Teleskop für die Stadt, Mond, Einsteiger max. 300€

  • (==>) Micha: Der Bildervergleich ist einfach zu übertrieben. Das ist dann mehr irreführend als hilfreich...


    Unabhängig vom Gerät, würde ich mich in jedem Fall auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Man bekommt für das gleiche Geld mehr an Leistung.Und sollte man wieder verkaufen wollen, sind die Verluste geringer.


    Gruß Horst

    Taurus T400 pro , Skywatcher ST120/600, Lunt LS50THa, diverse Ferngläser von 5x25 bis 20x80

  • Hallo Stefan,


    der TO möchte 300 Euro ausgeben, das war die Basis meiner Argumentation und nicht die "Länge seines Dings". Wenn mir die Klemmung der Giro Mini nicht gefällt und speziell die Kombination mit dem kleinen WO, dann hat das nichts mit der Situation von TO zu tun.


    Ich halte bei einem Einstiegsbetrag von 300 Euro eine Drittelung der Summe für die Bereiche Monti, OTA und Okular für sinnvoll. Da kannst Du ja gerne anderer Meinung sein. Für 100 € ein OTA ... für einen Einsteiger .... keine Justierung .... temperaturunanfällig .... mobil .... leicht auf und abzubauen .....


    Ich denke, wenn man will, dann kann man verstehen, dass mein Beitrag nicht technischer sondern ideeller Natur war.


    An den - meist sehr akademischen - Diskussionen uber Details kann ich mich eh nicht beteiligen.


    Mir geht es um das Wunder des Alls, dies zu erleben und in Demut zu genießen.


    CS
    Bernhard

  • Hallo Michael,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das ist ein Vergleich zwischen beiden Teleskopen. Links der Newton, rechts der Refraktor.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Dein Bildvergleich ist zu übertrieben. Er macht etwas vor, was so
    entweder nicht existiert, oder du hast ein Problem mit deinem
    Newton.


    Ich hatte selbst schon viele Newtons, in verschiedenen Größen und
    Ausführungen, aber an so ein schlechtes Bild wie das deine kam ich
    noch nicht heran.


    Auch derzeit habe ich den direkten Vergleich zwischen einen geeigneten
    Teleskop für Planeten und einen großen Newton.
    Auch hier kam ich an so eine schlechte Bildqualität noch nicht heran.


    Ich denke, in den Beiträgen sollte man schon objektiv bleiben und
    eine Sache nicht künstlich aufbauschen.


    Viele Grüße
    Gerd

    Beobachtung der Sonne, Mond, Planeten und Kometen, Nebel, Sternhaufen und Galaxien.

    Mitbeobachten nur mit 1G (geimpft).

  • Hallo,
    ich hab auch verschiedene Kombinationen ausprobiert. Der absolute Härtetest ist durchs geöffnete Küchenfenster (im Sommer bei langer Auskühlung &gt; 1 &gt; Stunde vor der Beobachtung).
    Da waren 80/1200 und 102/920 Refraktoren im Vorteil gegenüber den eigentlich stärkeren 6" Newton:
    https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=__4qA2gtlwY
    und da im 4" f/9:
    https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=NnjCNsMf7DI


    Ich hab dann einen saugenden Lüfter montiert und dann war es schon besser, aber mit Lüfter und besseren Standort schaut das Bild sowohl im 4" f/9 APO besser aus wie auch im 6" f/8 Newton deutlich besser aus:
    6" f/8 Newton:

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    4" f/9 Refraktor:

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    Beides Mal die selben Teleskope. Man sieht, dass der 6" Newton durchaus eine schöne Leistung bringen kann, wenn man das Tubusseeing in Griff hat. Man sieht aber auch, dass sich kleine Refraktoren gutmütiger verhalten und auch unter schlechten Bedingungen ein vergleichsweuse gutes Bild liefern.
    Die Bildästhetik von einem guten 4" APO Refraktor ist schon ein Genuß.
    Auch im guten 80/1200 FH ist die Bildästhettik gut und Sternhaufen werden über das ganze Feld schön abgebildet.
    Heute gibt es 90/1200 und 102/1350 FHs von Bresser. Leider hab ich mir mangels Platz keinen solchen kaufen können. Der 90ger sollte mindestens auf eine echte EQ3 und der 4" f/13,5 mindestens auch eine EQ5 oder Vixen GP. Wenn das Objektiv richtig justiert und zentriert ist, dann sollte damit schon eine schöne Beobachtung möglich sein.
    Öfters gibt es gebrauchte 90/1000 von Vixen. Die sollten auch minimal auf eine EQ3 (EQ3-2, NEQ3).
    Auf der EQ2 musst Du halt mit längerem Ausschwingen rechnen. Hikfreuch könnte die Tabelle sein:
    http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm


    Der 130/920 Newton hat keine echte EQ3 und leider keinen Parabolspiegel.
    Es gibt aber eine Kombination mit Parabolspiegel und echter EQ3:
    http://www.teleskop-express.de…00-mm-Newtonteleskop.html
    Das wäre sicher auch schon brauchbar.


    Hier der Bresser 90/1200:
    http://www.teleskop-express.de…00---Optischer-Tubus.html
    und dazu eine neue EQ3:
    http://www.teleskop-express.de…---bis-5kg-belastbar.html
    261 + 159 &gt; 400 Euro. Du kannst nur schauen, ob Du dazu eine gebrauchte Montierung+Stativ in der passenden Größe findest.


    Von den Daten her könnte der Bresser ein interessanter Refraktor sein. Der OAZ ist natürlich, wie oft, eher etwas einfach, wird für den Anfang schon gehen. Ich hab auch so einen am 114/900 Newton. Man kann damit leben.


    Wenn man unbedingt bei 300 Euro bleiben will und möglichst große Öffnung will, dann muss man doch auf einen kleinen Dobson gehen.
    http://www.teleskop-express.de…igem-Crayford-Auszug.html
    oder
    http://www.teleskop-express.de…ol-Dobson-150-1200mm.html

    6" f/8 Newtons mit gutem Parabolspiegel sind durchaus nicht schlecht wenn man nicht gerade durchs offene Fenster beobachten will, was man ja eh net tun sollte.
    Ich hab einen 6" f/8 GSO Spiegel im Tal2 Tubus eingebaut. Hier mal ein Mondbild:
    http://www.astrobin.com/277533/
    http://www.astrobin.com/full/277533/0/


    Klar, real kommt auch da das Seeing dazu, aber der visuelle Kontrast war wie auf dem Bild. Das Tubusseeing war aber im Winter auch ohne Lüfter gut erträglich.
    Man
    Ich hoffe, dass ich weiterhelfen konnte.
    Servus,
    Roland

  • Hi Roland,


    Videovergleiche dieser Art finde ich nie besonders gut und auch nicht aussagekräftig. Die Videos müssten schon annähernd zeitgleich erstellt werden, anderer Tag oder auch schon andere Uhrzeit mit anderem Seeing bringt völlig andere Ergebnisse.


    Dazu kommt- man kann nicht 80mm oder 90mm mit 150mm vergleichen. Die kleinere Optik wird da immer das <b>scheinbar</b> bessere, schärfere oder wie du es beschreibst, die schönere Bildästhetik liefern. Hatte ich ja in einem der vorherigen Beiträge schon erwähnt- das mehr an Öffnung zeigt mehr Details, die kleinere Öffnung wirkt durch die fehlenden Details damit <b>scheinbar</b> schärfer- zeigt dir aber in Wirklichkeit eben weniger. Aufnahmen vom Mond würden das erkennen lassen, da sind mit 150mm Öffnung kleine Krater erkennbar- die 80 oder 90mm gar nicht zeigen können, auch nicht der tollste APO.


    Zu dem Bresser 90/1200- den sehe ich auf einer EQ-5 gut montiert, das lange Teil überfordert die NEQ-3. Und nicht vergessen, bei so einem langen Refraktor wird man das Stativ gern ein Stück ausziehen wollen, sonst wird die Einblickposition zu niedrig. Und die leichten Alustative der günstigen Montierungen verlieren ausgezogen schnell an Stabilitäg, führt also zusätzlich zu stärkerer Schwingneigung.


    Zu dem Rechenbeispiel 261 + 159 &gt; 400 Euro- bei dem Bresser ist nur ein 26mm Plössl dabei, also noch zwei Okulare hinzurechnen.



    Hallo Bernhard, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich halte bei einem Einstiegsbetrag von 300 Euro eine Drittelung der Summe für die Bereiche Monti, OTA und Okular für sinnvoll. Da kannst Du ja gerne anderer Meinung sein.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ja, da bin dich durchaus anderer Meinung- für 300€ so gedrittelt einkaufen führt bei Neuteilen zu 3x Astroschrott. Selbst gebraucht wird da kaum was Vernünftiges zu bekommen sein, vielleicht drei halbwegs brauchbare Okulare Typ Plössl und ein vielleicht auch noch halbwegs brauchbarer Achromat- aber Montierung? EQ-2 oder Pseudo-EQ-3- nein, danke, will ich niemand empfehlen.


    Gruß
    Stefan

  • WOllte jetzt hier keinen Streit losbrechen, ich dachte Astronomie wäre nen entspanntes Hobby wo die Leute
    miteinander klar kommen :D.


    Ich hab mir jetzt alles durchgelesen, gebraucht finde ich auch erstmal besser,
    und keiner hat jetzt weiter was zu dem hier geschrieben.
    <b><u>
    http://www.astroshop.de/skywat…-fast-neuwertig-/p,801487
    </b></u>
    Gebraucht für 400€.


    Was sagen denn jetzt die anderen dazu?
    Hätte gern mehr als eine Meinung.
    Die Montage wäre doch gut oder?

  • Hallo "astrodude2123",


    nö, Streit ist das nicht. Verschiedene Meinungen vertreten und Argumente austauschen ist bei einigen Themen häufiger mal der Fall. [:)]


    Zu dem letzten Link. Wenn du unbedingt einen Refraktor willst, wäre das schon annehmbar. Die Montierung ist für den langen Tubus halbwegs stabil. Es sind aber nur zwei relativ einfache Okulare im Beipack, 26mm und 10mm, damit hast du also Vergrößerungen von 38x und 100x zur Verfügung. Ein weiteres Okular mit 6mm oder 7mm Brennweite für hööhere Vergrößerung solltest du mitbestellen, z.B. dieses hier-


    Vhttp://www.astroshop.de/omegon-ultra-wide-angle-okular-6mm-1-25-/p,5087


    Wie stark die Gebrauchsspuren sind- keine Ahnung, neu bietet der Shop das Set für 493€ an.


    Gruß
    Stefan

  • das ist doch kein Streit, sondern konstruktives draufhauen [:D]


    Da ich einen 4er Refraktor habe: das Okular was ich am häufigsten zur Mondbeachtung und überhaupt an meinen Teleskopen benutze, ist ein 32 mm Weitwinkel. Das vielleicht als langfristiger Tipp für deine Zubehörkiste.


    Was du meiner Meinung nach nicht brauchen wirst, sind irgendwelche Filter zur Korrektur des Farbfehlers. Ich habe mir damals so was gekauft und höchstens einen Monat benutzt. Meiner Meinung nach ist der bei den F10-Refraktoren mit 4" Zoll bei weitem nicht so schlimm, wie er häufig gemacht wird.

  • Hallo Astrodude,


    (wäre lieb, wenn du uns dich allmählig auch beim Vornamen ansprechen ließest, wie wirs hier üblich tun.)


    Habe eben mitgelesen und schon viel Richtiges gelesen. Am fairesten wäre es, wenn man den Leuten besondere Aufmerksamkeit schenkt, die beide Teleskoptypen nutzen und bei denen die Spiegel (schon aus reinen Preisgründen) immer deutlich größer sind als deren Linsen.


    Da ich beides auch benutze, sage ich dir: Spiegel können gute Planeten zeigen, es hängt aber immer von so lästig vielen Parametern ab, dass sie das tun. Die Refraktoren sind dagegen so gutmütig, dass sie sogar, sofern sie aus einer (Dach-)Fensterlaibung herausragen, aus dem Fenster ohne Auskühlen scharfe Bilder zeigen. Man kann sie über eine Balkongeländerbrüstung hinweg nutzen, was z. B. die Anfängern gern empfohlenen Dobsons (ohne teuer Montierung also) nicht ohne weiteres können. 80mm Refri reichten (bei hoher Deklination) mir, um aus der Mitte des Ruhrgebiets bei 200+xfach (das schafft ein längerer Refri dieser Öffnung nämlich!) bei Opposition zur Sichtung von bis zu 5 Saturnmonden aus dem Dachfenster heraus.
    Schau dich z. B. als Monti mal gebraucht nach einer (aus Sicht der Fotofreaks sicher unsäglichen) EQ EM 10-Montierung um: Billiger GP-Klon aus China, der einen Refri bis 4" bis bis 1,2m Brennweite aber stabil trägt. Stabile Holz-Dreibeine dafür kann man sich auch selbst "schnitzen". Danach nach einem langen Refri bis 4" schauen. Das braucht etwas Geduld, könnte mit deinem Budget noch machbar sein und die Kombi kann ich als tauglich empfehlen.
    Wenn irgendwo die Original-Kombi z. B. eines Vixen 80x1200er auf New-Polaris angeboten wird (die eigentlich für den Hebel auch zu schlapp war), wird sie gleich als "Klassiker" beworben und der Preis übersteigt dein Budget.
    Soweit mein Sermon zum Thema.


    Viel Spaß bei der Suche und


    CS,


    Hubertus


    PS.: Habe dir gerade eine Skizze für einen Refri-Schnelltest für gebrauchte Refris als Bild hochgeladen, die auch für einen Einsteiger handhabbar ist, und stelle es dir ein, sobald es freigeschaltet worden ist. Ich will ja nicht, dass du auf gebrauchten Optik-Schrott hereinfällst.

  • Hallo Astrodude,


    hier ein Bild zum Schnelltest: (Ihh, "tolerierbar" falsch geschrieben!)



    Wenn ein gebrauchter Refraktor keine erkennbaren Schäden am Objektiv erkennen lässt, sollte man zumindest kurz prüfen, ob das Objektiv gut auf die optische Längsachse ausgerichtet (sprich: gut kollimiert) ist. Dazu sollte man sich eine kleine Unterlegscheibe zur Inansichtnahme mit nehmen und damit möglichst zentral durch den Okularauszug zum abgedeckten Objektiv hineinschauen. Man spiegelt sich etwas Licht (Tageslicht oder das einer Lampe in den Tubus hinein und es sollten einem die Reflexe der Luft-Glas-Flächen unterschiedlich große Lichtreflexe der silbrigen Unterlegscheibe zurück reflektieren, durch die man eben in den Tubus guckt. Diese Reflexe sollten im Idealfall übereinander liegen. Minimale Abweichungen stören bei langen Refraktoren nun auch nicht wirklich (Man könnte diese bei horizontnaher Planetenbeobachtung zum Ausgleich der Lichtdispersion der Atmosphäre sogar sinnvoll nutzen - aber das führt hier zu weit.)
    Weichen die Reflexe sehr weit ab, so dass sie sich z. B. nicht einmal mehr berühren - Finger weg vom Kauf, wenn die Objektive nicht drei mal zwei Justierschrauben rings ums Objektiv aufweisen und man sie schnell selbst nachjustieren kann.
    Leider kamen schon Besucher zu mir in die Sternwarte, die neue, heute oft nicht justierbare Refri-Objektive haben, die extrem dejustiert waren, so dass ich denen nicht "mal eben" helfen konnte. Stimmt die Justierung in nicht-justierbarer Fassung allerding gut, so bleibt sie quasi "auf ewig verklebt" erhalten (Habe selbst auch ein solches Stück mal als Leitrohr erstanden). Es neigen aber verständlicherweise Leute dazu, die selbst einen Fehlkauf getätigt hatten, diese an ahnungslose Anfänger abstoßen zu wollen.


    CS.


    Hubertus

  • Hallo Stefan,
    ich hab die Aufnahmen am selben Abend gemacht und auch am Okular beobachtet. Das mache ich eigentlich immer. Beim Extremfall, durchs offenes Küchenfenster, war das Fenster 2 Stunden offen und die Geräte auch die 2 Stunden in der Küche und kamen dann abwechselnd zum Einsatz. Hier war es tatsächlich so, dass der 6" Newton keine Cassiniteilung gezeigt hat. Vielleicht für Bruchteile einer Sekunde Ansätze, aber es war tatsächlich in diesem Fall im 6" f/8 weniger zu sehen wie im 4" APO Refraktor. Das mit der Bikdästhetik war da nicht das Problem.
    Ich wollte hier nur schreiben, dass gerade Tubusseeing zusammen mit schlechten lokalen Bedingungen die Leistung eines Teleskops so weit reduzieren kann, dass man sich nur noch wundert oder ärgert.
    Weiters wollte ich sagen, dass man da auch etwas dagen tun kann.
    Die Aufnahmen am anderen Tag und anderem Ort dienen dazu, dass man sieht, dass auch der 6" f/8 Newton durchaus gut ist und von mir immer justiert wird. Die visuelle Abbildung im Okular war sowohl im 6" Newton wie auch im 4" APO besser wie auf dem Video.
    Zum Mond, da zeichet der 6" bei guten Bedingugen einfach feinere Strukturen wie z.B. ein 90 mm oder 4" Teleskop. Der 4" ist aber durchaus auch schon recht gut:
    http://www.astrobin.com/290901/
    (leider an einem anderen Tag mit anderen Bedingungen aufgenommen. Nachtrag: Die Mondentfernung war auch größer bei der 4" Aufnahme. Der 6" Newton hat einen Fangspiegel mit 27 mm was knapp 18% Obstruktion sind).


    Ja, der 90/1200 ist sicher ähnlich wie mein 80/1200 auf EQ5,GP oder ADM gut montiert. Für die EQ3-2 weiß ich es nicht. Es wird sicher stärker schwingen wie auf der EQ5. Wie auch immer. Selbst die Minimalkombi mit EQ3-2 ist eh schon über 400 Euro, wenn man nicht auf gebrauchte Geräte ausweicht. Es wäre halt ein Schnellspechtelgerät, ohne Justage mit sehr schneller Abkühlung aber halt über dem Budget


    Der 130/900 Parabol Newton auf der EQ3-2 in dem Budget. Wenn man mehr Öffnung haben will, dann halt z.B. die kleinen 6" f/8 Dobsons.
    Die Newtons können feiner auflösen, brauchen aber etwas mehr Auskühlzeit, Justage. An hellen kleinen Objekten wie z.B. Planeten sieht man Spikes. Am Erdmond sieht man keine Spikes.


    Servus,
    Roland

  • Moin Dude,


    Grenze 300€?


    Du willst nen Refraktor?


    Kauf gebraucht:


    Hier ein prima Angebot:


    https://www.ebay-kleinanzeigen…behoer/689601137-242-8527



    Wenn Du das Seit für 250€ incl Versand bekommst, hast Du einen prima Einsteig - vor allem auch eine für den Refraktor gute Montierung (daran krankt es nämlich meist bei all den neuen "Einsteiger"Geräten: Da wackelt es nämlich immer schön).



    Und mit dem Vixen bekommst Du ein durch und durch soldies 80er Gerät, für wunderbare Monde, Jupiters, Saturne, Doppelsterne und da ist sogar noch ein Objektivsonnenfilter für die Sonne dabei ...


    Und auf diese Monti kannst Du dann ggf. später mal einen 150/750er Newton auch stabil unterbringen.


    BLOSS NICHT NEU kaufen!


    Gebraucht und Geduld ... dann holst Du aus Deinen dreihundert Euretten gut etwas heraus.


    Greetz Hannes

  • Hallo Astrodude,


    da hat der Hannes was recht Nettes ausgegraben. Die NP-Montierung (wohlgemerkt mit ausziehbarem Alustativ, wie ich sie kannte) ist für den Hebel grenzwertig. Hannes Vorschlags-Refri hat aber die NP-Monti auf Holzbeinen aus einem Stück. Das ist deutlich, deutlich stabiler, denn bei der Stabilität macht das Dreibein gut die halbe Miete aus. Das vernachlässigen wir oft bei Diskussionen hier im Forum und lamentieren dann allein über die Montis.
    Allerdings hat dieser Vixen keine justierbare Fassung. Wenn du daran gefallen finden solltest, denk an die Unterlegscheibe für den kritischen Probeblick. Das Teil stammt wohl aus ca. 1990 (+/- 5 Jahre).


    CS.


    Hubertus

  • Hallo "Fremder",


    Du kommst aus Bärlin? Dann schau doch mal bei der Langen Nacht der Astronomie vorbei. Wundert mich, dass hier noch keiner dazu geraten hat erstmal bei anderen verschiedene Teleskope anzuschauen und durchzuschauen ... [B)] ... Es gibt sicher auch noch andere Sterngucker in Berlin, falls Du am 5.8. nicht kannst oder das Wetter nicht mitspielen sollte. Aber bei solchen Gelegenheiten kannst Du Dir am besten selbst ein Bild von dem machen, was Dich mit verschiedenen Instrumenten erwartet.


    Wäre es denn wirklich der Balkon, von dem aus Du beobachten willst? Das schliesst einen Dobson meisst wirklich aus. Ansonsten würde aber auch ich Dir zu einem solchen raten. [;)] Denn aus Bärlin geht auch Deepsky, wenn auch natürlich nur recht eingeschränkt. Aber die hellsten Deepskylaternen kannst Du sicher auch mit einem 6" oder besser noch 8" Dobson aus der Stadt heraus beobachten. Ich würde Dir bei kleinem Budget jedenfalls nicht zum Refraktor raten. Universeller ist ein (für's gleiche Geld größerer) Newton. Und als Dobson im Preis/Leistungsverhältnis unschlagbar. [:p]


    Aber wie gesagt, geh mal zur langen Astronacht und mach Dir selbst ein Bild ... Das und begleitende Erklärungen der Teilnehmer werden Dir viel mehr bringen, als dieser thread ...


    Gruß und klaren Himmel
    Heiko

  • Hallo Astrodude,


    ich möchte ja mit meinen allerhöchst wertgeschätzesten Astro-Intimus Heiko nicht zanken, weshalb ich ihm zuerst zustimme, wenn er empfiehlt, die "Lange Nacht der Astronomie" in BÄRlin zum Erfahrungsaustausch zu nutzen und durch unterschiedliche Teleskoptypen zu schauen.


    Die Erfahrungen mit Deep-Sky-Beobachtungen aus der Großstadt habe ich mindestens jeden Montag an der Volkssternwarte in Wanne-Eickel mitten im Ruhrgebiet und das ist sooooo erschütternd: Offene Sternhaufen gehen mit den Dobsons (die dort auch bis 16" zur Verfügung stehen). Die machen sich aber auch in einem Refraktor gut, wenn man höher vergrößert und der Himmelshintergrund dadurch dunkeler wird und dieser Teleskoptyp die Sternchen sauberer definiert als ein Newton. Sobald es um was Nebeliges geht, ist auch im Dobson/Newton außer am Zentrum des Orionnebels und der Andromedagalaxie (ja, die Begleiterchen allenfalls noch) fast schon Schluss; Ringnebel M 57 hat auch noch eine hohe Flächenhelligkeit, wie auch M 97 (Eulen- oder "Schweinenasennebel"). Ich kann mich aber noch an die Supernova in M 101 vor ein paar Jahren erinnern, die ich mit Heiko von Medebach aus (da steht meine eigene Astrobude) und an der man genau jeden Spiralarm definieren konnte - aus Medebach wohlgemerkt / aus Wanne heraus hat man mit Dobson gar nicht erst die Sternchen zum Auffinden gesehen und als wir an der richtigen Stelle sein sollten - da war ein Punkt zu sichten, der die Nova war (oder sein sollte / nee, es war schon wirklich ein Stern zu viel am Hauptteleskop.) - aber von der Galaxie rein gar nichts, nicht mal das Zentrum!
    Ich habe freilich mit einem 6" TAL-Newton etwas mehr Zentrum vom Orionnebel gesehen, als mit meinem alten 80mm Refraktor, doch wenn ich nun zu den Planeten aus der Großstadt komme: Die in meinem obigen Beitrag erwähnten 5 Saturnmonde gingen nur bei Übervergrößerung mit dem 80mm Refraktor/ Das Tal zeigte, da die Bilder unruhiger blieben außer Titan nix weiter. Da also Newtons keine Großstadtröhren sind, wuchs mir dann mein heutiger "kleiner" 125er Lichtenknecker zu, übrigens der von eben dem "Hannes" hier oben - (Grüße Hannes: Dein ehem. LK ist unter der Woche bis heute mein meist benutztes Teleskop geblieben!). Das TAL habe ich danach nie mehr benutzt. Setze ich den 125er Refraktor nun fairerweise in Relation zu meinem 250er Opticon-Spiegel, über den ich hier im Forum aktuell auch einen Spiegel-threat "hartnäckiger Asti in Traditionsnewton" laufen habe: Darin schildere ich, was der schön vorgekühlt auf dem Lande auch am Planeten konnte. Seit er nicht mehr auf der Sternwarte steht und nicht ohne weiteres schön vorgekühlt im Ruhrgebiet unter der Woche von mir eingesetzt werden soll, versagt er bis heute! Mit Hannes ehem. 125er Refraktor konnte ich noch im Frühjahr eine schlichte Marszeichnung in einem Nachbarforum einstellen, bei dem der Mars nur noch 4,7 Bogensekunden Durchmesser hatte.


    Wenn du, und jetzt spreche ich "Astrodude" wieder an, wie du schreibst bereit bist, deine Transportmöglichkeiten stets zur Flucht aus BÄRlin zu nutzen, dann, und nur dann habe ich gegen den Vorschlag vom lieben Heiko nix mehr einzuwenden. Wenn du aus BÄRlin heraus spechteln willst, dann kennst du meine Empfehlung wohl.


    Wir können, Heiko, ja mal ein Deep-Sky-Teleskoptreffen in BÄRlin oder in Wanne-Eickel verabreden (am besten nächste Woche, da ist Cranger Kirmes und die Lichtfülle bei mir im Garten entspricht der auf BÄRlins "ALEX"). Fairerweise lasse ich nicht unerwähnt, dass ich einmal einen schönen Mars durch Loenis alten 12" Dobson aus Wanne heraus gesehen habe, aber das war das einzige mal gegenüber stets enttäuschenden Newton-Planetensichtungen aus der Stadt.


    Das Fazit, auf das ich am Ende hinaus will lautet, wohlgemerkt für den Großstadteinsatz:
    Der Newton zeigt in der City beim kurzfristigen Einsatz nur einen Bruchteil seiner vollen Leistung / Der Refraktor immerhin an Mond und Planeten seine volle Leistung! Deep-Sky macht an beiden Systemen nur bei Sternhaufen Sinn, so recht keinen an Nebeln.


    So, jetzt habe ich mich leergeschrieben zum Thema.


    CS.


    Hubertus

  • Moinsen,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Rieger</i>
    <br />... ich möchte ja mit meinen allerhöchst wertgeschätzesten Astro-Intimus Heiko nicht zanken, ...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    das will ich aber auch hoffen ... wäre ja das erste mal nach so vielen Jahren und so schönen gemeinsamen BeoNächten ...[:I]


    Ich hatte ja auch nur nochmal in Frage gestellt, ob der Balkon wirklich der alleinig angedachte BeoPlatz des TO ist ... Sollte die Möglichkeit nämlich zumindest hin und wieder mal gegeben sein, doch mal ´n Schritt vor die Tore der Hauptstadt zu setzen, dann punktet der Dobson aber ganz sicher gegen so ein kleines "Tablettenröhrchen". [;)] Nix für Ungut und Du Hubertus weißt, dass ich Deinen großen Refraktor auch gern mag und mir darin vor allem die Jupimonde immer so gut gefallen oder auch die Weißlichtsonne mit Herschelkeil - leckerst! [:p] Die Abbildung von Deinem Halb-Apo ist schon echt toll ... aber der hat eben auch schon 6" Öffnung ... Und der TO hat an eine Investition von ca. 300 €uronen gedacht ...


    Also wenn die BeoAbende nicht nur auf dem Balkon stattfinden oder vielleicht in einem Vorgarten/Hinterhof, whatever ... , dann würde ich nochmal über ´n Dobson nachdenken ... [:)]


    Und helle planetarische Nebel und Kugelsternhaufen gehen bestimmt auch aus der Großstadt. Da ist etwas mehr Öffnung schon hilfreich. Wo wohnt der TO eigentlich genau? Mitten drin in Bärlin?


    Gruß und klaren dunklen Himmel
    Heiko

  • Moin Heiko,


    naja, aber bei der Empfehlung zur größeren Öffnung vergisst Du wohl das in der Stadt gerne mal vorherrschende Seeing. Gerade auch im Winter, wenn es kalt ist und die Häuser dann ihre Wärme abstrahlen. Und da ist größere Öffnung eben mal seeinganfälliger (ich wohne eigentlich nur in Städten und weiss schon, warum ich jetzt nur noch mit 130mm Öffnung (ich hatte bis 550 ...) unterwegs bin.


    Auch wenn das Bild im 150er oder 200er natürlich heller ist .. was bringt dem Dude ein hellerer Matsch-Mond oder ein wabbeliger gelber Jupiter - Fleck? Mal nix!


    Da sind dann 80-100mm Öffnung mit ihrer höheren Schärfeleistung wohl deutlich angebrachter [;)]. Und ... 300 € ... wenn sich Dude einen 150er 0der 200er Dobson kaufen würde, bliebe für erweiteres Zubehör nix übrig und er könnte dann mit den beiden Dödelokus, die den Geräten i.d.R. beigefügt sind, matschige Seeing-Monde angucken [:D] (und da haben wir dann noch garnicht über die Justage (Dude ist ein Anfänger) gesprochen.


    Ich weiss nicht, ob das nun wirklich Sinn der Sache ist. Der erwähnte 80er Vixen mit dem überdies sehr guten Zubehör (allein das beigelegte LV-Okular hat gebraucht um die 50/60€ Wert) wäre ein sehr bruachbarer Einstieg. Und wenn es ihm dann in einiger ZZeit nach mehr Öffnung ist .. wie oben angefügt: ein 150/750er Newton passt stabil auf die NP-Monti ...


    Greetz Hannes


    PS Hubertus: Freut mich, dass Dir mein LK noch soviel Freude bereitet. Ist aber auch ein Hammergerät .. heute würde ich es auch nicht mehr abgeben.

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