Basiswissen für Einsteiger. Bitte vorab lesen!

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  • Liebe Anfänger, willkommen beim Astrotreff.


    In diesem Board könnt ihr Fragen an die fortgeschrittenen Benutzer, welche zum Teil mehrere Jahrzehnte Erfahrung in der Amateurastronomie haben, richten. Oft machen Kleinigkeiten Probleme, die ein Einsteiger nicht sofort erkennt.
    Planeten erscheinen unscharf und bewegen sich im Okular, weil sie kurz nach dem Aufgang beobachtet werden, wo sie knapp über dem Horizont stehen. Der erfahrene Amateurastronom wartet, bis sie ihre höchste Position im Süden erreicht haben und hat das Teleskop früh genug nach draussen gestellt, damit es sich der Aussentemperatur anpassen kann.
    Lichtschwache Objekte wie Galaxien oder Nebel werden bei Vollmond gesucht, aber nicht gefunden. Der erfahrene Beobachter weiss, dass der Himmel in solchen Nächten 10 bis 15 mal heller ist als bei Neumond und beobachtet erst dann, wenn der Mond nicht mehr sichtbar ist.
    Solche Probleme lassen sich vermeiden, wenn man die ersten Schritte zusammen mit erfahrenen Sternfreunden unternimmt. Ihr findet sie in Vereinen und Volkssternwarten in eurer Nähe (http://www.sternklar.de/gad) oder auch hier im Astrotreff (http://www.astrotreff.de/astromap.asp). Eine weitere Möglichkeit ist der Besuch eines Teleskoptreffen. Dort hat man auch die Möglichkeit, einmal anderes Equipment als das Eigene auszuprobieren. Ausserdem macht es m.E. mehr Spass, sein Hobby in der Gruppe als alleine zu betreiben.


    Oder fragt hier im Board. Auch die 'alten Hasen' haben mal klein angefangen, die meisten erinnern sich noch gut sn ihre Anfangsschritte, die damit verbundenen Probleme und helfen euch gerne weiter. Aber behandelt euer Gegenüber auch mit etwas Respekt. So ist es hier üblich, sich mit Vornamen anzusprechen und beim ersten Posting in einem Thread zu begrüssen.
    Jeder der hier schreibt, macht dies ohne Bezahlung in seiner Freizeit. Der Astrotreff ist keine kostenpflichtige Hotline. Darum ist das Erfragen von Informationen, die sich in wenigen Minuten auch anderweitig ermitteln lassen, nicht gerne gesehen. Ein Beispiel wie es nicht laufen sollte ist der Thread 'Mondfinsternis 27.7.2018'. Der TO erfragt dort in einem Fachboard absolutes Basiswissen, welches sich auch ohne Google in Wikipedia oder unter Mondfinsternis.de in wenigen Minuten ermitteln lässt. Dazu muss man nicht einmal lesen, es reícht, die Bilder dort anzuschauen. Trotz kurzer vernünftiger Antwort fühlt sich der TO durch den dezenten Hinweis auf Eigeninitiative angegriffen und ist beleidigt. Da aus dem Betreff nicht das eigentliche Anliegen des TO hervorging, haben in der ersten Woche rund 1200 Leute in den Thread geschaut, was bei geschätzten 2 Minuten Aufwand pro Aufruf in der Summe rund eine Mannwoche verschwendete Zeit ergibt!


    Auch wenn dieses Beispiel sicher einen Extremfall zeigt, so solltet ihr euch Basiswissen auf einer der vielen guten Einsteigerseiten anlesen. z.B. hier:
    http://www.teleskop1x1.de/index.asp
    http://www.astroeinstieg.de/index.asp
    http://taunus-astronomie.blogspot.com
    http://deepsky-brothers.de/Einsteiger.htm bzw. http://deepsky-brothers.de
    http://svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
    http://astro-os.de/50-0-Teleskopkauf.html
    Justage: http://pteng.de/astro/justage/justage.htm und dort Newton-Justage
    oder http://seeing1.de/2a_justage.html
    Dort sind Informationen gesammelt, die nicht zum tausendsten mal hier beantwortet werden müssen.


    Wer wissen will, was er visuell mit einem Teleskop erwarten kann, sollte sich keine Fotos anschauen, sondern Zeichnungen. Dazu empfehle ich die Seiten von Uwe Glahn (http://www.deepsky-visuell.de) und Daniel Restemeier (http://www.astro-visuell.de). Berücksichtigt dabei das verwendete Teleskop, die Beobachtungsbedingungen und dass beide sehr erfahrene Deepsky-Beobachter sind. Übung macht den Meister.
    Bei der Suche nach einem dunklen Beibachtungplatz kann https://www.lightpollutionmap.info/ hilfreich sein.


    Weiterhin liegen den meisten Teleskopen kleine bebilderte Bücher bei, in denen die grundlegende Bedienung erklärt wird. Lest diese bitte vorab. Themen wie 'Ich sehe nur einen verschwommenen Mond', weil der Besitzer an seinem ersten Teleskop die Fokusräder noch nicht entdeckt hat, müssen nicht sein.


    Und nun viel Spass beim Astrotreff
    Heinz


    Themenliste:
    - Wörterbuch und Abkürzungen
    - Checkliste Ausrüstung visuell
    - Okularwahl


    Ergänzungswünsche für diesen Thread bitte hier posten: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=228556


    Astronomische Dachverbände im deutschspracigem Raum:
    Deutschland https://sternfreunde.de/
    Schweiz https://sag-sas.ch/
    Österreich https://www1.astroverein.at/

  • Zusammenstellung der in der Astronomie gängigen Bezeichnungen und Abkürzungen rund um Teleskop und Okular:


    AD: Atmosphärische Dispersion- auftretender Farbfehler an niedrig am Himmel stehenden Objekten, hier wird durch die Luftschicht das Licht gebrochen. Das führt zu einem störenden Farbsaum, oberer Rand blau, unterer Rand rot.

    ADC: Atmospheric Dispersion Corrector- der ADC besteht aus zwei flachen, zueinander verdreh- oder verschiebbaren Prismen um den Abbildungsfehler (Farbsäume) auszugleichen.

    Beschreibung dazu: http://skyinspector.co.uk/atm-dispersion-corrector--adc

    AP: Austrittspupille => Okularbrennweite / Öffnungszahl bzw. Öffnung / Vergrößerung

    Die Öffnung ist der optisch wirksame Objektiv- bzw. Spiegeldurchmesser.

    die AP sollte nicht größer als die maximal geöffnete Augenpupille und nicht kleiner 0,5mm werden
    5mm - 5,5mm AP für Übersichtsbeobachtung, bei gutem dunklem Himmel auch bis 6,5mm
    3,5mm - 4mm für großflächige Nebel mit niedriger Flächenhelligkeit
    2mm zur Beobachtung von Galaxien; bei 2mm werden ca. 80% des maximalen Auflösungsvermögen des Auges erreicht
    0,8mm - 1mm für maximale Vergrößerung- bei 1mm werden fast 95% des maximalen Auflösungsvermögen des Auges erreicht (wird auch als förderliche Vergrößerung bezeichnet ), man erkennt bereits 95-100% aller Details
    0,5mm - 0,8mm Trennung von Doppelsternen; 0,8mm für maximale Auflösung bei Planetenbeobachtung; kleiner 0,5mm bringt nur noch leere Vergrößerung, wenn auch die Details scheinbar noch größer werden, wird das Bild wird dunkler und unschärfer

    APO: Apochromat: Ein Objektiv, bei dem der Farbfehler weitgehend korrigiert ist. Typisch sind für 3 Wellenlängen die Schnittweiten (Fokuslage) übereinstimmend, der Farblängsfehler ist dadurch sehr gering. Dies kann eigentlich nur durch Optiken mit 3 Linsen erreicht werden oder durch 2-Linser, bei denen eine der Linsen aus fluorithaltigem Glas besteht. Auch Petzvaloptiken (2-linsiges Objektiv + 2 Linsen Korrektor) gilt als weitgehend farbrein.

    ATM: steht für Amateure Teleskope Making, also im weiteren Sinn für Selbstbauten von Teleskopen und Zubehörteilen

    aFOV: apparent field of view: ist das scheinbare Gesichtsfeld eines Okulars- Beispiel Ortho 40°, Plössl 50°, Erfle 65-70°, Nagler 82°, Ethos 100°/110°

    C-mount, C/S-mount: Ein "genormter" Gewindeanschluss aus dem Kamerabereich. Gewindemaß 1 Zoll (2,54cm mit Steigung von 1/32 Zoll. Auch oft im Bereich der kleinen CCD/CMOS-Kameras genutzte Anschlussgröße ist C/S-mount. Das Gewinde ist dabei gleich, der Unterschied liegt im Auflagemaß. Bei C-mount sind das 17,526 mm, bei C/S-mount lediglich 12,5mm

    D: Durchmesser oder Öffnung der Optik

    ED: Bezeichnung für einen Refraktor mit Sondergläsern. Die Schnittweite stimmt hier für zwei Farben überein (typ. rot und blau), der Farblängsfehler ist größer gegenüber einem APO, aber kleiner gegenüber einem FH gleicher Abmessung. Häufig werden diese Refraktoren auch als ED APO beworben, da der Farbfehler visuell nicht mehr stark auffällt.

    EOFB: edge of field brightening- bei manchen Okularen ist am Rand des Gesichtsfeld eine Aufhellung erkennbar. Kann durch Streulicht innerhalb des Okulars auftreten, aber auch nur als scheinbar heller erscheinen, da das Blickfeld durch die Feldblende als schwarz erscheint.

    EQ-Plattform: Äquatorialer Untersatz für einen Dobson. Dieser führt den Tubus für eine begrenzte Zeit motorisch nach. Aus dem azimutalen Betrieb wird dadurch ein quasi parallaktischer Betrieb. Für Deepskyaufnahmen aber eher noch ungenügend, für Planetenvideos dagegen gut geeignet.


    EQ-Plattform Selbstbau http://www.reinervogel.net/ind…/Plattform/Plattform.html

    ER: Eyerelief: siehe PA (Augenabstand, Schnittweite)

    ERF: steht für Energy Reflection Filter, auch als D(ielektrische)-ERF erhältlich. Der ERF muss vor der Optik eines H-Alpha-Teleskops mit innenliegendem Etalon montiert werden und reflektiert UV, IR und einen Großteil des sichtbaren Lichtes. Wird häufig genutzt, um das Etalon samt Blockfilter eines PST in einem Refraktor mit größerer Öffnung einzubauen.

    f: Brennweite des Teleskops oder des Okulars

    FH: Bezeichnung für ein Teleskop nach Fraunhofer. Ein Refraktor als Zweilinser mit Luftspalt und dem ursprünglich sehr kleinen Öffnungsverhältnissen (typisch f/15 oder mehr halbwegs farbrein)

    FOV: Field of view: tatsächliches oder wahres Gesichtsfeld (ergibt sich aus Zusammenhang Brennweite des Teleskops mit dem Eigengesichtsfeld des jeweils benutzten Okulars)

    FS: Fangspiegel

    f/x: Öffnungsverhältnis => Brennweite / Öffnung des Teleskops
    langsames Teleskop: eine Optik mit einem kleinen Öffnungsverhältnis wie z.B. f/10
    schnelles Teleskop: eine Optik mit einem großen Öffnungsverhältnis wie z.B. f/4

    GF: Gesichtsfeld, auch TG, FoV für tatsächliches Gesichtsfeld => entspricht dem am Himmel abgebildeten Bereich und ergibt sich aus der Brennweite von Teleskop und Okular sowie dem Eigengesichtsfeld des Okulars

    GWK: Glaswegkorrektor: wird z .B. benötigt, um den durch Nutzung eines Binoansatz erhöhten Glasweg auszugleichen (Glas verlängert den Lichtweg, verschiebt dadurch den Fokus weiter nach außen)

    h-alpha: die Bezeichnung für eine der sichtbaren Spektrallinien des Wasserstoffs. Die h-alpha Linie liegt bei 656,28nm. Für Sonnenbeobachtung kann hier mit Hilfe eines Etalon-Filters (Durchlassbreite typisch zwischen 1 Å bis zu den hochwertigsten mit kleiner 0,5 Å) beobachtet werden. 1 Å entspricht 0,1nm.

    Bei Deepskyfotografie wird auch mit einem h-alpha Filter das Licht von interstellarem Wasserstoff aufgenommen. Diese Filter haben jedoch eine weit größere Durchlassbreite (ca. 8-20nm) im Vergleich zu den für Sonne genutzten (für Sonnenbeobachtung damit nicht nutzbar)

    H-Beta: Linienfilter mit einem mittleren Durchlass bei 486,13nm zur Beobachtung von Objekten, die im Bereich dieser Wasserstoffkennlinie leuchten. Die damit gewinnbringend beobachtbaren Objekte sind jedoch nicht sehr zahlreich- M43, California-Nebel, Mövennebel, Katzenpfotennebel, NGC6604, Pferdekopf-Nebel, Northern Jewel Box, Cocoon Nebel und Barnard´s Loop wären hier zu nennen. (möglichst dunkler Himmel ist Voraussetzung zu Erkennung dieser Objekte)

    H : am Okular aufgedruckte Bezeichnung Typ Huygens (sehr einfach und meist qualitativ nicht besonders gut)

    HS: Hauptspiegel

    K: am Okular aufgedruckte Bezeichnung Typ Kellner

    mag: Magnitude, auh Größenklasse: Angabe der Helligkeit z.B. als 10mag; je größer der Wert desto lichtschwächer ist das Objekt. Sehr helle Objekte haben einen negativen Wert


    MC: Maksutov Cassegrain Teleskop (Cassegrain mit Maksutov Korrektor)


    MN: Maksutov Newton Teleskop (Newton mit Maksutov Korrektor)


    MTF: Modulationsübertragungsfunktion, Kontrastübertragungsfunktion Beschreibt den Detailkontrastverlust einer Optik durch die Obstruktion oder auch durch den Farbfehler


    MTF: https://de.wikipedia.org/wiki/…%C3%BCbertragungsfunktion
    Beispiel anhand Simulation http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/obstruktion.htm

    Nagler: Okularbezeichnung von Televue Typ Nagler ( 82° eGF)

    OIII: Linienfilter zur Beobachtung der Sauerstoffkennlinie bei vielen Emissionsnebeln und bei den meisten planetarischen Nebeln gut nutzbar. Dunkelt den Himmelshintergrund ab und erhöht dadurch den Kontrast gegenüber den lichtschwachen Strukturen der Nebelobjekte.

    OAG: Off Axis Guider => ein Spiegel oder Prisma ragt in den Auszug und reflektiert einen Teil Licht aus dem Strahlengang 90° zur Seite; damit kann für Fotografie ohne zusätzliche Optik (Leitrohr) nachgeführt werden

    OAZ: Okularauszug, dient der Fokuseinstellung

    OTA: Optical tube assembly: Bezeichnung für den Tubus mit Optik, jedoch ohne weiteres Zubehör

    OSC:
    One shot camera- so werden Farbkameras bezeichnet, da sie mit einer Aufnahme das komplette Bild (Farbspectrum) erzeugen. Bei schwarz/weiß Kameras sind dagegen mindestens 3 Aufnahmen mit den passenden Farbfiltern (RGB) nötig um daraus per Bildverarbeitung ein Farbbild zu erzeugen.

    P: Okularbezeichnung Plössl, 50° eGF

    PA: Pupillenabstand, Augenabstand, Schnittweite, eye relief => der Abstand sollte bei Beobachtung mit Brille nicht zu klein sein, da das Einblickverhalten sonst sehr unangenehm wird und eine Art Tunnelblick entsteht. 15 bis 20mm sind hier meist ausreichend.

    PE: Periodic error: die üblicherweise in der Montierung vorhandene Schnecke zur motorischen Bewegung der Achse lässt sich nicht so exakt fertigen, dass diese absolut rund läuft. Damit tritt bei jeder Umdrehung eine gleichförmige, sich wiederholende Abweichung auf- der periodische Fehler.

    PEC: Periodic error correction: Eine Funktion vieler Steuerungen, um den periodischen Fehler auszugleichen. Dazu muss die Steuerung den Schneckenfehler "lernen". Man stellt einen Stern in die Mitte, lässt die Montierung laufen und korrigiert die sichtbaren Abweichungen. Dies wird von der Steuerung übernommen und von von dieser dann danach automatisch ausgeglichen.

    PST: steht für personal solar telescop und ist mit der günstigste Einstieg zur Beobachtung der Sonne im h-alpha Licht (auch von Lunt unter anderer Bezeichnung ähnlich erhältlich)


    RC: Ritchey Chretien Teleskop (Coma corrigierter Cassegrain)


    RGB, RGBL: Abkürzung steht für Rot-Grün-Blau bzw. das L noch für Luminanz. Mit SW Kameras wird jeweils mindestens ein Bild mit jedem Filter angefertigt und diese werden per Nachbearbeitung zu einem Farbbild vereint. Die Luminanzaufnahme hilft dabei die lichtschwachen Objekte zusätzlich aufzuhellen.

    RK: Okularbezeichnung reversed Kellner


    SC: Schmidt Cassegrain Teleskop (Cassegrain mit Schmidt Korrektor)

    sGF: auch eGF oder englisch aFOV- scheinbares Gesichtsfeld => Angabe des Eigengesichtsfelds des Okulars, z.B. Televue Nagler 82°
    Die Auswirkung als Beispiel bei einem Newton 300/1500:
    Ein Okular Typ Plössl mit 32mm zeigt bei ein tatsächliches Feld von 1° bei 46,9-facher Vergrößerung
    Ein 24mm Panoptic mit 68° sGF zeigt ebenfalls 1° GF,aber mit 62,5x.
    Ein 20mm Okular Typ Nagler mit 82° zeigt wiederum 1° bei einer Vergrößerung von 75x.
    Ein 17mm Okular der Ethos Reihe mit 100° zeigt 1,1° bei 88x
    Das bedeutet- man überblickt das gleiche Feld, aber bei größerem sGF des benutzten Okulars mit entsprechend höherer Vergrößerung


    SW, SWA: Okularbezeichnungen „super wide (angle)“ für Okulare mit großem Eigengesichtsfeld


    T2: Gewinde M42x0,75- T2 Adapter werden für den Anschluss von Kameras und/oder diversem Zubehör benötigt. Der T2-Adapter stellt zusammen mit dem zur jeweiligen Kamera gehörenden Adapter den passenden Abstand Optik-Kamerchip (Auflagemaß) ein.

    UHC: steht für UltraHighContrast- ein Schmalbandfilter zur Beobachtung von Nebelstrukturen, die im Bereich der Sauerstoffkennlinie (OIII) sowie im Licht der H-Alpha und H-Beta Strahlung leuchten- lässt damit das Licht der Emissionsnebel passieren.

    UHC-S: ähnlich dem UHC- jedochmit deutlich breitbandigerem Durchlassbereich. Diese Filter werden auch als CLS, IDAS oder CLR angeboten und häufig als 'Stadtlichtfilter' bezeichnet. Für visuelle Anwendung taugen jedoch die wenigsten, da das störende Stadtlicht aus vielen unterschiedlichen Quellen stammt und damit nur wenige Anteile tatsächlich nutzbringend ausgefiltert werden können. Einsatzbereich eher fotografisch

    UW, UWA: Okularbezeichnungen „ultra wide“ für Okulare mit großem Eigengesichtsfeld

    V : Vergrößerung: => Brennweite Teleskop / Brennweite Okular; wird auch als x oder -fach geschrieben

    ZS: Zenitspiegel: Ein um 90° umlenkender Spiegel am Okularauszug angebracht, der bei steil stehendem Teleskop den Einblick erleichtert. Die Abbildung wird dadurch aufrecht, aber seitenverkehrt dargestellt

    Adaption: auch Dunkeladaption- die Anpassung des Auges an die Dunkelheit. Galaxien oder Nebelstrukturen sind lichtschwache Objekte und dazu muss das Auge dunkeladaptiert sein. Erst dann sieht man auch schwache Details. Bereits ein sehr kurzer Blick in helleres Licht zerstört diese Anpassung wieder- um das Auge gut zu adaptieren sollte man mind. 20-30 Minuten kein helleres Licht sehen.
    Die Dunkeladaption hat nichts mit dem Öffnen der Pupille bei Dunkelheit zu tun, sondern sie ergibt sich durch die Bildung von Rhodopsin in der Netzhaut. Möglichst schwaches und dunkelrotes Licht stört die Adaption nicht.

    Amiciprisma: Werden typisch mit 45° und 90° Umlenkung angeboten und zeigen ein seitenrichtiges und aufrechtes Bild. Vorzugsweise für Naturbeobachtungen zu nutzen.

    Auflagemaß: Damit wird der Abstand (Tiefe) zwischen Kamerachip und Auflage der Gehäuseöffnung bezeichnet. Die Fokusebene eines Teleskops muss um mindestens diesen Wert über dem ganz eingefahrenen Okularauszug + der Bauhöhe der nötigen Adapter liegen (siehe Backfocus)

    Auflösungsvermögen: Hängt linear von der Öffnung der Optik ab. Beschreibt die Fähigkeit der Optik, zwei nahe zueinander stehende Punkte (oder Linien) erkennbar zu trennen und ist damit zur Detailerkennung wichtig. Doppelte Öffnung bringt doppeltes Auflösungsvermögen.

    Äquatorialer Betrieb: = parallaktisch, Ausrichtung der RA-Achse parallel zur Erdachse

    Azimutal: Bei der azimutalen Montierung wird in Horizontaler/Vertikaler-Richtung nachgeführt; fotografisch führt das zu Bildfeldrotation

    backfocus: Damit wir der mögliche Weg des Okularauszugs bezeichnet. Die Angabe bezieht sich auf den Abstand der Fokuslage über dem komplett eingefahrenen Okularauszug. Für fotografische Anwendung muss der Abstand (backfocus) größer sein als das Auflagemaß der Kamera. Die Fokusebene eines Okulars muss ebenfalls innerhalb dieses verstellbaren Bereichs liegen. Bei zu weit über dem OAZ liegendem Fokus hilft eine Verlängerungshülse, bei zu niedrig liegender Fokusebene sind größere Änderungen nötig (z.B. ein flacher bauender OAZ).

    Bahtinov-Maske: Ein Hilfsmittel ähnlich der Scheinermaske. Allerdings etwas genauer. Hilfsmittel um den Fokus eines Teleskops für Astrofotografie schnell und sehr genau einzustellen.

    Bathinov-Maske http://de.wikipedia.org/wiki/Bahtinov-Maske

    Barlow: Erhöht die Vergrößerung entsprechend dem Barlowfaktor. Eine 2x Barlow verdoppelt die Teleskopbrennweite- oder halbiert die Okularbrennweite (je nach Betrachtungsweise) und verdoppelt damit die Vergrößerung. Die Fokuslage wird dabei etwas nach außen gelegt.

    Binning: Beim Binning werden Pixel einer digitalen Kamera zu Gruppen zusammengefasst. Bei 2x2 Binning also jeweils 2 nebeneinanderliegende sowie die dazu gehörenden Pixel der darunter liegenden Zeile.
    Der Vorteil dabei- da in Summe das Licht von 4 Pixel als ein "Superpixel" aufsummiert wird, erreicht man eine höhere Lichtempfindlichkeit. Der Nachteil- man verliert dabei entsprechend an Auflösung.

    Bildfeldwölbung: bei schnellen Optiken ist die Fokusebene nicht flach, wird auf die Bildmitte fokussiert, ist der Rand unscharf und umgekehrt (vergrößerte Sternabbildung )

    Dioptrx: zur Korrektur des Augenastigmatismus, für Okularserien von Televue in verschiedenen Dioptrienstärken erhältlich

    Dobson: Bezeichnung für einen azimutal in einer Rockerbox gelagerten Newton. Prinzipiell die preisgünstigste Variante eines montierten Newton, das Geld steckt in der Optik, die Rockerbox kostet anteilig so gut wie nichts, stellt aber eine stabile Montierung dar.

    Etalon: Wird als spezieller Filter zur Beobachtung der Wasserstoffkennline bei Sonnenbeobachtung genutzt. Die Durchlassbreite eines dafür gängigen Etalon zusammen mit den noch nötigen Blockfilter liegt bei kleiner 1 Angström (1 Å = 100 pm = 0,1 nm), typische Werte sind ca. 0,7 Å (Etalon und Blockfilter dürfen nie getrennt benutzt werden!)

    Extender: Funktion wie eine Barlow, verlängert die Brennweite, vorzugsweise für Fotografie genutzt

    Feldblende: Eine in der Fokusebene des Okulars angebrachte kreisförmige Blende. Die Feldblende begrenzt auch das scheinbare Gesichtsfeld des Okulars. Die max. Größe wird durch den Okulartyp begrenzt- bei 1,25" Okularen max. ca. 27mm, bei 2" Okularen max. 46mm.

    field stop: siehe Feldblende

    Flattener: Zusatzoptik für Astrofotografie, verringert die Bildfeldwölbung, die am Bildrand sonst vergrößerte Sterne erzeugt. Je nach Typ kann damit auch eine Brennweitenreduzierung (Reducer) verbunden sein.

    Flächenhelligkeit: Ein flächiges Objekt wie z.B. Nebelstrukturen oder Galaxien werden zwar auch mit einer Helligkeit in Magnitude angegeben. Die Angabe bezieht sich aber auf das flächige Objekt, ein Stern mit gleichem Wert ist damit viel heller sichtbar.
    Die für das Auge erkennbare Helligkeit bei Beobachtung durch ein Teleskop wird nie größer sein, als die Helligkeit, mit der das Objekt auch mit freiem Auge erkennbar ist.
    Dies ist auch nicht abhängig von der Größe (Öffnung) des benutzten Teleskops. Nur der Helligkeitsunterschied (Kontrastunterschied) zwischen Hintergrund und Objekt ist ausschlaggebend, ob und wie gut das Objekt zu erkennen ist. Im Idealfall sollte die Austrittspupille des Okulars gleich der Eintrittspupille des Auges sein- damit würde die maximal mögliche Menge Licht erfasst.
    Das ist auch der Grund, weshalb größere Öffnungen trotzdem einen Vorteil bringen, da hier bei demselben Öffnungsverhältnis eine höhere Vergrößerung bei idealer AP erreicht werden kann.

    Fokalfotografie: Fotografie ohne Okular im direkten Fokus des Teleskops


    Gold-, Blaukante: Umgangssprache- bezeichnet Okularserien entsprechend dem goldenen bzw. blauen Farbring am Gehäuse (Grünkante auch für Telvue Nagler- grüner Schriftzug)


    Guiden: Bei Langzeitbelichtungen machen sich kleinste Nachführfehler ärgerlich bemerkbar und führen zu unrunder Sternabbildung. Um dieses zu vermeiden, führt (guidet) man die Montierung während der Aufnahme nach. Das geht entweder manuell über ein Fadenkreuzokular oder automatisch über eine CCD/CMOS Kamera und ein auf PC laufendem Programm, das der Montierungssteuerung Korrekturbefehle übermittelt. Ohne zusätzlichem PC geht es mit einem stand alone guider. Für jede Version ist entweder ein Leitrohr oder ein OAG nötig.

    Grenzgröße: Die Erkennbarkeit abhängig von Helligkeit eines Objektes mit freiem Auge bzw. mit einer Optik. Hier ein Link, um die Grenzgröße am eigenen Standort anhand des kleinen Wagens leicht selbst zu überprüfen-
    Grenzgrößenermittlung http://www.home.uni-osnabrueck.de/ahaenel/aol/lightpol.html]
    Die mit freiem Auge noch erkennbaren Sterne geben die Qualität des Beobachtungsplatzes wieder. Unter Großstadtbedingung kann dies etwa bei mag 3-4 liegen, in ländlicher Gegend etwa mag 5,5 oder 6 und im Hochgebirge bis über mag 6 (dunkeladaptiertes Auge vorausgesetzt).
    Mit steigender Öffnung eines Teleskops steigt auch die Erreichbarkeit der Grenzgröße an. Mit 70mm ist das etwa mag 11, bei 200mm bereits mag 13 (Auswirkung des Lichtsammelvermögens für punktförmige Objekte)

    Grenzgröße fotografisch Das Auge nimmt das ankommende Licht als "Momentaufnahme" wahr, dagegen sammelt eine Kamera das ankommende Licht über eine längere Zeit. Daraus ergibt sich eine höhere Grenzgröße bei Astrofotografie. Für das Auge nicht mehr wahrnehmbare Sterne oder flächige Objekte können fotografisch noch erfasst werden.
    Begrenzend ist dabei besonders die Himmelsqualität. Ein nicht völlig dunkler Himmel begrenzt schlichtweg die maximal mögliche Belichtungszeit.
    Erklärungen dazu http://astrofotografie.hohmann…gen/sternhelligkeiten.php]

    h-alpha-Teleskop: Ein Refraktor, bei dem ein Etalon als Frontfilter oder im Strahlengang im Tubus liegend zusammen mit einem Blockfilter die Beobachtung der Sonne im h-alpha Licht ermöglicht. Vor der Optik sitzt typisch noch ein Energieschutzfilter. Das Etalon wird durch geringfügiges Verkippen oder durch Ändern der eigentlich parallel zueinander liegenden Filterplatten (Änderung des Luftdrucks dazwischen) abgestimmt. Damit wird die nötige exakte Linie eingestellt und Protuberanzen am Sonnenrand sowie aktive Zonen und Filamente auf der Oberfläche sind dadurch sichtbar

    Herschelkeil: auch als Herschelprisma bezeichnet. Dient zur Beobachtung der Sonne mit einem Refraktror im Weißlicht. Der Herschelkeil ist ein Prisma und dieses lenkt rund 95% des einfallenden Lichts aus dem Strahlengang aus. Die verbleibenden ca. 5% sind für das Auge noch immer zu viel, daher muss auf der Austrittsseite zusätzlich noch ein Graufilter mit optischer Dichte ND3 eingesetzt werden. Damit ist eine gefahrlose Beobachtung der Sonnenflecken möglich.

    homofokal: siehe parfokal


    Katadiopter: katadioptrisches System bezeichnet man Teleskope, die aus Spiegeln und Linsen aufgebaut sind.


    Kidney bean: Bei nicht genau zentriertem Einblick tritt eine schwarze seitliche Abschattungen auf. Diese kann so weit gehen, dass das ganze Bild schwarz ist. Erst durch Kopfbewegungen oder ändern des Abstandes Auge-Okular findet man den richtigen Einblick. Die Ausprägung hängt vom Okulartyp ab.

    Koma: die Koma ist ein Abbildungsfehler eines Parabolspiegels, der bei schnelleren Spiegeln stärker auftritt und sich zum Rand des Blickfeldes immer stärker bemerkbar macht.
    Die Auswirkung: Sterne werden nicht mehr punktförmig abgebildet sondern zeigen kleine "Schwänzchen", die zum Rand hin gerichtet sind

    Komakorrektor: optisches Element, verringert oder beseitigt die Koma bei visueller und fotografischer Nutzung

    Kollimation: kollimieren Justage einer Optik, Ausrichten von FS zu HS oder dem OAZ zur optischen Achse
    Anleitungen Justage eines Newton: http://www.seeing1.de/2a_justage.html#top alternativ http://www.pteng.de/astro/justage/newton/frame_r.htm
    Hilfsmittel zur Justage: Cheshire, Concenter, Justagelaser (Laser muss selbst korrekt justiert sein), einfache Lochblende (z.B. mittig durchbohrter Deckel einer Filmdose)

    Leitrohr: Zusätzlich parallel am Hauptteleskop montierte Optik, mit deren Hilfe bei Fotografie nachgeführt wird, um Montierungs- und Ausrichtungsfehler zu vermeiden

    Lichtsammelvermögen: Angabe des Verhältnisses zwischen der Größe des Auges und der Öffnung einer Optik. Die größere Fläche sammelt mehr Licht, dadurch werden lichtschwächere punktförmige Objekte sichtbar. Wirkt sich aber nicht für flächige Objekte aus.

    low rider: Spezielle Auslegung eines Newton. Der FS lenkt hier den Strahlengang z.B. nur 60° anstatt wie üblich 90° seitlich aus. Dadurch verringert sich die Einblickhöhe. Wird bei sehr großen Dobson genutzt und erleichtert den Einblick ins Okular ohne Trittleiter
    Bau eines low rider http://www.reinervogel.net/ind…l?/lowrider/lowrider.html

    Obstruktion: Abschattung bei Spiegelteleskopen durch den Fangspiegel (und eigentlich auch der Fangspiegelstreben). Wird üblicherweise in Prozent als Verhältnis des Durchmessers der Öffnung zu Durchmesser Abschattung angegeben. Verschlechtert die Kontrastübertragung (siehe auch MTF)
    Für visuelle Nutzung sind 20% sehr gut, bis 25% wirkt sich die Obstruktion kaum aus. Bei 35% und mehr sind bereits zunehmend erkennbare Einbußen vorhanden. Fotografisch ist der Einfluss durch mögliche Bildnachverarbeitung unerheblich.

    Off-Axis: Neben der Achse. Als Off-Axis bezeichnet man z.B. wenn man bei einen größeren Newton (oder SC) einen Sonnenfilter vor der Öffnung anbringen möchte, dafür aber nicht die komplette Öffnung nutzen möchte. Da der Fangspiegel mittig liegt, wird der Lichtdurchlass dann seitlich zwischen den Streben der Fangspiegelaufhängung realisiert.
    Weiterhin benutzt man den Begriff um den Durchtritt des Strahlenbündels durch z.B. ein Okular zu beschreiben. Mittig entspricht auf der Achse oder On-Axis, außerhalb der Mitte eben Off-Axis.

    Offset: Der Fangspiegel sitzt bei einem Newton nicht exakt mittig zur Längsachse des Tubus, er hat zum OAZ hin einen etwas größeren Abstand und ist auch zur Mittelachse des OAZ gesehen um den gleichen Betrag Richtung HS versetzt. Je schneller der Newton desto größer der nötige Wert für das Offset
    Offset http://www.pteng.de/astro/justage/newton/frame_r1.htm

    Okular: Hier gibt es eine Reihe verschiedener Typen: Dazu wird in heute üblich die zwei Größen 1,25" und 2" unterschieden (siehe Feldblende- max. Größe)

    Huygens, Kellner: sind sehr einfach aufgebaut, kleines Eigengesichtsfeld

    Plössl, Superplössl: 4-linsig (Super teils 5 Linsen), gute Abbildung, Eigengesichtsfeld 50°, kurzer Augenabstand

    Ortho: orthoskopische Abbildung (verzeichnisfrei), kleines Gesichtsfeld, kurzer Augenabstand, zeigt an schnelleren Optiken zunehmend Abbildungsfehler

    Erfle: moderates Weitwinkel, Gesichtsfeld 65-72°, Augenabstand angenehm 15-20mm, an schneller Optik (etwa f/5) nicht ganz randscharf

    Nagler: Typ von Televue, 8-linsig, sehr gute Abbildung, randscharf mit 82° Eigengesichtsfeld, Augenabstand je nach Typ 12-20mm

    Ethos: Televue, Superweitwinkel mit 100°/110° Eigengesichtsfeld, randscharf

    Öffnungsverhältnis: Verhältnis von Öffnung zu Brennweite des Teleskops (Objektivs)
    Das Öffnungsverhältnis wird als f/Öffnungszahl angegeben und ist eine etwas verwirrende Angabe. Da sich die Öffnungszahl unter dem Bruchstrich befindet, ergeben kleine Öffnungszahlen ein großes Öffnungsverhältnis (schnelles Teleskop) und große Öffnungszahlen ein kleines Öffnungsverhältnis (langsames Teleskop)

    Öffnungszahl: Brennweite / Objektivdurchmesser
    Die Öffnungszahl entspricht der Blendenzahl bei einem Fotoobjektiv.

    Petzvaloptiken: Refraktor mit 2-linsigem Objektiv + 2 Linsen als Korrektor, gilt als weitgehend farbrein, auch die Bildfeldwölbung kann dadurch beseitigt werden


    Powermate: funktioniert wie eine Barlow, ist aber telezentrisch (Feldstrahlen treten parallel zur optischen Achse aus, im Gegensatz zu Barlow-Linsen, bei der die Strahlen divergieren). Powermate™ ist die Bezeichnungvon Televue, wird bei anderen Herstellern als Telezentrik bezeichnet

    parfokal: Okulare sind parfokal, wenn deren Fokuslage gleich ist. Damit muss man nicht jedes Mal bei einem Okularwechsel den Fokus neu einstellen. Auch bei Zoom-Okularen wichtig- die Zoomverstellung sollte die Fokuslage nicht verändern

    Polsucher: wird bei einer parallaktischen Montierung genutzt, um die Polachse (RA-Achse) auf den Polarstern und damit parallel zur Erdachse auszurichten

    Reducer optisches Element, um die Brennweite eines Teleskops zu verringern. Die Fokuslage wird dabei verkürzt.

    Rockerbox: Siehe Dobson

    Scheinern: Eine Methode, um die Einnordung eines Teleskops für Astrofotografie noch genauer durchzuführen.
    Scheinern http://www.baader-planetarium.…ierungen/htm/scheiner.htm]

    Scheinerblende: Eine Blende mit 2 Öffnungen vor dem Tubuseingang- damit kann die Fokuslage eines Teleskops leichter eingestellt werden.
    Scheinerblende http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinerblende

    Schnelle Optik oder schneller Newton: Der Begriff wird häufig verwendet und stammt aus dem Fotobereich. Dort werden Objektive als schnell oder lichtstark bezeichnet, wenn sie eine sehr große Blende (kleine Blendenzahl) besitzen. Das wird im Sprachgebrauch auch auf Teleskope umgesetzt.
    Ein Teleskop mit f/10 wird im Vergleich zu einem f/5 als langsame Optik bezeichnet, eine Belichtung würde hier 4x so lange dauern um das gleiche Ergebnis (Helligkeitswert) als Bild zu erreichen.

    Seeing: Luftunruhe, Luftbewegungen => störend bei der Beobachtung und begrenzt die maximal mögliche Vergrößerung. Seeing wirkt sich unabhängig von der Öffnung aus- man kann bei einer großen Öffnung seeingbedingt eben nicht immer die hohe Vergrößerung nutzen, die eine große Öffnung erlauben würde. Bei einem schnelleren Öffnungsverhältnis hilft es durchaus, einen Graufilter zu nutzen, da bei einer größeren AP das entsprechend hellere Abbild eher gestört erscheint.

    Pickering Seeing Skala http://www.amateurastronomie.com/anfang/seeing/index.htm]

    Spikes: Dünne kreuzförmige Lichtstrahlen ausgehend von hellen Sternen- werden durch Beugungserscheinungen an den Fangspiegelstreben verursacht (auch andere in den Strahlengang ragende Teile können Spikes erzeugen)


    Telezentrik: siehe Powermate


    truss tube: An Stelle eines geschlossenen Volltubus werden hier Stangen genutzt, um den Hut (Oberteil mit dem Fangspiegel) mit der Spiegelbox (Unterbau) zu verbinden. Gitterrohrversionen werden typisch für große Newton ab 12“ oder Leichtbau-/Reisedobson genutzt (zerlegt kommt man damit auf ein zur Teleskopgröße sehr kleines Packmaß)


    WA, UWA, SWA: Bezeichnungen für Weitwinkelokulare, Eigengesichtsfeld zwischen 65° bis 110°


    Zenitprisma: Gleiche Funktion wie ein Zenitspiegel. Wird bei Refraktoren teilweise absichtlich genutzt, um den Farbfehler der Optik zu minimieren (Beispiel Zeiss APQ)

    Zenitspiegel: Bei Refraktoren oder anderen Optiken mit Einblick vom hinteren Tubusende aus nötig, um bei steiler stehendem Teleskop noch bequem in das Okular einblicken zu können




    Zusammengestellt von mir entsprechend den häufig in Beiträgen genutzten Bezeichnungen, nach bestem Wissen und Gewissen
    Ergänzungsvorschläge oder Verbesserungsvorschläge an mich bzw. einen der Moderatoren per PN

    Stefan

  • Checkliste für das visuelle Beobachten


    - Teleskop
    - Montierung
    - Stromversorgung mit ausreichendem Ladezustand
    - Sucher, ggf. mit ausreichender Batterie
    - Gegengewichte, werden erfahrungsgemäss häufig vergessen


    - Okulare, Okularkoffer
    - Filter
    - ggf. Zenitspiegel
    - Rotlichtlampe (regelbar)
    - Kartenmaterial, drehbare Sternkarte
    - Tisch und Ablageplatten zum Kartenlesen und für Kleinteile
    - Hocker bzw. Astrostuhl, ggf. 2- oder 3-stufige Trittleiter
    - Taukappe, Heizmanschetten
    - evtl. Notizblock und Stift
    - geladenes Smartphone mit Astroapps.
    - Fernglas
    - Putztuch o. Lenspen
    - Kollimierwerkzeug


    - ausreichend warme Kleidung, vor allem für die Füsse
    - Taschenofen, Gelpads
    - Thermoskanne mit Tee, Kaffee (ordentlich Koffein für die Rückfahrt!)


    Besonders Einteigern rate ich zu einem Graufilter für die Mondbeobachtung (ND06 25% Transmission unter 6" Öffnung, sonst ND09 13% Transmission oder Doppelpolfilter).


    Die Liste ist sicher nicht vollständig und sollte ggf. individuell ergänzt werden (Kekse, Gummibärchensaft, Mobilfön, Bluetoothlautsprecher zum Vertreiben wilder Tiere usw.).

  • Okulare oder die Qual der Wahl


    Okulare sind das wichtigste Zubehör in der visuellen Astronomie und wohl auch die Ausrüstung, für die das meiste Geld investiert wird. Dieser Bericht soll dir helfen, die richtigen Okulare für dich und dein Teleskop zu finden.



    Brennweite, AP


    Die wichtigste Kenngrösse bei einem Okular ist die Brennweite. Die Teleskopbrennweite / Okularbrennweite ergibt die Vergrösserung. Diese gibt an, um wieviel näher das Beobachtungsobjekt im Teleskop erscheint. Wenn der Mond einen Abstand von 380000 km hat und im Teleskop bei 100-facher Vergrösserung beobachtet wird, so scheint er dort nur 3800 km entfernt zu sein.


    Daraus ergibt sich (zusammen mit der Öffnungszahl) eine weitere wichtige Kenngrösse für die Okularauswahl, die Austrittspupille AP. Die AP ist ein Mass für die Bildhelligkeit und wird folgendermassen berechnet:
    AP = Teleskopdurchmesser / Vergrösserung oder auch AP = Okuklarbrennweite / Öffnungzahl
    Die AP sollte nicht grösser werden als der maximale Durchmesser der Pupille, da sonst nicht das gesamte Licht, welches das Teleskop liefert, auf der Netzhaut landet. Der Pupillendurchmesser ist individuell verschieden und wird mit dem Alter kleiner. Eine Studie der Uni Tübingen ermittelte für 20-Jährige einen maximalen Durchmesser von 4,5 bis 8,5 mm und für 70-Jährige einen Bereich von 2,5 bis 7 mm.
    Kleiner als 0,5 mm sollte die AP nicht werden, weil dann die Vergrösserung so hoch ist, dass alle Details, welche das Teleskop auflösen kann, problemlos zu erkennen sind. Dazu reicht bei den meisten Menschen auch schon eine AP von 0,7 mm. Wird noch mehr vergrössert, so spricht man von leerer Vergrösserung, weil keine neuen Details mehr sichtbar werden, dafür das Bild aber dunkler und 'matschiger'.
    Daraus ergibt in etwa ein sinnvoller AP-Bereich von 0,6 bis 6mm.


    Umgerechnet ist das Öffnungszahl * 0,6 bis Öffnungszahl * 6 mm Okularbrennweite.



    Brennweiten-Staffelung


    Nun gilt es, diesen Bereich mit 4-6 Brennweiten zu füllen. Die errechneten Brennweiten teilen den Bereich so auf, dass die prozentualen Brennweitensprünge mgl. konstant sind.
    Als Beispiel wird noch die Umsetzung dieser Werte auf die bekannten Hyperionokulare gezeigt, die es in 3.5, 5, 8, 10, 13, 17, 21, 24, 31 und 36 mm gibt. Es konnen natürlich auch Okulare unterschiedlicher Hersteller und Serien kombiniert werden, die dann aber wahrscheinlich nicht mehr parfokal (siehe Kapitel Sonstiges) sein werden.


    Beispiel für ein f/5-Teleskop und 6 Okulare, die jeweils (gerundete) kürzere Brennweite soll 2/3 der nächst Längeren betragen:
    30 mm Übersichtsokular als Startbrennweite
    20 mm
    13 mm
    9 mm
    6 mm
    4 mm
    Beispiel Hyperion: 31, 21, 13, 8, 5, 3.5 mm


    Beispiel für ein f/5-Teleskop und 5 Okulare, die jeweils (gerundete) kürzere Brennweite soll 0,57x der nächst Längeren betragen:
    30 mm Übersichtsokular als Startbrennweite
    17 mm
    10 mm
    6 mm
    3 mm (genau 3,36 mm, 4 mm passen auch gut)
    Beispiel Hyperion: 31, 17, 10, 5, 3.5 mm


    Beispiel für ein f/6-Teleskop und 5 Okulare, die jeweils (gerundete) kürzere Brennweite soll 0,57x der nächst Längeren betragen:
    35 mm Übersichtsokular als Startbrennweite
    20 mm
    12 mm
    7 mm
    4 mm
    Beispiel Hyperion: 36, 21, 13, 8, 5 mm


    Beispiel für ein f/5-Teleskop und 4 Okulare, die jeweils (gerundete) kürzere Brennweite soll 0,48x der nächst Längeren betragen:
    30 mm Übersichtsokular als Startbrennweite
    14 mm
    7 mm
    3 mm
    Beispiel Hyperion: 31, 13, 8, 3.5 mm


    Die vorgeschlagenen Brennweiten teilen den sinnvollen Bereich gleichmässig auf und sind eine grobe Richtlinie für die Brennweitenauswahl. Es gibt nun mal nicht jedes Wunschokular in genau dieser Brennweite.
    Generall können die Sprünge bei den langen Brennweiten noch etwas grösser ausfallen und bei den kurzen Brennweiten etwas enger. So kann man die Vergrösserung feiner an das jeweilige Seeing anpassen.


    Die Mathematik dahinter ist kein Hexenwerk:
    (Anzahl Okulare - 1). Wurzel aus (längste Brennweite / kürzeste Brennweite) ergibt den Divisor für die Umrechnung auf die nächst kleinere Brennweite bzw. den Multiplikator für die nächst grössere Brennweite.
    Beispiel: f/10 Mak mit 1.25" OAZ, 32mm Plössl als Übersichtsokular, 4 Okulare insgesamt
    Wegen dem 1.25"-OAZ wird als längste Brennweite nicht 60mm sondern 32mm genommen.
    (4-1). Wurzel aus (32/6)
    3. Wurzel aus 5,33 = 1,75


    32mm /1,75 18,28mm /1,75 10,45mm /1,75 5,97mm



    Scheinbares Gesichtsfeld, Feldblende, 1.25" und 2"


    Neben der Brennweite ist oft eine zweite Zahl auf dem Okular aufgedruckt. Wenn es sich dabei um eine Gradzahl handelt, ist dies das scheinbare Gesichtsfeld oder Eigengesichtsfeld des Okulars. Gängige Abkürzungen sind SGF, EGF oder englisch AFOV. Es gibt an, welchen scheinbaren Bildwinkel das Okular zeigt.
    Ab einem SGF von etwa 65° spricht man von einem Weitwinkelokular. Dies ist etwas mehr, als ein 35mm Kleinbildobjektiv auf der langen Bildseite zeigt. Bei Okularen mit einem SGF von 40° oder weniger spricht man von einem Tunnelblick.
    Je grösser das SGF, um so grösser die Himmelsfläche, die ein Okular bei gleicher Brennweite zeigt.
    Die Grösse des gezeigten Bildausschnitts wird durch die Feldblende (field stop), einem scharfkantigen Ring in der Steckhülse, begrenzt.


    Gesichtfelder.jpg
    Das Bild zeigt die Plejaden in einem Teleskop mit 1000mm Brenweite und verschiedenen Okularen.
    Das Okular oben links hat einen Feldblendendurchmesser von 40 mm und hat darum eine 2" (50,8 mm) Steckhülse. Alle anderen gezeigten Okulare haben eine Feldblende mit 27 mm Durchmesser, mehr echtes Gesichtfeld kann in einer 1.25" (31,7 mm) Steckhülse nicht erreicht werden.


    Da kurzbrennweitige Okulare nur einen kleinen Himmelsausschnitt zeigen, können diese auch mit einem grossen SGF in 1.25" untergebracht werden. Das ist der Grund warum 2"-Okulare immer recht langbrennweitig sind.
    Die häufig gestellte Frage, ob 2" besser als 1.25" sei, ist also Unsinn. Es geht nur darum, wieviel Platz ein bestimmter Okularaufbau benötigt.


    Das obige Bild zeigt zwar gut den Unterschied zwischen den Okularen, aber nicht den Bildeindruck, den die verschiedenen Eigengesichtsfelder vermitteln. Dazu ist die Darstellung auf einem Monitor zu klein. Es gibt aber eine einfache Simulation, die einen realistischen Eindruck vermittelt: Gesichtsfeld eines Okulares



    Augenabstand und Brille


    Der Augenabstand (Pupillenschnittweite, ER, eye relief) ist vor allem für Brillenträger ein wichtiges Kriterium. Dabei stellt sich zunächst die Frage, ob überhaupt mit Brille beobachtet werden muss. Wer nur einen Dioptrienfehler hat, also eine reine Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit, kann ohne Sehhilfe beobachten und den Sehfehler mit den Fokusräder kompensieren.
    Bei einer Hornhautkrümmung, die in Zylinder oder Cyl. angegeben wird, ist eine Korrektur mit dem Teleskop nicht möglich. Es kann aber sein, dass dieser Fehler bei der Beobachtung mit einer kleinen AP, also relativ hohen Vergrösserung, nicht mehr störend ist.
    Falls mit Brille beobachtet wird, so ist ein <font color="yellow">Augenabstand</font id="yellow"> von <font color="yellow">ca. 20 mm</font id="yellow"> optimal. Bei Okularen mit deutlich kleinerem Augenabstand kann nicht mehr das ganze Gesichtsfeld mit Brille auf einmal überblickt werden.
    Hier zeigt sich der Nachteil einfacher Standardokulare wie Huygens, Kellner, Plössl, (Abbe-)Orthos oder Erfle. Diese Okulare haben einen festen optischen Aufbau und die Grösse der Linsen ändert sich ebenso wie der Augenabstand proportional zur Brennweite. Haben Brennweiten um die 25 mm noch einen für Brillenträger ausreichenden Augenabstand, so ist dieser nur noch 1/5 dessen bei 5 mm Brennweite. Da muss man dann auch ohne Brille unangenehm nah mit dem Auge ans Okular.
    Viele moderne Okulare sind hingegen so konstruiert, dass die gesamte Serie bei allen Brennweiten einen ähnlichen Augenabstand besitzt. Einige Okulare haben sogar eine in der Höhe einstellbare Augenmuschel.
    Wenn in der Gruppe beobachtet wird und die Benutzer am Teleskop ständig wechseln, kann es auch bei einem reinen Dioptrienfehler sinnvoll sein, die Brille aufzulassen. So wird verhindert, das ständig neu fokussiert werden muss.
    Bis auf wenige Ausnahmen sind Okulare ab etwa 80° SGF für Brillenträger schlecht nutzbar, da zum Erreichen des Bildfeldrandes das gesamte Auge über dem Okular bewegt werden muss.
    Je mehr SGF und Augenabstand ein Okular hat, um so grösser ist der Durchmesser der augenseitigen Linse. Ist diese höchstens so gross wie ein Centstück, so dürfte das Okular nicht brillentauglich sein.



    Sonstiges

    Okulare sind eine individuelle Sache. Besonders das Einblickverhalten wird recht unterschiedlich beurteilt, nicht jeder kommt mit jedem Okular gleich gut zurecht. Darum sind Empfehlungen von Okularen immer etwas problematisch.


    Nicht mehr zeitgemäss sind einfachste zweilinsige Okularekonstruktionen wie Huygens (H) oder Ramsden (R, SR).
    Die Untergrenze sollten heute dreilinsige Okulare wie Kellner (K, KE) oder reversed Kellner (RK, RKE) sein. Diese funktionieren an langsamen Teleskopen mit grosser Öffnungszahl gut.
    Die vierlinsigen Plössl (P, Pl, SP) kommen auch mit etwas schnelleren Teleskopen, also kleineren Öffnungszahlen, als Kellner zurecht und haben etwas mehr Gesichtsfeld.
    Der Einstieg in die Klasse der Weitwinkelokulare beginnt mit dem Typ Erfle, der in 2" für unter 100 Euro zu bekommen ist.
    Für Teleskope mit Öffnungszahlen unter 5 sollten moderne Okularkonstruktionen verwendet werden, die für solch schnelle Optiken geeignet sind. Auch wenn viel SGF und Augenabstand gefordert sind, besonders bei kurzen Brennweiten, haben die alten Standardokulartypen ausgedient.



    Zoomokulare mit ihrer stufenlos verstellbaren Brennweite scheinen im Vergleich zu Festbrennweiten sehr vorteilhaft zu sein. Die meisten Zoomokulare im Astrobereich haben einen drefachen Brennweitenbereich (typisch 8-24 mm). Damit deckt so ein Okular etwa den halben Brennweitenbereich eines Teleskops ab und ersetzt 3 Festbrennweiten bei einer 1,7-Staffelung, bestehend aus 5 Okularen für den gesamten Brennweitenbereich. Diese Flexibilität hat Vor- und Nachteile, verglichen am Beispiel der bekannten Baader Hyperions:
    + kleiner und leichter als 3 Festbennweiten (wichtig bei Flugreisen)
    + nicht so teuer wie 3 Festbbrennweiten
    + Zoomen ist schneller als Okularwechsel
    - kleineres Gesichtsfeld, besonders bei den langen Brennweiten
    - Bildquallität, besonders die Helligkeit, ist geringer


    Wenn bei einer Okularserie angeben wird, dass diese <b>parfokal</b> oder <b>homofokal</b> ist, so muss beim Okularwechsel nur wenig oder gar nicht nachfokussiert werden. Bei Zoomokularen bezieht sich diese Angabe auf das Verstellen der Brennweite.


    Oft befinden sich auf dem Okular noch Hinweise zur Vergütung:
    FC oder fully coated: jede Glas/Luftfläche ist antireflexbeschichtet
    MC oder multi coated: mindestens eine Glas/Luftfläche ist mehrlagig antireflexbeschichtet
    FMC oder fully multi coated: jede Glas/Luftfläche ist mehrlagig antireflexbeschichtet
    Unbeschichtetes Glas reflektiert etwa 4,25% des Lichts bei senkrechtem Einfall. (29% Verlust bei 8 Oberflächen)
    Glas mit einer einfachen MgF²-Antireflexschicht reflektiert etwa 1,5% des Lichts bei senkrechtem Einfall. Diese Vergütung schimmert schwach blau. (11% Verlust bei 8 Oberflächen)
    Glas mit einer modernen Mehrschichtvergütung reflektiert etwa 0.35% des Lichts bei senkrechtem Einfall. Diese Vergütung schimmert oft grün oder braun, kann aber auch andere Farben haben. (3% Verlust bei 8 Oberflächen)



    Dobsonbesitzer sollten Okulare mit einem grossen, gut überschaubaren Gesichtsfeld verwenden. So bleibt das Beobachtungsobjekt mgl. lange sichtbar, ohne dass nachgeführt werden muss.
    Achtet darauf, dass die Okulare mgl. wenig Gewichtsdifferenz haben. Dann bleibt das Teleskop auch in Horizontnähe beim Okularwechsel im Gleichgewicht.


    Als Übersichtsokular wenn nur ein 1.25" OAZ vorhanden ist, empfehle ich ab einer Öffnungszahl von 5 ein 32 mm (Super)Plössl, auch bei langsamen Teleskopen wie einem Maksutov. Zwar hat ein 40 mm Plössl das hellere Bild (25% grössere AP als beim 32 mm), aber durch die höhere Vergrößerung ist die Detailerkennbarkeit beim 32 mm besser. Und der Tunnelblick beim 40'er ist schon ziemlich ausgeprägt.


    Auch wenn es viele Einsteiger reizt, die sinnvolle Maximalvergrösserung des Teleskops auszuprobieren, empfehle ich, dieses Okular als Letztes anzuschaffen, zumindest bei Teleskopen mit mehr als 5" Öffnung. Vergrößerungen über 200-fach sind bedingt durch das Seeing (Luftunruhe) oft nicht sinnvoll anwendbar. Je höher die Vergrößerung, um so seltener wird man diese nutzen können.

  • mintaka

    Closed the thread.
  • matss

    Closed the thread.

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