Warum überhaupt Astrofotographie?

  • Hallo,



    zugegebernmaßen eine etwas provokante Frage aber irgendwie interessiert es mich schon.
    Ich habe bisher kaum Astro-Erfahrung mit meinen billigen Lidl-Teleskop, der Hauptspaß ist aber definitiv das direkte Erlebnis, einen Planten etc. life durch die Optik zu sehen.
    Die Bilder ,die ich bislang hier von anderen Hobby-Astronomen geshen habe, sind zwar sicherlich teilweise sehr gut, die Qualität von Profi-Aufnahmen liegt jedoch meilenweit darüber.
    Insofern stellt sich mir doch die Frage, warum überhaupt der Laie Astrofotographie betreibt.


    <font color="red"><i>[verschoben von uepsie aus: Einsteigerforum]</i></font id="red">

  • Hi,


    so, wie Du durch Dein Teleskop siehst, obwohl es bessere gibt, ist es auch mit den Fotos. Durch das Foto wirst Du immer wieder an das eigen Erlebte erinnerst. Egal, ob das Bild gut oder schlecht war. Außerdem hat ein selbtgemachts Bild nicht jeder und man kann voller Stolz zeigen, was und wie man es selbst gesehen hat.


    Grüße THomas

  • hi pit


    Dann frage ich dich, warum guggst du durch ein billiges lidlröhrchen und schaust damit einen planeten an? Du urteilst über fotos von hobbyastronomen, zitat:"sind zwar sicherlich teilweise sehr gut" hast aber keine ahnung über diese thematik. Wo der Hauptspass, wie du sagst, liegt ist jedem seine sache und benötigt wohl käumlich einer rechtfertigung.
    Dies meine etwas provokante antwort an eine mir etwas unverständliche frage...


    Gruss
    Walti

  • Äh. Warum kuckst du durch ein Lidl-Scope und andere durch ein 20" ? Und Fotos, gut oder schlecht, ist eine Herrausforderung. Als Amateur als auch für den Profi.
    Zu den Aussagen von Fränk kann ich noch nicht viel sagen bezg. Bewertung der Fotos das die nur gelobt werden. Wenn das so ist muss ich ihm in dem Punkt recht geben.


    Ich sage nur jedem das seine.

  • Hallo,


    ich hab so darüber noch nie nachgedacht :), ich bin zwar Anfänger, aber es ist was ganz anderes wenn ich auf ein Foto schaue, dass ich selber gemacht habe, als in irgendeinem Astrofotbuch, da kann ich mir gleich die Hubble Fotos anschauen, da kann auch die teuerste Ausrüstung auf der Erde nicht helfen.


    Es ist eben das Erlebnis es selber zu machen. Gestern habe ich mit meiner Canon A80 erste nachgeführte fotos mit 3fach Zoom gemacht, mit dem "Lidl" ! wau , erstes mal hatte ich beim 3x Zoom keine Striche, es war einfach toll. die Nachführung (manuell) funktioniert klasse, jetzt kann ich da meine Analoge SLR anschliesen und längere fotos als 15s machen ...


    Warum habe ich mir eigentlich ein Spiegel selbstgeschliffen, wenn es sogar teurer war als wenn ich es gekauft hätte?


    Es gibt sachen die man einfach gerne macht, egal ob Fotos oder sonst was, und wenn er dann weisst wie schwer es ist, kann er auch die "wirklich schwache" Fotos loben und bewundern ...

  • Also ich berteibe die Astrofotografie nunmehr seit etwa 2 Jahren mit mehr oder minder großem Erfolg. Klar kann man sich eine Zeitschrift kaufen und sich dort Bilder vom Hubbble anschauen. Der reiz ist eigentlich die Tatsache, daß man mittels Kamera und Teleskop eben mehr sieht als mit dem eigenen Auge. Insbesondere im Bereich Deepsky sind viele Nebelstrukuren dem menschlichen Auge einfach verborgen. Wer sich mal die Plejaden durch ein Teleskop angeschaut hat, der wird sicher nicht die blauen Nebel gesehen haben. Auf Fotos sind diese durch das bessere Lichtsammelvermögen einer Kamera eben halt zu sehen.
    Viele Entdeckungen sind erst durch die Fotografie möglich gewesen. Einen Kleinplaneten zu entdecken ist keine leichte Aufgabe. Man mach meist mehrere Aufnahmen, die dann mit einem Blinkkomparator verglichen werden. Nur so kann man diese kleinen schwachen Objekte erst entdecken. Auch viele Amateure haben schon ein derartiges Objekt entdeckt. Mir ist nicht bekannt, daß mal ein kleinplanet oder Asteroid nur mit dem Blosen Auge entdeckt worden wäre.
    Natürlich bedeutet es immer einen gewissen finanziellen und Technischen Aufwand um Astrofotografie zu betreiben, aber diese deshalb gleich in Frage zu stellen halte ich für übertrieben.
    Dann könnte man ja den Auto-Tuning-Fetischisten auch gleich das Tuning vermießen und sagen, daß man sich ja einen Formel-1 Boliden auch im Fernsehen anschauen kann.
    Astrofotografie macht einfach Spaß und man hat hinterher etwas in der Hand wo man sagen kann: Das habe ich gemacht!
    Außerdem kann man auch mit Hobbymitteln vernünftige Aufnahmen hin bekommen. Guckst du hier:



  • warum will der mensch auf den mars? warum will er den mikrokosmos erforschen? warum...?
    ganz einfach: die menschheit will immer irgendetwas neues erforschen.


    und so auch der einzelne hobbyastrofotograf. es geht nicht darum, ein superperfektes bild herzuzaubern. wer nicht die ausrüstung dazu hat, wird sich schon selbst darüber im klaren sein, dass seine ergebnisse evtl. nicht mal vorzeigbar sind. warum tut es derjenige aber doch? weil er stolz darauf ist, ein bild vom beobachteten gemacht zu haben.
    und vielen geht es auch darum, sich ständig weiter zu verbessern. denn man kann sich immer verbessern.
    was war ich stolz, mein erstes selbstgemachtes mondfoto in den händen zu halten... und noch bewegender war mein erster m 42.
    manche drehen eben an ihrem auto rum,damit sie mit 3 km/h schneller an einen baum fahren können und andere wiederum stecken ihr geld in die astrofotografie...

  • Hallo zusammen


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Pit123 schrub:
    Die Bilder ,die ich bislang hier von anderen Hobby-Astronomen geshen habe, sind zwar sicherlich teilweise sehr gut, die Qualität von Profi-Aufnahmen liegt jedoch meilenweit darüber.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Beziehst Du Dich auf Planeten oder Deepsky-Aufnahmen?
    Zeig mal bitte ein paar "Profi-Aufnahmen"



    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Fränk schrub:
    Ich habe einige Bücher mit Profi-Astro-Aufnahmen. Wenn ich diese Aufnahmen sehe, weiß ich, daß ich so was nie hinbekomme.
    Deswegen lass ich es einfach.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    "Ob Du glaubst, Du kannst es, oder ob Du glaubst, Du kannst es nicht: Du hast immer recht" (Henry Ford)


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Fränk schrub:
    Ich glaube es probieren sich so viele an der Astro-Fotografie, einfach weil es geht. Es geht halt ohne großen finanziellen Einsatz.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt
    Es wäre doch extren schade, wenn man nur in ein Hobby einsteigen könnte, wenn man stinkreich ist. Sicher hätte unter diesen Voraussetzungen der eine oder andere, inzwischen geniale Astroknipser oder Astroselbstbauer (gell, Stathis [;)]) uns nie mit seinen Ergebnissen erfreuen können.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Fränk schrub:
    Die richtig guten Astrofotos verlangen wohl nach wie vor nach einer guten und auch teuren Ausrüstung.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Um das so sagen zu können, musst Du erst mal definieren, was "richtig gut" ist.
    Ich z.B. finde nafpies 75mm Jupiter genial gut und Jack Newton's 16" Meade-Bilder in Relation zum finanziellen Aufwand, den er dafür betreibt einfach nur unscharf.
    Auch finde ich so manches SC1 oder SC2 Webcam Bild einfach nur genial, weil die Leute aus einem Minimum an Ausrüstung und finanziellem Aufwand mehr herausholen als andere mit einem sündhaft teuren Equipment.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Fränk schrub:
    Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann ist die Bewertung der Fotos.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Okay... da wird wohl das eine oder andere Mal etwas übertrieben gelobt. Allerdings will man ja niemand nach den ersten Versuchen mit niederschmetternder Kritik entmutigen [;)]


    Ciao,
    Stefan, der nun ernsthaft überlegt, sich eine Astro-Homepage zu bauen und seine schlechten Bilder auszustellen

  • Warum setzen sich viele Menschen an ein Wasser um darauf zu warten, das ein Fisch an ihrer Angel anbeisst? Könnten sie ja gleich an die Tiefkühltheke gehen ....


    Es ist wie meine "Vorredner" schon sagten die reine Lust und auch das "Glücksgefühl", "eigenes" fest zuhalten und / oder zu erkennen.


    Da gab's mal einen Buttermilch-Werbespot:


    WEIL'S SPASS MACHT [:)]


    Gruß, Werner

  • Pit,


    &gt; Insofern stellt sich mir doch die Frage, warum überhaupt der Laie
    &gt; Astrofotographie betreibt.


    So dumm ist die Frage auch wieder nicht. [:D]


    Ein paar Stichworte dazu:


    1. Spass


    2. Technische Herausforderung meistern


    3. 'Gesichtskreis' des eigenen Teleskops erheblich erweitern


    4. Farben und Formen wahrnehmen, die man visuell nie sehen kann


    5. Motivation für Reisen/Exkursionen an dunkle Orte mit gutem Himmel


    6. Ein 'greifbares' Ergebnis einer Beobachtungsnacht


    7. Ein 'vorzeigbares' Ergebnis der Nacht, das man anderen zeigen kann und für das man geliebt, bewundert, bestaunt, belächelt, beneidet, gehasst, bedauert, angefeuert, bemitleidet, der Fälschung verdächtigt, ausgelacht und mit Geldscheinen beworfen wird... [:D]


    Wahrscheinlich werde ich mit meinen Argumenten, einen Teil der 'Faszination Astrophotographie' zu vermitteln, bei Dir nicht ankommen. Denn wer eine solche Frage stellt, ist gar nicht fasziniert...

  • Also man sollte vielleicht nicht gleich von Schrottbildern reden. Klar wedren die Aufnahmen, die man von der Erde aus macht nicht mit den Hubbleaufnahmen mithalten können. Wir haben schließlich eine störende Atmosphäre dazwischen.
    Jeder der das erste mal ein Astrofoto schießt ist eigentlich stolz drauf, überhaupt erst mal was auf den Film/CCD gebracht zu haben. Das zeigt man natürlich und bittet um die Meinungen anderer. Zum einem weil selbst noch die Erfahrung fehlt und man sich Tipps zu alternativen Bearbeitungsmethoden holen kann und zum anderen, weil man selbst bei schlechten Aufnahmen auch ein klein wenig Stolz sein kann und das Lob der anderen anspornt.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">==&gt;)Jens (Kopfgeist)
    Zitat:
    warum will der mensch auf den mars? warum will er den mikrokosmos erforschen? warum...?
    ganz einfach: die menschheit will immer irgendetwas neues erforschen.


    Du glaubst nicht ernsthaft Du würdest was erforschen, nur weil Du dich in Astrofotografie probierst?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    dann hast du den sinn meines beitrages nicht verstanden. "wissenshorizont erweitern"... jetzt angekommen?


    und was mich angeht, so untersuche ich bei jedem meiner bilder genau zum beispiel welche grenzgrösse ich mit der aufnahme erreicht habe und suche auch objekte, die neben dem hauptobjekt noch irgendwo im bild versteckt sind. das ist auch eine art forschung. und meine ergebnisse vermittele ich anderen weiter, um ihnen damit einige ratschläge geben zu können.umgekehrt habe ich auch immer ein offenes ohr, was die foto-praxis anderer beobachter angeht.

  • Hallo Pit123,


    nur gleich vorweg: [:D][:D][:D] Wenn ich dich im folgenden anrede, meine ich nicht Dich als Person, sondern irgendeinen imaginären Komische-Fragen-Steller! Aber interessant ist die Frage schon, geradezu philosophisch!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Die Bilder ,die ich bislang hier von anderen Hobby-Astronomen geshen habe, sind zwar sicherlich teilweise sehr gut, die Qualität von Profi-Aufnahmen liegt jedoch meilenweit darüber.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich will mal provokant antworten: Man sollte sich immer mit Seinesgleichen vergleichen, ansonsten ist die Grundlage der Unzufriedenheit und des Scheiterns bereits gelegt. Die eigenen Fähigkeiten können fast beliebig gesteigert werden, die finanziellen Mittel und anderen Gegebenheiten leider nicht. Warum also mit Hubble vergleichen, das ist jenseits der Neidgrenze!


    ODER NOCH VIEL PROVOKATIVER (ACHTUNG SATIRE-MODUS AN) (WEM ES NICHT PASST DER KANN JA DARÜBER HINWEG LESEN): Warum lebst Du denn überhaupt noch? Du bist weder ein Topwissenschaftler, noch Ackermanns Sohn oder irgendein Generalissimus. Also ein völlig vermurkstes Leben. Aber dazu passen doch völlig vermurkste Bilder, oder etwa nicht! (ACHTUNG SATIRE-MODUS AUF SPARSCHALTUNG ZURÜCHGEREGELT)


    Aus deinem Zitat entnehme ich, zwischen den Zeilen, daß Du nie photographieren würdest, da du sowieso nicht die Top-Qualität eines Hubble erreichen kannst. Da stellt sich mir die konsequente Frage, warum Du dann überhaupt durch einen Lidl beobachtest. Da gibt es doch wesentlich Besseres! Ist des denn da überhaupt noch vernünftig durch so ein Röhrchen zu gucken? Aber ja, du sagtest ja, daß der Reiz darin liegt das Objekt selbst zu sehen! Warum kann dann also nicht der Reiz darin liegen eben dieses Ojekt selbst abzulichten?


    Aber das wäre meines Erachtens nur die halbe Miete. Ich denke es geht dabei um viel mehr. Ich finde z.B. die Herausforderung dieses Metier zu bestreiten als sehr wichtig. Es geht nicht primär darum ein perfektes Bild zu bekommen, dazu fehlen mir die finanziellen Grundlagen. Es geht darum, mit dem mir zur Verfügung stehenden Equipment das Optimum zu erreichen und mich mit der Technik und deren Hürden auseinander zu setzen.
    Zum Zweiten spielt eine Idee eine wichtige Rolle. Nämlich die Idde des "Ich will ein Forscher sein". Ich kann mir z.B. ein Bild von M51 von Hubble ansehen. Das ist toll! Wenn ich es dann aber mit meinen Bildern vergleiche, entdecke ich Dinge auf den Bildern, die mir vorher gar nicht aufgefallen sind bzw. visuell gar nicht sichtbar sind. Und das ist viel toller! Die Spiralarme z.B. habe ich bisher mit meinem Achter nur einmal gesehen, photographisch sind die ein guter Test für das Seeinmg, also Minimalstanforderung! Aha, das helle Fleckchen da im Spiralarm meines Bildes ist also eine Sternenassoziation mit Nebel. Ach sieh da, den Dunkelnebel hab ich auch auf meinen Bildern (kann zwar Rauschen sein, aber ich bilde es mir eben ein!) etc. etc. etc. Und auf einmal ist da noch eine Mag-16-Galaxie im Hintergrund. Aha, NGC-hastenichtgesehen.
    Und beim nächsten mal belichten wir doch länger. Schei.. was auf genaueste Nachführung, Hauptsache man kann sehen was für ein Typ die Galaxie ist. Ok, das könnte ich auch nachlesen! Aber der matschige Fleck da auf dem Bild ist MEINE GALAXIE, die hab ich geknipst. Ich bin halt eher der Typ der etwas selber machen möchte, anstatt sich immer nur "bedienen" zu lassen.
    Verglichen mit den 8000-Euro-Kameras der Topphotographen ( natürlich mit 5000-Euro-Tak und 6500-Euro Monti in einer Privatsternwarte am Starnberger See bei Zwangsverdunkelung oder auf dem Mont Blanc, aber das wird nur selten erwähnt) sind die Bilder einfach nur zum Heulen. Aber auf einer herumeiernden EQ-6 mit einem Skywatcher-Rasierspiegel mitten aus dem Ruhrgebiet heraus finde ich die gar nicht so übel. Und ich freue mich wenn meine Gurkensterne zu Eiform mutieren! Und wenn dann der matschige Fleck sogar eine Dunkelwolke zeigt, die auch Hubble abgelichtet hat, dann ist Freude angesagt. Und danach kann ich kaum warten bis ich wieder knipsen kann, diesmal hoffentlich schärfer und besser. Ehrlich, ich habe die letzten 10 Beobachtungsabende (meist 2-3h bei miesem Seeing und Nebel!!!! [xx(]) nur zum PEC trainieren durchs Oku geschaut. Idiotisch, gell? Aber dann kommen immer wieder auch die Momente, wo man etwas entdeckt, was man mit den eigenen Augen nicht hätte sehen können, sei es wegen des zu kleinen Teleskops (8") oder wegen des aufgehellten Himmels. Aber die Kamera verstärkt meine "Reichweite" enorm...und in Farbe!. Das allerschlimmste ist aber, daß ich nach einem halben Jahr rumgeknipse genau weis, wofür ich meine sauer verdienten Moneten wieder hergeben muss. So gesehen wird das Hobby nie langweilig. Übrigens, ich kenne einen Haufen Leute, die nur noch bei Topbedingungen am Wochendende, (mindestens fst6 mitten aus dem Ruhrgebiet) und bei Minus 6 Grad zum Beobachten raus gehen. Aber nur wenn Tante Clara gerade nichts anderes vor hat! Da steht für hunderttausende Equipment rum und eigentlich haben die Leute aufgehört aktive Astronomen zu sein. [xx(][xx(][xx(]
    Andererseits gibt es da Naivlinge, wie mich, die sich trauen ein völlig verhunztes Bild mit einer Diggiknipse zu posten (das tue ich nicht, weis auch nicht warum) und auch noch stolz darauf sind. UND DAS SIND SIE ZURECHT! Sie haben etwas gemacht, was Millionen Andere nicht einmal zu denken wagen. Sie haben Spass gehabt!


    So, und jetzt lass uns zanken!


    Clear Skies

  • Hallo Fränk,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Fränk schrub:
    Was treibt Euch so früh in die Öffentlichkeit? Jetzt ´mal ehrlich. Es gibt wirklich reichlich Schrottbilder im WWW. Nein, ich werde jetzt keine suchen um den Beweis anzutreten. Eir wissen beide das es so ist!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wieso früh? Weißt Du, wie lange ich schon knipse? Kennst Du meine Bilder?


    Ciao,
    Stefan

  • Hallo Fränk,


    ich verstehe nicht ganz, warum Du hier andere Leute krumm anmachst.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Fränk</i>
    <br />(==&gt;)Thomas Westerhoff
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wer sich mal die Plejaden durch ein Teleskop angeschaut hat, der wird sicher nicht die blauen Nebel gesehen haben.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Das stimmt!
    Aber ich kann mir trotzdem schöne Plejaden-Bilder anschauen. Auch ohne sie selber gemacht zu haben.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Richtig, aber irgendjemand muß ja erst mal die Bilder gemacht haben die Du anschaust.... Ich bezweifle mal, daß es allzuviele M45-Bilder von Hubble, VLT, etc. gibt.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    (==&gt;)Jens (Kopfgeist)
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">warum will der mensch auf den mars? warum will er den mikrokosmos erforschen? warum...?
    ganz einfach: die menschheit will immer irgendetwas neues erforschen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Du glaubst nicht ernsthaft Du würdest was erforschen, nur weil Du dich in Astrofotografie probierst?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Was soll die Anmache? Jens hat vielleicht den Anspruch schöne Bilder zu machen ("pretty pictures" aka "Kunst"), andere Astrofotografen haben eher einen wissenschaftlichen Aspekt wie die Beobachtung und das Auffinden von Kleinplaneten, Kometen, etc. und deren Bahnbestimmung. Seltsam, daß immer noch nicht wenige Entdeckungen von Kleinplaneten und Kometen von Amateurastronomen gemacht werden und nicht nur von "Profis".


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    (==&gt;)Stefan
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt
    Es wäre doch extren schade, wenn man nur in ein Hobby einsteigen könnte, wenn man stinkreich ist. Sicher hätte unter diesen Voraussetzungen der eine oder andere, inzwischen geniale Astroknipser oder Astroselbstbauer (gell, Stathis ) uns nie mit seinen Ergebnissen erfreuen könne<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Volle Zustimmung!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Um das so sagen zu können, musst Du erst mal definieren, was "richtig gut" ist.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ich habe zu Hause drei Bücher mit Astrofotos. Die Titel kann ich Dir jetzt nicht sagen, weil ich die Bücher nicht hier habe. Die schlechteste Aufnahme aus den drei Büchern ist besser als die beste Aufnahme von dennen, die ständig auf ihre eigenen Astrofotos verlinken.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Schön für Dich und Deine Meinung. Warum schaust Du Dir hier überhaupt Bilder an, wenn Deine tollen Bücher, die Du nicht mal beim Namen nennen kannst, soviel bessere Bilder haben????


    Vielleicht formulieren wir es mal so: Du ganz persönlich findest die Bilder in Deinen drei Büchern schöner/ästhetischer/künstlerischer/wissenschaftlicher/... als die Bilder die von Amateurastrofotografen gemacht im Astrotreff eingestellt werden.


    Gut, das ist Deine Meinung und da gibt es auch nix zu kritisieren. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung (Formulare für die Zuteilung der Meinung gibt's unter... ;) )


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Stefan, der nun ernsthaft überlegt, sich eine Astro-Homepage zu bauen und seine schlechten Bilder auszustellen<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Vielleicht ist es genau das was einige (ich auch) nicht verstehen.
    Was treibt Euch so früh in die Öffentlichkeit? Jetzt ´mal ehrlich. Es gibt wirklich reichlich Schrottbilder im WWW. Nein, ich werde jetzt keine suchen um den Beweis anzutreten. Eir wissen beide das es so ist!


    Also, um es klar zu stellen.
    Niemand hat was gegen Eure Astrofotos. Aber gesteht doch bitte anderen zu, daß sie nicht so recht nachvollziehen können, warum viele von Euch welche machen.
    Für Euch ist der Weg das Ziel. Das ist gut und richtig!
    Andere betrachten sich, ohne den Weg gemacht zu haben, lieber gleich das Ziel. Das ist ebenso richtig.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Klar können viele das nicht nachvollziehen. Es gibt viele Hobbies und auch viele Bereiche der Astronomie die ich persönlich nicht wirklich nachvollziehen kann. Dennoch, und das ist gerade das schöne an Hobbies, darf jeder (in weiten Grenzen) sich im Hobby ausleben und das tun, was ihm/ihr persönlich Spaß macht.


    Astrofotografie ist dabei ein weites Feld. Hier gibt es einmal diejenigen, die einfach schöne Bilder machen wollen und damit die Schönheit der Himmelsobjekte zeigen wollen. Vergleichbar ist dies z.B. mit Hobby-Fotografen (nicht-Astro). Warum machen Hobby-Fotografen eigene Bilder? Ich hab' irgendwo auch Bilder von Cappa und Newton und... rumliegen, da kommt auch kaum einer hin. Und trotzdem gibt es viele andere Bilder die mir auch sehr gut gefallen.


    Aber es gibt auch die mehr wissenschaftlich tätigen Astrofotografen. Denen geht es in erster Linie um wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse. So hängen z.B. die Bahnbestimmung von Kleinplaneten, Asteroiden, Erdbahnkreuzern, Kometen, etc. nicht unwesentlich von "Amateurbeobachtungen" ab.


    Letztendlich ist aber die gesamte Astronomie für die meisten ein Hobby, sprich es ist eine Freizeitbeschäftigung und die soll Spaß machen.


    Genauso wie die Bastler sich über neue Spiegelschleiftechniken austauschen oder die visuellen Beobachter sich über eigene Beobachtungen austauschen, so zeigen sich die Astrofotografen eben gerne Ihre Aufnahmen.


    In anderen Hobbies wird dann eben über das beste Kaninchenfutter, weicheres Wasser fürs Aquarium, etc. diskutiert.


    Ergo, ein nicht-Astrofotograf wird sich immer schwer tun die Astrofotografen zu verstehen, genauso wie das bei anderen Hobbies auch der Fall ist. Deswegen braucht man sich aber nicht gegenseitig anzufeinden, sondern es ist eine persönliche Stärke jedem sein Hobby zu akzeptieren und jeder hat nun mal andere Präferenzen.


    steffen

  • PS:
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">nafpie schrub:
    Viele Grüße
    Stefan<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Code
    10:37:30  &lt; _Spinner_&gt; seen nafpie
    10:37:32  &lt; Y-me&gt; nafpie was last on IRC channel #astrotreff.de 62 days, 15 hours, 14 minutes ago.


    [:D]

  • Fränk,


    &gt; Was treibt Euch so früh in die Öffentlichkeit?


    &gt; Niemand hat was gegen Eure Astrofotos.


    &gt; warum viele von Euch welche machen.


    &gt; Für Euch ist der Weg das Ziel.


    &gt; Andere betrachten sich (...) lieber gleich das Ziel.


    Wer ist hier 'Euch' und wer ist 'Andere'? Gehöre ich zu 'Euch' oder bin ich ein 'Anderer'? [xx(]


    Herreje: Geht es denn nicht ohne diesen lächerlichen Schubladenschrank ab?


    *Kopfschüttel*
    Stefan

  • ich hoffe, das sprichwort behält recht und die essenz darin ist mehr wert als 2000 worte:



    so fotografierte ich m 51 im jahre 1999



    so ist es mir heute möglich, m 51 zu fotografieren.


    und wenn man die steigerung weiter extrapoliert, so kann ich sicher sein, noch bessere ergebnisse zu erzielen.
    ich jedenfalls arbeite stets daran, meine aufnahmetechniken zu verbessern. dies gelingt mir sowohl anhand eigener arbeiten, als auch mit hilfe aus dem #astrotreff.de chat oder aus dem forum.
    und auch dieses bild habe ich nach aufnahme "erforscht" und entdeckte, dass sich auf dem bild noch vier andere galaxien befinden mit helligkeiten um 17mag. aber das scheint ja nichts wert zu sein für "hobbyastronomen", die die werke ihrer eigenen kollegen nicht zu schätzen wissen.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Fränk</i>
    <br />(==&gt;)Thomas Westerhoff
    Wer sich mal die Plejaden durch ein Teleskop angeschaut hat, der wird sicher nicht die blauen Nebel gesehen habenDas stimmt!
    Aber ich kann mir trotzdem schöne Plejaden-Bilder anschauen. Auch ohne sie selber gemacht zu haben.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    STIMMT, Du kannst aber auch "Big Brother" gucken!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    (==&gt;)Jens (Kopfgeist)
    warum will der mensch auf den mars? warum will er den mikrokosmos erforschen? warum...?
    ganz einfach: die menschheit will immer irgendetwas neues erforschen
    Du glaubst nicht ernsthaft Du würdest was erforschen, nur weil Du dich in Astrofotografie probierst?.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">



    OH DOCH! Denn forschen hat nichts damit zu tun völlig Neuartigen zu entdecken, sondern damit SICH NEUES Wissen zuschaffen. Wohl bemerkt, erst eimal FÜR SICH SELBST.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Stefan, der nun ernsthaft überlegt, sich eine Astro-Homepage zu bauen und seine schlechten Bilder auszustellenVielleicht ist es genau das was einige (ich auch) nicht verstehen.
    Was treibt Euch so früh in die Öffentlichkeit? Jetzt ´mal ehrlich. Es gibt wirklich reichlich Schrottbilder im WWW. Nein, ich werde jetzt keine suchen um den Beweis anzutreten. Wir wissen beide das es so ist!
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    LOGO, warum überhaupt noch irgend etwas sagen, schreiben oder zeigen, ist doch sowieso nur amateurhafter Schrott. Also: Alle die Schnauze halten, dann haben solche Geister, wie den der das obige geschrieben hat, ihre Ruhe und können sich wolllüstig ihrer wahren Intelligenz widmen! Menno!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Für Euch ist der Weg das Ziel. Das ist gut und richtig!
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    OK!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Andere betrachten sich, ohne den Weg gemacht zu haben, lieber gleich das Ziel. Das ist ebenso richtig.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das ist hört sich so an wie: Ich habe es nicht nötig zu arbeiten, ich lasse arbeiten, dazu bin ich viel zu intelligent und ausserdem, wer bin ich denn!
    Irgendwie schein das die Basis für Dekadenz zu sein.



    Ich bitte hier ausdrücklich um mehr Schrottbilder!


    Clear Skies

  • Jetzt seh ich erst, was hier abgeht!! Jessas...
    Also ich betreibe seit 3 Jahren Astrofotografie. Und ich mache das, weil es eine Herausforderung ist.
    Du hast keine Hobby, oder? Wenn doch, warum betreibst Du die? Fussball brauchst Du demnach nciht spielen. Schon garnicht vor Zuschauern. Es gibt schliesslich hochbezahlte Profis, die das machen. Und so weiter.... *Knall*


    Keiner postet hier Schrottbilder! Und es ist ziemlich interessant zu sehen, wie sich Leute entwickeln in ihrem Können. Du scheinst wohl irgendwie stehen geblieben zu sein nach der Geburt, oder? Warum wachsen? Es gibt doch genug Erwachsene...


    Tsss....

  • Hallo zusammen!


    Interessantes Thema habt Ihr hier "angerissen". Ich denke es geht den Astrophotografen (ich selbst bin noch Anfänger) einfach nur um den Spass an der Sache. Ich könnte mir auch vorstellen, dass zB. ein Pit oder ein Fränk erstmal selber Fotos schiessen müssten um das dabei erlebte nachvollziehen zu können. Es ist einfach eine Herausforderung sich stetig zu steigern und immer schönere Bilder zu erreichen. Ich denke nicht, dass ihr es schonmal versucht habt. Sonst würdet Ihr die ganze Sache etwas anders sehen.


    Allgemein habe ich den Eindruck dass es um die Frage: "Was gibt mir die Astronomie?" Geht. Ich zB. geniesse die Herausforderung ein Objekt am Himmel zu suchen ohne dabei GOTO einzusetzen. Denn oftmals bin ich von den Objekten etwas enttäuscht, d.h. man ist sich halt von den Fotos was besseres gewohnt. Dennoch verspühre ich ein Erfolgserlebnis, da ich das Objekt überhaupt erst gefunden habe!


    Kurz gesagt, bei der Astronomie wie ich sie definiere geht es nicht nur um das was ich sehe, sondern auch um die Herausforderung es überhapt zu sehen. Analog in der Astrophotografie ist das Ziel bei mir nicht perfekte wissenschaftliche Bilder zu schiessen, sondern vielmehr mich stetig zu steigern und meine eigenen Grenzen immer weiter auszudehnen.


    Mit vielen Grüssen,
    Sandro

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Fränk</i>
    <br />(==&gt;)Sandro
    Danke! Alles verstanden.


    (==&gt;)all
    Sorry für den Begriff Schrottbilder.
    Da hab´ich wohl in ein Wespennest gestochen.
    Ich habe nicht sagen wollen, es gibt nur Schrottbilder!
    Ich habe nicht sagen wollen, jeder von Euch macht Schrottbilder!
    Ich habe niemanden beleidigen wollen!


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    SCHAAAADE! [;)][;)][;)][;)][;)]


    Aber im Ernst, man muss auch mal plappern können wie einem der Schnabel gewachsen ist. So gesehen bin ich immer ein dankbarer Leser von kontroversen Meinungen, allemal besser als dieser unsägliche "Mainstream"-Quatsch!


    Also, lass uns weiter zanken!



    Clear Skies

  • Hallo jetzt auch von mir,


    lasst uns doch einfach mal wieder auf den Boden kommen [:)]. Jeder von uns hat sein Equipment, das er sich nach seinen (auch finanziellen) Vorstellungen zusammengestellt hat. Es gibt immer jemanden mit einem größeren oder besseren Teleskop und jeder bewegt sich dabei in seiner astronomischen Welt. Ich denke mal, dass der Hauptbeweggrund von uns allen die Freude an der Astronomie ist. Wir sollten uns nicht anmassen, die Bilder anderer Sternfreunde als Schrott zu bewerten. Vielmehr ist es für denjenigen oder diejenige zur Zeit das Maximum des Möglichen und möchte es im Internet seiner Umwelt zeigen.
    Wir sind alle einmal mit der Astronomie und der Astrofotografie angefangen. Keiner von uns ist als "Crack" auf die Welt gekommen [:D] und deswegen sollten wir auch gerade den Anfängern mit dem nötigen Respekt begegnen.
    Ein kleines bisschen wehre ich mich gegen die Aussage, dass man für gute Bilder auch entsprechend teures Equipment braucht. Die Aufnahmen macht technisch gesehen die Ausrüstung und beim Erarbeiten des fertigen Ergebnisses finden sich alle in einer Ebene wieder: Vom Rohbild zum "pretty picture". Ein unscharfes Bild einer teuren Ausrüstung wird auch nicht schärfer als eines mit einem LIDLScope. Wer eine teure Ausrüstung nicht beherrscht hat gegen den Besitzer eines preiswerten Gerätes, der sein Gerät im Griff hat, keinen Vorteil mehr.


    Soweit meine Gedanken zu diesem Thema.


    Beste Grüße in die Runde


    Andre

  • Hallo zusammen,


    die Frage nach der Motivation für Astrofotografie ist doch so ähnlich wie die Frage nach Gründen, sich überhaupt für die Astronomie zu interessieren. Was erwartet man sich davon bzw. warum macht es Spaß?


    So verschieden die Menschen sind, so verschieden die Ziele, die man mit dem Hobby Astronomie verbinden kann:
    * Freude am eigenen Nachvollziehen wissenschaftlicher Erkenntnisse
    * Freude am Beherrschen der Technik
    * Freude am Basteln und Bauen
    * Freude an eigenen wissenschaftlichen Beiträgen
    * Suche nach Entspannung - am Fernrohr einfach mal abschalten
    * Wettbewerb


    Das alles will ich nicht werten - ich akzeptiere schließlich auch keine Kritik daran, wie ich das Hobby Astronomie sehe.


    Astrofotografie ist Mittel zum Zweck. Der Zweck ist aber nichts absolutes, sondern subjektives Ziel des Betreibenden: von Erinnerungsfotos, Wahrnehmungserweiterung, Perfektionismus bis hin zur Angeberei ist da alles drin.


    Mich stört in der Diskussion, dass diese menschlichen Faktoren oft tabuisiert werden. Natürlich sind auch Neid und Wettbewerb dabei, wenn es um die Kritik von "Spitzenresultaten" geht. Das abzustreiten wäre ebenso verkehrt wie zu leugnen, dass ohne gute Ausrüstung (und ortsfeste Installation) eben nur ein gewisses Level erreicht werden kann. Der Investitionsrahmen reicht halt von der Webcam bis zum gemeinschaftlich errichteten Meterspiegel. Das sollte man berücksichtigen und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Die einen haben ein dickes Einkommen für sich alleine und reisen mit teurem Equipment auf der Jagd nach dem ultimativen Foto um die halbe Welt, die anderen müssen sich jeden Euro für die Astronomie zäh ersparen.


    Findet heraus, für welchen investierten Astro-Euro ihr am meisten Spaß habt - das kann für die superultrageile neue CCD-Kamera sein oder für den superultrageilen Edeldobson oder für das erste Fernglas.


    Ich habe mich irgendwann mal entschieden, der ewigen Materialschlacht und dem Innovationsdruck zu entsagen, den die (ernsthafte) Astrofotografie mit sich bringt. Ein Koffer hochwertiger Okulare, drei Teleskope (klein, mittel, groß) und warme Klamotten reichen mir, um dauerhaft Spaß am Himmel zu haben. Zeitweilige dilettantische Versuche im Fotobereich ergänzen das Treiben. Aber kein Gedanke an den verfallenden Marktwert der einst so sündteuren Kamera oder Ärger über den Schneckenfehler der Montierung ;)


    Clear skies,
    Tom

  • Hallo ich bin der Neue!


    Da bin ich gleich nach meinem Einstieg als Astrotreffler auf dieses heikle Thema gestoßen. Ich kann Fränk sehr gut verstehen, da ich bis vor kurzem auch ähnlicher Meinung war. Allerdings hat sich meine Ansicht zur Hobby-Astrofotografie mittlerweile grundlegend geändert. Wo kommen wir denn hin, wenn nur noch Profis ihre Leistungen präsentieren dürfen? Wie soll man sich weiterentwickeln, wenn der ständige Vergleich fehlt? Meine Meinung:
    1. Jeder, der Lust hat, soll seine Fotos auch zeigen. (Ich freu mich auf alles!)
    2. Keiner ist verpflichtet, Fotos, die ihm nicht gefallen, lange anzuschauen.
    3. Positive Kritik motiviert!


    Viel Spaß beim Fotografieren!


    (habt ihr schon mal gesehen was "funkymama" aus ihrer Digiknipse zaubert? Ich bin begeistert!)


    Helmut

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