Meteorscattering mit SDR-Play

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  • Hi,


    da Meteorströme manchmal am Tageshimmel, hinter Bewölkung oder wegen Vollmond nicht gut visuell/fotografisch sichtbar sind, möchte ich sie in Zukunft mit Amateurfunkmitteln beobachten.


    Prinzipiell erzeugt ein in die Atmosphäre eintretender Meteor einen Ionisationskanal in ca. 100 - 70 km Höhe in der Luft. Visuell sieht man das als "Leuchtspur". An diesem Ionisationskanal werden aber auch Funkwellen reflektiert. Sehr gutes PDF, mit vielen Erklärungen dazu, leider in englisch: http://www.britastro.org/radio…n_of_meteors_by_RADAR.pdf


    Lizenzierte Funkamateure nutzen seit Jahrzehnten diesen Effekt, um Stationen zu erreichen, die für sie sonst zu weit weg sind.


    Ich bin kein Funkamateur, habe auch nicht deren ganzes Geraffel wie Antennen, Funkgerät, diverses Meßgeräte, Oszies, ... und als Stadtmensch ohne eigenen Garten auch keinen Platz, um größere Antennenanlagen zu realisieren. Trotzdem möchte ich in das Thema Meterscattering einsteigen. [:D]


    Ich habe mitbekommen, daß es jetzt einen reinen Empfänger (SDR-Play) gibt, mit dem man nicht senden kann und so auch als "nichtlizensierter Funker" ganz öffiziell damit arbeiten darf. Mit dem SDR-Play, Software auf dem Rechner und einer geeignetten Antenne kann man Radio hören, Amateurfunk hören, oder eben die Meteorreflexionen an den Ionisationskanälen sichtbar und hörbar machen.


    Dazu gibt es für Europa prinzipiell 2 brauchbare Sender, die eine kräftige Trägerwelle in den Himmel schicken, die an den Ionisationsröhren Reflexionen erzeugen können. Zum einen Brams bei Dourbes in Belgien und zum anderen Graves bei Dijon in Frankreich. Brahms sendet auf 49,970 MHz, um den zu empfangen benötigt man eine Antenne für das 6-Meter Band. Eine solche Antenne ist 3 Meter lang (zu sperrig für meinen Balkon). Graves sendet auf 143.050 MHz im 2-Meter Band. Eine Antenne für Graves ist also nur 1 Meter lang, wenn man sie als 4-Element Yagi baut. Die paßt auf meinen Balkon. [:)]


    Nachdem ich diese Informationens alle mühsam zusammengesucht/herausgefunden hatte, hab ich mir einen Bausatz für eine 4-Element Yagi bestellt, ein Antennenkabel, einenAdapter Antennenkabel <-> SMA und den SDR-Play gekauft und die Software HDSDR auf meinem Rechner installiert. Leider hatte ich die Antenne erst mechanisch fertig, nachdem die Quadrantieden vorbei waren. [:(]


    Aber es gibt ja auch sporadische Meteore. Jede Nacht sind welche zu sehen. Pro Stunde so ca. 2-3. Also habe ich den Winkel bestimmt (Azimut, Elevation) in dem ich meine Antenne in den Himmel richten muß und mehrere Nächte einfach alles aufgezeichnet, was meine Kombi empfangen hat.


    Zu sehen/hören im "Wasserfalldiagramm" waren dabei kurze (underdense) Meteorreflexionen, kräftigere (overdense) Reflexionen sowie mehrere Flugzeugspuren.


    Die Ergebnisse möchte ich hier zeigen und ich suche Mitstreiter(gerne auch echte Funkamateure, die ihr Fachwissen einbringen könnten!), die bei so einem Projekt mitmachen würden und mit denen ich mich austauschen kann.


    <b><u>Teileliste für das Projekt:</b></u>


    <b>4-Element Yagi Bausatz</b> (39 Euro): https://shop.nuxcom.de/product…oducts_id=488&language=de
    bei der Bestellung die Option "N-Buchse" wählen!
    Bauanleitung(zwar für 4 bzw. 6 Meter Balun, aber identisch für 2-Meter): http://www.nuxcom.de/pdf/nuxcom-bauanleitung-4-6.pdf


    <b>Antennenkabel (N-Stecker beidseitig):</b> (Preis ist abhängig von der Länge und Qualität)


    <b>Pigtail (Adapter Kabel (Buchse) auf SDR-Play (SMA-Stecker)):</b> http://www.ebay.de/itm/271260087375


    <b>SDR-Play Empfänger </b> https://shop.funk24.net/funkte…bis-2-ghz-inkl.-usb-kabel


    Software zum Aufnehmen und Auswerten:
    HDSDR, SpectrumLab


    So, das war jetzt sehr viel Text, hier ein paar Bilder:


    Als erstes mein eingesetztes Werkzeug:



    die damit gebaute Eigenbau-Antenne, zuerst die Dose:



    die komplette Antenne:



    Und nun ein paar Ergebnisse mit dem Geraffel auf dem Balkon:


    Meteorreflexionen



    Flugzeugspur



    Flugzeug + Meteor



    nach Sonnenaufgang viele Flugzeugspuren + Meteorreflexion



    Das aufzeichnen geht prima, nachdem ich taugliche Einstellungen im Program HDSDR gefunden habe. Ist wie mit den Einstellungen bei Planetenkameras, da muß man auch erstmal rumprobieren, wie hoch der Gain und Kontrast gewählt werden muß. [:)]


    Und später kann man sich dann im warmen Wohnzimmer die Aufzeichnungen anschauen/anhören. Leider hat das Program HDSDR anscheinend keine Auswertfunktion. [:(]


    <b>Dazu braucht man wol das Programm SpectrumLab. Ob ich damit meine mit HDSDR aufgezeichnetten Aufnahmen abspielen kann, hab ich noch nicht rausgefunden. Und wie man damit was aufzeichnen kann, weis ich auch noch nicht. Das ist jetzt meine Baustelle für die nähere Zukunft. </b>


    Es wäre toll, wenn sich da jemand melden könnte, der sich damit schon befaßt hat...


    CS
    Silvia

  • Hallo Silvia,


    da hast Du Dir aber schon ordentlich Gedanken gemacht :)


    Zuerst gehe ich mal auf ein paar einzelne Sachen ein:


    Ja, mithören darfst Du, Sendebetrieb setzt eine Prüfung voraus. Hier gibt es zwei Klassen:
    Klasse E (Einstieg - Sendeleitung bis 100Watt EIRP) (DO-Callsigns)
    Klasse A (bis 750Watt EIRP)


    Insofern kein Problem für Dich.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Brahms sendet auf 49,970 MHz, um den zu empfangen benötigt man eine Antenne für das 6-Meter Band. Eine solche Antenne ist 3 Meter lang (zu sperrig für meinen Balkon). Graves sendet auf 143.050 MHz im 2-Meter Band. Eine Antenne für Graves ist also nur 1 Meter lang, wenn man sie als 4-Element Yagi baut. Die paßt auf meinen Balkon. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Da liegst Du leider falsch. Eine Antenne ist immer ein offener Schwingkreis. Dieser Kreis kann für die Ausbreitung von Wellen auch mehrfach genutzt werden.
    Was Du berechnest ist eine Volllambda Antenne. Also Lichtgeschwingdigkeit / Frequenz = 300000 / 49970 = 6,003602161296778 m
    Wenn diese Antenne jetzt um die Hälfte verkleinert wird, dann hast Du eine halb-Lambda-Antenne mit 3 Metern. Wenn Du Sie um 75% verkleinern würdest, hättest Du eine 1/4-Lambda und somit noch eine 1,5m Antenne.
    Die CB Funker arbeiten auch nicht selten mit 5/8-Lambdas. Es geht also sehr viel.


    Mir ist Dein eigentliches Ziel noch nicht ganz klar.
    Willst Du eine Art Zählstation aufbauen, die Dir verdächtige Objekte auswertet?
    Erklär mir das mal ein bisserl detaillierter, dann kann ich Dir gerne helfen.


    Gruß
    Timo

  • Hallo Silvia,
    bei A.de hast du ja schon einiges geschrieben, so auch das Anpeilen vom 340 km entfernten Sender in Dijon. Wie groß ist die Fläche am Himmel in der du Reflexionen empfangen kannst?
    Viele Grüße
    Armin

  • Hi Timo,


    wou, so schnell schon ne Antwort. Merci. [:)]


    Ich hab aus diversen PDF´s, Homepages von Funkamateuren, Webseiten von Schulen, Universitäten und anderen Organisationen herausgelesen, daß ich für erfolgreiches Meteorscattering ne Lambda-Halbe Antenne brauch. Und so ne 4-Element Yagi die technisch am einfachsten für mich zu realisierende Variante wäre, deren Empfindlichkeit hoch genug ist. Da ich kein Funkamateur bin, kann ich das nicht durch eigenes Wissen untermauern. Ich hab es schlicht geglaubt. Weil ich ja irgendwie anfangen mußte...


    Falls ich vom Balkon aus auch den Sender Brams empfangen könnte, das wäre natürlich klasse. Denn Graves schickt gepulste Signale, während Brams ein kontinuierliches Signal liefert.


    Mein Ziel schaut so aus:
    1) ne komplette Station auf dem Balkon aufbauen, die während der bekannten Meteorströme kontinuierlich für mehrere Wochen jede Meteorreflexion aufnimmt. Extra Rechner nur für diesen Zweck ist vorhanden.


    2a)Daraus möchte ich eine statistische Auswertung machen. Für die gesamte Zeit. Und anschließend graphisch darstellen. Unten die Zeitachse mit Stunden oder Tageseinteilung, vertikal die Anzahl der overdense Meteorreflexionen.


    Diese Graphik dann mit Graphiken für visuelle/fotografische Meteorbeobachtung vergleichen.


    2b) und als 2. Datenreihe Reflexionen mit "ungewöhnlichen" Aussehen (Haken, Bögen, Mehrfachbögen). Ich habe mehrmals gelesen, daß solche Ereignisse auf unterbrochene Ionisationsröhren hindeuten. Entweder durch starke Höhenwinde, oder weil der Meteor zerplatzt und einzelne Teile erneut Ionisationsröhren produzieren. Solche Ereignisse könnten der "Nachleuchtspur" im optischen entsprechen. Das möchte ich auch untersuchen...


    Bis jetzt muß ich die Auswertungen "händisch" machen, also die Aufzeichnung abspielen und jede Reflexion in eine Excel Liste eintragen. Das braucht verdammt viel Zeit und ist für das Arbeits- und Familienleben sehr störend. [;)]


    3) Wenn ich weitere Mitstreiter finde, die auch aufzeichnen, könnte ich die Aufzeichnungen vergleichen und hätte eventuell in beiden Aufzeichnungen die selben Reflexionen. Denn bislang habe ich nix dazu gefunden, wie weit 2 aufnehmende Stationen auseinander liegen dürfen, damit die noch die selbe Meteorreflexion "sehen".


    Grüße
    Silvia

  • Hi Armin,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wie groß ist die Fläche am Himmel in der du Reflexionen empfangen kannst?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    wenn ich das mit der Antennenkeule richtig verstanden hab, "sieht" die ein Himmelsareal von ca. +/- 7,5 Grad...


    Wenn ich also +/- 5 Grad beim Azimut oder Elevation ausrichten daneben liege, ist es nicht so tragisch...


    Grüße
    Silvia

  • Hallo Silvia,


    Meteorscattering findet bei den Funkamateuren immer in einem Frequenzbereich(Spekrum) statt. Hier spielen etliche Faktoren mit.
    ...und eines Vorweg - Wie bei der Astronomie ist der Aufstellungsort ebenfalls Bedeutung.


    Die Empfehlungen für Meteorscattering in den einschlägigen Funkforen beziehen sich meisst auf den Austauch von Wellen - Also nicht nur Empfangs- sondern auch Sendebereich. Und besonders im Sendebereich sollte man mit einer Antenne mit einem anständigen Gewinn arbeiten - daher wohl die Empfehlung zur halb-Lambda.
    Bei Dir steht aber der Empfang im Vordergrund - und mit einer abgestimmten Antenne kannst Du da sehr viel Filtern und kannst meiner Ansicht nach auch mit kleineren Antennen arbeiten.


    Antennen sind ein sehr spannendes Thema- Die Bibel zum Thema Antennen ist der Rothammel.
    Im folgenden Forum habe ich einen Link zu einer frühen Ausgabe gefunden - (SEHR zu empfehlen!)
    http://forum.db3om.de/ftopic11800.html


    Eine Möglichkeit für die Auswertung kann eine Multifrequenzanalyse sein, die auch schon vieles, wie Flugzeuge, deutlich ausblenden kann. In der Funktechnik gibt es bei Wellen immer eine zweite und dritte harmonische Oberwelle.
    Beispiel: WLAN 2,45 GHz --&gt; 5 GHz


    Deine Antenne im 6m Band ist also als halb-Lambda für 49.970 MHz, als auch als 1/4 Lambda für ca. 100MHz geeignet. Flugzeuge emittieren aber weniger Störungen im 3m Band. Somit kannst Du schon Ereignisse in der Ionosphäre besser filtern und vergleichen.


    Was jetzt noch fehlt ist eine Aufzeichnung, die beide Frequenzen protokolliert und auswertet. Hier könnten wir sicherlich eine Lösung entwickeln. Ich bin mir aber fast sicher, dass es da schon etwas gibt.


    Mein Tipp:
    Geh doch mal zu Deiner DARC-Ortsgruppe (OG):
    http://www.darc.de/der-club/distrikte/p/ortsverbaende/06/


    Da gibt es sicherlich versierte Experten, die Dir gerne helfen.


    Ich besitze in diesem Feld viel zu wenig Erfahrung. Ich habe da zwar schon "reingehört", aber beim Funken stören mich selbst Polarlichter :)


    Gruß
    Timo

  • Hi Timo,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Meteorscattering findet bei den Funkamateuren immer in einem Frequenzbereich(Spekrum) statt. Hier spielen etliche Faktoren mit.
    ...und eines Vorweg - Wie bei der Astronomie ist der Aufstellungsort ebenfalls Bedeutung.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    ja, das ist mir bekannt. Dazu hab ich schon viel gelesen und auch etliche Vorträge gehört. Ich beschäftige mich ja schon seit 2014 mit dem Thema... Ich will aber nicht senden, sondern nur empfangen. Und genau nach diesem Satz machten bislang alle Amateurfunker im Gespräch oder per e-mail dicht. Weil sie sich nicht in mich hineinversetzen wollten/konnten. Weil es jenseits ihrer "Funkerwelt" lag, daß jemand wirklich nur "zuhören" möchte...


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Bei Dir steht aber der Empfang im Vordergrund - und mit einer abgestimmten Antenne kannst Du da sehr viel Filtern und kannst meiner Ansicht nach auch mit kleineren Antennen arbeiten.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    das klingt gut. Also "Lambda-Viertel" statt "Lambda-Halbe", 1,5 Meter Boomlänge für Empfang von Brams? Das würde vermutlich so gerade noch auf meinen Balkon passen. [:)]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Antennen sind ein sehr spannendes Thema- Die Bibel zum Thema Antennen ist der Rothammel.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    jepp. Was der Rothammel und Eigenbauantennen für Funker ist Spiegelschleifen/ATM bei den Optikern. [:)]


    Ich bin aber eher der "Kauftyp". Spiegelschleifen und Teleskopbauen kommt für mich nicht in Frage. Allerdings optimiere ich dann gekaufte Sachen soweit, bis sie genau das machen, was ich möchte... [:D]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Eine Möglichkeit für die Auswertung kann eine Multifrequenzanalyse sein, die auch schon vieles, wie Flugzeuge, deutlich ausblenden kann.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    laut meinen Recherchen wäre dafür das Programm Spectrumlab genau richtig. Das ist Freeware und ich hab es auch schon auf meinem Rechner. Ich komm blos noch nicht damit klar, weil es extrem viele Stellen zum "Einstellen" hat... Auch das derzeit von mir für Aufnahmen verwendete Program HDSDR kann "Multifrequenzanalyse". Allerdings hat es keine <b>automatische</b> Auswertfunktion (schreibt keine Daten in eine Excel Liste)...


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Deine Antenne im 6m Band ist also als halb-Lambda für 49.970 MHz, als auch als 1/4 Lambda für ca. 100MHz geeignet.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Bis hier hab ich das einigermaßen verstanden. Aber ich hab ja keine Antenne für das 6-Meter Band. Sondern eine für das 2-Meter Band (Graves) als Hardware. Also net doppelte, sondern 3-fache Frequenz. <b>Kann ich die auch als "Lambda-Sechstel" Antenne für Brams verwenden?</b> Muß ich dann am Innenleben vom Balun was ändern? Andere Spule reinmachen, Wiederstände ranlöten, ...?


    Oder erneut ne 4-Element Yagi bauen mit 1,5 Meter Boom (= Lambda-Viertel) und passenden Längen für Direktor, Strahler und Reflektor? Könnte ich da den Balun von der vorhandenen Antenne fürs 2-Meter Band wiederverwenden (mit passenden, längeren Strahlern)? Oder müßte ich da auch einen anderen Balun bauen? Das Wickeln der Luftspule für die Anpassung war beim Basteln für mich das schwierigste. Alles rein mechanische hab ich locker hinbekommen...

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Was jetzt noch fehlt ist eine Aufzeichnung, die beide Frequenzen protokolliert und auswertet. Hier könnten wir sicherlich eine Lösung entwickeln. Ich bin mir aber fast sicher, dass es da schon etwas gibt.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Die <b>Aufzeichnung</b> (für Graves) hab ich ja inzwischen zum fliegen gebracht. Und wenn ich selber ne <b>passende Antenne für Brams hätte</b>, könnte ich auch dessen Frequenz aufzeichnen. Das ist definitiv nicht das Problem. Hab inzwischen mehrere hundert GB an wav-Files aus mehreren Nächen auf der Platte. Die kann ich jederzeit erneut abspielen und von Hand auswerten. Mein "Problem" ist


    a) ne passende Antenne für Brams
    b) die Bedienung vom Program SpectrumLab für ne automatische Analyse


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mein Tipp:
    Geh doch mal zu Deiner DARC-Ortsgruppe (OG):
    http://www.darc.de/der-club/distrikte/p/ortsverbaende/06/<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    danke auch für den Tipp. Ich hab 2015 mit dem DARC Kontakt aufgenommen. Hab mich vorgestellt, mein Anliegen erklärt und das Ergebnis meiner Anfrage war, daß ich:


    - Mitglied werden soll
    - an allen Treffen teilnehmen soll
    - englisch büffeln soll
    - einen Kurs zur Erlangung der Amateurfunklizenz besuchen soll, Inhalte des Kurses:
    - physikalische Grundlagen
    - elektrische Grundlagen
    - gesetzliche Grundlagen
    - Morsezeichen
    ...


    dann könnte ich mir meine Fragen in 2-5 Jahren (je nachdem wie schnell ich das alles lernen würde) irgendwann selber beantworten, wenn ich dann genügend Wissen und Erfahrung gewonnen hätte.


    Wie krass ist denn so ne Antwort? [xx(] Ein "tut mir leid, ich weiß es nicht" wäre ehrlicher gewesen...


    CS
    Silvia

  • Georg Dittie nutzt übrigens einen sehr ähnlichen Aufbau für BRAMS. Seine Halblamda-Antenne ist allerdings ein mächtiger Klopper.


    Interessant wäre, ob es statt mit dem teuren SDRlab auch mit einem RTL-SDR-Stick geht. Den benutze ich immer für meine Wetterballonverfolgung, und der kostet nur ca. 15 Euro.


    Hartwig

  • Hi Hartwig,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Georg Dittie nutzt übrigens einen sehr ähnlichen Aufbau für BRAMS. Seine Halblamda-Antenne ist allerdings ein mächtiger Klopper.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    ja, ich weiß. Allerdings hat Georg im Gegensatz zu mir ein eigenes Haus mit Garten drum rum. Ihm redet keiner rein, wenn er auf seinem Gartengrundstück eine 3x3 Meter große Antenne Richtung himmel aufstellt.


    Ich hab blos nen kleinen Balkon und da darf nix über das Balkongeländer ragen. Ich muß also zwingend mit ner deutlich kleineren Antenne arbeiten...


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Interessant wäre, ob es statt mit dem teuren SDRlab auch mit einem RTL-SDR-Stick geht. Den benutze ich immer für meine Wetterballonverfolgung, und der kostet nur ca. 15 Euro. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    interessanter Einwurf. Wie schaut Dein Aufbau konkret aus? Was nimmst Du als Antenne und bei welcher Frequenz machst Du die Beobachtung?


    Meinst Du mit "SDRlab" den SDR-Play? Also das da: https://shop.funk24.net/funkte…bis-2-ghz-inkl.-usb-kabel


    Da Du den RTL-SDR-Stick schon hast, probier es doch bitte mal aus und berichte.


    Ich hab es 2015 mit einem FuncubeDongel Pro und ner 3-Meter "Wurfantenne" auf einem Glasfasermast in der freien Wildbahn probiert. Hat nicht so funktioniert, wie ich das wollte... Ob ich dabei was falsch gemacht hab, es also an meiner Unkenntnis lag oder das Setup zu "popelig" war, kann ich nicht beurteilen...


    CS
    Silvia

  • Hi Tom,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">vielleicht hilft dir das da weiter:


    http://cmhas.wikispaces.com/slmeteor<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    merci für den Link. Nein, hilft mir (im Moment) noch nicht weiter.


    Das ist soweit ich das verstanden habe, ein Plugin für SpectrumLab.


    Im Moment brauche ich jemand, der mir hilft, Spectrumlab erstmal <b>prinzipiell</b> zum Laufen zu bringen.


    Mich treiben grad diese Fragen um:


    - wohin genau im Verzeichnis von SpectrumLab muß ich den Treiber für den SDR-Play installieren, dami er im Auswahlfenster von Spectrumlab als Empfänger auftaucht?
    - was muß ich in dem sehr umfangreichen Proggy einstellen, damit ich auf dem Bildschirm das Wasserfalldiagramm überhaupt zum fließen bringe?
    - wo stelle ich die gewünschte Frequenz ein?
    - wie spreize ich die angezeigten Frequenzbereiche im Wasserfalldiagramm?
    - wo ist der Aufnahmeknopf versteckt?
    - wo ist der Knopf zum Abspielen von gespeicherten Wav-Files versteckt?


    CS
    Silvia

  • Georgs Antenne ist größer als mein Balkon.


    Wetterballons senden bei 400-408 MHz, d.h. eine (selbst gebastelte) Halb-Lambda-Yagiantenne ist überschaubar in den Dimensionen, und ich muss (und darf es aus gleichen Gründen wie bei Dir) gar nicht fest installieren. Als SDR-Programm benutze ich SDRsharp, und dazu Software, die mir die Telemetrie der Wettersonden dekodiert. Eines der Programme spuckt sogar Azimut und Höhe des Ballons aus, und dann fahr ich mit dem GOTO-Teleskop auf diese Koordinaten und fotografiere mit der DMK.


    Ich fürchte aber, Dein Sender in Südfrankreich ist für mich zu weit weg.


    Hartwig

  • Hi Hartwig,


    merci für Deine Erklärung. Hab wieder was neues gelernt. [:)]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich fürchte aber, Dein Sender in Südfrankreich ist für mich zu weit weg.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Denke ich net. Der wird ja noch im Wiener Becken, England, Italien oder an der französischen Atlantikküste empfangen...


    CS
    Silvia

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich fürchte aber, Dein Sender in Südfrankreich ist für mich zu weit weg. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das Problem könnte sein, dass der Sender zu nah ist.
    Um ein Gefühl für Reflexionen zu bekommen empfehle ich das Programm AirScout von DL2ALF.


    Letztendlich bringt es auch nichts sich auf einen Sender zu versteifen, denn die Meteore kommen aus verschiedenen Richtungen und da wäre trotz eines Vorkommens ggf. keine Ionisationsspur zwischen Sender und Empfänger entstanden und damit auch kein Nachweis möglich.


    Empfehlen würde ich das FM-Radio-Band zu nehmen. Hier kann man mit einem TV-Stick 2 Mhz auf einmal empfangen. Man sucht sich eine lokal senderfreie Frequenz und wartet bis irgendein europäischer Radiosender einfällt und ggf. identifiziert werden kann (ggf. sogar anhand von RDS). Damit könnte man gar mutmaßen wo der Meteor durchgeflogen war.

  • Hi Arkadius,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das Problem könnte sein, dass der Sender zu nah ist.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    bist Du Amateurfunker oder hast Du Praxis-Erfahrung mit Meteorscattering?


    Ich bin in Ludwigsburg Luftlinie ca. 350 km vom Sender in Frankreich weg und bei mir funktioniert der Empfang der Meteorreflexionen.
    Hartwig sitzt in Hamburg, das ist dann definitiv nicht zu nah am Sender in Dijon. [B)]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Um ein Gefühl für Reflexionen zu bekommen empfehle ich das Programm AirScout von DL2ALF.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    die Reflexionen von Flugzeugen sind um mindestens 3 Größenordnungen stärker, wegen der deutlich geringeren Flughöhe (max. 12 km Höhe) und ihrer wesentlich größeren Fläche. So ein Jumbojet hat viel mehr reflektierende Fläche als ein Ionisationskanal eines Staubkörnchens mit 1-3 Gramm Masse. [B)]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Letztendlich bringt es auch nichts sich auf einen Sender zu versteifen, denn die Meteore kommen aus verschiedenen Richtungen und da wäre trotz eines Vorkommens ggf. keine Ionisationsspur zwischen Sender und Empfänger entstanden und damit auch kein Nachweis möglich.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Alle Beobachter, die erfolgreich Meteorscattering in Westeuropa betreiben und ihre Ergebnisse veröffentlichen, nehmen entweder Brams in Belgien oder Graves in Frankreich. Ich gehe davon aus, daß die wissen, was sie warum tun.


    Beobachter in USA oder Asien nehmen weit entfernte TV-Sender. Bei uns in Westeuropa wurde die terrestrische Ausstrahlung der früher dafür genutzten TV-Sender gecancelt. Wo nix sendet, kannst auch keine Reflexionen messen.


    Und "auf gut Glück" irgend eine x-beliebige Frequenz einzustellen und auf eine Reflexion an einem fernen FM-Sender zu hoffen, halte ich für nicht zielführend. [:o)]


    Hast Du Dir den Thread überhaupt durchgelesen? Dein Posting ist aus meiner Sicht insgesamt nicht zielführend. Du beantwortest keine meiner konkreten Fragen, schiebst andere Software, andere Empfänger und andere Ziele (Flugzeugreflexionen) in den Vordergrund. Bitte den Thread nicht "kapern". [8]

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">bist Du Amateurfunker oder hast Du Praxis-Erfahrung mit Meteorscattering?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Beides, seit 25 Jahren.
    Aber geh deinen Weg, ich bin hier raus.
    Viel Erfolg!

  • Hallo zusammen,
    bin leider erst jetzt auf das Thema (und das ganz neue Unterforum) aufmerksam geworden.


    Ich habe mir vor ein paar Jahren einen billigen DVB-T-Stick (ca. 10Euro) gekauft und dann eine einfache Moxonantenne (http://www.moxonantennaproject.com/construction.htm) gebastelt.
    Das Thema wurde vor einiger Zeit auch in einer interstellarum aufgegriffen, nur mit dem viel teureren FuncubeDongle.
    Die Perseiden konnte ich mit dem Setup gut verfolgen.
    Ich finde es ganz nett auch dann zu "beobachten", wenn es draußen bewölkt oder zu hell ist oder ganz einfach die Zeit fehlt.


    Ich arbeite unter Linux mit der Software gqrx und lasse dann Spectrumlab laufen. Ich glaube Linux ist hier tatsächlich einfacher zu bedienen, da man das Audiosignal von der "Empfangssoftware" gqrx gleich an Spectrumlab übergeben kann. Unter Windows braucht man glaube ich eine zusätzliche Software wie "VirtualAudioCable".
    Wie man den SDR-Play direkt in Spectrumlab einbindet weiß ich leider nicht.
    In Spectrumlab läuft dann ein skript wie von guck verlinkt. Hier muss man ggf. noch etwas die Zahlen und Ordner anpassen.


    Zu nah wird der Sender von Hamburg aus sicherlich nicht sein, da ich auch mit knapp 100km weniger Entfernung noch Meteore detektieren konnte.
    In UK gibt es auch einige, die Meteorscatter detektieren, siehe https://stargazerslounge.com/f…tronomy-and-spectroscopy/. Ich denke da wird auch der ein oder andere dabeisein, der noch weiter entfernt vom Sender ist als Hamburg.


    Vor kurzem habe ich mir einen SDR-Empfänger von rtl-sdr.com zugelegt, der einen viel genaueren Oszillator hat und auch Kurzwelle empfangen kann (eher weniger für Astronomie interessant, aber wer weiß). "Beobachtet" habe ich damit allerdings noch nicht.
    Bzgl. Wetterballons kannst du am besten auf aprs.fi nachschauen, ob in deiner Gegend gerade einer herumfliegt. Zum Empfang hat bei mir die Moxon für GRAVES ausgereicht. Ich denke das wird auch bei dir klappen. Die Ballons senden etwa zwischen 400 und 406 MHz.

  • Also Ballons klappen problemfrei. Es gibt eine Bremer Seite , die die Dinger in aprs.fi reinfeedet. Auch kann man sie problemlos mit Yagi und RTL-SDR-Stick selber empfangen (auch in hunderten Kilometern Umkreis) und ihre Telemetrie dekodieren, und sie z.B. im Geocacherstil nach der Landung suchen und einsammeln. Oder z.B. sein Fernrohr auf die Position ausrichten.


    Mit Meteoren muss ich mal rumspielen, als erses wohl mal eine passende Yagi bauen...Im Netz gibt es allerlei Leute, die GRAVES mit einer einfachen Dipolantenne bzw. einer Yagi+ RTL-SDR empfangen.




    Hartwig

  • Hi Hartwig,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mit Meteoren muss ich mal rumspielen, als erses wohl mal eine passende Yagi bauen...Im Netz gibt es allerlei Leute, die GRAVES mit einer einfachen Dipolantenne bzw. einer Yagi+ RTL-SDR empfangen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    ja, wenn Du Zeit zum Spielen findest, könnte das sicher auch Spaß machen. Ich hab ja auf Seite 1 zu nem Bausatz für ne passende Yagi verlinkt. Der ist recht günstig. Im Baumarkt hätten mich die Teile in etwa das selbe gekostet, aber ich hätte nicht alles "auf einen Rutsch" bekommen und etliches sonstwo bestellen müssen...


    Ich weiß nur nicht, ob Dein RTL-SDR-Stick ohne weiteren Verstärker empfindlich genug ist. Da scheint es sehr unterschiedliche Qualitäten zu geben...


    Du brauchst ein bissy Geduld. Bei mir sind es etwa 2-3 kräftige Meteore pro Stunde und so ca. 5 schwache Reflexionen knapp überm Rauschen. Die meisten Meteorreflexionen hab ich morgens zwischen 5 und 9 Uhr, abends um den Sonnenuntergang rum dagegen eher garkeine...


    Ab April gibt es ein paar Meteorströme, die nur mit Radiogeraffel nachweisbar sind. Steht so zumindest im IMO Showerkalender für 2017:


    F¨ur Radiobeobachter folgen hier die erwarteten Peakzeiten (UT):
    April Pisciden (144 APS) – 20. April, 10h;
    #491;-Arietiden (154 DEA) – 9. Mai, 09h;
    Mai Arietiden (294 DMA) – 16. Mai, 10h;
    o-Cetiden (293 DCE) – 20. Mai, 09h;


    also sollte bis da die Yagi fertig sein und Du auch schon die für Dich passenden Einstellungen im Programm gefunden haben... [;)]


    Funzt Dein Stick mit HDSDR? Oder SDR#? Oder SpectrumLab?


    Grüße
    Silvia

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>von: Silvia581</i>
    Ich hab 2015 mit dem DARC Kontakt aufgenommen.
    ...
    Wie krass ist denn so ne Antwort? [xx(] Ein "tut mir leid, ich weiß es nicht" wäre ehrlicher gewesen...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Exakt meine Erfahrungen mit dem "dunklen Verein". ;)
    Das ist halt 'ne kommerzielle Institution, da muss man mit so was rechnen.
    Leider gibt's aber immer noch eine Menge Amateure, die sich bei Auskünften verweigern, wenn der Fragesteller kein Vereinsmitglied ist.
    Ignorieren, andere Leute fragen, die ein bisschen lustiger sind.
    Oder halt hier - finde ich gut, dass es dieses Thema jetzt auch gibt.
    Da werde ich ein bisschen mitlesen, mich aber trotz "dicker Lizenz" zurückhalten, da das Hobby bei mir schon lange ruht.
    Aber vielleicht flackert's ja noch mal durch den Bezug zur Astronomie auf. :)


    Auf jeden Fall wünsche ich Euch richtig Spaß mit dem Gefrickel und Gebastel und Probieren. :)


    55 es 73 es ufb rx!

  • Hi,


    soeben hab ich meine "Quick & Dirty" Auswertung der letzten 3 Tage fertig gemacht:



    Die Beschriftung in der Zeitachse ist ein bissy unglücklich. Da sollte eigentlich "0-1", "1-2", ... stehen statt "1", "2", ... Leider krieg ich das grad nicht gebacken...


    Fazit: der für den 20.04.17 um 10 Uhr UT vorhergesagte Peak des Tagesmeteorstrom der Pisciden war anscheinend recht schwach und ich habe am Donnerstag keine auffällig erhöhte Anzahl von Meteorreflexionen aufgenommen.


    Allerdings zeigt das Diagramm über die 3 Tage auch etwas, das ich nicht erwartet habe. Sonnenaufgang ist gegen 4 Uhr UT, +/- 1,5 Stunden um diesen Zeitraum herum sollte theoretisch eine erhöhte Anzahl von Meteorreflexionen zu sehen sein, weil da die Erde direkt "von vorne" erwischt wird. Anschließend sollte die Kurve eigentlich auf ein niedrigeres Niveau (ca. 2 Meteorreflexionen/Stunde) absinken. Das geben die Daten auch im Ansatz her. Aber anschließend gibt es einen recht breiten "Buckel" zwischen 7 und 14 Uhr UT. Vermutlich sind das die Reflexionen, die auf die April Pisciden zurückgehen. Schau mer mal, was die nächsten 2 Tage bringen...


    Spannend, das ganze. [:)]


    Grüße
    Silvia

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ignorieren, andere Leute fragen, die ein bisschen lustiger sind.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Da könnte ich evtl. weiterhelfen, zumindest, was das Kontakte vermitteln angeht. Schreib mal eine PN mit (möglichst genauer) Fragestellung, dann kann ich damit mal im Kollegenkreis 'hausieren' gehen [:I] Ich weiß zumindest von 2 Leuten, mit denen ich nicht nur dienstlich rede, die da etwas beitragen könnten. Und beide sind da sehr aufgeschlossen.


    Uninteressant finde ich das Thema auch nicht, aber wenn ich da auch noch einsteige, verzettel ich mich vollends [xx(]


    Gruß


    ullrich

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Jörn_C</i>
    <br /><blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>von: Silvia581</i>
    Ich hab 2015 mit dem DARC Kontakt aufgenommen.
    ...
    Wie krass ist denn so ne Antwort? [xx(] Ein "tut mir leid, ich weiß es nicht" wäre ehrlicher gewesen...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Exakt meine Erfahrungen mit dem "dunklen Verein". ;)
    Das ist halt 'ne kommerzielle Institution, da muss man mit so was rechnen.
    Leider gibt's aber immer noch eine Menge Amateure, die sich bei Auskünften verweigern, wenn der Fragesteller kein Vereinsmitglied ist.
    Ignorieren, andere Leute fragen, die ein bisschen lustiger sind.


    Da werde ich ein bisschen mitlesen, mich aber trotz "dicker Lizenz" zurückhalten, da das Hobby bei mir schon lange ruht.
    Aber vielleicht flackert's ja noch mal durch den Bezug zur Astronomie auf. :)<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Dank "dicker Lizenz" machen mir beide Sachen, Afu und Astro, erst richtig Spaß! So prima ergänzt sich das!


    Bzgl. DARC war ich immer sehr skeptisch, bin aber mittlerweile selber Mitglied. Unser Ortsverein hier hat auch Astro-interessierte Mitglieder und eine tolle Clubstation wo ich gerade am Ausloten bin, was sich astrotechnisch damit machen ließe (Jupiterbursts auf KW etc.)


    Über den Amateurfunk habe ich jede Menge tolle Leute kennengelernt, viele auch mit einer Astro-Neigung und das schon BEVOR ich beim DARC war.


    Tauschen wir uns auf Funk über Astro aus, schalten sich auch immer wieder mal Interessierte mit ein.


    Der DARC ist übrigens ein Verein und keine kommerzielle Institution.


    Interessierte können ja auch mit anderen Vereinen Kontakt aufnehmen wie AMSAT DL oder dem Astropeiler in der Eifel.


    Bitte eigene Erfahrungen sammeln.


    Ich bin jedenfalls bei AMSAT raus und beim DARC rein. Der Astropeiler ist leider geopraphisch zu weit weg, ansonsten toller Verein.

  • Hi miteinander,


    dank der Hilfe eines Kollegen hab ich einen Teil meiner Probleme gelöst. [:)]


    Ich habe inzwischen ein virtuelles Audiokabel auf meinem Rechner installiert und wenn ich im Programm HDSDR bei "Output" Line-In (also das "virtuelle Audiokabel") einstelle, dann muß ich als nächstes SpectrumLab aufmachen und dort bei "Input" ebenfalls das virtuelle Audiokabel auswählen.


    Dann und nur dann! bekommt SpectrumLab das Signal von HDSDR (welches ich für alle Einstellungen des SDR-Play benötige) und zeigt mir im Wasserfalldiagramm ebenfalls die Reflexionen. 1. Etappenziel erreicht. Jappadappadu. [:D]


    Jetzt muß ich mich in das Programm Spectrumlab einarbeiten und dann die Plugins für eine automatische Auswertung bedienen lernen.


    Seit Wochen läuft der Aufnahmebetrieb kontinuierlich auf dem Balkon, wenn schönes Wetter ist und ich Jupiter aufnehme, höre ich immer wieder besonders kräftige Meteorreflexionen aus den Lautsprechern des Aufnahmerechners. Guck ich dann auf seinen Bildschirm, sind fette Striche da. Übers hausinterne Netzwerk lade ich ab und an die aufgenommenen Files runter und bunker sie auf ner speziell dafür vorgesehenen Platte zur späteren Auswertung.


    Nun kann ich diese aufgenommenen WAV-Files auf nem anderen Rechner mit HDSDR abspielen und in SpectrumLab ansehen. Muß also den "Aufnahmebetrieb" nicht unterbrechen, sondern kann auf einem 2. Rechner in Ruhe die Bedienung von SpectrumLab lernen...


    Ich bin zuversichtlich, daß ich bis zu den Perseiden einen kompletten Workflow hinkriege. [:)]


    Und bei meinen Internetrecherchen habe ich eine sehr interessante Seite gefunden:
    http://www.rmob.org/livedata/main.php


    Wenn man da etwas runterscrollt, sieht man "Colorgramme", die für nen ganzen Monat die Meteoraktivitäten aufzeigen.


    Sowas selber hinzukriegen ist mein Ziel. Da sieht man anhand der Farben gleich, ob und wann es für eine bestimmte Region eine erhöhte Zahl an Meteorreflexionen gegeben hat...


    Für mich interessant sind die Ergebnisse der Beobachter aus Polen oder Italien. Da sind die Radianten der Meteorströme ähnlich zu meinem Beobachtungsort.


    Es bleibt spannend, ich werde Euch auf dem Laufenden halten...


    Grüße
    Silvia

  • Hi,


    auswertungstechnisch bin ich momentan noch beim "Auszählen per Auge", die Geschichte mit den Colorgrammen im 2-Meter Band (Graves Radar, Dijon//Frankreich) ergibt tagsüber wegen massig Flugzeugspuren ein verfälschtes Ergebnis. [:(]


    Aber mittlerweile habe ich auf der Sternwarte eine 4-Element Yagi für das 6 Meter Band (BRAMS, Dourbes/Belgien) aufbauen dürfen und mit der macht Meteorscattering echt Spaß. So gut wie keine Störungen durch Flugzeuge, dafür jetzt trotz Regen, Nebel, Wolken jede Menge Perseidenechos. [:)]


    Zusätzlich auch noch ne Antenne für das 2-Meter Band, so konnte ich die Ergebnisse direkt vergleichen. Reflexionen im 2 Meter Band ergaben keine gleichzeitigen Reflexionen im 6-Meter Band. Die Anzahl der Reflexionen scheint aber in etwa gleich zu sein...


    Hier mal ein Ausschnitt von einem Screenshot des 6-Meter Bandes vom 6. August, an dem ich morgends um 6 Uhr MESZ mit den Arbeiten (Zusammenbau der Antenne, Antenne auf provisorischen Mast, Antennenkabel verlegt) fertig war und die Aufzeichnungen startete:



    Das komplette Wasserfalldiagramm braucht 4 Minuten, um von unteren Rand bis nach oben zu laufen. Ein kleines Zusatzprogramm macht mir automatisch alle 4 Minuten nen Screenshot und so muß ich lediglich 15 Bilder mit dem Auge angucken und die Sternschnupppen zählen, schon hab ich die Stundenrate...


    Und so schaut es im 2-Meter Band direkt im Anschluß daran aus:


    Ich lasse seither beide Bänder kontinuierlich aufzeichnen und will dann eine Auswertung vom 6. bis zum 16. August für beide Bänder machen.


    Ich denke, damit kann ich ganz gut den Zeitpunkt vom Maximum rausfinden, der irgendwann Samstag auf Sonntag Nacht erwartet wird...


    Grüße
    Silvia

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