ein kleiner Jupiter

  • Hallo Planetenfreunde,


    auch, wenn es ein mühsames Unterfangen ist bei -22,5° Dec. und gerade mal 16° überm Horizont, hier mein erster Jupiter der Saison. Das Fenster zwischen Haus und Baum habe ich zu 2/3 mit Justage verbracht und um den ADC einzustellen. Heraus gekommen sind 2 mal 30 s Farbe und 9 mal 30 s mit Rotfilter.
    Ein bisschen derotiert ein bisschen geschärft und das kommt dabei heraus.



    Nicht wirklich ein Highlight, aber es ist schön zu sehen, wie sich die braun und orange-Töne in der Äquatorialzone differenzieren.
    Darstellungsgröße ist 50%. C11 fokal. ASI 178 MM und MC, 66% Verwendungsrate.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    na ich finde ihn für diese Bedingungen echt stark. Auch wenns ein wenig grieselt, egal.
    Die Farben sind super geworden. Welchen ADC hast du und wie würde das gleiche Bild ohne ADC aussehen?
    Das Ding scheint ja echt ne super Nummer zu machen. Ein Vergleich mit/ohne direkt aus der Paxis würde mich interessieren.


    Gruß,
    Armin

  • Hallo Armin,
    danke. Ohne ADC geht so etwas gar nicht. Selbst, wenn man nur in einer Farbe aufnimmt. So einen Vergleich hatte ich mal gemacht, muss mal suchen, dann stelle ich den hier rein. Mit Farbkamera ist die Einstellung auch schnell zu finden. Neben dem Multipoint-Alignment, den oft sehr kleinen Pixeln der ASIs und der Derotation ist so ein (preiswerter) ADC die letzte wirkliche Errungenschaft in der Planetenfilmerei, finde ich.
    Viele Grüße,
    ralf

  • Hallo Ralf,


    dein Jupiter ist einfach nur schön! Klein, ja - aber schön! [:)]


    Ich hatte mir neben einem gebrauchten C9.25 noch die farbige ASI224 und die Powermate 2,5 zugelegt.
    Habe dann aber zum ersten male mit dem C8 und der Kombi auf Jupiter gehalten (beim C9.25 dreht sich gerade der Fangspiegel mit, beim Justieren...öhm...).
    Das Ergebnis war - witzig schlecht! [:)]
    Beim Mond ging schon mit der Kombi nicht wirklich viel, aber der Jupiter.... Scharfstellen so gut wie unmöglich....man kann immerhin ein Staubband erahnen...


    Ich wollte mich schon einmal mit der Hardware auseinandersetzen, damit in 4-5 Jahren dann hoffentlich alles Bestens funzt.
    Man kann ja nicht früh genug anfangen, mit neuer Hardware Erfahrungen zu sammeln.


    Ralf, wieso hast du dir den ADC angeschafft? Sind wir etwas ungeduldig? [;)]


    LG
    Mario

  • Hallo Ralf,
    Du hast einen schönen Jupiter hinbekommen. Wenn Du das gestackte Summenbild mit Registax schärfen würdest, würd ich noch ein bisserl mehr Denoise (entrauschen) einstellen. Das würde das leichte Rauschen im Bild noch weiter reduzieren. Es ist aber auch so schon gut.
    Der ADC soll bei großen Öffnungen und sehr tiefem Stand weniger bringen. Es wäre interessant, was ohne ADC dafür aber mit "Farblayer zurechtrücken" (z.B. in Fitswork) möglich gewesen wäre.
    Vermutlich bringt der ADC doch ein bißchen.
    Servus,
    Roland

  • Hallo Roland,
    ich glaube, du hast da etwas übersehen. schau mal nach oben. ;) (hat sich wohl überschnitten) Grundsätzlich schieße ich mit meinem C11 bei diesen tiefen Planetenständen natürlich mit Kanonen auf Spatzen. Hat aber trotzdem Spaß gemacht, weil es eben der erste war.
    das Rauschen, ja, war "schnell schnell" zusammengeschustert, da übertreibe ich es immer ein wenig.
    Gruß,
    ralf

  • Hallo Ralf,
    ja, es hat sich überschnitten. Ist der Saturn tatsächlich von Dir?
    Dann scheint der ADC auch bei großen Öffnungen tatsächlich einges zu bringen. [:)]
    Servus,
    Roland

  • Hallo Ralf,


    ein unter den gegeben Umständen durchaus gelungener Versuch. Zur Farbe möchte ich anregen, den Blauanteil und die Farbsättigung etwas zu reduzieren.


    Viele Grüße


    Oskar

  • Hallo, so ein ADC scheint ja echt die Lösung zu sein.
    Erheben sich für mich zwei Fragen.
    Bis zu welcher Höhe etwa über dem Horizont macht er Sinn und ist es egal welchen man sich zulegt
    oder gibt es Qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern?


    Gruß,
    Armin

  • Hallo Ralf,


    so sieht des Bild eindeutig besser aus. Anfangs einer Saison braucht es immer ein wenig Training.


    ==> Armin


    Ab welcher Höhe ein ADC sinnvoll wird, hängt von der Öffnung ab bzw. des damit verbundenen Auflösungsvermögens ab. Je höher das Auflösungsvermögen, desto geringer muss die Dispersion sein, damit der Fehler das Auflösungsvermögen beinträchtigt. Es gab im Netz mal einen Beitrag, der eine Grafik mit der Abhängigkeit der Zenitdistanz von der Teleskopöffnung enthielt. Leider finde ich den Beitrag nicht meht. Wenn ich micht recht erinnere, wirkt sich die Dispersion bei einem 10-Zöller schon bei 45 Grad Zenitdistanz negativ aus.


    Ich habe den ADC von ZWO und bin sehr zufrieden damit. Z. B. wurden diese Aufnahmen mit meinem 10-Zöller und dem ADC gemacht. Jupiter stand da 36 Grad über dem Horizont.
    .


    Viele Grüße


    Oskar

  • Hallo Oskar,


    ich arbeite mit max 8" Newton. Ich denke da macht ein ADC bestimmt Sinn in den nächsten Jahren der Planetentiefstände. Wieviel Backfokus braucht der ADC? Mein Newton ist DSLR optimiert. Da geht nicht sehr viel zusätzlich. Braucht er mehr als ein manuelles Filterrad für 1,25"?
    Danke dir.



    Gruß,
    Armin


    P.S. Hammerjupiter. Danke.

  • Hallo Cristoph,


    coole CAD Zeichnung#128513;
    Da kann ich etwas mit anfangen. Muss mal messen obs passt.Danke dir.


    CS,
    Armin

  • Hallo Armin,


    für die Verwendung eines ADC ist ein Öffnungsverhältnis von mind. /f =20 vorteilhaft.


    Ich habe übrigens den erwähnten Artikel wiedergefunden. Dort ist alles schön erklärt:


    http://skyinspector.co.uk/atm-dispersion-corrector--adc.


    Es gilt also, eine Barlow (bzw. ein Barlow-Element) sinnvoll vor den ADC zu bringen. Um mit möglichst geringen Verstellung der Keilplatten eine möglichst große Korrektur zu erhalten, soll die Barlow Nahe dem ADC liegen.


    Ich verwende hierzu ein in das teleskopseitige T2-Gewinde des ADC geschraubtes T2 Außengewinde, das zudem innen ein Filtergewinde hat. Letzeres dient zur Aufnahme des Barlow-Elements. Darüber wieder ein T2-Innengewinde. Ans Telekop angeschlossen wird das Ganze über eine Baader Schnellkupplung. Der notwendige Vergrößerungsfaktor wird dann über die entsprechenden T2-Verlängerungen nach dem ADC eingestellt. Da könnte u. U. auch das Filterrad dazwischengeschraubt werden.


    Bilder hierzu:






    Ich muss dazu sagen, dass ich einen Newton mit Okularschitten habe, der großen Spielraum beii der Fokulage hat. Torsten Hansen hat schon einmal seinem Setup mit ADC an seinem 8-Zoll Newton gezeigt, das ähnlich Aufgebaut war. Sollte also grundsätzlich auch bei konventionellem OAZ machbar sein.


    Viele Grüße


    Oskar

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