Der Astrotreff Corona Thread

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  • Hallo allerseits,


    bis vor kurzem war ich der Meinung, dass zumindest der Astrotreff eine Oase ohne Corona News und Diskussionen sein sollte.


    Das ist aber unrealistisch, es betrifft uns alle und wird auch schon in verschiedenen anderen Themen diskutiert, zB hier:
    http://www.astrotreff.de/topic…248413&whichpage=1#852275


    Dieses Thema gehört aber definitiv nicht zu "Kurioses", also fassen wir die Diskussionen dazu hier in diesem Thread zusammen.



    Es gelten zum Thema COVID-19 Erkrankung einige Sonderregeln:


    Der Astrotreff ist ein naturwissenschaftliches Forum, Verschwörungstheorien, Aussagen a la "is ja nicht schlimmer, als Grippe" etc werden nicht diskutiert.


    Sinn der Diskussion kann sein, dass wir uns gegenseitig unterstützen mit Hinweisen zur Vorbeugung, Hygiene, Berichten (falls es jemanden trifft und er teilen möchte, wie man es am Besten übersteht), Hinweisen zu hilfreichen Webseiten und vielem mehr.


    Wir helfen uns bei unserem gemeinsamen wunderbaren Hobby, also können wir uns auch helfen, diese Zeit der Krise so gut es geht zu überstehen.



    Falls es sehr viele verschiedene Themen gibt und ein Thread nicht reicht, werden wir ein COVID-19 Forum eröffnen für parallele Diskussionen.



    liebe Gruesse und bleibt alle gesund!


    Matthias

  • Hallo,


    als erstes möchte ich hier einige Verweise zu den besten Informationsquellen einstellen, die das Internet zur Zeit hergibt:


    Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html


    Kekulés Corona-Kompass
    https://www.mdr.de/nachrichten…/kekule-corona/index.html


    Statistiken
    https://coronavirus.jhu.edu/map.html
    https://coronavirus.app/map
    https://covid19info.live/


    lg matss

  • Hi Armin,


    ich kopier mal deine letzte Antwort hier rüber- <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Kalle...man kann doch nicht die bereits geheilten Leute weiterhin einsperren nur um den Rest der noch nicht immunen Menschen zu schützen! Entweder trennt man das Land in schon Gesunde aber evtl. Infektiöse und den Rest in Nichtinfizierte und sperrt sie dauerhaft in getrennte Lager oder man läßt die Durchseuchung zu und geht das minimale Risiko ein, die Geheilten aus dem Coronaknast zu entlassen. Bekommen tun es praktisch wohl wir alle früher oder später! <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Im Moment versucht man schlichtweg, einen zu schnellen Anstieg zu verhindern, daher die ganzen Beschränkungen. Schon immun gewordene Personen können vermutlich eben den Virtus an noch nicht infizierte Personen weitergeben. Und eingesperrt ist doch im Moment niemand, jeder darf noch raus, außer Personen mit postitivem Befund, für die gilt Quarantäne. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> In China sind doch große Teile wieder freigegeben worden<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich glaube ziemlich viel, aber nicht die Zahlen, die für China vorliegen, egal ob die Beschränkungen dort aufgehoben wurden. Schau dir die Zahlen doch mal selbst an-


    Coronavirus COVID-19 Global Cases by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE)


    Klick auf China und im Fenster unten rechts auf <i>Daily increase</i> und verlgeich das mit beliebigen anderen Ländern. Es gibt außer China kein Land, in dem nur an einem einzigen Tag eine hohe Anzahl Neuinfektionen hinzukam und davor und danach nur ein Bruchteil davon. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Unsere blonde Barbie von Mecklenburg/ Vorpommern, Manuela Schwesig, will uns jetzt das Spazierengehen am Strand zu Ostern verbieten! Als wenn es grade da im weitläufigen Gebiet irgendwelche Infektionsgefahren gäbe!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Überleg selbst- schönes Wetter und Feiertage- was würde passieren? Unmengen Menschen gehen spazieren, Verwandte/Bekannte verabreden sich vielleicht noch dazu, begegnen sich mit teils zu geringen Abständen, benutzen die gleichen Sitzgelegenheiten, berühren die gleichen Gegenstände (Geländer an Treppen, Türen an öffentlichen Toiletten usw.) Muss das in der aktuellen Situation sein oder sollte man das nicht von Haus aus verhindern?


    Hier noch das Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard

  • Hi Kalle,


    das Erschreckende an dem Artikel- die Übersetzung stammt vom 23.03. und die Grafiken dürften da schon ein paar Tage alt gewesen sein. Schaut man sich die aktuellen Zahlen/Grafiken an und betrachtet dabei USA/GB, dann belegen die genau das, was in dem Artikel "vorhergesagt" wurde. [B)]


    Vergleichbare Grafiken zu der aktuellen Entwicklung in den am stärksten betroffenen Ländern findet man hier- Live-Daten zum Coronavirus

  • Stephan,
    die ganzen Dashboards und Grafiken bringen nichts, wenn man die Dunkelziffern nicht kennt.
    Heute schätzte eine britische Studie die wahren Infektionszahlen in D zwischen 230.000 und 1,8 Mio (kummuliert).
    https://www.imperial.ac.uk/mrc…ort-13-europe-npi-impact/


    Ich bin mal gespannt auf Anfang nächster Woche, wenn die ersten Ergebnisse aus der Stichprobe von Gangelt/Kreis Heinsberg vorliegen. Vielleicht bestätigen die ja, was die vom Imperial College London schätzen. Insbesondere auch, welche Maßnahmen was bringen könnte. Ohne dieses Wissen ist jede Art von Lockerung erst mal illusorisch. Kein seriöser Entscheidungsträger könnte es verantworten, wenn es im Nachgang heißt: Wegen seiner Entscheidung sind so-und-so-viele Menschen gestorben.


    ***


    Es könnte ein Aprilscherz sein, wenn es nicht so ernst wäre, was gestern und heute über Schutzmasken alles berichtet wurde.
    Kein Einziger hat mal eine Aussage darüber gemacht, wie die technische Wirkungsweise einer Maske (abhängig vom Material, Aufbau) ist. Da werden Analogien zu Feinstaub usw. herangezogen. Ich kann z.B. nichts darüber finden, ob die elektrostatische Aufladung von Mikrofasern speziell gegen den Virus mehr Bedeutung für eine Maske hat als das simple mechanische Geflecht im Sinne eines Hindernisparcourt.


    Andere machen Aussagen, wie lange der Virus auf Oberflächen "überlebt" und reden von Tagen. Jüngste Aussagen widersprechen und reden von Stunden ... wäre praktisch für Masken im privaten Umfeld, die sich dann nachts erholen könnten. Vielleicht reicht ja 'ne Stunde im Sonnenlicht oder bei 50° im Ofen ... man findet dazu nichts außer vage Aussagen von obskuren Quellen.


    Ganz zu schweigen, dass Herr Laschet seine Maske heute im Fernsehen unterhalb der Nase hatte ...

  • Hi Kalle, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">die ganzen Dashboards und Grafiken bringen nichts, wenn man die Dunkelziffern nicht kennt.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Das sehe ich etwas anders. Es gibt die Dunkelziffer, das ist klar. Und die Zahlen des RKI zeigen "nur" die positiv getesteten Personen.


    Aber es werden ja viel mehr Tests durchgeführt und nur ein kleiner Teil dieser Tests hat auch einen positiven Befund. Die weit größere Zahl ergibt ein negatives Ergebnis und aus dem Verhältnis lässt sich durchaus abschätzen, wie hoch im Bereich der restlichen, nicht getesteten Bevölkerung, der Anteil an unerkannt infizierten Personen liegen kann.


    Wie viele Tests wurden bereits durchgeführt? Durchgeführt Tests - Anteil an positiven Tests dabei zwischen 5,9 und 8,7 Prozent
    KW 11: 127.457
    KW 12: 348.619
    KW 13: 354.521

  • Hallo liebe Leute,
    ist das nicht alles wahnsinnig übertrieben? Mit meinen 80 hab ich sowas noch nicht erlebt und da hat mich mein Vater aus den den Trümmern herausgeschält und bin mit Klimmzügen am Brotschrank aufgewachsen.
    Meine zweite Heimat, Schweden nimmt´s viel ruhiger, aber meine dritte, England, verbietet mir zweimal mit meinem Hundchen (DeutscheDogge) raus zugehen. Da pfeif ich aber drauf. Hab nie eine Grippe gehabt, Schnupfen schon mal.


    Aber alles einfach still zulegen, das kostet!

  • Hans-W.,


    kurze Antwort auf Deine erste Frage: Nein.


    Falls ein moderner Industriestaat in kürzester Zeit hundert- oder tausendfach entscheiden müsste, erkrankten Bürgern eine intensive medizinische Behandlung zu verweigern, dann hätte dieser Staat und seine Regierung versagt.


    In einigen modernen Industriestaaten passiert das im Moment.


    Deutschland gehört zum Glück noch nicht dazu.
    Und als Politiker würde ich alles tun, dass das so bleibt.
    Egal, was es kostet.


    Der Wiederaufbau nach dieser Krise wird stattfinden, so war es immer.
    Und Menschenopfer gehören nicht mehr in unsere Zeit und unsere Gesellschaft.


    meint


    Matthias

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber alles einfach still zulegen, das kostet!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Yepp- und nichts stilllegen kostet auch- und zwar viele Menschenleben. Schau mal auf USA, da nahm man (oder war es der Kerl mit der toten Katze auf dem Kopf?) sehr locker. Und jetzt sind in 3 Tagen soviel neu Infizierte hinzugekommen wie in D insgesamt im Zeitraum 3.3.-3.4. mit einer um Faktor 6 höheren Sterberate dazu

  • Die Freiheit des einen hört da auf, wo es anderen das Leben kostet ...


    .. ob die Schweden ihre Herangehensweise noch lange beibehalten?
    Ich würde das eher in Stunden zählen ...

  • Ja, aber wir sterben doch alle mal. Und irgendwann, wenn man alt genug ist, gibt einem eine blöde Bakterie oder ein Virus den letzten Schubs. Unsere Gesellschaften sind ja ohne Zweifel ein "bißchen" überaltert. Und wenn so was ansteckendes wie jetzt kommt, dann sterben halt viele auf einmal. Und das wäre wiederum eine Bereitschaftsfrage.
    Da wissen wir ja auch, daß im Gesundheitswesen eine ganze Menge abgebaut worden ist aus sogenannten Sparsamkeitsgründen. Die Schweden hatten sogar schon vor Corona Schwierigkeiten mit der Versorgung von Medikamenten und medizinischem Material, weil alle Bereitschaftslager weg sind. Hinterher wird es immer teurer.
    Und bei den Engländern ist es genauso.
    Wenn jetzt viele alte Menschen auf einmal sterben, belastet das natürlich das Gesundheitswesen extra, aber unnatürlich ist das doch nicht. Wir haben auch eine ein bißchen merkwürdige Einstellung zum Tode. Öfters werden sehr alte Menschen noch intensiv gepflegt, wo sie eigentlich lieber ruhig sterben würden, wenn sie wählen könnten.
    Meine Frau ist an lymphatischer Leukämie gestorben und die Ärzte wollten die gesamte, risikoreiche Behandlung durchführen. Sie hat nein gesagt, das mach ich nicht mit.
    Wir sterben halt alle mal und können uns nicht aussuchen, wann und wie.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: HWS</i>
    <br />Ja, aber wir sterben doch alle mal. Und irgendwann, wenn man alt genug ist, gibt einem eine blöde Bakterie oder ein Virus den letzten Schubs.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hallo HWS,


    ein ziemlich zynischer Gedanke, IMO. Ich frage mich ob Du immer noch so denken würdest, wenn Du mit Corona ins Krankenhaus eingeliefert wirst.
    Und der Arzt sich entscheiden muss ob er Dich oder jemand anderen ans Beatmungsgerät anschließt, weil er für zwei Patienten nur eines hat...


    Wie alt bist Du? Kennst Du den Begriff "Triage"?


    Bis dann:
    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Lassen wir doch mal die Alten außen vor und nehmen die etwas Jüngeren. Dir ist bekannt, dass Covid-19 die Lunge stark schädigt, auch bei jüngeren Patinenten, die nicht sterben, aber trotzdem schwerer erkrankt sind?


    Diese Lungenschäden gehen nicht einfach so wieder weg, die bleiben erhalten und diese an Covid-19 erkrankten und wieder "genesenen" Personen werden das Gesundheitssystem und die Krankenkassen langfristig belasten. Und für die Wirtschaft werden die auch hohe Folgekosten verursachen.


    Je weniger jetzt ergriffenen Maßnahmen, um die Ausbreitung möglichst niedrig zu halten, desto höher die Folgekosten bei den Überlebenden. Im Idealfall bleibt die Rate niedrig, bis ein Impfstoff und/oder ein gut wirksames Medikament gefunden ist.


    Im Übrigen fällt mir zu deinem Beitrag wirklich nichts ein [V]

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wir sterben halt alle mal und können uns nicht aussuchen, wann und wie.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Der Virus ist kein Schicksal, sondern ein perfekter Strukturvertrieb. Der lässt jeden für sich arbeiten, der sich von ihm nicht fernhält, ohne dass er dafür auch nur einen Cent bezahlt; im Gegenteil, am Ende scheißt er auf dich.

  • Ja Kalle, so ist es nun mal mit allen ansteckenden Keimen. Vor denen hütet man sich, so gut es geht. Und natürlich ist "Virus" Schicksal, wie viele Krankheiten. Wir Menschen können dem aber entgegenwirken und vor allem mit Technik. Da müssen wir aber die Bereitschaft erhöhen und nicht senken.


    Und lieber Gerd, meine besten Glückwünsche zu deiner Genesung.
    "Das sind komische oder merkwürdige Ansichten. Hast du dich überhaupt mal mit diesem Thema befasst?" schreibst du. Wenn man mal 80 geworden ist, ist dieses "Thema" högst aktuell.
    Die Grundfrage ist aber, müssen sich 100.000:e Menschen, die kaum was von Corona merken, isolieren, um deine Krankheit zu verhindern. Und mit den Statistiken und Zahlen ist das ja so eine Sache, das wissen wir alle. Für dich soll ein effektives Gesundheitswesen bereitstehen und das sollte man sich kosten lassen.
    Soweit ich informiert bin, ist das Durchschnittsalter für Todesfälle ca 80 Jahre. Aus meiner Sicht natürlich viel zu niedrig.[;)]


    Meine Grundeinstellung aber ist: wenn man unsere Gesundheitswesen abrüstet, wie bisher, müssen wir auch mit solchen Situationen wie heute leben.


    Jetzt ist es, wie es ist. Was aber, wenn in einem Jahr(?) mit richtigen Zahlen sich herausstellt, daß die Folgen mehr einer gewöhnlichen Grippe ähneln, nur ein schnellerer Verlauf.

  • Hallo Matthias,


    ich habe mir den Thread und auch die von dir verlinkte Seite aufmerksam durchgelesen. Das Thema Corona ist zweifellos in aller Munde und auch sicherlich eine Diskussion wert, falls das dem jeweiligen Kontext angemessen ist.


    Allerdings erschließt sich mir der Sinn der Thematisierung des Virus in einem Forum für Astronomie selbst nach mehrmaligem Hingucken nicht. So hat mich Corona bislang weder in der Durchführung meiner Beobachtungsnächte, noch in der gesamten Auslebung der praktizierenden und theoretischen Astronomie eingeschränkt. Welchen konkreten Bezug zur Astronomie hat das Coronavirus denn für dich?


    Mein Eindruck ist, dass aktuell eine das Land umspannende Aufregung um ein Thema gemacht wird, und der Hintergrund dieser Aufregung vor allem zwei Dinge sind:


    1. Viele konsumieren unablässig Medien/Bildschirme und verschaffen sich auf Grundlage ihres Konsums ein quantitatives Bild (welcher Inhalt wird gesendet und wie oft?) von der Lage, von dem sie glauben, dass es die Verhältnisse der Realität repräsentiert.


    2. Sie haben nach Jahren wieder das Gefühl, dass sie real von etwas bedroht werden!


    Sämtliche Corona-Maßnahmen werden plötzlich gesellschaftlich legitimiert. Dabei geht diese Form von Legitimierung gleichzeitig mit einer Einschränkung für betroffene Personen einher. Die gleiche Form der Einschränkungen und Verbote wünsche ich mir seit Jahren innerhalb einer ernstgemeinten und nachhaltigen Klimaschutz-Politik. Die Bedrohung durch den menschengemachten Klimawandel ist unabhängig von Corona existent. Warum dort wohl nicht so regide gehandelt wird wie derzeit bei Corona? Ich vermute ja, dass es dort stark um eigene Interessen geht.. um nicht zu sagen um ,,Egoismus". Nach mir die Sintflut. Nur da, wo Menschen reale Gefahren auch an Leib und Seele spüren, scheint derzeit Rationalität um sich zu greifen.


    Deine vorangegangene Aussage: ,, Verschwörungstheorien, Aussagen a la "is ja nicht schlimmer, als Grippe" etc werden nicht diskutiert." nehme ich zur Kenntnis. Ich verzeichne es, stand jetzt, unter der Rubrik ,,Faktenresistenz".


    Liebe Grüße,
    Nikolai

  • Wenn SARS-CoV 19 in allen epidemiologischen Parametern den Grippeviren gleichen würde, gäbe es wegen der anfangs komplett fehlenden Immunität im Kollektiv dennoch einen extrem schnellen Anstieg, der wahrscheinlich auch jedes Gesundheitssystem überfordern würde.
    VG, DonT

  • Hi HWS,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Was aber, wenn in einem Jahr(?) mit richtigen Zahlen sich herausstellt, daß die Folgen mehr einer gewöhnlichen Grippe ähneln, nur ein schnellerer Verlauf.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Es steht jetzt schon fest, dass dies nicht der Fall ist. Dieser Virus ist in der Lage, gut 0,5% bis 5% einer Bevölkerung umzubringen, wenn es keine med. Versorgung gibt. Und es gibt keine med. Versorgung, wenn 50% einer Bevölkerung alle in der gleichen Woche daran krank werden.


    Schau dir die Zahlen in D an: 17.März waren es etwa 10.000 Fälle, 20 Tage später (also jetzt) 100.000 registrierte Fälle.
    Ende April könnten es ungebremst dann 1 Mio sein und Mitte Mai dann 10 Mio Fälle, die alle zeitgleich med. versorgt werden müssten. Das wäre dann der Höhepunkt, weil weitere 50 Mio dann den Virus auch hätten, aber nicht so viel davon merken. Das wäre eine Woche, in der sich die Ärzte noch nicht mal selbst behandeln könnten.


    Gegen so eine Pandemie hilft kein Gesundheitssystem der Welt. Selbst wenn in D jeder Arzt wäre ... 25 Jahre Ausbildung, mit 65 in den Ruhestand ... angenommen 10% der Bevölkerung sind Ärzte (Du brauchst ja noch welche, welche die Kinder erziehen, die Krankenhäuser bauen, die Kartoffeln ernten usw.). Selbst dann könnten die in so einer Pandemiewoche nicht alle versorgen. Dann wäre D ein einziges großen Krankenhaus und es würde dennoch nicht mit der Pandemie klarkommen.


    Deshalb halte ich Deine Vorstellung einfach nur für Schwachsinn ...


    PS: Widersprüchlich ist sie auch. Wenn man jetzt einfach alle Hochrisikopersonen sich selbst überlässt, warum soll man dann ohne Pandemie für diese Personen überhaupt eine medizinische Versorgung vorhalten? Mit Deiner Logik müsste man dann den medizinischen Bereich erst recht "runterfahren", so auf 3. Welt-Niveau ...

  • OK, Kalle, über "Schwachsinn" können wir uns vielleicht noch mal in einem halben oder einem Jahr unterhalten. Gebe zu, kann ja auch total daneben liegen.


    Faktum aber ist,
    die bisherige Statistik ist unzureichend,
    unsere Gesundheitssysteme sind aufs gröbste vernachlässigt worden,
    auf den Großteil der Menschheit hat das Virus keine größeren Auswirkungen,
    wir sind einer beispiellosen, von mir noch nicht erlebten, Medienhype ausgesetzt,
    unsere Gesellschaften sind überaltert,
    das Durchschnittsalter für Todesfälle ist &gt;80 Jahre,
    die Wirtschaft wird rücksichtslos runtergefahren,
    die Anzahl der Konkurse von vor allem Kleinstbetrieben wird beispiellos sein,
    Geld wird wie durch eine Zauberhand von Staten erschaffen mit entsprechenden langwierigen Folgen,
    usw und sofort.


    Auch mal was "erfreuliches": der Hack in der CO2-Kurve.


    Ganz unerfreulich: Leute mit denen man früher hundlicherweise umging, stehen jetzt 5-10 im Wald, wenn ich mit meinem Döggelchen vorbeikomme und gucken einen an, als wäre man ein todesgeweihter Virenträger.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: HWS</i>
    <br />Und letztendlich:
    Die Kosten der Maßnahmen sollten nie die Kosten ihrer Ursache überschreiten!
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wo wir bei der entscheidenden Frage sind: Was ist ein Menschenleben wert?

  • (==&gt;)HWS <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">wir sind einer beispiellosen, von mir noch nicht erlebten, Medienhype ausgesetzt,<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Erzähl das mal den Ärzten und Pflegern in Italien, Spanien, Frankreich oder New York. Oder besser den Menschen, die über die an Covid-19 verstorbenen Angehörigen trauern


    Deutschland hat 83 Millionen Einwohner - aus den bisherigen Erkenntnissen. Etwa 5-20% der Infizierten benötigen Betten auf den Intensivstationen, Belegungszeit 10-30 Tage. Vor der Corona-Krise gab es in Deutschland bundesweit 28.000 Intensivbetten, davon 20.000 mit Beatmungsmöglichkeit.


    Kannst du mit deinem Altersstarrsinn wenigstens noch einen Taschenrechner bedienen? Dann mach das mal, darfst ruhig mit "nur 5%" für Intensiv und von mir aus auch nur mit 30% Bevölkerung erkrankt rechnen.


    Ach ja- zum Alter der Erkrankten in D noch was, die aktuelle Altersverteilung - fällt dir was auf?
    &lt; 5 Jahre: 0,8 %
    5–14 Jahre: 2 %
    15–34 Jahre: 25,3 %
    <b><font color="orange">35–59 Jahre: 46,7 %</font id="orange"></b>
    60–79 Jahre: 18,9 %
    #8805; 80 Jahre: 6,4 %

  • Hallo Nikolai,<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: NBAstronomie</i>
    Welchen konkreten Bezug zur Astronomie hat das Coronavirus denn für dich?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich sehe auch keinen direkten Bezug.


    Daher ist es Off-Topic und wird im Off-Topic Forum diskutiert.
    Das Thema ist nicht auf der Startseite zu sehen, es ist leicht, es zu ignorieren.


    Aber vielleicht gibt es ja - wie in meinem Eingangsposting geschrieben - gute Beiträge, die in dieser Zeit hilfreich sein könnten.


    Du wärst erstaunt, wie viele kluge Leute es hier gibt.


    lg


    Matthias

  • Hier ist ein Bezug:
    Das Coronavirus tötet zuverlässig die Kondensstreifen.


    Der letzte Halbmond war göttlich. Sonnenuntergang, Mond im Zenit, keine Wolke, vielleicht ein Flieger, vielleicht gar keiner zu sehen.
    Ich hätt' ne Isomatte hinlegen und nur noch gaffen können.


    Ich hab in diesem Thread schon drei Beiträge geschrieben und raschest wieder gelöscht. Glaubt mir, mein beißender Leidenszynismus ist gelöscht besser aufgehoben, selbst wenn die Finger bei mancher Textzeile jucken.


    Leider habe ich in meinen 46 Jahren festgestellt, daß kluge Leute ihre Klugheit sehr gern schonen und durch Meinungen ersetzen.

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