Aufbau Planetariumsprojektoren

  • Hey in welcher Schule hast du das planetrium mal gebaut???
    Wir sind nämlich auch schon seit längerem dabei ein planetarium zu bauen.
    Würden uns über Tipps freuen.
    P.S. Glasfasern haben wir schon ausprobiert, is nett so super

  • Hi Jowil,
    das war in Neustadt bei Hannover, das Projekt wird aber nicht mehr fortgesetzt.
    Wie baut habt ihr euren Projektor denn gebaut?
    Für weitere Tipps stehe ich dir gerne via Mail zur Verfügung, schau in mein Profil für die Addresse.
    CS
    Dirk.

  • Hi Jowil,
    was meinst du genau mit "wir sind dabei..."? Ist es dein/euer erster Versuch? Wie weit seid ihr denn überhaupt?


    Dirk: Es war ja nett, dich beim Grillabend besser kennenzulernen, aber wo steckt du seit jenem Abend? Bist du auch so ein fauler Schreiber wie Tobias? (jetzt ducken und wegrennen, *grins*). Fülle das Forum mit deiner Weisheit!


    Bis bald,
    Emil

  • Hi wir sind nämlich auch aus der nähe von hannover.(Aus Hildesheim)
    Im moment sind wir gerade dabei auszuprobieren, ob man einen Himmelsglobus nimmt, und dort löcher hinenbohrt, um innen eine lampe einzubauen. Aber wir hatten auch schon ganz andere sachen ausprobiert...
    Wenn ihr noch weitere Tipps habt, bezüglich bohren, oder der Kugel, oder der Lampe einfach schreiben wir sind für alles dankbar.
    Dank Jowil

  • Hehehe, wir sind ja selber auf der Suche nach Tipps, sonst würde es ja dieses Thema gar nicht geben! Wie du oben schon lesen konntest, ging es bereits um Beleuchtungsfragen. Ebenso haben wir in unserem eigenen Diskussionsforum ein paar Gedanken zur Umsetzung ausgetauscht. Ich denke eine Kooperation der Leute mit unterschiedlichen Erfahrungen würde Sinn machen. Dirk und ich haben bereits eine Art "Arbeitstreffen" ins Auge gefaßt. Wenn er seine Klausuren hinter sich hat, können wir ja mal über einen Termin nachdenken.

  • Hallo Leute,


    der Starlab-Projektor stand bei mir natürlich auch in der engeren Wahl, bevor ich mir mein mobiles Planetarium kaufte. Ich entschied mich dann für Cosmodyssee III; den Link dazu habe ich oben schon genannt.


    Der Preis ist bei beiden Produkten vergleichbar; das Starlab hat aber gegenüber der Cosmodyssee den folgenden technischen Nachteil:


    Die Aufsatzzylinder zeigen nicht den ganzen Himmel. Stattdessen gibt es jeweils Zylinder für die Nord- und die Sübhalbkugel. Diese Zylinder gehen jeweils ein Stück über den Äquator hinaus. So kann man mit dem Nordzylinder zwar den ganzen bei uns sichtbaren Himmel zeigen. Aber wenn jemand nach dem Kreuz des Südens oder den Magellanschen Wolken fragt, muß man passen.
    Vieleicht könnte man deswegen ja noch während der Vorstellung den Zylinder wechseln. Aber jetzt kommts: Die Drehrichtung des Motors läßt sich nicht umsteuern! Für den Südzylinder braucht man ein zweites Motorgerät. Und wenn man den Preis dafür sieht, ist die Entscheidung klar.


    Dafür hat das Starlab bei den Planetenprojektoren mit dem Dreh/Klapp-Spiegelsystem die bessere Lösung. Bei beiden kann man die Planeten nur manuell bewegen. Bei der Cosmodyssee lassen sie sich aber nur in der Ekliptikebene verstellen, für die Einstellung der ekliptikalen Breite fehlt ihnen ein Gelenk. Aber das habe ich in Kauf genommen.


    Gruß, mike

  • Hallo Mike,


    ich habe mir den Thread und deine früheren Links noch mal angeschaut. Verstehe ich das richtig: Du hast ein Planetariumszelt, in dem du deine Planetariums-Show präsentierst? Wie lange und wie viele Leute braucht es für den Auf- und Abbau? Was genau gehört zum festen Zubehör (Stromgenerator, Projektor, Zelt usw.)? Wie steht es mit dem Programm der Show? Läuft es als Software automatisch ab, oder wird der Projektor von der vorführenden Person manuell gesteuert (d.h. kann man die Show nach eigenem Bedarf ändern)?


    Solch eine Geschichte ist meines Erachtens eine recht komplizierte Angelegenheit, und zuerst sollte man sich fragen (zumindest beim Selbstbau), was man damit erreichen will. Der jüngste Link von Martin geht beispielsweise wiederum in eine ganz andere Richtung...


    Schöne Grüße,
    Emil

  • Hallo,
    (==>) Jowil: sag mal, ihr ward das aber nicht, die bei Jufo einen Projektor mit Videobeamer und kugelförmigen Spiegel vorgestellt haben??? (ich habe noch in Erinnerung, das da mal ein Projekt war, ich meine aus Hildesheim, ich kann mich aber auch irren[ist lange her]).


    (==>)mike: die Lampen sind wirklich niedlich:-) Unsere Maglites sind etwa 1mm größer.


    (==>)Emil: nächste Woche Montag ist die letzte Klausur, danach lässt sich sicher ein Termin finden.
    Übrigens habe ich mich bei den Glasfasern etwas geirrt, wir hatten Halogenlampen ab 50W aufwärts, mein Gedächnis ist auch nicht mehr das was es einmal war:-) Ich versuche außerdem bis zu dem Treffen einen kleinen Versuch für die Fasertechnik zu bauen, mal sehen, ob ich das noch schaffe.
    CS
    Dirk.

  • Hallo Emil,


    ja so isses. Das Zelt ist in 30 bis 45 Minuten alleine aufgebaut. (Mein persönlicher Rekord liegt bei 17 Minuten von der Ankunft am Einsatzort bis zur Vorführbereitschaft.)


    Zum festen Zubehör (d. h. zum Lieferumfang des Planetariums) gehören Projektor, Ventilator und Zelt. Ich habe das ergänzt um 40 Sitzkissen für die Besucher (man sitzt am Boden), Diaprojektor, Dias, 25 m Verlängerungskabel, Klemmleuchte für Innenbeleuchtung und noch diversen Kleinkram: Eine Kiste voll Zubehör eben.


    Der Projektor besitzt eine dimmbare Sternendarstellung, eine motorische Drehbewegung in Rektaszension (Geschwindigkeit regelbar), zuschaltbare Planetenprojektoren, zuschaltbare Fundamentalkreise (Meridian, Äquator und Ekliptik), eine wahlweise motorische oder manuelle Veränderung der Polhöhe.


    Vorstellungen geschehen bei mir grundsätzlich im Dialog mit dem Publikum, nie vom Band oder nach irgendeiner Software. Wie soll man sonst auf Zwischenfragen eingehen ("Das ist der Winterhimmel? Ich habe im Dezember Geburtstag. Wo ist denn da der Schütze?")


    Gruß, mike

  • Hallo Mike!


    Wenn man dies für Schulzwecke vorbereitet, so kann ich mir gut vorstellen, daß sich der ganze Aufwand dann rentiert, wenn man eine Klasse nach der anderen mit der Vorstellung beglückt. Dann würde man alles am Morgen aufbauen, mehrere Vorführungen geben und am Nachmittag wieder abbauen. Die Zielgruppe könnten beispielsweise Grundschulen sein, vor allem in ländlichen Gebieten, weil eine Fahrt ins nächste richtige Planetarium oftmals zu viel für die Lehrer ist. Die "Planetariendichte" ist ja in Deutschland leider nicht so besonders groß, daher ist solch ein mobiles Planetarium ganz praktisch für faule Propheten, die nicht zum Berg laufen wollen... *grins*.


    Ist die Resonanz bei dir groß?


    Schöne Grüße,
    Emil

  • Hallo Emil,


    Ich komme zwar auch für eine einzelne Vorstellung (das ist dann nur eine Frage des Preises), aber genau das mit den ganzen Tagen und einer Schulklasse nach der anderen mache ich natürlich am liebsten. Denn mit Verladen/Transport/Entladen/Aufbau vorweg und Abbau/Verladen/Transport/Entladen hinterher bin ich selbst bei Einsatzorten innerhalb von Kiel schonmal drei Stunden beschäftigt. Bei Veranstaltung weiter weg kommt noch die längere Fahrzeit dazu.


    Im vorvergangenen Jahr hatte ich in zwei verschiedenen Schulen je vier Tage mit 15 bzw. 16 Klassen von der 5. bis zur 10.
    Im letzten Jahr hatte ich gemeinsam mit einigen Lehrkräften in einer weiteren Schule eine Projektwoche für zwei 6. Klassen. Vier Tage lang mit je fünf Schulstunden: Theorie zu Planeten und Sternen, Sonnenflecken gucken, astronomische Basteleien und jeden Tag für jede der Klassen eine Stunde im Planetarium.
    Ein anderes Mal hatte ich am Nachmittag ein Kindergarten-Sommerfest mit etlichen Gruppen. Weil es dort keinen Aufbauplatz gab, stand ich in der Turnhalle der benachbarten Grundschule. Das hat die Rektorin gleich genutzt, mich für den Vormittag für ihre 3. Klassen zu engagieren. (Mit dem Nebeneffekt, daß einige Schüler am Nachmittag noch ein zweites Mal zusammen mit ihren kleinen Geschwistern kamen.)
    Und zwei Tage nacheinander habe ich schon manches Mal in einer Schule gestanden. Dann wird die Aula mittags vom Hausmeister abgeschlossen, und wenn er sie am nächsten Morgen wieder aufschließt, brauche ich nur den Stecker wieder reinzustecken.


    In diesem Jahr ist es dagegen wie abgeschnitten: Noch kein Auftrag dieser Art. Nur ein paar vereinzelte Kindergarten-Aufträge. Da spiele ich nicht einmal meine Festkosten von 750 Euro im Monat ein. Denn dazu braucht es etwa einen großen Auftrag der obigen Art im Monat oder einen kleinen jede Woche. Und ab und zu einen Einsatz auf irgendeiner Promotion-Veranstaltung, in einem Einkaufzentrum, bei einem Tag der offenen Tür o.ä. Aber dieses Jahr sind selbst die sonst bei den Schulen umkämpften Vor-den-Somerferien-Termine vollkommen ungenutzt geblieben.


    Dabei ist das mit den faulen Propheten natürlich mein Geschäftsvorteil: "Wenn Sie ihre Schulklasse in den Zug setzen, um mit ihr ins nächste Planetarium zu fahren, brauchen Sie zumindest eine zweite Lehrkraft als Aufsichtsperson, von den Kosten und dem Zeitaufwand gar nicht zu reden. Für denselben Preis komme ich zu Ihnen und Sie können mir nacheinander die ganze Klassenstufe schicken. Wenn Sie das geschickt organisieren, geht das sogar an einem ganz normalen Unterrichtstag."


    Trotzdem sind die Sterne in diesem Jahr meist eingepackt geblieben. Im Juli stehe ich allerdings für 10 Tage in England auf einem internationalen Pfadfinderlager (mit 18000 Teilnehmern!). Da wird das Planetarium dann wohl heißlaufen.


    Gruß, mike

  • Hallo,
    ich habe gerade mal die Preise von Starlab gesehen, da lohnt sich der Selbstbau wirklich, Ok, ich weiß auch in welchen Dimensionen sich Zeiss bewegt. Wir hatten halt den Vorteil, dass der Projektor Computergesteuert wurde, das ist bei Starlab wohl nicht so (oder ich bin blind), das finde ich wirklich schade, da in der Preisklasse das bißchen Elektronik (im Vergleich zum Rest)nicht mehr so sehr die Rolle spielen sollte.
    Ich bin der Meinung, dass man bei Kleinplanetarien immer eine Liveshow gemacht werden sollte, welches Planetarium bietet sonst die Möglichkeit auf die Zuschauer einzugehen? Ich habe einmal im Hamburger Planetarium auch eine Liveshow gesehen und muss sagen dass dies auch für Großplanetarien alles andere als eine Qualitätseinbuße darstellt. Ich beneide Mike, dass du auch lange Shows machen konntest, wir hatten max. 30 Minuten, in der Regel weniger. Meistens standen dann wieder die nächsten Leute vor der Tür und wollten rein. Dieser Massenbetrieb ist einerseits schön, da man vielen Leuten den Himmel näher bringen kann, andererseits muss man immer durch den Himmel hetzen. Aber mit den Pfadis wirst du deinen Spaß haben, du wirst wohl dort über Publikumsmagel echt nicht klagen können.
    (==>)Emil: Deutschland hat meines Wissens die größte Planetariumsdichte überhaupt. Schau doch einmal auf die Karte bei http://www.Planetarium-online.de , dann blick einmal nach Ostdeutschland; dort steht in Dörfern ein alter Zeissprojektor, deren Namen man kaum noch ausprechen kann (die Leute die dort wohnen bitte ich schon mal um Entschuldigung). Dagegen gibt es in Österreich gerade 4 Planetarien.


    CS
    Dirk.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Dirksel</i>
    <br />
    (==&gt;)Emil: Deutschland hat meines Wissens die größte Planetariumsdichte überhaupt. Schau doch einmal auf die Karte bei http://www.Planetarium-online.de , dann blick einmal nach Ostdeutschland; dort steht in Dörfern ein alter Zeissprojektor, deren Namen man kaum noch ausprechen kann (die Leute die dort wohnen bitte ich schon mal um Entschuldigung). Dagegen gibt es in Österreich gerade 4 Planetarien.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo,
    In Thailand stehen 3 oder 4 Planetarien. Außerdem gibt es eine Gruppe mit einem mobilen Planetarium, da werde die Sterne mehr oder weniger mit einer Taschenlampe an den Himmel projeziert. Da haben sie aber rausgefunden, daß der Bildungsstand der Bevölkerung direkt mit der Anzahl der Planetarien pro Kopf der Bevölkerung zusammenhängt. Jetzt wollen sie ein paar Planetarien dazubauen, damit sich der Planetariumsquotient und damit der Bildungsgrad verbessert...?!
    [:D]
    Grüße Martin

  • Hi Dirk, die Übersichtskarte kenne ich auch, aber meine Gedanken gingen eher in Richtung Frankreich. Jemand hat mir mal gesagt, daß die Astronomie dort stärker gefördert wird, und infolgedessen gäbe es pro Kopf mehr Planetarien.


    Was den Bildungsgrad angeht, Martin, so ist eine solche Korrelation gar nicht mal so abwegig. Vor langer Zeit habe ich mal einen Artikel gelesen, in dem ähnliches über die Mathematiker behauptet wurde: Je mehr Mathematiker in einem Land, desto höher ist der "Zivilisierungsstand". Warum bewundern wir sonst die Babylonier...? Also, Leute, baut mehr Planetarien im PISA-gebeutelten Deutschland!

  • Hi,
    ich habe gerade mal auf die Liste geschaut, die Franzosen haben weniger Planetarien, aber auch weniger Einwohner. Naja, wenn ich an das gesülze im Pariser Planetarium denke,..., aber bei uns wird der Inhalt auch nicht gerade immer besser.
    Aber was hat Mathe mit Zivilisation zu tun??? Die Mathematiker leben doch in ihrer eigenen Welt. Sorry, aber ich schreibe Montag Mathe:-)
    Ich weiß nicht gerade, ob man sich so sehr auf irgendwelche Studien stürzen sollte, traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast. Bestes Beispiel ist Pisa, da werden völlig unterschiedliche Länder mit völlig verschiedenen kulturen und sozialen Hintergründen blind verglichen. Vielleicht hat die Studie schon eine leichte Aussagekraft, aber die Konsequenz war nur, dass die Studie völlig zerredet wurde, so dass sie letzendlich keinen Wert mehr hat. Bei den relativ wenigen Planetarien hat es glaube ich nicht so viel Sinn, solch eine Studie aufzustellen.
    Ich halte Planetarien auf jeden Fall für eine wichtige Institution, aber wichtiger ist, dass man in der Schule wenigstens die Grundlagen über Astronomie lernt, am besten mit unterstützung eines Planetariums. Mir wurde jedenfalls in der Schule beigebracht, dass der Mars keine Atmosphäre hätte! (und das war nur ein Beispiel,armes Deutschland)
    CS
    Dirk

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Tobiasc20xe</i>
    <br />Vor zwei Jahren wurde so ein Projektor wohl auf der ATT verkauft, der war braun und von einem US Hersteller.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hallo,
    Gib mal GOTO E5 bei Google ein, das könnte so was sein.
    Grüße Martin

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