Der Fallschirm ist zurück.

  • Summmmm....ssssss<b>SSSSSUMMMM!</b> BsssSSSUMMmmmmm...


    Am linken Ohr vorbei... am rechten Ohr vorbei... BbbSSSSUMmm...


    Ich lausche den spätsommerlichen Geräuschen, die geschlossenen Augen gen Sonne gereckt. Die Füße von mir gestreckt. Zwischen das Summen der Schwebfliegen mischen sich unzählige fröhliche Heuschrecken bzw. Grillen. Das angenehme und gar nicht aufdringliche Konzert begleitet die Sonne beim Untergehen. Irgendwo versteckt baumeln die vom Fußmarsch angefeuchteten Socken zum Trocknen. Das war´s mit der Romantik ;)
    Der Hüttenwirt hat sich längst mit einem herzlichen gute Sicht in den wohlverdienten Feierabend begeben. Der einzige auf 1550 m Höhe war hier und jetzt ich. Der Dobson ist mittlerweile aufgebaut und musste Modell stehen in der Abendsonne. So wie früher die 16jährigen ihre Mopeds fotografiert haben, hielt ich es nun mit meinem Dobson. Die schönen blauen Eloxierungen wollen schließlich gewürdigt werden und nicht nur ein nächtliches Dasein fristen :-))
    Hier aber nur mal den Anblick vom sich sonnenden 12"-Dobson – der will auch mal ein bissel Wärme, mit geschlossenem Deckel versteht sich.



    Die nachmittäglichen Wolken haben sich mit der letzten Seilbahn pünktlich weitgehend verzogen. Was bleibt, ist nun ein Schleier aus feuchter Luft, der unter dem Halbmond, der noch vor hellblauem Himmel schwebt, herumwabert.



    <i>der schöne Höhenweg</i>




    <b><font color="limegreen">Monolithen und abflauende Stürme</font id="limegreen"></b>


    Erst Mitternacht kommen die Wunder des tiefen Alls zu ihrem Recht, vorher heischen Mond, Saturn und Mars nach Aufmerksamkeit. Jupiter rief vergeblich, den habe ich gemütlich in Westen von dannen ziehen lassen. Ein erster Blick bei noch blauem Himmel auf den Mond zeigt interessante Formationen, monolithische Strukturen in glatter sie umgebender Ebene und zwei freche leuchtende Nasen am Terminator, die wie Leuchttürme auf einer Insel leuchteten. Und sie leuchteten wirklich.


    Das Seeing war noch durchwachsen, eher schlecht. Aber bei der Bewegung der feuchten Luft, wen wundert´s. Die Sonnenterrasse wird auch ihren Anteil an der noch unruhigen Sicht haben. Dicht bei dem Mond nehme ich ein recht hellen rötliches Sternchen war. Ich überlegte kurz, in welche Richtung das nun wandern würde, ob es zu einer Bedeckung kommen könnte. Ich kam zu dem Schluss – das könnte was werden! Der fahle Rand des Mondes war noch nicht zu erkennen. Ich hadere, beobachte ein paar Minuten – gehe zum Okularkoffer, um das 8er gegen das 13er Okular zu tauschen, vielleicht ist dann der Rand besser abzuschätzen. Und die Dauer, wann eine eventuelle Bedeckung kommen könnte. Ich kehre zurück und blicke durch das Okular - Stern WEG! NEIIIIIN! So ein Ärger! Das war offenbar <b><font color="orange">Stern 14 Sgr</font id="orange"></b> laut Kosmos Himmelsjahr, mit 5m5. Ich bemerkte auch Saturn in der Nähe zum Mond – na sowas – nur 1 Grad weg! Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre vermutlich noch der kleine Apo mit mehr Sehfeld ins Gepäck gegangen. Nagut, mein Rücken war auch so im A... vom Geschleppe. In Ärtzewitzekreisen „Organverschiebung“ genannt. Nunja... aber was ist das – noch ein Sternchen! Ein deutlich schwächeres aber gut sichtbares Sternchen näherte sich fast schon zusehends dem nun doch sichtbaren Mondrand. Wahnsinn – hab ich so noch nicht beobachtet. Ging das fix! Wie das Sternchen ausgeknipst wurde, fand ich regelrecht witzig.


    Das Seeing wurde besser. Der Mond wurde nun richtig interessant. Eine wirklich glückliche Phase habe ich erwischt, eine tolle differenzierte Landschaft. Ich drücke das Auge auf das Ethos und erlebe so mal das richtige Raumkapselfeeling – wow. Das mache ich selten, weil es sonst leichter beschlägt, aber beim Mond ist mir das egal, wenn es etwas beschlägt, da man noch genug sieht. Wie auch immer – ein großer Spaß. Ich ließ mich zu ein paar Photos hinreißen, ganz primitiv Kamera aufs Okular gedrückt gehalten, ohne jede Arretierung. Freihand. Immerhin eine nette Erinnerung... Hier mal in klein, wir sind hier ja im Deepsky-Board nech ;)




    <i>Okularprojektion durchs 8er Ethos</i>


    Aber es gehörte zur Nacht dazu... Das Sonnensystem heischte nach Aufmerksamkeit. Saturn zeigte seine Cassiniteilung umlaufend, ich drückte den Dobson am Okular einfach ein wenig nach unten rechts – da war er drin... Mars hat sich mittlerweile über den Dunst geschoben und zeigt mir seine klarsten und größten Details seit ca. 4 Jahren. Der Sturm löst sich auf! Eine dunkle, zweifingrige verwehte Struktur zeigte sich unter der kleinen Polkappe. So einen riesigen Mars habe ich wohl noch nie im eigenen Teleskop gesehen. Toll. Der Mond näherte sich dem Horizont – WAS? Schon fast Mitternacht?




    <b><font color="limegreen">Wir vertreiben Mond und Feuchte</font id="limegreen"></b>


    Die feuchte Luft umwaberte noch die fernen und näheren Berggipfel. Laut Prognose sollte die anfängliche Feuchte auf ca. 65% zurückgehen. Ich stand vom Hocker auf und bemerkte einen nassen Hintern. Ein Hoch auf die teure Dermizax-Membran, die nach wenigen Jahren sogar soviel Tau durch die Wetterhose lässt, dass gar die Wollunterhose darunter nichts am nassen A... verhindern kann. Das nenne ich Equipment. Naja, Hauptsache sitzt und schaut gut aus.
    Ich hatte mein Hygrometer dabei und beschloss, bei allem oberhalb von 85% Luftfeuchte den Dobson noch stur stehen zu lassen. Ich tingelte zum Gipfelpfad und verfeuerte ein paar Batteriebalken.




    <i>Der Mond geht links von der Zugspitze unter... Im Osten kommt schon der Winter daher...
    </i>



    Der Plan war tatsächlich einmal wieder zeichnen. Die Community hat noch die eine oder andre Rechnung mit mir offen, eine davon heißt NGC 891. Ich will mich in dieser Nacht diesem zeichnerisch schwer einschätzbaren Objekt vorsichtig nähern. Mal gucken, was so geht, was man schonmal machen könnte, und wenn es nur das Sternfeld ist. Aber bei feuchtem Papier? Nä.
    In der Ferne kreischte irgendein Getier, welches offenbar gerade Besuch von einem anderen bekam...dann war wieder Ruhe....


    Ich kehrte von meinem Gipfelausflug zurück, ein leichter Wind hatte sich aufgemacht. Eine leichte Brise. Der Mars sah im Dob schon reichlich zerwaschen aus – Fangspiegel beschlagen. Ich drehte den Dobson in die laue Brise. Nach einiger Zeit war der Spiegel frei. Es war halb ein Uhr Morgens und ich bekam Hunger. Typisch – dunkle Nacht bricht herein, Norman packt die Brote aus.
    Aber egal – die Berge zierten sich noch. Ein guter Himmel zeichnet sich in den Bergen dadurch aus, dass die fernen Berge sich dunkel vom Himmel abheben, am besten stockdunkel und messerscharf. Ein paar Gipfel zeigten sich langsam, der Dunst sank. Ich blicke aufs Hygrometer. Es ratterte. 82, 80, 76, 74, 72, … Der pünktliche tiefe Fall zum Monduntergang.




    <b><font color="limegreen">891</font id="limegreen"></b>


    Bei Stand 80 nahm ich einen Blick auf <b><font color="orange">NGC 891</font id="orange"></b> und attestierte dem Anblick ein „ Naja, hm.. okay.“ Staubband erkennbar aber nicht brüllend. 10 % später sah das schon anders aus. ES folgte nun ein „Ahja!“ Es ist frappierend, was die wenigen % Feuchte an diesem Objekt ausmachen.
    MC Waldkauz war auch wieder aktiv, verstummte jedoch mit zunehmender Brillanz des Himmels. Vermutlich machte der auch große Augen.


    Das Seeing war in der frühen Nacht nicht sooo doll, ich hatte noch Andromeda´s Parachute, diesen gelinsten Quasar, nochmal im Plan. Ein System, welches spektakulärerweise erst im Sommer 2017 entdeckt wurde und für uns Amateure deutlich leichter zu beobachten ist als Einsteins Kreuz. Letzteres kann man unterhalb von 16“ komplett vergessen, diesen Fallschirm hingegen aber...nunja. Letzten Herbst hab ich den Quasar bereits gesichtet, wusste aber nicht mehr, was genau ich sah. Also doch erstmal Dank mäßigem Seeing die 891 inspizieren. Hm.... wo fängt man da an? Ich probierte alle Vergrößerungen bis 270fach durch und schaute, was sich so tut am Objekt. Bei 270fach merkte ich – oha! Seeing. Seeing! Oha. Ich probierte irgendwo 450fach aus. OHA! Sorry 891 – wir sehen uns später.



    <b><font color="limegreen">J014709+463037</font id="limegreen"></b>


    Andromeda. Parachute. JETZT wollen wir doch mal sehen! Denn was braucht man bei einem tiefen Fall (Luftfeuchte und Luftunruhe) - genau - einen Fallschirm! [:D]


    https://arxiv.org/abs/1707.05873



    <i>Quelle: https://arxiv.org/pdf/1705.08359.pdf</i>



    Ich habe den DSS Ausdruck dabei, dem ein paar lapidare Kartenausschnitte für die Aufsuche vorausgehen. Eine schöne Zusammenstellung von Alvin Huey. DSS ist auf der zweiten Seite, wird ignoriert. Es ging erstmal nur ums Finden und dann gucken. Nach etwas Hangelei war ich da – oh – da ist er. So schwach? Und sternförmig bei 290fach, eher im Modus indirekt und gut aufblitzend.
    WAS? – den hatte ich viel heller in Erinnerung! Der Himmel bewegte sich transparenztechnisch gerade im Bereich guter Landhimmel. Wir haben wohl gerade um die 70% Feuchte vielleicht noch 75.
    Ich nehme die Powermate her und schraube auf 420fach. Okay, jetzt nimmt die Sache Form an – die Sterne sind noch klein! Der Fallschirm ist noch da. Schwierig festzumachen was da los ist, ich glaube schon bei dieser Vergrößerung deutete sich eine Form an. 720fach. Gut, dass mein Reisedobson Stützstreben am OAZ hat – der Hebel des Barlow-Gestänges mit 4,7er Ethos schaut nicht mehr gesund aus... Wenn das augenseitige Linsengerödel gefühlt länger ist als der Dob Durchmesser hat...dann wird es aber spannend! Wiederholt meinte ich eine längliche Ausdehnung vom Quasar zu sehen und versuchte es so oft wie nötig zu reproduzieren, bis ich den Positionswinkel in Relation zu den nahen Sternchen dingfest machen konnte. Ich war mir sicher – das Teil ist leicht länglich, und ca. 45 Grad schräg geneigt zu dieser Sternchenverbindungsachse. Blick aufs DSS – ich war gespannt...


    BINGOOOOO!


    Geil. Ich habe diese gelinste Quasarkette sicher als längliches Objekt wahrgenommen, in genau dem richtigen Winkel, also echt so gesehen. Schwierig war es, schwierig. Händisch um die 700fach nachzuführen ist keine Freude. Das Gebastel am Dobson hat sich aber ausgezahlt und es hat kaum gewackelt. An den Sehfeldrand schieben, durchziehen lassen, in den wenigen Sekunden des Durchziehens konzentriert drauf einsehen... so ging das eine knappe Stunde insgesamt, vom ersten Finden bis zur Sichtung der – natürlich ungetrennten – Quasar-Abbildkette.
    Immer wieder blitzte es aus der Kette heraus. Die schnelle Bewegung machte es unmöglich, da was klar zu identifizieren. Wer weiß, was bei einer Nachführung und noch besseren Bedingungen ginge! An Kompenonente D ist da natürlich mit 12" nicht zu denken, das ist sogar mir klar... [:D]



    <b><font color="limegreen">Und no amoi</font id="limegreen"></b>


    Ich schaute wieder auf NGC 891 – oha. Jo! JETZT sah es schick aus. Der Blick auf den Wassertacho: 60% Feuchte. Ich konnte regelrecht dabei zusehen, wie das Objekt im wahrsten Sinne des Wortes mit der Zeit richtig auftauchte... Ich beschloss, es bei einem kleinen Konzept zu belassen und wie ursprünglich angedacht – Topnächte für das Objekt zu nutzen. Der Himmel war dennoch überraschend gut geworden – schon bei 90% Feuchte sah er im Zenit bereits eher nach 50% Feuchte aus. Das strahlende Blau des Tages hatte mich nicht getäuscht und zu Recht spontan auf den Berg gelockt, trotz der späten Deepsky-Phase.



    <b><font color="limegreen">Neuland</font id="limegreen"></b>


    Der Himmel war gut genug, um am HTT anzuknüpfen. Eine Galaxienkombi, die Kai und ich zusammen an seinem 33er im Wolkenlückenhopping probiert haben. <b><font color="orange">NGC 27</font id="orange"></b> – nahe am linken oberen Kastenstern des Pegasus – und eine direkt nebenstehende laaaange dünne Galaxie <b><font color="orange">PGC 731</font id="orange"></b>– mit Staubband, auf dem DSS.



    <i>Screenshot vom SDSS-III in wikisky, hier mal aus ästhetischen Gründen nicht das alte DSS, auf dem alten sieht man das Staubband auch nicht so</i>



    Bei den durchwachsenen Bedingungen hatten wir kaum Zeit der Konzentration – was zu sehen war, war die NGC. Aber diese dünne PGC – puh, näh. Da waren beim HTT die Zirren schneller als der Blick auf die Karte.
    Der Kasten vom Pegasus stand heute hoch und ich wollte es mal probieren. Ich ruderte zunächst um eine andere Galaxie herum, die nur ganz schwach an der gedachten Stelle war – Verflixt – DAS soll eine NGC sein? Nach recht langem Rumgeeiere war ich unweit der bisherigen Stelle auf einmal richtig. Okay – HIER ist die NGC. Aber die Dünne? Puh. Lange nicht mehr so ein fieses Viech probiert. Ich hatte das DSS dabei. Ich wollte mal schummeln ;) Uff. Naja. Ich meine, es ist was aufgetaucht nach einigem Probieren - aber boah, nä. Keinen Bock mehr.
    Ich schnappte mir erstmal ein Leberwurstbrot. Äh, achnee, Käsesalami. Extra fürs Dunkle aufgehoben, die Leberwurst war schon in der Dämmerung dran, um Schmaddereien auf Augenlinsen zu vermeiden.... Manche wird es vielleicht freuen – JAAA! Die Gurke war auch wieder am Start ;) Immerhin hatten wir lauschige 12-15 Grad die Nacht über, keine Frostgefahr. Man lernt ja dazu.


    Ich spazierte den Höhenweg hinauf. Muah, hier ziehts! Schnell wieder runter. Zu den noch immer fröhlich zirpenden Grillen – und den Kuhglocken. Ich habe eine Tonaufnahme bzw. Video gemacht, da dominieren die Grillen irgendwie. Das klingt gar nicht mehr lauschig sondern vielmehr wie eine Schar Tour-de-France-Fahrer auf gerader Strecke mit ungeölten Ketten...


    Gut dass es in Wahrheit schöner war – und die LUFT! Herrlich. Ich weiß nicht mehr genau wo ich hingesteuert bin aber ein paar neue Sachen habe ich mir im Atlas markiert und wollte diese versuchen. Die Grillen zirpen und der Orion kommt hochgekrochen.... bzw. der war schon richtig da!


    Ich startete mit einem Ziel auf der Westseite – mit <b><font color="orange">UGC 3258</font id="orange"></b>, knapp zwei Gürtellängen nach „rechts“, die ich mir im Atlas markiert hatte, an einem Sternchen angelagert bzw. noch an einem zweiten schwächeren. War leicht zu finden, ließ sich recht hoch vergrößern, hab es bis 290fach getrieben. Konnte aber mehr als ein Glimmen an den beiden nahen Sternchen nicht erkennen. Jetzt in der Nachrecherche warum ich das aufgesucht hatte... tolle Struktur theoretisch... konnte ich aber nix von erkennen. Sah +/- nur wie ein elliptischer Silberstreif an den beiden Sternchen angelagert aus.



    <i>Screenshot DSS2 aus wikisky</i>



    Knapp oberhalb vom rechten Gürtelstern dann der offene Haufen <b><font color="orange">Be 20</font id="orange"></b>... Zuerst zeigt sich an der Stelle eine weite Ansammlung hellerer Sterne. Nee, kann nicht sein. Der soll Einzelsterne um die 14mag haben. Ah, DAA! Recht klein und an einem helleren Sternchen angelagert inmitten der helleren weitläufigen Sterne. Ich hielt mit bis zu 290fach drauf glaub ich. Naja, mal interessant....joah.



    <i>Screenshot DSS2 aus wikisky</i>


    Ich probierte oberhalb von M 78 vdB 62 ohne zu wissen was mich erwarten würde... und sah effektiv... nüscht. Mit viel Einbildung ein weiiiiter undefinierbarer Schmadder, der eher unter Hintergrundrauschen läuft.



    <b><font color="limegreen">As time goes by</font id="limegreen"></b>


    Verflixt, die Zeit – wo is´n die hin? Nach jedem Objekt ist irgendwie eine Stunde vergangen. 1,5 h noch, dann ist´s 5 Uhr! Wohin, was rein, was noch, schnellllll! Ah - <b><font color="orange">G1</font id="orange"></b>. Da wAAR doch was! Den wollte ich doch auch nochmal im 12er machen! Schaon auf dem absteigenden Ast aber hoch genug. Seeing leider nicht mehr so doll. Aber gut. Ich gehe nach dem Aufsuchen mit 13mm direkt auf 4,7mm – 290fach. Was im 13er Okular bei 100fach wie ein heller Knödel aussah, wurde nun klar getrennt in ein winziges nebelbällchen und 2 gut sichtbare Begleitsternchen. Toll! Hab ich so gut noch nicht gesehen. 420Fach. OkAAAY... jetzt nimmt´s wieder mal Form an. G1 deutlicher flächig. Seeing hält gerade noch durch. Ich stopfe mal noch das lange Hebelwerkzeug rein – 720fach. Oha. Entschuldigt die vielen Ohas, aber es war eine Oha-Nacht ;-))) Jo – wenn DAS mal bei richtig richtig gutem Seeing vor den Spiegel kommt, wird’s stark. Auch wenn die Sterne nun schon aufgebläht sind, sieht man noch wie hell G1 ist und die Begleitsternchen im Vergleich kleiner. Eine Never-ending-Story, wie auf der Jagd nach einem guten Photo – G1 – ich krieg dich noch – und zwar so richtig! Die Nacht wird kommen und ich knall den mit 870fach ab – Dann kommt so richtig Hubble-feeling auf....ich freu mich drauf.
    M 1 – der strahlte. Aber wie! Ich hielt mal mit 290fach drauf. Und ziemlich nah in der Mitte tauchte ein Sternchen hin und wieder auf. Wer mich ein bissel kennt wird wissen was ich perspektivisch vorhabe zu versuchen, warten wir mal herausragendes Seeing ab – und dann halte ich es auf boarisch: „Schaumermoi dann seng ma ´scho!“ Hähä!




    Dämmerung? Nee – Zodiakallicht! Immer die gleiche Fehlleitung. Genau wie meine Beobachtungszeiten-pdf-Datei, die meinte, um 5 ist Schicht. Denkste! Bis halb 6 ging noch Deepsky – und ich wollte noch was Schönes. <b><font color="orange">NGC 1931</font id="orange"></b> – der tolle Nebel im Fuhrmann mit den Sternchen drin. Vor Jahren schonmal gezeichnet – ich war sehr zufrieden – heute würde ich den anders zeichnen. Sofort viel mir bei eher niedriger Vergrößerung eine Art dunkle Kante/ Einbuchtung auf und eine eher irreguläre weiter auslaufende Form. Früher, bei herausragenden Bedingungen hatte ich einfach ein Ei mit ein paar Sternchen drin gemalt. Das Objekt ist aber vielseitiger und diffiziler... ein anderes mal. Jetzt einfach nur genießen – Vergrößerungen rauf und runter – am schönsten im 13mm- wenn auch nicht so aufgelöst.
    Aufgelöst hat sich hingegen offenbar M33 – die hab ich ums Verrecken nicht gefunden. Ohman.
    Aus Blödelei schnappte ich mir ein x-beliebiges Flugzeug per Rigel und verfolgte es quer durch den Orion.
    Nach diesem bahnbrechenden Schluss-Highlight räumte ich schonmal etwas zusammen um mich um 6 Uhr etwas hinzulegen – 2-3 Stunden hatte ich ursprünglich vor.


    <b>RATTERRATTERPAPATTERMAHZWIRBELKRAKNORZNÄÄÄÄÄNENENENENENÄNN!</b>


    HÄ? Ich schmulte verkniffen und aufgeschreckt um die Ecke, was hier in 100 m Entfernung los war.. und dann auf die Uhr. Irgendeiner hatte aus mir unerfindlichen Gründen am Wassertrog für die Kühe wohl einen Generator halb in die Luft gejagt und wollte wohl nun den ganzen hang mähen, vertikutieren oder auch planieren mit einer außer Sichtweite meiner Augen befindlichen Maschine. Vermutlich hat er sich schon 100m gen Erdmittelpunkt gebuddelt. Um 6.30 Uhr in der Früh! Hier oben? Was MACHT der hier?
    Das war´s mit dem Schlafversuch. Keine halbe Stunde konnte ich schlafen. Dafür glimmte es in einem ganz eigenen Rot über den Bergen auf – die Sonne kam! Schnell die Kamera gezückt. Dank des Generatoreninfernos bekam ich ein Inferno der angenehmeren Art zu sehen – einen wunderschönen Sonnenaufgang.




    <i>Blick auf Haley´s Reich, den Wendelstein (fast mittig)...</i>




    Ich packte schlussendlich mein Zeug zusammen und der Rucksack war fest verschnürt. Bahn. Geld. Portemonnaie? Wo? Man braucht nicht lange zu knobeln wo man suchen muss wenn man nicht weiß wo was ist – es ist IMMER gAAAANZ weit unten, in der soeben mühsam gepackten Tasche. GANZ unten.


    Noch war ich aber ganz oben und genoss die letzten Sonnenstrahlen und die Ruhe, bevor die erste Gondel einen völlig unausgeschlafenen Norman ins Tal beförderte, um ihn in die Pflichten des Tages zu entlassen.


    Guten Morgen!


    Norman


    <i>Edit: Vergrößerungsfaktoren korrigiert</i>

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Code
    So wie früher die 16jährigen ihre Mopeds fotografiert haben, ...


    oder heute die 69-jährigen ihr Motorrad ...


    guckst Du hier klicken


    Hallo Norman, Dein Bericht ist wieder mal spannend, erheiternd, aufschluß- und lehrreich zu lesen, gefällt mir sehr gut, auch die Photos (schöner Dobson), danke für die wunderbare ausführliche Schilderung

  • Hi Jörg und Stephan,


    danke euch!


    Schlaft jut


    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Hallo Norman,


    Starker Bericht, gefällt mir sehr gut.


    Dieser Andromedas Parachute hat es mir ebenfalls angetan. Neulich in der Nacht mit sehr guten Seeing, hat es auch fast geklappt, die Aufsuchtkarte von Alvin hatte ich auch dabei gehabt, aber der stand dann irgendwo bei 86 Grad Höhe.[xx(], stattdessen hab ich das Hammer Seeing für NGC 604 genutzt. Im nachhinein schon ein wenig ärgerlich, aber der rennt bzw. fliegt uns ja nicht weg. [;)]


    Der Berkeley 20 schaut echt interessant aus auf dem DSS, hast du irgend etwas nebliges wahrnehmen können bei den ganzen Sternchen ? Hab ich mir mal notiert.


    Achja und viel Spaß beim Pulsar von M1.[:D] Irgendwas bei 16mag, richtig ? Aber wohl sehr nahe an einem helleren Stern und vor Nebligen Hintergrund. Werde ich mir auch mal vornehmen. Danke für die Inspiration bzw. das Erinnern.


    Danke Dir sehr fürs mitnehmen.


    Liebe Grüße
    Mathias

    Nauris Mirrage 21"

    Traveldob 14"

    Traveldob 12"

    Galaxy Dobson 10"

    Leica Ultravid 8x42 HD

    Coronado PST


    Freunde der Nacht

  • Guten Morgen Mathias,


    lieben Dank fürs nette Feedback!


    Danke auch dass Du beim Berkeley 20 nachhakst - da hab ich geschlampt an allen Ecken [:D]


    Man muss wissen, ich habe den Bericht im Groben noch komplett auf 0 Stunden Schlaf geschrieben. Nur die tippfehler und so Kleinigkeiten hab ich geändert. Da fallen natürlich ein paar Sachen hinten runter. Normalerweise schreibe ich auch gerne die Helligkeiten der Objekte dazu, da war ich schlicht zu faul dieses mal [:I]


    Also Be 20 zeigte sich als Nebelfleckchen mit aufblitzenden bis permanent sichtbaren Sternchen. Aus meiner Erinnerung heraus recht einfach da ein paar Sternchen zu sehen. Schon cool für so ein unbekanntes Objekt. Der lungert da so unscheinbar im Deepskyatlas herum... genauso wie diese UGC.


    NGC 604 - ich bin gespannt auf Deine Zeichnung!! Ich hab mal mit Daniel beim HTT ordentlich draufgehalten mit seinem damaligen 16er und haben ca. 5 Supercluster rausgelöst.
    Der Pulsar... ja, das war was mit 16mag rum. nebliger Hintergrund - der interessiert mich seit den Erfahrungen im Andromedanebel nicht mehr [:D] Was stört die Mücke die Jeans - sie kommt ja doch durch! [:D][:D][:D]


    Schöne Grüße und CS
    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Moin Norman,


    das haste mal wieder einen Böller abgeschossen. Ich sehe jetzt noch die Rauchspur. Und ich kann Dir bestätigen, die Strapazen, die Du dafür auf Dich genommen und dass Du die woche mit Schlafmangel durchlebt und durcharbeitet hast ... das alles hat sich für <u>uns</u> gelohnt [:D]


    Was für eine coole und abwechslungsreiche Objektzusammenstellung. Deine DSS-Durchmusterungen scheinen sich wirklich sehr lohnend für Dich auszuzahlen.
    Den Parachute hatte ich schon auf Deiner Liste beim HTT gesehen. Hätten wir mal lieber den zusammen gesucht, als einem knapp 18 mag schwachen Zentralstern mit Timms 28"er nachzuhecheln. Ich mache mir da zwar wenig Hoffnung, aber ich werde getreu Deinem Motto auch mal mit meinem 12,5"er auf den Fallschirm drauf halten.


    Einzig Berkeley 20 passt nicht so recht in die schöne Parade. Was hat Dich nur geritten. Du scheinst mir doch ein verkappter Sternhaufen-Liebhaber zu sein [;)].
    Von den Berkeleys habe ich das erste Mal Notiz genommen, als ich aus Not im DSA etwas Helles im Adler gesucht habe, weil der Mond mir im Nacken war. Berkeley 82 war dann gleich so interessant, dass ich mir die Dinger etwas näher angeschaut habe. Die meisten sind unscheinbar, einige richtige Ferkeleys ... oder Tuberkeleys ... aber nach Beobachtungen nahe an der Wahrnehmungsgrenze gehen dann die Lichter beim nächsten Standardobjekt wieder umso heller an [8D].


    Viele Grüße


    Rene

  • Hi Rene,


    danke für Dein erfrischendes kreatives Feedback [8D][:D] Freut mich sehr :)
    Der Fallschirm selbst geht, den hat Ronny soweit ich mich entsinne mit seinem 11er vom Balkon geschossen. Kann mich aber nicht mehr an seine Beschreibung entsinnen. Die Herausforderung wird vielmehr sein, das Ding länglich zu sehen. Bin mir nicht sicher, ob 300fach da schon reichen, bei meiner ersten Beobachtung vor einem Jahr hab ich auch nur so 300fach gehabt und es wirkte nichtstellar. Den muss man einfach mehrfach anpeilen. Bin selber überrascht hin und wieder, wie unterschiedlich sich die Objekte doch zeigen von Beobachtung zu Beobachtung, obwohl die Bedingungen über den Daumen gepeilt die gleichen waren jeweils...
    Insofern muss ich dem guten alten Uwe recht geben - sofern er hier mitliest schöne Grüße - "eine Beobachtung ist keine Beobachtung".


    für den Parachute brauchts v.a. sehr gutes Seeing, daher hab ich den aufm HTT nach hinten geschoben. Der Fallschirmspringer war schon bereit und hat den Rucksack geschnürt, aber das Seeing lieferte kein "Go" und Kai hat den Ruchsack wieder abgeschnallt [:D] Das war glaube ich in diesen superklaren Phasen wo ihr alle gepennt habt ;)


    Der Berkeley hat mich schon überrascht, so ein exotisches Dingens und gut zu sehen mit Einzelsternchen dabei. Den schau ich mir auch nochmal an. DSS-Surferei ist eigentlich dieses mal nur die NGC 27 mit der Dünnen ein Resultat, das andere (abgesehen vom Parachute natürlich) hab ich mir tatsächlich aus dem Atlas gefischt nach dem Motto - was gibts denn um den Orion herum so unscheinbares Vernachlässigtes...


    Die Nacht hat sich wirklich für mich gelohnt, von sowas zehre ich doch recht lange. Umso schöner, wenn es entsprechend ankommt, danke nochmal
    [:)]
    Bin gespannt, was der Herbst in petto hat, es gab seit einiger Zeit keine 20%-Luftfeuchte-Nächte in den Bergen mehr. Das schöne ist, ich hab noch genug Urlaub, um die dann auch zu nutzen wenn sie denn kommen - hähä :) Statistisch gesehen wär´s mal wieder Zeit für sowas...


    Haufen mag ich übrigens schon sehr, die Galaxien standen bisher halt im Vordergrund gerade auch wegen der Superthingeschichte. Ich habe mir sogar ein schönes Sternkettchen ausm DSS gefischt, ob Du´s glaubst oder nich ;) Werd ich auch mal besuchen und von berichten.


    Schöne Grüße
    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Hallo Norman,


    das ist wieder mal ein sehr schöner Brauneck-Bericht von dir, und nach meiner eigenen Nacht dort oben ist mir das alles von den bildlichen Impressionen her noch viel vertrauter als früher. Der Fallschirm wäre wohl ein interessantes Ziel für unsere 16-Zöller am ITT, und den Pulsar in M1 hat mir Uwe mal in seinem 27-Zöller am Sudelfeld gezeigt: Sah zusammen mit dem Stern nebenan wie eine Komponente eines Doppelsterns aus, und war indirekt gut zu erkennen. Und es gibt Leute, die davon berichten, dass sie auch das Blinken des Pulsars visuell am Fernrohr wahrnehmen konnten.

    Servus
    Ben

  • Hallo Ben,


    dankeschön!


    Könnte passieren, dass ich auch erstmalig beim ITT aufkreuze, mal schaun... Jetzt ist erstmal dank Mond genug Schlaf, Gott sei Dank ;)


    Servus,


    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • servus Norman,


    sehr hübscher Bericht. Beeindruckend ist Deine Objektauswahl: völlig abseits der eingetretenen Wege. Da bist Du einer der wenigen DeepSky-beobachter, die sowas machen. Ich nehm mir da mal die eine oder andere Anregung für diesen Herbst, wen Du erlaubst [:D].
    Immerhin hast Du ne halbe Stunde geschlafen, ich hab beim Beobachten keinen Schlaf, aber ich fahr halt bei Dämmerungsbeginn auch die 15 min heim.


    CDS
    Stefan

    visuell:

    ICS Dobson 14.5" f/4.7


    fotografisch:

    Lichtenknecker FFC 190/760mm f/4

    Galaxy RC 10" f/8

  • Hallo Norman,
    auf dem HTT hatte ich dir ja schon meinen Respekt für deine Touren gezollt, du machst diese ja per öffentlichen Verkehrsmitteln.....mit einem 12Zöller!Viele schaffen es ja kaum, diesen auf den Hof zu schleppen.
    Das ist das eine, das andere ist es dann das Erlebte so eindrucksvoll und kurzweilig hier zu präsentieren. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung deiner Astrotouren finde ich sensationell.


    Ab nächster Woche werde ich wohl auch in der Lage sein, um hoch zu vergrößern.... mal sehen ob ich deine Anregungen aufgreife.


    Wir hören uns. Gruß
    Holger

    12“ Spacewalk Infinity + Black Edition, Lzos APM 100f8, APM MS ED Bino 16x70 und 10x50

  • Hallo Norman,
    auf dem HTT hatte ich dir ja schon meinen Respekt für deine Touren gezollt, du machst diese ja per öffentlichen Verkehrsmitteln.....mit einem 12Zöller!Viele schaffen es ja kaum, diesen auf den Hof zu schleppen.
    Das ist das eine, das andere ist es dann das Erlebte so eindrucksvoll und kurzweilig hier zu präsentieren. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung deiner Astrotouren finde ich sensationell.


    Ab nächster Woche werde ich wohl auch in der Lage sein, um hoch zu vergrößern.... mal sehen ob ich deine Anregungen aufgreife.


    Wir hören uns. Gruß
    Holger

    12“ Spacewalk Infinity + Black Edition, Lzos APM 100f8, APM MS ED Bino 16x70 und 10x50

  • Hallo Norman,
    auf dem HTT hatte ich dir ja schon meinen Respekt für deine Touren gezollt, du machst diese ja per öffentlichen Verkehrsmitteln.....mit einem 12Zöller!Viele schaffen es ja kaum, diesen auf den Hof zu schleppen.
    Das ist das eine, das andere ist es dann das Erlebte so eindrucksvoll und kurzweilig hier zu präsentieren. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung deiner Astrotouren finde ich sensationell.


    Ab nächster Woche werde ich wohl auch in der Lage sein, um hoch zu vergrößern.... mal sehen ob ich deine Anregungen aufgreife.


    Wir hören uns. Gruß
    Holger

    12“ Spacewalk Infinity + Black Edition, Lzos APM 100f8, APM MS ED Bino 16x70 und 10x50

  • Hallo Norman,
    auf dem HTT hatte ich dir ja schon meinen Respekt für deine Touren gezollt, du machst diese ja per öffentlichen Verkehrsmitteln.....mit einem 12Zöller!Viele schaffen es ja kaum, diesen auf den Hof zu schleppen.
    Das ist das eine, das andere ist es dann das Erlebte so eindrucksvoll und kurzweilig hier zu präsentieren. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung deiner Astrotouren finde ich sensationell.


    Ab nächster Woche werde ich wohl auch in der Lage sein, um hoch zu vergrößern.... mal sehen ob ich deine Anregungen aufgreife.


    Wir hören uns. Gruß
    Holger

    12“ Spacewalk Infinity + Black Edition, Lzos APM 100f8, APM MS ED Bino 16x70 und 10x50

  • Hallo Norman,
    auf dem HTT hatte ich dir ja schon meinen Respekt für deine Touren gezollt, du machst diese ja per öffentlichen Verkehrsmitteln.....mit einem 12Zöller!Viele schaffen es ja kaum, diesen auf den Hof zu schleppen.
    Das ist das eine, das andere ist es dann das Erlebte so eindrucksvoll und kurzweilig hier zu präsentieren. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung deiner Astrotouren finde ich sensationell.


    Ab nächster Woche werde ich wohl auch in der Lage sein, um hoch zu vergrößern.... mal sehen ob ich deine Anregungen aufgreife.


    Wir hören uns. Gruß
    Holger

    12“ Spacewalk Infinity + Black Edition, Lzos APM 100f8, APM MS ED Bino 16x70 und 10x50

  • Auch auf die Gefahr hin hiermit oft Gesagtes zu wiederholen: Ein Genuss! Und Ansporn.


    Ich steh da vor Respekt immer regelrecht stramm wenn ich diese wunderbaren Berichte lese.


    cs, Dirk

  • Hallo Josef,


    prima, dankeschön, so soll´s sein - das ist das Ziel [:)]



    Hallo Stefan,


    Danke Dir sehr! Ja, es gibt doch ziemlich viele interessante Objekte, die ungerechtfertigt unbekannt sind. Bei einigen Sachen ist zugegebenermaßen der Zugang zu Topbedingungen essentiell, und da ist es für mich ein bissel sportliche Ehrensache, da einfach alles zu probieren was geht, wenn ich schon zu denen gehöre, die hohe Standorte erreichen können.
    Da kommen eben auch mal komische Objekte daher. Ich mag an dieser Stelle nicht groß rumspoilern, aber das mit den unbekannten Objekten wird die Szene, "fürchte ich", noch etwas begleiten [:D]


    Ich glaube wenn ich nicht regelmäßig bei sehr guter Transparenz unterwegs wäre, würde ich mich mehr den Sternhaufen widmen - allein da gibts schon einige tolle Geschichten, die nicht sooo von Durchsicht abhängig sind, geschweige denn Seeing.
    Auch dem Spiegel in meinem Kasten bin ich was schuldig - einen Porsche nimmt man nicht einfach zur zum "spazieren"fahren her [;)]
    Logo, probier alles aus :)



    Grüß Dich Holger,


    freut mich sehr von Dir zu lesen - lieben Dank auch Dir für´s tolle Lob!
    Zeilen wie Deine sind solche, welche mich bei der Stange halten, da die entsprechende Energie reinzustecken in die Berichte hier im Treff.


    Ich freue mich schon ehrlich mit Dir, wenn Du Deinen guten Spiegel endlich in den Schoss der Box plazieren kannst und er Dir tolle neue Anblicke des Alls liefert. Schöne Plätze gibts in Deiner Heimat auch - ich bin sehr gespannt was Du dann und wann zu berichten haben wirst.


    Vielleicht bekommen wir da über die Treffen hinaus auch mal was hin.



    Hallo Dirk,
    oha, noch einer reingekommen beim Schreiben :)
    Lieben Dank auch Dir - das ist auch eine sehr anschauliche kreative Lob-Variante [:)][:)] Freut mich wirklich sehr - Danke!




    Schöne Grüße, v.a. in die brandenburg-berlinerische Heimat und schönes WE euch allen!
    Norman



    Edit: Dirk ergänzt

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: NormanG</i>
    <br />Ich glaube wenn ich nicht regelmäßig bei sehr guter Transparenz unterwegs wäre, würde ich mich mehr den Sternhaufen widmen - allein da gibts schon einige tolle Geschichten, die nicht sooo von Durchsicht abhängig sind, geschweige denn Seeing.
    Auch dem Spiegel in meinem Kasten bin ich was schuldig - einen Porsche nimmt man nicht einfach zur zum "spazieren"fahren her [;)]<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Schöne Metapher Norman,
    dennoch ein kleiner leiser vorsichtiger zaghafter Zwischenruf von mir:
    Dolidze, Dolidze-Dzimselejsvili, Bi(an)ca, Biur(balk)akan und natürlich viele King Kongs und Berkeleys schreien förmlich nach einem Porsche der 12"er-Klasse [;)]
    So, bin schon wieder weg ... mit meinem Golf [:o)]


    Schönen Sonntag


    Rene

  • Hi Rene,


    datt is schon richtig, aber wenn ich Offene Haufen aufsuche, dann i.d.R. nur welche, wo ich mit einem schönen Anblick rechne oder zumindest keiner Augenverbiegerei. Dieser Sport ist den Galaxien und deren diversen Ausprägungen vorbehalten [;)] Grenz-OCs sind mir ziemlich Rille. Anders ists bei neu entdeckten Kugelhaufen. Da hab ich seit Jahren ne Rechnung mit nem Objekt offen aber komm irgendwie nicht dazu.


    Hatte vorhin mal ne Seite im Atlas mit der Wintermilchstraße aufgehabt - das müssen 40 Haufen gewesen sein so im Dreh... Das werd ich auch mal machen, nur Haufen in einer Nacht. Bzw. habe ich sogar schonmal, aber Sommermilchstraße - war ein Riesenspaß.


    Dir auch nen schönen Sonntag und viele Grüße ausm sonnigen München
    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Hallo Norman,


    als ich Deine Überschrift gelesen hatte, dachte ich erst, an Dir sei auf dem Berg einfach nur ein Fallschirm vorbeigeflogen.. :)


    Das ist ja ein total interessantes Objekt! Und vor allem da es erst letztes Jahr entdeckt wurde und dennoch mit "einfachen" Mitteln zumindest unaufgelöst beobachtet werden kann.


    Das muss ich unbedingt auch mal ausprobieren, sobald der Mond weg ist und es gleichzeitig klar ist.


    Toller Beobachtungsbericht und vielen Dank für den Hinweis!



    Clear skies


    Robin

  • Danke euch Hajü und Robin.


    Komisch Robin, ich hätte wetten können, Du hättest das Ding längst besucht, so wie Du bei den schwachen Sachen rumwühlst [:D]
    Da sieht man auch mal, das dieses Objekt noch nicht so richtig die Aufmerksamkeit hat, die es verdient und man kaum von liest, kurze Artikel schnell in der Versenkung verschwinden.
    Daher nochmal ein kleiner Wachrüttel-Aufruf ;-))


    Leute, alle die ihr das lest - das ist ein Scheinbild, ein multiples Bild, wo die unheimliche Gravitation wie eine Linse wirkt! Das muss man sich mal vorstellen und verinnerlichen - etwas spektakuläreres kann es visuell kaum geben finde ich. Ran an die Teleskope kann ich nur sagen!


    CS!
    Norman

    „Imagination will often carry us to worlds that never were. But without it we go nowhere.“


    Carl Sagan.

  • Hallo Norman,


    Ich hab mir letzte Nacht den Andromeda's Parachute mal gegönnt mit meinem 10".[:)]


    Nachdem das Seeing in der Nacht bereits seit gut 2h stabil und einfach nur Perfekt war, kramte ich mir die Aufsuchshilfe nochmal hervor, die ich glücklicherweise noch dabei hatte und hielt einfach mal drauf. Mit 350-fach war an der Stelle bereits indirekt etwas kleines nebliges zu sehen, aber nicht immer und garnicht so einfach. Beim hochschrauben auf 500-fach war das etwas besser greifbar. Es blieb immer nur bei einem nebligen Eindruck, also keine stellaren Peaks oder gar Einzelsterne. Ein paar mal hatte ich wie Du den Eindruck es sei länglich, bin mir da aber unsicher. Trotzdem im nachhinein eine spannende Sichtung. Da werde ich nochmal mit mehr Öffnung drauf halten, dann wird das Ding wohl richtig Beeindruckend.[8D]


    Liebe Grüße
    Mathias

    Nauris Mirrage 21"

    Traveldob 14"

    Traveldob 12"

    Galaxy Dobson 10"

    Leica Ultravid 8x42 HD

    Coronado PST


    Freunde der Nacht

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