Need Help!!! - Montage eines Leitrohrs

  • Tach zusammen!


    ich hätte da mal 'ne kurze Frage an all diejenigen, die sich schon ein bischen länger mit der Materie "Astrofotografie" befassen:


    <font color="yellow">Wie bekomme ich am geschicktesten ein Leitrohr (was ich bis jetzt noch nicht besitze) an mein Teleskop (nicht parallel - sondern direkt oben drauf)?</font id="yellow">


    Mein aktuelles Arbeitsgerät ist ein GSO 200/800 Newton auf einer Astro5. Des weiteren kann ich eine EOS 300D mein Eigen nennen.
    Auf Grund dieser Voraussetzungen war für mich auch von Anfang an klar, daß ich neben der
    visuellen Beobachtung auch die Astrofotografie betreiben möchte.
    Meine ersten Versuche mit der EOS am Teleskop sahen meiner Meinung schon sehr vielversprechend aus. Damals (im Winter) hatte ich einfach mal auf
    M42 gehalten und war sehr überrascht was die EOS leisten kann (30 sek. bei 1600 ASA)
    Aber schon hier machte sich die ungenaue Einnordung und Nachführung bemerkbar (über die Fokussierung will ich hier erst garnicht sprechen...[;)])
    Aktuellere Versuche am Leo Triplet bestätigten dann meine Überlegungen zur Anschaffung eines Leitrohres für eine genauere Nachführung.


    Es würde mich daher sehr freuen, wenn der ein oder andere ein paar Tips für mich hätte.
    Hierfür schon im Voraus vielen dank!!!!


    CS
    Heiko

  • Hallo


    man kann sich so ein paar spezielle Rohrschellen aus Holz machen
    einfach Mondsichelförmig mit dem Außendurchmesser deines Teleskopes, das kann man stabil und ohne das Teleskopzu zerbeulen mit Endlosschlauchschellenband befestigen
    auf beide Seiten klebt man dann ca. 4mm Sperholz (dazwichen läuft die Spannschelle) zwichen die oben die Leitrohrringe geklebt werden.


    hoffe du kannst dir das Prinzip vorstellen, geht natürlich auch mit edlerem Material, z.B. kann man in Hartpapier direkt Gewinde schneiden für die Justierschrauben, ich hatte sogar oben offene Schellen mit nur 2 Justierschrauben gegen die das Teleskop mit einem Gummi gezogen wurde (verrutschte und verdrehte sich zwar aber das Änderte nichts an der opt. Achse)


    Gruß Frank

  • Hi Heiko
    Ein leitfernrohr lässt sich sicher anbringen. Ich habe aber ein wenig bedenken...
    Die brennweite des leitfernrohrs muss mind das 1,5 fache der aufnahmebrennweite sein. In deinem falle 1,6 m und obs da vernünftige leitfernohre gibt die ein vernünftiges öffnungsverhältnis haben und auch noch vom gewicht her von der monti getragen werden können...hmmnaja.....tendenziel eher nein
    Eventuell wäre da ein offaxis guider dienlicher, aber ich weiss nicht ob die fokuslage ereicht werden kann. Ich hoffe, dass da vom forum noch ein paar andere ideen kommen.
    Wichtig wäre sicher die ausrichtung zu optimieren. Ich denke 30 sek belichtung ohne korrekturen liegen im bereich des möglichen. Dies hängt natürlich auch von der qualität der monti ab.


    Gruss
    Walti

  • Quote
    <i>Original erstellt von: walti</i>
    <br />Hi Heiko
    Ein leitfernrohr lässt sich sicher anbringen. Ich habe aber ein wenig bedenken...
    Die brennweite des leitfernrohrs muss mind das 1,5 fache der aufnahmebrennweite sein.


    Hallo


    das kann man nicht so pauschalisieren, sicher ist das für Autoguiding richtig, da der Webcamchip ja focal benutzt wird und es auch um die Lichtmaenge geht die vom Öffnungsverhältnis abhängt.
    Visuell und von Hand habe ich schon erfolgreich auf mag 5 Sterne mit einem 60/800 bei 400facher Vergrößerung nachgeführt, der Stern sah twar nicht mehr ganz schick aus aber darauf kam es auch nicht an.
    Es sind ja nur 5min die du dich quälen mußt.


    Gruß Frank

  • Hallo Heiko,
    die Nachführung über ein Leitrohr zu kontrollieren ist bestimmt eine gute Entscheidung. Ich habe lange einen einfachen Fraunhofer 70/900 benutzt und kann dies Größe vor allem wegen des geringen Gewichtes empfehlen. Mit Leitrohrschellen wiegt das nur etwa 1,3kG. Ich denke dann ist deine Astro 5 auch reell belastet. 900mm Brennweite lassen sich dann noch mit einer Barlow 1,5fach oder 2fach so verlängern, dass du mit Sicherheit genau genug nachführen kannst. Sofern das deine Montierung erlaubt. Aber ich denke mit 800mm Aufnahmebrennweite müsste es wohl klappen. Was die Leitrohrschellen angeht bin ich der Meinung, dass es sich nicht lohnt selber zu basteln. Es gibt da eigentlich genügend Angebote bei den Händlern.


    Gruß...Gerald

  • Hallo Heiko


    Ich selber verwende ein F4 8" GSO mit Leitrohr.
    Dazu habe ich in die Newton Schellen zwei 6mm Gewinde geschnitten.
    Zwei Paar Leitrohrschellen wurden auf einer Aluminiumschiene befestigt. Dise Schiene wird nun auf die Newton Schelle geschraubt. Unter die Schiene zur Schelle habe ich ein sehr dichtes Schaumstoff Klebeband angebracht (Ausgleich der Schellen Wölbung).
    Nach sehr strammen anziehen der Schiene sitzt diese wackelfest.



    Am Anfang hatte ich sehr leichte Leitrohrschellen und ein 70/700er leichten Refraktor als Leitrohr. Das ging mit dem original GSO noch einigermaßen auf einer Losmandy GM-8 Montierung.


    Jetzt verwende ich einen anderen, etwas schwehreren Auszug am Newton und einen Orion (USA) 80/900er Refraktor in Orion Leitrohrschellen als Leitrohr. Bei Wind war da schon meine GM-8 überforder.



    Daher befürchte ich wirst du keine Freude mit deiner Astro5 haben bwenn da etwas Wind aufkommt.


    Gruß
    Ralph

  • at frank
    Guiding mit einer webcam war im thread nicht gegeben. Ich bin deshalb von der ,,standardvariante,, leitfernrohr mit fadenkreuzokular ausgegangen. Hier hat sich der faktor 1-1,5 fach bewährt. Ebenso hast du nicht überall leitsterne mit mag5. Aus eigener erfahrung weiss ich wie mühsam es ist bei starker vergrösserung ein tänzelndes etwas auf dem faden kreuz zu halten. Deine 400fache vergrösserung empfinde ich schon ein wenig als qual.....


    at gerald
    Ich gehe mit dir einig, dass mit einer barlow die erforderliche brennweite zu erreichen ist, aber mit fast f 20 (70/900 mit 1,5 barlow) noch genügend leitsterne zu finden wird u.U sehr schwierig.


    at ralph
    Warum hast du auf ein 80/900 leitrohr umgestellt?


    Grundsätzlich muss man gewichten was technisch möglich und was reel vernüftig anwendbar ist.
    Frank spricht ja schon von quälen und das solls ja nicht sein......



    Lösungen gibt es :
    - elektronische nachführung ccd, umgebaute webcam(so genügt ein leitf. gleicher brennweite)
    - brennweite am hauptrohr reduzieren (= besseres öffnungsverhältnis) leitf 70/800 rückt in den idealbereich
    - das ganze kehren und ein leitfernrohr (oder sogar ein teleobjektiv) als fotoröhre benützen und den newton als leitrohr nehmen.
    Sorry wenn ich da abschweife, die frage war ja eigentlich wie ein leitf. montiert werden kann.
    Da sind schellen die beste lösung. Besser noch mit justageschrauben, wie zb hier
    http://www.baader-planetarium.…ubeh.htm#Leitrohrschellen


    gruss
    Walti

  • ==&gt;Walti:

    Quote
    at gerald
    Ich gehe mit dir einig, dass mit einer barlow die erforderliche brennweite zu erreichen ist, aber mit fast f 20 (70/900 mit 1,5 barlow) noch genügend leitsterne zu finden wird u.U sehr schwierig.
    Keine Frage, das kann knapp werden. Allerdings habe ich den Großteil meiner Aufnahmen mit genau dieser Anordnung aufgenommen. Es geht hier ja darum die vorhandene Ausrüstung zu nutzen. Und nicht um eine tausende Euro kostende Neuanschaffung. Also würde ich auf die ohnehin schon arg belastete Astro 5 ein leichtes Leitrohr setzen und damit gut leben wenn das eine oder andere Objekt sich dann eben nicht ablichten lässt. Auch habe ich oft einfach die Barlow herausgenommen. Dann reichte es eigentlich immer. Sicher ist der Schwachpunkt die Astro 5. Klar, wird man bei wind seine Aktivitäten, fotografisch zumindest, einstellen müssen. Aber das ist dann eben so.


    Fazit: Ich würde, wie oben gesagt, zum klassischen Leitrohr mit Fadenkreuzokular raten.


    Gruß...Gerald

  • Hallo zusammen,


    erst einmal vielen Dank für die bisherigen Antworten!


    @ Gerald: Ich hatte es schon fast befürchtet, daß das mit dem zusätzlichen Gewicht an meiner Astro5 ein Problem werden könnte. Eine neue Monti werde ich mir sicherlich erst in 1-2 Jahren zulegen, da ich dieses Jahr schon viel zu viel ausgegeben habe[xx(].


    @ Frank: Bezüglich des Stativs hast du leider Recht - ich habe noch dieses "Wackel-Alu-Stativ". Ich glaube das ist das erste was ich ändern werde. Das "DX-Stativ" von TS soll ja um einiges stabiler sein...


    @ Ralph: Deine Idee mit dem Gewinde schneiden ist echt nicht schlecht! Ich werd' mal meinen Nachbarn fragen - der hat das nötige Werkzeug dafür.


    @ Walti: Du hast Recht - 30sek. ohne Korrekturen sind tatsächlich machbar. Das Ergebnis ist allerdings eher mager. Ich hab sogar mal 50sek. an M51 in Zenitnähe ausprobiert. Hat fast geklappt: Sterne waren fast punktförmig - aber der Fokus hat leider nicht gestimmt[xx(].
    Auf'm Display der Camera sah's aber recht gut aus...


    So..., ich schau grad aus'm Fenster, die Wolken haben sich verzogen, könnt 'ne klare Nacht werden - aber ich darf ja morgen arbeiten - So ist das Leben[;)].


    Ich werd' auf jeden Fall versuchen das Optimum aus meinen Möglichkeiten herauszuholen.
    Eure Tipps haben mich da schon ein großes Stück voran gebracht.
    Nochmals vielen Dank!!!!


    Bis die Tage....


    CS
    Heiko

  • @ Walti


    Das 70/700er Leitrohr war von Synta. Der OAZ war äuserlich aus Metall, leider innen aus Kunststoff.
    Bei einer kalten Winternacht und dem Klebefett hat es ettliche Plastikzähner der Zahnstange verlohren.
    (Die Plastikzahnstange hatte sogar gefakte "Schrauben" so das man glauben sollte die währe aufgeschraubt.)


    Angesichts der Tatsache das ein stabiles Leitrohr erheblich zum gelingen einer Astroaufnahme beiträg wollte ich solch einen Schrott nicht mehr einsetzen.
    Leider bekommt man kein 70/700 Refraktor mit einem ordentlichen Metallauszug (abgesehen von APO's die ich aber nett als Leitrohr einsetzen werde).
    Orion USA bot und bietet ein 80/900 Leitrohr explizit mit Metallauszug an, und da ich den habe, der ist auch aus
    Metall. (Dürfte das selbe wie Celestrons Firstscope sein)


    Zudem gab es das Leitrohr gleich mit passenden Leitrohrschellen und Schiene zu einem sehr atraktiven Preis (in Deutschland bezogen).



    Gruß
    Ralph

  • Hallo Heiko!


    ALso ich führe mit einem ähnlichen System nach, das Dir zur Verfügung steht. Ein 8'' Newton mit f/5 auf einer H-EQ5 mit Lidl-Scope als Leitrohr und muss sagen, das funzt super!! Mit einer 3-fach Barlow und einem 10mm Fadenkreuzokular bekommt man schon ganz gute Brennweiten hin. Nur der OAZ ist wirklich der Schwachpunkt eines jeden Leitrohres. Drum hab ich ein Loch gebohrt und fixiere den Auszug mit einer Flügelschraube. Dann ist der Bombenfest! Es klappt sup! Wo ich bisher echt einer Herausforderung gefunden habe mit diesem System sind Kugelstern. M13 braucht echt die 5-10 fache Aufnahmebrennweite zum Nachführen. [;)] Aber das ist ja grad der Spass daran!

  • Es ist übrigend ein 80/900er Refraktor! Das Leitrohr mein ich. Wegen Deep Sky schon wesentlich bequemer als ein 60/700 oder 70/700. Das Lidl Skope ist zwar nicht schlecht zum Nachführen, aber der OAZ!!!! Und die Optik ist auch nicht der Hammer. Aber reichen tut sie dafür. Sobald man aber eine Barlow mit einem 70/700er verwendet, wird das Nachführen zum echten Zirkusakt.Klar, es geht. Aber nur ein wenig mehr Öffnung und 20cm mehr Brennweite wirken echte Wunder!!!
    [;)] So long...

  • Quote

    Wo ich bisher echt einer Herausforderung gefunden habe mit diesem System sind Kugelstern. M13 braucht echt die 5-10 fache Aufnahmebrennweite zum Nachführen. [;)] Aber das ist ja grad der Spass daran!


    Hallo


    habe ich mal bei chem. Fotografie geschaft mit einem 60/800 als Leitrohr mit 2x Barlow und 4mm bel. Fadenkreuzokular, das Leitrohr stand aber nicht ganz paralel zum Newton sondern in Richtung eines Sterns der hell genug war, der obere vom Kasten.
    Das Okular war mein fuzzeligster Selbstbau, aber es gibt auch 3-8x Barlows.


    Gruß Frank

  • Das ist richtig. Und funktioniert bestimmt! Respect, wenn Du das mit dem Setup gut gemeistert hast!
    Aber Du hast mit 400 facher Vergrösserung gearbeitet. Und bei einem 60/800 er Leitrohr ist meiner Erfahrung nach der OAZ für solche Vergrösserungen zu wacklig.Hast bestimmt was modifiziert oder ein extra dafür gedachtes Leitrohr benutzt, oder? 400 - fach dürfte auch mindestens das 5-fache der fokal Foto-BW gewesen sein, oder?
    [:)]

  • Quote
    Und bei einem 60/800 er Leitrohr ist meiner Erfahrung nach der OAZ für solche Vergrösserungen zu wacklig.Hast bestimmt was modifiziert oder ein extra dafür gedachtes Leitrohr benutzt, oder? 400 - fach dürfte auch mindestens das 5-fache der fokal Foto-BW gewesen sein, oder?
    [:)]


    Hallo


    wegen der wenigen Benutzung ist der OAZ im Neuzustand stabil gewesen, der witz war natürlich mit dem Auge berührungsfrei (als auch nicht an der Gummimuschel) drüberzuschweben,45min lang, mir tut bei dem Gedanken daran gleich wieder alles weh.
    M13 vergrößerung weiß ich nicht mehr es war am ende nicht richtig im Focus und der Film hat nur die blauen Stern erwischt und ein UFO, ich glaube es war mit 2x Barlow bei Gerät 120/1000 (focal kam ich nicht in den Focus), sozusagen f/16, fotogfafisch voll Schwachsinnig.


    mit sowas muß man als Anfänger rechnen, bei chem. tut das richtig weh, auch dem Geldbeutel, inzwichen weiß ich das mit dem Teleskop DeepSky kein gutes Foto machbar ist.


    Gruß Frank

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