"Klassischer Cassegrain" von TS wer kennt ihn ?

  • Hallo zusammen,


    Altair bietet ein vergleichbares Gerät an. Da sind laut web-shop die Spiegel nicht aus Quarz sondern aus BK7.


    Altair 6" F12 M-LRS Classical Cassegrain Telescope OTA
    The Classical Cassegrain design is ideal for for high resolution lunar and planetary observing and imaging. This 6" version has to be one
    www.altairastro.com


    Sollte sich Altair so irren? TS gibt Quarzglas an.


    Möglicherweise kann der Auftraggeber bei GSO nicht nur Farbe und Beschriftung bestimmen, sondern auch noch die Glassorte?


    Daher bin ich vorsichtig bei der Bewertung und Vergleichen von Teleskopeigenschaften, die vermeintlich „von einem Band fallen“.


    Viele Grüße Reinhold

  • Möglicherweise kann der Auftraggeber bei GSO nicht nur Farbe und Beschriftung bestimmen, sondern auch noch die Glassorte?

    Das ist doch ein alter Hut, GSO liefert auch Newton wahlweise mit Quarz oder BK7 und das seit Jahren. Weshalb sollte das für den CC nicht möglich sein?

  • Gibt es noch andere alte Hüte, die dem Thread entgangen sind? Kann der Auftraggeber (hier TS) auch Blenden gegen abgesunkene Kanten bei GSO bestellen? zum Beispiel …

  • Du kannst dir gerne noch mehr Kandidaten im web raussuchen und hier Spökenkiekerei betreiben ...was soll das ?👀 Was bringt das noch ? Ist doch völlig sinnbefreit. Bin hiermit aus diesem Thema raus ...sonst kan ich auch ins Esotherik-Forum wechseln. 🤔😂

  • Hallo Wambo,


    ich war hier eigentlich ernsthaft und bemüht unterwegs. Womit habe ich jetzt deine Einlassung verdient? Du bist nicht gezwungen zu lesen und kannst den Thread unkommentiert ignorieren und laufen lassen und dich um andere Dinge des Lebens kümmern. So mache ich das.


    Stets klaren Himmel, Reinhold

  • ich kann hier auch nur Gerd-2 beipflichten. Ich habe mein halbes Berufsleben im produzierenden Gewerbe in Asien zugebracht . Wenn manch einer wüsste wer da alles für wen produziert, und welche Hersteller hinter welchen Produkten und Marken stecken. In der technischen Fertigung kauft jeder von jedem. Ich hatte trotz viel Zeit in Taiwan nie mit GSO zu tun, aber z.bn mit Canon, Swarovski, Yashika und Edmund. Letztlich kann der Kunde entscheiden, was für ein Label drauf kommt. Wenn die Stückzahlen stimmen, dann gibt es auch mehr Möglichkeiten. Da wir aber hier generell von kleinen Stückzahlen reden, wird niemand auch nur eine Schraube in einer Linie für ein paar hundert Optiken ändern. Zu Hause bei mir stehen unter anderem 3 Teleskope von drei unterschiedlichen Herstellern . Alle 3 wurden zweifelsfrei von GSO gebaut. ^^ ^^ . Wer das alles so nicht möchte, der muss sich von Firmen wie GSO oder Jiaxing Ruixing Optical , und Marken wie TS, Galaxy, Skywatcher oder Williams verabschieden und sich in die Region Takahashi oder alles was noch weit darüber ist, bewegen, da geht es etwas anders zu. Bei einem Opel Astra kann ich halt auch kein Wurzel Holz Armaturenbrett mit bestellen.

  • "

    Hallo Wambo,


    ich war hier eigentlich ernsthaft und bemüht unterwegs. Womit habe ich jetzt deine Einlassung verdient? Du bist nicht gezwungen zu lesen und kannst den Thread unkommentiert ignorieren und laufen lassen und dich um andere Dinge des Lebens kümmern. So mache ich das.


    Stets klaren Himmel, Reinhold"




    In diesem Fall machst du es leider nicht, sondern fabulierst munter weiter drauf los. Aber Du hast Recht : für so was ist mir meine Zeit zu schade.

    Adieu in diesem Thema.

  • Hallo Stephan,

    wenn die beschriebenen Werte in gewissen Rahmen inkonsistent sind, dann kann man die Zahlen beliebig kombinieren und sich irgendein Ergebnis heraussuchen bzw. berechnen. Die von Dir herausgesuchten Werte kenne ich nicht, nur das Ergebnis, das aber weder zum angegebenen R1 passt noch zur in der eingezeichneten Brennweite passt. Du kannst mir/uns ja mal Deine herausgesuchten Werte für Deine Strahlensatzberechnung schreiben. Bisher lässt sich für mich in keinem der beiden Bilder die 500 mm Brennweite als Beleg ersehen.


    Das Thema Auflösung wird oft unterschiedlich verwendet. Ich vermute, dass GSO selber diese Werte gar nicht angibt und der Händer bzw. ein Mitarbeiter desselben da sich etwas heraussucht was ihm persönlich am Besten gefällt.

    Hier mal bei TS ein weiteres 6" GSO Teleskop:

    Teleskop-Express: TS-PHOTON 6" F6 Advanced Newton Teleskop mit Metall Tubus

    Und was leitest Du nun von der angegebenen Auflösung ab?

    Oder hier wieder ein GSO 6"

    Teleskop-Express: GSO Dobson Teleskop 150C - Öffnung 6 Zoll mit hochwertigem Crayford-Auszug

    Jetzt kann man sagen, dass das doch gar net sein darf und irgendwelche Schlussfolgerungen hineinterpretieren warum da nichts steht..

    Oder beim 6" f/8 Spiegel:

    Teleskop-Express: TS-Optics 150 mm (6") Newton Hauptspiegel f/8

    Da steht sogar 150 mm f/8. In dem Fall sind es tatsächlich 153 mm (der Glasdurchmesser sind soweit ich mich erinnere sogar 154 mm aber mit der Phase am Rand bleiben vermutlich 152mm verspiegelte Öffnung übrig) . Von Auflösung steht auch nichts, da es jeder Astrokollege selber berechnen kann und dann das Kriterium nehmen kann, das er für richtig hält.


    Ich hab grad ein bisserl herumgesucht. Hier ist auch der GSO CC6 zu kaufen.

    GSCC6 | GSO 6" F/12 M-CRF Classic Cassegrain OTA (154/1848)
    GSO 6" F/12 M-CRF Classic Cassegrain OTA (154/1848)
    teleskop-austria.com

    Da steht weder eine Obstruktion noch eine Auflösung dabei. So kann man es auch machen und es gibt dann weniger Aufregung.

    Das wäre dann eine Empfehlung für den Wolfi, dass er die Obstruktion auch weglässt und seinen Mitarbeitern sagt, dass sie zukünftig keine Auflösung mehr dazuschreiben, da sonst aufgrund der Auflösungwerte irgendwelche Schlüsse hineininterpretiert werden können.

    Ich habe diese unterschiedlichen Auflösungswerte früher ganz oft gesehen, auch z.B. bei 4" Geräten die wirklich 4" effektive Öffnung hatten und unabhängig ob es derselbe Hersteller war oder nicht.

    Im Grunde genommen sieht man es ja schon bei meinen Beispielen von GSO, die man zusätzlich zum CC6 unr RC6 sehen kann und beim CC6 auch mal ohne Auflösung.

    Jetzt könnte man ohne Auflösung vielleicht auch etwas hineininterpretieren, aber es ist einfach ein sinnloser Wert.


    Wenn es von Interesse wäre, würde ich versuchen mit TS Kontakt aufzunehmen und schauen, ob man da einerseits die Werte für die Obstruktion weglassen kann und ob man einen Kommentar schreiben kann, dass die effektive Öffnung ohne Umbauen 138 mm ist.

    Servus,

    Roland

  • Die beiden Teleskope haben keinen Designmangel. Das fein auszudifferenzieren scheint mir wichtig. Bestenfalls kann derjenige, der die Geräte besitzt, bemerken

    Nennen wir das einfach Mangel. Es ist nicht, was es sein soll und was der Händler (denn der ist verantwortlich) angibt. Ob das juristisch ein Mangel ist, würde, wenn es drauf ankommt, im Gericht geklärt. Ich glaube es ist einer. Aber für 400€ zieht man nicht vor Gericht.

    Und zu falschen und inkonsistenten Angaben: Auch hier ist der Händler in der Pflicht, für Ordnung zu sorgen und dafür, dass die Angaben, die er macht, nachvollziehbar und verständlich sind. Und wenigstens soll er selbst sie verstehen und erklären können, man darf ja maln bisschen träumen.

    Ich finde die Angabe der Obstruktion wichtig, und sie war ein Entscheidungskriterium. Genau so die echte Öffnung. Als 138 mm hätte ich das nicht gekauft. Also entscheiden, welche Daten mich interessieren, möchte ich selbst. Außerdem sind diese beiden Angaben mit entscheidend für die optische Leistungsfähigkeit und sehr einfach zu ermitteln, und da könnte man mit klaren und richtigen Angaben rechnen. Kann man aber nicht.

    Edited 2 times, last by quilty ().

  • Wenn es von Interesse wäre, würde ich versuchen mit TS Kontakt aufzunehmen und schauen, ob man da einerseits die Werte für die Obstruktion weglassen kann und ob man einen Kommentar schreiben kann, dass die effektive Öffnung ohne Umbauen 138 mm ist.

    Hallo Roland,


    ich will zurück bis Beitrag #52. Da ist die nüchterne Botschaft zu lesen, die sich auf die Eingangsfrage in Beitrag #1 bezieht, dass der 6-Incher 136mm effektive Öffnung und 44% effektive Obstruktion bei 1848mm Brennweite hat.


    44% schrecken jeden kontrastorientierten visuellen Beobachter bis zur Ablehnung ab. Für wen sind die 500€ an Teleskop jetzt noch interessant?


    Wenn du ernsthaft dich bei TS einsetzen willst, dann würde ich TS empfehlen den Verwendungszweck des Teleskopes in der Beschreibung zu präzisieren und die 44% als „effektive“ Obstruktion explizit anzugeben. Dann kann sich im Zweifel niemand betrogen fühlen.


    Die Öffnungsangabe - Öffnung hat keine Legaldefinition oder Norm - sehe ich ohne Belang, wenn die Angabe der Auflösung zutrifft.


    Viele Grüße Reinhold

  • Übrigens, ich selbst wollte das auch nicht. Ideen beim Publikum einsammeln und beim Hersteller abgeben, lässt die Preise explodieren. Ich käme beispielsweise nicht auf die Idee, nach meinem Empfinden zu dicke Fangspiegelbleche beim Hersteller oder Händler zu monieren. Oder den Einbau dünnerer Bleche vorzuschlagen.


    Wie schon gesagt, mit Verbesserungsvorschlägen braucht man den Chinesen nicht kommen.

    das ist denen schlicht egal, zumindest bei dem was sie selbst rausbringen.

    Da muss man schon wirkliche Auftragsfertigung machen, dann könnte es vielleicht wenn sie Lust haben was werden.

    Das macht TS aber bestimmt nicht, sie sind nur Händler auch wenn sie den TS Aufkleber drauf machen lassen.

    Als echte Auftragsfertigung verlangen die Chinesen beachtliche Stückzahlen zu den sich ein Händler verpflichten muss sie abzunehmen

    Da gibt es dann Lieferverträge mit konkretem Lieferplan und Stückzahlen die verpflichtend sind.

    Außerdem muss der Auftraggeber im Voraus die gesamten Entwicklungskosten tragen.

    Dieses Risiko geht kaum einer ein, erst recht nicht bei einem relativ selten nachgefragten klassischen Cassegrain wo man im Jahr nur ein paar absetzen kann.


    Grüße Gerd

  • Der Händler sollte wissen was er verkauft und welche Daten das jeweilige Teleskop hat.

    Wenn ein Teleskop Designmängel wie die beiden Cassegrain hat, dann sollte oder muss er darauf eingehen und das mit dem Importeur ausmachen und auch bei grob abweichenden Daten wie beiden Cassegrain das Teleskop zurücknehmen, ohne wenn und aber.

    Der Kunde hat 6" oder 8" Öffnung gekauft, nicht 5 1/2, 7 1/2 oder was sonst auch immer. Im Design fehlerhafte Teleskope dürfen nicht auf dem Kunden abgewälzt werden, sondern müssen mit dem Importeur oder dem Hersteller abgeklärt werden.


    Gerd das ist eben nur ein frommer Wusch.

    Wenn der Hersteller bestimmte Daten nicht rausrückt, was will denn der Händler machen.

    Da gibt es mit dem Hersteller auch nichts weiter abzuklären, entweder der Händler nimmt das Teleskop so wie es ist oder er lässt es bleiben.

    Ich bin aber recht froh das es in De endlich mal wieder ein klassisches Cassegrain zu bezahlbarem Preis gibt. Und deswegen moz ich da auch nicht rum denn die Folge wäre nur das der Händler das Teleskop nicht mehr anbietet.

    Da kann man es dann mit dem gleichen Mangel direkt in China ordern und kann sich dann auch trefflich aufregen und Rückgabe oder Nachbesserung fordern, die Chinesen werden da aber herzlich drüber lachen denke ich.


    Und letztlich ist das hier angesprochene Problem mit der nutzbaren Öffnung ja auch recht einfach zumindest spürbar zu mindern.

    Eventuell könnte die Optimierung ja TS vor Auslieferung machen wenn es der Kunde nun partu nicht selbst erledigen mag.

    Aber das kostet natürlich dann auch etwas.


    Grüße Gerd

  • Hallo zusammen,


    ich will noch mal den Unfug widerlegen das der Becher um den SP und der SP selbst die Öffnung gleich stark beschneiden würden wie von Stefan behauptet.

    Man kann diese Behauptung sehr einfach anhand der Maße in der bunten Zeichnung wiederlegen.

    Wir benötigen das Maß Bechervorderkante zum HS bzw. zum Primärfokus.

    Das kann man anhand der Zeichnung bestimmen.

    Es wird der Abstand Spinne HS mit 373mm angegeben.

    Und der Abstand Spinne zu Vorderkante Becher wird mit 81mm angegeben.

    Also befindet sich die Vorderkante Becher 373mm-81mm = 292mm vor dem HS.

    Der Innendurchmesser des Bechers beträgt 55mm


    Der Stefan kann nun mit seinem Strahlensatz und den nutzbaren 136,4mm aus der GSO Zeichnung auch die Brennweite bestimmen

    Was komm raus 489,3mm.

    Aber das nur am Rande.


    Ich rechne lieber mit den korrekten 486,7mm die sich aus dem Design für 1800mm Systembrennweite zwingend ergeben und die sich auch aus der Zeichnung von GSO entnehmen lassen.

    Abstand Primärfokus Vorderkante Becher = 486,7-292 = 194,7mm

    Durchmesser Lichtkegel an der Stelle = 194,7/3,24 = 60,1mm

    Innendurchmesser Becher = 55mm Diskrepanz 60,1-55 = 5,1mm


    Abstand SP- Primärfokus 486,7-322,4 = 164,3mm

    Durchmesser Lichtkegel an der Stelle = 164,3/3,24 = 50,7mm

    Nutzbarer Durchmesser SP 48,5mm Diskrepanz 50,7-48,5 = 2,2mm

    Ergo der Becher beschneidet den Lichtkegel mit 5,1mm wesentlich stärker als der SP mit 2,2mm


    Nutzbarer Durchmesser bei originalem Becher 136,4mm

    Nutzbarer Durchmesser bei gekürztem Becher

    (48,5/164,3) x 486,7 = 143,7mm


    Also eine spürbare Verbesserung nur durch das kürzen des Bechers am SP

    Entfernt man den Vorschraubring hat man 49mm am SP zur Verfügung

    Nutzbare Öffnung wären nun (49/164,3)x486,7= 145,15mm

    Für den Rest müsste der Abstand HS SP vergrößert werden

    Dann wären auch die vollen volle 150mm möglich.


    Grüße Gerd

    Edited once, last by Gerd-2 ().

  • Nennen wir das einfach Mangel.

    Hallo Stephan,


    Eine Umbenennung macht es nicht richtiger. Solche Behauptungen würde ich einfach nicht publizieren.


    Nur so als gedankliche Übung:


    Stell dir vor, GSO will keine Qualitätsdebatte wegen abgesunkener Kante, die dort möglicherweise in der Serie auftauchen können. Wegwerfen oder Einschmelzen will man sie auch nicht. Also blenden sie einfach ab. Ein Ring würde die Montagekosten erhöhen und zusätzliche Bauteile erfordern. Da der Becher ohnehin da ist, erledigt der den Job des Abblendens. Aus Sicht von GSO passt damit alles. Die Bildqualität kommt konstant beim Kunden an.


    Wo läge in dem Fall der Mangel? Genau, das wäre kein Mangel. Das wäre mit konstruktiver Absicht eine Erhöhung der Bildqualität ohne Zusatzkosten zu generieren. Genialer ginge es nicht.


    In dem konstruierten Falle, wäre das Problem die Angabe der „Öffnung“.


    Ich will damit sagen, dass ich mit solchen Behauptungen, es läge an der oder der Stelle ein Mangel vor, sehr behutsam umgehen würde. Das Veröffentlichen von Meßergebnissen wie die Messung deiner Obstruktion ist etwas ganz anderes als die Wertung, es läge ein Mangel am Teleskop vor. Vielleicht wird auch nur eine stille Erwartungserhaltung beim Käufer nicht bedient.


    Viele Grüße, Reinhold



  • Quote from Gerd-2

    Ich bin aber recht froh das es in De endlich mal wieder ein klassisches Cassegrain zu bezahlbarem Preis gibt. Und deswegen moz ich da auch nicht rum denn die Folge wäre nur das der Händler das Teleskop nicht mehr anbietet.

    Exakt! Bravo!


    Ich habe den 8-Incher CC8 in der Original-Version Guan Sheng am Samstag bestellt. Und plane ihn erstmal nicht zu optimieren, sondern im Lieferzustand auszureizen.

  • Hallo Reinhold,

    es waren auf #52 138 mm freie Öffnung, aber das mit den 44% Obstruktion scheint von den Bildern leider schon zu stimmen.

    "44% schrecken jeden kontrastorientierten visuellen Beobachter bis zur Ablehnung ab."

    Ja, die typischerweise hohe Obstruktion waren der Grund, warum ich mich bislang gegen CCs, SCs, RCs und ähnliche entschieden habe. Persönlich schrecken mich 44% Obstruktion nicht mehr ab als wie 38% Obstruktion. Das sind alles Geräte mit recht viel Obstruktion. Ob der Schritt von riesigen 38% Obstruktion zu noch riesigeren 44% Obstruktion merklich ins Gewicht fällt, weiß ich nicht. Ich vermute, dass das visuell weniger stark auffällt, wie manche hier glauben.

    Das Tubusseeingverhalten halte ich für deutlich schlimmer wie 44% statt 38% Obstruktion.

    Was bei den Cassegrains aber schön ist, dass man meist mehr Backfokus hat, wie beim Newton. Dadurch lässt sich ein ADC leichter einsetzen und der ist z.B. bei Planetenaufnahmen momentan wichtig. Bei Planetenaufnahmen spielt die Obstruktion auch eine vergleichsweise geringe Rolle.

    "Wenn du ernsthaft dich bei TS einsetzen willst, dann würde ich..."

    Ich hab geschrieben, dass ich mich einsetzen will, wenn hier im Thread Interesse dafür besteht. Wenn man weiterhin auf TS schimpfen möchte und kein gesteigertes Interesse daran besteht, werde ich mir die Zeit gerne sparen.

    Servus,

    Roland

    Edited once, last by Niklo ().

  • Roland, deinen guten Willen in Ehren, aber: ich habe mich jetzt auch erinnert, dass es wohl nichts werden wird.


    Kleine Anekdote am Rande: als ich 2018 den Bresser Maksutov 127 MC testen durfte, musste ich mit Erstaunen feststellen, dass ein mitgelieferter Fotoadapter einfach nicht auf das Anschlussgewinde passen wollte.


    Bresser | Testbericht zu BRESSER Messier MC 127/1900 | Expand Your Horizon


    Ich hatte darauf hin eine Korrespondenz mit meinem Ansprechpartner bei Bresser, der selbst sehr überrascht davon war - denn bei den zuvor gelieferten Chargen passte alles einwandfrei und war aufeinander abgestimmt.


    Ich schickte ihm dann den Adapter zurück damit er es selber ausprobieren konnte, worauf er meine "Entdeckung" bestätigte. Auch bei den vorhanden Maks im Lagerbestand passte der Adapter nicht aufs Gewinde !


    Der Bresser Mitarbeiter erkundigte sich dann beim Hersteller/Ko-Operationspartner in China und es stellte sich heraus, dass die Chinesen "mal eben" beschlossen hatten, das Gewinde mit einer anderen Steigung zu fertigen, als es in den Spezifikationen von Bresser angegeben war !


    Es ist anscheinend wirklich so, dass ( deutsche ) Auftraggeber gewisse Spezifikationen vorgeben ( können ), sich die Chinesen aber nicht zwangsläufig daran halten !


    Genauso war die Erfahrung mit unserem Bresser 102/1350 mm FH-Projekt, welches Hannes Hase-Bergen und ich ja in 2018 gerade bzgl. der Objektiv-Fassung exzessiv durchgekaut hatten :


    Bresser Deutschland hatte unsere Anregungen bzgl. einer möglichen Verbesserung der Objektivfassung wirklich interessiert und dankbar aufgenommen und man hat dies auch nach China weitergeleitet.


    Wir hatten ja mehrere Möglichkeiten vorgeschlagen :


    • Objektivzelle aus Metall , justierbar
    • zumindest ein verstärkter Vorschraubring ( der originale war ja extrem schwabbelig und sprang z.T. aus den groben Gewindegängen )
    • wenn schon eine Plaste-Fassung dann doch wenigstens mit einer etwas höheren Wandstärke

    ( siehe auch Links in meiner Signatur )


    Das waren damals unsere Vorschläge, die Bresser Deutschland, wie gesagt auch wohlwollend aufgenommen hatte - und : uns allen war damals auch klar, dass das Gerät dadurch etwas teurer würde !


    Sowie ich später vom Bresser MA erfuhr, reagierten die Chinesen mit einem freundlichen Lächeln und lehnten die ersten beiden Punkte schon mal kategorisch ab, weil eine Umsetzung eine sehr aufwändige Änderung der Produktions-Linie bedeutet hätte.


    Was im Übrigen sogar absolut nachvollziehbar ist !


    Tatsächlich gemacht/"versprochen" wurde der dritte Punkt : nämlich eine höhere Wandstärke der Plaste-Fassung - aber wie !!!!


    Der Bresser MA berichtete, dass Nachmessungen ergeben hätten, dass die Chinesen die Wandstärke gerade einmal "großzügig" um 0,1 mm "verstärkt" hätten !!


    Soviel aus dem Näh-Kästchen geplaudert !


    TS selbst wird da auch kaum etwas ausrichten können : Du kannst den Chinesen Vorschläge machen, sie werden höflich lächeln, aber sie werden nichts ändern ! 😉



    LG Michael

  • Hallo Reinhold und Gerd 2

    sei nicht so vorsichtig. Ich nenne es Mangel und darf das. Ob das vor Gericht so gesehen würde, wie gesagt, würde dort geklärt. Ich glaube positiv. Und eigentlich sollte man das auch tun, um die Behäbigkeit der Händler aufzubrechen. Noch einmal: Der Händler ist verantwortlich für seine Produkte und die richtige Information dazu. Dass man hier darüber streiten muss, zeigt einmal mehr die Servicewüste Deutschland. Und die fraglichen Daten könnte TS durchaus selbst ermitteln, haben sie aber hier nicht nötig.

    Das mag ja alles sein, dass der Händler wenig Einfluss auf Design Produktion hat, was anderes hab ich auch nicht vermutet. Aber dann muss er eben prüfen, was er verkauft, um nicht als Hanswurst dazustehen. Es bleibt so wie gesagt, Produkte werden auf den Markt geworfen, ohne wirksamen Filter durch die Händler, und herauszufinden, wie und warum oder warum nicht sie funktionieren wird auf den Kunden abgewälzt. Das ist eine verkehrte Welt, mit der sich offenbar zu viele abfinden. Auch beim Dieselskandal regen sich die Kunden erst auf, nachdem der Wiederverkaufswert gesunken ist, der Betrug selbst hat kaum gestört, lustig wie gekauft wurde.

    Und dann haben die "Fachhändler" auch ihre Daseinsberechtigung verloren, wenn die technischen Infos zu ihren Produkten nicht besser sind als die Werbeprospekte der Hersteller und schlechter als das, was man sich im Netz zusammensuchen muss.

    Edited once, last by quilty ().

  • es waren auf #52 138 mm freie Öffnung,

    der genaue Wert hängt ja auch vom genauen Abstand HS -Becher SP ab.

    Der HS ist ja auch justierbar und damit dieser Abstand etwas variabel.


    TS selbst wird da auch kaum etwas ausrichten können : Du kannst den Chinesen Vorschläge machen, sie werden höflich lächeln, aber sie werden nichts ändern ! 😉

    Ganz genau, darum finde ich es auch absolut nicht in Ordnung seinen Frust über den Sachverhalt nun beim Händler abzuladen und ihn für etwas zu prügeln für das weder was kann noch kann er es ändern.

    Hier gilt letztlich auch für den Kunden entweder er nimmt das Teleskop so wie es ist oder er lässt es eben bleiben.

    So einfach ist das, ein riesen Theater muss da keiner veranstalten

    Wem allerdings erst nach 2 Jahren einfällt das ihm das Teleskop nicht gefällt sollte sich nicht wundern wenn der Händler dann zumindest einen kleinen Abschlag bei der Rückgabe eines so alten Teleskops berechnet.

    Ohnehin scheint das eigentliche Problem hier wohl eher psychologischer Natur und weniger technischer Natur zu sein.

    Erst seit Kenntnis der genutzten Öffnung war ein Teleskop mit dem man offensichtlich 2 Jahre lang soweit zufrieden war das man nicht an Rückgabe gedacht hat plötzlich schlecht geworden.

    Es ist und bleibt aber das gleiche Teleskop, die Kenntnis der genutzten Öffnung verändert seine Leistung objektiv nicht.


    Grüße Gerd

  • Ich rechne lieber mit den korrekten 486,7mm die sich aus dem Design für 1800mm Systembrennweite zwingend ergeben und die sich auch aus der Zeichnung von GSO entnehmen lassen.



    Grüße Gerd

    Ich dachte, es wären genau 1848mm Brennweite bzw. 1836! Unsere Geräte kamen mit 325 mm Spiegelsbstand, nicht 322. Und wenn meine anfangs 1848 (nicht gemessen) mm bei 325 (gemessen) mm Abstand stimmen sollten, sind es bei 322 mm nicht 1800. Rechne lieber noch mal nach, irgendwas passt da nicht

  • Ganz genau, darum finde ich es auch absolut nicht in Ordnung seinen Frust über den Sachverhalt nun beim Händler abzuladen und ihn für etwas zu prügeln für das weder was kann noch kann er es ändern.

    Hier gilt letztlich auch für den Kunden entweder er nimmt das Teleskop so wie es ist oder er lässt es eben bleiben.

    So einfach ist das, ein riesen Theater muss da keiner veranstalten


    Grüße Gerd

    Falsch. Das würde stimmen, wenn der Händler dem Kunden sagen könnte, was er verkauft. Der Kunde kauft was aufgrund falscher Angaben, und hinterher weiß er, er hätte es besser nicht gekauft.

    Wieso muss man für diese einfache Einsicht so streiten? Und der Fachhändler ist nun der Vertragspartner, das ist rechtlich eigentlich auch klar so festgelegt. Damit nämlich ein Kunde hinterher nicht gegen GSO klagen muss.

    Ihr jetzt, ihr könnt sagen, 44% Obstruktion, und nur 138mm Öffnung kauf ich nicht. Ich hatte die Info nicht

  • sei nicht so vorsichtig. Ich nenne es Mangel und darf das.

    Nenn es wie du willst.

    Fakt ist das das Teleskop dafür auch entsprechend preisgünstig war.

    Es ist ja nichts Ungewöhnliches das Produkte mit kleinem Mangel Preisgünstig verkauft werden.

    Das CC6 und 8 gibt es ja auch wesentlich günstiger als zb. das TAKAHASHI CN-212


    Von daher muss sich auch keiner aufregen wenn es dann nicht an dessen Qualität ran reicht.

    Wenn man TS etwas vorwerfen möchte dann vielleicht das sie nicht Sonderpreis geschrieben haben.

    Bei einem Teleskop zum Sonderpreis muss man schon mal mit kleinem Mangel rechnen.


    Ich kauf sehr gern zum Sonderpreis und nehme dann auch gern einen kleinen Mangel in kauf.

    Beim CC8 hätte ich zb. locker 3000 gegenüber dem TAKAHASHI CN-212 gespart.

    Da ist es dann auch für mich ok wenn es nur 180 oder 190mm Öffnung nutzt.

    Ein Mewlon 180 kostet ja schließlich auch schon locker dass doppelte vom CC8 und der Mewlon hat eine wesentlich schlechtere Feldkorrektur.


    Grüße Gerd

  • Ich hatte mal einen schönen Fall in China. Ein Kunde hat Wellen in Aluminium mit Reib geschweißten Zapfen in Edelstahl aus China gekauft. Die ersten wurden natürlich peinlich genau von aussen vermessen, dann zersägt und von innen vermessen, also die Wandstärke des Tubes, Material Zusammensetzung, Schweissnäte Röntgen, volles Programm . Nach einer Weile gleichbleibender Qualität, hatte man auf eine zerstörungsfreie Prüfung gewechselt, kostet ja nun mal alles Geld. Also nur noch aussen gemessen, und das Werkstück gewogen. Irgendwann kam dann ein Anruf eines weiterverarbeitenden Herstellers, er hätte auf einmal " Sand im Greät"... Ende vom Lied, die cleveren chinesischen Lieferanten haben irgendwann um Kosten zu sparen die Wandstärke drastisch reduziert. Damit das Gewicht gleich bleibt, hat man die Teile vor dem Verschweissen mit der entsprechenden Menge Sand gefüllt. Ist solange nicht aufgefallen, bis eine Reibschweissung der Belastung nicht stand gehalten hat 😂😂😂. Ich will hier weiss Gott nicht alle chinesischen Lieferanten schlecht machen. Viele sind sehr gut, teilweise besser als europäische. Aber manche sind eben..... kreative.

  • ein gutes Beispiel. Klar ist: Solange der Händler nichts weiß und nach guter Laborpraxis auch nichts wissen kann vom Sand im Getriebe und das auch dokumentieren kann, verkauft er die Wellen natürlich weiter.

    Aber sobald er Hinweise hat, dass da was faul ist, darf er es eben nicht mehr, sondern muss genauer prüfen oder die Lieferung einstellen. Er darf sich dann nicht doof stellen.

    Mir scheint, Einige hier würden sagen: Naja, für den Preis kann man auch nichts Anderes erwarten als Sand in den Wellen. Wenn der Kunde Qualität will, muss er mehr bezahlen. Das kann man so auf die Astronomie übertragen.


    Michael,

    du wolltest dich hier verabschieden, obwohl du das Ganze angezettelt hast. Vielleicht schaff ich endlich den Absprung.

    Langsam glaube ich tatsächlich, hier falsch zu sein.

    Dass man darüber streiten muss, dass ein Fachhändler für die Richtigkeit seiner Angaben verantwortlich ist und dass er diese prüft, wenn es Hinweise gibt auf Unstimmigkeiten, wenn er es kann, das macht mich fertig. Und das hat nichts mit dem Preis zu tun, und es ist auch völlig egal, ob er beim Design seiner Produkte mitwirken kann. Wer denn sonst ist Ansprechpartner für den Kunden?

    Und Reinhold kann ja mal berichten und uns mit Daten aus erster Hand versorgen zu Spiegelabstand, tatsächlicher Obstruktion und Öffnung und den weiteren Daten, die man braucht um abzuschätzen, ob sich ein Umbau des CC8 lohnt.


    Gruß

    Stephan

    Edited 2 times, last by quilty ().

  • Dass man darüber streiten muss, dass ein Fachhändler für die Richtigkeit seiner Angaben verantwortlich ist und dass er diese prüft, wenn es Hinweise gibt auf Unstimmigkeiten, wenn er es kann, das macht mich fertig.

    Hallo Stephan,


    die Verwendung der Begriffe „richtig“ und „falsch“ setzen eine Norm voraus, eine Meßlatte, an der die Begriffe gemessen werden. Für „Öffnung“ und „Obstruktion“ als Datenblattangabe gibt es keine Norm. Da gibt es nur Üblichkeiten. Und Üblichkeiten sind ein weites Feld der Interpretation. Das müssen wir akzeptieren, ob es uns gefällt oder nicht. Und festnageln auf die Händlerverantwortung kannst du nur über die Norm, nicht über die Forenteilnehmer.


    Es ist schon mal vorgekommen, dass Händler oder Hersteller so neben den Üblichkeiten liegen, dass sie Vertrauen zum Kunden zerstören. Es soll schon Fälle gegeben haben, dass die Vertrauenserosion den Händler oder Hersteller vom Markt nahm. Ich würde mir als Händler und Hersteller gut überlegen, ob ich die Interpretationsspielräume hinter den Begriffen Öffnung und Obstruktion voll ausnutze. Mein Kunde könnte sich schnell „übers Ohr gehauen“ fühlen. Und ob das auf Dauer gut geht, werden die Kräfte des Marktes entscheiden.


    Quote

    Und Reinhold kann ja mal berichten und uns mit Daten aus erster Hand versorgen zu Spiegelabstand, tatsächlicher Obstruktion und Öffnung und den weiteren Daten, die man braucht um abzuschätzen, ob sich ein Umbau des CC8 lohnt.


    Das wäre dann der Guan Sheng CC8, nicht der TS CC8.


    Ich plane die erste Zeit nur zu beobachten und die Optik nicht zu verändern. Für meine Beobachtungssituation sind mit 8“ Brutto genug Reserven eingebaut. Ich wollte ein offenes Instrument mit transparenter Mechanik und möglichst wenig Obstruktion. Die wird mir hier nicht ab Werk geliefert, aber ein Umbau ist mir zugänglich. Ich wollte das auch am C8 machen. Das Projekt stoppe ich oder mache ich vielleicht nebenbei noch.


    Ich überlege, ob ich zwecks Belüftung den Tubus okularseitig mit drei Aussparungen versehe. Das wäre auch für den CC6 attraktiv. Das dreiarmige Gussformdesign lädt ja geradezu dazu ein, die drei Vertiefungen auszusägen.


    Viele Grüße, Reinhold

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