DSLR Mondstacking

  • Hallo Michael, hallo Armin,
    ich werde es am Wochenende probieren. Stacken scheint ja nun schon im Fitsformat zu funktionieren. Ich werde auch bmp ausprobieren und versuchen, ob ich das Bild auch schärfen kann.
    Servus,
    Roland

  • Grüß euch Leute


    Kennt ihr PIPP (Planetary Imaging PreProcessor)?
    Ich habe damit schon Mondbilder, gemacht mit einer 450D in RAW, gestackt.
    Hat prima funktioniert. Gut es waren auch nur ca zehn Aufnahmen zum testen, sollte aber bei mehr auch funktionieren.


    servus Udo

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: arminius</i>
    da bin ich ja gespannt was dabei herauskommt.
    Ich würde natürlich bei Erfolg da Ergebnis sehr gerne sehen.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wenn das Stacken einen deutlichen Qualitätsgewinn bringen soll muss man aber mehr als 10 Bilder verwenden. Das musst du schon selber machen.


    Gruß
    Michael

  • Hallo Armin,


    um den Speicherbedarf in Grenzen zu halten wäre zu überlegen, ob man die Bilder nicht schon vor dem Stacken nach schwarz-weiss konvertiert. Der Mond hat zwar auch leichte Farbunterschiede, aber wenn es jetzt nicht gezielt darauf ankommt diese Farbunterschiede sichtbar zu machen, dann kann man beim Mond auf Farbe gut verzichten.


    Gruß
    Michael

  • Hallo Leute,


    dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ein Bekannter schickte mir den Link auf diese Diskussion.


    Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich mit der hochaufgelösten Mondfotografie. Unter anderem bin ich der Autor der Software https://github.com/Rolf-Hempel/MoonPanoramaMaker. Ich habe mit allen genannten Stackingprogrammen gearbeitet. Leider sind sie alle nicht Open Source, so dass Aussagen über ihre Arbeitsweise (wie in diesem Thread) nur Vermutungen sind.


    Beim Mond habe ich die besten Erfahrungen mit AviStack2 gemacht. Das Programm ist primär für den Mond geschrieben worden, und das merkt man an einigen Stellen deutlich. AutoStakkert!3 wurde im wesentlichen für Planeten entwickelt und funktioniert beim Mond nicht ganz so gut. Leider ist es das einzige noch einigermaßen gepflegte Programm. AviStack2 und Registax 6 werden seit ca. acht Jahren nicht mehr gewartet. Nach der Neuinstallation auf Windows 10 funktioniert AviStack2 bei mir nicht mehr richtig (es ignoriert einen Teil der Frames). Also wird man zur Zeit nicht um AutoStakkert!3 herumkommen.


    Hier meine Tipps:
    <ul><li>Auf keinen Fall mit jpgs arbeiten, nicht zuletzt weil die Registrierungsalgorithmen durch die Artefakte fehlgeleitet werden. Sobald die Bilder eingelesen sind, ist das Fileformat sowieso egal.</li>
    <li>Immer alle Bilder gleichzeitig verarbeiten. Also nicht in Gruppen aufteilen, und die Ergebnisse hinterher nochmal stacken.</li>
    <li>Auf jeden Fall die 64bit-Version von AutoStakkert!3 verwenden.</li>
    <li>Ich hatte früher bei Panoramen mit der Canon 5DMKII Probleme, das volle Bildformat in AviStack2 bearbeitet zu bekommen. Ich habe das damals so gelöst, dass ich mit dem Programm Canon DPP einen Vollmond in vier überlappende Ausschnitte unterteilt habe (identisch für jede Aufnahme) und die vier Teilbilder separat gestackt habe. Nach Stacking und Schärfung in AviStack2 habe ich die vier Bilder dann als Panorama zusammengesetzt. Das ist nicht elegant, hat aber immer gut funktioniert.</li>
    <li>Stackingprogramme können auch aussteigen, wenn man zuviele "Alignment Points" verwendet. Beim Mond dürfen das schon mehrere Tausend sein, aber auch nicht mehr.</li>
    </ul>
    Übrigens beherrschen außer AutoStakkert auch AviStack2 und Registax das "De-Warping", also die lokale Verschiebung an Hand von Ankerpunkten. Ältere Stacking-Programme wie Giotto können das nicht und sind für flächenhafte Objekte daher weniger gut geeignet.


    Schöne Grüße
    Rolf

  • Hallo Michael,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: mkoch</i>
    <br />Hallo Armin,


    um den Speicherbedarf in Grenzen zu halten wäre zu überlegen, ob man die Bilder nicht schon vor dem Stacken nach schwarz-weiss konvertiert. Der Mond hat zwar auch leichte Farbunterschiede, aber wenn es jetzt nicht gezielt darauf ankommt diese Farbunterschiede sichtbar zu machen, dann kann man beim Mond auf Farbe gut verzichten.


    Gruß
    Michael
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Farbe beim Mond finde ich ein spannendes Thema. Wenn man die bestmögliche Schärfe erreichen möchte, ist sie aber eher störend. Daher nehme ich meine neueren Panoramen vorwiegend im Nahinfrarot auf. Hier ist ein Beispiel: https://www.dropbox.com/s/jcq0…Moon_Rolf-Hempel.jpg?dl=0.


    Um auf die Farbe dennoch nicht verzichten zu müssen, habe ich ein Programm geschrieben (https://github.com/Rolf-Hempel/PlanetarySystemLRGBAligner). Damit kann man ein S/W und ein Farbbild, die mit verschiedenen Kameras aufgenommen wurden, zu einem LRGB-Komposit zusammenführen. Das ist bei Mondaufnahmen nicht trivial, weil man auch hier in jedem Pixel eine lokale Verschiebung berechnen muss. Sonst gibt es hässliche Farbsäume.
    Im Nachbarforum habe ich das Open-Source-Programm unter
    https://forum.astronomie.de/th…ond-oder-planeten.266867/ etwas genauer beschrieben.


    Schöne Grüße
    Rolf

  • Hallöchen zusammen,


    gestern war zwar ein mieses Seeing, jedoch musste ich wieder einen Versuch starten mit der DSLR geschossene Mondfotos zu stacken.
    Ich habe 100 Bilder in RAW gemacht, sie dann nicht wie sonst als Fit`s Datei versucht zu verarbeiten sonder die RAW in BMP umgewandelt.
    Hab sie dann mit AS2 verarbeitet und siehe da, es ging, obwohl die BMP Dateien je über 50MB ausmachten.
    Skywatcher ED 150/1200/1680mm, Kontrast, Farbe, Schärfe mit Fitswork.


    Wie gesagt, war nur ein Versuch bei flimmriger Winterluft. Daher ist die Schärfe nicht wirklich gut.



    Gruß,
    Armin

  • Hi Armin,


    fast den gleichen Workflow habe ich auch genutzt. Ich hatte die RAWs aber in etwas runterskalierte TIFs konvertiert. Sonst ist AS wie bei Dir auch steckengeblieben. So sah es dann bei mir aus. Ich war eigentlich ganz angenehm überrascht, da ich gelesen hatte, Mondbilder wären nur mit zig tausend Videoframes möglich.


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