Neue Wege - 7 Zoll Planspiegel

  • Hallo Optikexperten,
    es war jetzt doch einige Zeit Ruhe in meiner Optikwerkstatt, aber seit Anfang des Jahres scheint der Schleifvirus bei mir wieder zuzuschlagen.
    Neben vielen Ideen und Neuerungen, die mir im Kopf rumschwirren, soll es diesmal auf neuen Pfaden gehen. Daher versuche ich mich hier einmal an der Herstellung eines 7" Planspiegels. Wer sich einmal die Preise von Planoptiken anschaut merkt schnell, dass es hier bei den großen Teilen ganz schnell richtig teuer wird. Bis dato für mich nicht ganz nachvollziehbar, denn verglichen zu einem Parabolspiegel ist man mit dem Grob-und Feinschliff relativ schnell durch. OK, was mich bei der Politur erwartet wird sich zeigen und vielleicht werde ich diese Aussage zurückziehen.[:D]
    Aber ganz von Anfang an: Die Herstellung von Planspiegeln ist auf der Homepage von Reiner Vogel hervorragend beschrieben. http://www.reinervogel.net
    Die Methode mit den 3 Rohlingen funktioniert soweit ganz gut. Der Eddingtest zeigt einen gleichmäßigen Abtrag an allen 3 Rohlingen. Mittlerweile bin ich mit dem 25µ Korn durch.


    Bei der Politur möchte ich jedoch eine andere Messmethode anwenden und zwar das Bath-Interferometer und Focuault. Beides natürlich im Doppelpass. Eine Referenzsphäre ist vorhanden (diese ist beschichtet). Sie hat einen Durchmesser von 150 mm, einen RoC von 2780 mm und ist optisch hierfür bestens geeignet.




    Mittelung aus 3 Intererogrammen in Zernike-Darstellung und FFT, jeweils ungeglättet also ungeschönt. Die äußersten 2mm Rand werde ich noch abblenden.


    Der entsprechende Testaufbau sieht bisher so aus.



    Bath Interferometer und Focualttester auf einer neuen xyz-Plattform. Der Wechsel zwischen beiden Messmethoden ist relativ schnell und einfach zu bewerkstelligen.



    Die 3er Bande nach dem 320er Korn.
    Natürlich kamen die anfangs noch reflektierenden Rohlinge spasseshalber in den Teststand. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd. Der Schliff ist nicht zu umgehen. Die Rohlinge sind derart weit entfernt davon plan zu sein, dass ich nicht einmal ein beispielhaftes Bild vorzeigen kann. Die Spiegel zeigen mehrere Foki sowie extreme Deformationen (in optischen Maßstäben [;)]) außerhalb der Foki. Immerhin zeigte sich, dass bei halbwegs planer Fläche, sowohl Bath als auch Foucault funktionieren sollten.
    Den Nachamern kann ich bis hierhin folgende Punkte nahelegen:
    1) Beginn mit 320er Korn reicht aus. Grober ist Overkill und feiner Sisyphusarbeit. Bei allen 3 Rohlingen war zu Beginn ein deutlich asymetrischer Abtrag sichtbar. Ein gleichmäßiger Abtrag stellte sich aber nach insgesamt 2 Durchgängen ein. 1 Durchgang bedeutet: 1 auf 2, 2 auf 3 und 1 auf 3. Dabei jeweils eine Charge mot und tot. Jeder Spiegel sieht also pro Durchgang 4 Chargen.
    2) Die Rückseite sollte unbedingt auch angeschliffen werden. Tut man dies nicht, dann hat man später im Teststand von der Rückseite des Prüflings Reflexe, die extrem störend sind.
    So viel mal bis dahin. Richtig interessant wird es, wenn es ans Polieren geht. Bis dahin werden aber wohl noch ein paar Tage ins Land gehen.


    Viele Grüße, Matze[;)]


    Edit: Rechtschreibung und Satzbau[:D]

  • Hallo Matze,


    sehr schönes Projekt. Ich vermute mal du schleifst den Planspiegel für spätere Tests von Refraktoren, etc oder ?
    Danke das Du auch deinen Testaufbau zeigst, immer wieder gut zu sehen um dazu zulernen.


    Ich habe mich noch nicht an Test gegen eine Referenzsphäre oder Planspiegel (habe einen mit 150mm) ran getraut.
    Mein größtes Fragezeichen ist dabei immer, wie wirkt sich das aus, wenn der zu testende Spiegel zur Referenzspäre auf der Z-Achse verkippt ist.
    Also beispielsweise das obene Ende näher an der Referenzsphäre als das untere ist und vielleicht auch der 45% Winkel nicht genau eingehalten wird.
    Führt das Fehler in die Messung ein?


    Oder macht das eventuell nichts, da der Planspiegel ja auf die Referenzspäre, also den Ausschnitt einer Kugeloberfläche schaut und wenn verkippt einfach auf einen anderen Teil der Kugeloberfläche schaut oder liege ich hier komplett falsch ?


    Viel Erfolg weiterhin!


    Danke und viele Grüße,
    Alexander

  • Hallo Matze,


    Du legst ja ein ganz schönes Tempo vor. Zum Thema Planspiegel habe ich keine praktische Erfahrung. Bin nur stiller Mitleser. Die Interferogramme, die man in Open Fringe einkringelt sind ja beim RC-Test perspektivisch als Ellipse verzerrt. Da frage ich mich nur immer, ob das nicht die Auswertung verfälscht.[?]


    Viele Grüße
    Gerhard

  • Hallo Matze,


    so etwas juckt mir ja auch schon lange in den Fingern. Bitte halte uns hier fleißig auf dem Laufenden. Das ist sehr spannend.


    Grüße,
    Thomas

  • Hallo Alex, Gerhard und Thomas,
    freut mich, dass das Thema auf Interesse stößt. Ist für mich auch Neuland und ich bin echt gespannt auf die erste Messung. [8D]
    Dieses Thema soll ausdrücklich zum Nachahmen motivieren.
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Planspiegel für spätere Tests von Refraktoren<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Nein, nicht ganz. Ist eher Teilprojekt eines neuen Newtons. Da hat der Öffnungswahn wohl zugeschlagen[:D]
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mein größtes Fragezeichen ist dabei immer, wie wirkt sich das aus, wenn der zu testende Spiegel zur Referenzspäre auf der Z-Achse verkippt ist.
    Also beispielsweise das obene Ende näher an der Referenzsphäre als das untere ist und vielleicht auch der 45% Winkel nicht genau eingehalten wird.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Das mit der Z-Verkippung kann ich auch nicht mit 100%iger Genauigkeit beantworten, denke jedoch wie Du auch, dass dies nicht so dramatisch ist. Allein die Schwerkraft legt einen hier Grenzen auf. Durch die horizontale Lagerung ist ja keine extreme Verkippung möglich.
    Was ich aber mit ziemlicher Sicherheit beantworten kann, ist die Anordnung in 45° Winkel. Dieser ist nicht zwingend genau einzuhalten, im Gegenteil. Verkleinert man den Winkel bzgl optischer Achse der Referenzsphäre, so erhöht man die Empfindlichkeit des Tests. Damit kann man auch die von Gerhard erwähnte Verzerrung <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die Interferogramme, die man in Open Fringe einkringelt sind ja beim RC-Test perspektivisch als Ellipse verzerrt<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> nahezu ausschalten.
    Das ist übrigens ein guter Punkt. Daran hatte ich bis dato auch noch nicht gedacht.


    Ich zitiere mal von Reiners Homepage: "phi ist im Messaufbau erheblich kleiner als im Lowrider, 10° gegenüber 60°, ergibt einen Faktor 20"
    Ich habe jetzt keinen Taschenrechner zur Hand, aber 45° gegenüber 10° ergibt eine ebenfalls deutlich erhöhte Empfindlichkeit. So einen Testaufbau wird es aber erst im Endspurt geben. Darüber hinaus beziehen sich Reiners Aussagen auf den RC-Test mit Pinhole. Ob dies auch interferometrisch zutrifft wird sich zeigen.


    Leider komme ich vor Donnerstag nicht weiter im Projekt. Ich bleibe aber dran und werde berichten.
    CS, Matze

  • Hallo Matze,


    auf so einen Bericht habe ich doch grad gewartet. Ich möchte auf die gleiche Art einen Planspiegel herstellen allerdings nur 155mm im Durchmesser. Meine Planspiegel hab ich im Zuge des Parabolspiegels, der Referenzsphäre und eines kleinen Sucherspiegels gleich mitgeschliffen.
    Ich habe auch erst mit dem K320 Korn begonnen die Planspiegel zu schleifen. Die kleineren Borofloat Rohlinge sind wahrscheinlich in der Regel dafür eben genug.
    Mit dem polieren habe ich dann mit dem großen Parabolspiegel angefangen, somit wird es bei mir noch eine ganze weile dauern bis die Planspiegel dran kommen.

    Deinen Bericht werde ich auf jeden Fall mit großem Interesse verfolgen.


    Gruß Rudi

  • Hallo Matze
    Verstehe ich richtig, dass der geplante Planspiegel einen grösseren Durchmesser hat als die Referenzsphäre, 7 Zoll verus 6 Zoll? Auf dem Bild scheint es mir jedenfalls so. Wenn das stimmt, wie kannst Du bis an den Rand genau messen?
    Gruss, Beat

  • Hallo in die Runde,
    von meinem Projekt kann ich leider nicht viel Neues Berichten.
    Allerdings bin ich beim stöbern im Treff auf diese Archive gestoßen:
    http://www.astrotreff.de/topic…1&SearchTerms=fangspiegel
    (hatte völlig vergessen, dass ich da mal bereits richtig gut in der Materie eingearbeitet war [:I]


    und


    http://www.astrotreff.de/topic…RCHIVE=true&TOPIC_ID=6387
    Von Kurt sehr schön dokumentiert


    (==&gt;)BeatK: Hallo Beat. Anscheinend muss die Referenz nicht zwingend größer sein als der Prüfling. Im verlinkten Thread hier (der zweite) schreibt Kurt
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wie man leicht erkennen kann, darf der Durchmesser des Referenzspiegel wegen der Schrägstellung des Prüflings deutlich kleiner sein als der des Prüflings. Bei einem Winkel alpha von z. B. 30° reicht der halbe Durchmesser.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    In x-Richtung leuchtet das ein, aber in y-Richtung ist doch der Winkel unerheblich? Reiner hat bei seiner Planspiegelherstellung ebenfalls eine deutlich kleinere Referenz genommen
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Der 15 cm Planspiegel mitZonenmaske ungefähr unter 90° zu einer 11 cm f/4.4 Referenzsphäre <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Diese Frage wird sich später in der Praxis klären, aber es wäre schön, dies auch im Vorfeld beantwortet zu bekommen.
    Grüße, Matze

  • Matze,
    danke für Deine Hinweise bezüglich Durchmesser Referenzsphäre. Das ist elegant. Die Messgenaugkeit dürfte aber reduzuziert sein. Soweit ich weiss akzeptiert DFTFringe nur kreisrunde und allenfalls elliptische Oeffnungen, sodass eine Interferometrie nicht ohne weiteres möglich sein dürfte.
    Gruss, Beat

  • Korrektur: Ich mache einen gedanklichen Fehler, nachdem ich meine Planspiegel immer mit übergroßer Referenzsphäre gemacht habe. Interferometrie ist in Deinem Setup möglich und ich bin sehr gespannt auf die Resultate.
    Die Methode mit den drei Rohlingen ersetzt ein nicht ganz billiges Sphärometer. Bei der Politur hat mir aber eine einzelne Pechhaut genügt, weil man ja sehr genau messen kann wie gross (Kilometer) der "Krümmungsradius" bei der Arbeit wird und ob er pos oder neg ist, bzw hin und her schwappt.


    Auf dem Bild ist der Rand deiner Referenzssphäre elegant abgedeckt. Wie machst Du das?
    Und: Hast Du ein Interferometrie Messprotokoll mit den Zernikes etc deiner Referenzsphäre? Mir scheint der Strehl etwas an der unteren Grenze für den Zweck als Referenz. Ist da die abgesunkene Kante dabei eingerechnet?
    Ich hatte beim Schliff der Planspiegel noch keine Interferometrie und jetzt erst kürzlich ein PDI Plättchen von Michael Koch. Damit wäre der Wechsel von Foucault zu Interferogramm möglicherweise noch einfacher.


    Gruss, Beat

  • Hallo Matze,


    ich würde mir das unter keinen Umständen antun, einen Planspiegel mit kleinerer Referenzsphäre herzustellen.
    Du wirst genug damit zu tun haben, mit deinem Messaufbau immer genau im Krümmungsmittelpunkt deiner Referenzsphäre zu messen.
    Schon bei geringsten Verschiebungen polierst du den Planspiegel in Richtung Asti. Wenn du den Planspiegel nach einer Messung wegnimmst und wieder in den Teststand setzt, musst du schon wieder an der Fokusposition des Interferometers schrauben.
    Bei einem fertigen Spiegel zum Nachprüfen ist das gar kein Problem, aber bei der Herstellung weiß man die exakt richtige Position nicht.
    Das bekommt man nur raus, wenn man 90° gegenprüft.
    Wenn der Planspiegel in jeder x beliebigen Winkelposition ohne Asti ist, dann hat man alles richtig gemacht.[;)]


    Viel Erfolg und viele Grüße
    Jörg

  • Hallo zusammen,
    zur Info, das 9µ ist durch. Morgen folgt noch ein bissle 3µ und dann geht es ans Eingemachte[8D]
    (==&gt;)Beat: Meine Referenzsphäre ist nicht abgedeckt. Das sieht nur so aus, weil die Beschichtung nicht bis zum Rand des Trägers aufgebracht wurde. Die Sphäre selber ist ziemlich sicher ausreichend gut. Eine ausführliche Messreihe fehlt allerdings. Die oben genannten Beispiele sind ja nur aus 3 Interferogrammen gemittelt. Da ist noch gut Luft nach oben. Abblenden sollte ich die äußersten 2 mm aber schon, denn der Rand der Sphäre ist tatsächlich nicht so gut. Besser Strehl 0,95 sind da sicher noch drinn und das reicht mir.
    Interferometrie mit dem PDI geht. Das habe ich schon gemacht. Allerdings müssen da beide Flächen belegt sein, ansonsten ist der Laserreflex zu schwach. Für mich war das damals einer der Gründe auf das Bath umzusteigen.


    (==&gt;)Jörg: Hallo Jörg, ich kann Dir nicht ganz folgen mit "im KR" der Referenzsphäre messen. Das geht doch zwangsläufig nicht anders, denn ansonsten habe ich keine Interferogramme[?] Oder meinst Du die 1/100mm zum Einstellen der Streifenzahl? Haben die so einen Einfluss?
    bzgl. Asti: Da kann man mit 95% Wahrscheinlichkeit von ausgehen, dass dieser durch die Power -also einen zu konvexen/konkaven Prüfling hervorgerufen wird. Somit geht es doch einzig darum entweder am Rand oder Mitte gegenzupolieren und keineswegs der vorgegaukelten Asymetrie.
    Ich denke, sobald es ans Polieren geht, klären sich die Fragen oder es tauchen neue auf :)
    Grüße, Matze

  • Hallo zusammen,
    vergangenes Wochenende war es endlich soweit. Pechhaut wurde gegossen und eifrig mit der Politur loßgelegt. Poliert wurde im Wechsel MOT und TOT mit einem gleichgroßen Tool. Es zeigte sich jedoch, dass TOT die bessere Poliermethode ist. MOT geht zu sehr auf die Mitte.
    Beim Planspiegel ist es leider so, dass man -im Gegensatz zum Parabolspiegel- nicht nach ein paar Polierrunden gleich mit dem Messen beginnen kann. Es zählt tatsächlich jedes Promille an Reflektionsgrad. So war der erste Messversuch nichts. Erst im zweiten Anlauf konnte ich Schattenbilder festhalten. Diese sahen folgendermaßen aus:



    Planspiegel ohne Abschattung des Strahlenganges



    Messerschneide von rechts im Krümmungsmittelpunkt



    das Ganze wenige 100stell mm hinter dem Krümmungsmittelpunkt. Messerschneide immer noch von rechts.


    Zumindest der Foucaulttest schaut ganz brauchbar aus. Quantitativ lässt sich jedoch damit keine Aussage machen. Qualitativ scheint der Spiegel leicht konvex zu sein (Schattenverlauf umgekehrt, wie man es von Parabeln kennt) und der Ranbereich ist ebenfalls nicht so dolle. Zudem ist eindeutig Asti sichtbar.


    Der Versuch mit dem Bath scheiterte leider kläglich. Die Reflexe des direkt auf den Teilerwürfel auftreffenden Laserstrahls sind so stark, dass die reflektierten Strahlen vom Prüfling hoffnungslos darin untergehen. Dimmen des Lasers brachte nichts. Diese Tatsache hatte ich total unterschätzt. Momentan bin ich am überlegen, wie man dieses Problem lösen kann.


    Grüße, Matze

  • Hi Matze,


    seit langem kuck ich mal wieder ins Forum rein und,
    hui, da ist was interessantes[:p]
    Ist schon ne Weile her als ich mich mit dieser Materie beschäftigt habe. Das kriegst du hin ![8D]


    Ich hatte meinen 180er Fangspiegel auch mit der drei Scheiben-Methode geschliffen. Poliert habe ich meist auch mit einer übergroßen Pechhaut
    MOT.
    Ich habe leider keine Fotos des Setup gemacht. Der Versuch mit einer nicht verspiegelten Sphäre hat wie zu erwarten nicht funktioniert.[B)]
    Was tun? Ich blendete meinen 600er auf 200mm ab, das geht auch.
    Den Fangspiegel brauchte ich für einen Umbau als Lowrider.
    Soweit ich mich erinnern kann hatte Kai( Fraxinus) mal geschrieben,
    man solle den Fangspiegel so vermessen wie er später eingebaut werden soll. Für mich waren das 30 Grad. So habe ich ich auch geprüft,
    mit 0,90,180 und 270 Grad Drehung.
    Bei den IGrammen hatte ich auch Probleme die aber eher die Streifenqulität betraf und zuerst eine sehr hohe Fehlerquote in der Auswertung hatte. Klar zu Anfang war auch fast nix zu erkennen,ich hatte einen ROC von 5000mm und da war die Abbildung sehr klein. je mehr er auspoliert war um so besser klappte es dann.
    Es ist zwar kein Meisterstück geworden, die Kante leidete etwas aber
    beim Beobachten merke ich da garnix. Jedenfall tut er was er soll
    [:D]


    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit der Herstellung deines Spiegels.


    Gruß Thomas

  • Hallo in die Runde,
    Juhu, es hat funktioniert[:)] Das sind die Erfolgsmomente, die dieses Hobby so spannend machen[8D]
    Wohlwissend, dass mit der Messung im Doppelpass die Anforderungen an das Bath steigen, hatte ich bereits einen neuen Umlenkspiegel und Aufweitungslinse auf Lager. Diese wurden heute eingebaut und tatsächlich sind brauchbare Interferogrammme rausgekommen.
    Ein bischen tricky ist, dass wenn man mit der Kamera durch das Bath auf den Prüfling blickt, dieser viel kleiner erscheint als wenn man mit der Kamera direkt auf den Prüfling blickt. Bei der Vermessung von Parabolspiegeln ist das nicht so. Da macht es keinen Unterschied ob man durch das Bath oder direkt auf den Prüfling hält (letzteres mache ich immer, um den Fokus zu treffen. Das geht durch das Bath nicht.)


    Leider sind die Bilder noch nicht freigeschalten. Nur so viel: die Igramme sind brauchbar und die Auswertungen sind reproduzierbar. Ich berichte morgen. Jetzt heißt es erstmal fleißig weiterpolieren, denn da bin ich auch erst ganz am Anfang.


    (==&gt;)Nachtschwalbe: Hallo Alex, vielen Dank für die Links. Den ersten kannte ich noch nicht. Da stecken aber auch viele interessante Infos drin. Werde ich mir mal genauer ansehen


    (==&gt;)Thomas: Hi Thomas, ja, da wird wohl noch einiges auf mich zukommen :) Die 3 Scheiben-Methode scheint ganz gut zu funktionieren. Der Schwabe in mir hat lange damit gehadert, ob es nich auch 2 tun[:D]
    Mit Übergroßen Tools tu ich mich schwer. Ich bevorzuge Fullsize und danach bei Bedarf Minitools.
    Eigentlich sollte ich jetzt eher am polieren statt am schreiben sein [:D]


    Werde weiter berichten und es freut mich natürlich, dass diese Aktion auf Interesse stößt.
    Gute Nacht, Matze

  • Hallo Matze


    Viel Erfolg wünsche ich Dir!


    Gruss


    <font size="1"><font color="green">auch ich habe nach langer Abwesenheit wiedermal ins dieses Forum geschaut...</font id="green"></font id="size1">

  • So, jetzt ist es soweit:

    Beispielhaft ein Interferogramm. Ich konnte anfangs nicht glauben, dass ich hier tatsächlich den Prüfling gefunden hatte. Es wurde zum Test ein Zollstock in den Strahlengang gebracht. Definitiv habe ich hier ein Interferogramm des Prüflings [:)]



    Anbei die Auswertung von 3 gemittelten Interferogrammen. Der Asti hält sich erfreulicherweise in Grenzen. Nicht ganz sicher bin ich mir über das Vorzeichen der CC. Es kann durchaus sein, dass das Ganze noch invertiert werden muss. Nichtsdestotrotz ist der Grundstein für einen erfolgreichen Abschluss gelegt. Wer messen kann, kann auch polieren[:D]
    Grüße, Matze


    (==&gt;)Roger: Vielen Dank Roger und schön, dass Du auch mal wieder in den Treff vorbeischaust

  • Hi Matze,


    es geht doch voran [:)]
    Aber eine Frage hätte ich: Wie ist denn dein Aufbau gestaltet?
    Eigentlich müsste der runde Fangspiegel bei 45 Grad Stellung doch ein
    eliptisches Abbild geben? Selbst bei flachen 30 Grad hatte ich ein ovales Bild.
    Liege ich falsch?


    Grüssle
    Etwas verwirrter Thomas[B)]

  • Hallo Thomas,
    das ist eine gute Frage. Es ist zwar eine leichte Verzerrung da, aber keineswegs im Verhältnis 1/Wurzel2.


    Im Foucaultbild ist das Ganze auch nicht eirig (abgesehen vom linken Rand, vermutlich hervorgerufen durch fehlenden Offset).


    Der Testaufbau ist definitiv im 45° Winkel...Ist tatsächlich etwas merkwürdig. Ich werde das im weiteren Verlauf versuchen zu klären.
    Güßle zurück [:)]

  • Hallo Thomas,
    das IF leuchtet ja nur einen Teil des Planspiegels aus , der Bereich oben und unten liegt sozusagen „im Schatten“, man sieht nur die Referenzspähre.
    Hallo Matze,
    meine IF sahen genauso aus , alles prima.
    Ich nehme an wenn der Prüfling gedreht wird bleiben die roten Bereiche stehen ?
    Ich würde ein übergrosses Tool machen , spart letzten endes Zeit.
    Viel Spaß wünscht Alex

  • Wie heißt es so schön: Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
    Anbei ein Foucaultbild etwas länger belichtet und bei eingeschalteter Beleuchtung.



    Man sieht deutlich, welcher Bereich vom Prüfling erfasst wird. Den Teststand werde ich wohl etwas modfizieren (Winkel erhöhen und Prüfling näher an die Sphäre. Das ist derzeit schon etwas knapp.
    Für mich war das jedenfalls wieder ein Aha-Erlebnis. Im Dunkeln sieht man das alles nicht.


    Zum Projekt selber bin ich echt überrascht wie schnell das geht. Ich habe nun schätzungsweise 2 1/2h netto Polierzeit hinter mir und habe einen fast auspolierten Planspiegel. Der Asti dreht sich nicht mit dem Prüfling mit, ist also Power, aber das in sehr überschaubarem Maße. Anbei Bilder:



    so langsam sollte ich mir Gedanken zur Korrektur machen...
    Grüße, Matze

  • Hi Matze,


    Danke für dein Bild.
    Das bedeutet, die "beiden unbeleuteten Ohren" werden also gar nicht bei der Auswertung brücksichtigt.
    Wenn man aber eine im Durchmesser größere Sphäre verwendet werden diese Bereiche mitbeleuchtet, dadurch werden die IGs oval.
    So verstehe ich das jetzt,liege ich richtig?

  • Hallo Thomas,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das bedeutet, die "beiden unbeleuteten Ohren" werden also gar nicht bei der Auswertung brücksichtigt.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ja, das ist richtig. Gleichzeitig ist es aber nicht so dramatisch, da
    1) es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Fläche der beiden Ohren von der gemessenen Fläche abweichen.
    2) Durch Drehung des Prüflings um 90° kann man letztendlich die gesamte Fläche erfassen.


    Problematisch wird es aus meiner Sicht, wenn die Referenzsphäre so klein ist, dass auch die horizontale Linie des Prüflings nicht ausgeleuchet wird. Dann hat man nämlich im Messaufbau überhaupt keine Aussage über den Randbereich des Prüflings. In meinem Aufbau passt es gerade so.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wenn man aber eine im Durchmesser größere Sphäre verwendet werden diese Bereiche mitbeleuchtet, dadurch werden die IGs oval. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    ganz genau so ist es.


    Grüße, Matze

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