Crowdfunding-Kampagne "Die Astronautin"

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  • Also ich weiß nicht. Ich bin da mindestens zwiegespalten.
    Einerseits ist es ja irgendwo schön, dass es so eine Aktion gibt und es macht für das Umfeld der Beteiligten und die Ausgewählten selbst natürlich riesigen Spaß.


    Es ist ja auch schön, was es heutzutage für Möglichkeiten gibt - was tatsächlich bei den Menschen irgendwo motivierende/ inspirierende Wirkung entfalten kann.


    Aber ich finde nicht, dass man sowas nun explizit unterstützen muss. Schon gar nicht mit der doch stark betonten und sinnfreien Zielgebung, endlich eine "deutsche" Astronautin auf die ISS zu schicken. Da gibt es sicher deutlich sinnvollere Sachen die man fördern könnte, die nicht nur eine einmalige Leuchtturmwirkung, sondern nachhaltigere Wirkung haben. Bildungsstätten zum Beispiel.


    Schöne Grüße
    Norman

    12" f/4,5 mit Nauris-Spiegel - 72mm Lacerta Apo -
           

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  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: NormanG</i>
    <br />Also ich weiß nicht. Ich bin da mindestens zwiegespalten.
    Einerseits ist es ja irgendwo schön, dass es so eine Aktion gibt und es macht für das Umfeld der Beteiligten und die Ausgewählten selbst natürlich riesigen Spaß.


    Es ist ja auch schön, was es heutzutage für Möglichkeiten gibt - was tatsächlich bei den Menschen irgendwo motivierende/ inspirierende Wirkung entfalten kann.


    Aber ich finde nicht, dass man sowas nun explizit unterstützen muss. Schon gar nicht mit der doch stark betonten und sinnfreien Zielgebung, endlich eine "deutsche" Astronautin auf die ISS zu schicken. Da gibt es sicher deutlich sinnvollere Sachen die man fördern könnte, die nicht nur eine einmalige Leuchtturmwirkung, sondern nachhaltigere Wirkung haben. Bildungsstätten zum Beispiel.


    Schöne Grüße
    Norman



    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Irgendwie habe ich schon mit so einem destruktiven, nörglerischen und querulatorischen Kommentar gerechnet.

  • Mahlzeit,


    ich denke ich hab da schon relativiert und nicht nur rumgenörgelt. Ein Forum ist nunmal dazu da, Meinungen auszutauschen. Dies ist meine.



    Schöne Grüße
    Norman

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  • Meiner Meinung nach hat Ministerin Zypries gestern einen besonders wichtigen Grund, der neben anderen Gesichtspunkten für das Projekt "Die Astronautin" spricht, wie folgt gut auf den Punkt gebracht:


    <i>„Mit Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann schickt Deutschland zwei hervorragende Frauen in die Ausbildung zur Astronautin. Ich bin mir sicher, sie werden viele Frauen und Mädchen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie sind gute Vorbilder, um auch andere junge Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Unsere Wirtschaft braucht mehr hochqualifizierte Fachkräfte insbesondere in der Hochtechnologiebranche der Luft- und Raumfahrt, die so wichtig für den Standort Deutschland ist."</i>


    Siehe z. B. hier: https://www.raumfahrer.net/new…ahrt/20042017072751.shtml

  • Hallo Ulrich,


    schön dass Du nun versuchst, auf argumentative Weise kritischen Stimmen zu begegnen. Reflexartige Beleidigungen von jenen die nicht so begeistert sind wie Du, sind sicher nicht im Sinne Deines Ziels, für die Sache hier zu werben.


    Dein neuerlicher Link wiederholt aber nur wortgleich das, was bereits in Deinen vorigen Links zu lesen war. Von daher brauche ich mich auch nicht zu wiederholen, zumindest nicht vollständig.
    Dem schönen Politikerzitat ist auf den ersten Blick nicht zu widersprechen.
    Wenn ich bei diesem Zitat aber den Wortklauber heraushängen lassen würde, entstünde hier schnell ein langer Text, das spare ich mir jetzt mal ;-) Z. B. einer Kampfpilotin Vorbildfunktion zuzuweisen …
    Grundsätzlich: Was bringt mehr - langfristig angelegte Bildungsangebote, Einrichtung/ Förderung von Sternwarten u.ä. - oder ein öffentlichkeitswirksames Projekt?
    Aber mir ist natürlich die Kraft von so einer Aktion auch bewusst - ganz klar! Wenn man sich anschaut, wie Alexander Gerst die Raumfahrt in der öffentlichen Wahrnehmung gepushed hat… Ich schreibe nicht umsonst, dass ich dem zwiegespalten gegenüberstehe.
    Aber die Argumentation was das ganze soll… da hab ich einfach Bauchschmerzen. Ich halte das ganze für eine Flaggschiffaktion, damit sich Deutschland irgendwas anheften kann, von wichtigeren Maßnahmen zur Förderung von Bildung wird somit abgelenkt bzw. diese bequem umgangen. Man hat ja was getan. Konnten ja alle in den Medien mitverfolgen…


    Das ist einfach mein gegenwärtiger Eindruck.


    Schöne Grüße
    Norman

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  • Hallo Norman,


    der Punkt ist: Diese ganze Aktion hat mit "Deutschland" eigentlich garnix zu tun. Das ist ähnlich wie Mars One die PR-Nummer einer kommerziellen Firma, die sich aus fragwürdigen Gründen von der allgemeinen Öffentlichkeit Startkapital holt, um sich den Rest dann irgendwann von ihrer potentiellen Kundschaft vergolden zu lassen. Es lohnt sich, dazu mal http://scilogs.spektrum.de/lea…onautin-ich-bin-verwirrt/ inklusive der Kommentare zu studieren.


    Viele Grüße
    Caro

  • Das Ganze erinnert mich irgendwie an anderen durch Privatunternehmen finanzierten Castingquatsch.
    Jetzt haben wir DSDSA, Deutschland sucht die SuperAstronautin [:D].


    Munter bleiben
    Heinz

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mit Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann schickt Deutschland zwei hervorragende Frauen in die Zirkusveranstaltung "Deutschland sucht die Astronautin". Ich bin mir sicher, sie werden viele Frauen und Mädchen ermutigen, den gesetzlich festgelegten Weg in die quotengeregelte Arbeitswelt oder spendenfinanzierte Forschung zu gehen. Sie sind gute Vorbilder, um auch anderen jungen Frauen den Mut zu nehmen, sich ohne fremde Unterstützung, für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, oder etwas aus eigener Kraft auf die Beine stellen zu können.Abschließend noch die obligatorischen Politikervokabeln "Standort Deutschland", "Fachkräfte" und "Hochtechnologie"<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Daher wurde soeben per Paypal <s>1 cent</s> 2 cent an dieses unterstützenswerte Projekt überwiesen.


    Im Übrigen, wenn man bei Caros Link runterscrollt kann man sich auch anderweitig informieren
    http://scilogs.spektrum.de/sci…st/sex-im-19-jahrhundert/


    Nur falls einem der Gedanke kommt, früher war alles besser. [:D] Man kann es aber auch als Absacker nach diesem Thread zu sich nehmen.

  • Hallo Caro,


    danke für den Link - alles klar :-)
    Wusste gar nicht, dass das schon so lange läuft/ Thema ist.


    Hat die Dame nach meinem Empfinden - so wie ich das jetzt überflogen habe - gut am Schopf gepackt.


    Schöne Grüße
    Norman

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  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Presto</i>
    <br />Die Crowdfunding-Kampagne "Die Astronautin" läuft noch bis zum 30. April 2017. Ich finde, das ist eine Initiative, die unsere Unterstützung verdient! Siehe hier:


    [*snip*]
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Warum sollte man einem kommerziellen Unternehmen noch Geld hinterherwerfen, die augenscheinlich nichts als PR in eigener Sache damit machen möchte? Das Geschwätz der Politiker ist sowieso für die Tonne.

  • Ich sehe das Projekt "Die Astronautin" nach wie vor sehr positiv. Die Gegenargumente überzeugen mich in keiner Weise. Dass es sich nicht um ein Projekt der öffentlichen Hand, sondern um eine private Initiative handelt, finde ich besonders begrüßenswert. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass sich auch in Europa ein Teil der Raumfahrtaktivitäten schrittweise mehr und mehr in den privaten Sektor verlagern wird.


    Und weshalb soll es eine deutsche Astronautin sein und nicht z. B. eine Französin, Britin oder Italienerin? Die Antwort liegt für mich auf der Hand:


    Bekanntlich gibt es in Deutschland zwar unzählige Lehrerinnen, Erzieherinnen, Dolmetscherinnen, Fachanwältinnen für Familienrecht usw., aber viel zu wenige Frauen, die in naturwissenschaftlichen oder technischen Berufen tätig sind, und viel zu wenige junge Mädchen, die sich für Naturwissenschaft und Technik interessieren. Eines der Hauptziele des Projekts "Die Astronautin" ist es daher, für junge Mädchen und Frauen in Deutschland ein Vorbild zu schaffen, um sie für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu begeistern.


    Damit dieses Vorbild seine Funktion erfüllen kann, muss es aber auch wahrgenommen werden. Wenn eine französische, britische oder italienische Astronautin zur ISS fliegt, wird hierüber erfahrungsgemäß in den deutschen Medien nur ein- oder zweimal kurz berichtet. Fliegt dagegen die erste deutsche Astronautin zur ISS, ist damit zu rechnen, dass hierüber in den Medien in einer Vielzahl von Beiträgen und Interviews berichtet wird. In diesem Zusammenhang erinnere ich an den Hype, den der deutsche Astronaut Alexander Gerst seinerzeit ausgelöst hat.


    Ich bin davon überzeugt, dass der erste Flug einer deutschen Astronautin ein geeignetes Mittel ist, um speziell in unserem Land junge Mädchen und Frauen für Naturwissenschaft und Technik im Allgemeinen und für Astronomie und Raumfahrt im Besonderen zu begeistern.


    Daher erlaube ich mir, nochmals auf die laufende Crowdfunding-Kampagne hinzuweisen:


    https://www.startnext.com/dieastronautin


    Mit dem Geld sollen die ersten Abschnitte der Astronautinnen-Ausbildung finanziert werden. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum Monatsende. Ich fände es sehr schade, wenn die Fundingschwelle von € 50.000.- nicht erreicht würde und dies zum Scheitern dieser privaten Initiative, die auch im öffentlichen Interesse liegt, führen würde.


    Und wer meint, dass € 50.000.- nur ein winziger Bruchteil der Summe sind, die benötigt wird, um eine Astronautin zur ISS zu bringen, hat natürlich Recht. In diesem Zusammenhang möchte ich aber den chinesischen Philosophen Lao-Tse zitieren, der erkannt hat:


    <i>Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.</i>


    Wenn die laufende Crowdfunding-Kampagne Erfolg hat, wird das Projekt "Die Astronautin" nach meiner Überzeugung eine Eigendynamik entwickeln, die dazu führen wird, dass auch das Gesamtprojekt gute Erfolgsaussichten hat.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Presto</i>
    <br /> Fliegt dagegen die erste deutsche Astronautin zur ISS, ist damit zu rechnen, dass hierüber in den Medien in einer Vielzahl von Beiträgen und Interviews berichtet wird. In diesem Zusammenhang erinnere ich an den Hype, den der deutsche Astronaut Alexander Gerst seinerzeit ausgelöst hat.


    Ich bin davon überzeugt, dass der erste Flug einer deutschen Astronautin ein geeignetes Mittel ist, um speziell in unserem Land junge Mädchen und Frauen für Naturwissenschaft und Technik im Allgemeinen und für Astronomie und Raumfahrt im Besonderen zu begeistern.


    Daher erlaube ich mir, nochmals auf die laufende Crowdfunding-Kampagne hinzuweisen:


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich denke es gibt sehr viele naturwisschenschaflich interessierte Menschen, denen der Name Alexander Gerst überhaupt nichst sagt (mir zum Beispiel). Da wird mal ein paar Tage berichtet, dann ist das Thema wieder verschwunden. Mich würde mal interessieren, wie viele naturwissenschaftliche Interessierte der bemannten Raumfahrt skeptisch gegenüber stehen, sie sogar für einen ziemlichen Unfug halten, und auch dem natonalistischen Aspekt 'unser Mann' oder 'unsere Frau' wenig abgewinnen können.
    Sicher, ohne Astronauten wäre das Hubble Teleskop nicht zu reparieren gewesen, doch es wäre wesentlich billiger in zweites zu bauen als ein Programm für bemannte Raumfahrt zu unterhalten.


    Mich würde ferner interessieren, was Physikstudentinnen davon halten, ob sie das für eine gute Werbung für Naturwissenschaften, insbesondere Astrophysik halten, ob es da nicht viel bessere und preiswerte Wege gibt.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo,


    stimme Thomas zu. Die bemannte Raumfahrt ist meines Erachtens ein Produkt der männlichen Natur, welche bisweilen in eine Hybris abgleitet. Ich frage mich oft, was soll eigentlich das Ziel der bemannten Raumfahrt sein ?

  • Moinsen, hallo Ulrich,


    "Die Gegenargumente überzeugen mich in keiner Weise"...


    klingt für mich gleichbedeutend mit - ich habe mich nicht richtig damit auseinandergesetzt und beharre stoisch auf meiner Meinung - "Presto!" - äh.... "Basta!".


    Lustig finde ich das Wiederholen des Aufrufs mit dem selben Link - als wären wir alle ein bissel doof. Kein Hallo, kein Tschüß vom Threadstarter, das unterstreicht für mich die Basta-Mentalität ...


    Weitermachen!



    Schöne Grüße
    Norman

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  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich frage mich oft, was soll eigentlich das Ziel der bemannten Raumfahrt sein ?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Zunächst werden wohl Medizin oder Materialwissenschaften genannt. Und wenn das nicht hilft, fällt oft der bekannte Spruch von Ziolkowski: "Es stimmt, die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten." Weil der Mensch eben ein neugieriges Wesen ist.

  • Bei der Crowdfunding-Kampagne wurde die Fundingschwelle von € 50.000.- heute Abend überschritten. Herzlichen Glückwunsch an die Initiatorinnen des faszinierenden Projektes "Die Astronautin"!

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