Anschaffung Schulteleskop Gymnasium

  • Hallo Leute,


    ich bin Lehrer für Geographie an einem Gymnasium in Bayern. Zusammen mit einem Physiklehrer bin ich am überlegen, ein Schulteleskop anzuschaffen. Ich selber besitze zwei Dobsons (10 und 16 Zoll). Aus diesem Grund war mein Vorschlag auch sehr dobsonlastig:


    10" GSO Deluxe Dobson
    Hyperion-Okulare in 8, 13 und 31mm
    Baader OIII in 2"
    Telrad+Reiseatlas


    Das Equipment ist glaub ich für einen gehobenen Einstieg gut geeignet. So... jetzt zu meinen Fragen:


    1. Welche Erfahrungen habt ihr mit Schulteleskopen?
    2. Ist die Fixierung auf visuell zu einseitig?
    3. Werden die Angebote im Regelbetrieb auch von Schülern nachgefragt?
    4. Habt ihr andere Empfehlungen bezüglich Teleskop und Ausstattung?


    Viele Grüße
    Thomas

  • Ich bin ehrlich gesagt ziemlich skeptisch, was den Einsatz von Schulteleskopen angeht. Man benötigt schon eine sehr enthusiastische Schülergruppe, damit sich das lohnt. Bedenke: die wenigsten Schüler haben Lust freiwillig zu später Stunde noch mal in die Schule zu gehen. Und wegen des Wetters ist an langfristige Planung eh nicht zu denken.
    Ich selbst habe am Gymnasium vor Ort immer mal angeboten was zu machen (Schulhaus genau gegenüber), aber bis auf die letzte SoFi kam noch nichts zustande (und da auch nur weil ich halt draussen stand und die Klassen dann zu mir raus sind).
    Evtl. wären ja Beobachtungsausflüge zu Sternwarten in der Umgebung eine Option? Oder der Lehrer nimmt eine interessierte Schülerschar einfach mal mit aufs Feld :)


    Grüße, Heiko

  • Hallo Kollege,


    ich bin zwar an einer NRW-Gesamtschule mit Geschichte und Kath. Religionslehre für den Himmel zwar eher im metaphysischen Sinne zuständig, leite dort aber auch die Astronomie-AG und werde am kommenden Wochenende mit Schüler zu meiner Sternwarte ins Sauerland fahren (Rainer-Ludwig-Sternwarte Medebach).


    Ich selbst habe nie "gedobst" und gerade für öffentliche Führungen oder Schulveranstaltungen mit wechselnder Besetzung aus im Beobachten unerfahrenen Schülern <b>ist eine nachgeführte Optik zwingend</b>, denn du wirst nach jedem einzelnen Schüler das Teleskop wieder neu ausrichten müssen. Läuft das Objekt aus dem Gesichtsfeld, schieben die Schüler unwillkürlich das Teleskop in die umgekehrte Richtung, weil ihnen der Anblick "auf dem Kopf" natürlich unvertraut ist. Ich habe mittlerweile selbst das kleinste 2-zöllige Gerät mit einem simpelsten Nachführmotor ausgestattet, um das zeitraubende Wiedereinstellen der Objekte zu vermeiden.


    Wenn du aus verständlichen Kostengründen einen Dobson anschaffen willst, so unbedingt mit einer EQ-Plattform, die 1-2 Stunden nachführt. Ferner sollte man an einen Dobson Bügel über die Höhenräder basteln, die mit einer Schraube angezogen werden können und damit die Bügel die Höhenräder etwas hemmen oder fixieren können. Etwas ähnliches zum Hemmen der drehbaren Plattform wäre auch nützlich.


    Es entgehen dir und den Schülern sonst wertvolle Beobachtungszeit, deine Geduld als Aufsichtführender wird geschont, wenn der Beobachtungsabend dadurch langweilig für die wartenden Schüler wird, weil du ständig einen Dobson auf die Objekte wieder neu einstellen musst, anstatt dass die Schüler rasch nacheinander an einem nachgeführten Teleskop beobachten können.


    Das beantwortet bislang schon deine Fragen 1 und 4: Unbedingt nachgeführte Schulteleskope!!


    Zu 2 noch schnell: Wenn dein Standort dunkel ist, gibt es so viel mit den Kindern zu bestaunen, dass man sich kaum mit einem Foto von einem Objekt allein in der Nacht aufhalten will. (Wenn du aus einer Großstadt heraus beobachten musst, dann wäre das anders, denn da kriegt man mit moderner Fototechnik wohl möglich überhaubt erst etwas dedektiert.)


    Zu 3: Die Jahrgänge 5 und 6 sind immer sehr empfänglich und wenn die Feuer gefangen haben, bleiben die bei der Sache. Bis die Mofa-AG und andere Interessen stärker durchkamen (Mädels) waren bis Ende letzten Schuljahres 5 Jungs bis Ende der 8 Klasse dabei, die visuell am Ende schon richtig versiert waren, so dass denen der Saturnmond Hyperion schon aufgefallen war, ehe ich ihn selbst zum ersten Mal wahrnahm.


    Soweit meine Erfahrungen aus NRW an Bayern,


    Hubertus

  • Hallo!


    Ich unterrichte auch an einer Schule (in Österreich) und leite dort das Freifach Astronomie.
    Und wir verwenden ebenfalls einen Dobson (8" Skywatcher).


    Mit den älteren Schülerinnen und Schülern (die sind hier 14-18) klappt es gut, die jüngeren kommen mit dem Nachschubbsen nicht zurecht. Hier hilft nur GoTo oder eine EQ-Plattform, damit sie selbst nur noch durchsehen müssen.


    Wir betreiben die Beobachtung nur visuell (mit dem Dobson und Ferngläsern) und das reicht völlig aus. Ab und an versuchten Schülerinnen und Schüler mit dem Handy durchs Dobson zu fotogarfieren, deshalb haben wir eine Handyhalterung angeschafft mit der man Handys vor dem Okular fixieren kann. Alle sind zufrieden - damit gab es schon recht schöne Mond- und Planetenfotos!


    Bei uns ist die Nachfrage nach dem Astronomie-Freifach groß - mittlerweile sind es alleine bei den Oberstufenschülern (= 14-18jährige) 2 Gruppen!


    Ich finde ein Dobson ideal, da es einfach zu bedienen ist, das justieren können die Schülerinnen und Schüler auch gleich lernen und man kann so gut wie alles damit beobachten! Und wir haben ein altes kleines (mein eigenes erstes Dobson) an dem die Schülerinnen und Schüler herumschrauben können - Spiegel ausbauen, optische Tests machen, usw. - das kommt super an! Daher nein, ich finde Dobsons in der Schule perfekt.
    Auch die Ausstattung mit Telrad, Okularen und OIII finde ich gut.
    Filter für den Mond nicht vergessen - der ist schon in 8" zu hell ohne Filter!


    Wir haben auch noch ein Bino angeschafft, da sich vor allem die jüngeren sehr schwer tun mit nur einem Auge zu beobachten! Ich möchte es nun nicht mehr missen!


    Grüße aus Österreich,
    Mario

  • Hi!


    Nach meiner Erfahrung von der Heilbronner Volks- und Schulsternwarte würde ich sagen: Sachen für den Schulbetrieb müssen atombombenfest sein, wenn Schüler und Lehrer dran dürfen. Und da ich mitkriege, dass es immer schwerer wird, Abends was zu organisieren (nicht nur wegen der Motivation, sondern auch wegen den Regeln und Genehmigungen), würde ich die Sonne nicht vernachlässigen. Das meiste wird doch tags/nachmittags stattfinden. Ein kleines Lunt dazu wäre natürlich optimal.


    Meine Empfehlung wäre ein Refraktor mit 90-100mm Öffnung, Leuchtpunktsucher (Deckel von optischen Suchern gehen verloren, und dann wird Sonne beobachtet) plus Sonnensucher und Herschelkeil auf einer robusten Montierung (Klasse HEQ-5) mit Nachführung und Goto. Entweder was azimutales mit Goto (wegen schnell aufgebaut) oder parallaktisch, um die Erddrehung besser zu zeigen. Optimal wäre irgendwo eine Säule, damit das Einnorden keine große Zeit in Anspruch nimmt. Smartphone-Adapter für Mondfoto ist heute auf jeden Fall sinnvoll. Klar zeigen 8" an Deep Sky mehr, aber wie oft wird es an der Schule benutzt?


    Die Sonnenblende SB2 von Euro-EMC habe ich gestern an unserem Tag der offenen Tür auch wieder zu schätzen gelernt.


    Bei der Motivation macht es einen Unterschied, ob man eine normale Klasse hat, die mal durch das Teleskop schaut (ein paar Interessierte sind dabei, aber die Hälfte macht Blödsinn), oder eine wirklich interessierte Astro-AG – für die wäre ein Dobson meiner Meinung nach sinnvoll, für normale Klassen nicht. Wer ist die Zielgruppe?


    =&gt; Mario: Deine Erfahrung mit dem Bino finde ich interessant – ich benutze den Bino-Ansatz für die Öffentlichkeit gar nicht mehr, weil ziemlich viele Gäste schon mit dem Fokussieren überfordert genug sind und dann noch den Augenabstand einstellen müssten. Viele beobachten dann einfach monokular (egal ob an Teleskop oder Mikroskop). Bei jungen Kindern beobachte ich oft, dass sie ziemlich schräg in das Okular schauen wollen. Auch das gilt wieder nicht für die Astro-AG, sondern für die, die nur einmalig einen Blick durch das Fernrohr werfen. Bei einer kleinen, interessierten Gruppe lohnt sich das Bino.


    Und ganz wichtig: Ein Koffer mit Fächern, in dem alles seinen Platz hat, und ein Bild, das zeigt, was wohin gehört. Ich habe mir bei https://www.koffermarkt.com/koffer-schaumstoff-konfigurator mittlerweile schon ein paar Hartschaumeinlagen maßfertigen lassen. Das erhöht die Chancen ungemein, dass keine Teile verloren gehen. Thomann fertigt Flightcases nach Maß an.


    Beste Grüße,
    Alex

  • Hallo Leute,
    vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Der Himmel bei uns wäre ganz brauchbar. Ich hab vom Pausenhof aus mit meinem eigenen Dobson Galaxienhaufen beobachtet. Unsere Schule hat ein Internat. Von daher wären immer Schüler auch am Abend vor Ort. Die Frage ist halt nur die, ob die dann auch Interesse habendes ganze ernsthaft zu betreiben.


    Bevor wir sowas anschaffen wollen wir uns ein Nutzungskonzept überlegen. Mit Physik und Geographie könnte man schöne Seminarthemen anbieten, bei denen die Gerätschaften miteinbezogen werden könnten.


    Die Idee mit der EQ-Plattform finde ich sehr gut. Das ständige Zwischenschubsen ist bei einer größeren Gruppe nervig. Ein SC scheidet für mich aus, da er nur gespiegelte Bilder liefert, die eine Orientierung mit der Sternkarte nahezu unmöglich macht. Ein Refraktor ist teuer und hat nur wenig Öffnung. Bleibt nur der Newton. Einen 10Zöller auf Montierung stelle ich mir in vielen Situationen einblickkritisch vor. Bleibt nur der Dobson übrig.


    Liebe Grüße
    Thomas

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: skytom85</i>
    <br />Bleibt nur der Dobson übrig.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    So viel zu Frage 4)...


    Aber your mileage may vary, wie's so schön heißt.


    Beste Grüße,
    Alex

  • Hallo Thomas,


    Internat und guter Himmel ist schon mal eine super Voraussetzung!
    Das mit dem ernsthaften Interesse würde ich vor der Anschaffung prüfen indem ich ein paar Beobachtungseinheiten mit dem eigenen Teleskop und ein paar Ferngläsern organisieren würde.
    Meiner Erfahrung nach sind es nur wenige Schülerinnen und Schüler pro Klasse, die wirklich Interesse haben. Daher halte ich astronomische Beobachtungen für ganze normale Klassen nicht für sinnvoll. Als eigene Freifachklassen (in Deutschland sind das dann wohl AGs) ist es aber super, denn dafür melden sich dann doch nur die, die Interesse haben.


    Bei mir wurde es der Dobson einfach auf Grund der finanziellen Lage. So ein 8'' Dobson ist schnell besorgt, kostet nicht all zu viel und wenn es nicht klappt, lässt er sich auch wieder gut verkaufen.
    Dazu kam bei uns schnell ein Coronado PST für die Sonne, da wir kein Internat sind und daher vor allem unter Tags beobachten können.
    Wäre nicht der finanzielle Aspekt, hätte ich aber ein SC oder einen Refraktor entsprechender Größe bevorzugt.




    Und an Alex:
    Ich kenne das Mono/Bino Problem vom Mikroskopieren (ich bin Biologielehrer). Hier ist das gut erforscht und es gibt mehrere Arbeiten dazu die zeigen, dass die Möglichkeit zum exakten einäugigen Sehen sich erst mit der Pubertät ausbildet. Jüngere Kinder brauchen in der Regel einfach beide Augen um etwas zu erkennen, da selbst beim Zuhalten oder Schließen des anderen Auges das Gehirn beide Bilder überlagert und sie dann einäugig alles extrem dunkel sehen.
    Daher haben wir (und alle anderen Schulen die ich kenne) in der Mikroskopie Stereolupen oder andere Mikroskope mit Bino für die Unterstufenschüler (in Österreich sind das die bis 14 Jahre) und nur für die älteren Schülerinnen und Schüler die größeren monokularen Mikroskope.
    Bei Teleskopen ist es genau so, was mir auch von der nächstliegenden Sternwarte bestätigt wurde. Die machen Kinderführungen auch alle mit Bino und plötzlich kommt bei den Kinders das Wow-Erlebnis!


    Und ja, beim Einstellen muss nicht nur der Fokus sondern auch der Augenabstand eingestellt werden. Aber das bekommen zumindest hier die Schülerinnen und Schüler recht schnell mal hin, vor allem wenn man das Beobachten mit Ferngläsern beginnt (wo es ja das gleiche ist). Somit kann ich es wirklich nur wärmstens empfehlen!


    Grüße, Mario

  • Hallo Thomas,


    in der Schule würde ich auch Wert auf "Messung" und "Auswerten" legen. Das wäre zugegebenermaßen Physik ;-).
    Also ein Okular mit Fadenkreuz und noch besser mit Skalen. Vielleicht kann man ein Okular der Biologen verwenden? Allerdings müsste das beleuchtet sein.


    Ich ziele auf die Richtung Doppelstern Bewegung ab. Vielleicht auch Variable Sterne. Aber auch mal Kometenbewegung, Asteroidenbewegung, Near Earth Asteroiden, Mondkraterdurchmesser,...Auch daher fände ich was parralaktisches nicht völlig daneben.


    Jetzt bin ich Techniker und daher vielleicht zu sehr auf das Messbare fixiert ;-), jedenfalls zu pädagogischen Zwecken (im Hobby mach ich ja auch nix drartiges) ...


    CS,
    Walter


    Nachtrag - so etwas:
    https://www.teleskop-express.d…de-Vermessungsokular.html

  • Hallo Mario,


    interessant. Ich hatte sogar im Grundstudium an der Uni beobachtet, dass einige Komillitonen anfangs lieber monokular am Stereo-Mikroskop arbeiteten... Aber Kinder sind auch eher aufgeschlossen, mal an Fokus oder Augenabstand was zu verstellen als die Erwachsenen[:D]


    Beste Grüße,
    Alex

  • Hallo Thomas,
    ich betreue die Sternwarte an einem Gymnasium. Wir haben ein C14 (ein kleineres, ev gebraucht ist natürlich erschwinglicher) mit Goto (Koch FS2) auf Gabelmontierung.
    Der Vorteil eines Cassegrains und der Gabelmontierung ist, dass der Einblick mit Zenitprisma (fast) in jeder Position sehr einfach ist. Ein weiterer Vorteil: Das große Brennweite und das Öffnungsverhältnis f/11 zeigen schon mit sehr einfachen und damit günstigen Okularen (auch mein Budget ist sehr begrenzt) z.B. Planeten, Kugelsternhaufen und planetarische Nebel in ansehnlicher Größe.
    Das Interesse der Schüler ist sehr groß, neben einem Wahlkurs (über 20 Schüler) habe ich auch ein P-Seminar Astronomie, das Beobachtungsabende für ganze Klassen, andere Schulen, Kindergärten und Vereine organisiert.
    Man glaubt gar nicht, wie viele sich für Astronomie interessieren. Beim letzten öffentlichen Beobachtungsabend waren über 100 Besucher da, die leider teilweise nicht bis zur Sternwarte hochgekommen sind.
    Ach ja: Für größere Gesichtsfelder (ein Nachteil des Cassegrains) und damit die Wartezeit nicht zu lang wird, habe ich noch einen Refraktor huckepack.
    Auf jeden Fall viel Spass mit deinem Wahlkurs!


    Servus, Stephan

  • Leute,
    macht es nicht komplizierter als es ist.


    Praktische Astronomie muss erst mal in den Lehrplan passen.
    Dann braucht man Schüler, die mitmachen. Klassen mit über 20 Schülern ... zum Glück bin ich kein Lehrer um die zusammenhalten zu müssen. Ich täte so eine Klasse aufteilen auf Gruppen von bis zu 7 Schülern. Es findet eh außerhalb vom Stundenplan statt und muss nicht in einer Nacht stattfinden.


    Astrometrie (Positionsbestimmungen) täte ich an Planeten üben. Da kann man z.B. die Schleife in Opposition aufzeigen. Ansonsten klassisch Sternzeitbestimmung (Astronomie als Uhr) mit Meridiandurchgängen. Galt vor der Atomzeit lang genug als Referenz. Viel mehr "Stunden" werden für das Fach kaum zur Verfügung stehen.


    Nice-to-have sind besondere astronomische Erscheinungen, wie Kometen, Transits etc.


    Ich täte Wert darauf legen, das Ganze interdisziplär aufzuziehen. Z.B. in Verbindung mit Geschichte (Renaissance/Reformationszeit: Kopernikus, Galileio, Kepler ... Aufklärung: Ole Römer's Messung der Lichtgeschwindigkeit bis Newton. Und Antike: Ptolemäus etc.), Mathematik sowie Physik.


    Die eigentliche Beobachtung sollte m.E. entspannt stattfinden. Es dürfte schon schwierig genug sein, jedem zu erklären, wie man überhaupt durch ein Teleskop schaut. Dazu kommen die Probleme mit Brillenträgern, Tau, falsche Klamotten (frieren) etc.


    Wenn ich an die vielen Rückfragen von Anfängern bezüglich parallaktischen Montierungen mit Goto hier lese ... Finger weg im Schulbetrieb. Lehrer sind auch Anfänger, wenn die das nur zweimal im Jahr machen. Das geht schon los mit dem Kabelgedöns, wo was hingehört. Man darf so was nicht von einer Person abhängig machen, die sich auskennt. (Die könnte ja mal krank werden, ihre Arbeitsstelle wechseln etc.)

  • Hallo Thomas,


    ich bin zwar kein Lehrer, habe aber immer wieder Jugendgruppen oder Schüler zu Besuch auf meiner kleinen Rolldachsternwarte.


    Mein festes Instrument in der Sternwarte ist ein SCT (Celestron CPC 925) mit Binoansatz. Daneben stelle ich meist einen 4" Refraktor auf parallaktischer Montierung und einen 12" Dobson im Garten auf.
    Das CPC und der Dobson sind bei den Kindern und Jugendlichen die
    beliebtesten Instrumente.


    Der Anblick von Mond und Planeten im SCT mit Binoansatz löst Begeisterung aus. Ferner ist der Einblick am gabelmontierten SCT in jeder Stellung komfortabel. Die Gotosteuerung, die sich auch mit diversen Planetariumprogrammen ansteuern lässt, begeistert die Kinder ebenfalls. Alles in allem, ein gabelmontiertes nachgeführtes SCT wäre sehr gut für deine Zwecke geeignet. Für Planeten und Mondfotos oder Lucky Imaging ebenfalls hervorragend geeignet.


    Ok, die Bilder im SCT sind spiegelverkehrt. Wen das stört kann ein Zenitprisma für aufrechte und seitenrichtige Bilder verwenden. Sternkarten lassen sich auch spiegelverkehrt ausdrucken.
    Die Objekte sucht man aber mittels Sucher oder Leitteleskop.


    Der Dobson ist einfach und intuitiv bedienbar, was den Jugendlichen gefällt. Mit einem Telrad-Sucher und einer Sternkarte lassen sich viele Objekte im Handumdrehen auch von weniger geübten Beobachtern finden.


    Also meine Wahl wäre entweder ein Goto-SCT auf Gabelmontierung oder ein Dobson ggfs. mit Nachführplattform.


    Eine kleine Rolldachsternwarte für das Internat wäre ebenfalls einen Gedanken wert. Die könnte z.B. im Rahmen eines Schülerprojekts selbst gebaut werden, Als Basis kann z.B. ein handelsübliches Gartenhäuschen dienen, das relativ einfach zur Rolldachhütte umgebaut werden kann.


    Viele Grüße
    Robert

  • Ich habe mal mit einer von mir betreuten Schul-AG im Hamburger Westen mit einem 10" Dobson gearbeitet. Die Optik mochte mein Astroverein nicht mehr, die Rockerbox war aus Schulmöbeln mit Hilfe des Hausmeisters und eines schreinerisch begabten Schülers zusammengedengelt :-) Das Ding passte zerlegt in einen Schrank der Biosammlung. Die Schüler waren dazu in der Lage, das Ding zusammenzubauen, herunterzutragen, die Optik grob zu justieren und ab ging's.


    Man kann damit natürlich keine hochwissenschaftlichen Sachen machen, aber es ist a) stabil & robust, b) leicht verständlich, c) funzt, d) reicht von der Optik her aus, dass man auch etwas sieht. Kann ich nur empfehlen. Man kann damit die wichtigsten Objektkategorien wirklich sehen, auch wenn man kein so furchtbar geübter Beobachter ist. Das ist doch super!


    Ich kenne demgegenüber platzbeengte Schulsternwarten mit komplexer äquatorialer Steuerung, Fernrohr ist ein "Heiligtum" der Schule, an dem nur ganz wenige Leute arbeiten dürfen, usw; man soll Video in einen Fachraum übertragen usw. Funktioniert nicht wirklich, ist zu komplex, erfordert eine wirklich damit vertraute Lehrkraft, Interaktion der Schüler mit dem Ding ist oft nicht möglich, usw.


    Für Sachen, die eine äquatoriale Montierung erfordern, kann man immer noch einen kleinen Newton auf einer kleinen äquatorialen Monti dazukaufen.


    Hartwig

  • Hallo Thomas,


    wichtig ist die Jugendlichen von Anfang an mit einzubeziehen und neugierig machen!


    Dazu ein Beispiel: mit Astrofreunden hatten wir im August 2017 Sonnen und Mond Beobachtungen gemacht, und danach die Frage der Jugendlichen, beantwortet was kann man noch am Tage beobachten?
    Also wurde der 12" Goto Dobson auf helle Sterne und Nachmittags auf Jupiter eingerichtet.
    Das Erstaunen war groß, was man doch Alles sehen konnte, wenn man es mit Goto anfahren konnte!


    Dann aber kam der Gigg, als der 10" Dobson eines Freundes ausgerüstet mit Easy - Push - to &gt; https://romer-optics-llc.mysho…/collections/easy-push-to &lt; &gt; den Umstehenden nun alle auf dem Handy die Passende App aufrufen ließ und so Alle die Teleskopposition verfolgen konnten.
    Im Nu war der Goto Dobson fast abgemeldet, denn alle wollten nun selber Objekte vom Display geführt aufsuchen!


    Beim nächsten Astrotreff, hatten sich schon 5 Jugendliche Teleskope damit ausgerüstet,
    2 Dobson 150/1200mm + 200/1200mm wurden neu gekauft, aber auch 2 vorhandene 114/900mm und ein 150/1400mm wurden so auf Dobson umgerüstet, wobei ich mit Bauvorschlägen unterstützend helfen konnte.


    Und gerade diese Drei sagten, endlich kann ich, mal das sehen was ich mir beim Kauf mal vorgestellt hatten, kein Wackeln mehr und auch finden, was ich damit Alles zu sehen ist!
    Und das leidige Einrichten, bis damit alles auch positionierbar ist hat ein Ende, dort kam der größte Frust mit meinem 114/900mm Newton her, wenn es nicht so richtig klappen wollte, erzählte eine Astrobegeisterte Schülerin!


    Einfach Genial war noch zu hören, das " Easy - Push - to" kann ich auf jede spätere Teleskopgröße mitnehmen!


    Viele der Astrotreffs gingen dann bis weit in den späten Abend hinein, da auch ein Abholservice mit den Eltern verabredet war!


    Wo dann die richtigen Highlights Gasnebel; PN und Kugelsternhaufen aus Tausenden Lichtjahren Entfernung, live sichtbar und erlebbar wurden.


    Danach danach auch noch die vielen Galaxien rund um den Großen Wagen, die nun aus 20 - 60 Millionen Jahren noch Licht in Deren Augen schickte.
    Wenn das denn so Erkannt wird, und Sie dann die überschwänglichen Kommentare, von dem gerade Gesehenem den verblüffen Eltern mitgeteilt wird, höhren!


    Und nach dem Die sich, von den Sprösslingen gedrängt, an M81 + M82 davon überzeugt haben, das da Millionen Jahre altes Licht, auch in Ihr Auge triff.
    Dann das mit, hab garnicht gedacht, das es so Toll und ein so ernsthaftes live Erlebnis ist, quittiert wird, hat man es richtig gemacht!


    Objekte wie Jupiter oder Mars (bei entsprechender Tagessichtbarkeit) sind so auch sehr gut beobachtbare Objekte, dazu kommen natürlich die hellsten Sterne, im Großem Wagen; Laier; Schwan usw. , welche am Tageshimmel zu finden wären: Arktur, Betelgeuse, Sirius - ein Versuch ist unbedingt zu empfehlen!


    Der Skyglow-Neodymium und ein Hochwertiges Schott Orange Filter hilft hier, dämpft das Atmosphärische Streulicht und verbessert so den Kontrast etwas, der Orangefilter nimmt den Blauschimmer zurück, um Mond und die Planeten zu beobachten.


    Die Schüler können so, dabei auch Aufnahmen mit dem Handy am Okular machen.


    So hatten wir schon 2014 übers Jahr Venus, Mars; Jupiter ( gegenseitige Mondbedeckungen) und Saturn auch Tagsüber bei Beobachtungen gesehen. mit dem GOTO - Dobson angefahren.


    Auch am Mond lassen sich so manche Besondere Schattenstellungen ( oder das aufblitzen von Bergspitzen oder Kraterränder ) noch beobachten!



    Also ein Goto Dobson oder Solche mit " Easy - Push - to" System, die per Wi fi dann ein wirkliches Dabeiseinfeeling vermitteln mach Sinn, das so stärkere Aufmerksamkeit sicherstellt und nicht so schnell Langeweile bei den wartenden aufkommt!


    Da die sich das Objekt ja schon am Display anzeigen lässt, was man dann am Okular live erleben kann


    Wenn Es da finanzielle Hilfen oder Spenden gibt, wäre die Anschaffung von weiteren Newton - Tuben, die für den selbst Umbau angeschafft werden könnten und per Patenschaft vergeben werden, ein guter Weg mehr als nur die 4 - 7 Leute, länger bei der Stange zu halten!


    Besonders wenn man Langweiligere Lehrinhalte mit Astronomischen Themen und Erkenntnissen verbindet, damit man erkennt wozu man das alles lernt, z.B. Flugzeiten zum Mond, Mars oder für Umlaufbahnen ermittelt;
    Kratergrößen oder Berghöhen von Mondfotos aus berechnen, oder aus Stern - Lichtkurven, die man im Webb findet, Umlaufzeiten oder Helligkeitstufen berechnet!


    Auf die Frage der Schüler, wie kommen Die da drauf wie groß eine Planeten oder Sonnen Scheibchen ist und wie groß die Umlaufbahn eines nahen Planeten, hat der Lehrer den Lichtspot, eines Scheinwerfers in der Aula vom Flur aus vermessen lassen, dann den Durchlauf eines wiederkehrenden Schatten / Lichtpunktes!
    Daraus wurde ein 5 Wöchiger Forschungskurs mit 23 Teilnehmern und 4 Fachlehrern!


    Und der Bitte der Schüler doch sowas spannendes öfter im Unterricht zu machen!


    Eine Schülerin bemerkte, jetzt verstehe ich den Ausspruch "Mutter der Wissenschaft" so betrachtet ist Astronomie ja wirklich die Mutter aller Wissenschaften, wenn man alle Anderen braucht um das Entdeckte zu erklären!


    Wie wahr!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Hallo Günter,
    das Ez Push to hört sich interessant an. Muss man das eichen, damit das System weiß, wie die Position des Telskops ist? Dann wird vermutlich die Ausrichtung an das Smartphone übertragen und darüber die Position in der eingeblendeten Sternkarte angezeigt, oder?
    Wie verhindert man, dass die Dunkeladaption durch das Handydisplay gestört wird? Ich weiß nicht, wie weit das ein Problem ist.
    Ansonsten scheint das eine feine Sache zu sein.
    Zum Dobson und Schulteleskop. Vermutlich würd ich da auch eine EQ Platform als Schulteleskop anschaffen. Die muss man ja nicht immer dabei haben, aber an öffentlichen Abenden, wo auch Eltern und Geschwister bzw. Besucher einmal durch das Fernrohr ein Objekt betrachten wollen ist eine Nachführung denk ich schon hilfreich.
    Servus,
    Roland

  • Hallo Leute,


    vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge und Infos. Ich habe vor einer Woche mit meinem privaten 10"er vom Sportplatz aus einen Beobachtungsabend gemacht. Die Resonanz war sehr gut und es waren auch viele Schüler da. Neben den Standartvorführungsobjekten (M27, Cirrus, M13...) haben wir auch ein paar Objekte außerhalb der normalen Wege beobachtet (NGC 7331, NGC 7888...). Der Himmel ist ganz brauchbar.


    Wir haben das Glück, dass wir neben der Schule ein paar Kilometer entfernt eine Sternwarte haben. Bevor wir jetzt was anschaffen, werde ich versuchen so oft es geht mit den Schülern auf die Sternwarte zu gehen, um auch zu testen, wie nachhaltig das Interesse ist.


    Viele Grüße
    Thomas

  • Es muss auch nicht immer gleich ein Teleskop sein: Bereits mit einem Teleobjektiv, einem einfachen Stativ und einer DSLR kann man die Helligkeit von Sternen bis (sagen wir) ca Magnitude 8 wunderbar *messen* und Lichtkurven erstellen, die Temperatur von Sternen bestimmen etc etc. Da hat man dann auch am Tag während des Unterrichts etwas zu tun (Datenauswertung).


    HBE

  • Hallo Roland,


    ja es muss geeicht werden an hellen Sternen aus einer angezeigten Liste!


    Mit Nachtansicht + Rotfolie ist das gut machbar!


    Es hat sich gezeigt, das ein Goto Dobson etwas besser für Demonstrationen geeignet ist als eine EQ Platform, die doch wohl zu oft verrutscht ist!


    Für Mond Beobachtungen mit Zeichenkurse per Planetenkamera und Beamer auf eine Leinwand in den Schulraum!


    Alle Easy - Push - to bestückten Dobson sind mit Libellen und einer Stellschraube, zum genauen Aufstellen ausgerüstet!


    Das selbst Aufsuchen per Handy ist aber eindeutig der Favorit bei den Kid´s!
    Es wurden 2 EQ Plattformen selbst gebaut, die aber nur von den Zeichnern regelmäßig genutzt werden.
    Die Anderen beobachten lieber ohne EQ freihand, weil sie es doch auch zu Hause dann so machen!


    Einige Besucher die mit eigenen Dobson kommen, können ein Easy - Push - to - Set ausleihen, da Das ja mit der Magnetbefestigung, nur an einen Dobson mit Metallstreifen ausgerüsteten Rockerbox, angesetzt werden muss!


    Der Lehrer hat dafür seine Original Rockerbox mit Goto für den 12" Schul - Newton nachgerüstet.


    Für seinen eigenen 12" Reiseteleskop - Umbau, eine Neue mit größeren Höhenräder direkt angepasst an eine EQ - Plattform mit Easy - Push - to gebaut und bemerkte, 15 Jahre hab ich per Sternhopping Objekte aufgesucht, jetzt finde ich jeden Beobachtungsabend, auch Alle, Die mit erheblichen Kopfverrenkungen immer schwierig waren!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Lieber Thomas,


    ich fange einmal mit 3. an: Werden die Angebote im Regelbetrieb auch von Schülern nachgefragt?


    Wir haben seit 18 Jahren schon ein Freifach Astronomie an der Schule (Realgymnasium, 600-700 SchülerInnen), und dieses ist immer sehr gut besucht - des öfteren muss ich mich sogar bemühen, Werteinheiten für einen 2. Kurstermin zu bekommen (so wie dieses Schuljahr, 34 TeilnehmerInnen).


    Ich habe einen Kurs am Nachmittag (allgemeinen Einsteigerkurs, für die jüngeren) und einen Abendkurs (Doppelstunde jede Woche, 18:00 Uhr bis 19:40 Uhr). Die Interessenslagen der SchülerInnen sind verschieden: manche eher das praktische Beobachten auf unserer Schulsternwarte, manche eher Unterricht und Austausch über astronomische Themen. Aber es war niemals in Frage, ob der Kurs zustandekommt - eher musste ich begrenzen.



    Wir sind in der glücklichen Lage, seit 2000 eine richtige Sternwarte zu besitzen (4m Baader Kuppel, http://www.keplersternwarte.at). Wir sind halt leider mitten in der Stadt, was unsere Möglichkeiten natürlich einschränkt. Das meistbenutzte Fernrohr bei uns ist nicht das größere (12,5" f/15 Cassegrain), sondern der kleinere Achromat (6" f/8). Sonnenbeobachtung ist ein sehr wichtiger Punkt, auch wir haben ein Coronado PST, das möchte ich keinesfalls missen. Die SchülerInnen lieben es, Mond- und Planetenschnappschüsse mit ihren Smartphones zu machen: reine Beschränkung auf einen Dob wäre also eine große Einschränkung. Und die Möglichkeit, mit einfachen Formen der Astrofotografie zu arbeiten bzw. vielleicht einmal zu spektroskopieren, ist für eine Schule schon interessant.


    Einen immer wichtigeren Platz im Schulleben nehmen bei uns aber jetzt die zwei jährlichen Fahrten zu Teleskoptreffen ein (zum ITT im Herbst und zum KTT im Mai), zu denen immer mehr SchülerInnen mitkommen möchten - ein mobiles Gerät ist also ebenfalls sehr wichtig (wir haben da einen 5" Bresser Refraktor; ich ab aber auch immer meine drei Newtons mit).


    Grüße aus Graz!


    Norbert


    P.S.: ich freue mich bei meinem schülerorientierten Teleskoptreffen in Österreich natürlich auch über Besuch aus Bayern ;)
    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=232150
    https://www.facebook.com/groups/2174725902853025/

  • Hallo, Thomas,


    ich spreche hier nur als privater "Einzelkämpfer", der Lust auf Astrofotografie hat.
    Hier mein Vorschlag, um mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit bei Deinen Schülern/innen Begeisterung zumindest für die DSO-Objekte auszulösen (Planeten nur visuell!):


    1. parallaktische Montierung: HEQ5 oder EQ6: Du weißt sicherlich,wie man sie vernünftig einnordet; mit Leuchtpunktsucher: damit die Schüler sehen, wo sich das Teleskop gerade am Himmel befindet und die wichtigsten Sternbilder kennenlernen! Das ist sehr wichtig, finde ich.
    mit Bleigel-Akku, ca. 26AH für die Stromversorgung


    2. 8" f/4 Foto-Newton, Stahl-Tubus reicht! wie man den justiert, weißt Du sicherlich.


    3. eine normale DSLR (z.B. von Canon, APS-C Format), unmodifiziert reicht!
    damit dann bei niedriger bis mittlerer ISO für jedes Objekt 30 sec Aufnahmen machen und das Ergebnis auf dem rückseitigen Display die einzelnen Schüler begutachten lassen.
    Die Schüler werden bestimmt die "plötzlichen" Unmengen an Sternen bestaunen! nicht nur bei den helleren Sternhaufen, sondern bestimmt auch die ersten Einzelheiten bei M31, M33, M81, M106 sowie den PN M27, M57, etc.


    Rein visuell wird so viel ungläubiges Staunen und zukünftiges Interesse für den Himmel sicher nicht erreicht werden können, meine Meinung!


    viele Grüße und häufiger cs
    Andreas

  • Schulteleskop ist doch unnötig, so lange die Schüler nur mit solchen Dingen wie Volumen- und Dichteberechnung von Planeten und ähnlichem Blödsinn gequält werden. Begeisterung für Astronomie schafft man so nicht, dafür aber sehr effektiv das Gegenteil.

  • Hey Thomas,
    "ein Teleskop anschaffen" heißt für mich immer "eine Montierung anschaffen".
    Mit einer schönen Montierung kann ich dann Fotos mit einer DSLR machen - da hat man ein sofortiges Erfolgserlebnis und einfachen Bezug zur Sternkarte.
    Mit einem Foto-Objektiv (135mm oder 200mm) kann man richtig interessante Objekte fotografieren.
    Clear Skies
    Dietrich

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: skytom85</i>
    <br />Hallo Leute,


    ich bin Lehrer für Geographie an einem Gymnasium in Bayern. Zusammen mit einem Physiklehrer bin ich am überlegen, ein Schulteleskop anzuschaffen. Ich selber besitze zwei Dobsons (10 und 16 Zoll). Aus diesem Grund war mein Vorschlag auch sehr dobsonlastig:


    10" GSO Deluxe Dobson
    Hyperion-Okulare in 8, 13 und 31mm
    Baader OIII in 2"
    Telrad+Reiseatlas


    Das Equipment ist glaub ich für einen gehobenen Einstieg gut geeignet. So... jetzt zu meinen Fragen:


    1. Welche Erfahrungen habt ihr mit Schulteleskopen?
    2. Ist die Fixierung auf visuell zu einseitig?
    3. Werden die Angebote im Regelbetrieb auch von Schülern nachgefragt?
    4. Habt ihr andere Empfehlungen bezüglich Teleskop und Ausstattung?


    Viele Grüße
    Thomas


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hallo Thomas,
    ich denke es ist am zweckführensten, mal Schulen zu kontaktieren, die das machen. Hier meine alte Schule:
    https://rgl-bgl.de/startseite/
    An der Kuppel auf dem Dach sieht man schon, was gemeint ist. Da war früher ein uralter nahezu unbrauchbarer Zeiss-Refraktor Typ D 200/1330mm drin, der dann auf ein 16"SC umgerüstet wurde. Möglich wurde das durch intensive Bettelarbeit bei Stiftungen durch den Förderverein und die Astronomische Arbeitsgruppe - ich war da auch nicht ganz unschuldig dran.... ;-)
    Clear skies
    Tassilo

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Schulteleskop ist doch unnötig, so lange die Schüler nur mit solchen Dingen wie Volumen- und Dichteberechnung von Planeten und ähnlichem Blödsinn gequält werden. Begeisterung für Astronomie schafft man so nicht, dafür aber sehr effektiv das Gegenteil.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ist das nicht ein Widerspruch?


    Ein Teleskop kann sehr gut dazu dienen, die Motivation zu erhoehen. Aber im Physikunterricht geht es natuerlich auch um Wissensvermittlung, und da gehoert auch Mathematik dazu. Insbesondere wichtig fuer Schueler, die sich fuer ein naturwissenschaftliches Studium interessieren.


    Ueber Mathematik hoert man oft Aussagen wie "Das ganze Rumgerechne braucht man doch nicht im Leben." -- gerade durch einen praktischen Bezug wie das von Dir angesprochene Berechnen von Planetenvolumina und Dichten wird die Mathematik doch greifbar, und damit interessanter. Und wenn man dann solche Berechnungen angestellt hat und abends auf dem Schulhof Jupiter mit seinen vier Monden sehen kann, um so besser.

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