie 1 min:


    g= ///// ///// /// 13 Stk.
    m= ___________ 0 Stk.
    s= ____________ 0 Stk.



    Ich lasse dies mal ohne Wertung, und ohne Prozentangaben, da dies meiner Meinung nach die bessere Darstellungsform ist!


    Was mir allerdings bei diesen Minustemperaturen aufgefallen ist, ist dass die RA-Schnecke bei dieser Kälte kein spürbares Spiel mehr hatte! (Das ist sicherlich nicht gut für die Anlage und die Nachführqualität)


    Habe es noch nicht nachgestellt, da ich noch nicht so viel an der neuen Montierung rumstellen will! Werde aber sicher nicht darum herum kommen etwas mehr Schneckenspiel an der RA-Schnecke zu geben, wenn die Temperaturen mal richtig runter gehen (-10 Grad und noch weiter)


    Aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht vorhandene Schneckenspiel dafür verantwortlich war, das manche Fotos nicht in RA Strichspuren zeigten, sondern das hier die drückende Schnecke auf das Schneckenrad wegen eventuellem Lagerspiel in der RA Lagerung sogar in der Dec.-Richtung "anhob".


    Hat jemand schon Erfahrungen gemacht bezüglich schlechter Fotoqualität durch nicht vorhandenes RA-Schneckenspiel?


    Und konnte das Beseitigen des fehlenden Spieles die Nachführqualität steigern!


    Freue mich wenn hier jemand etwas berichten kann und eventuell Tipps hat!


    Gruß,
    Frank

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: JSchmoll</i>
    <br />Hi Frank,


    das wundert mich. Meine EQ6 Synscans haben beide kein Problem, 1 Meter Brennweite (Newton 200/1000) ohne Nachfuehrkontrolle fuer 2-3min punktfoermig zu halten.


    Ich wundere mich, ob Dein Polsucher richtig fluchtete. Hast Du das getestet? Geht am besten tagsueber z.B. an einem Kamin auf dem Dach. Beim Durchschauen und Drehen der Rektaszensionsachse muss das Fadenkreuz genau vor dem Objekt bleiben. Denn die optische Achse muss mit der mechanischen Drehachse uebereinstimmen. Das kann ueber kleine Inbusschrauben am Fadenkreuzplaettchen justiert werden. Ist das nicht der Fall, bringt Dir die beste Einstellung durchs Polsucher nichts.


    Andere Fehlerquellen sind die genaue Datums/Zeitangabe (Datum in amerikanischer Form, MM-TT-JJJJ) und die Eingabe der Beobachtungsplatzkoordinaten sowie Sommer/Winterzeit, da all dies den Uhrwinkel beeinflussen, den das Synscan fuer den Polsucher und Polaris ausrechnet.


    Natuerlich hast Du die Montierung jetzt nicht mehr, aber solltest Du Dir wieder eine zulegen, waere das zu ueberpruefen, um diese Fehlerquelle auszuschliessen.



    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">



    Hi Jürgen und Frank
    als erstes Post seit 5 Jahren( nach Reaktivierung von Caro, Vielen Dank!), diese Antwort: Schaut euch mal diesen Menschen an hier, der hat eine EQ6 Pro allerdings mit den erwähnten "Verbesserungen" ( Offaxis Nachführung etc, einfach mal seine Vids durchklicken, eine Fundgrube!)

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    LG nach Engeland und LG an Alle hier die mich noch kennen, oder noch kennenlernen werden :)

  • Hallo "Klarinetto",


    danke für die verlinkung und willkommen zurück!
    Schön das du dich wieder "aktivieren" lassen hast!


    Ja, was der Daniel uns da in seinen Videos rüberbringt ist wirklich lehrreich und ich sehe seine Videos immer wieder gern!


    Ich schaue mal ob ich das Thema "Nachführen" mit technischen Hilfsmitteln auch beginnen werde!


    Hab die EQ6-R ja noch nicht so lange und will sie erst einmal nur mit "PPEC" fotografisch nutzen!


    Meine ersten Tests haben gezeigt, dass ich mit 1-2min Belichtungszeit gut zurecht kommen sollte.


    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo Frank,


    hast Du schon einmal über die Aufstellung des Stativs Gedanken gemacht?
    Auf einem Foto sieht es z.B. so aus, als wären die Unterlagen recht flüchtig druntergeschoben worden. Fliesen können, besonders bei leichter Feuchtigkeit, sehr glatt sein und Bewegung ermöglichen; Stativbeine können sich durch die darauf liegende Last und natürlich auch Temperaturschwankungen mehr oder weniger stark spreizen. Der Untergrund muss nicht 100-prozentig starr sein, auch wenn Fliesen dieses suggerieren.
    Meine eigenen Erfahrungen habe ich in der Beziehung schon gemacht: Stativbeine, die sich auf frostigem Boden in den Untergrund gebohrt haben, weil er durch den Andruck zum Schmelzen gebracht worden ist. Ein am Bodenfenster aufgebautes Stativ reagierte auf kleine Bewegungen meinerseits, weil sich der Untergrund aus Holz durch sich ändernde Belastung verformt hat.
    Das Highlight in der Beziehung war eine Strichspuraufnahme der untergehenden Venus bei großer Kälte, als ich draußen im Gelände, ca 2 bis 3 Meter vom Stativ entfernt, auf und ab gehüpft bin, um die Zehen etwas anzuwärmen. Eine Säögezahnspur ist daraus geworden.
    Es müssen nicht immer die komplizierten technischen Dinge sein, die eine Fehlerursache darstellen; die ganz einfachen übersieht man dabei manchmal.


    Viel Erfolg,
    Manfred

  • Hallo Frank,


    ich kann Manfred hier beipflichten. Ich war mal im Kielder Forest hier in England, wo ich unter nahezu Idealbedingungen Astrofotografie betreiben konnte. Meine Mrs Parsons (Sky-Watcher 200/1000 auf EQ6 pro) macht normalerweise bei 3min keine Zicken, doch an diesem Abend gab es schon bei einer Minute Wuerstchen. Habe die ganze Nacht daran herumgedoktert, bis mir klar wurde, dass ich das Stativ auf einem dicken Grasuntergrund stehen hatte. Die Gewichtsverlagerung beim Nachfuehren bedeutet eine zeitabhaengige Belastungsaenderung zwischen den drei Stativbeinen, und das Gras bildete eine federnde Unterlage. Das war genug fuer die Wuerstchen.


    Eine Nacht spaeter stand Mrs Parsons auf dem Asphalt des Zufahrtsweges, und die Sterne waren wieder Punkte!


    Ein Problem beim Sky-Watcher-Stativ ist, dass man es nicht gut in einen weichen Boden rammen kann. Andere Stative haben dafuer Spitzen und Trittplatten. Da huepft man an jedem Bein einmal drauf und das Ding steht. Dieses rundliche weisse Dingens am Originalstativ ist da nicht so gut geeignet. Und Platten helfen auch nicht, da sie auf dem Untergrund federn.

  • Hallo Manfred, hallo Jurgen,


    schön dass ihr mich nicht allein stehen lasst!


    Aber ich denke ihr seht auch wie viel mir daran liegt die ganze Materie zu verstehen!


    Am Anfang meiner Astrofotografie Laufbahn im Mai diesen Jahres hatte ich viel Glück und vor allem viel Beistand von etlichen Forum Teilnehmern! Die Forum Kollegen haben mich quasi aus dem Startblock gerissen und mich nach vorn katapultiert!


    (ich glaube ihr seit hier auch schon dabei gewesen!)


    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=249682


    M51 war mein absoluter ? Zufalls ?- Erfolg!


    In der Nacht stimmte einfach Alles und ich saß wie eine Schlange vorm Kaninchenbau bzw. wie ein begeisterter Astrofotografie Anfänger vor seiner Apparatur! Nach 2,5 Std ISO100 1min Einzelbelichtung musste ich wegen drohendem Anstehen des Tubus am Stativ mit Tränen in den Augen die Fotosession beenden!


    Ich hoffe das passiert nie wieder!(Das Anstehen am Stativ)


    Aber jetzt kämpfe ich halt mit kleinen Details und da seit ihr mir eine riesige Hilfe!


    Stichwort "Untergrund" und "Stativaufbau"!


    Ich habe meine Anlage hinter der Garage auf den Terrassenplatten aufgebaut und sitze bei Minusgraden in der noch angenehmen Garage am Laptop!


    Wenn alles läuft öffne ich das Garagentor mit dem elektrischen Garagentorantrieb und gehe für 30min bis 1 Std. ins warme Haus! (Tor schließe ich logischer weise wieder)


    Dann öffne ich wieder die Garage und schaue mal vorsichtig auf den Laptop wo meine Fotos drauf laufen!


    Bah! Es scheint so, als hätte das Öffnen und Schließen des Garagentors maßgeblich Anteil an den "Ausschußfotos".


    Das hab ich zeitlich sogar mal eine ganze Nacht dokumentiert! Aber der 100% Beweis ist noch nicht entstanden! Aber es scheint als könnte hier ein Zusammenhang zwischen Torbetätigung und Dec.-Sprüngen zu geben!!


    Viel deutlicher war sogar noch folgendes:


    Beim visuellen Aufzeichen von 5x8min periodischem Schneckenfehler bei 300-fach am Laptop "sprang" der Stern plötzlich in allen Richtungen hin und her!


    Als die Kirchturmglocken unserer 300m entfernten Kirche wieder aufhörten zu leuten konnte ich mich endlich wieder der konzentrierten Beobachtung des Sterns im Fadenkreuz widmen! Man ist die laut, die Glocke! Nervt sogar in der Garage!


    Oh! Wie bitte? Kirchenglocken, 300m entfernt, Sprünge in allen Richtungen?


    Fakt: es sind definitiv auch externe Störungen an den kuriosen Dec-Sprüngen beteiligt!


    Auch fahren vor unserem Haus (30m vom Teleskop entfernt) Nachts Autos durch unsere Straße!


    Ob die Kirchenglocken nun Schwingungen in der Luft erzeugen oder der Glockenstuhl die Schwingungen auch in den Boden bringt kann ich noch nicht beurteilen!


    Also ihr habt Recht! Ich muss das Stativ von den Trassenplatten entkoppeln.


    Hatte schon mal Schwingungdämfer da, aber denen habe ich nichts zugetraut ohne sie je aus zu probieren!


    Hatte schon überlegt, ob ich unter die Holzbrettchen einfach mal eine Lage Styropor legen sollte!


    Zumindest probieren sollte ich das mal, weil das nun wirklich nichts kostet!


    Halte euch auf dem Laufenden!


    Und noch mal Danke für die Tipps, ich glaube wir kommen der Sache so langsam auf den Grund!


    Viele Grüße,
    Frank

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