Nikon WX 7x50 IF und WX 10x50 IF

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  • Nikon stellt neue Ferngläser WX 7x50 IF und WX 10x50 IF vor:
    http://www.nikon.de/de_DE/news…-astronomy-binoculars.dcr


    Das 10x50 soll 76,4° scheinbares Feld haben, reales Sehfeld 157 auf 1000 m - das nenn ich mal Weitwinkel!
    Gewicht 2,5 kg[:0] auf'm Jupiter?
    Leider mal wieder nur was Breitschädel (Interpupillen Augenabstand 58-78 mm).


    Preise habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, klingt aber exklusiv. Gibt es die bereits irgendwo zu kaufen? Was Costas?

  • Weiterentwicklung ist grundsätzlich eine prima Sache, und gegen höchste Qualität habe ich auch nichts einzuwenden. Das große Sehefeld ist m. E. eine längst überfällige Entwicklung im Zeitalter der Flatfieldoptiken und sehr zu begrüßen. Aber man muss sich schon fragen, was für eine Käuferklientel die anpeilen mit Preisen um 5K. Wieviele sollen so ein Glas kaufen - 5 Leute pro Nation?


    Für so einen Preis würde ich ein Gewicht von höchstens 1 kg verlangen und einen Augenabstand von mindestens 18 mm. Das können andere Gläser schon lange. Optischen Besserungen dürfen bei so einem Preis nicht zulasten anderer Eigentschaften gehen. Meine Meinung. Aber immerhin ist der erste Schritt getan in eine erfreuliche Richtung, da stehen einem Meckereien über den Preis eigentlich nicht zu.


    Irgendwann ziehen andere Anbieter nach, der Preis wird fallen, und dann haben wir dank NIkon als Initiator irgendwann mehrere Gläser am Markt mit größeren Sehfeldern, dann sicher Preisen auf zwar hohem, aber bezahlbarem Niveau. Aber das wird sicher dauern.

    12" f/4,5 mit Nauris-Spiegel - 72mm Lacerta Apo -
           

    - who stands the rain deserves the sun! -

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: NormanG</i>
    <br />Für so einen Preis würde ich ein Gewicht von höchstens 1 kg verlangen und einen Augenabstand von mindestens 18 mm.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Norman,


    das dürfte problematisch werden. Grosse Gesichtsfelder bei einem Feldstecher erfordern grosse Prismen. Und in Kombination mit grossem Augenabstand auch grosse Okulare. Die Baader Morpheus mit 20 mm Augenabstand und einem ähnlich grossen scheinbaren Gesichtsfeld wiegen um die 350g pro Stück und Okulare wie die Televue Delos sind noch schwerer.

  • Hallo Heinz,


    das ist schon klar :-)


    Aber wer 5K für ein Glas verlangt, sollte sich m. E. diesen Schwierigkeiten stellen. Und nicht noch von "leichtem Gehäuse" schreiben in den Specs. ...
    Edit: um realistisch zu bleiben, ändere ich mal "meine Anforderung" auf 1,5 kg [:D]


    CS!
    Norman

    12" f/4,5 mit Nauris-Spiegel - 72mm Lacerta Apo -
           

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  • Der praktische Nutzen eines solches Highend-Feldstechers ist mir sowieso nicht ganz klar. 2,5 kg sind weder lange tragbar, noch macht Highend-Schärfe im Freihandbetrieb Sinn. Freihand kann auch auf grosse Gesichtsfelder mit extremer Randschärfe verzichtet werden, da kann man das Objekt der Begierde schnell ins Zentrum rücken.
    Und für Stativbetrieb sind die optischen Eckdaten m.E. auch nicht gerade attraktiv. Aber wenigstens gehört ein Stativadapter und eine grosse Transportkiste zum Lieferumfang.
    Die Teile sind wohl eher was für Sammler und für Nikon ein Aushängeschild bzw. Technologiedemonstrator. Ist wohl so wie mit Supersportwagen, die taugen auch nicht zum Brötchenholen oder in den Urlaub fahren [;)].

  • sehe ich ähnlich.


    Zumal mangels ausreichendem Augenabstand Brillenträger mit Asti als Kunde nicht in Frage kommen. Da nützt die beste Schärfe nix - das Bild ist dann Matsch (ohne Brille).



    Sagen wir mal so - wenn die jetzt noch nen Bildstabilisator hinzufügen, dann kommen wir in Bereiche wo das Glas Sinn macht [:p] Gut, dann wiegt das Teil eben 4 kg, aber es wackelt nix [:o)]


    Schöne Grüße
    Norman

    12" f/4,5 mit Nauris-Spiegel - 72mm Lacerta Apo -
           

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  • Hallo zusammen,


    meiner einer würde in der Preislage überlegen sich beispielsweise eher ein Docter 80/500 ED UWA oder gar ein Fujinon 25x150 MT (Geradeeinblick) zuzulegen.


    Aber wer weiß, vielleicht hat man ja mit dem Nikon tatsächlich das ultimative Seherlebnis und der Preis relativiert sich.


    Gruß


    Mike

  • Diese Ferngläser mit sehr großem Bildwinkel sind schon sehr interessant, wenn man sich die Werbung von Nikon anschaut sind sie wohl in erster Linie für Astro-Anwendungen konzipiert. Hier wäre 90 Grad Einblick sehr wünschenswert. Die Gläser sind sicherlich ein Bereicherung des Marktes, vielleicht stimulieren sie die Entwicklung von etwas weniger ambitionertn Weitwinkelgläsern, (etwas) kleineres Gesichtsfeld, leichter und preiswerter. Wie auch immer, ich wünsche den Nikon mit den Gläsern Erfolg.


    beste Grüße


    Thomas

  • Hier ist ein Artikel von Holger Merlitz zu den Nikon WX:


    http://www.holgermerlitz.de/nikon_wx/nikon_wx.html


    Sein Fazit: "One or the other weakness may show up, but I can hardly imagine that my first impression would fail me in this case: These are the best binoculars ever produced, and as such they are, at least to me, the most exciting introduction to the binocular market of the century. However, the prices of these devices are reaching a level of 6000 US$, and are certainly prohibitive to almost every amateur astronomer, even the most enthusiastic one."


    Viele Grüße
    Mark

  • Hallo Mark,


    vielen Dank für das Link, sehr interessant, dass Holger Merlitz so von den Gläsern angetan ist, um sein Buch über Ferngläser zu verfassen hat er bestimmt durch eine riesige Anzahl geblickt. Es wirft die Frage auf, ob er mal durch ein Fernglas/einen Doppelrefraktor mit austauschbaren Okularen bestückt mit extremen Weitwinkelokularen z.B. Ethos geschaut hat. Die gibt es natürlich nicht für die sehr niedrigen Vergrößerungen wie 7x und 10x, doch ich vermute, dass die Bildwirkung ähnlich ist.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die gibt es natürlich nicht für die sehr niedrigen Vergrößerungen wie 7x und 10x,...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    doch, gibt es, schaust du hier: http://blackskynet.de/doppelkolibri.html


    macht sich extrem gut mit Baader Morpheus-Okularen und daher bin ich schon sehr gespannt auf die 17,5mm, da hätte man nämlich genau 10x50 mit 76° Feld!


    Viele Grüße
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    vielen Dank für den Hinweis, da hast du ein wirklich tolles kleines Gerät gebaut! In der Tat, besonders mit dem 17.5 mm Morpheus sollte sich eine sehr gute Kombination ergeben. Wie ist das Objektiv vom Hummingbird auf gebaut, kannst du etwas was zur Bildfeldkrümmung sagen? Die kann nämlich bei so kurzen Brennweiten zum Problem werden.


    Übrings, wennn man selbst bauen möchte, Glenn le Drew hat ein 60 mm f/4.5 Glas mit 90 Grad Einblick auch für 2" Okulare gebaut:


    https://www.cloudynights.com/g…4217-glennledrews-photos/


    Deine Lösung ist natürlich sehr viel einfacher zu realiseren.


    Bitte berichte mal über Beobachtung mit den Morpheus 17,5 mm.


    beste Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Danke für die Blumen! Ich bin sehr zufrieden mit der Kombi und werde natürlich berichten, sobald ich die 17,5mm Morpheuse habe. Sie sollen ja wohl bald lieferbar sein.


    Wie die Objektive der Hummingbirds aufgebaut sind weiß ich nicht, ich vermute ein Zweilinser mit mindestens einem Spezialglas!? Der Farbfehler ist sehr gering und selbst bei 50x durchaus noch akzeptabel, wobei 50x natürlich für die Kombi ohne Stativ zu viel ist. Die Hummingbirds stellen aber in der Tat hohe Anforderungen an die Okulare. Die Morpheuse funktionieren sehr gut, vermutlich, weil sie ein Barlowelement integriert haben, die 24mm Panoptics haben auch sehr gut funktioniert, allerdings mit deutlicher Vignettierung. Die 19mm Panoptics funktionieren hingegen gar nicht, die Randunschärfe ist dramatisch und setzt schon kurz außerhalb der Mitte ein! Das 22mm LVW empfinde ich von der Sternabbildung nicht so gut wie das 24mm PanO aber immer noch sehr gut, mit voller Ausleuchtung und nahezu randscharf. Ich denke die Bildfeldwölbung ist nicht zu stark ausgeprägt, ansonsten müsste auch ein 22LVW deutliche Randunschärfe zeigen!? Das Problem ist wohl eher die Ausbildung von Asti/Koma im Okular, bei einfachen Okulardesigns, die mit dem schnellen Öffnungsverhältnis von f/3,4 nicht mehr klar kommen. Ich bin gespannt, wie sich die 17,5mm Morpheuse schlagen, eventuell haben die kein Barlowelement integriert!?

  • Hallo Thomas,


    vielen Dank für all die Infos, dann bin auch auf deine Erfahrungen mit dem Morpheus 17,5 mm gespannt!


    beste Grüße


    Thomas

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