Barlowlinse vor Kamera?

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  • Hallo erstmal hier im Forum,


    Zunächst einmal muss ich sagen das ich noch ein Anfänger in Sachen Astrofotografie bin.
    Ich habe ein Skywatcher 150/750 Newton Teleskop. Gestern habe ich versucht mit meiner Lumix G5 den Jupiter zu fotografieren. Die Kamera und das Teleskop ergeben dann zusammen 1500mm Brennweite. Wie ich feststellen konnte ist das noch etwas wenig für die Planetenfotografie. Angenommen ich würde nun eine günstige 2x Barlowlinse kaufen und zwischen das Teleskop und die Kamera schrauben würde ich ja 3000mm Brennweite haben und so viel besser Planeten fotografieren können. Meine Frage wäre nun ob das so Sinn macht oder ob ich einen Denkfehler darin hab. Das einzige was ich mir vorstellen könnte was ein Problem wäre ist wenn die Barlowlinse so unscharf ist dass das Bild im Endeffekt bei 3000mm weniger scharf wird als bei 1500mm. Daher noch meine 2. Frage ob jemand Erfahrungen mit TS-Optics hat und ob diese Barlowlinse was taugen könnte, oder ob ich damit ein unscharfes Bild bekomme: https://www.amazon.de/achromat…tzbar-TSB2T/dp/B004ORVWZW .


    Vielen Dank für hilfreiche Meinungen!

  • Hallo "Blechi",


    willkommen hier auf Astrotreff. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich habe ein Skywatcher 150/750 Newton Teleskop. Gestern habe ich versucht mit meiner Lumix G5 den Jupiter zu fotografieren. Die Kamera und das Teleskop ergeben dann zusammen 1500mm Brennweite<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Erst mal eine Frage dazu- wie kommst du auf die 1500mm? Wenn du die Kamera direkt am Okularauszug anbringst wirkt das Teleskop wie ein Teleobjektiv- in deinem Fall also mit 750mm. Erst mit der 2x-Barlow würde das dann 1500mm ergeben.


    Aber wirklich Sinn macht das mit der Lumix nicht, ebensowenig wie mit anderen DSLRs. Die Planeten sind sehr klein und auch bei hoher Brennweite belegt Jupiter nur wenige Pixel des großen Chips deiner Kamera. Die 16,05 Megapixel der Lumix nutzen dir da nüscht, du benutzt davon vielleicht gerade mal 100x100Pixel. Und Einzelaufnahmen mit hoher Brennweite leiden dann unter Luftunruhe.


    Um Planeten abzulichten benutzt man kleine CCD- bzw. CMOS-Kameras, macht damit kurze Videos vorzugsweise im Format AVI und diese Videos werden anschließend mit einem der gängigen Programme verarbeitet und auf dem Weg erstellt man dann ein einzelnes scharfes Bild.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan, danke für die Antwort. Also die Kamera hat einen Crop-Faktor von 2 (der Sensor ist halb so groß wie das Kleinbildformat, 16MP). Also hab ich gerechnet 750mm*2 ergibt 1500mm Brennweite mit der Kamera und dem Teleskop. Wenn ich jetzt noch eine Barlowlinse nehme müsste ich 3000mm haben.

  • Hallo "Blechi",


    vergiss diese Rechnerei mit dem Crop-Faktor, das ändert nichts an der Brennweite des Objektivs oder des Teleskops. Der besagt lediglich, du hast einen anderen Bildausschnitt auf einen Chip im Vollformat bezogen, mehr nicht. [:)]


    Ob du jetzt deine Lumix, eine andere Kamera mit Vollformatchip oder eine kleine CCD mit auch viel kleinerem Chip an dein Teleskop hängst- die Brennweite von diesem bleibt immer 750mm.


    Der einzige Unterschied- mit dem Vollformatchip lichtest du ein größeres Feld ab, mit dem kleineren Chip der CCD halt ein gegenüber deiner Lumix entsprechend kleineres Feld. Du änderst also nur die Blickwinkel bzw. den Bildausschnitt.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo "Blechi",


    vergiss diese Rechnerei mit dem Crop-Faktor, das ändert nichts an der Brennweite des Objektivs oder des Teleskops. Der besagt lediglich, du hast einen anderen Bildausschnitt auf einen Chip im Vollformat bezogen, mehr nicht. [:)]


    Ob du jetzt deine Lumix, eine andere Kamera mit Vollformatchip oder eine kleine CCD mit auch viel kleinerem Chip an dein Teleskop hängst- die Brennweite von diesem bleibt immer 750mm.


    Der einzige Unterschied- mit dem Vollformatchip lichtest du ein größeres Feld ab, mit dem kleineren Chip der CCD halt ein gegenüber deiner Lumix entsprechend kleineres Feld. Du änderst also nur die Blickwinkel bzw. den Bildausschnitt.


    Gruß
    Stefan

  • Achso ok vielen Dank. Trotzdem müsste ich ja dann mit der Barlowlinse die doppelte Brennweite haben oder? Und was meine Kamera betrifft denke ich die müsste ausreichen. Ich hab mal nachgeforscht die einzelnen Pixel sind in etwa gleichgroß wie die Pixel der gängigen Einsteiger Planetenkameras.

  • Hallo "Blechi",


    deine Lumix hatz 4.608 x 3.456 Pixel- bei 1500mm Brennweite belegt Jupiter rund 100x100Pixel- das Ergebnis ist ein kleiner heller runder Fleck in einem ansonsten weitgehend schwarzen Bild- nicht mehr. [:)]


    Wie das aussieht kannst du dir mit dem Tool hier ansehen- http://astronomy.tools/calculators/field_of_view/


    Oben<i> Imaging Mode</i> auswählen, bei Brennweite und Öffnung dein Teleskop eintragen, bei Kamera gibst du die Pixelanzahl ein und zur Pixelgröße die ca. 3,75µm des Chips.


    Dann klickst du noch bei <i>Solarsystem</i> auf Jupiter und zuletzt den Knopf <i>Add to view</i> und siehst das abgelichtete Feld mit Jupiter darin. Nun kannst du gern weiterspielen- bei Barlow mal 2x und dann mal 3x und mal 5x anwählen und jeweils wieder Add to view. Der jeweils neue Bildausschnitt ist farblich markiert, du kannst den ohne Barlow auch löschen um zu gucken wie Jupiter dann aussieht.


    Aber- mit f/10 oder f/15 geht dir schnell das Licht aus und die Luftunruhe wird auch stören- scharfe Fotos wirst du so nicht erhalten.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan, vielen Dank für die Seite die ist sehr praktisch. Würdest du sagen es hat keinen Sinn mit meinem 750mm Teleskop Planeten zu fotografieren oder ist es mit einer 5x Barlow einen Versuch wert?

  • Hi Fremder,<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Blechi</i>
    <br />
    versucht mit meiner Lumix G5 den Jupiter zu fotografieren.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Planeten werden nicht fotografiert, sondern gefilmt. Deine G5 kann das zum Glück:
    Magick Lantern installieren. Pixelgerecht filmen kann deine G5 zwar schon ( dieses "Digitalzoom" beim Filmen), aber damit werden halbwegs brauchbare Videos in den Avi- Container geschrieben anstatt dem üblichen Müll.
    Wenn alles geklappt hat (korrekt fokussiert, nicht überbelichtet, einzwei Tausend Frames, aus denen man zumindest ein paar hundert brauchbare raussuchen kann, um die zu einem Bild zu verarbeiten). Was dann wieder eine ganz andere Geschichte ist.
    Vom Ergebnis kommt die Arbeit zwar nicht wirklich an 'Planetenkameras' heran - aber zumindest kann man einiges erkennen.



    cs
    Jürgen

  • Hallo "Blechi", <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Würdest du sagen es hat keinen Sinn mit meinem 750mm Teleskop Planeten zu fotografieren oder ist es mit einer 5x Barlow einen Versuch wert?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Es macht so gut wie keinen Sinn, das mit der Lumix zu tun.


    Eine der kleinen Planetenkameras mit etwa gleicher Pixelgröße zusammen mit einer 3-fach Barlow dagegen würde dir zu brauchbaren Aufnahmen verhelfen. Nachteil- du benötigst dazu natürlich einen Laptop mit USB2 Anschluss um die Kamera betreiben zu können.


    Gängige Kameras sind z.B. die ASI120 und ähnliche oder die etwas älteren CCD-Kameras der Serie DMK21 oder DMK31. Die DMK21 z.B. hat "nur" 640x480 Pixel, aber mehr sind auch nicht nötig. An deinem Teleskop mit 5x Barlow belegt Jupiter bei den etwas größeren Pixeln auch erst nur 160x160 Pixel, aber bezüglich der theoretisch möglichen Auflösung bist du damit im grünen Bereich. Bei einem Chip mit kleineren Pixeln würde das Bild auf noch mehr Pixeln abgelichtet, aber entscheidend ist- man sollte immer das Nyquist-Kriterium erfüllen, also Pixelgröße an Brennweite richtig anpassen.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo "Blechi",


    Ich habe so eine Billigbarlow und sie ist für die Panetenfilmerei absolut unbrauchbar. Kaufe eine Barlowlinse von einem namhaften Hersteller wie Vixen oder Televue. Oder zumindest eine der etwas teureren apochomatischen Barlowlinsen der Fachhändler wie Teleskop-Service. Die bekommst Du ab ca. 60,-.


    Ach ja, eine Weisheit möchte ich noch mit Dir teilen:
    <i>"Astrofotografie geht ins Geld und kostet Nerven."</i>


    Astrofotografie ist die Königsdisziplin der Fotografie, kaum eine andere Art der Fotografie erfordert einen höheren apparativen Aufwand und mehr theoretisches Wissen. Das kann man alles lernen und hier im Forum findest Du viele Leute die Ahnung haben und ihr Wissen auch gerne teilen. Aber mit dem Ansatz "ich kaufe das billigste vom billigen und versuche damit etwas hin zu bekommen" wirst Du scheitern. Kaufe lieber vernünftiges Equipment, dann sparst Du Dir Frust und bekommst bessere Ergebnisse. Und sparst Dir Doppelkäufe.
    Wenn Du ein Haus selber bauen willst, kaufst Du auch nicht das billigste Werkzeug von ALDI, oder?


    Bis dann:
    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Hallo "Blechi",


    ich kann Marcus nur zustimmen. Die von dir verlinkten sind unbrauchbar für dein Vorhaben (oder besser gesagt generell [8D] )
    Es muss aber anfangs auch nicht gleich TV o.Ä. sein.


    In der Preisklasse &lt;100,- Euro kann ich aus eigener Erfahrung diese hier schon empfehlen:


    http://www.teleskop-express.de…bserving-and-astroph.html


    Die ist kein Farbwerfen, und sie hat den Vorteil,
    dass sie auch nicht so einen langen Hebel an deinen OAZ verursacht.


    Gruß
    Svend

  • Hallo,


    man kann durchaus auch Erfahrungen mit einfacherem Equipment sammeln.
    Das ängehängte Bild wurde mit einem Skywatcher 150PDS, einer ASI 120MC und einer 5x Barlow von GSO aufgenommen,
    Die Barlow habe ich bei astroboot.eu für 25€ gekauft. Sicher gibt es besseres, aber gehen tut das durchaus.
    Ich fand das Ergebniss schon gar bicht so schlecht :-)



    Viele Grüße
    Michael

  • So ich glaube ich habe da etwas komplett übersehen. Mir war die Methode der Okularprojektion gar nicht bewusst. Das macht alle meine bisherigen Überlegungen in diesem Beitrag glaube ich sinnlos. Da ich drei einigermaßen hochwertige Okulare habe (26mm, 12.5mm, 6.3mm) brauche ich doch gar keine Barlowlinse sondern kann direkt meine Okulare benutzen oder? Ich habe gelesen das man dann die Brennweite so berechnet: (Abstand Okular zu Kamerasensor)/(Okularbrennweite)*(Teleskopbrennweite) = (effektive Brennweite) . Dann müsste ich mir nur noch überlegen wie ich das Ganze zusammenschraube... Ach übrigens tolles Bild da oben

  • Guten morgen.. Ich stelle meine frage mal mit hier rein weil es ganz gut passt.


    Ich habe ein SLT 127 MAK goto und wollte mir nun speziell nur für die Planetenfotografie eine Barlow kaufen. Habe hier noch eine Ts optic x5 Barlow rumliegen mit der ich aber nix brauchbares hinbekommen habe. Bzw. Durch die Vergrößerung war es einfach zu dunkel. Ich möchte mir nun eine Barlow im Preissegment um die 80€ kaufen. Hat da jemand empfehlungen speziell für NexImage 10 & Altair120 sw. Auch was sinnvoll an vergrößerung ist wegen dem Lichtverlust der Barlow.


    Ich überlege ja mit dieser hier:
    http://www.teleskop-express.de…-volle-Farbkorrektur.html

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