150/600 f4 Vergleich/TS-Photon Advanced 6" Umbau

  • Hallo Forum


    Bin auf der Suche nach mehr Licht und brauche Aufklärung.
    Im Netz gibt es neben den bekannten TS-Optics 154/600 mm f4 auch noch das TS-PHOTON 6" F4 Advanced zu haben.
    Kann jemand eventuell etwas zu den Photon Advanced sagen das auch preislich höher angesetzt ist,
    ob vielleicht Verbesserungen gemacht worden sind? Oder ist es eben ein Klon vom ersteren?
    Die Probleme die das TS-Optics hat, sprich Fangspiegel ohne Offset, Brennebene zu weit draußen sind mir bekannt.


    Siehe:
    https://www.teleskop-express.d…ng-f-4---2--MONORAIL.html


    https://www.teleskop-express.d…kop-mit-Metall-Tubus.html


    beste Grüße Udo

  • Hi Udo,


    ich hoffe, dass Du das nicht als 'Kapern' empfindest.
    Ich interessiere mich auch für den kleinen 'Photon' - sofern es nicht nur der alte TS-Optics im schwarzen Tubus ist - und hätte dazu weitere Fragen, die für dich vielleicht auch interessant sind:
    - der OAZ wird ja als Verkippungsfrei beworben. Ist das tatsächlich so?
    - Tauscht&Justiert TS den OAZ auf Kundenwunsch zur Differenz des Endkundenpreises (also OAZ unerwünscht kostet da [fiktiv] 150€, OAZ erwünscht kostet [fiktiv] 200€ - ich zahl 50€ Aufpreis, hab aber das, was ich will ohne Neuteile auf dem Gebrauchtmarkt abstoßen zu müssen)
    - ragt ein GPU in den Tubus hinein, bzw. ein Teil des OAZ mit GPU?
    - Ist der Tubus ausreichend geschwärzt? Bei den Carbonvarianten wird ja explizit die Bergerfarbe beworben, bei den Blecheimern aber nicht.
    - Ist der Tubus halbwegs temperaturstabil, zumindest wenn man ihn von außen isoliert? Bzw. wird die Justage über Nacht gehalten?
    - die Carbonvarianten werden auch direkt als Boren-Simon verkauft. Theoretisch sollte der Reducer ja auch mit den Stahlvarianten funktionieren. Klappt das auch praktisch, was die Steifigkeit/Ausdehnung anbelangt?


    cs
    Jürgen

  • Interessante Fragestellung, gibt ja auch noch die UNC Variante:


    https://www.teleskop-express.d…skop-mit-Carbontubus.html


    Zum OAZ meinte irgendwann mal ein Anwender sinngemäß: "Egal wie toll die Hausmarken beworben werden, wenn die Belastung groß ist (schwere Vollformat-Kamera, 2" motorisiertes Filterrad etc.), kommt man an einem OAZ von Starlight Instruments nicht vorbei."
    https://www.teleskop-express.d…kularauszuege.html/page/2


    Von denen kostet der OAZ im Vgl. zum rel. günstigen 6"er richtig viel Geld; wie überall, wenn man Perfektion braucht und will.

  • Hi,


    die beiden von Udo gelinkten scheinen bis auf die Farbe ja wohl identisch zu sein, jedenfalls sind die Angaben gleich.


    Was mir aufstößt- bei dem GSO zu lesen: mit dem 63mm FS wird bei 92mm Backfocus eine 100% Ausleuchtung von 25mm erreicht.


    Aber bei dem UNC schafft der mit 70mm größere FS bei dweutlich kürzer liegender Fokusposition nur 21mm Ausleuchtung?


    Irgendwo passt da was nicht wirklich zusammen.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Leute
    Jürgen passt schon, je mehr sich da rein hängen um so mehr Infos.
    Natürlich habe ich mich, was ich halt so im Netz gefunden habe, schon zum TS 154/600 informiert,
    es wird geschrieben das der Monorail OAZ (ca 75mm Bauhöhe mit Basisplatte) ganz in Ordnung sei was die Stabilität angeht.
    Wird auch für mich nicht das größte Problem darstellen da ich mit einer EOS 450D (524g) belichte.
    Wenn ein Vollvormat Prügel oder eine schwere CCD evt. auch noch Filterrad etc. dran hängt
    wird das natürlich anders ausschauen.
    Problem wird sein (zumindest in meinem Fall mit der DSLR), das der OAZ einfach zu weit herausgefahren werden
    bzw. "angeblich" sogar mit Verlängerungshülsen gearbeitet werden muß, um überhaupt in den Fokus zu kommen,
    was natürlich Abschattungen und schlechte Ausleuchtung zur Folge hat und einfach gesagt ein NoGo ist.
    Die Gefahr einer Verkippung ist natürlich bei einem weit ausgefahrenen OAZ auch viel größer, dies wird auch ein kürzerer und teurerer OAZ nicht ausmerzen können.
    Die Boren-Simon Variante hat, so weit ich in Erfahrung gebracht habe, einen mit Offset aufgeklebten Fangspiegel.
    Ist aber für mich uninteressant, da es mein Budget überschreitet und ich das Material Carbon als Suspekt empfinde.
    (Fahrräder aus Jogurtbecher dickwandigen Carbon brechen teilweise schon wenn man sie an einen Laternenmasten grob anlehnt)
    Von der Wärmeausdehnung her denke ich wird es bei dem kleinen Stahltubus richtig ausgekühlt auch nicht die Welt Schwierigkeiten geben,
    ab und zu den Fokus zu kontrollieren während der Belichtung sollte man aber schon machen.
    Das Ausschwärzen kann man relativ leicht mit der Berger Farbe machen. Hab´s bei meinem 150/750 PDS gemacht, bringt mehr Kontrast.


    Stefan, hmm das mit dem Backfokus und der Ausleuchtung ist in der Tat komisch.
    Was ich noch gefunden habe, die Tubuslänge wird beim TS-Optics 154/600 mit 580mm angegeben, beim
    TS-Photon Advanced sind es 530mm.


    Fazit: Ich denke dass das Ding nicht so ohne weiteres ohne größere Umbauaktion richtig funktionieren wird,
    ich rechne auch schon mit einem Umbau ähnlich wie es der Tommy Nawratil gemacht und beschrieben hat.
    Zumindest was die OAZ Position und den FS Offset angeht.


    Ein paar Links zum 150/600:


    Umbau vom Tommy Nawratil: http://umbaubericht-150-600-f4.blogspot.de/
    Astrotreff Thread: http://www.astrotreff.de/topic…HIVE=true&TOPIC_ID=145504
    Englischer Erfahrungsbericht: https://stargazerslounge.com/t…0mm-f4-imaging-newtonian/
    Balkonsternwarte Umbau: http://www.balkonsternwarte.at…ts_newton_optimierung.htm


    Grüße Udo

  • Hi Udo, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Was ich noch gefunden habe, die Tubuslänge wird beim TS-Optics 154/600 mit 580mm angegeben, beim
    TS-Photon Advanced sind es 530mm.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">auch da zweifel ich stark an den Angaben- wenn man die Bilder der beiden anschaut- gleiche Rohrschellen und gleiche Schiene daran- und die Abstände zum Tubusende bz.w der Überstand vorne vom OAZ zum Ende sind auf den Bildern annähernd gleich groß. 50mm unterschiedliche Länge müsste aber erkennbar sein.


    Der Umbau von Tommy bezieht sich offenbar auf eine ältere Version, da war der FS noch in de alten Halterung und war da auch 70mm groß.


    Zum OAZ- war da zu dem Monorail mal nicht was von "bananenförmig" in den Foren zu lesen? Ein flacherer OAZ würde dir auch nix bringen, die Fokuslage ist sehr weit außen, kürzerer OAZ würde also lediglich noch mehr Verlängerungshülsen benötigen, Verkippung ist dank dem langen Hebel vorprogrammiert. [}:)]


    Gruß
    Stefan

  • Hallo, Kollegen,


    ich habe 2 6" f/4-Newtons der einfachen Art mit dem Monorail-OAZ.
    Der Tubus ohne die Hauptspiegel-Schrauben ist 55 cm lang.
    Der GPU-KK, auch mit einem 2"-Filter, ragt nicht in den Strahlengang hinein.
    Ich benutze eine 1100da sowie eine 750d.
    Der OAZ mit GPU-Korrektor ist bei Fokusstellung ausgefahren bei 45mm.
    Der 2-linsige KK von TS führt beim 6" zu Halos bei allen helleren Sternen; dieser führt erst bei einem 12" f/4-Newton zu einem guten Bild. Daher musste ich mir den GPU-KK kaufen.
    Von einer Verkippung des OAZ, da sitzen jetzt die 1100da mit schwerem GPU-KK! drin, kann ich nichts feststellen.
    Nachteil des OAZ scheint zu sein, dass dieser nur 2 Klemmschrauben im 90° Abstand hat: wenn man diese anzieht, ist der lange GPU-KK nicht mehr exakt mittig im OAZ und führt zu einer minimalen Verkippung.

    Zuerst hatte ich die Antireflex-Farbe benutzt und dann mit der Veloursfolie verglichen: die Folie ist viiiel dunkler und erhöht den Kontrast sehr!

    viele Grüße und cs
    Andreas

  • Hi Andreas,


    und vielen Dank für die wertvollen Infos.
    Wie sieht es mit dem Offset aus? Ist das bei den TS-Photon mittlerweile 'ab Werk' korrekt eingestellt, oder muss man selbst Hand anlegen?


    cs
    Jürgen

  • Hallo, Jürgen,


    Ich habe nur die einfache Newton-Variante, bin aber zufrieden mit ihr.
    Meine Fangspiegel haben keinen Offset.
    Das Einzige, was ich noch machen könnte: eine 3. Klemmschraube am OAZ anbringen, damit der GPU-KK zentrisch im OAZ drin sitzt.
    Dazu ist noch zu sagen: der GPU ist ziemlich breit und sitzt schon sehr eng im OAZ. Da gibt es kaum noch was zu klemmen.
    Ich justiere nur mit einem 2"-Concenter und dann so, dass alle Kreise so gut wie möglich symmetrisch im Hauptspiegelbild zu erkennen sind.
    Eine Justierung mit dem Laser bringt mir da kaum mehr.


    viele Grüße und cs
    Andreas

  • Servus Leute


    Andreas, danke dir für das aussagekräftige Feedback.
    Du schreibst das der OAZ 45mm ausgefahren mit der APS-C Canon in den Fokus kommt, plus halt die 75mm vom Okularauszug selbst.
    Das ist halt schon weit weg vom FS. Mit dem Komakorrektor hast du recht, der hat beim 150/750 PDS f5 auch zu Halos geführt,
    wurde dann aber sehr schnell durch einen GPU 4 Linser ersetzt.


    Jürgen, glaube fast nicht das mittlerweile der FS mit Offset montiert ist.
    Den FS mit Offset am FS-Halter drauf kleben werde ich aber machen. Muß das Teil eh zerlegen zwecks Tubus schwärzen und
    FS-Heizung.
    Ich hab mal beim TS-Service höflich angefragt, ob der TS-Optics und den TS-Photon baugleich sind. Schau mer mal.


    Frage noch Spaßeshalber. Könnte mir jemand ausrechnen um wie viel man den OAZ und die Spiegelspinne vorverlegen müsste
    um sagen wir mal so 5-15mm den Monorail OAZ ausgefahren in den Fokus kommt?


    bis denn Udo

  • Hi Udo<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: astrosmudo</i>
    <br />
    Jürgen, glaube fast nicht das mittlerweile der FS mit Offset montiert ist.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ich schon bzw. 'I want to believe'.
    TS schreibt ja, dass [GSO] die Photons nach deren Vorgaben fertigt. Mit Offset ist ja nicht teurer bzw. sogar billiger, da ein kleinerer FS für die selbe Ausleuchtung erforderlich ist.
    Andererseits haben auch andere Modelle unnötige Kinderkrankheiten, s.B. der 8" hat nur einen Crayford-OAZ bekommen, obwohl eine bessere Variante der Hausmarke zumindest gemäß Endkundenpreis keinen Cent mehr kostet.



    cs
    Jürgen

  • Servus Jürgen


    Ich hab beim TS-Service angefragt ob es bauliche Unterschiede zwischen den beiden
    Teleskopen TS-Optics 154/600 mm f4 und TS-PHOTON 6" F4 Advanced beide im !Blechtubus! gibt.
    Wird Anfang der Woche überprüft und ich bekomme dann Bescheid.


    Was mir aber jetzt schon mitgeteilt wurde ist, das es den TS-PHOTON auch im Carbontubus (Tubus made in Germany) gibt
    und der sei garantiert für die Astrofotografie was die Fokusposition (140mm über Tubus) angeht, vorbereitet.
    Ob der nun Offset hat wurde mir aber nicht gesagt.
    Für mich aber auch wiederum uninteressant, da zu teuer und Carbon als solches nun mal "selberbastelunfreudig" ist.


    Das zumindest die billigeren Varianten keinen mit Offset montierten FS haben, obwohl man es sehr wohl zu den
    gleichen Herstellungskosten machen hätte können, hat mit der Preispolitik der Händler zu tun und das man sich keine Konkurrenz
    im eigenen Hause schaffen möchte.


    Gruß Udo

  • Hi Udo,


    Wenn ich mir den Fangspiegelhalter auf den Bildern ansehe, kann man doch ohne Probleme den Fangspiegel mit richtigem Offset selber aufkleben. Es ist der selbe den ich auch habe. Habe den selbst schon 2 mal neu aufgeklebt, nachdem ich beim ersten mal doch etwas daneben war[:D]


    Ich hatte einige Jahre nen 150/750 Blechnewton mit BK7 Spiegel. Trotz Isolierung und vorher gut ausgekühlt, hielt er nicht zu 100% den Fokus über die ganze Nacht. Nach etwa 1,5-2 Stunden musste eigentlich immer ein bisschen angpasst werden wenn man es exakt haben wollte.


    Jetzt mit CFK Tubus und Pyrex Spiegel ist das kein Thema mehr. Einmal ausgekühlt braucht man sich um den Fokus sogut wie keine Sorgen mehr machen. Da muss es schon ordentlich abkühlen um nachfokussieren zu müssen. Im normalfall stelle ich nichts mehr nach. Es sei denn man wechselt während der Nacht das Ziel, da ist es obligatorisch dass man den Fokus prüft.


    Nachfokussieren tu ich eigentlich nur wenn die Kamera herunten war, oder ein klein wenig die Justage an den HS Schrauben korrigiert wurde. Nochdazu windet sich ein CFK Tubus nicht mehr beim umschwenken. Obwohl so ein kleiner 6" Blechnewton wird ich auch nicht winden...


    Also ein Blechtubus käme für mich Fotografisch nicht mehr in Frage.
    Wie sich aber ein CFK Tubus mit BK7 Spiegel verhält, da hab ich leider keine Erfahrung.


    Ich will den Blechtubus nicht madig machen, aber der CFK Tubus hat am Newton schon seine Berechtigung, finde ich.


    mfg.
    Thomas

  • Hallo Thomas, auch dir danke für dein Feedback.


    Wie schon gesagt, für den Carbontubus ist halt leider kein Budget übrig. Entweder der Blecheimer oder gar nix.
    Mit dem 150/750 PDS mit Blechtubus (keine Isolierung nur FS Heizung) habe ich auch schon jahrelang fotografiert und mir ist noch nicht wirklich aufgefallen
    das sich da großartig etwas am Fokus verstellt hat, außer ich war natürlich selber daran Schuld.
    Wie sich das Ganze mit der Umstellung von f5 auf f4 verhält kann ich natürlich nicht voraussagen.


    Mit der "Selberbastelunfreudigkeit" von Carbon meine ich das z.B. beim Stahltubus, wo mich eigentlich die zu
    hohe Fokusebene aufstößt, man relativ problemlos vorne am Tubus wo er ja genug Überstand zur Spinne hat, einen
    zwei/drei cm breiten Streifen abtrennen könnte und den dann am hinteren Teil des Tubus mit dem Schutzgas wieder
    anschweißt um eben die Fokusebene etwas tiefer zu bekommen. Gut, ist jetzt vielleicht ein bisschen arg derb ausgedrückt,
    aber bei Carbon ist halt eine mechanische Bearbeitung wesentlich schwieriger.
    Den FS um die ca 4mm Offset zu versetzen kann ich klar selber machen.


    Das beste wird sein, das Gerät erst mal kommen lassen, First Light abwarten und dann schauen wie´s weiter geht.


    Viele Grüße Udo

  • Hi Udo,


    Wie gesagt, viel hat sich der Fokus nicht verschoben, aber immerhin. Habe das lange selbst nicht gemerkt weil ich mit Verkippung und so sachen mich rumgeplagt habe.


    Habe mal auf die schnelle eine Serie mit 150/750 Blechnewton und DSLR mit 200/800 CFK Newton verglichen.


    Einfach die Rohbilder in den Subframeselector in PI und nachgeschaut was das ergibt beim Feld FWHM.
    Ich bilde mir ein das der CFK Newton beherrschbarer ist was den Fokusdrift anbelangt.



    Bild 1: Blechnewton 150/750 mit DSLR und schlechtem Seeing. Einmal wurde hier nachfokssiert mit Bahtinovmaske. 9,5h Zeitintervall.
    http://www.bilder-upload.eu/sh…ile=ccc240-1517196164.png



    Bild 2: CFK Newton 200/800 mit CCD und gutem Seeing. Es wurde einmal mit Bahtinovmaske fokussiert und dann nicht mehr. 4,5 Zeitintervall.
    http://www.bilder-upload.eu/sh…ile=89d824-1517196210.png


    So muss los Arbeit sonst komme ich zu spääät[:D]


    mfg.
    Thomas

  • Servus zusammen


    Thomas na ja, in wie weit dein Vergleich mit verschiedenen Equipment und ungleichen Seeingverhälnissen aussagekräftig ist,
    ist schwierig zu erfassen. (für einen theoretisch Unbegabten wie mich)
    Da müsste es schon gleiches Scope zumindest von der Größe/Brennweite her, einmal Blech, einmal Kohlefaser und am gleichen Standort aufgebaut sein.
    Fokussiert wurde immer im Live-View nach Auge, Bahtinovmaske habe ich nicht.


    Egal, ich hab jetzt den Advanced Blecheimer bestellt. Velourfolie, Keramikwiederstände und Kleinkram für die
    Auskleidung vom Tubus und für den FS-Heizungsbau noch dazu.
    Es wurde mir auch mitgeteilt das der FS von Werk aus mit korrekten Offset montiert sei, schau mer mal.


    Ich bin gespannt und hoffentlich wird´s Wetter endlich besser.


    bis denn Udo

  • Hi Udo,


    das klingt ja schon sehr gut - also dass wohl keine unnötigen Umbauten sondern nur die üblichen Verbesserungen nötig sind.
    Leider find ich grad weder meine 'Berechnung' noch den Thread mit den Berechnungsgundlagen zur Ausdehnung von Stahltuben - bis rund 5° Temperaturdifferenz sollten da aber keine Fokusprobleme auftauchen; ein wenig lässt sich da sicherlich noch mit einer Außendämmung verbessern falls nötig.
    (Mir ist Carbon eben auch zu teuer und bei der Tubusgröße halt ich es von der Steifigkeit her auch nicht für erforderlich)


    Auf erste Verbesserungs/Nutzungsberichte freu ich mich daher schon sehr und wünsche dir daher erst recht


    Clear Skies
    Jürgen

  • Hallo Freunde
    Der 6 Zoll F4 Advanced ist mittlerweile bei mir angekommen und wurde sogleich gestrippt.
    Alles macht soweit, für den Preis zumindest, einen soliden Eindruck auf mich.
    Der Fangspiegel ist werksseitig mit Offset am Spiegelhalter verklebt und ist 70mm breit.
    Die Fangspiegelheizung habe ich in Form von zwei 3,9 Ohm Keramik Widerständen auf der Fangspiegelhalterung angebracht
    da am FS selber leider zu wenig Platz dafür ist. Die Verkabelung verlege ich an den Spinne (oben) mit dünnen Drähten
    entlang zur Tubusaußenseite wo dann ein 9V Block mit Poti zur Spannungsregelung hängt.
    Habe aber keine Ahnung ob dies zufriedenstellend funktionieren wird, da ich mir einbilde das nicht genug Heizleistung
    auf den FS übertragen wird. Vielleicht hat ja jemand noch einen Verbesserungsvorschlag parat.


    Tubus zerlegt mit Velour ausgekleidet.


    Fangspiegel mit Offset


    Fangspiegel mit aufgeklebten Widerständen


    beste Grüße Udo

  • Hallo Udo


    Der Wärmeübergangswiderstand vom Halter zum Fangspiegel ist meistens so groß , das Du ein vielfaches an Heizleistung brauchst mit den Widerständen auf dem Halter . Mit zB. 4 (oder 6) kleinen dünnen Widerständen die noch gerade so direkt auf dem Spiegel passen bekommst Du den Fangspiegel immer genug geheizt , sparst elektrische Leistung und Erwärmung der Luft .


    Viele Grüße Rainer

  • Servus,
    ich lese gerade etwas von Fangspiegelheizung. Führt das nicht zu Verspannungen im Fangspiegel und zusätzlich Luftschlieren (Seeingeffekten) im Strahlengang?
    Vom Bauch heraus würde ich eher negative Effekte erwarten. Mag sein, dass es bei Deepskyaufnahmen durch die niedrige Brennweite nicht so schlimm ist oder gar positiv. Visuell würd ich Einbusen bei höhrerer Vergrößerung erwarten.
    Servus,
    Roland

  • Rainer, mit mehreren kleinen Widerständen die grad noch so auf den Spiegel passen ist eine gute Idee,
    habe aber im Moment leider schon wieder alles zusammengebaut.
    Heute Abend soll First-Light sein und da wird sich zeigen ob der FS auch ein bisschen Wärme abbekommt.
    Wenn nicht muss ich den ganzen Pfusch wohl oder übel wieder umbauen.


    Roland, natürlich darf die Heizleistung nicht zu hoch sein sonst kommt es zu Verspannungen,
    der FS darf auch nur ganz wenig über der Umgebungstemperatur warm sein.
    Ganz ohne Heizung geht es halt überhaupt nicht, das habe ich damals noch ohne FS-Heizung oft genug erlebt.


    bis denn Udo

  • Hi Leute
    Hatte gestern mein erstes First-Light mit der kleinen Fotokanone.
    Leider ist noch viel Verzerrung an den Rändern, muss noch den Korrektor Abstand einstellen und die Spikes sind auch nicht optimal.
    Wenn ich aber das Koma in den Griff bekomme, hat das Ding auf jeden Fall Potenzial.


    M45 ca. 4,5 Std BZ. (Theli/FW/PS)



    servus Udo

  • Hi Udo,


    Gratulation zum First Light! Na das sieht doch schonmal gut aus. Das sieht nach APS-C DSLR aus? Das grosse Feld kommt gut, da hatte ich damals mit meinem 150/750 Newton nen tacken weniger.


    Mit dieser Abbildung kann man schon leben, eine DSLR "verzeiht" ein wenig was, ne Mono Kamera ist da gnadenloser finde ich.
    Du hast keinen Farbfehler wenn man es mit einem Refraktor des selben Preisniveaus vergleichen würde und bist mit F/4 superschnell unterwegs.
    Das Preis Leistungsverhältniss passt hier auf alle Fälle.


    Ich hab schon viele tolle Bilder gesehen, die bei genauerem hinsehen furchtbare Verzerrungen am Rand hatten. (Ich könnte jetzt welche raussuchen) Das tat dem Gesamtbild aber eigentlich keinen Abbruch.


    Viel Spass noch mit dieser kleinen Fotokanone[:D]


    mfg.
    Thomas

  • Ein verspätetes Danke für dein Feedback Thomas und hallo alle Astrofreunde


    Mittlerweile hatte ich den 150/600er zusammen mit der 450Da ja schon ein paar mal im Einsatz.
    Die Abbildleistung hat sich dank des verringerten Arbeitsabstandes des Korrektors zur Kamera merklich verbessert,
    das Koma ist so gut wie weg und jetzt geht´s an die Feineinstellung.
    Leider war in den Rohstacks eine ungleiche Helligkeitsverteilung/Gradient festzustellen die vielleicht, so hoffe ich,
    von Streulicht kommen könnte das von hinten durch den offenen Hauptspiegel bzw. durch die Ritzen der HS-Halterung gelangt ist
    und im Zusammenhang mit den Flats die am Tage gemacht wurden für die Probleme gesorgt hat.
    Auch hat der Hauptspiegel als Mittelmarkierung keinen aufgeklebten Lochverstärker sondern die Verspiegelung wurde in diesem
    Bereich ausgespart, ist also nach hinten transparent.
    Lösung ganz einfach, die transparente Rückseite des Hauptspiegels wurde mit "Rallyfelgensilber" in matt lackiert und die Seitenflächen
    mit Antireflexfarbe gestrichen, ein Lochverstärker wurde über die ausgesparte Mittelmarkierung geklebt.
    Zusätzlich wird eine "Verhüterli"[:0] in Form einer schwarzen Winterwollmütze über das Tubusende drübergestülpt[:0][:0].
    Sehr wahrscheinlich würde aber das Verhüterli allein auch schon ausreichen.
    Auch gelangt an dem OAZ Rohr das im übrigen 45mm von 50mm ausgefahren werden muss um in den Fokus zu kommen
    auch etwas Licht (Taschenlampentest) in den Tubus. Hier kann man einfach ein schwarzes Tuch/Bandana um den OAZ wickeln
    und das Problem sollte auch hiermit gelöst sein.
    Sicherlich ist das Ganze jetzt nichts für Perfektionisten, aber es gilt immer noch "Form follows function".
    Ob die gemachten Modifikationen Abhilfe versprechen wird der nächste Test zeigen.


    Viele Grüße und CS Udo

  • Hallo zusammen


    Nun konnte ich die Probleme mit der ungleichen Helligkeitsverteilung/Flecken in den Aufnahmen oder den Flats
    mit der Abdunklung des Tubus und des Okularauszuges in den Griff bekommen, es scheint tatsächlich Streulicht
    in den Tubus gekommen zu sein. Was aber leider bleibt ist die viel zu große Vignettierung die dann auch schwer
    in der EBV zu korrigiere ist und die man den fertig bearbeiteten Bildern auch ansieht.
    Eine Abschattung durch den OAZ schließe ich aus da der nicht in den Tubus hinein ragt und der GPU
    mit den OAZ-Rohr in FS-Richtung auch fast bündig ist.


    Einzelbild und fertig bearbeitetes Bild von ic2574




    Nun möchte ich durch eine Tubusverlängerung den Brennpunkt so weit wie möglich in Richtung Tubus bringen damit,
    so erhoffe ich mir, der Fangspiegel besser ausgeleuchtet werden kann. Platz für Filter oder OAZ-Guiding usw. brauche ich nicht
    auch soll der Monorail OAZ mit 75mm Bauhöhe beibehalten werden.
    Mit den Programm "MyNewton" komme ich überhaupt nicht zurecht da einige Parameter wie die Tubuslänge oder
    der Abstand HS/FS schon vorgegeben sind und das schon vorhandenen Teleskop nicht 1zu1 im Programm übernommen
    werden kann.
    Vielleicht möchte sich die Skizze vom vorhandenen Teleskop jemand mit mehr Sachverständnis wie ich es habe einmal anschauen
    und mir sagen um wie viel ich den Tubus verlängern soll.
    Für jegliche Hilfe wäre ich sehr dankbar.



    Gruß und danke, Udo

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