"Klassischer Cassegrain" von TS wer kennt ihn ?

  • "Michael,

    du wolltest dich hier verabschieden, obwohl du das Ganze angezettelt hast. Vielleicht schaff ich endlich den Absprung.

    Gruß

    Stephan"

    Nun ja "angezettelt" hört sich jetzt etwas negativ an ....ich hatte damals nur aus eigener Unsicherheit eine harmlose Frage ohne die Absicht gestellt, dass hier solche Grabenkämpfe entstehen würden .


    LG Michael

  • Falsch. Das würde stimmen, wenn der Händler dem Kunden sagen könnte, was er verkauft. Der Kunde kauft was aufgrund falscher Angaben, und hinterher weiß er, er hätte es besser nicht gekauft.

    Wieso muss man für diese einfache Einsicht so streiten? Und der Fachhändler ist nun der Vertragspartner, das ist rechtlich eigentlich auch klar so festgelegt. Damit nämlich ein Kunde hinterher nicht gegen GSO klagen muss.

    Ihr jetzt, ihr könnt sagen, 44% Obstruktion, und nur 138mm Öffnung kauf ich nicht. Ich hatte die Info nicht

    Hallo Stephan,

    die ganzen CCs haben von Haus aus eine relativ hohe Obstruktion.

    Allerdings kann ich Deinen Frust schon zum Teil verstehen. Man möchte vom Fachhändler so genaue Informationen wie möglich und dann stimmt des und sell net.

    Oft stehen beschönigende Informationen dabei wie z.B. der Fangspiegel schattet zu 37% ab. An der Stelle weiß man auch nichts genaues über die echte Obstruktion, nur dass diese >= 37% sind. Beim CC stand anfangs 33% und jetzt 38%, was vergleichsweise wenig wäre. Allerdings sind die Obstruktionen > 33% alle schon ordentlich und das schlägt auch in der Kontrastübertragung zu, wobei die Unterschiede zwischen 38% und 44% vermutlich nicht mehr so gewaltig sind.

    Das Hauptproblem bei tiefstehenden Objekten ist meines Erachtens das Tubusseeing und da kannst Du 19% Obstruktion haben und die Cassiniteilung verschwimmt ...

    Da mag der vorne geschlossenen kleine 5" Mak im Vorteil sein.

    Ein weiteres Problem dieser billigen Geräte aus China oder auch Taiwan ist die Fertigungsqualität, die oft sehr stark schwankt. So aus eigener Erfahrung war mein gekaufter 6" f/8 Parabolspiegel sehr gut (merklich besser als wie beugungsbegrenzt). Ich habe oft von guten Newtonspiegeln gehört. Möglicherweise sind die Spiegel gut, aber die Konstruktion ist halt billig. Möglicherweise wollte man mit der Öffnungsbegrenzung auf 138 oder 137 mm Probleme mit abgesunkenen Kanten minimieren.

    Was schön wäre, wenn dort stehen würde. Spiegeldurchmesser 154 mm, effektive Öffnung (ohne Umbau) 138 mm, Obstruktion 61 mm.

    Das könnte der Fachhändler dazuschreiben und vielleicht auch den Hinweis, dass es einen "Workaround" gibt, um die volle Öffnung nutzen zu können.

    Oder ein Aufpreis, dass dies der Fachhändler für einen für einen optimiert.

    Die 6" sollen ja anders als der 8" weitgehend optimierbar sein.

    Wenn Du Interesse hast, dann frag ich da bei TS nach. Einerseits für eine Korrektur der Werte und andererseits für eine von TS optimierte Version.

    Ob das TS selber macht, oder ein externer Dienstleister, der das für TS macht, weiß ich nicht. Vermutlich wird es auf einen externen hinauslaufen, da der Händler meist mit Handeln beschäftigt sein wird. Zumindest könnte er schauen, ob es da jemand gibt, bei dem es im Auftrag passieren kann.

    Das wäre ähnlich wie die Linsenfassung für den Bresser 102/1350 FH.

    Fakt ist, dass die "Chinakracher" (oder Taiwan) oft günstig sind, aber ihre "Problemchen" haben. Vielleicht könnte man in Deinen Fall eine Entschädigung heraushandeln.

    Wenn Du Interesse hast, würd ich Kontakt aufnehmen. Passt das?

    Nur mal aus Neugier, irgendwo hast Du es geschrieben, wie groß ist die Obstruktion (in mm) beim Bresser Mak 5" f/15 und steht da die volle Öffnung ohne Basteln zur Verfügung?

    Servus,

    Roland

  • Hallo Roland,


    Nur mal aus Neugier, irgendwo hast Du es geschrieben, wie groß ist die Obstruktion (in mm) beim Bresser Mak 5" f/15 und steht da die volle Öffnung ohne Basteln zur Verfügung?

    Die Öffnung soll wohl laut Stefan voll nutzbar sein aber das dürfte wegen der HS Fokussierung stark vom Backfokus abhängen.

    Interessant ist ja vor allem die Obstruktion von satten 50mm also 39,4% die er angibt . =O


    Hab den Thread nochmal gelesen und, weil es Unklarheit gab wegen der Obstruktion, diese noch mal überprüft mit dem genialen Torchtest: 50 mm, oben schrieb ich 48, ist nicht die Welt, aber 50 ist besser.

    Der 127mm Mak ist also bei der Obstruktion auch nicht besser wie das CC6 nach Optimierung.

    Und beim MAK steht in der Werbung sogar das er nur 28% hätte und 39,4% sind es aber. Normalerweise müsste Stefan jetzt ein riesen Theater veranstalten und das Ding umgehend zurückschicken .


    Da wir gerade bei Vergleich mit dem 127 Gregory MAK sind.

    Der dürfte in etwa so abschneiden.


    127/1900 Gregory MAK

    Der ist schon auf der Achse wegen SA höherer Ordnung etwas schlechter


    Das CC6 sieht hingegen so aus.


    Perfekt auf der Achse und auch im Feld immer noch sehr gut.

    Da erkennt man schön welches Potential eigentlich im CC6 steckt.


    Grüße Gerd

  • Hallo zusammen,


    TS ist hier in einer besonderen Situation. Wenn wir uns hier den TS-Kopf zerbrechen, dann klappt das nur, indem wir uns in diese Situation versetzen.


    Diese TS-CC6 und TS-CC8 sind keine Meade-, Bresser-, Celestron- oder Sonst-Kartons, die im Lager liegen und ohne zu öffnen an den Kunden weitergereicht werden. Das sind SEINE Teleskope, er hat sie auf seinen Namen in Irgendwo bei Irgendwem fertigen lassen. Wer und Wo ist hier in diesem Zusammenhang ohne jeden Belang.


    Darin steckt jetzt eine Chance. TS könnte einen Umrüstsatz für seine eigenen Teleskope entwerfen und anbieten. So wie es Umrüstsätze für alte SCT auf Fastar oder sonstwas gibt. Weil es seine eigenen Geräte sind, spuckt er keinem anderen in den Rücken.


    Der Umrüstsatz könnte aus drei Teilen bestehen.


    Einer Matte, welche die Lammellenblenden ersetzt.

    Einer engeren, Ringfassung mit Länge Null für den Cassegrain-Spiegel

    Einer Einsatzblende im Okularauszugsbereich gegen drohende Tagblindheit in besonderen Beobachtungssituationen

    Eine Anleitung


    Ich habe mir mal zwei Drehteile bei TS in seiner Sonderanfertigungsecke fertigen lassen. Lupenreine Qualität. TS kann.


    Wenn bei TS jemand ins Lager gehen müsste, die Kartons öffnen, nachbessern und so weiter, ist die Marge kaputt. Ziemlich sicher. Wir brauchen uns den TS-Kopf nicht zu zerbrechen. Es sind TS-CC6.


    Ein fndiger Klein- oder auch Großunternehmer sieht das hier, legt eine Kleinserie von 50 Stück auf und bietet sie bei ebay an … alles Weitere regelt der Markt.


    Viele Grüße, Reinhold

  • Perfekt auf der Achse und auch im Feld immer noch sehr gut.

    Da erkennt man schön welches Potential eigentlich im CC6 steckt.

    Sehr gut! Bravo!


    Ich denke nach. So ein optimierter CC6 könnte ein schickes Teleskop für den kleinen Guck zwischendurch werden …

  • Hallo zusammen,

    anbei Fotos von meinem GSO CC8 Classical Cassegrain, der heute angekommen ist. Dabei will ich es bewendet sein lassen, weil der Thread hier vom TS CC6 handelt.


    Damit habe ich heute gleich die Sonne beobachtet. Mit Herschelkeil. Mieses Seeing, kein klarer Himmel. Dennoch, der GSO CC8 liefert. Perfekt.


    Die Spinnenmitte, die von der Sonne bestrahlt wurde, kam auf etwas um die 30grdC. Das Glas des Cassegrain-Spiegels kam auf 28,9grdC.


    Die Blende am Cassegrainspiegel schattet ab. Das Foto mit exakt zentrisch eingestellter Sonne zeigt das.








    Viele Grüße, Reinhold

  • Hallo Reinhold,

    ja, ein neuer Thread wäre da besser. Ich bin tatsächlich überrascht, wie schnell Du ohne Händler an den GSO 8" CC gekommen bist.

    Zum Thema Abschattung, Blenden, Tubusseeing und Direktkauf bei GSO musst Du unbedingt in einem eigenen Thread schreiben.

    Servus,

    Roland

  • Hallo Roland,


    den habe ich normal beim Händler gekauft. Es kein TS Cassegrain, sondern noch einer original GSO, mit GSO gelabelt.


    Grüße,Reinhold

  • Hallo zusammen,


    da einige hier mit der Auslegung der CC6 und 8 von GSO hadern will ich mal mit anderen Cassegrain Systemen vergleichen.

    Zum CC8 wäre da ein klassisches SCT8 angebracht.

    Im Buch Telescope Optics findet sich auf S.237 eine Technische Zeichnung mit diversen Maßen für das SCT8.

    Der Becher am SP hat 68mm Außendurchmesser, na welch Zufall der am CC8 hat 68,5mm.

    Allerdings hat der Sitz des HS auf dem Blendrohr hier auch 68mm Durchmesser beim CC8 hat er wohl 70mm.

    So oder so fakt ist, es gibt keinen wirklich großen Unterschied in der Obstruktion zwischen SCT8 und CC8.


    Auch sehr interessant wäre der Takahashi Mewlon 210.

    Der hat laut Tommy 37% Obstruktion, im Katalog steht hingegen nur 33%.

    Anscheinend wird also auch hier im Katalog nur der reine Durchmesser des SP angegeben und nicht die tatsächliche Obstruktion.

    210/2415 Takahashi Mewlon
    210/2415 Takahashi Mewlon Takahashis Mewlon is a Dall-Kirkham type Cassegrain telescope, the primary being an prolate ellipsoid (a figure ...
    interferometrie.blogspot.com


    Und auch sehr interessant, der HS hat 220mm Durchmesser, genutzt werden aber nur 210mm.

    Also selbst bei einen derart hochwertigen und über jeden Zweifel erhabenen Teleskop von der Edelschmiede Takahshi wird nicht der volle Durchmesser des HS genutzt.


    Ich denke es wäre das Beste gewesen wenn GSO ihre cc6 und 8 gleich als cc140 und cc190 angeboten hätten.

    So wie Takahshi den Mewlon als 210 und nicht 220 anbietet.


    Zum Schluss aber noch die Leistung des jeweiligen Design.

    Ich habe hier relativ kleine 0,2° Feldwinkel dargestellt weil SCT und Mewlon erheblich Koma im Feld zeigen


    Das SCT8



    Auf der Achse minimaler Farbfehler, im Feld erhebliche Koma.


    Mewlon 210



    Auf der Achse perfekt, im Feld erhebliche Koma.


    CC8



    Auf der Achse perfekt, im Feld immer noch sehr gut.


    Ich denke hier wird deutlich wie gut ein klassisches Cassegrain eigentlich ist.


    Grüße Gerd

  • Und warum gibt GSO dann für den 6CC 0,9" und den fast gleichen 6RC 0,76" an? Weil sie einmal Dawes und einmal Rayleigh nehmen? Glaubst du selber nicht, oder?

  • Hallo Reinhold,


    ich sehe das anders. 1. wird in D immer sofort nach einer Norm gerufen, um zu gucken, ob es richtig ist. Dabei kommt oft, das weiß ich aus Erfahrung, wenig heraus, weil oft die Norm schon unverständlich, widersprüchlich oder unklar ist, oder sogar haarscharf am Problem vorbei designt wird. Das liegt daran, dass die Normen von interessierten Kreisen, meist den Herstellern geschrieben werden. Wie gesagt, es gibt auch diese Normen, wie Kraftstoffverbräuche ermittelt werden, die haben mit der Realität nix zu tun.

    2. In unserem Fall ist es jedoch so einfach. Selbstverständlich sind das Optiken, und Öffnung sowie Obstruktion interessieren nur in optischer Hinsicht, egal welche mechanischen Maße die Teile haben. Für mich ist alles Andere ein doof stellen oder Nichtverstehenwollen. Und wenn die Kunden schon im vorauseilenden Gehorsam für die Falschinformation, manchmal ist es einfach Interessenlosigkeit der Fachhändler ihr Verständnis kundtun, haben die Händler leichtes Spiel. Servicewüste Deutschland. Es gibt immer mehr Verbraucherschutzgedöns, und noch nie war es so schwer, wesentliche Infos über Menge, Inhaltsstoffe, Herstellungsort usw. zu bekommen. Denn auch für den Verbraucherschutz gibt es inzwischen Normen.

    Gruß

    Stephan

  • An Gerd2:


    Mak 127 mm Öffnung effektiv, der Spiegel ist 134 mm. Da sagst du ist ja logisch, wegen des Strahlengangs

    Meade 2080 Spiegel 210 mm, nutzbar 203. siehe oben

    Mewlon 8, HS 210 mm, nutzbar 203. siehe oben


    CC6 150 mm, nutzbar maximal 140, merkste was? Die einen designen so, dass am Ende effektiv die nominelle Größe rauskommt, die anderen nicht. Ich sehe da im Gegensatz zu dir, den kleinen, aber feinen Unterschied.


    Und CC6 44% Obstruktion, Mak 127: 40%. Auch da sehe ich im Gegensatz zu dir einen Unterschied. Und den sehe ich auch beim Durchgucken durch die Geräte.

  • Und warum gibt GSO dann für den 6CC 0,9" und den fast gleichen 6RC 0,76" an?

    Hallo Stephan,


    gibt GSO das an oder ein Händler? Das wäre ein gewaltiger Unterschied. Anwürfe sollten schon richtig adressiert werden.


    Ich kann im web kein einziges Datenblatt von GSO finden. Selbst in meiner Original-GSO-CC8-Verpackung war keines zu finden.


    War bei dir eines dabei?


    Gruß

    Reinhold

  • Hallo,


    Und warum gibt GSO dann für den 6CC 0,9" und den fast gleichen 6RC 0,76" an?


    Kann eine Quelle für diese Werte angeben werden?

    Für den 6" RC finde ich auf der TS Seite die 0,76", aber nicht für dem Cassegrain.


    Das schöne daran ist:

    Auf der Shopseite von TS wird für den 6" RC ein Wert für die Auflösung von 0,76" angegeben, im dem auf der Shopseite verlinkten PDF der Bedienungsanleitung ein Wert von 0,58". Welcher Wert ist nun richtig? Und wie kann davon ausgegangen werden, das der vermeintlich angegebene Wert von 0,9" für dem Cassegrain stimmt?

    Für den 10" Cassegrain den ich habe, wird gar kein Wert für die Auflösung angegeben.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne, dem Mond, der Planten und Kometen, sowie Deep-Sky Beobachtung.

    Meine Website: corcaroli.de

  • Post by matss ().

    This post was deleted by the author themselves: Test ().
  • TS gibt das an. Wenn ich sie frage, warum, verweisen sie auf den Händler. Wie schon geschrieben


    Gruß

    Stephan

  • Die 0,58 können nur für den 8 Zoll gemeint sein.


    Aber es ist schon richtig, die Werte sind so schlampig, dass man nicht zu viel hineininterpretieren sollte. Nur im Fall des RC und des CC, die beide von GSO und fast baugleich sind, wo beim selben Händler bei der angeblich selben Größe unterschiedliche Werte stehen, macht schon stutzig. Aber, wie gesagt, bei Astroshop steht für den 6CC als maximal sinnvolle Vergrößerung noch immer 380x statt 300x. Einfach schlampig und interessenlos.

  • Und warum gibt GSO dann für den 6CC 0,9" und den fast gleichen 6RC 0,76" an? Weil sie einmal Dawes und einmal Rayleigh nehmen? Glaubst du selber nicht, oder?


    Das glaube ich nicht nur sondern das weiß ich.

    Hier zeigt sich eben auch wer rechnen kann ist klar im Vorteil.

    Und dabei gibt es hier so simple Formeln das jeder der es in der Schule bis zu den Grundrechenarten geschafft hat eigentlich wissen sollte das bei 6“ also 152,4mm Öffnung die Auflösung nach Rayleigh 0,9“ beträgt und die nach Dawes 0,76“


    Auflösung nach Rayleigh =138/D = 138/152,4 = 0,9“

    Auflösung nach Dawes = 116/D = 116/152,4= 0,76“


    Nur jemand der keine Ahnung hat wie die Auflösung berechnet wird oder der an einer derart simplem Rechnung scheitert käme auf die aberwitzige Idee das die 0,9“ für die von GSO in der Zeichnung angegebenen 136,4mm gelten würden.

    Das passt weder zu Rayleigh noch Dawes!


    Auflösung nach Rayleigh =138/D = 138/136,4 = 1“

    Auflösung nach Dawes = 116/D = 116/136,4 = 0,85“


    Und kann daher ausgeschlossen werden.


    Mak 127 mm Öffnung effektiv, der Spiegel ist 134 mm. Da sagst du ist ja logisch, wegen des Strahlengangs

    Meade 2080 Spiegel 210 mm, nutzbar 203. siehe oben


    Bei MAK und SCT liegt die Sache anders da hier Designbedingt zwingend IMMER ein größerer HS als die Apertur erforderlich ist.

    Beim klassischen Cassegrain ist das anders.

    Hier kann der HS den Durchmesser der Apertur haben und genau das ist hier auch der Normalfall.

    Daher kann man hier eben normalerweise auch den Durchmesser des HS als Durchmesser der Apertur annehmen.

    Ganz im Gegensatz zum MAK oder SCT!!!

    Wenn der Händler beim klassischen Cassegrain daher den Durchmesser des HS auch als Durchmesser der Apertur annimmt kann man ihm daher auch keinen Vorwurf machen.

    Denn das die Apertur durch den Becher am SP beschnitten wird kann er nun mal nicht riechen.


    Etwas gänzlich anderes wäre es wenn er bei MAK den Durchmesser des HS als Apertur annehmen würde. Denn das das hier ausgeschlossen ist sollte er wissen.


    CC6 150 mm, nutzbar maximal 140, merkste was?


    Das ist falsch.

    Das CC6 kann bei kürzen des Bechers amSP 143,7mm nutzen und bei anpassen des Abstands HS-SP und weglassen des Vorschraubrings am SP können auch 150mm genutzt werden.


    Und CC6 44% Obstruktion, Mak 127: 40%. Auch da sehe ich im Gegensatz zu dir einen Unterschied. Und den sehe ich auch beim Durchgucken durch die Geräte.

    Hier gilt wiederrum wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich hatte ausdrücklich betont das ich mich hier auf das optimierte CC6 beziehe das eben auch 40% Obstruktion erreichen kann.

    Und der Unterschied den du siehst ist ja selbstgemachter Ärger.

    Wer die Tubusblenden nicht entfernt um das Tubusseeing endlich in den Griff zu bekommen und wer den Becher am SP nicht kürzen mag um mehr Öffnung nutzen zu können und wer obendrein auch nicht in der Lage ist das CC6 optimal zu justieren der darf sich natürlich nicht wundern wenn sein CC6 hinter dem 127ger MAK zurückbleibt.

    Aber wie gesagt das ist dein ganz persönliches Problem aber nicht das vom CC6.

    Das auch das CC6 im optimierten und ordentlich justiertem Zustand gut abbildet haben andre ja schon längst bewiesen.


    Grüße Gerd

    Edited once, last by Gerd-2 ().

  • Auf der Shopseite von TS wird für den 6" RC ein Wert für die Auflösung von 0,76" angegeben, im dem auf der Shopseite verlinkten PDF der Bedienungsanleitung ein Wert von 0,58".

    Man muss natürlich auch lesen für welches Teleskop die verlinkte Bedienungsanleitung geschrieben wurde.

    Da steht glasklar

    TS-Optics 8" Ritchey-Chrétien RC Teleskope

    drüber.


    Das man für das RC6 jetzt keine extra Bedienungsanleitung geschrieben hat und stattdessen die vom RC8 verlinkt finde ich nicht schlimm.

    Die Bedienung ist ja schließlich die Gleiche.


    Grüße Gerd

  • TS gibt das an. Wenn ich sie frage, warum, verweisen sie auf den Händler. Wie schon geschrieben

    Hallo Stephan,


    und warum zitierst du dann GSO statt TS? Bist du dir im Klaren darüber, dass du hier auf der Basis von Hörensagen unterwegs bist? GSO könnte das als „übel nachgeredet“ empfinden.


    Gruß

    Reinhold

  • Und warum gibt GSO dann für den 6CC 0,9" und den fast gleichen 6RC 0,76" an? Weil sie einmal Dawes und einmal Rayleigh nehmen? Glaubst du selber nicht, oder?

    Hallo Stephan,

    das Thema haben wir doch schon lange besprochen und ich habe Dir anhand von Beispielen versucht zu erklären, wie das zu verstehen ist. Warum kommst Du jetzt plötzlich wieder mit dem alten Thema daher?

    Die Auflösungsdaten kommen meines Wissens nicht von GSO. Zumindest fehlen sie z.B. auch bei anderen 6" GSO Teleskopen beim selben Händler und auf der Seite von GSO fehlen die Auflösungsdaten auch.

    Wenn man schon länger dabei ist, dann kennt man diese Unterschiede auch bei anderen kleinen Teleskopen und das selbverständlich auch bei Teleskopen mit genau der selben effektiven Öffnung. Du magst es nicht glauben, dass gelegentlich Dawes oder Rayleigh verwendet wird, es ist aber meine Erfahrung. Da etwas hineinzuspekulieren, hat leider nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

    Nachtrag: Gerade sehe ich, dass der Gerd Dir schon geantwortet hat.

    Servus,

    Roland

    Edited once, last by Niklo ().

  • Hallo,

    Man muss natürlich auch lesen für welches Teleskop die verlinkte Bedienungsanleitung geschrieben wurde.

    Da steht glasklar

    TS-Optics 8" Ritchey-Chrétien RC Teleskope

    drüber.


    Stimmt, da hast du Recht, das habe ich nicht beachtet.


    Das man für das RC6 jetzt keine extra Bedienungsanleitung geschrieben hat und stattdessen die vom RC8 verlinkt finde ich nicht schlimm.

    Die Bedienung ist ja schließlich die Gleiche.


    Für die drei verschiedenen Cassegrain Varianten schafften sie es auch... Und der sechs und der acht Zoll Cassegrain wären von der Bedienung gleich.


    Wer die Tubusblenden nicht entfernt um das Tubusseeing endlich in den Griff zu bekommen und wer den Becher am SP nicht kürzen mag um mehr Öffnung nutzen zu können und wer obendrein auch nicht in der Lage ist das CC6 optimal zu justieren der darf sich natürlich nicht wundern wenn sein CC6 hinter dem 127ger MAK zurückbleibt.


    Was mich am Verlauf dieses Threads nicht gut finde:

    Es wird als selbstverständlich hingenommen, das ein neues Teleskop erst mal umgebaut werden muss, damit man annähernd an die Werte kommt, die auf der Händlerseite angegeben sind. Im Grunde genommen wird das neue und unvollkommene Teleskop auf dem Kunden abgewälzt damit dieser das in Eigenarbeit optimiert.

    Das einzige "Positive" daran wäre, das der Kunde davon nichts bemerkt, würde er nicht explizit nachmessen. Erst durch Threads wie diesem wird der Käufer von so einem Teleskop darauf gebracht, dass das Teleskop gar nicht die Werte erreicht, die für das Teleskop angegeben werden.


    Noch störender finde ich den überheblichen Umgangston von "Gerd-2", mit dem der Eindruck entsteht, wer zu dumm oder nicht gewillt ist sein neues Teleskop eigenhändig umzubauen, der hat es nicht besser verdient...


    Und auch sehr interessant, der HS hat 220mm Durchmesser, genutzt werden aber nur 210mm.

    Also selbst bei einen derart hochwertigen und über jeden Zweifel erhabenen Teleskop von der Edelschmiede Takahshi wird nicht der volle Durchmesser des HS genutzt.


    Der Vergleich hinkt.

    Das Takahashi Mewlon 210 wird als Teleskop mit einer Öffnung von 210mm beworben und auch so verkauft. Der größere Spiegel wird laut interferometrie.blogspot.com so erklärt:


    Quote

    Das Primär hat einen Durchmesser von 220 mm, etwas größer als die Eintrittspupille, um Vignettierung zu vermeiden.


    Damit erreicht dieses Teleskop seine beworbenen Werte von 210mm Teleskopöffnung.

    Im Umkehrschluss müssen auch die beiden Cassegrains von GSO so beworben werden und auf der Verkaufsanzeige die effektiven nutzbaren Werte angegeben werden. Alles andere ist Augenwischerei.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtung der Sonne, dem Mond, der Planten und Kometen, sowie Deep-Sky Beobachtung.

    Meine Website: corcaroli.de

  • Hallo Gerd,

    ich finde es auch schade, dass das Teleskop unvollkommen auf den Käufer trifft. Es ist aber vermutlich eine Preisfrage, bei den Teilen aus dem Nahbereich von China. Dennoch finde ich es schade und müsste nicht sein.


    "

    Noch störender finde ich den überheblichen Umgangston von "Gerd-2", mit dem der Eindruck entsteht, wer zu dumm oder nicht gewillt ist sein neues Teleskop eigenhändig umzubauen, der hat es nicht besser verdient...

    "

    In dem Fall muss man aber auch den Ton vom Stephan betrachten, der seine Schlussfolgerungen auch in einem Ton daherbringt, die mir nicht gefallen. Zuletzt bei dem Thema und Schlussfolgerungen bezüglich den Auflösungsangaben. Dazu habe ich mich schon einmal bemüht etwas zu schreiben.

    Die Schlussfolgerungen bezüglich des Maks und der Leistung desselben sind natürlich auch fragwürdig. Weil das Gerät mehr unter Tubusseeing leidet ist ein Mak gut und ist die Obstruktion usw. gut und der CC schlecht. Da deutet alles klar daraufhin, dass da nicht die Optik schlecht ist, sondern die Konstruktion des Tubus bei flachen Stand zu massiv Tubusseeing führt. Das ist übrigens bei vielen Newton mit engem Tubus ähnlich...

    Dann schlägt der 4" APO halt mal relativ locker den 6" f/8 Newton usw.

    Ist die Optik und Obstruktion deswegen schlecht?

    Nun, man könnte manches z.B. von Gerd-2 anders formulieren, aber die anheizende Art von Stephan trägt auch nicht gerade zu einem entspannten Umgangston im Thread bei.

    Trotzdem hast Du Recht, dass wir (ich schließ mich da ein) wieder mehr zu einem sachlich freundlicheren Umgangston übergehen sollten. :)

    Servus,

    Roland

    Edited once, last by Niklo ().

  • Für die drei verschiedenen Cassegrain Varianten schafften sie es auch... Und der sechs und der acht Zoll Cassegrain wären von der Bedienung gleich.

    Das mag ja sein und ich hab ja auch nicht geschrieben das es unmöglich wäre auch speziell für jede Öffnung separat noch mal das Gleiche zu schreiben.

    Ich hab nur geschrieben das ich es nicht schlimm finde wenn man das nicht tut und stattdessen auf die Bedienungsanleitung für eine andere Öffnung verlinkt da ja eh bis auf wenige Öffnungsbezogene Daten das Gleiche drin steht.

    Das Ding heißt ja auch Bedienungsanleitung und nicht Datenblatt.

    Was mich am Verlauf dieses Threads nicht gut finde:

    Es wird als selbstverständlich hingenommen, das ein neues Teleskop erst mal umgebaut werden muss, damit man annähernd an die Werte kommt, die auf der Händlerseite angegeben sind. Im Grunde genommen wird das neue und unvollkommene Teleskop auf dem Kunden abgewälzt damit dieser das in Eigenarbeit optimiert.

    Das hat so hier niemand geschrieben.

    Natürlich ist es schade das es nicht gleich alles out of the Box perfekt ist aber es ist eben auch keine Katastrophe wenn man noch ein paar eher kleinere Maßnahmen vornehmen muss um das Optimum zu erreichen.

    Und was man in dem Zusammenhang auch nicht ignorieren sollte ist der außergewöhnlich günstige Preis der CC6 und 8.

    Ein 150mm MAK kostet ja immerhin fast das Doppelte wie das CC6.

    Wenn man für das CC6 stolze 2000 aufgerufen hätte dann würde ich mich auch aufregen wenn da nicht gleich alles perfekt ist und ich da selber noch optimieren müsste und ich hätte auch das volle Verständnis für jeden der sich da auch aufregt.

    Wer sich aber bei einem Preis ab 400 für das CC6 aufregt dass man noch ein paar kleine Handgriffe erledigen muss damit man es auf ein Level bringt das ein anderes aber dafür 800€ teures Teleskop schon ohne diese kleinen Handgriffe erreicht, für den fehlt mir dann das Verständnis.

    Wer hier aus reiner Prinzipienreiterei von einem derart preisgünstigen Teleskop Perfektion erwartet sorry aber dem fehlt es an Realitätsbewusstsein und Pragmatismus.


    Noch störender finde ich den überheblichen Umgangston von "Gerd-2", mit dem der Eindruck entsteht, wer zu dumm oder nicht gewillt ist sein neues Teleskop eigenhändig umzubauen, der hat es nicht besser verdient...

    Na ja der Ton ist natürlich nur das Echo auf die Tonlage von einer anderen Person.

    Es geht hier auch nicht darum ob jemand warum auch immer nicht in der Lage oder gewillt ist seinen CC6 mit ein paar kleinen Handgriffen zu optimieren.

    Es geht eher darum ob jemand sich des außerordentlich günstigen Preises des CC6 bewusst ist und dann soviel Realitätsbewusstsein entwickelt das man bei einem so preisgünstigen Teleskop damit rechnen muss das da nicht alles gleich perfekt ist.

    Wer aus reiner Prinzipienreiterei ein derart preisgünstiges Teleskop das schon im Originalzustand durchaus brauchbar abbildet und mit ein paar kleinen Handgriffen optimiert werden kann schlechtredet und wer wohl eher aus Prinzip und nicht mangels Fähigkeit diese kleinen Handgriffe nicht macht. Sorry aber der ist in meinen Augen in der Tat nicht gerade besonders schlau.


    Grüße Gerd

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