Magnetfeld für den Mars?

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  • Hallo zusammen,



    Nach dem ich mir die letzten Tage Videos, über die Zukunftsplanung von SpaceX + Starship, über einige Mondmissionen die dann zum Mars führen angesehen habe, kommen mir dazu einige ernstgemeine Fragen in den Sinn.


    Kann man dem Mars ein Magnetfeld verschaffen, um eine sich künstlich erschaffene und sich einmal angestoßen dann Algenwuchs weiterbildende Atmosphäre zu halten?


    Wie könnte man so was aufbauen und stark müsst das sein?


    Wie viel Energie müsst man dafür einsetzen und wie groß muss die Fläche dafür sein, um das mit Solarenergie auf dem Mars zu machen?


    Würde das mit einem einsprechend dicker Ring aus gesinterten Marsmineralien Lokal oder Rundum machbar sein?



    Haben wir hier Spezialisten, die dazu was sagen oder anmerken können?

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Hallo,
    ich glaube, ein Magnetfeld ist gar nicht so entscheidend für das Leben. Die Erde hatte auch zwischen den Umpolungen, Phasen ohne Magnetfeld und trotzdem ging das Leben nicht kaputt, da die dichte Erdatmosphäre ausreichte, um Strahlung abzuhalten.
    Entscheidend wäre deshalb eine deutlich dichtere Marsatmosphäre, die man dort erzeugen müsste. Aber...das Problem ist die geringere Marsgravitation von nur 38% der irdischen Anziehungskraft.
    Ein starkes Magnetfeld schützt zwar auch vor dem Sonnenwind, der die Atmosphäre abträgt...nur halte ich den Verlust durch die geringere Anziehungskraft für entscheidender.
    Aber da haben andere hier wohl noch bessere Informationen.


    Gruß Armin

  • wenn der Mensch Gott spielen will-geht das immer in die Hose. mehr gibt's dazu nicht zu sagen. wir kriegen ja noch nicht mal Raumschiff Enterprise (Star trek)gebacken

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Marc</i>
    <br />wenn der Mensch Gott spielen will-geht das immer in die Hose. mehr gibt's dazu nicht zu sagen. wir kriegen ja noch nicht mal Raumschiff Enterprise (Star trek)gebacken
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das halte ich für nicht richtig. Erstmal spielt der Mensch nicht Gott,(was Gott sein soll, kann auch niemand schlüssig erklären) und zweitens nutzt der Mensch nur die physikalischen Gesetze mithilfe moderner Technik aus.
    Ein Raumschiff Enterprise mit seinen technischen Eigenheiten, wie Warpantrieb, Beamen etc., ist sehr wahrscheinlich grundsätzlich physikalisch unmöglich oder zumindest praktisch ausgeschlossen.
    Würde man diese technikfeindliche Einstellung konsequent zu Ende führen, dürfte man nicht mal das einfachste Werkzeug zum Überleben benutzen, da es ja nicht "gottgewollt" ist.
    Selbstverständlich kann der Mensch die Natur zu seinen Gunsten beeinflussen.
    Bei Hochwasser hilft ein Deich, ist die Sturmflut zu stark und der Deich bricht
    jammern viele...die Natur könne man nicht besiegen...natürlich nicht besiegen aber ein höherer, stärkerer Deich tuts dann doch!


    Gruß Armin

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das halte ich für nicht richtig. Erstmal spielt der Mensch nicht Gott,(was Gott sein soll, kann auch niemand schlüssig erklären) und zweitens nutzt der Mensch nur die physikalischen Gesetze mithilfe moderner Technik aus.
    Ein Raumschiff Enterprise mit seinen technischen Eigenheiten, wie Warpantrieb, Beamen etc., ist sehr wahrscheinlich grundsätzlich physikalisch unmöglich oder zumindest praktisch ausgeschlossen.
    Würde man diese technikfeindliche Einstellung konsequent zu Ende führen, dürfte man nicht mal das einfachste Werkzeug zum Überleben benutzen, da es ja nicht "gottgewollt" ist.
    Selbstverständlich kann der Mensch die Natur zu seinen Gunsten beeinflussen.
    Bei Hochwasser hilft ein Deich, ist die Sturmflut zu stark und der Deich bricht
    jammern viele...die Natur könne man nicht besiegen...natürlich nicht besiegen aber ein höherer, stärkerer Deich tuts dann doch!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Genau so sehe ich das auch.


    Diese Marspläne sind dann aber doch den zweiten Schritt vor dem ersten gedacht. Vielleicht sollten wir uns zuerst einmal überlegen wie wir die Atmosphäre auf der Erde kontrollieren können ehe wir versuchen auf dem Mars eine neue zu schaffen, das klingt nämlich deutlich "einfacher" machbar.


    Wenn wir die Erde einmal unter Kontrolle hätten bräuchten wir auch gar nicht auf den Mars umsiedeln.
    Wir leben bereits auf einem perfekten Planeten, warum brauchen wir einen neuen ?
    Höchstens vielleicht zum "herumexperimentieren"
    Man könnte sagen auf der Erde ist nicht genug Platz, aber ich würde sagen wenn wir die Erde effizient nutzen ist hier mehr als genug Platz.


    Gruß
    Armin

  • Ob ein Planet eine Lufthülle festhalten kann, hängt nicht nur von der Größe oder dem Magnetfeld ab. Venus, knapp gleichschwer wie die Erde, hat eine extrem dichte Atmosphäre und kaum ein Magnetfeld. Auch der Saturnmond Titan besitzt kaum ein nennenswertes Magnetfeld, ist sogar noch kleiner als Mars und hat aber trotzdem eine dichtere Gashülle als die Erde. Es müssen für eine Atmasphäre wohl noch andere Voraussetzungen erfüllt sein.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Man könnte sagen auf der Erde ist nicht genug Platz, aber ich würde sagen wenn wir die Erde effizient nutzen ist hier mehr als genug Platz.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Vor allem sollten sich die Menschen nicht weiter
    schneller als die Kanickel vermehren.
    Seit meiner Schulzeit hat sich die Zahl der Menschen
    auf dieser Erde verdoppelt.


    Für die Menschen mag es bei effizienter Nutzung reichen,
    aber für die Natur bleibt dann kein Platz mehr.
    und auf dem Mars würde das Gleiche geschehen.

  • Hallo,


    Es sollte keine Wertediskussion oder moralische Nützlichkeitsstudie werden, sondern wie Armin angemerkt hat, ob ein Magnetfeld denn der entscheidender Faktor ist!


    Das es nicht nur die Größe ist zeigt ja Titan, und Venus, der Eine kann sie in der Sonnenferne halten!
    Venus hat Sie in Sonnennähe nicht verloren, trotz des nur schwachen Magnetfeldes!
    Hier spielen aber die dichte Atmosphäre und die vorhanden Reibungsladungen sicher eine Schutzfunktion.
    Aber hier ist noch garnicht ganz geklärt, wer denn Venus so stark abgebremst hat und Ihr sogar eine Gegenläufigkeit verpasst hat, was sicher zu der speziellen Atmosphärensituation geführt hat!


    Konnte aber noch nicht wie bei Jupiter, mit seinen tausendfach höheren Atmosphärenladungen wie auf der Erde ), durch eine Speziellen Satelliten geprüft werden, wird es aber bei 90Bar in der Venusatmosphäre sicher auch geben, Extrem stake und häufige Blitze wurden ja schon festgestellt!


    Das zeigt doch das Magnetfelder, Wärme,- und Partikelstrahlung, da überall erheblich mitgemischt haben!


    Kein nennenswertes Magnetfeld, würde aber eine beginnende Atmosphärenbildung sehr stark behindern, denn der Verlust Desselben hat ja in relativ kurzer Zeit, durch Wärme und Partikelstrahlung zur Ihrer Zerstörung geführt!


    Wenn wir das Alles berücksichtigen, wie sind also meine Fragen von oben zu beantworten!
    Es geht ja darum, ob sowas machbar ist und wie, oder auch nicht!


    Also die Weltraum Planung für die nächsten 5 -20 Jahre, ist sehr viel weiter Fortgeschritten als hier gedacht wird, denn wer dazu nicht schon Pläne und noch weitere detaillierte Visionen hat, wird bei den Geldgebern kaum noch Chancen haben überhaupt vorgelassen zu werden!


    Anders wie bei uns werden vielerorts Startups Unternehmen bei ihre Gründung stärker begleitet, wenn Sie Visionen in die weitere Zukunft formulieren, die Sie erreichen wollen!



    Die neuen Raumstationen für den Erdorbit, Mond und Mars sind schon längst in Planung!


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    Alle die da mitmischen sind sich da einig, das dazu 500 - 1000 Starts im Jahr nötig sind und an den variablen Trägern - Systemen und Montage - Robotern dafür, wird ja schon eifrig gebaut und getestet!




    Das Alles bis zum Mars wird nur über den Mond passieren, dort kann und muss man für den Mars lernen, trainieren und entwickeln!


    Aber Keiner wird sich dauerhaft auf dem Mars einrichten, wenn nicht die Atmosphärensituation verbessert werden kann, das Gefahrenpotenzial würde sich so erheblich verringern lassen!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Ob es machbar wäre mit riesigen Eisen/Kupferelektromagneten oder einfach nur großen Eisenringen auf dem Mars ein Magnetfeld zu erzeugen...keine Ahnung.
    Um einer größeren Zahl von Menschen, eine Herberge zu geben, vermute ich eher, dass große Kuppeln gebaut werden, mit irdischer Atmosphärenzusammensetzung und Druck.
    Und in viele abgeschottete Abteilungen unterteilt, damit im Falle eines Meteoriteneinschlages, nicht alle Luft sofort verlorengeht.
    Aber das ist reine Spekulation.
    Vielleicht gibts mal Panzerglas, welches auch Meteoriten und die kosmische Strahlung abhält.


    Gruß Armin

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: G2-Astro</i>
    <br />
    Aber hier ist noch garnicht ganz geklärt, wer denn Venus so stark abgebremst hat und Ihr sogar eine Gegenläufigkeit verpasst hat, was sicher zu der speziellen Atmosphärensituation geführt hat!
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Der Grund dafür ist meiner Einschätzung nach eine gravitative Resonanz zwischen Erde und Venus. Venus hätte sonst eventuell eine gebundene Rotation. Tatsächlich dreht sie sich gegenläufig in 2 Erdjahren genau 3 mal.


    Dadurch zeigt sie uns zu jeder unteren Konjunktion immer dieselbe Seite.

  • Hallo Stefan,


    Nach dem uns der Schuldirektor beim Besuch im Deutschen Museum, nach dem Vorstellen der Lichtkurve von Agol, die Schlussfolgerung davon erklärt hatte, bestritt Er auf Nachfrage vehement, das diese Technik auf Grund der Entfernungen, nicht für den Nachweis von Planeten bei anderen Sonnen je taugen würde und begründete das mit Pickerings Beobachtungen.


    Algols Lichtwechsel wurde von Montanari im Jahre 1669 entdeckt. Der englische Astronom John Goodricke wies 1783 die Periode im Lichtwechsel von Algol nach, und vermutete fälschlich als Ursache die Bedeckung des Sterns durch einen umlaufenden Planeten.


    Erst Edward Pickering konnte 1881 feststellen, dass Algol ein Doppelsternsystem ist.


    John Goodricke lag dennoch nicht so Falsch, das es geht, wie wir heute tausendfach wissen!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Hallo Helmut,



    wäre gegenseitige eine gravitative Resonanz zwischen Erde und Venus der Grund, hätte die junge Erde mehrere hundert Umdrehungen pro Tag haben müssen, damit dann 24 Stunden übrig blieben!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Hallo Günter,
    die Frage nach der Resonanz zwischen Erde und Venus ist sehr interessant. Ich hab allerdings noch nirgends eine exakte Begründung dafür gefunden. Im Himmelsjahr hab ich vor längerer Zeit mal gelesen, dass die höchste Erhebung der Venus, die Maxwellberge, als eine Art "Resonanzempfänger" fungieren.
    Aber ob diese 12 km hohen Berge dafür ausreichen...keine Ahnung.


    Gruß Armin

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: G2-Astro</i>
    <br />Hallo Helmut,



    wäre gegenseitige eine gravitative Resonanz zwischen Erde und Venus der Grund, hätte die junge Erde mehrere hundert Umdrehungen pro Tag haben müssen, damit dann 24 Stunden übrig blieben!



    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Die Resonanz hat nichts mit der Drehung der Erde zu tun, sie begründet sich auf dem ganzzahligen Verhältnis der Umlaufzeiten. 8 Erdjahre sind fast genau 13 Venusjahre. Und in diesem Zyklus gibt es 5 synodische Umläufe. Die daraus resultierenden 5 unteren Konjunktionen verschieben sich je 8-Jahres-Zyklus nur um 2-3 Tage und finden deshalb lange Zeit an ähnlichen Positionen der Umlaufbahnen statt.

  • Das die Venus keine gebundene Rotation hat soll unter anderem an den thermischen Gezeiten liegen. das Maximum der Aufheizung der Atmosphäre hinkt wegen der Trägheit der Aufheizung etwas der Rotation nach, sodass der der thermische Gezeitenberg der Atmosphäre nicht zu Sonne zeigt und so eine gebundene Resonanz verhindert. (aus Wiki)

  • Ein eigenes Magnetfeld auf der Marsoberfläche wäre gar nicht notwendig. Ein Schutzschild am L1 (Lagrange Punkt) würde ausreichen. Man müsste dort "NUR" genügend viele Feldgeneratoren verteilen und ein Kraftwerk (Solar?) welches diese versorgt...


    Solar hab ich mit "?" geschrieben, weil es grundsätzlich unklug wäre Sonnenlicht von der Marsoberfläche abzuhalten. Aber da gäbe es schon eine Lösung.


    Technisch wäre es wohl machbar, aber die benötigten Ressourcen wären gigantisch.

  • Dazu kommt noch ,dass der Lagrangepunkt L1 ,keinen langzeitstabilen Aufenthalt eines Körpers/ Raumschiffes bietet. Man müßte häufig mit Triebwerken und damit Treibstoffverbrauch nachkorrigieren.


    Gruß Armin

  • Hi Günter,


    nette Geschichte mit deinem Schuldirektor, aber was hat das mit dem Erzeungen eines künstlichen Magnetfelds für den Mars zu tun? Denk nach, frage Tante Gockel oder rechne selber mal.


    Man müsste eine Spule um den Mars wickeln und darin einen Strom fließen lassen, der groß genug ist, um ein der Erde halbwegs vergleichbar starkes Magnetfeld erzeugt.


    Äquatordurchmesser Mars 6.792,4 km. Ein Kupferdraht mit der Länge von 1000m und 1mm Durchmesser hat einen Widerstand von 21,64 ohm und wiegt 7kg.


    Einmal um Mars gelegt bräuchtest du also rund 149 Tonnen Kupfer, noch nicht besonders viel. Allerdings hat der Draht bereits einen Widerstand von 456,6 kohm und um da einen Strom von z.B. 1A fließen zu lassen wäre eine Spannung von 456,6 kV


    Dummerweise ist es mit einer einzigen Wicklung nicht getan, du musst den Draht schon mehrfach um den Mars wickeln. Und entsprechend steigt der Widerstand und damit die nötige Spannung, um einen Stromfluss zu erzeugen.


    Du kannst natürlich auch den Draht dicker machen, bei 10mm statt nur 1mm Dicke sinkt der Widerstand bei 1km Länge auf nur 0,216 ohm, dafür benötigst du ca. 15000 Tonnen Kupfer- für einmal um den Mars. Die für 1A nötige Spannung sinkt auf 4,56kV bzw. du musst 4,56kW aufbringen.


    Nur ein einzelner Draht erzeugt nicht das benötige Magnetfeld, du müsstest also viele Lagen um den Marswickeln. Und das dabei erzeugte Magnetfeld geht natürlich von dieser Spule aus, ist also in direkter Nähe am stärksten. Das Magnetfeld der Erde wird dagegen im Inneren der Erde erzeugt.


    Also eine absolut unrealistische Überlegung, angefangen vom nötigen Kupfer und dem dabei erzeugten Magnetfeld. [:D]

  • Hallo Stefan,


    das war nur ein allgemeiner Hinweis, auf allzu schnelle Verneinungen von gestellten Fragen zu Machbarkeiten!


    Die heutigen detaillierten Antworten zeigt aber, das der Wink doch verstanden wurde.


    Die Ressourcen sind aber überall vor Ort vorhanden, bleibt nur das effektivste Verfahren zu finden, um daraus solche Leiter herzustellen zu können.


    Klassische Schmelzverfahren, das Einbinden innerer Mineralstrukturen in tieferen Bodenschichten, oder mit fliegenden Lasern angehäufte Erze zusammensintern, was ja schon von Militärsatelliten aus zu Leistungs - Demonstration, sogar auf der Erde auf ca. 2 m2 gelungen ist!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Um mal etwas weiter zu spekulieren... Eisen in Form von rostigem Sand,gibts ja genug auf Mars. Es wäre doch denkbar, daraus große Permanentmagneten herzustellen und auf den Breitenkreisen aufzustellen. Man bräuchte kein Kupfer und keinen elektrischen Strom zum Betrieb.
    Gleichzeitig könnte man Marsglobale Magnetschwebebahnen darauf fahren lassen.

  • Günter,


    die "Ressourcen" muss du erst mal finden und dann abbauen und verarbeiten. Bagger, LKWs und Schmelzöfen fliegst du dann von der Erde aus zum Mars? Oder sollen die auch dort gefertigt werden? Dann braucht es aber erst die Lagerstätten für Eisen, Bagger, LKWs, Schmelzöfen... [:D]


    Die fliegenden Lasern mit der angedachten Umsetzung ordne ich mal unter "netter Traum" ein


    Armin,


    Eisenrost ist kein Eisen, das ist oxidiertes Eisen und daraus kannst du keinen Magneten bauen. Also siehe Antwort zu Günter- Verhüttungsanlange bauen.... Und wenn du dann Eisen hast, musst du das für deine Idee magnetisieren. Und selbst du das in großer Menge hinbekommst bleibt das gleiche Problem- das wirkt lokal und verhilft Mars noch immer zu keinem global wirkenden Magnetfeld. [B)]

  • Hallo Stefan,
    mir war klar, dass Rost erst verhüttet werden muss. Hab mich nicht klar ausgedrückt. Ich meinte nur damit, dass es genügend Rohstoff sprich Eisenerz/Rost vor Ort gäbe.
    Einen globalen Magneten für Mars zu bauen, halte ich auch für Unsinn. [;)]

  • Nabend, nette Speku hier am laufen.
    Also statt Draht durchs All warum nicht stationäre Felder über Gebäuden ? Müsste man jetzt erstmal rechnen was für ne Dichte so ein Magnetfeld pro bestimmter Fläche habe muss um gut abzuschirmen.
    Anyway ich find den Mars iwie sinnlos aus der Venus ließe sich doch viel mehr machen...

  • Hi,


    in der Tat, nette Spekulation. Aber es ging ja nicht um Schutz der Mars-Bevölkerung, oder Algen, sondern um die globale Atmosphäre, mühsam aufgepustet nicht gleich wieder zu verlieren. Aber ich möchte Stefan recht geben - die Dimensionen der Energien (nicht unbedingt Grundstoffe) sind einfach zu gigantisch. Wäre schön wenn irgendeine Studie das mal physikalisch/ingenieursmäßig Ende-zu-Ende durchgerechnet hätte.


    Ich wollte eigentlich jüngst einen ähnlichen Thread eröffnen - "Werden wir den Mond in 100 Jahren nicht mehr wiedererkennen?". So in die Richtung: Kinder, genießt den ursprünglichen Mond, so lange die Helium Bagger dort noch nicht losgelegt haben ... ;-).


    CS,
    Walter

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