Welche Montierung für Refraktor?

  • Hallo Sternenfreunde,


    welche Montierung, ob nun azimutal GoTo oder paralaktisch GoTo, wäre für einen 127/1200 Refraktor/FH in 2" (Zenitspiegel, Okulare etc.) geeignet?


    Oder für einen 120/1000 Refraktor/FH? Auch in 2" (Zenitspiegel, Okulare etc.).


    Nur für die rein visuelle Beobachtung.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

  • Hallo Mathias,


    mein Rat: für visuelle Beobachtung mit dieser Öffnung (und der damit möglichen Maximalvergrößerung) würde ich auf parallaktisch, Nachführung und Goto verzichten und lieber in Stabilität investieren, ggf. ergänzt mit Encodern und Push-To.


    Wenn Du dir das vorstellen kannst, schau Dir die AYO-Montierungen von Astro-Optik Kohler (http://www.aokswiss.ch) an, meiner Meinung nach gibt es für diesen Zweck nichts Besseres.


    Ansonsten ist eine NEQ-5 für den 127/1200 meiner Erfahrung nach grenzwertig, was die Schwingungen angeht. Da solltest Du eine Klasse stabiler einsteigen.


    Viele Grüße


    Holger

  • Hallo Mathias,


    Bei den Gewichten und langen Hebelarmen würde ich auf eine AZ-EQ6 setzen.


    Bis dann:
    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Hallo,


    den 120er f/8 kann man mit einem sehr steifen Stativ visuell vielleicht noch auf einer GG/EQ-4/5 verwenden, aber so richtigen Spaß macht das sicherlich nicht. Die HEQ-5 habe ich nie getestet, aber auch der EQ-6 sollten beide Gerätetypen recht anständig funktionieren. Der Schwachpunkt ist hier aber auch das Stativ, wenn es ausgezogen wird. Visuell sollte es aber locker ausreichen, wenn man denn gewillt ist so einen Klopper herumzuschleppen.
    Eine leichtere Lösung wäre vielleicht eine azimutale Montierung wie die Giro. Ich habe meinen 5" (Halb)Apo ab und an da drauf und bin nicht unzufrieden.



    MfG


    Rainmaker

  • Hallo Matthias,
    interessant ist die folgende Tabelle:
    http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm


    Ich hatte mal einen 152/1200 Bresser auf meiner Celestron ADM (bei mir original massives Stahlrohrstativ!). Das war schon extrem grenzwertig. Ich hätte da auch eine 5 vergeben.
    Der 127/1200 ist sicher besser. Nach der Tabelle würde man da bei der ADM vielleicht eine 4 geben. Richtig gut ist aber etwas anderes.
    => Besser eine HEQ5


    Der 120/1000 ist ein Stück kürzer und deutlich leichter. Den kann man meiner Ansicht nach auf einer NEQ5 weitgehend passabel betreiben. Goto müsste man dann aber noch nachrüsten.


    Die HEQ5 SkyScan Pro GoTo wäre aber generell gut und GoTo wäre auch dabei. Die EQ6 wird die Refraktoren natürlich auch tragen, aber das braucht es nicht unbedingt. Man muss dann einerseits mehr zahlen und vor allem beim Aufbau mehr schleppen.
    Ich würde die HEQ5 nehmen.
    Servus,
    Roland

  • Hallo,


    vielen Dank für Eure Antworten.


    Werde dann wohl eine Entscheidung treffen :-).

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • Hi Matthias,


    ungeachtet der Montierung solltest du auch über ein wirklich stabiles Stativ nachdenken.


    Bei so einem relativ langen Refraktor wirst du auch sitzend bei steilerer Stellung des Tubus entweder vorgebeugt ins Okular gucken oder du ziehst die Stativbeine entsprechend höher aus. Und viele der im Set enthaltenen Stative werden dann etwas "wackeliger".


    Gruß Stefan

  • Hallo,


    irgendwie beschleicht mich das Gefühl [:D], dass der 1200er Refraktor an sich ja gut zu transportieren ist, aber wenn ich ihn stabil einsetzen wille, fängts an schwer (Gewichtsmäßig) zu werden.
    Der Refraktor ist ein tolles Gerät. Glasklares Bild und alles in 2".
    Aber auf der Exos-2 GoTo nicht so das wahre.
    Für meinen Maksutov 127/1500 (Planten) und meine Rich-Filder Refraktor 120/600 ist die Exos-2 toll, auch wenn der Bestätigungs-Beep nervt [;)].
    Vielleicht ist es eine Überlegung wert den 1200er Refraktor zu verkaufen und dafür den schon erwähnten 1000er Refraktor anzuschaffen.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • Aus eigener Erfahrung: 152/1200 Refraktor auf Exos-2 war ein Wackeldackel. Bei EQ6-R oder AZ-EQ6 wäre ich nicht sicher, ob das stabil genug ist (vom Hebel her). Aber darüber wird es schwer und/oder teuer (Losmandy G11, Celestron CGX, EQ8). Ich würde aber keinen Kompromiss eingehen... lieber den einen oder anderen Monat zusätzlich sparen und dann was vernünftig stabiles. Gerade bei Planeten, wo eigentlich schöne Details sichtbar wären ist ein Wackeldackel nur frustrierend.

  • Hallo Alexander,


    das mit dem Wackeldackel stimmt.


    Eine EQ6 (egal welche Variation) ist eine arge Schlepperei (dritte Etage).
    Ich bin gerne bereit mit der Brennweite runter zu gehen. Es soll praktikabel auf dem Balkon (zu 75% Beobachtung) und transportabel (25% auf dem Feld) sein.


    Ich danke für alle bis jetzt gegebenen Tipps.
    Es brennt nicht unter den Nägeln, aber es wird etwas kommen.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • Servus,


    Ich habe zwar nicht die Erfahrungen mit einem langen Refraktor, hier die angedachten 1200mm Brennweite, aber mit einem Schiefspiegler, dessen Abstand vom Fangspiegel bis zum Fokus mit 1283mm mit entsprechend langen Fangspiegeltubus vergleichbar ist.


    Das wichtigste bei einem solchen Teleskop ist eine wirklich stabile Montierung und ein sehr stabiles und hohes Stativ.


    Mit einem langen Tubus kommt ein großer Hebel auf die Montierung, den man nicht vernachlässigen soll. Schon leichter Wind drückt am Tubus und erzeugt ein zitterndes Bild im Okular.
    Das Stativ muss stabil und hoch sein, denn sonst sitzt man bei hoher Deklination in einer unbequemen Position am Okularauszug.
    Was noch beachtet werden muss, ist die große Änderung der Höhe vom Okularauszug zwischen horizontnaher und zenitnaher Beobachtung.
    Ein entsprechender Beobachtungsstuhl, der entsprechend verstellbar ist, ist sehr zu empfehlen.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich bin gerne bereit mit der Brennweite runter zu gehen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Machst du aber nur das Öffnungsverhältnis größer, wird auch der Farbfehler bei einem Achromaten größer, besonders bei hohen Vergrößerungen, wie bei der Planetenbeobachtung.


    Was willst du mit diesem Teleskop vorrangig beobachten? Eventuell gibt es auch gute Alternativen zu einem langen Refraktor.


    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Gerd,


    die Problematik des langen Refraktors, der schon in meinem Besitz ist, ist mir schon bekannt und halt das Problem ;-).
    Die Kombination 127/1200 Refraktor/FH und Exos-2 ist zwar transportabel, aber auf dem Balkon nicht so praktikabel, auf Grund seiner Länge.
    Was die Transportabilität zu Nichte macht, ist das "Wackeldackel" Verhalten in dieser Kombination.
    Deshalb mittlerweile meine Überlegung einen kürzeren Refraktor, 1000mm Brennweite, mit gleicher Öffnung anzuschaffen. Wenn der dann auf der Exos-2 kein "Wackeldackel" Verhalten an den Tag legt, wäre das schön.
    Das Ganze wäre dann auf dem Balkon nutzbar und auch transportabel für's Feld.
    Okulare um an die gleiche Vergrößerung wie mit dem 1200er zu kommen, wären vorhanden.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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  • Wenn Du nicht eine Dachterasse hast, dann wirst Du nicht viel vom Himmel sehen. Denn die Decke bzw. Boden des obigen Balkons schränkt die Sicht stark ein. Bei mir sind grad mal zwischen 20° un 45°. Kannst ja auf der Sternkarte schauen, was in den Breitengraden möglich ist. Und Refraktor und Monti nehmen viel Platz in Anspruch. Das noch als Denkanstoss.

  • Hallo Alexander,


    Dachterasse nicht, aber Balkon auf der Giebelseite, oberste Etage. Horizont bis bestimmt 70° sind möglich.
    Es ist halt die Länge des Refraktors plus das Dreibeinstativ. Da muss ich wenn ich flacher beobachte entweder drüber hupfen oder drunter durch krabbeln.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


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