Meine ersten Planeten !

  • Ich hab eine Skizze meiner Beobachtungen von Saturn und Jupiter gemacht.
    Die Bilder stellen den subjektiven Eindruck dar und sind keine Fotos. Dargestellt ist das gesamte Sichtfeld.



    Die Frage ist, kann ich da noch mehr erwarten (unter besseren Bedingungen, mit besseren Okularen) , oder ist es so in etwa das, was man sehen kann?


    Gruss Konrad

  • Hallo Konrad,
    ich hätte schwören können es seien Fotos.
    Der Saturn sieht total echt aus, wenn auch sehr klein. Der Juppi wirkt ebenso wie ein Foto, weil er zu hell ist kann man die vier inneren Monde gut sehen.
    Zudem hat Juppi sogar ein Chipraster er ist pixelig. Hmmmmh.


    Gruß,
    Armin

  • (==>)Armin


    Mit kein Foto meine ich, kein reales Foto, es ist eine Bastelarbeit in einem Bildbearbeitungsprogramm mit copy/paste/Kontrast/Helligkeit/Farbe etc....
    Es geht mir um den subjektiven Eindruck, was ich gesehen habe, und ob das optimierbar ist.....
    Die Monde hab ich aus der Erinnerung an die Positionen gesetzt. Beim Jupiter hab ich sie als sehr hell empfunden....


    Gruss Konrad

  • Hallo Konrad,


    viel mehr, denke ich, kannst Du nicht erwarten zu sehen.
    Schau mal hier:
    http://astronomy.tools/calculators/field_of_view/
    dort kannst Du verschieden Teleskope mit verschieden Okularen und auch Kameras durchspielen.


    Vielleicht mal mit Barlow probieren, wobei ich persönlich die Dinger nicht mag, außer an meiner Planetenkamera.


    Ich finde Deine "Bastelarbeit" entspricht dem, was man erwarten kann zu sehen und sie ist gut gelungen.
    Ich habe zwar schon länger keinen Blick mehr auf Jupiter und Saturn geworfen, aber Dein "Foto" entspricht meiner Erinnerung.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

  • Hallo Konrad,


    bei optimalen Bedingungen ist mit 10 Zoll die Encketeilung drin. Davon ist deine Zeichnung in noch ganz weit entfernt.


    Gruss Heinz

  • Ich habe es mal geschafft, aber dann muss alles passen, optimale Bedingungen halt.


    Bei guten Bedingungen ist mit 5 Zoll etwa das drin:


  • Hallo,


    Laut meinem Aufzeichnungen habe ich die Encke-Teilung oder besser das Encke-Minimum mit meinem 6"/f20 Schiefspiegler sehen können.


    Meine Beobachtung vom 2. Juli 2015:



    "Saturn habe ich bei einer Vergrößerung von 273x gezeichnet.


    Der B- Ring war sehr hell, der C- Ring schloss daran dunkler an. Der A- Ring ist visuell deutlich dunkler als der B- Ring.
    Die dunkle Linie im A- Ring ( Encke- Teilung?) konnte ich immer wieder deutlich sehen.


    Saturn selbst war "fahl- gelb" im Okular."



    Bisher waren leider die Bedingungen zu schlecht, um die Encke-Teilung mit meinem 10"/f12 Cassegrain zu beobachten.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Konrad,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die Frage ist, kann ich da noch mehr erwarten (unter besseren Bedingungen, mit besseren Okularen) , oder ist es so in etwa das, was man sehen kann?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich beobachte selbst mit 10" Teleskop-Öffnung.
    Meiner Meinung nach kannst du deutlich mehr sehen wenn die Bedingungen dazu passen.
    Beide Planeten stehen sehr tief auf der Ekliptik, wichtig wäre ein Beobachtungsplatz der weit weg von versiegelten Flächen oder Häusern ist.
    Durch die Abstrahlung der Wärme in der Nacht von versiegelten Flächen, Häusern usw. wird die Luft sehr unruhig und verschmiert die Details auf den Planeten.


    Mit dem 6mm Okular kommst du auf eine Austrittspupille von 1,3mm, hier ginge bei guten Bedingugen noch mehr an Vergrößerung.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Von der Teilung am Ring war keine Rede. Saturn erschien orange, etwa wie in der "Kollage".
    Mit dem 6mm Okular habe ich 200x Vergrösserung.
    Reicht das für die Teilung sichtbar zu machen, oder würde da ein 4mm Okular gute Dienste tun?
    Damit wäre ich auf 300x

  • Hallo,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Saturn erschien orange, etwa wie in der "Kollage".<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Da wäre es interessant, wann, zu welcher Uhrzeit du Saturn beobachtest hast.
    Wenn Saturn orange im Okular ist, dann stand der vermutlich noch viel zu tief um gut beobachtet werden zu können.


    Die Cassinische Teilung ist bei schlechten Bedingungen meist schon teilweise zu sehen. Um sie umlaufend zu sehen sein (sofern sie vom Saturn nicht bedeckt wird) braucht es eine gute Luftruhe. Um die Encke-Teilung sehen zu können, müssen die Bedingungen fast schon optimal sein und auch das Teleskop gut justiert sein um solche optimalen Bedingungen nutzen zu können.


    Viele Grüße
    Gerd

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: CorCaroli</i>
    <br />H
    Da wäre es interessant, wann, zu welcher Uhrzeit du Saturn beobachtest hast.
    Wenn Saturn orange im Okular ist, dann stand der vermutlich noch viel zu tief um gut beobachtet werden zu können.


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Es war 01:25 Ortszeit.
    Der Saturn war wirklich nicht sehr hoch, es zogen aber bereits wieder Dunstschleier auf, was auch nicht auf optimale Bedingungen deutet.

  • Hallo Gerd,


    die Abdunklung im A-Ring dürfte wohl ds Enckeminimum sein. Die Encketeilung erscheint als ganz feine schwarze Linie weit aussen im A-Ring.
    Ich habe sie bisher drei mal gesehen, davon zwei mal im 24-Zöller. Dazu darf das Seeing aber nahezu nicht vorhanden sein. Solche Bedingungen habe ich höchstens zwei mal im Jahr. Und Saturn wird noch etwa zehn Jahre brauchen ...

  • Hallo Heinz,


    In kleinen Teleskopen müssen wir wohl vom Encke-Minimum sprechen, da gebe ich dir Recht.
    Selbst um das Minimum zu sehen zu könne braucht es ein sehr gutes Seeing.


    In der Opposition vom diesen Jahr ist das wegen der tiefen Stellung von Saturn (von Deutschland aus) wohl kaum erreichbar, wegen der zunehmenden flachen Ringstellung bis zur Kantenstellung im Jahr 2025 werden die Bedingungen dafür sicher nicht besser.


    In der Dezember-Opposition im Jahr 2031 mit der größten Ringöffnung von knapp -27° werden die Bedingungen sicher wieder gut sein.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Konrad,


    Durch die große AP ist speziell Jupiter viel zu hell. Die Details werden völlig überstrahlt.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die Frage ist, kann ich da noch mehr erwarten (unter besseren Bedingungen, mit besseren Okularen) , oder ist es so in etwa das, was man sehen kann?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Fürs Erste brauchst Du dringend einen Graufilter für Jupiter, ND 0,6 etwa. Ich vermute, dass Du ganz schön staunen wirst.
    Saturn ist komplizierter. Gelbfilter werden hier oft empfohlen, zum Beispiel der Wratten #12. Bei mir hat ein Schott GG455 diese Rolle übernommen.


    Gruß Gil

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">


    Fürs Erste brauchst Du dringend einen Graufilter für Jupiter, ND 0,6 etwa.


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich hab den Galaxy ND 0,9 Graufilter aus dem Einsteigerpaket, der wird aber wohl zu fest abdunkeln.

  • Hast Du den Filter schon einmal an Jupiter probiert? ND 0,9 ist ziemlich dunkel, aber für 1,3mm AP angemessen. Das sollte also passen. Im schwarzen Forum habe ich eine schöne Beschreibung der Filterwirkung in einen Thread gefunden. Dass es dort um einen Apo und ein anderes Okular geht, spielt keine Rolle. Die wichtigsten Zeilen sind: <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Also erst mal Jupiter OHNE ND-Filter:
    Beide Okulare zeigen gleich viel oder wenig. Die prominentesten Wolkenbänder mit angedeudeten Strukturen, GRF, nix Besonderes halt. Absolut kein Unterschied zwischen den beiden Okularen erkennbar, weder in der Schärfe noch im Kontrast.


    Dann den Baader ND 0,6-Filter in den ZS eingeschraubt:
    Beide Okulare zeigen nun eine erhebliche Steigerung in der Wahrnehmbarkeit von Details, man wird fast erschlagen von der Fülle an jetzt erkennbaren Strukturen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    So läuft das wirklich, der Effekt ist erstaunlich.[8D] Vorausgesetzt natürlich, die Bedingungen stimmen und der Filter aus dem Einsteigerpaket hat die nötige Qualität.


    Gruß Gil

  • Hallo,


    Der Effekt mit den Neutralfiltern ist enorm. Diese Filter verhindern, das dass zu helle Planetenscheichen die schwachen Details überstrahlt.
    Eine Alternative zu den Neutralfiltern stellen zwei einzelne Polfilter (oder ein variabler Polfilter, was nichts anderes ist, als das zwei einzelne Filter verdrehbar zusammen gebaut sind) dar mit denen die Helligkeit variabel eingestellt werden kann.


    Ich habe auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Planeten schon in der Dämmerung zu beobachten. Mein persönlicher Eindruck ist, das in der Dämmerung besonders die Farben intensiver und auch die Strukturen auf den Planetenscheibchen besser zu sehen sind, als wenn ich die Planeten in der Nacht und mit oder ohne Filter beobachte.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Konrad,
    statt der Encketeilung würde ich bei Saturn erst amal die Cassiniteilung ins Auge fassen. Die kannst Du auch in kleinen Teleskopen erkennen. Mit ADC konnte ich die Cassiniteilung letztes Jahr im 4" Refraktor fast umlaufend sehen.
    Hier mal eine auf 120% vergrößerte Aufnahme, die ich mit meinem 4" f/10 APO (105/1000) mit einer ASI 224 MC Kamera 2019 aufgenommen habe.

    Auf dem Foto ist die Cassiniteilung schwach umlaufend zu sehen. Das ist immer etwas vom Seeing und von der Öffnung und dem Öffnungswinkel von Saturn abhängig. Der Ring ist heuer flacher und damit wird umlaufend noch etwas schwieriger erkennbar sein. Mit 10" sollte das aber zusammen mit einem ADC bei 250x bis 300x schon möglich sein.
    Hier mal eine Sequenz aus dem Video (der ADC war nicht optimal eingestellt):

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    (In echt ist Saturn kleiner und viel feiner und für mich im Okular noch schöner zu sehen)
    Servus,
    Roland

  • Da hab ich gleich eine Frage:


    Wenn ich das beste 6mm Okular mit der besten Barlowlinse 2x kombiniere, hat das gegenüber dem besten 3mm Okular irgend einen Vorteil ?

  • Guten Morgen Konrad,
    Du stellst Fragen :-)
    Ich bin leider noch kein ADC Experte. Ich würde das nochmal durchlesen, für welches Öffnungsverhältnis der ADC gut funktioniert. Beim 105/1000 APO bin ich ja schon bei knapp f/10. Da geht es wohl auch schon ohne Barlow.
    Manchmal kombiniere ich die Barlows mit einem Ortho. Das ist aber für einen Dobson eher schlechter, da das Gesichtsfeld sinkt.
    Falls f/10 empfohlen ist (muss ich nochmal in der Doku nachlesen), bräuchtest Du eine 2x Barlow am 10" f/5.
    Ich würde dann am Dobson schauen, dass Du möglichst viel Gesichtsfeld hast. Sonst saust Dir der Planet bei hoher Vergrößerung zu schnell aus dem Gesichtsfeld. Ich würde an das ES 82° Ar Okular 6,7mm denken oder an ein ähnliches. Ich würde ohne EQ Platform nicht zu hoch vergrößern.


    Weiters geht die Frage an die anderen Astrokollegen, die einen f/5 Newton einen ADC verwenden. Was würdets Ihr empfehlen? Wie ist Eure Erfahrung damit?
    Servus,
    Roland

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