OdM Januar 2017 - NGC 2359 Thor´s Helm

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  • Hallo Freunde der Nacht,


    erstmal wünsche ich Euch allen ein gutes neues Jahr mit immer ausreichend großen Wolkenlücken und viel Sternenlicht!


    Etwas verspätet kommt hier Euer Beobachtungsfutter für den Monat Januar und auch darüber hinaus. Es handelt sich um eines meiner absoluten Lieblingsobjekte: NGC 2359, auch bekannt unter dem Namen Duck-Nebula oder Thor´s Helm (was ich persönlich besonders passend finde).



    Quelle: wikisky / SDSS


    Zunächst die nackten Zahlen hierzu:
    RA: 7h 18min 30s; Dec -13°13'48"
    Winkelausdehnung: 10' x 5'
    scheinbare Helligkeit: ca. 11,5 mag
    Entfernung: 15.000 LJ


    Thor's Helm befindet sich im Sternbild Canis Maior, ca. 8° ostnordöstlich von Sirius und lässt sich über den 4mag hellen Stern Gamma Canis Maioris leicht finden. Dies gelang auch William Herschel schon im Jahre 1785, damals noch ohne den Einsatz von speziellen Filtern, wie wir sie heute kennen. Die helleren Bereiche des Objektes lassen sich bei gutem Himmel in mittelgroßen Teleskopen auch ohne Filter beobachten, die ganze Detailfülle und komplexe Struktur erkennt man allerdings deutlich besser, wenn man einen OIII-Filter verwendet.


    Auch astrophysikalisch ist Thor´s Helm ausgesprochen interessant: es handelt sich hierbei um einen Vertreter der Wolf-Rayet-Nebel, also eine spezielle Form von Emissionsnebeln, die von extrem heißen Zentralsternen vom Wolf-Rayet-Typ stammen und von diesen angeregt werden. Wer sich mit dieser Objektklasse näher beschäftigen möchte, dem sei die Seite von Reiner ans Herz gelegt. Hier (http://www.reinervogel.net/WR/WR.html) findet man einiges zu den physikalischen Grundlagen und einen tollen Beobachtungsführer mit weiteren WR-Objekten.


    Ich freue mich auf Eure Beobachtungen und Erlebnisse mit Thor´s Helm :-)


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hi Andreas,


    auch Dir alles Gute im Neuen Jahr! Hier meine Beobachtung von La Palma aus. Zeitpunkt April letzten Jahres.


    Bei 40 fach zeigt sich mit OIII-Filter ein Nebel in Form eines Helmes, den zwei "Federn" aufgesetzt sind. Weitere schwache Nebelfetzen abseits sichtbar. Bei 65 fach sind zunächst im Helm und in den Ausläufern Strukturen zu erkennen. Bei 168 fach werden aber die Strukturen am besten sichtbar.


    Hier die zugehörige Zeichnung.



    Gruß


    Oliver

  • Hallo Andreas,


    eine gute Idee, einen meiner Lieblingsnebel mal in den Vordergrund zu bringen.
    Meine letzte Beobachtung stammt aus dem Oktober, wo ich ihn im 20"-lowrider bei Hottie in Südafrika,
    60 Grad hoch stehend, beobachtet habe.
    Das Besondere in dieser Nacht: das SQM zeigte 21,90.
    Mit OIII ist Thors Helm der Hammer, sogar der Oberhammer! Besonders im 13er Ethos eine Wucht!
    So viele Details, viele Vordergrundsterne und die Hörner des Helmes eindrucksvoll...
    da kann man nur noch genießen.
    Meine Mitbeobachter Peter und Raffael sahen das genau so.


    cs
    Timm

  • Hallo Andreas,


    ein wirklich schönes Objekt und ebenfalls einer meiner Lieblinge. Auch in mittleren Teleskopen
    immer wieder beeindruckend wie hell er trotz der geringen Horizonthöhe ist, OIII ist dabei fast pflicht.
    So zeigte er bereits im 10 Zoller seine typische Form eines "Wikingerhelmes". Ein sehr schwacher Teil eines
    östlichen Ausläufers war ebenfalls schon angedeutet zu erkennen. Bei sehr guten Bedingungen und 18 Zoll ist
    die Steigerung enorm, es waren dann fünf Ausläufer zu sehen. Neben den zwei sehr markanten Ausläufer auf der Westseite
    der Blase, zeigen sich nach Osten noch noch zwei deutlich schwächere, fast parallel verlaufende und weit in den
    Raum hineinreichende Arme. Nach Süden verläuft noch ein sehr schwacher "Hakenförmiger" Ausläufer. Die Blase
    zeigte sich ebenfalls sehr detailreich. Der scharf begrenzte Westrand, zeigte verschieden helle "Segmente".
    Innerhalb der Blase zeigten sich weitere Strukturen die jedoch nicht greifbar waren, zumindest nicht bei 73fach.


    Hier die Zeichnungen dazu:


    <i>10 Zoll, Kleßen-Görne (Westhavelland)</i>



    <i>18 Zoll, Hohe Geba (Rhön)</i>




    Liebe Grüße
    Mathias

  • Servus
    Andreas da hast du gut gewählt! Bei guter Horizontsicht ist das Objekt ein Knaller. Mir gefällt der Anblick mit dem UHC Filter am besten.
    Hier meine Beobachtung und Zeichnung mit 16Zoll von letztem Monat.

    100-200x mit UHC und OIII
    Beobachtungsort: Hohes Adelegg (1050m)
    GG: 6m3+


    Liebe Grüße Hajü
    http://www.astromerk.de

  • Hallo Andreas,


    klasse Objektauswahl, auch unter lichtverschmutzten Himmel mit kleinen Teleskopen wunderbar sichtbar. Kann mich noch gut an die ersten Anblicke mit 80mm Öffnung + Nebelfilter erinnern.


    Herausforderung für mittelgroße Instrumente, ab ca. 12"-14" ist der Innenbogen, der als blaue Schale auf Andreas seinem veröffentlichtem Wikibild zu sehen ist. Ausgehend vom WR Stern verläuft dieser kurze Abschnitt parallel zur helleren Außenschale. Das Seeing und die Vergrößerungen müssen jedoch für den feinen Streifen entsprechend passen.


    Ich kann noch mit einer sehr alten Beobachtung inkl. einer netten Anekdote aus der Rhön dienen. Auf Grund von Unzugänglichkeit der damals noch so gut wie niemanden bekannten Plätze entlang der Langen Rhön, musste unsere Gruppe einen niedrigen Platz bei Fladungen aufsuchen. Zuvor wurde eine penibel gespurten Loipe durch Festfahren unseres "Testfahrzeuges" neu gespurt. Das groteske daran - die anwesenden Langläufer halfen uns beim "Rauswühlen", die Loipe war danach nicht mehr befahrbar. Anschließend wurde nach einer wilden nächtlichen Suche eine gerade noch überfahrbare, gefrorene Wiese besetzt und wir hatten mit damals stattlichem Öffnungsdurchschnitt eine wunderbare Nacht.


    16", 129x, [OIII], fst 6m5+

  • Hallo Andreas,


    dieses Objekt finde ich auch ganz toll ! Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir in einer der Nächte des extrem ergiebigen Winters 1991/92 - mit gefühlt monatelanger Inversionswetterlage, und oben am "Skifahrerparkplatz" (Sudelfeld) immer klar - auf NGC 2359 gestoßen sind: Und danach immer wieder mit 10-, 13- und 16-Zöllern drauf gehalten haben, zusammen mit einem OIII-Filter.


    Die visuellen Eindrücke werden hier in den tollen Zeichnungen schön wiedergegeben, und besonders die von Hajü - mehr auf die helleren Details konzentriert - macht deutlich, warum Friedhelm und ich hier seit jeher eine "Schnecke mit Häuschen" gesehen haben.


    Servus
    Ben

  • Ben,


    das ist ja spannend, Deine Deutung als Schnecke! Mit meinem 5-Zöller + OIII unter Stadtrandhimmel sehe ich den Körper der Schnecke als Kidney-Bohne (vom Rest des Nebels ist kaum etwas vorhanden).


    Thor's Helm ist übrigens eins der wenigen Objekte in CaMa, die im Perseus-Arm der Galaxis liegen (fast alles Andere in CaMa ist im Vordergrund in unserem lokalen Orion-Arm). Daher ist es wirklich erstaunlich, dass in gewaltigen 8000 Lichtjahren Entfernung, und eigentlich verdeckt durch den Orion-Arm, von Thor's Helm derart viel zu sehen ist. Hier muss in unserer Sichtlinie ein besonders klares "Fenster" im interstellaren Nebel+Staub sein.


    CS, Christopher

  • Hallo Ben, zu NGC 2359 kann ich ähnlich historisch berichten, von der Namensgebung "Thor's Hlem" wusste ich damals noch nichts:


    17. März 1991 mit dem damals erst ein halbes Jahr altem 10" Dobson aus Haseloff (ca. 80 km südlich von Berlin, fst= 5,8 mag und vernebeltem Horizont:
    Zwei Sternpaare westlich und nordwestlich vom Nebel, deren Verbindungslinien sich im Nebel schneiden. Im 24 mm WideField (58x) + breitbandigen Lumicon Deep Sky Filter sehe ich ein ziemlich großflächiges rundliches bis ovales Objekt, sehr schwach, sehr diffus, nur mit dem DS Filter drin. Das ganze steht nur ca. 12° hoch (im Horizontdunst).


    Und dann noch mal am 3. März 1994 als ich jenen 10" Dobson auf die 2.300 m hohen Canadas von Tenerifa zu richtigem Berghimmel bei exzellenter Transparenz und knistertrockener Luft geschleppt hatte:
    Im 32 mm WideWield (43x) sofort ohne Filter zu sehen, so hell ist das Teil! Im 9 mm Nagler (154x) + Lumicon UHC hat es die Form wie ein Kind, das mit einem Bettlaken Gespenst spielt. Die Mitte des ovalen Kopfes ist etwas dunkler und die Ränder gut definiert. Insgesamt sehr hell aber nicht grell.



    Also irgendwie wird das nichts mit dem Scannen meiner alten Zeichnungen. Egal, hier habt ihr sie ungebremst und unverändert.


    Seitdem habe ich dieses tolle Objekt natürlich immer wieder aufgesucht, immer mehr Details entdeckt, aber nie mehr was konkret ins Beobachtungsbuch geschrieben.

  • Hallo Andreas,


    das Januar-OdM habe ich ganz pünktlich am 30.12.2016 zum ersten mal beobachtet. 24° über dem Südhorizont waren Sterne bis ca.4,8 mag erkennbar. Mit 11" bei 70x war zunächst nur ein sehr schwacher Nebel zu sehen, der aber mit OIII-Filter deutlich heller und direkt sichtbar wurde. Der Nebel ist in der Mitte schwächer und nach Westen gebogen, einen Ausläufer nach Südwest und einen schwächeren Ausläufer Richtung Nordwest konnte ich sehen.


    Bei meiner nächsten Beobachtung werde ich nach weiteren Details suchen und dann auch mal höher vergrößern. Die tollen Zeichnungen hier sind ein guter Anhaltspunkt dafür, welche weiteren Details bei sehr guten Bedingungen noch zusätzlich sichtbar sein könnten.


    Viele Grüße,
    Ronny

  • Hallo Ben,


    schön, dass du unsere "Interpretation" des Helms als Weinbergschnecke eingebracht hast!
    In der von dir genannten Zeit Anfang der 90er war es ja Usus, dass jeder aus unserer Beobachterclique "sein" Objekt adoptiert hatte, und NGC 2359 war meines.
    Deshalb möchte ich es mit meiner Aufnahme präsentieren:



    3. Februar 2014, Hacienda los Andes, Chile
    175mm f/8 Refraktor, STL11000,
    Blau und Rot jeweils 5 x 600 Sekunden, Grün 6 x 600 Sekunden.


    Links im Bild ist noch der stark gerötete Offene Haufen NGC 2345 zu sehen.


    Viele Grüße
    Friedhelm

  • Hallo zusammen,


    wie immer eine sehr interessante Vorstellung eines vermeintlich gut bekannten Objektes.


    Friedhelm! Eine sehr gelungene Aufnahme, die deutlich tiefer geht als die POSS-Platten! Insofern ist dieses Bild für diesen Thread hier mit echtem Mehrwert, denn ... ich hatte anfangs zwar meine Probleme, aber dann habe ich festgestellt, dass Dein Bild seitenverkehrt ist.
    Der Haufen links (eigentlich rechts, also im Westen) ist nicht <font color="orange">NGC 2345</font id="orange">, dieser Haufen liegt außerhalb Deines Bildausschnittes. Das Fitzelding, das Du eingefangen hast, dürfte <font color="orange">Berkeley 36</font id="orange"> sein. Die starke Rötung impliziert, dass da mal unsere Spezialisten mit Öffnungen jenseits der 20" und gutem Himmel einen Versuch wagen sollten. Das wäre doch mal interessant.
    Warum ich aber begonnen habe, mir Dein Bild genauer anzuschauen, ist die Ansammlung zarter Sterne unmittelbar rechts (also eigentlich links im Osten) von NGC 2359. Dieser Haufen hat im isDSA die Bezeichnung <font color="orange">Haf 6</font id="orange"> und soll ab 8" sichtbar sein.


    Meine bescheidene Beobachtung mit 8" vor zwei Jahren zu <font color="orange">NGC 2359</font id="orange"> möchte ich Euch nicht vorenthalten:
    Bei 40-facher Vergrößerung wird bereits ohne Filter eine leichte schwache Aufhellung sichtbar. Mit OIII wirkt der Nebel flächiger und zum Zentrum hin heller werdend. Die Ansätze der Flanken sind zu erkennen. Der Nebel wirkt insgesamt wie eine Sichel mit kugelrundem Bauch. Die nördliche Flanke ist etwas breiter.


    Bei meiner nächsten geplanten Beobachtung mit 12,5" werde ich versuchen, die Sternhaufen mit zu erhaschen. Für Berkeley 36 mache ich mir allerdings wenig Hoffnung. Deswegen wäre es für mich interessant, ab welcher Öffnung der Sternhaufen sichtbar wird.


    Viele Grüße


    Rene

  • Hallo Rene,


    Friedhelms Bild ist gegenüber dem SDSS- Bild im Eröffnungsbeitrag um 180° gedreht, so wie der Anblick im astronomischen Fernrohr und auch so wie alle Zeichnungen außer der von Uwe (Norden unten, Osten rechts). Es ist nicht spiegelverkehrt.


    Friedhelm, hast du das schöne Bild irgendwo in Groß? Oder einen Ausschnitt vom Nebel?

  • Hallo Stathis, hallo Rene,


    freut mich, dass euch das Bild gefällt!
    Klickt einfach auf das Bild, dann kommt ihr auf die große Darstellung auf meiner HP: oder hier.
    Den Nebel allein mit längerer Brennweite und zusätzlich mit O3 gibts dort auch. Für eine größere Darstellung dann wieder auf das Bild klicken.


    Viele Grüße
    Friedhelm

  • Servus Andreas!
    Ein sehr schönes Objekt, das bei mir im Januar 2014 im Allgäu auf 1000m Höhe fest gehalten wurde.
    Bed: Mit 16" ohne EQ-Plattform, 200x mit OIII-Filter bei 0°C und 80% r.F.



    Durch das Verkleinern sind die schwachen Bereiche leider kaum noch zu erkennen.[V]


    Grüße aus dem Allgäu,
    Roland

    Was Du nicht willst was man Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu!

  • Hallo Friedhelm,


    super Bild von unserer "Schnecke" ! Und aus der Sicht des Spechtlers ist so ein großes Feld drumherum auch immer interessant.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> In der von dir genannten Zeit Anfang der 90er war es ja Usus, dass jeder aus unserer Beobachterclique "sein" Objekt adoptiert hatte, und NGC 2359 war meines.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ja, und wer "mein" Objekt wissen will, möge auf folgender Seite ganz nach unten scrollen und auf dem gelbgrünen Auto nach einer vierstelligen Zahl suchen [:D]:


    http://cougar.bakonyi.de/~ben/…9-itt-glockner/index.html


    Ist eine 9,7 mag helle, "mittelbekannte" Galaxie an der Grenze Luchs/Krebs [:)].


    Servus
    Ben

  • Hallo Andreas,


    ein wirklich schönes Winterobjekt für „Groß und Klein“, darf auch bei mir in keinem Winter fehlen. Erst letzte Woche habe ich mir Thor’s Helm wieder auf dem "Heimweg" im Nordschwarzwald gegönnt (kleiner Umweg von der Stuttgarter Innenstadt aus nach Karlsruhe [8D]).


    Die nachfolgende Zeichnung mit 18-Zöller (und OIII) ist allerdings schon bald 6 Jahre alt (Schluck!), aber verbunden mit einer schönen Erinnerung. Das Deep Sky Meeting in Indelhausen lag damals terminlich so ungünstig [:D], dass ein paar Verrückte sich am ersten Abend noch in angrenzende Wälder und Wiesen begaben, um nach Monduntergang zu beobachten…


    Wie die Meisten lasse ich die Weinbergschnecke lieber „wie im Newton“ auf dem Haus liegen… gefällt mir irgendwie besser.


    Clear Skies
    Rainer


  • Hallo Stathis, hallo Rene,


    ich bin froh, dass die Frage der Bildorientierung hier aufgeworfen wurde, denn so habe ich meine Sichtung mit 5 Zoll + OIII nochmal überdacht und erkenne (ich habe leider keine Zeichnung, nur die Erinnerung), dass der von mir gesehene bohnenförmige Teil nicht der Körper von Ben's Schnecke ist, sondern der Helm selbst.


    Das ist deswegen interessant, weil sämtliche Zeichnungen hier mit Öffnungen &gt;10" nahelegen, der Schneckenkörper (also einer der Helmflügel, um im Thor'schen Bild zu bleiben) sei der hellste Teil. Es scheint jedoch so zu sein, dass mit kleinerer Öffnung und OIII der Helm selbst am Hellsten ist. Meine "Bohne" deckt sich übrigens genau mit der im isDSA gezeigten Form.


    Ich will immer wissen, wie tief im Raum die Kerle stehen und zu welcher Struktur unserer Galaxie sie gehören. Habe nachgeforscht und teile mit:
    Der 7 Milliarden Jahre alte (uralt!) Berkeley 36 ist in ca. 13.500 Lichtjahren Entfernung, somit mehr als anderhalb mal so weit wie Thor's Helm. Er liegt aktuell im Perseus-Arm, kann aber bei diesem Alter sonstwo in der Galaxie entstanden und zwischenzeitlich dorthin gewandert sein.
    Der jüngere aber immer noch alte (ca. 1 Milliarde Jahre alt) Haufen Haf 6 ist in etwa 10.000 Lichtjahren Entfernung, somit etwa 2.000 Lj. "hinter" Thor's Helm in unserer Sichtlinie.


    CS, Christopher

  • Hallo Andreas


    Mein Einstieg begann über Muliphein und Starhopping zum Sternhaufen NGC2360 ins Zielgebiet.
    Der oberer Ausläufer und die fast kreisrunde Helmstruktur fallen mit dem etwas nach unten versetztem Zentralstern gleich ins Auge. Der untere Flügel wurde von den darin befindlichen Sternen etwas überblendet. Aber nach kurzer Zeit konnte man den Ausläufer eindeutig sehen.
    Der obere, südlichere Flügel läuft diffus aus. Die zweite (auch als Schneckenfühler bezeichnet) feinere Abschweifung konnte ich nicht erkennen. Bei 320x konnte ich die nördlich an der Ringerhellung sitzenden 4 Sterne (bei 120x waren es nur
    2 Sterne) auflösen.
    Schönes Objekt zum Zeichnen. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und gehört ab sofort zu meinen
    Vorzeigebildern in meiner Sammlung.



    viele Grüße

  • Hallo zusammen,


    hier mein Beitrag zum OdM Januar: NGC 2359.


    Bedingungen:
    fst: 6,0m
    Seeing und Transparenz: gut
    Ort: Schwäbische Alb (750m)



    Den Schwerpunkt habe ich auf die zentrale Blase gelegt. Ich habe mit und ohne Filter beobachtet. Mit Filter ist das Objekt spektakulär, ohne dagegen beinahe unauffällig. Die Strukturen innerhalb der Blase konnte ich aber ohne Filter besser erkennen als mit.


    Viele Grüße
    Johannes

  • Hallo zusammen,


    ich habe ja schon ein wenig Skrupel, eine Zeichnung eines fremden Boards hier zu verlinken, aber ich finde das Teil so wunderschön, dass ich denke, das ist mal in Ordnung [:)]


    http://www.cloudynights.com/to…192-ngc2359-thors-helmet/


    Generell ist der Urheber der Zeichnung immer mal für eine Bombe gut, allerdings ist seine Gerätschaft auch reichlich elitär...


    Schöne Grüße
    Norman

    12" f/4,5 mit Nauris-Spiegel - 72mm Lacerta Apo -
           

    - who stands the rain deserves the sun! -

  • Hallo,


    Ich habe Thor's Helm in einer Nacht Ende Februar 2017
    unter "normalen" Landhimmel in Mittelfranken beobachtet.


    Mein Teleskop war ein 12"/f4 Newton, der parallaktisch montiert ist.


    Thor´s Helm konnte ich gut sehen und viele Einzelheiten darin
    ausmachen.
    Ich setzte zur Beobachtung einen Astronomik [O III] Filter ein. Die
    Vergrößerung war 109x.


    Meine Notizen dazu:


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ohne dem [O III] Filter kann ich eine zarte Aufhellung im Feld sehen.
    Mit dem [O III] Filter ist der Nebel hell und deutlich zu sehen.
    Der helle Teil des Nebels hat eine geschwungene Form. Dieser Teil des Nebels
    zieht sich in Nord- Süd Richtung durch das Feld.
    Im diesem Teil kann ich unterschiedliche Helligkeiten und Knoten im Nebel sehen.
    An und im diesem Nebel stehen schwache Sterne.
    Westlich vom hellen Nebel setzen schwache Ausläufer an. Diese Ausläufer gehen
    an der Nord- und Südkante vom Nebel weg. Zwischen diesen Ausläufern ist es
    heller als in der Umgebung.
    Nach längeren Beobachten sieht der mittlere Teil des hellen Nebels wie eine
    nach Westen gebogene und durch die helle Kante wie eine Halbschale aus.
    Auch nach Osten gehen schwache Ausläufer vom Nebel weg. Besonders der Ausläufer
    an der Nordseite vom Nebel ist gut zu sehen.
    Insgesamt ist der Nebel sehr strukturiert und es gibt darin viel zu entdecken.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">



    Viele Grüße
    Gerd

  • Hallo Leute,


    ich habe mir das Objekt im Januar diesen Jahres auf Wiedervorlage gesetzt und unter sehr dunklen Himmel erneut mit 14 Zoll beobachtet. Dann bin ich auch im Sommer in Namibia gewesen und habe sowohl mit 25 Zoll als auch mit einem 24 Zoll Bino-Dobson Thor’s Helm beobachtet. Da die Reinzeichnung nicht fertig geworden war, habe ich sie um neue Details, die ich mit den großen Geräten gesehen habe, ergänzt.


    Das Ergebnis ist dies hier:



    Teleskop: 25" Zoll Dobson & 24" f/4.3 Bino-Dobson, Vergrößerung: 154 fach, Filter: OIII, Bedingungen: SQM-L 22.0, Ort: Tivoli Astrofarm, Zeitpunkt: 01.06.2019


    Oliver

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